Grundtaktisches Verhalten 1:1 11:11. Spielphasen. Individualtaktik

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1 Grundtaktisches Verhalten 1:1 11:11 Nachwuchsbetreuer LINZ Spielphasen Defensiv - Der Gegner hat den Ball Offensiv - WIR haben den Ball Umschaltphasen DEF auf OFF & OFF auf DEF Standartsituationen Individualtaktik Gruppentaktik Mannschaftstaktik Positionsspiel Individualtaktik Schulung der individualtaktischen Grundlagen 1 : 1 Gegner frontal 1 : 1 Gegner im Rücken Voraussetzung = Basistechniken (Finten, Dribbling,...) 1

2 Das Eins gegen Eins (1:1) Offensiv Weltklassespieler zeichnet aus, dass sie über ein hervorragendes Dribbling (1:1) verfügen und damit einen oder mehrere Gegenspieler ausspielen können. Eine Qualität die den unterschied ausmacht! Messi Das Eins gegen Eins (1:1) Offensiv 2

3 Das Eins gegen Eins (1:1) Offensiv Offensive Das Eins gegen Eins (1:1) Defensiv Attackieren wenn der Ball frei ist! 3

4 gg1 Defensiv Das Eins gegen Eins (1:1) Organisationsformen Gruppentaktik Dazu gehören: Kombinationsspiel Anbieten - Freilaufen Gruppentaktischen Angriffsmittel Überzahl-/Unterzahlspiel Grundlagen Raumdeckung 4

5 Kombinationsspiel Zusammenspielen von Spielern mit Ball Ein qualitatives Kombinationsspiel basiert auf folgenden Aspekten: Freilaufen in Verbindung mit dem Zuspiel bzw. der Ballan- bzw. - mitnahme. Zuspiel und Ballmitnahme ist sowohl aus technischer, als auch aus taktischer Sicht zu betrachten. Die technische Qualität der Zuspiele (Genauigkeit und Schärfe des Passes) Qualität der Ballmitnahme (durch schnelle Ballkontrolle) Freilaufen und Anbieten Freilaufen: das Schaffen von Anspielstationen in Breite und Tiefe des Spielfeldes. Anbieten: Entgegenlaufen des ballfordernden Spielers, aufmachen der Passlinie. Timing die entscheidende Rolle! Der freilaufende Spieler muss sich dem Deckungsschatten lösen um anspielbar zu sein. Der richtige Zeitpunkt ist dann gegeben, wenn der Spieler in Ballbesitz die vorhergegangene Spielsituation erfolgreich gelöst hat und aufschaut, Blickkontakt herstellt und in diesem Moment löst sich der Mitspieler (eventuell auch mit Zuruf) vom Verteidiger und das Zuspiel kann erfolgen. Vorausschauende Mitdenken -> Spiel lesen Freilaufen und Anbieten Neben dem Timing ist die Richtung des Freilaufens von Bedeutung. Verschiedene Möglichkeiten aus der Sicht des Ballführenden: a) Diagonales Freilaufen Großer Raumgewinn möglich. Eine gute Option um hinter die Abwehr zu kommen. b) Seitliches Freilaufen Wirkungsvolles Mittel für eine Spielverlagerung. Aber gefährliches Zuspiel für die eigene Mannschaft (Querpass; vor allem von außen nach innen), wenn der Ball abgefangen wird. 5

6 Freilaufen und Anbieten c) Frontales Freilaufen Großer Raumgewinn möglich, um hinter die Abwehr zu kommen. Durch Entgegenlaufen wird das Zuspiel erleichtert, weil der Abstand verringert wird. d) Freilaufen in den Rückraum Dient zur Ballsicherung bzw. Spielberuhigung, wenn keine anderen Anspielmöglichkeiten vorhanden sind. Je mehr Mitspieler sich freilaufen, desto leichter wird es für den Ballbesitzer, da er mehrere Möglichkeiten für das Zuspiel bekommt und gleichzeitig kann sich der Gegner nicht so leicht auf die Spielsituation einstellen. Über- bzw. Unterzahlsituationen Verhalten in Überzahl: Spiel lesen. Tempo hoch halten, um den nummerischen Vorteil zu bewahren. Direkten Weg zum Tor suchen. Mit dem Ball Gegner unter Druck setzen, Gegner bzw. Schnittstellen andribbeln. Technische Qualität: enge Ballführung, Zuspielqualität, Ballmitnahme, Spiel breit, aber nicht zu breit machen: Ziel für den Spieler ohne Ball ist es, wenn der Ball gespielt wird, die direkte Linie zum Tor frei zu haben. In die Tiefe spielen. Timing bei Zuspielen und Freilaufen: Wann & Wohin spiele ich ab? Wann & Wohin laufe ich mich frei? Auf Abseits achten. Über- bzw. Unterzahlsituationen Verhalten in Unterzahl: Spiel lesen. Direkten Weg zum Tor suchen. 1:1-Situationen anstreben. Torabschluss, Entschlossenheit, Risiko. Technische Qualität. Timing. Ballsicherung, Ball verteidigen. 6

7 Das Zwei gegen Eins (2:1) Überzahl/Unterzahl Defensiv Zwischen Ball und Tor Verzögern Nach außen lenken In 1:1 kommen Coaching! Offensiv Möglichkeiten aufzeigen Gegner analysieren Gegner binden Timing (Lauf+Abspiel) Tempo technische Qualität (Zu+BK/BM) Entschlossenheit Das Drei gegen Zwei (3:2) Überzahl/Unterzahl Defensiv Ziel -> Torabschluss Offensiv Coaching! Gruppentaktische Angriffsmittel Zuspielformen, die unmittelbar zum Torabschluss führen. Timing (das bedeutet Zeitpunkt, Schärfe des Zuspiels, Zeitpunkt des Freilaufens) entscheidend für den Erfolg Es gibt 5 Möglichkeiten: Pass in die Tiefe Stanglpass Flanke auf die erste/ zweite Stange Pass in den Rücken der Verteidigung Pass in den Rückraum 7

