Auf dem Weg in die Wirklichkeit: BGF beim Umweltbundesamt

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1 veränderte Auf dem Weg in die Wirklichkeit: BGF beim Umweltbundesamt Susanne Lukas Umweltbundesamt Berlin, 20.November 2007

2 Gliederung: 1. Ein kurzer Blick zurück: Arbeits- und Gesundheitsschutz im Umweltbundesamt (UBA) Geschichte Organisation Aktivitäten Beispiel aus der UBA-Praxis: Befragung zu Gesundheit und Zufriedenheit am Arbeitsplatz 2. Die veränderte Wirklichkeit: Anforderungen, Herausforderungen und Forderungen 3. Ein kurzer Blick nach vorne: Auf dem Weg zu einem modernen integrierten Arbeits- und Gesundheitsschutz

3 1. Ein kurzer Blick zurück: Arbeits- und Gesundheitsschutz im Umweltbundesamt (UBA) Geschichte seit über 10 Jahren verstärkter Einsatz des UBA für die Verbesserung des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz (z.b. ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, Gesundheitstage) auf der Basis des novellierten Arbeitsschutzgesetzes von 1996 seit 2001 erweitertes Verständnis von Gesundheitsschutz im UBA: Neben physischen Belastungen an den Arbeitsplätzen auch Berücksichtigung psychischer Belastungen (z.b. Unteroder Überforderung)

4 1. Ein kurzer Blick zurück: Arbeits- und Gesundheitsschutz im Umweltbundesamt (UBA) Organisation Übergeordnetes Gremium: Arbeitsschutzausschuss (ASA) Leitung: Vizepräsident Umsetzung und Begleitung: Unterarbeitskreis Umsetzung Arbeitsschutzgesetz, Gesundheitsprävention Leitung: Leiter der Zentralabteilung Mitglieder: Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsärztin, Mitarbeiterberatung, Personalreferat, Personalrat, Gleichstellungsbeauftragte, Schwerbehindertenvertretung, Vertreter/innen aller Fachbereiche, Personalentwicklung

5 1. Ein kurzer Blick zurück: Arbeits- und Gesundheitsschutz im Umweltbundesamt (UBA) Aktivitäten regelmäßige Beurteilung der Arbeitsbedingungen mit der Software Arbeitsschutz Durchführung von Befragungen zur psychischen Belastung am Arbeitsplatz (heute: Gesundheit und Zufriedenheit am Arbeitsplatz ) Etablierung des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) Fortbildungen (für Mitarbeiter/innen und Führungskräfte) Organisation von Gesundheitstagen und Vorträgen Information der Beschäftigten und Führungskräfte (Intranet und Flyer)

6 1. Ein kurzer Blick zurück: Arbeits- und Gesundheitsschutz im Umweltbundesamt (UBA) Beispiel aus der UBA-Praxis: Wiederholungsbefragung zu Gesundheit und Zufriedenheit am Arbeitsplatz 2002: Durchführung eines Pilotprojektes zur Analyse der psychischen Belastung am Arbeitsplatz in zwei Außenstellen des UBA (Langen und Bad Elster) schriftliche Befragung genauere Analyse der Ergebnisse und Erarbeitung von Verbesserungsmaßnahmen in moderierten Workshops 2003: Befragung an allen Berliner Standorten sowie den Messstellen Rücklaufquote 46,0 % (463 Fragebögen) 2005: Standortverlagerung des UBA nach Dessau 2006/2007: Wiederholungsbefragung an allen Standorten des UBA Rücklaufquote 58,9 % (716 Fragebögen)

7 Zugrunde liegendes Wirkmodell Belastungs-Beanspruchungskonzept (Richter & Hacker, 1998) Persönlichkeit Umzug Alter Geschlecht Verausgabungsbereitschaft Belastungen Beanspruchungen Arbeitstätigkeit (z.b. Vielfältigkeit der Aufgaben) Arbeitsorganisation (z.b. Zeitdruck) Soziales System (z.b. Vorgesetztenverhalten) Folgen Gesundheit Zufriedenheit

