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1 3 Netzdienste im Internet vs3 1

2 Netzdienste = über Ports ansprechbare Dienste, die hauptsächlich (aber nicht nur) für die Fernnutzung gedacht sind Anwendungssoftware Anwendungssoftware zusätzliche Dienste, insbes. Netzdienste Betriebssystem BS-Dienste vs3 2

3 sind überall verfügbar: 3.1 Standarddienste TELNET, SSH (secure shell) - Fernbenutzung FTP (file transfer protocol) - Dateiübertragung TFTP (trivial file transfer protocol) - einfache Dateiübertragung SMTP (simple mail transfer protocol) - Elektronische Post HTTP (hypertext transfer protocol) - World-Wide Web... Zusätzlich betriebssystemspezifische Standarddienste, z.b. für Unix: rlogin (remote login) - Fernbenutzung rsh (remote Shell) - Fernausführung einzelner Programme vs3 3

4 Als Klienten fungieren meist entsprechende Systemprogramme mit geeigneter Benutzerschnittstelle: Einfache Frage/Antwort-Programme, z.b. Unix-Befehl finger username für Benutzer-Information, Unix-Befehl host hostname für Namensauflösung,... Dialog- basierte Programme, z.b. Unix-Befehl ftp hostname mit zeilenorientiertem Dialog, Unix-Befehl ssh hostname mit vollständiger Sitzung (!), Web Browser mit GUI,... vs3 4

5 Ansprechen der jeweiligen Server: über wohlbekannte Ports (well-known ports) Portnummern: Standarddienste (BS-unabhängig) BS-spezifische Dienste reservierte Ports 1024 sonstige vs3 5

6 Klient Dienst Port Prot. Socket Login Programm daytime daytime 13 tcp/udp stream root daytimed ftp ftp 21 tcp stream root ftpd ssh ssh 22 tcp stream root sshd telnet telnet 23 tcp stream root telnetd mailtool smtp 25 tcp stream root sendmail tftp tftp 69 udp dgram root tftpd browser http 80 tcp stream root httpd rlogin login 513 tcp stream root rlogind rsh rsh 514 tcp stream root rshd rcp... (meist in /usr/sbin) vs3 6

7 ( Für Protokollfamilie IPv6 statt IPv4: tcp6, udp6 ) Beachte: Server ist nicht an bestimmtes Klientenprogramm gebunden! Beispiele: telnet localhost 25 erlaubt direkten Dialog mit dem lokalen Mail Server (sofern nicht aus Sicherheitsgründen abgeblockt) telnet vader 79 otto produziert (fast) die gleiche Ausgabe wie finger vs3 7

8 3.2 Fernerzeugung von Prozessen erfolgt durch einschlägigen Server: Prozesserzeuger (process server, spawner)! Verschiedene Varianten möglich für - Autorisierung des erzeugten Prozesses - Ein/Ausgabe-Umgebung des erzeugten Prozesses - ausgeführtes Programm vs3 8

9 3.2.1 Internet Superserver (auch Internet Daemon, Programm inetd ) - bedient alle wohlbekannten Ports (gemäß 2.4.3), - erzeugt Prozesse (gemäß 2.4.3d), - die jeweils portspezifisches Programm ausführen (gemäß 3.1) Typische Arbeitsweise nach dem fork : - erzeugten Socket auf Standard-E/A 0, 1, 2 legen, - exec für erforderliches Programm (z.b. ftpd) ausführen - Programm arbeitet wie bei lokaler IPC vs3 9

10 Initialisierung des Internet Daemon bei Systemstart (Unix): 1. /etc/inetd.conf enthält die Beschreibung der zu unterstützenden Dienste (gemäß Tabelle in 3.1) außer der Portnummer; entsprechende Sockets werden erzeugt (socket). 2. /etc/services enthält Zuordnung der Portnummern zu den Diensten; die Sockets werden entsprechend benannt (bind). 3. Warten auf Dienstanforderungen (select). Achtung! Dienste sind i.d.r. öffentlich und werden mit root-autorisierung erbracht Sicherheit gefährdet! Absicherung mit xinetd, tcpd, u.a. vs3 10

11 3.2.2 Fernausführung beliebiger Programme Standarddienst Fernausführung (remote execution) durch Server Prozeßerzeuger (process server) (Verallgemeinerung des Internet Daemon) = Prozeß, der beliebig programmierbare Prozesse erzeugt vs3 11

12 z.b. Auftrag = Unix-Befehl Effekt der Beauftragung: hinter Socket verbirgt sich die Standard-E/A des erzeugten Prozesses Server ist /etc/rshd (passender Klient ist rsh ) Oder Fernbenutzung (remote login) Server ist /etc/rlogind (passender Klient ist rlogin )! Sicherheit gewährleisten Zugangskontrolle! [Literatur: W.R. Stevens: UNIX Network Programming. Prentice-Hall 1999] vs3 12

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