Soziale Beziehungen & Gesellschaft - Proseminar Sommersemester

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1 Soziale Beziehungen & Gesellschaft - Proseminar Sommersemester

2 I. Theoretische Einführung

3 Zum Verhältnis von Gesellschaft und Individuum Gesellschaft Individuum >> 3

4 Gesellschaft als Aggregation individueller Handlungen autonomer Subjekte Makro Gesellschaftlicher Zustand I Gesellschaftlicher Zustand II Mikro Akteur Handlung Vgl. Coleman / Esser >> 4

5 Das Individuum als Produkt der Gesellschaft Makroebene Gesellschaftlicher Zustand I Gesellschaftlicher Zustand II Mikroebene Individuum Individuum Vgl. etwa Durkheim / Lévi-Strauss / Foucault >> 5

6 Frage nach der kulturgeschichtlichen Stabilität des Individuums»Das Individuum als individuelles Subjekt, das eigene Meinungen äußert, Verantwortung trägt, Dissens anmeldet und autonom handelt, hat es (in der Geschichte) nicht immer gegeben«(aus Zima, Theorie des Subjekts) >> 6

7 Das Subjekt der Postmoderne: autonom, verantwortlich? At this stage, gentlemen, we introduce the subject himself. Aus A Clockwork Orange (Burgess, 1962) >> 7

8 II. Soziale Beziehungen und Gesellschaft: Einführung / Grundbegriffe

9 Zum Verhältnis Gesellschaft Individuum - Sozialbeziehungen Niklas Luhmann: Definiert Gesellschaft als die Gesamtheit möglicher Beziehungen >> 9

10 Informelle und formelle Sozialbeziehungen Informelle Sozialbeziehungen: Bsp. Freundschaft, Partnerschaft, Mutter Kind Beziehung, etc. Ganzheitlicher Bezug auf das Individuum - personenzentriert Formelle Sozialbeziehungen: Bsp. Geschäftsbeziehungen Nur ein Aspekt der Person ist von Bedeutung - funktionszentriert >> 10

11 Gemeinschaft und Gesellschaft Gemeinschaft beruht einzig auf informellen Beziehungen (primäre Einbindung) Bsp. Archaische Gesellschaften, segmentär differenzierte Gesellschaften Integrationstyp (laut Durkheim): mechanische Solidarität (beruht auf dem Prinzip der Gleichheit der Individuen) Gesellschaft beruht auf informellen und formellen Beziehungen (primäre und sekundäre Einbindung) Bsp. Moderne Gesellschaften, funktional differenzierte Gesellschaften Integrationstyp (laut Durkheim): in erster Linie organische Solidarität (beruht auf dem Prinzip der Arbeitsteilung, der aufeinander abgestimmten Verschiedenheit) >> 11

12 III. Themen der Sitzungen

13 I. Entstehung und Konsequenzen moderner Sozialbeziehungen Sitzung / Datum Lévi-Strauss, Claude (1981)»Die elementaren Strukturen der Verwandtschaft«Frankfurt a.m.: Suhrkamp; daraus: Kapitel V: das Prinzip der Gegenseitigkeit, S Elias, Norbert (1976)»Über den Prozeß der Zivilisation- Zweiter Band«Frankfurt a.m.: Suhrkamp; daraus: S Lantz, Herman R. (1982)»Romantic Love in the Pre-modern Period: A sociological Commentary«in: Journal of Social History 15, Nr. 3, S Durkheim, Emile (1997)»Der Selbstmord«Frankfurt a.m.: Suhrkamp; daraus: Zweites Kapitel, S ; Drittes Kapitel, S ; Viertes Kapitel, S Beck, Ulrich (1986)»Risikogesellschaft«Frankfurt a.m.: Suhrkamp; daraus: Kapitel III, Jenseits von Klasse und Schicht, S >> 13

14 II. Form und Bedeutung sozialer Beziehungen in modernen Gesellschaften Parsons, Talcott (1986)»Das Verwandtschaftssystem in den Vereinigten Staaten«in ders. Beiträge zur soziologischen Theorie, Berlin: Luchterhand, S Bourdieu, Pierre (1983)»Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital«in Kreckel, R. Soziale Ungleichheiten. Soziale Welt. Sonderband 2, Göttingen: Otto Schwartz & Co., S Schenk, Michael (2002)»Medienwirkungsforschung«Tübingen: J.C.B. Mohr, daraus: Kapitel Massenkommunikation und interpersonale Kommunikation, S >> 14

15 III. Zur Vergesellschaftung von Intimität Foucault, Michel (1983)»Der Wille zum Wissen Sexualität und Wahrheit I«Frankfurt a.m.: Suhrkamp; daraus: Kapitel II Die Anreizung zu Diskursen, S Sennett, Richard (1986)»Verfall und Ende des öffentlichen Lebens Die Tyrannei der Intimität«Frankfurt.a.M: Fischer, daraus: Kapitel I Die öffentliche Sphäre, S Greco, Monica (2000)»Homo Vacuus«in Bröckling, U.; Krasmann, S. & Lehmke, T. Gouvernementalität der Gegenwart Studien zur Ökonomisierung des Sozialen, S >> 15

16 IV. Form

17 Leistungsnachweise / Teilnahmescheine etc. 1. (Standard-) Leistungsnachweis (Magister / Diplom Soziologie): Hausarbeit zu einem der Themen (ca Seiten) und Referat (ca min) 2. Qualifizierter Teilnahmeschein (Lehramt): Schriftliche Zusammenfassung zweier im Seminar relevanter Texte (Abgabe jeweils mind. 1 Tag vor der Sitzung) auf 1 bis 2 Seiten oder ggf. Referat (15-20 min) Voraussetzung für die Teilnahme (für alle) ist der Besuch von mindestens 9 der 11 Veranstaltung und vor allem die Lektüre der angegebenen Texte. Eine Kopiervorlage der Texte befindet sich im Büro von Frau Axt in Raum 225. >> 17

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