Handreichung zur Gestaltung des Schullebens in Krisen

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1 Handreichung zur Gestaltung des Schullebens in Krisen gesammelt und zusammengestellt von Ekkehard Lagoda Evangelisches Schulreferat der Kirchenkreise an der Nahe Dietrich-Bonhoeffer-Haus Kurhausstraße Bad Kreuznach Tel nur für den internen Gebrauch -

2 Inhaltsverzeichnis der Handreichung Seite Inhalt des Krisen-Koffers 3 Alphabetische Auflistung von Gegenständen, Zeichen, Symbolen 4 Krisenmanagement im Schulbereich 5 Aus der Schulpsychologie 13 Woher bekomme ich Hilfe? 21 Checkliste Krisenmanagement Schulleitung 25 Über Trauerarbeit 29 Gedanken Gedichte Texte 33 Liedtexte aus Rock und Pop 47 Texte aus anderen religiösen Traditionen 53 Geschichten 55 Gottesdienstliche Elemente 64 Meditationen 71 Lieder 78 Theologisches und Predigtgedanken 87 Rituale und Übungen (s. auch Seite 4) 96 Zu den Fotos im Koffer ( mit beigefügter CD) 111 Buchempfehlungen 112 Kopiervorlagen 117 2

3 Inhalt des Koffers Ideenmappe Rituale bei Todesfällen und schweren Krisen in der Schule Bücherliste mit Empfehlungen Kopiervorlagen: Kreuz aus Händen Träne Textilien schwarzes Samttuch Stoffkreuz Teddybär Gegenstände für Andacht / Meditation / Gottesdienst Bibel buntes Stand-Holzkreuz mit Teelicht Legekreuz mit 4 Holzwürfeln als Teelichthalter Regenbogenkerze mit Teller 50 dünne Hand-/Gebetskerzen Teelichter Streichhölzer Schreibwaren Bildkarten Kondolenzbuch Wutkasten Filzstifte Bleistifte Tesafilm Briefumschläge Textkarten Papier DIN A4 Papier für Wutkasten Buntstifte Ölkreide Schnur Materialien für Rituale und Übungen Bilderrahmen Engel zum Anfassen Kreuz-Handschmeichler Glaskrug mit Murmeln Muschel mit Perle Perle auf Kissen Spiegel in Stofftasche Rose von Jericho mit Schale Topf mit Erde und Blumensamen Sand 3

4 Anregungen zum Einsatz von Gegenständen, Zeichen, Symbolen siehe Seite: Bilderbücher 107 und 113 Bilderrahmen Blumenzwiebel (nicht enthalten) 106 Blumensamen 98 und 106 Dürre Blätter / Zweige (nicht enthalten) 98 und 99 Energiekreis 101 Engel 73 und 102 Fotos zum Auslegen 99 und 111 Glasmurmeln und Krug 74 Kerzen 105 Klagemauer (nicht enthalten) 107 Kondolenzbuch 105 Kreuze (Bild) 75 Kreuz Handschmeichler Kreuz aus Händen 72 und 118 Kreuz aus Scherben (nicht enthalten) 107 Krug (mit Glasmurmeln) 74 und 100 Lebenskerze 106 Perle 102 und 103 Pflanzung eines Baumes (zu organisieren) 100 Regentropfen (Wüste) 109 Rose von Jericho (Auferstehungsblume) 76 und 109 Spiegelscherbe (nicht enthalten) 103 und 104 Spiegel (in Stofftasche) 104 Steine gestalten (nicht enthalten) 107 Teddybär 98 Topf mit Erde und Blumensamen 98 Tränen (für Wand der Tränen) 119 Wand der Erinnerung 106 Wüste gestalten 109 Wutkasten 108 4

