Intermarketanalyse Ziel aus dem Verhalten von Märkten, Rückschlüsse auf Bewegungen anderer Märkte prüfen

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1 Strategieupdate das große Bild Teil Intermarketanalyse Einleitung Intermarketanalyse Ziel aus dem Verhalten von Märkten, Rückschlüsse auf Bewegungen anderer Märkte prüfen Wir sind im Monatszyklus Ende April/Anfang Mai und es stellt sich die Frage der Saisonalität Sell in May and go away to back in September/Oktober? Ist es ratsam zu verkaufen? Sell in May and go away? Um das zu überprüfen, schauen wir uns verschiedene Charts an. Zuerst die Regionen USA, Europa, China, Zinsen, Devisen und dann verschiedene Sektoren (zyklische, defensive, Rohstofforientierte, exportorientierte) Indizes USA In den USA bleibt die Börse in einem Aufwärtstrend. Der SP 500, wie oben dargestellt, bleibt in einem Aufwärtstrend und ist sowohl über seinen 50 und 200 Tage gleitenden Durchschnitt Europa Nach Rückeroberung des gleitenden MA 50, wird die Widerstandszone getestet.

2 China Man sorgt sich um das Wachstum in China, das Wachstum verlangsamt sich. Ein guter Indikator ist die relative Performance der australischen Börse (EWA) zu MSCI-All- Country-Index, da die meisten Rohstoff- Exporte Australiens nach China gehen. Die australische Börse (EWA) bleibt in einem relativen Aufwärtstrend gegen ACWI, obwohl es eine kleine Verletzung des Aufwärtstrends zuletzt gab Zinsen Die Aktien haben ihren Aufwärtstrend gegenüber Zinsen gebrochen. Wenn das Anlagekapital aus den Aktienmärkten herausfließt und in den sicheren Hafen US- Staatsanleihen flieht, dann haben Sie ein ernsthaftes Warnsignal, denn die Chancen für Kurssteigerungen am Aktienmarkt sind dann stark limitiert.

3 Im langfristigen Chart sind die Zinsen (US 10-jährige Staatsanleihen) in einem Abwärtstrend. Kurzfristig hat sich im Chart Zinsen eine charttechnische Flagge gebildet, eine Art Fortsetzungsmuster, die darauf hindeutet dass die Renditen wahrscheinlich weiter fallen. Auch die globalen Inflationsraten bleiben niedrig, trotz anhaltender Sorgen über "Geld drucken" und die Maßnahmen der US-Notenbank, die Inflation blieb in den USA gutartig. Aber Sie könnten überrascht sein, zu bemerken, dass dies nicht nur ein US-Phänomen ist. Tatsächlich ist es ein globaler Trend. Fazit: Zinsmärkte mahnen zur Vorsicht.

4 Devisen a) Devisenpaar AUD/CAD (Australischer zu Kanadischer Dollar) Bei den Devisen ist ein wichtiger Indikator das Währungspaar australischer Dollar zu Kanada Dollar. Sowohl Australien als auch Kanada haben eine Wirtschaft, die rohstoffbasiert ist. Australien ist empfindlicher auf das chinesische Wachstum, während Kanada ist empfindlicher gegenüber dem amerikanischen Wachstum. Im Chart sehen wir, das der Aufwärtstrend zur Disposition steht. Hält er, oder wird er durchbrochen. Jede dieser Bewegungen gibt Hinweise darauf, wie die chinesische Wirtschaft gegenüber der amerikanischen Wirtschaft eingeschätzt wird. b) Devisenpaar USD/JPY (US-Dollar zu Japanischer YEN)

5 Der Langfristchart zeigt die Abwertung des US-Dollars gegen den panischen YEN. Es ging stetig abwärts, bis die panische Regierung ihre Entschlossenheit zur Bekämpfung der Deflation bekanntgab. Die nächsten Ziele sind 110/120 USD/YEN, wenn das Quantitative Easing weiterhin so drastisch und aggressiv weitergeführt wird. Auch ein Überschießen über diese Ziele ist möglich. In den Bereich USD/YEN. Devisen USD/JPY Änderungsrate in % pro Jahr 18% seit Jahresanfang 2013, wann kommen die Gewinnmitnahmen? Delta 10% Nun hat der Yen schon markant abgewertet und es gibt inzwischen nicht wenige Investoren, die sogar mit einem Yen-Crash rechnen. Ich sehe das kurzfristig anders und glaube, dass es sogar eine überraschende Yen-Rally geben könnte, was wiederum zu Auflösungen zahlreicher Carry Trades und damit womöglich einer recht scharfen Kursreaktion an den Börsen führen könnte. Fazit: Vorsicht, technischen Indikatoren und Divergenzen verlieren durch die zunehmenden Eingriffe der Fiskalpolitik (Regierungen) und Geldpolitik (Notenbanken) an Aussagekraft. Für die YEN-Carry-Trades ergeben sich Risiken, die zu unerwarteten, schnellen und unkontrollierbaren Entwicklungen führen können.

