Bürgermeister werden zu wollen, haben sicher nicht viele Menschen viele Jahre vorher auf ihrer Lebensagenda stehen.

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1 Frau Vorsitzende, Herr Landrat, verehrter Kreisvorsitzender, Herr Kreis-Fraktionsvorsitzender, meine sehr geehrten Damen und Herren, Bürgermeister werden zu wollen, haben sicher nicht viele Menschen viele Jahre vorher auf ihrer Lebensagenda stehen. Auch für mich war eine aktive Mitwirkung in unserem Stadtverband bei Parteieintritt vor einigen Jahren eigentlich nie mit dem Gedanken verknüpft, mich eines Tages für dieses Amt zu bewerben. Und jetzt stehe ich heute vor Ihnen und tue doch genau das und noch dazu mit voller Überzeugung! Meine Damen und Herren, wir haben heute über eine Kommunalwahlliste abgestimmt, die stimmig ist. Alt und jung, weiblich und männlich. Alte politische Haudegen und politisch völlig unverbrauchte. Parteimitglieder und keine. Jetzt liegt es an uns, diese Liste unter die Menschen zu tragen und den Worten auch Taten folgen zu lassen. Das erfordert Einsatz, meine Damen und Herren, Einsatz und Mut. Und beim Stichwort Mut, muss ich auch mal ganz entschieden jemandem widersprechen. Es war Adolph von Knigge, der behauptet hat: Wer kein Geld hat, hat auch keinen Mut! Ich sage: Im Gegenteil: wer kein Geld hat, braucht umso mehr Mut. Mut und Gestaltungswillen!

2 Das gilt auch für uns. Unser Rotenburg ist eine Stadt wie die meisten in unserer Region: klein und fein, mit viel Tradition, nicht eigentlich arm aber seit einigen Jahren arm an Einnahmen. Das ist keine Schande so geht es vielen Kommunen in ganz Deutschland. Eine Schande ist es aber, wenn wir diese Situation einfach so hinnehmen würden. Da kann man nichts machen oder Damit müssen wir leben darf es bei uns nicht geben. Doch Mut allein reicht in der momentanen Lage nicht aus. Was wir jetzt mehr denn je brauchen ist Köpfchen! Jetzt sind unsere guten Ideen besonders gefragt. Denn wer wenig Geld zur Verfügung hat, muss umso kreativer sein kreativer und aktiver! Frag nicht, was dein Land für dich tun kann; frag, was du für dein Land tun kannst!. Dieser Ausspruch von John F. Kennedy passt auch in unsere Zeit, er passt auch zu unserem Rotenburg: Frag nicht, was deine Stadt für dich tun kann, frag, was du für deine Stadt tun kannst. Die Stadt kann andernfalls ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen, meine Damen und Herren. Wir brauchen ein Umdenken auf allen Seiten! Die Vorstellung meiner Ideen zur Bürgermeisterwahl möchte ich daher mit einem roten Faden durchziehen. Ein Wort - mit nur drei Buchstaben - WIR, meine Damen und Herren! Denn ganz gleich, an welchem Platz, in welcher beruflichen, familiären oder persönlichen Situation Sie stehen: ohne Sie, ohne die Menschen dort draußen, wäre Rotenburg und seine Stadtteile nicht das, was es ist. Nichts ohne ihre Ideen, nichts ohne ihre Kreativität und ihr persönliches Engagement. Denn unser Rotenburg ist nicht irgendetwas abstraktes, dass sich einfach so in Paragraphengerüste und Zahlenkorsette zwängen lässt, dass sich einfach so verwalten lässt.

3 Nein, Rotenburg, das sind SIE! Dass sind WIR! Und darum rede ich jetzt über uns! Mein oberstes Ziel als Bürgermeister von Rotenburg ist es daher, ein WIR-Gefühl in Rotenburg zu schaffen. Wir werden immer weniger in Rotenburg und gleichzeitig sind wir immer mehr darauf angewiesen, dass sich der einzelne aktiv einbringt. In Vereinen, in Verbänden, in der Politik. Dazu brauchen wir Anreize. Nur wenige verstehen Teamarbeit als gemeinschaftliches Handeln. Viele verstehen unter dem Begriff Team die Abkürzung für Toll Ein Anderer Macht s! Nein, hier möchte ich als Bürgermeister voran gehen und unserem Rotenburg ein klares Profil verpassen. Ich möchte in der Verwaltung ein hauptamtliches Stadtmarketing einrichten um Rotenburg professionell zu vermarkten, Ideen zu entwickeln und Angebote zu machen, die für den Charme von Rotenburg sprechen. Und das nicht nur für Touristen sondern und auch vor allem für die hier lebenden Menschen. Denn professionelles Stadtmarketing, meine Damen und Herren, kann nicht allein von ehrenamtlichen Akteuren geleistet werden. Hier werden die Aktiven, egal ob Private oder in Vereinen vom jetzigen Bürgermeister sträflich allein gelassen und das möchte ich schnellstmöglich ändern. Persönlicher Einsatz für Rotenburg muss sich wieder lohnen! Ich wünsche mir unser Rotenburg als Marke mit überregionalem Wiedererkennungswert, mit der wir uns alle identifizieren, auf die wir alle stolz sein können. Ein weiterer wichtiger Punkt, der mir am Herzen liegt ist einer, der derzeit auch überregional in aller Munde ist: Bürgerbeteiligung!

