Regionalökonomik (BA) Arbeitsproduktivität und komparativer Vorteil

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1 Regionalökonomik (BA) Arbeitsproduktivität und komparativer Vorteil Prof. Dr. Falko Jüßen Bergische Universität Wuppertal Schumpeter School of Business and Economics Wintersemester 2014/ / 65

2 Einleitung Gründe für Handel Warum kommt es zu Handel? 1. Weil Länder/Regionen verschieden sind (Spezialisierung). 2. Kostenvorteile durch Massenproduktion (man produziert nur eine Auswahl an Gütern/Varianten). Zu zeigen: Wohlfahrtsgewinne durch Handel. 2 / 65

3 Einleitung Gründe für Handel Realität: Beide Motive für Handel wirken zusammen. Unser Vorgehen: Zunächst Betrachtung der Motive in Isolation. Wesentliches Prinzip beim ersten Motiv: Komparativer Vorteil. Was ist ein komparativer Vorteil? Wie bestimmt der komparative Vorteil die Strukturen des Handels? 3 / 65

4 Komparativer Vorteil Beispiel Valentinstag: Import von Rosen aus Kolumbien (Ausland) in die USA (Inland). Opportunitätskosten: Ressourcen zur Rosenzucht können auch zur Produktion anderer Güter verwendet werden. Opportunitätskosten von Rosen können z.b. in Computern ausgedrückt werden. 4 / 65

5 Komparativer Vorteil Beispiel Zahlenbeispiel für Opportunitätskosten: Inland USA: Für zehn Millionen Rosen kann man annahmegemäß Computer herstellen. Ausland Kolumbien: Für zehn Millionen Rosen kann man annahmegemäß Computer herstellen. Gründe für die geringeren Opportunitätskosten im Ausland: Klima; aber auch weniger effiziente Computerproduktion in Kolumbien. 5 / 65

6 Komparativer Vorteil Beispiel Der Unterschied in Opportunitätskosten birgt die Möglichkeit einer für beide Seiten (In- und Ausland) vorteilhaften Neuordnung der Produktion. Die weltweite Produktionsmenge steigt also grundsätzlich Wohlfahrtsgewinne für alle möglich (aber Verteilung?). 6 / 65

7 Komparativer Vorteil und Handel Mechanismus Handel führt zu einem Produktionssanstieg, weil er jedem Land ermöglicht, sich auf die Produktion desjenigen Gutes zu spezialisieren, bei dem es einen komparativen Vorteil hat. Ein Land verfügt bei der Herstellung eines Gutes über einen komparativen Vorteil, wenn die Opportunitätskosten für dessen Produktion, ausgedrückt in anderen Gütern, in diesem Land niedriger sind als in andern Ländern. Der Handel kann für beide Länder vorteilhaft sein, wenn jedes Land diejenigen Güter exportiert, bei denen es über einen komparativen Vorteil verfügt. Der Begriff des komparativen Vorteils geht auf David Ricardo zurück. 7 / 65

8 Annahmen Ein Produktionsfaktor: Arbeit (L). Zwei Güter: Wein (W ) und Käse (C). Der technologische Stand wird durch Arbeitskoeffizienten gemessen: Anzahl der Arbeitsstunden, die zur Herstellung von einem Pfund Käse oder einem Liter Wein erforderlich sind. a LW : erforderliche Arbeitsstunden, um einen Liter Wein herzustellen. a LC : erforderliche Arbeitsstunden, um ein Pfund Käse herzustellen. 8 / 65

9 Annahmen Der Arbeitskoeffizient steht im umgekehrten Verhältnis zur Arbeitsproduktivität, was man an den Produktionsfunktionen erkennen kann: Q W = L W a LW (1) Q C = L C a LC, (2) wobei Q W und Q C die produzierten Mengen sind. Zahlenbeispiel: a LW = 2, a LC = 1. Gesamtressourcen der Volkswirtschaft (Arbeitsangebot) = L. 9 / 65