8 Zusammenfassung: Ergebnisse positiv: Merkmale der Arbeitstätigkeit (z. B. Vielfältigkeit der Arbeitsaufgaben) Soziale Unterstützung (z. B. Verhalten von Kollegen/-innen und Vorgesetzten) Arbeitsumgebungsbedingungen (z. B. Arbeitsmittel) Gesundheit und Befinden (z. B. Erholungsfähigkeit nach der Arbeit) negativ: Merkmale der Arbeitsorganisation (z. B. Zeit- und Termindruck, Entscheidungsprozesse) negative Umzugsfolgen (z.b. Vereinbarkeit von Beruf und Familie)

9 Wahrgenommene Veränderungen durch den Umzug nach Dessau nach Dessau verlagert: N=337 nicht nach Dessau verlagert: N=226 1 Verschlechterung 3 Verbesserung 5

10 Gegenwärtige Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes in Dessau (in %, N=327) tägliches Pendeln 29,4 wöchentliches Pendeln 34,1 nach Dessau gezogen 20,8 in Nähe von Dessau gezogen 4,7 anderes 8 keine Angaben % 100

11 Umgang mit den Ergebnissen Präsentation der Ergebnisse in der Amtsleitung und vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des UBA Präsentation der abteilungsspezifischen Ergebnisse in allen Abteilungen Analyse der Abteilungsergebnisse und Erarbeitung von Verbesserungsmaßnahmen im Rahmen moderierter Rückmeldeworkshops Erarbeitung eines UBA-weiten Maßnahmenplans durch den Unterarbeitskreis Umsetzung Arbeitsschutzgesetz, Gesundheitsprävention Umsetzung der Maßnahmen durch die Verantwortlichen und Kontrolle durch den Unterarbeitskreis

12 2. Die veränderte Wirklichkeit: Anforderungen, Herausforderungen und Forderungen Dienstsitzverlagerung Fluktuation und Wissensverlust Pendelproblematik Zeitdruck Personalgewinnungsproblem Stelleneinsparungen Arbeitsdruck Arbeitsplatzunsicherheit durch befristete Verträge Übersättigungsgefühl bei vielen Beschäftigten Forderung einer systematischen betrieblichen Gesundheitsförderung, die langfristig angelegt und evaluierbar ist Fehlzeitenmanagement, BEM,...

13 2. Die veränderte Wirklichkeit: Anforderungen, Herausforderungen und Forderungen Fragen, die/denen wir uns stellen mussten: Sind wir auf dem richtigen Weg? Sind uns unsere Ziele überhaupt klar? Ergreifen wir die richtigen Maßnahmen? Wirken unsere Maßnahmen? Können wir das beweisen?

14 3. Ein kurzer Blick nach vorne: Auf dem Weg zu einem modernen integrierten Arbeits- und Gesundheitsschutz Neuorientierung des Unterarbeitskreises im UBA Entwicklung eines ganzheitlichen Konzepts bis Mitte 2008 externe Beratung und Begleitung Erarbeitung eines Zielsystems für den Arbeits- und Gesundheitsschutz: Oberziel (Aufnahme ins Leitbild) Grobziele Feinziele Zuordnung aller vorhandenen Maßnahmen zu den Zielen Ableitung von neuen Maßnahmen

15 3. Ein kurzer Blick nach vorne: Auf dem Weg zu einem modernen integrierten Arbeits- und Gesundheitsschutz Erarbeitung von Indikatoren zur Wirksamkeitskontrolle Kombination präventiver und korrektiver Maßnahmen Einführung eines Fehlzeitenmanagements, um Handlungsschwerpunkte zu erkennen und die Wirksamkeit von Maßnahmen zu evaluieren nicht als restriktives Instrument stärkere Öffentlichkeitsarbeit im Haus

16 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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