6 Sektoren Nachfolgend eine Übersicht über die Sektoren im SP 500: Übersicht Sektoren und Zuordnung zu Zyklikern, Rohstoff, Export orientiert, Nichtzykliker Sektor Zykliker Rohstoffe, Export orientiert Nichtzykliker Financials Cons. Descr. Tech Industrials Materials Energy Cons. Staples Health Care Telecommunication Utilities Die defensiven Sektoren (Nichtzykliker) haben ihre beste Zeit von Mai bis Oktober. Übernehmen die defensiven Sektoren wieder die Führung? Werfen wir einen Blick auf die Charts: Sektor Utilities (Nichtzykliker) relativ zu SP 500: Die relative Performance der Versorger (Utilities) scheint eine Untertasse zu formen, was ein Indiz dafür ist, dass die mittelfristigen Aussichten für die relative Performance positiv sind.

7 Sektor Consumer Staples (Nichtzykliker) relativ zu SP 500: Der Sektor ist Ende März ausgebrochen und bleibt trotz Rückfall in einem relativen Aufwärtstrend. Sektor Healthcare (Nichtzykliker) relativ zu SP 500: Dieser Sektor hat im März einen wichtigen Ausbruch nach oben vollzogen und scheint jetzt einen Test der Unterstützungslinie (ehemaliger Widerstand) zu vollziehen. Und was machen die Zykliker? Unterdessen scheinen die Zykliker relativ gegenüber dem SP 500 an der Widerstandlinie zu scheitern und beginnen sich relativ abwärts zu bewegen.

8 Vermeintliche Divergenz (Übernehmen Nichtzykliker die Führung)? Dass sich defensivere Anlagen in einem Umfeld deutlich steigender Kurse besser entwickeln als zyklische Werte, ist eine eher seltene Erscheinung. Sie beschreibt aber das derzeitige Umfeld sehr gut: - Die Konjunktur entwickelt sich weiterhin nur schleppend, Wachstum nur moderat. - Gleichzeitig haben die Extremrisiken sukzessive abgenommen, wovon Aktien profitieren. - Die Notenbanken konnten das Vertrauen der Anleger stabilisieren, die Anleger haben Respekt vor den Ankündigungen der Währungshüter. - Die tiefen Zinsen führen selbst bei der moderaten Teuerung zu einem Anlagenotstand. Dieses Dilemma zwingt Investoren dazu, in Aktien zu investieren. - Dass Anleger dabei defensive Werte und Märkte bevorzugen, zeugt davon, dass (zunächst) ein vorsichtiger Einstieg gesucht wird. - Die vermeintliche Divergenz ist insofern ein positives Zeichen, denn sie deutet auf die zwar bessere, aber bei Weitem nicht euphorische Stimmung hin. Dies sorgt grundsätzlich für weiteres Aufwärtspotenzial, denn sollte sich die Anlegerstimmung verbessern, dürften weitere Zukäufe folgen. - Aber Vorsicht, der nachfolgende Chart zeigt eine Entwicklung in der Vergangenheit, nachdem Nichtzykliker die Führung übernommen haben:

9 Zusammenfassung Kommen wir auf die ursprüngliche Frage zurück, ob es an der Zeit ist, im Mai zu verkaufen. Investor oder Trader? Handle ich als Investor ist es vielleicht ratsam (Teil)-Gewinne mitzunehmen. Vielleicht, aber ich handle nach den Signalen der Trendüberwachung Pkt. 1 Quartalsupdate Aktien Teil II.. Aber die Trendüberwachung (Stand ) zeigt an, den Bullenmarkt weiter zu verfolgen. Als Trader warte ich immer noch auf bärische Auslöser. Ich würde gerne eine Kombination sehen wie: - Indizes sinken unter ihren 50-Tage-Durchschnitt - Ausfall der zyklischen Sektoren, defensive Sektoren übernehmen die Führung - Ergebnisse (Gewinne, Umsätze) der Unternehmen werden nach unten revidiert, bzw. Gewinnwarnungen nehmen zu. Fazit: Ein unbequemer Bullenmarkt. Investoren suchen einen defensiven Einstieg bei den Aktienmärkten. Das führt nicht nur zu deutlichen Performanceunterschieden, sonder hinterlässt zunehmend Spuren bei den Bewertungen. Ein Auslöser für eine Rotation (Zyklisch zu Nichtzykliker) ist derzeit (noch) nicht in Sicht.

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