10 Produktionsmöglichkeiten Ressourcenbeschränkung: Um die Produktionsmenge eines Gutes zu erhöhen, muss die Menge eines anderen Gutes gesenkt werden. Dieses Verhältnis wird mit einer Transformationskurve (Kurve der Produktionsmöglichkeiten) beschrieben. Ressourcenbeschränkung: a LC Q C + a LW Q W L, (3) wobei Q C und Q W die produzierten Mengen angibt. 10 / 65

11 Produktionsmöglichkeiten Die Transformationskurve im Q C /Q W -Diagramm ist (die Ressourcenbeschränkung wird mit Gleichheit gelten, weil Ressourcenverschwendung nicht optimal ist): a LC Q C + a LW Q W = L Q W = L a LC Q c Q W = a LW L a LW a LC a LW Q c. 11 / 65

12 Transformationskurve 12 / 65

13 Transformationskurve und Opportunitätskosten Opportunitätskosten: Anzahl an Litern Wein, auf die verzichtet werden muss, um ein zusätzliches Pfund Käse zu produzieren. Wie groß sind die Opportunitätskosten? Die Herstellung einer weiteren Einheit Käse kostet a LC Personen-Stunden. Jede dieser Personen-Stunden hätte auch dazu verwendet werden können, um 1/a LW Liter Wein zu produzieren. Die Opportunitätskosten von Käse in Wein sind daher a LC /a LW. 13 / 65

14 Transformationskurve und Opportunitätskosten Wir haben oben gezeigt: Die Transformationskurve ist Q W = L a LW a LC a LW Q c. Die Steigung der Transformationskurve (genauer: der Steigungsbetrag) entspricht also den Opportunitätskosten. Bei nur einem Produktionsfaktor sind die Opportunitätskosten konstant. Die Transformationskurve ist dann eine Gerade (siehe Abbildung). 14 / 65

15 Relative Preise und Angebot Transformationskurve: Welche Output-Kombinationen sind möglich? Die tatsächliche Produktion hängt von relativen Preisen ab. Relativer Preis: der Preis von einem Gut ausgedrückt in dem anderen. 15 / 65

16 Relative Preise und Angebot Annahme des vollkommenen Wettbewerbs: Die Angebotsentscheidung für beide Güter folgt aus Gewinnmaximierung. Wie ist der Gewinn definiert? Die Produktionstechnologie bei der Herstellung von Käse und Wein ist linear: Q i = L i a Li, (4) mit i = {C, W } und den konstanten Arbeitskoeffizienten a LC und a LW. 16 / 65

17 Relative Preise und Angebot Der Gewinn in Sektor i ist: π i = P i Q i w i L i. (5) Durch Einsetzen der Produktionstechnologie (4) erhält man: π i = P i Li a Li w i L i. (6) Im vollkommenen Wettbewerb wird der Gewinn durch Wahl von L i maximiert (und Gewinne sind null). 17 / 65

18 Relative Preise und Angebot Die Bedingung erster Ordnung ist: w i = P i a Li. (7) 18 / 65

19 Relative Preise und Angebot Der (einzige) Produktionsfaktor Arbeit ist annahmegemäß zwischen den beiden Sektoren mobil. Arbeiter wechseln annahmegemäß in den Sektor, in dem der Lohnsatz w höher ist. Bei w W > w C wären alle Arbeiter im W Sektor und Inland würde nur Wein produzieren. Inland würde also nur Wein produzieren, wenn w W = P W a LW > P C a LC = w C a LC a LW > P C P W. 19 / 65

20 Relative Preise und Angebot Analog würde Inland nur Käse produzieren, wenn a LC a LW < P C P W. D.h. Inland wird sich auf Käse (Wein) spezialisieren, wenn die Opportunitätskosten von Käse in Wein das Preisverhältnis von Käse zu Wein unterschreiten (überschreiten). Eine Produktion von beiden Gütern im Inland findet nur statt, wenn gilt a LC a LW = P C P W. 20 / 65

21 Relative Preise und Angebot Ohne Außenhandel, d.h. ohne Spezialisierung auf eines der beiden Güter, wird also das relative Preisverhältnis der Güter dem relativen Arbeitskoeffizientenverhältnis entsprechen. Dies gilt natürlich nur, wenn beide Güter tatsächlich produziert werden. Frage: Warum sollte Inland überhaupt beide Güter produzieren? Eine mögliche Antwort: Individuen schätzen Vielfalt (love of variety). Andere mögliche Antwort: Wein und Käse sind komplementäre Güter. 21 / 65