8 Pass in die Tiefe Sind Pässe, die durch die Abwehrkette gespielt werden. Schnittstellen- oder Lochpass. Sind Pässe um hinter die Abwehr zu kommen. Angreifer haben Bewegungsvorteil gegenüber Abwehrspielern Stanglpass scharfes, flaches Zuspiel nach einem Durchbruch Richtung Torauslinie direkt vor das gegnerische Tor. höchste Gefahr für die Abwehr! Flanke auf die erste/zweite Stange gehobene Zuspiele vom Tor weg oder zum Tor gespielt Räume im Zentrum einzunehmen. Das Freilaufen Richtung erster und zweiter Stange (kurz/ lang) gute Verteilung (Staffelung) im Zentrum notwendig Kreuzen der Angreifer 8

9 Pass in den Rücken der Verteidigung Zuspielform von der Seite, um in den Raum zwischen Abwehr und gegnerischen Tormann zu gelangen Flacher, halbhoher oder hoher Bewegungsvorteil für den Angreifer Pass in den Rückraum Dieser Pass wird bewusst, oft gegen die Laufrichtung der Verteidiger, flach in den Raum Richtung Elfmeterpunkt/ Sechzehner auf nachrückende Spieler gespielt Grundlagen der Raumdeckung Gruppentaktische Grundlagen beim Spiel auf einer Linie Verschieben Wie bereits erwähnt ist der erste Orientierungspunkt in der Raumdeckung immer der Ball. Das bedeutet für alle Spieler, dass sie der Bewegung des Balles folgen und zum Ball hin verschieben. 9

10 Grundlagen der Raumdeckung Gruppentaktische Grundlagen beim Spiel auf einer Linie Attackieren/ Absichern Der ballnächste Verteidiger hat die Aufgabe den Ballbesitzer zu attackieren, die anderen Spieler die Aufgabe den attackierenden Spieler abzusichern. Diese Absicherung hat so zu erfolgen, dass es dem Angreifer nicht möglich ist, einen Pass in die Tiefe zwischen zwei Abwehrspielern durch zu spielen. Grundlagen der Raumdeckung Gruppentaktische Grundlagen beim Spiel auf einer Linie Für eine Viererkette sind mehrere Möglichkeiten für die Absicherung gegeben, die folgende Grafiken verdeutlichen sollen. Man unterscheidet eine Absicherung auf einer oder auf zwei Linien. Die Absicherung auf einer Linie legt die Abseitslinie weiter nach vorne. Dadurch werden die Angreifer mehr unter Druck gesetzt und es bieten sich weniger Freilaufmöglichkeiten an. Auf der anderen Seite besteht natürlich die Gefahr, dass, wenn der Pass in die Tiefe kommt, keine weitere Absicherung von Feldspielern gegeben ist. Das bietet eine Absicherung auf zwei Linien, die aber für die Angriffsspieler mehr Raum und damit weitere Optionen für ihre Freilaufbewegungen offen lässt. Grundlagen der Raumdeckung Gruppentaktische Grundlagen beim Spiel auf einer Linie Ist ein zentraler Angreifer in Ballbesitz, erfolgt die Absicherung nach oben dargestelltem Prinzip. Man spricht in diesem Fall auch von einem Abwehrdreieck. 10

11 Mannschaftstaktik - Defensiv Mann im Raum Deckung Pressingzone gemeinsames Handeln (Block verschieben attackieren) 2:1 Situationen suchen Positionsspiel Bezugspunkte Orientierungspunke 1. Ball 2. Mitspieler 3. Gegenspieler Mannschaftstaktik Offensiv Kontinuierlicher Spielaufbau Spielformen zur Bildung des Spielsystems Organisation > Dreieck/Raute 11

12 Mannschaftstaktik Offensiv Kontinuierlicher Spielaufbau Kontinuierlicher Spielaufbau, Zusammenspiel und Raumaufteilung Spiel durch die Mitte, Spiel in die Tiefe, Flügelspiel Positionsspiel: Wahrnehmen von Spielsituationen Torabschluss aus verschiedenen Positionen Spielphilosophie im 11er-Fußball Aufbauend auf die Spielphilosophien aus dem Kinderfußball (5er-, 7er-, 9erFußball) können folgende Eckpfeiler für eine Spielphilosophie im Großfeldfußball angestrebt werden. 12

13 Umschaltphasen Ballverlust - Offensive > Defensive zweiten Ball pressen, hinter den Ball sprinten Ballgewinn - Defensive > Offensive Ballsicherung (freien Mitspieler anspielen), Kontersituation (erster Ball nach vorne) 13

14 Spielsysteme Anordnung der Spieler auf dem Platz Abhängig von der Qualität der Spieler und vom Spielermaterial Systeme: Spielanlagen Spielaufbau > Laufwege Kontinuierliches Spiel bis zum Abschluß Offensiv Pressing Konditionsabhängig - sehr kräfteraubend Alle Spieler müssen aktiv sein Konteranfällig Konterspiel Schnell umschalten bis zu fünf Spieler im Sprint nach vorne 14

15 Die Auswahl der Spieler Die Summe der Qualitäten meiner Spieler bestimmt die Spielanlage! Die Stärken der Spieler auf dieses Spiel ausrichten! Der Spieler sollte von diesem System überzeugt werden! Qualität dort hinbringen wo sie hilft ich muss sie beleben können! Grundsätzliches: Spielsituationen die im Spiel vorkommen (sollen), müssen im Training trainiert werden 15

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