4 Wir sehen es aktuell in Stuttgart, wo viele tausend Menschen auf die Straße gehen und sich über ein Bauprojekt beschweren zu dem sie sagen, dass sie nie dazu gehört wurden. Stuttgart 21 Liebe Freunde, man kann zu diesem Projekt stehen wie man will. Eins ist aber sicher: Es ist längst zum Sinnbild für die Forderung nach mehr Bürgerbeteiligung bei wichtigen und kostspieligen öffentlichen Entscheidungen geworden. In diese Reihe möchte ich auch mal unser Projekt, unser Rotenburg 21 stellen. Unseren Bahnhofsanbau. Oder wurden Sie ernsthaft gefragt, ob Sie diesen Anbau dort am Bahnhof haben wollen? Gehen Sie auch mal auf die Straße und fragen Sie die Leute hier in der Stadt! Also ich habe noch keinen getroffen, der mir gesagt hat: Finde ich toll! Widerstand äußert sich nur hier nicht in Demonstrationen gegen Geldverschwendung sondern eben in einfachem Kopfschütteln. Ein anderes Beispiel ist die bevorstehende Operation an der Schlagader unserer Stadt, der Brücke der Städtepartnerschaften. Da stellt sich der jetzige Bürgermeister allen ernstes hin und sagt Das geht mich nichts an, dass ist eine Baumaßnahme des Landes! Das ist ungefähr so, meine Damen und Herren, als wenn Ihnen jemand in Ihrer Wohnung den Flur zwischen Schlafzimmer und Wohnzimmer für ein paar Jahre aufbaggert und Sie schulterzuckend in Ihrem Sessel sitzen und sagen: Das geht mich nichts an! Nein, das ist doch UNSER Rotenburg! Das gehört nicht dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Eschwege oder dem Verkehrsminister!

5 Und da müssen wir doch gemeinsam darüber nachdenken, wie wir auch zu Zeiten der Brückensperrung und der Einschränkung UNSER Rotenburg attraktiv gestalten! Da muss doch die Stadt im Interesse der Bürgerinnen und Bürger und der Gewerbetreibenden voran gehen! Herr Fehr handelt da aber lieber nach dem Motto Lass sie mal machen. Wenn ich nichts mache, kann mich auch niemand verantwortlich machen! Mit dieser Vogel-Strauß-Methode kann man zwar persönlich gut fahren bis zur Pensionierung, wir in Rotenburg können uns aber unter dem Damoklesschwert des demografischen Wandels nicht noch weitere Jahre des Stillstands leisten, meine Damen und Herren! Und wenn die Ideen schon da sind, wie die der SOKO Brücke, dann ist es doch ein Einfaches, die auch aufzugreifen! Ich jedenfalls werde das zusammen mit meinem Kompetenzteam tun und zeigen, was in Rotenburg mit guten Ideen, Zusammenhalt und Zusammenarbeit auch in schwierigen Zeiten möglich ist! An diesen Beispielen aus dem Tagesgeschehen, Bahnhofsanbau und Brückensanierung, sieht man mal, wie weit der Bürgermeister mit seiner Basta-Politik von der überwältigenden Mehrheit der Rotenburgerinnen und Rotenburger entfernt ist! Und wie willfährig ihm seine Genossen dabei folgen. Meine Damen und Herren, so schürt man Politikverdrossenheit und Vorbehalte gegen die Politiker und das führt letztlich zur Abkehr der Menschen vom öffentlichen Leben in Rotenburg. Für mich jedenfalls wird genau andersherum ein Schuh draus! Bürgermeinung und Bürgerengagement rein in die öffentliche Diskussion, nicht Bürgermeinung raus!