22 Das Ein-Faktor-Modell des Handels Es wird unterstellt, dass sich eine zweite Volkswirtschaft (Ausland) auf die gleiche Art beschreiben lässt wie das Inland. Notation: ausländische Größen erhalten einen Stern ( ). Das gesamte Arbeitsangebot im Ausland ist L und die Arbeitskoeffizienten sind a LC und a LW usw. Analog zum Inland entsprechen die Opportunitätskosten im Ausland dem Betrag der Steigung der Transformationskurve im Ausland, a LC alw. 22 / 65

23 Das Ein-Faktor-Modell des Handels Es gibt drei mögliche Verhältnisse der Opportunitätskosten von Käse in Wein zwischen In- und Ausland: a 1. LC a LW > a LC a, oder LW 2. < a LC a, oder LW a LC a LW a LC a LW 3. = a LC a. LW Wir unterstellen (als Beispiel): a LC a LW < a LC a LW a LC a LC < a LW alw. 23 / 65

24 Das Ein-Faktor-Modell des Handels Das bedeutet, dass das Inland bei der Käseproduktion eine höhere relative Produktivität aufweist als bei der Weinproduktion. Inland verfügt also über einen komparativen Vorteil in der Käseproduktion. Beachte: Der komparative Vorteil basiert auf allen vier Arbeitskoeffizienten. 24 / 65

25 Das Ein-Faktor-Modell des Handels Ein komparativer Vorteil von Inland in der Käseproduktion würde sich nicht allein durch das Verhältnis a LC < a LC ergeben. Dies wäre ein absoluter Vorteil in der Käseproduktion, nicht jedoch zwingend ein komparativer Vorteil, da keine Aussagen über die Weinproduktion einbezogen sind. Absoluter Vorteil: Ein Land kann eine Gütereinheit mit weniger Arbeitseinsatz (also effizienter) produzieren als das andere Land. Die Verwechselung mit dem absoluten Vorteil ist eine der häufigsten Fehler bei der Untersuchung von Handel. Die Handelsstruktur lässt sich nicht allein aus absoluten Vorteilen herleiten. 25 / 65

26 Transformationskurve im Ausland 26 / 65

27 Das Ein-Faktor-Modell des Handels Ohne Handel (=Autarkie) würden sich die relativen Preise von Käse und Wein jeweils durch die nationalen relativen Arbeitskoeffizienten ergeben. Das Preisverhältnis von Käse und Wein wäre also a LC a LW im Inland und a LC alw im Ausland. Wenn Handel möglich ist, richten sich die Preise jedoch nicht mehr allein an inländischen Kriterien aus. 27 / 65

28 Das Ein-Faktor-Modell des Handels Sofern sich die relativen Preise in der Ausgangslage unterscheiden (wie wir es angenommen haben), also a LC a LC a LW a LW gilt, werden beide Länder miteinander Handel treiben. Es werden solange Güter zwischen In- und Ausland getauscht, bis sich die Preisverhältnisse angeglichen haben. Wie ergibt sich dieses gleichgewichtige Preisverhältnis auf dem Weltmarkt? 28 / 65

29 Bestimmung des relativen Preises nach Handel Ein Standardverfahren zur Bestimmung von Preisen auf Märkten in der Mikroökonomik ist die partielle Gleichgewichtsanalyse. Hierbei ergibt sich der Preis auf dem Markt als Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage. Das Konzept eines komparativen Vorteils lässt sich in dieser Art der Analyse kaum abbilden, da dazu immer mindestens zwei Märkte betrachtet werden müssen. Um also die Auswirkungen des komparativen Vorteils im Welthandel auf die Gleichgewichtspreise zu analysieren, muss man auf eine allgemeine Gleichgewichtsanalyse zurückgreifen. 29 / 65