5 Krisensmanagement im Schulbereich 5

6 Es gibt Ereignisse, die das Schulleben durchbrechen, die Alltagsroutine in Frage stellen und gewohnte Abläufe durcheinander bringen: Plötzliche Todesfälle von Schülern oder Eltern, plötzlich freiwerdende massive Gewalt, Bedrohungssituationen, Todesfälle von aktiven Lehrern oder Mitarbeitern der Schule. Solche Ereignisse erschüttern Lehrer, Schüler und Eltern gleichermaßen. Diese Ereignisse können das Schulleben bis ins Mark treffen. Von einem Moment auf den anderen kommen Gefühle der Betroffenheit, der Trauer und der Ohnmacht auf und breiten sich mit der Nachricht in der Schule aus. Die Atmosphäre und das Klima in der Schule verändern sich innerhalb weniger Minuten. Schüler, Eltern und Lehrer wenden sich in dieser Situation normalerweise an die Schulleitung, die psychosozialen Fachkräfte und Beratungslehrer. Sie fragen nach Beistand und Hilfe in dieser außergewöhnlichen und belastenden Trauer- und Verlustsituation. Wie können sich Schulen auf diese Situation vorbereiten? Wie können Schulen in dieser Situation reagieren? Krisenseelsorge im Schulbereich Orientierungshilfen für den Umgang mit traumatischen Ereignissen (von Katrin Weidemann und M. Christine Heider) Montagmorgen, 7 Uhr 30. Nach einem entspannten Wochenende komme ich ins Lehrerzimmer. Eine Kollegin steht am Kopierer, eine andere schmeißt die Kaffeemaschine an. Ich schaue routinemäßig in mein Fach. Während ich zu meinem Platz gehe, öffnet sich die Lehrerzimmertür. Unser Rektor. Grußlos eilt er an den Kolleginnen und Kollegen vorbei, nimmt direkten Kurs auf mich. Ich weiß noch nicht, was los ist, aber ich sehe ihm an: Etwas ist passiert. Zwei Minuten später weiß ich: Alex, ein Schüler meiner 7ten Klasse, lebt nicht mehr. Er ist mit seinem Fahrrad unter einen Laster gekommen. Gestern Nachmittag. Ein Alptraum! Es ist 7 Uhr 40. Noch 20 Minuten bis Unterrichtsbeginn. Was kann ich tun? Solche oder ähnliche Situationen können uns als Lehrerinnen und Lehrer jederzeit begegnen. Damit wir mit ihnen angemessen umgehen, ist es gut, sich im Vorfeld mit einigen Grundlagen der Psychotraumatologie und Krisenbewältigung zu beschäftigen. So lassen sich die Reaktionen der Betroffenen besser verstehen, ich werde selbst nicht zum passiven Spielball" der Katastrophe, sondern gewinne durch die Beschäftigung im Vorfeld Sicherheit und kann so leichter handlungsfähig bleiben. 6

7 Um das Erkennen von belastenden Ereignissen, einer akuten Belastungsreaktion und der posttraumatischen Belastungsstörung geht es in den ersten Abschnitten dieses Artikels. Dabei werden jeweils mögliche physische und psychische Reaktionen geschildert. In einem zweiten Teil finden sich praktische Hinweise für den Umgang mit einer Notfallsituation, Hinweise für das Gespräch in der Klasse sowie weiterführende Arbeitshilfen. 1. Das belastende Ereignis Bei einem Ereignis, das so stark auf die Psyche einwirkt, dass es die normalen Verarbeitungsfähigkeiten eines Einzelnen oder einer Gruppe überwältigt, spricht man von einem belastenden Ereignis". Das gilt besonders dann, wenn das Ereignis plötzlich und unvermittelt eintritt, den tatsächlichen oder drohenden Tod eines Menschen oder eine schwere Verletzung bei sich oder anderen betrifft, starke Angst, (funktionale) Hilflosigkeit und/oder Entsetzen erzeugt, einen hohen Grad der Identifikation bietet. Belastende Ereignisse sind - der Tod oder die schwere Verwundung eines Kollegen/einer Kollegin, Suizid eines Kollegen/einer Kollegin - der Tod von Kindern - eine große Anzahl von Verletzten bzw. Toten. Auch ein objektiv weniger spektakuläres Geschehen kann für die/den Einzelnen zu einem belastenden Ereignis" werden, wenn bestimmte Aspekte des Ereignisses große Ähnlichkeit mit der eigenen Biographie aufweisen. 2. Reaktionen Menschen, die Opfer oder Zeuge eines Notfalls werden, reagieren sehr unterschiedlich: das gilt für Erwachsene genauso wie für Kinder. (Dabei sind nicht nur die objektive Stärke und Art der Belastung maßgebend, sondern die unterschiedlichen biologischen, psychologischen und soziographischen Variablen.) Es ist nicht vorherzusehen, wie sich jemand nach einem belastenden Ereignis verhält. So geschieht es beispielsweise nicht automatisch", dass ein Opfer um so drastischer reagiert, je stärker die belastenden Faktoren auftreten. Die Reaktion kann sofort nach dem Notfall eintreten oder erst zu einem späteren Zeitpunkt. Einige besonders häufige Verhaltensweisen sollen im Folgenden kurz beschrieben werden: Gefühle Angst: Sie ist fast immer zu beobachten. Teilweise ist sie eher diffus, teilweise bezieht sie sich konkret auf Schmerzen, den eigenen Tod und die Sorge um Eltern und Geschwister. Die Stärke und die Art der Angst variieren stark. Aus diesem Angstgefühl heraus, haben manche Opfer das Bedürfnis zu reden, da dies als entlastend empfunden wird. 7

