Inklusion gelingt! Perspektiven für Menschen mit Behinderung in Ausbildung und Beschäftigung

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1 Fachforum der Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken und der Handwerkskammer Heilbronn-Franken am Inklusion gelingt! Perspektiven für Menschen mit Behinderung in Ausbildung und Beschäftigung BildrahmenBild einfügen: Menüreiter: Bild/Logo einfügen > Bild für Titelfolie auswählen Logo für die Besoneren Dienststellen und RDn: Menüreiter: Bild/Logo einfügen > Logoauswahl

2 Agenda 1. Entwicklung am Arbeitsmarkt 2. Terminologie 3. Schwerbehinderte Menschen und Rehabilitanden am Arbeitsmarkt 4. Bundesinitiative Inklusion 5. Fazit Seite 2

3 Arbeitslosigkeit Bestand an Arbeitslosen und Arbeitslosenquoten (in %) zum Vormonat: -1,2% zum Vorjahr: -2,9% 4,0 4,0 3,9 Mai 2013 April 2014 Mai 2014 Seite 3

4 Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen Bestand an Arbeitslosen im SGB II und SGB III im Vergleich Grundsicherung (SGB II) zum Vorjahr: -1,5% zum Vorjahr: -4,7% Arbeitslosenversicherung (SGB III) Mai 2008 Mai 2009 Mai 2010 Mai 2011 Mai 2012 Mai 2013 Mai 2014 Seite 4

5 Beschäftigung Bestand der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in ausgewählten Branchen zum Stichtag Verarbeitendes Gewerbe Gesundheits- und Sozialwesen Wirtschaftliche Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit)* Information und Kommunikation Gastgewerbe Zeitarbeit * z. B. Rechts-, Unternehmens-, Steuerberatung; Werbeagenturen, Reisebüros; Wach-, Sicherheits- und Reinigungsdienste Seite 5

6 Gemeldete Arbeitsstellen am ersten Arbeitsmarkt Zeitreihe zum Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen am ersten Arbeitsmarkt zum Vormonat: zum Vorjahr: +0,3% +3,0% 0 Mai 2008 Mai 2009 Mai 2010 Mai 2011 Mai 2012 Mai 2013 Mai 2014 Seite 6

7 Abgrenzung der Begrifflichkeiten Seite 7

8 Behinderung im Sinne von 2 SGB IX Behinderte Menschen 2 Abs. 1 SGB IX Funktionseinschränkung (körperlich, geistig, seelisch) länger als 6 Monate weicht von dem für das Lebensalter typischen Zustand ab Teilhabe am Leben in der Gesellschaft deshalb beeinträchtigt gilt auch für die von einer Behinderung bedrohten Menschen Schwerbehinderte Menschen 2 Abs. 2 SGB IX GdB 50 und mehr Wohnsitz, gewöhnlicher Aufenthalt oder Arbeitsplatz i.s. 73 SGB IX rechtmäßig im Geltungsbereich dieses Gesetzes Gleichgestellte behinderte Menschen 2 Abs. 3 SGB IX GdB 30 oder 40 Wohnsitz, gewöhnlicher Aufenthalt oder Arbeitsplatz i.s. 73 SGB IX im Geltungsbereich dieses Gesetzes können infolge der Behinderung ohne die Gleichstellung einen geeigneten Arbeitsplatz nicht erlangen oder nicht behalten Seite 8

9 Behinderte Menschen in Deutschland und in Baden-Württemberg 9,6 Millionen Menschen leben in Deutschland mit einer Behinderung; das ist fast jeder Achte 3,4 Millionen Menschen mit Behinderung im erwerbsfähigen Alter in Deutschland 906 Tausend Menschen in Baden-Württemberg sind schwerbehindert 84 von 1000 Menschen in Baden- Württemberg sind schwerbehindert 60% der schwerbehinderten Menschen in Baden-Württemberg sind über 50 Jahre alt 90% der Gründe für die Schwerbehinderung sind Ursache einer im Lebensverlauf erworbenen Krankheit Seite 9

10 Schwerbehinderte Menschen in Baden-Württemberg im Zeitverlauf ,4 6,6 6,7 6,9 6,9 6,4 6,5 6,8 7,3 7,4 8, Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg Seite 10

11 Hoher Anteil schwerbehinderter Menschen bei Älteren 18,5 12,6 11,8 12,4 Anteil schwerbehinderter Menschen an Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter Dezember 2011, Anteil schwerbehinderter Menschen an Arbeitslosen, Deutschland, Jahresdurchschnitt ,2 6,1 6,9 7,6 1,8 2,2 2,3 2,8 3,6 4,1 insgesamt 15 > > > > > > 65 Statistisches Bundesamt Anteil an Abeitslosen Anteil an Bevölkerung Seite 11

12 Arten der Behinderung Seite 12

13 Der Arbeitsmarkt für schwerbehinderte Menschen in Baden-Württemberg Beschäftigung schwerbehinderter Menschen steigt auch in der Krise Baden-Württemberg fällt hinter Deutschland zurück Sozialversicherungspflichtig beschäftigte schwerbehinderte Menschen Index: 2004 = ,0 120,0 110,0 D BW 100,0 90, Quelle: Bundesagentur für Arbeit Seite 13

14 Der Arbeitsmarkt für schwerbehinderte Menschen in Baden-Württemberg Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen hat zugenommen Arbeitslose schwerbehinderte Menschen Index: 2004 = ,0 115,0 110,0 105,0 100,0 95,0 D BW 90,0 85,0 80, Quelle: Bundesagentur für Arbeit Seite 14

15 Bestand an schwerbehinderten Arbeitslosen in Baden-Württemberg Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Seite 15