30 Bestimmung des relativen Preises nach Handel Diese berücksichtigt die Zusammenhänge zwischen allen Märkten, in unserem Fall also die Zusammenhänge zwischen dem Käse- und Weinmarkt. Eine einfache Möglichkeit, im Zwei-Güter-Fall die allgemeine Gleichgewichtsanalyse durchzuführen, ist das relative Angebot RS und die relative Nachfrage RD von Käse und Wein zu betrachten (siehe Abbildung). Das allgemeine Weltmarktgleichgewicht ist der Schnittpunkt von RS und RD. 30 / 65

31 Relatives Angebot und relative Nachfrage 31 / 65

32 Relative Nachfrage Der Verlauf der Kurve der relative Nachfrage ergibt sich aus einfachen Substitutionsüberlegungen. Wenn Käse relativ zu Wein teurer wird, konsumieren die Haushalte relativ mehr Wein. 32 / 65

33 Relatives Angebot Warum verläuft die Kurve des relativen Angebots treppenförmig? Man erinnere sich daran, dass Inland sich auf Weinproduktion spezialisiert, wenn P C P W < a LC a LW. Ausland spezialisiert sich auf Weinproduktion, wenn P C P W < a LC alw. 33 / 65

34 Relatives Angebot Wir haben die Annahme getroffen (Inland hat komparativen Vorteil in der Käseproduktion) a LC a LW < a LC alw. Wenn also gilt P C P W < a LC a LW < a LC alw, spezialisieren sich In- und Ausland auf die Weinproduktion. Dann gäbe es keine Käseproduktion, womit die relative Angebotsmenge von Käse und Wein null ist. 34 / 65

35 Relatives Angebot Gilt hingegen P C P W = a LC a LW < a LC alw, ist Inland bereit, in beliebigen Kombinationen Käse und Wein zu produzieren. Daher verläuft das relative Angebot in diesem Bereich in einer horizontalen Linie. 35 / 65

36 Relatives Angebot Im Fall a LC a LW < P C P W < a LC a LW spezialisiert sich Inland auf die Käseproduktion und Ausland auf die Weinproduktion. Daher produziert Inland L/a LC Einheiten Käse und Ausland L /alw Einheiten Wein. Die relative Angebotsmenge ist in diesem Bereich also konstant, was zu dem vertikalen Verlauf der Kurve des relativen Angebots führt. 36 / 65

37 Relatives Angebot Im Fall a LC a LW < P C P W = a LC a LW spezialisiert sich Inland auf Käseproduktion und Ausland ist bereit Käse und Wein in beliebigen Kombinationen zu produzieren. Daher verläuft das relative Angebot hier wiederum in einer horizontalen Linie. 37 / 65

38 Relatives Angebot Gilt a LC a LW < a LC a LW < P C P W, spezialisieren sich In- und Ausland auf die Produktion von Käse. Es gibt also auf der Welt keine Weinproduktion, womit die relative Angebotsmenge von Käse und Wein in diesem Bereich unendlich ist. 38 / 65

39 Gleichgewicht bei Handel In der Abbildung schneidet die RD Kurve die AS Kurve im Punkt 1. In diesem Fall spezialisiert sich jedes Land auf die Produktion desjenigen Gutes, bei dem es einen komparativen Vorteil hat: Inland produziert Käse und Ausland produziert Wein. Dies ist jedoch nicht das einzige mögliche Resultat. Ein weitere Möglichkeit ist durch den Schnittpunkt von AS und RD 1 gekennzeichnet. In diesem Fall spezialisiert sich nur Ausland auf die Produktion von Wein, während Inland sowohl Käse als auch Wein produziert. 39 / 65

40 Gleichgewicht bei Handel Die relative Menge Käse zu Wein ist in diesem Fall geringer als in dem Fall, in dem sich beide Länder spezialisiert haben, Q 1 < L/a LC L /a. LW Es bleibt jedoch die Aussage richtig, dass ein Land, wenn es sich spezialisiert, sich immer auf die Güter spezialisiert, bei denen es über einen komparativen Vorteil verfügt. Wir unterstellen zunächst den Fall, dass sich beide Länder spezialisieren. Der gleichgewichte Weltmarktpreis eines gehandelten Guts (z.b. Käse) relativ zu einem anderen Gut (z.b. Wein) pendelt sich irgendwo zwischen den Preisverhältnissen der beiden Länder in Autarkie ein. 40 / 65