8 Schuldgefühle: Diese entstehen sehr oft nach einem Todesfall und werden entweder auf sich selbst ( Ich bin schuld, hätte ich doch..."), auf die anderen (z. B. die Ärzte) oder auf die Umstände ( So ein dummer Zufall...") bezogen. Sehr wichtig ist dabei, zwischen realer und unbegründeter Schuld zu unterscheiden und dementsprechend zu reagieren. Traurigkeit: Auf Grund des Geschehens und des Verlustes kann ein großes Gefühl der Trauer sofort eintreten. Ärger. Dieses Gefühl tritt oftmals in Zusammenhang mit aggressivem Verhalten auf. Verlassenheit: Das Ereignis vermittelt mitunter das Gefühl, dass man ganz allein ist und keiner auf dieser Welt einen versteht. ( Alex war doch mein Ein und Alles und jetzt habe ich nichts mehr! ) Die Hilflosigkeit zum einen des Betroffenen, der momentan nicht weiß, wie er handeln soll (s. unten Überforderung). Zum anderen, dass er dem Geschehen hilflos gegenüberstand und nicht eingreifen konnte. ( Ich habe gesehen, wie der Laster auf Alex zukam, aber ich konnte ihn nicht aufhalten"). In diesem Fall, kann es auch zu schweren Schuldvorwürfen kommen. Leere: Es macht sich das Gefühl der Leere in einem breit, wo der Betroffene nur noch dasitzt und nichts tut. (Apathie) Hoffnungslosigkeit: Es hat eh alles keinen Sinn mehr." Überforderung: Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene sind mit einem belastenden Ereignis überfordert und wissen gar nicht, was sie tun sollen. (s. oben Hilflosigkeit) Gedanken - an die eigene Gesundheit, bzw. an den eigenen Tod: Muss auch ich sterben?" - an die Notfallfolgen: Für manche ist das zunächst kein Thema, andere reflektieren intensiv. Es kann dabei auch um ganz banale Sachen gehen ( Aber fürs Schullandheim hat er doch schon gezahlt!"). - an die Familienangehörigen: Einer der ersten Gedanken gilt meistens den Eltern und Geschwistern, dass es ihnen gut geht, dass sie informiert werden und dass man sie möglichst bald sieht. - an Materielles, dass das neue Fahrrad jetzt kaputt ist und welche Kosten entstehen. Mitunter können diese Gedanken fast groteske Züge annehmen. Sie sind aber im Moment für den Betroffenen wichtig. Verhalten Im Verhalten kommen die Gedanken und Gefühle zum Ausdruck und müssen zunächst akzeptiert werden. Es gibt kein richtiges oder falsches Verhalten! 8

9 Dies sind alles normale Reaktionen auf ein unnormales Geschehen und dürfen darum nicht bewertet werden: - Weinen - Aggressionen - Überaktivität - Lähmung - Lachen - Unfähigkeit, sich an wichtige Dinge zu erinnern, z. B. Telefonnummern - Verwirrtheit - Unsicherheit - Verminderte Fähigkeit zur zielgerichteten Informationsverarbeitung Was, der Alex ist tot? Aber zur Mathe-Schulaufgabe am Donnerstag ist er doch wieder da!" - Verminderung der verbalen Ausdrucksmöglichkeit - Kontrollverlust, unüberlegtes Handeln. Abwehrmechanismen Verleugnung: Das Geschehen wird von den Betroffenen geleugnet. Das kann gar nicht sein, dass er tot ist, wir wollen uns doch heute Abend treffen!" Verdrängung: Es ist die leichtere Form der Verleugnung. Dabei versuchen die Betroffenen, das Geschehene als nicht so schlimm herunterzuspielen oder sich mit Aktivitäten einzudecken. Rationalisierung: Das Geschehen wird als Folge des vorangegangenen Verhaltens gedeutet. Es konnte gar nicht anders kommen, der fuhr ja immer so schnell!" Nicht jedes belastende Ereignis wird zum Trauma", nicht jede Reaktion auf ein belastendes Ereignis zieht eine Belastungsstörung nach sich. Grundsätzlich gilt: Auf ein unnormales Ereignis ist eine akute Belastungsreaktion eine normale, adäquate Reaktion. 3. Die akute Belastungsreaktion Treten nachfolgend aufgeführte Symptome innerhalb von vier Wochen nach dem belastenden Ereignis auf, spricht man von einer akuten Belastungsreaktion. Sie beginnt bereits während oder nach einem belastenden Ereignis und dauert mindestens zwei Tage. Als kritischer Punkt" gilt die erste Nachtschlafphase. Die maximale Intensität tritt nach etwa dem dritten Tag auf. Es zeigen sich dabei folgende Symptome: Sich aufdrängende Wiedererinnerungen (Intrusionen) von Bildern, Geräuschen, Gerüchen oder taktilen Eindrücken Schlafstörungen: Es kommt zu Einschlaf- bzw. Durchschlafstörungen oder Alpträumen. Verändertes Ess- und Trinkverhalten: Heißhunger bzw. Appetitlosigkeit, Übelkeit. Verhaltensänderungen: Konzentrationsstörungen, übermäßige Wachsamkeit (Hypervigilanz), Reizbarkeit oder Wutausbrüche, Aggressivität, übertriebene Schreckreaktionen. 9