6 Und das werde ich als Bürgermeister natürlich auch genau so halten, meine Damen und Herren. Ich fordere dazu auf und wünsche mir eine aktive Bürgerbeteiligung an politischen Entscheidungsprozessen und möchte dafür auch verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten installieren. Liebe Freunde, es gibt viele Themen, zu denen ich im Laufe des Wahlkampfs gemeinsam mit meinem Kompetenzteam Stellung nehmen und Ideen einbringen werde. Vor allem sei dabei natürlich eine aktive Seniorenarbeit, Barrierefreiheit für Behinderte und die Steigerung der Attraktivität unserer Stadt für Jugendliche genannt. Natürlich werde ich als Ehemann und als Vater von Jonas und Johanna, einem Schul- und einem Kindergartenkind, für eine aktive und attraktive Familienarbeit in unserem Rotenburg eintreten. Und das quasi aus dem Leben gegriffen. Und wenn ich von unserem Rotenburg rede, dann gehören da natürlich immer unsere Stadtteile dazu. Ein Blick, den ich als gebürtiger Rotenburger und nunmehr in einem Stadtteil wohnender Mensch natürlich immer ganzheitlich habe. Meine Damen und Herren, dabei gilt für mich aber immer der wichtigste meiner Grundsätze, denn er ist das wichtigste Instrument der Entscheidungsfindung und der Zusammenarbeit in allen Lebenslagen: Kommunikation! Wir in unserem Rotenburg und in den Stadtteilen sitzen alle in einem Boot. Wir wollen ein modernes, liebenswertes und attraktives Wohn- und Geschäftsumfeld. Darüber immer wieder miteinander im Dialog zu bleiben, Ziele zu definieren und daran orientiert Lösungen zu erarbeiten aber auch offen und sachlich unterschiedliche Meinungen auszutauschen und im persönlichen Gespräch Kompromisse zu finden, ist die wichtigste Grundregel meines politischen Handelns. Die fachliche Kompetenz dafür bringe ich als Diplom-Verwaltungswirt mit 15jähriger Berufserfahrung und demnächst mit dem Studienabschluss als Verwaltungsbetriebswirt mit.

7 In Begriffe wie Marketing, Controlling, Projektmanagement, Personalmanagement und Kosten- und Leistungsrechnung in der öffentlichen Verwaltung muss ich mich nicht erst einarbeiten, da bin ich sozusagen auf dem neuesten Stand der Technik. Als gebürtiger Rotenburger, als verheirateter Familienvater, Mitglied in vielen Rotenburger Vereinen, als offener und kommunikativer Mensch der gerne mit anderen zusammenarbeitet, als politisch unverbrauchten Menschen, dessen Blick nicht durch Parteidogmen verstellt ist, sehe ich bei mir auch die persönlichen Voraussetzungen für dieses wichtige Amt als erfüllt an. Meine Damen und Herren, aber trotz aller Programme, trotz aller vielleicht positiver Rahmenbedingungen und guten Ideen stellt sich der Erfolg sowohl bei der Kommunalwahl als auch bei der Bürgermeisterwahl nicht von alleine ein. Wir brauchen gemeinschaftliches Wirken des gesamten Stadtverbands, wir brauchen Köpfe, die authentisch für unsere Ideen stehen. Hierzu bitte ich heute Abend herzlich um Ihre Mitwirkung! Bringen Sie sich ein für unsere gemeinsamen Ziele, bringen Sie sich ein dafür, dass wir im März endlich den politischen Zeitenwandel schaffen und steuern Sie Ihre Ideen und Ihr Engagement bei, wenn wir im Herbst das Rathaus erobern wollen! Unser Landrat Dr. Schmidt hat im Bezug auf den gerade zu Ende gegangenen Parteitag der Bundes-CDU heute Morgen in der HNA von einem Signal der Zuversicht für die Bürger gesprochen. Lassen sie uns zusammen aus der heutigen Veranstaltung dieses Signal auch an die Rotenburgerinnen und Rotenburger senden. Wir, die CDU in Rotenburg, sind da! Wir sind bereit für einen Wechsel! Wir haben überzeugende Ideen und wir haben überzeugende Köpfe, sowohl für die Kommunalwahl, als auch für die Bürgermeisterwahl!

8 Sie wählen CDU und das ist auch gut so! Meine Damen und Herren, wenn Sie in diesem Sinne meinen Vorstellungen für mehr Bürgerbeteiligung, für ein attraktives Stadtmarketing, für einen neuen politischen Stil in Rotenburg, folgen können, wenn Sie kurzum sagen können: Das ist ein würdiger und geeigneter Kandidat für das Bürgermeisteramt in unserer Stadt dann bitte ich Sie heute Abend um Ihre Stimme! Vielen Dank!

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