41 Gleichgewicht bei Handel Infolge dieser Konvergenz der relativen Preise spezialisiert sich jedes Land auf diejenigen Güter, bei denen sein relativer Arbeitskoeffizient geringer ist als in dem anderen Land. Ein Anstieg des relativen Käsepreises im Inland wird dazu führen, dass Inland sich auf die Produktion von Käse spezialisiert (siehe Punkt F in Abbildung (a)). Ein Sinken des relativen Käsepreises im Ausland führt dazu, dass sich Ausland auf die Produktion von Wein spezialisiert (siehe Punkt F in Abbildung (b)). 41 / 65

42 Erweiterung der Konsummöglichkeiten durch Handel 42 / 65

43 Wohlfahrtsgewinne durch Handel Wir haben gesehen, dass sich Länder mit unterschiedlichen relativen Arbeitskoeffizienten auf die Produktion unterschiedlicher Güter spezialisieren. Daraus ergeben sich Wohlfahrtsgewinne, die man auf zwei Arten untersuchen kann: 1. Methode der indirekten Produktion 2. Veränderung von Konsummöglichkeiten 43 / 65

44 Wohlfahrtsgewinne durch Handel Bei der Methode der indirekten Produktion betrachtet man den Handel als indirekte Produktion. Inland kann Wein selbst herstellen oder durch Tausch von Käse gegen Wein aus dem Ausland importieren. Eigenproduktion: Durch eine Arbeitsstunde können im Inland 1/a LW Einheiten Wein produziert werden. Indirekte Produktion: Alternativ kann durch die gleiche Arbeitsstunde 1/a LC Einheiten Käse produziert werden. Dieser Käse kann gegen Wein zum Preis P C /P W getauscht werden. Die ursprüngliche Arbeitsstunde erzeugt so (1/a LC ) (P C /P W ) Einheiten Wein. 44 / 65

45 Wohlfahrtsgewinne durch Handel Durch diese indirekte Produktion kann mehr Wein von Inland produziert werden als bei direkter Produktion, solange Dies ist der Fall, wenn (1/a LC ) (P C /P W ) > 1/a LW. P C /P W > a LC /a LW gilt, sich also beide Länder auf die Produktion eines Gutes spezialisiert haben. 45 / 65

46 Wohlfahrtsgewinne durch Handel Inland kann also durch Käseherstellung und -handel effizienter Wein produzieren als durch direkte Weinproduktion. Analog kann Ausland so auch Käse durch Wein effizienter produzieren als durch direkte Produktion. Es ergeben sich also Handelsgewinne für beide Länder. 46 / 65

47 Wohlfahrtsgewinne durch Handel Die zweite Möglichkeit, Handelsgewinne zu analysieren, ist eine Analyse der Veränderung der Konsummöglichkeiten (siehe vorherige Abbildung). Unter Autarkie sind die Konsummöglichkeiten des Inlands durch die eigene Transformationskurve FP gegeben und beschränkt. Durch Handel verbessern sich die Konsummöglichkeiten zu FT. Die Konsummöglichkeiten des Auslands verbessern sich von F P zu F T. Für beide Länder haben sich somit die Möglichkeiten erweitert, was Wohlfahrtsgewinne ermöglicht. 47 / 65

48 Relativer Lohn Der Lohn in Inland ist, im Falle einer Spezialisierung von Inland auf die Produktion von Käse: w = P C a LC. Der Lohn im Ausland, wenn sich Ausland auf die Produktion von Wein spezialisiert, ist: w = P w alw. Als relativer Lohn ergibt sich somit: w w = P C P w a LW a LC. 48 / 65

49 Relativer Lohn Im oben genannten Fall der Spezialisierung beider Länder gilt: a LC a LW < P C P W < a LC a LW Multipliziert man die Ungleichung mit a LW a LC ergibt sich: a LW a LW < P C P W a LW a LC = w w < a LC a LC Für den relativen Lohn gilt daher: a LW a LW < w w < a LC a LC. (8) 49 / 65