10 Vermeidungsverhalten (bezogen auf die Erinnerung an das Trauma): Bewusstes Vermeiden von Aktivitäten, Orten oder Menschen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen. Gedanken, Gefühle, Gespräche/ Orte/Personen des belastenden Ereignisses werden gemieden. Veränderungen im sozialen Verhalten: soziale Schwierigkeiten, sozialer Rückzug, Schwierigkeiten, um Hilfe zu bitten. Dissoziative Symptome: Gefühllosigkeit, emotionale Taubheit; eingeschränkte Wahrnehmung, dissoziative Amnesie (Unfähigkeit, sich an einen wichtigen Aspekt des Traumas zu erinnern). Nicht alle negativen Reaktionen zeigen sich an alten Tagen gleich stark. Sollten die Reaktionen der akuten Belastungsreaktion nach vier Wochen nicht abgeklungen sein oder sich sogar verstärken, besteht die Gefahr, dass eine posttraumatische Belastungsstörung (Post Traumatic Stress Disorder PTSD) entsteht. 4. Die Posttraumatische Belastungsstörung Kennzeichen einer PTSD sind das ständige Wiedererleben des belastenden Ereignisses auf mindestens eine der folgenden Weisen: - Wiederkehrende, sich aufdrängende Erinnerungen an das Ereignis (in Bildern, Gedanken, Wahrnehmungen). - Wiederkehrende, belastende Träume von dem Ereignis. - Plötzliche Handlungen oder Gefühle, als ob das traumatische Ereignis wieder kehren würde (beinhaltet das Gefühl, das Ereignis wiederzuerleben, Illusionen, Halluzinationen und dissoziative Flashback-Episoden). Intensives Leiden (mit psychischen und physiologischen Reaktionen) nach Konfrontation mit internen oder externen Reizen, die einem Aspekt des traumtischen Ereignisses ähneln, es symbolisieren oder daran erinnern. Die Betroffenen vermeiden Reize, die mit dem Ereignis verbunden werden, wie z. B. bewusste Vermeidung von Aktivitäten, Orten oder Personen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen; bewusste Vermeidung entsprechender Gedanken, Gefühle oder Gespräche. Anhaltende Symptome erhöhter Erregung, die vor dem Trauma nicht bestanden, wie Ein- und Durchschlafstörungen Reizbarkeit oder Wutausbrüche Konzentrationsschwierigkeiten extrem erhöhte Aufmerksamkeit übertriebene Schreckreaktionen Bereits unmittelbar nach dem Ereignis können solche Reaktionen/Symptome auftreten. Betroffene können aber auch, ohne dass sie in den ersten Wochen nach dem Ereignis Symptome zeigen, eine PTSD entwickeln. Hier tauchen deutliche Symptome erst nach circa drei Monaten bis einem halben Jahr auf. In diesem Fall ist es mitunter schwierig für Helfer, einen Zusammenhang mit einem zurückliegenden belastenden Ereignis herzustellen. 10