16 Träger der Leistungen zur Teilhabe nach 6 SGB IX Rehabilitationsträger Leistungen zur medizinischen Rehabilitation 5 Nr.1 SGB IX Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben 5 Nr. 2 SGB IX Unterhaltssichernd e u.a. ergänzende Leistungen 5 Nr. 3 SGB IX Leistungen zur Teilhabe in der Gemeinschaft 5 Nr.4 SGB IX Gesetzliche Krankenkassen x x Bundesagentur für Arbeit x x Träger der gesetzlichen Unfallversicherung x x x x Träger der gesetzlichen Rentenversicherung x x x Träger der Altershilfe für Landwirte Träger der Kriegsopferversorgung u.- fürsorge Träger der öffentlichen Jugendhilfe x x x x x x x x x Träger der Sozialhilfe x x x Seite 16

17 Bestand an Rehabilitanden in Baden-Württemberg in Trägerschaft der Bundesagentur für Arbeit Zeitraum Bestand insgesamt darunter SGB III darunter SGB II absolut VJ Monat absolut VJ Monat absolut VJ Monat Stand 04/2014 gesamt ,4% ,1% ,4 % davon Ersteingliederung ,0% ,2% ,5% davon Wiedereingliederung ,6% ,5% ,2% Stand 12/ 2013 gesamt ,8% ,1% ,6% Zeitraum Bestand (Ersteingliederung und Wiedereingliederung) in Maßnahmen nach Lernort Insgesamt BBW BFW Vergabe Vergleichbare Einrichtung Werkstatt Stand 04/ 2014 (JFW) Seite 17

18 Bundesinitiative Inklusion 4 Handlungsfelder 1. Vertiefte Berufsorientierung für schwerbehinderte Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf 40 Mio., davon ca. 5,27 Mio. für BW 2. Verstärkung der betrieblichen Berufsausbildung schwerbehinderter Jugendlicher in staatl. anerkannten Ausbildungsberufen sowie in besonders geregelten Ausbildungsgängen für junge Menschen mit Behinderung 15 Mio., davon ca. 1,9 Mio. für BW 3. Schaffung neuer Arbeitsplätze für ältere arbeitslose oder arbeitsuchende schwerbehinderte Menschen ab Vollendung des 50.Lebensjahres auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 40 Mio., davon ca. 5,27 Mio. für BW 4. Implementierung von Inklusionskompetenz bei Kammern 5 Mio. - nachhalt.verbesserung der Beschäftigungssituation schwerbeh. Menschen bei den Kammermitgliedern - Erweiterung des Angebots an Ausbildungsberufen - Finanzierung: Pauschale je Kammer durch Bundesländer Seite 18

19 Bundesinitiative Inklusion Handlungsfeld 3 Förderleistungen an Arbeitgeber Förderung von Arbeitsplätzen für ältere arbeitslose schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen mit Inklusionsprämien Laufzeit des Bundesprogramms von für Baden-Württemberg stehen 5,3 Mio. zur Verfügung neue unbefristete oder für mindestens 12 Monate befristete Arbeitsverhältnisse auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (einschließlich Personaldienstleister) Beschäftigung von mindestens 18 Stunden wöchentlich maximal pro Arbeitsplatz (bis zu drei Inklusionsprämien zu je jährlich zusätzlich zu den gesetzlichen Förderleistungen) Seite 19

20 Bundesinitiative Inklusion - Aktuelle Fallzahlen Handlungsfeld Zielgruppe Fallzahlen (Stand: ) Handlungsfeld 1 (HF 1) schwerbehinderte Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf Handlungsfeld 2 (HF 2) schwerbehinderte Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf 60 Handlungsfeld 3 (HF 3) ältere arbeitslose oder arbeitsuchende schwerbehinderte Menschen ab Vollendung des 50.Lebensjahres 287 SGB III 353 davon 66 SGB II Seite 20

21 Fakten zu (schwer-) behinderten Menschen Nur knapp 4% der Menschen sind von Geburt an behindert Die Zahl der schwerbehinderten Beschäftigten hat in Baden-Württemberg in den letzten Jahren deutlich zugenommen Schwerbehinderte Menschen profitieren nicht in gleichem Maße vom Aufschwung am Arbeitsmarkt wie nichtbehinderte Menschen Rehabilitanden und schwerbehinderte Arbeitslose stellen ein Fachkräftepotential dar Knapp 50% aller Arbeitsloser mit Schwerbehinderung verfügen über eine abgeschlossene betriebliche oder schulische Berufsausbildung bzw. eine akademische Ausbildung Seite 21

22 Unterstützungsangebote der Bundesagentur für behinderte Menschen Nahezu 220 Fachkräfte in 19 Arbeitsagenturen beraten und vermitteln behinderte Menschen Baden-Württemberg steht 2014 ein Budget von 314 Mio. Euro zur Integration von behinderten Menschen zur Verfügung Jeder behinderte Menschen erhält die notwendige Unterstützung. Der individuelle Unterstützungsbedarf ist für die Auswahl der Leistungen maßgeblich über 30 behindertenspezifische Förderangebote stehen zur Verfügung wie z.b. Eingliederungszuschuss Ausbildungszuschuss Probebeschäftigung Seite 22

23 Sie haben Fragen? Birgit Kwasniok Beraterin Berufseinstieg Telefon: Seite 23

24 "Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann." Richard v. Weizsäcker Umsetzung Inklusion beginnt im Kopf Rehabilitanden und schwerbehinderte Menschen sind jetzt und in der Zukunft wertvolle Potenziale zur Fachkräftesicherung Arbeitsagenturen und ihre Fachdienste beraten und helfen bei der Realisierung individueller Lösungen gerne weiter Seite 24

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