50 Relativer Lohn Der relative Lohnsatz von Arbeitern im Inland ist also größer als von Arbeitern im Ausland, wenn Inland einen absoluten Vorteil in der Weinproduktion hat. Analog ist der relative Lohnsatz von Arbeitern im Inland kleiner als von Arbeitern in Ausland, wenn Ausland einen absoluten Vorteil in der Käseproduktion hat. Im Allgemeinen kann man sehen, dass der relative Lohnsatz von Arbeitern im In- und Ausland stark auseinander liegen kann, wenn die Arbeitskoeffizienten und damit die Arbeitsproduktivitäten große Unterschiede aufweisen. 50 / 65

51 Der komparative Vorteil bei vielen Gütern Bisher haben wir den Fall von zwei Ländern und zwei Gütern betrachtet. In diesem Abschnitt erweitern wir das Modell auf N verschiedene Güter in zwei Ländern. Wir ordnen die Güter, so dass a L1 a L1 < a L2 a L2 <... < a LN a LN. D.h. die Güter sind von 1,..., N derart angeordnet, dass das Verhältnis der Arbeitskoeffizienten ansteigt. In Fall von mehr als zwei Gütern kann man nicht mehr das einfache Konzept des komparativen Vorteils aus den vorherigen Abschnitten nutzen. 51 / 65

52 Der komparative Vorteil bei vielen Gütern Man kann stattdessen jedoch eine Analyse anhand von absoluten Kostenvorteilen durchführen. Hierbei spielen die Löhne in den beiden Ländern eine wichtige Rolle. Bei der Analyse kann man zusätzlich beachten, dass N verschiedene Güterpreise existieren, P 1,..., P N, während es lediglich zwei Löhne gibt, w und w. 52 / 65

53 Der komparative Vorteil bei vielen Gütern Das Produkt i 1,..., N wird im Inland produziert, wenn seine Produktionskosten im Inland niedriger sind als im Ausland: w a Li < w ali w w < a Li. a Li (9) Analog wird das Produkt i im Ausland produziert, wenn w w > a Li a Li. (10) 53 / 65

54 Der komparative Vorteil bei vielen Gütern Vergleicht man diese beiden Ergebnisse mit (8), erkennt man, dass diese den Bedingungen im Zwei-Güter-Fall mit Spezialisierung beider Länder ähneln. Im Zwei-Güter-Fall mit den Gütern C und W gilt: a LW a LW < w w < a LC a LC. (Inland produziert Käse und Ausland produziert Wein). Dies wäre nach (9) und (10) auch im Fall weiterer Güter der Fall. Dieses Beispiel zeigt, dass das Prinzip der absoluten Kostenvorteile zu den gleichen Resultaten führt wie das Prinzip des komparativen Vorteils. 54 / 65

55 Der komparative Vorteil bei vielen Gütern Wenn nun gilt a L1 a L1 <... < a Lj a Lj < w w < a Lj+1 a Lj+1 <... < a LN a LN, folgt aus den Bedingungen, dass Ausland die Güter 1,..., j produziert und Inland die Güter j + 1,..., N produziert. Das Lohnverhältnis w/w ergibt sich wiederum als Gleichgewicht zwischen relativer Nachfrage nach Arbeit (RD) und relativem Angebot (AS) an Arbeit (siehe Abbildung). 55 / 65

56 Der komparative Vorteil bei vielen Gütern 56 / 65

57 Der komparative Vorteil bei vielen Gütern Der negative Zusammenhang zwischen w/w und L/L ergibt sich aus zwei Effekten: Ein Anstieg von w/w führt zu höheren Arbeitskosten in Inland im Vergleich zu Ausland. Dadurch steigen auch die Kosten von produzierten Gütern in Inland relativ zu Gütern in Ausland. Dadurch sinkt die Weltnachfrage nach Gütern aus Inland. Wenn Löhne in Inland relativ höher sind als in Ausland, werden mehr Güter im Ausland produziert (mindestens eins!). 57 / 65

58 Der komparative Vorteil bei vielen Gütern Im Gleichgewicht produziert Inland Äpfel, Bananen und Kaviar. Ausland produziert Datteln und Enchiladas. Wenn sich RS nach rechts verschiebt, z.b. durch Bevölkerungswachstum im Inland, so dass das neue gleichgewichtige Lohnverhältnis w/w 1.5 ist, würde Inland auch Datteln produzieren und Ausland würde lediglich Enchiladas produzieren. 58 / 65