11 5. Montagmorgen, acht Uhr Es ist 7 Uhr 40. Noch 20 Minuten bis Unterrichtsbeginn. Was kann ich tun? Bevor ich in die Klasse gehe, versuche ich, so viele Informationen wie möglich über das Ereignis zu sammeln. Ein Unglücksfall wie der Tod eines Mitschülers erschüttert" die Klasse im wahrsten Sinne des Wortes. Informationen (was genau ist geschehen, wer war denn noch dabei, wie geht es der Familie, wo ist er jetzt, wann ist die Beerdigung) sind die ersten Trittsteine, die auf überflutetem Gelände, auf wankendem Boden wieder Tritt fassen lassen. Sie geben Sicherheit. Auch ich bin von dem Ereignis betroffen. Und ich entscheide, ob ich alleine in die Klasse gehe, ob ich einen Kollegen/eine Kollegin bitte, mich zu begleiten, oder so früh wie möglich Hilfe hole (ohne Gewissensbisse, die Situation allein nicht im Griff" zu haben), oder anderweitig Unterstützung anfordere. Es ist meine Entscheidung, die ich aktiv treffe. Auf dem Weg in die Klasse mache ich mir klar, dass der Tod von Alex sich bereits herumgesprochen haben kann. Was jetzt ansteht ist, dem Ereignis und den Reaktionen darauf in der Klasse Raum zu geben. (Nicht: Wir machen jetzt Englisch und in der Religionsstunde könnt ihr dann darüber reden.") Als Bausteine für eine erste Stunde in einer betroffenen Klasse bieten sich an: Informationen zu dem Geschehen geben. Mit der Klasse (bzw. beim häuslichen Todesfall eines einzelnen Schülers mit ihm) über das Geschehene sprechen. Eine Kerze auf den leeren Platz des Schülers stellen. Erinnerungen an den Schüler austauschen: Die Schüler beschreiben, wann und wo sie ihn zum letzten Mal gesehen, was sie zusammen getan haben. Es kann hilfreich sein sich vorzustellen, was man ihm gesagt hätte, wenn man gewusst hätte, dass dies die letzte Begegnung sein wird. Die oder den Schüler handeln lassen: Es ist ein Weg aus der Hilflosigkeit und gibt eine gewisse Sicherheit (z.b. malen, Brief schreiben lassen, spielen...). Mit den Schülern besprechen, wie sie der betroffenen Familie ihr Beileid ausdrücken möchten. Einen Trauerort im Klassenzimmer einrichten. Evtl. über Tod und Trauer sprechen. Wenn es geht, auch schon vor solchen Ereignissen. Eine Art Kondolenzbuch auflegen. 11

12 Hilfreiche Hinweise für das Gespräch mit der Klasse Folgende Tipps gelten sowohl, wenn ein einzelner Schüler trauert (weil beispielsweise ein Familienmitglied verstorben ist), als auch wenn eine Klassengemeinschaft mit dem Tod eines Lehrers oder Mitschülers konfrontiert wird. - Ehrlich und echt sein! - Keine Floskeln verwenden, wie z.b. Das wird schon wieder!" - Alle Reaktionen sollten zugelassen werden, solange sie nicht destruktiv sind. Schock, Angst, Traurigkeit, Wut... sind normale Reaktionen. - Es ist wichtig, die intensiven Gefühle und Reaktionen zu thematisieren und Hilfe bei der Bewältigung anzubieten. Alle Gefühle bei den Schülern dürfen da sein, z. B. auch Erleichterung, Hass... - Ein Gebet sprechen. - Nicht gleich vertrösten! Zwischen Karfreitag und Ostersonntag gibt es noch den Karsamstag, den Trauertag. - Jeder trauert anders, nicht vergleichen! - Zeit lassen, Zuwendung schenken, Zuversicht vermitteln. - Ruhig auch eigene Hilflosigkeit zugeben; das ist ehrlicher, als dem Schüler oder dem Thema aus dem Weg zu gehen. - Nichts tun, was der Betroffene nicht möchte; man sollte das vorher abklären. Und wie geht es weiter? - Einen Trauer- oder Gedenkgottesdienst mit der Klasse planen und feiern. - Mit Symbolen die Trauer ausdrücken und die Hoffnung aufzeigen. (Halbedelstein, rotes Tuch, Weizen...). - Bei einzelnen Schülern: Gesten des Daran-Denkens. (Kl. Geschenk, Karte, nachfragen wie es geht, Hilfe anbieten, Nachsicht im Unterricht zeigen soweit es geht) - Materialidee: Herbert Grönemeyer: Der Weg. - PUR: Ich wünsch dir noch ein Leben, Geschichten, Symbole - Bei manchen Ereignissen (z. B. Suizid eines Schülers) kann es sinnvoll sein, im Lehrerkollegium eine Arbeitsgruppe zu bilden, die einen schriftlichen Orientierungsbrief an die Eltern herausgibt, um Hilfsangebote für Schüler, Familien und auch Kollegen zu organisieren und den Kontakt zu den Medien zu übernehmen. Begegnungsgespräche, Ökumenische Beiträge zu Erziehung und Unterricht, Juli 2003 Krisenseelsorge im Schulbereich 12

13 Aus der Schulpsychologie 13

14 Umgang mit Kindern und Jugendlichen bei Notfällen nach Brigitte Riemer allgemein: - Mit dem Vornamen ansprechen - angepasst an den Entwicklungsstand - Kinder haben weniger Verarbeitungsstrategien als Erwachsene - Kinder sind neugierig - Kinder nehmen Gesagtes oft wörtlich - Kinder lesen die Gefühle der Erwachsenen ab bei Kindern: - Ruhe vermitteln - Sicherheit durch Zuwendung geben - Zuhören - Fragen beantworten - einfache Erklärungen - eventuell zeichnen lassen - keine Beschwichtigungsfloskeln bei älteren Kindern und Jugendlichen: - Hilfe anbieten, nicht aufdrängen - Reaktionen normalisieren - Ermutigung zum Erzählen - Ermutigung zum Aufschreiben Riemer, Brigitte: Psychische Erste Hilfe: 14

15 Information und Kommunikation nach Brigitte Riemer Information ist wichtig! - erweitert die Perspektive - ermöglicht Neubewertungen - kann Schuldgefühle reduzieren helfen - Information anbieten Kommunikation: - Zuhören ist wichtiger als viele Worte - Körpersprache wahrnehmen - Blickkontakt - ruhige, warme Stimme - kurze Fragen - kurze Bestätigungen des Verständnisses - keine Floskeln - Vorsicht beim Trösten, Beruhigen, Ermutigen Störfaktoren (was sollte man vermeiden?): - Verharmlosen - Verallgemeinern - Moralisieren - Allgemeinplätze - Gedankenlesen - Abwerten - Nicht-zu-Wort-kommen-lassen - Werturteile (gut-schlecht) - Vorschnelles Entlasten von Schuldgefühlen Riemer, Brigitte: Psychische Erste Hilfe: 15

16 Basisregeln für psychische Erste Hilfe nach Brigitte Riemer - sich vorstellen bei Bedarf - sagen, dass Sie da sind und etwas geschieht - wegführen aus der belastenden Situation - Betroffene nicht allein lassen - leichten Körperkontakt anbieten: z.b. Schulter, Arm, Hand - Ausdruck von Gefühlen zulassen - Reaktionen normalisieren: normale Reaktion auf ein nicht normales Ereignis geduldig zuhören: - erzählen lassen - Mitleid zeigen - Aufmerksamkeit schenken - Äußerungen ernst nehmen - Verständnis zeigen - kein Bewerten der Aussagen nach richt/falsch - keine Ratschläge, Analysen und Deutungen Grundhaltungen der Helferinnen und Helfer: - Einfühlsame Anteilnahme - Gefühle zulassen und aushalten - Ohnmacht aushalten - Ruhe ausstrahlen - klare Struktur geben - innere Distanz wahren Riemer, Brigitte: Psychische Erste Hilfe: 16