59 Transportkosten und nicht-handelbare Güter Bisher haben wir angenommen, das Handel zwischen Ländern ohne Kosten stattfindet. In der Realität treten jedoch Transportkosten auf. Das Ricardo-Modell kann leicht um Transportkosten ergänzt werden. Transportkosten können das Handelsmuster zwischen den Ländern ändern, so können beispielsweise Güter zu nicht-handelbaren Gütern werden, weil ihr Transport so kostspielig ist, dass es keine Kostenvorteile der Produktion im anderen Land mehr gibt. 59 / 65

60 Transportkosten und nicht-handelbare Güter Der Import eines Gutes i für Inland war bisher lukrativ, wenn gilt. w w > a Li a Li Der Export eines Gutes i für Inland war bisher lukrativ, wenn gilt. w w < a Li a Li Mit Einführung von Transportkosten T > 0 gilt: Der Import eines Gutes i für Inland ist mit Transportkosten lukrativ, wenn w 1 w (1+T ) > a Li a Li gilt. Der Export eines Gutes i für Inland ist mit Transportkosten lukrativ, wenn w w (1 + T ) < a Li a Li gilt. 60 / 65

61 Transportkosten und nicht-handelbare Güter Dies lässt sich darauf zurückführen, dass ein Import von Gütern für Inland nur lukrativ ist, wenn w a Li > w ali (1 + T ) gilt. Ein Export von Gütern für Inland ist nur lukrativ, wenn w a Li (1 + T ) < w ali gilt. Ein Gut ist nicht-handelbar, wenn es für ein Land weder lukrativ ist es zu exportieren noch zu importieren. Wenn also beide Bedingungen oben für ein Gut i nicht erfüllt sind, dann ist das entsprechende Gut nicht-handelbar. Einen ähnlichen Effekt können auch Zölle und ähnliche Handelsbeschränkungen haben. 61 / 65

62 Empirische Erkenntnisse zum Ricardo-Modell Im Laufe der Jahre haben diverse Studien gezeigt, dass Länder diejenigen Güter exportieren, in denen sie über eine relativ hohe Produktivität verfügen. MacDougall (1963) untersucht Daten aus der Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg für Großbritannien und die USA. Die britische Arbeitsproduktivität lag in fast allen Bereichen hinter der Arbeitsproduktivität der USA. Das Gesamtvolumen der Exporte der USA und Großbritannien waren in dieser Zeit annähernd gleich groß. 62 / 65

63 Empirische Erkenntnisse zum Ricardo-Modell Es muss also einige Bereich gegeben haben, in denen Großbritannien trotz seiner im Vergleich zu den USA geringeren absoluter Produktivität einen komparativen Vorteil hatte. Balassa (1963) bestätigt in seiner Analyse mit Daten aus Großbritannien und den USA, dass der Handel nicht von absoluten sondern von komparativen Vorteilen abhängt. Jüngere empirische Untersuchungen offenbarten weniger eindeutige Resultate. Dies könnte daran liegen, dass aufgrund der Zunahme des Welthandels und der daraus folgenden Spezialisierungen nationaler Volkswirtschaften überhaupt nicht mehr erkennbar ist, in welchen Branchen ein Land einen komparativen Nachteil besitzt. 63 / 65

64 Empirische Erkenntnisse zum Ricardo-Modell Dennoch deuten einige Daten daraufhin, dass Unterschiede in der Arbeitsproduktivität für die Herausbildung der Strukturen des Welthandels nach wie vor eine bedeutende Rolle spielen. Ein Beleg für die Bedeutsamkeit der Ideen Ricardos ist die Tatsache, dass das Ricardo-Modell den Aufstieg von China zum Export-Schwergewicht in bestimmten Industriezweigen erklären kann. 64 / 65

65 Zusammenfassung Das Ricardo-Modell betont die Bedeutung der relativen Arbeitsproduktivität bei der Untersuchung von Handelsfragen. Entscheidenes Konzept: Komparativer Vorteil. 65 / 65

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