17 Intervention in Klassen nach Brigitte Riemer - Grundsätzlich sollten Lehrerinnen gemeinsam agieren, nicht jede Lehrperson für sich (es kann auch zu viel werden!). - Sprechen Sie mit ihren Schülern über das Ereignis, überlegen Sie gemeinsam, welche anderen Möglichkeiten es gibt, mit dem Schicksalsereignis umzugehen (nach denselben Gesprächsregeln wie in den vorhergehenden Kapiteln); Erklärungen zu Krisenverläufen anbieten. - Geben Sie dem Problem auf jeden Fall Vorrang vor dem Unterricht! - Wenn Jugendliche dabei waren, so lassen Sie diese zuerst erzählen (und bieten Sie denen, die nicht zuhören wollen, die Möglichkeit an, den Raum zu verlassen - möglichst in Begleitung eines Erwachsenen oder Lehrperson). - Regen Sie Gespräche mit Freunden, Eltern, Lehrern oder Lehrerinnen und Verwandten an. - Schlagen Sie Rituale vor, die das Abschied nehmen erleichtern können (Erinnerungskästchen, Kerzen, singen Sie mit den Schülern ein Lied für verunglückte Verstorbene, stellen Sie Kerzen auf den leeren Platz in der Klasse), malen Sie Plakate, was Sie an dem Verunglückten besonders geschätzt haben, sprechen Sie ein Gebet. - Regen Sie z.b. an Tagebuch zu schreiben. - Hat eine Person besonders große Probleme, so versuchen Sie einzuschätzen, ob weitere professionelle Hilfe gebraucht wird. Wenn ja, welche? Zum Beispiel Arzt, Beratungseinrichtungen etc. (Adressen, Telefonnummern angeben). - Lassen Sie den Kontakt zu den Eltern und betroffenen Jugendlichen nicht abreißen, ermuntern Sie die Mitschüler, die Betroffenen im Krankenhaus zu besuchen (soweit besuchsfähig). - Ermuntern Sie Mitschüler auch dazu sich abzulenken, sich etwas Gutes zu tun oder Sport zu betreiben, ihrem Hobby nachzugehen. - Seien Sie sensibel für die Probleme einzelner Jugendlicher, halten Sie in Zweifelsfällen Rücksprachen mit Eltern oder fordern Sie sie auf, sich professionelle Hilfe zu suchen. - Seien Sie aufmerksam gegenüber Veränderungen des Verhaltens und sonstigen Auffälligkeiten bei Jugendlichen - Veranstalten Sie gemeinsam zum Abschluss einen Gottesdienst oder eine Gedenkveranstaltung - Ist ein/e Mitschüler/in oder ein/e Lehrer/in verunglückt, ist es sinnvoll, als Klasse am Begräbnis teilzunehmen Riemer, Brigitte: Psychische Erste Hilfe: 17

18 Symptomatik nach Brigitte Riemer Woran leiden Betroffene? - Hilflosigkeit - Gefühl des Ausgeliefertseins - Verlust der Sicherheit - Zusammenbruch des Glaubens - Kontrollverlust Akute Belastungsreaktionen: - Dauer: Stunden bis Tage sind normal! - haben Schutzwirkungen für die Psyche - erhöhte Erregbarkeit und Angst - Schlafstörungen - Appetitverlust - Flashback - sich wie betäubt fühlen Normale Notfallreaktionen: - körperlich: Zittern, Schwitzen, Übelkeit, bleierne Schwere - psychisch: Anspannung, Verwirrtheit, Unruhe - emotional: Angst, Depression, Schuldgefühle, Aggression, Wut, Schamgefühle, Trauer - Gedanken und Bilder kreisen um das Geschehen, das Opfer, den Körper Riemer, Brigitte: Psychische Erste Hilfe: 18

19 Umgang mit Schuldgefühlen nach Brigitte Riemer - nicht vorschnell beschwichtigen - Schuldgefühle können der Versuch sein, wieder Kontrolle aufzubauen - Sprechen über Schuldgefühle zulassen - gegenseitige Schuldzuweisungen unterbinden - bei Beschuldigung eines Kindes: sich auf die Seite des Kindes stellen - Selbstmordäußerungen beachten: Hilfe holen, Person aber nicht allein lassen Riemer, Brigitte: Psychische Erste Hilfe: 19

20 Die zwölf Warnzeichen für Suizidgefahr 1. Veränderungen in der Persönlichkeit, z. B. ein bis dahin geselliges Kind zieht sich zurück, ein bisher schüchternes Kind geht plötzlich stark aus sich heraus. 2. Vernachlässigung des eigenen Aussehens, z. B. ein Jugendlicher, der es bisher mit seinem Aussehen sehr genau genommen hat, vernachlässigt plötzlich sein Äußeres, z. B. Frisur, Hygiene, Kleidung. 3. Rückzug und zunehmende soziale Isolation. 4. Verteilen von persönlichen Wertsachen, Regeln persönlicher Angelegenheiten. 5. Starke gedankliche Beschäftigung mit dem Tod, z. B. in Rockmusik, Zeichnungen, Gedichten und Aufsätzen. 6. Offene oder verhüllte Suiziddrohungen «Ich werde nicht mehr lange hier sein.» «Ohne mich wärt ihr besser dran.» «Ich wünschte, ich wäre tot.» «Ich möchte nicht mehr leben.» 7. Vorangegangene Selbstmordversuche. 8. Beschäftigung mit Suizidmethoden oder Anschaffung geeigneter Mittel, z. B. Schnüre, Waffen, Schläuche, Tabletten. 9. Missbrauch von Drogen oder Alkohol. 10. Schulversagen. 11. Plötzliche gehobene Stimmung bei einem bis dahin depressiven Kind. (Dies kann darauf hinweisen, das das Kind eine «Lösung» gefunden hat - Suizid.) 12. Häufigere Unfälle oder körperliche Beschwerden ohne medizinische Erklärung. 20

21 Woher bekomme ich Hilfe? 21

22 TelefonSeelsorge und Nummern gegen Kummer Über Krisen Kein Leben bleibt ohne Veränderung und kein Leben ohne Krise. Immer wieder verändern sich Lebensumstände und mit diesen Lebensumständen auch die Anforderungen, die das Leben an uns stellt. Manche dieser Anforderungen kosten uns Kraft, tun weh, fordern Entscheidungen, Kompromisse, neue Wege. Wenn es gut läuft, bescheren uns bewältigte Krisen Kompetenzen und Erfahrungen, die in der Rückschau wertvoll sind. Wie Suizidgedanken entstehen Wenn es nicht gut läuft, vielleicht mehrere Krisen zusammenkommen oder neue Krisen alte Wunden aufreißen, kann es sein, dass die Kraft nicht reicht. Lang andauernder Leidensdruck, das Gefühl von deutlicher Überforderung und Nicht-Mehr-Wollen kann Suizidgedanken reifen lassen. Sie erscheinen dann wie eine Lösung für eine als unerträglich und unauflöslich erlebte Situation. Suizidgedanken gehören zu den Themen, über die in der Regel nicht gesprochen wird. Suizidgedanken machen einsam. Krisenbegleitung ist sinnvoll für Menschen, die Krisensituationen erleben, die sie nicht mehr allein aushalten bzw. bewältigen können oder wollen, vielleicht auch an Suizid gedacht oder einen Suizid versucht haben. MitarbeiterInnen der Krisenbegleitung bieten Gesprächsmöglichkeiten. Diese dienen der Krisenintervention, werden also relativ kurzfristig und über einen kurzen Zeitraum angeboten. Alle Gespräche werden streng vertraulich behandelt. Alle Mitarbeitenden unterliegen der Schweigepflicht. Krisenbegleitung Belastende Lebenssituationen, wie Trennung, Partnerschaftskonflikte, Tod eines nahen Angehörigen, Gewalterfahrungen, Erwerbslosigkeit, Überforderung im Alltag oder schwere Krankheiten können zu akuten Krisen führen. Krisenbegleitung soll helfen, die oft enge, einsame Situation der Krise zu erweitern, sich neu zu orientieren und konstruktive, konkrete Lösungen zu finden. Jemand hört zu, unterstützt Sie, hilft Wege zur Entlastung zu finden und erarbeitet gemeinsam mit Ihnen neue Perspektiven. Die Krisenbegleitung hilft Menschen auch, Muster zu entdecken, die zur Krise geführt haben, oder Möglichkeiten aufzuzeigen, um ihr eigenes zur 22

23 Krise führendes Verhaltensrepertoire zu ändern. Die Bearbeitung beeinträchtigender Muster unterstützt das freie Strömen der Lebensenergie, ermöglicht authentische Spontaneität und fördert natürliche Kreativität im Umgang mit sich und anderen. Mehr und mehr vertieft sich dadurch das Vertrauen in die eigenen Entscheidungen und Handlungen. Dabei wächst der Mut, auf seine innere Stimme zu hören, seine eigenen Wege zu gehen und sich nicht durch Widerstände von außen entmutigen zu lassen. Auch Auseinandersetzung, Klärung und ehrliche Rückmeldung tragen zu einem respektvollen Klima bei, von dem ausgehend wieder volle Verantwortung für sich und sein Leben übernommen werden kann. Manche Menschen entdecken in einer Krise sogar eine Chance zur Neuorientierung ihrer Werte, ihres Lebens bis hin zu einer spirituellen Dimension. 23

24 Was ist TelefonSeelsorge? TelefonSeelsorge ist die Möglichkeit... ein Beratungs- oder Seelsorgegespräch dann zu führen, wenn man es braucht - unabhängig von Tageszeit oder Terminen, von Konfessionszugehörigkeit oder Krankenschein, von Wartezimmern oder Wartelisten. sich auszusprechen - manchmal führt allein das schon zur Klärung. Denn Menschen, die ihre Probleme in Worte fassen, sehen sie! mit einem unbefangenen, qualifizierten und verschwiegenen Menschen zu sprechen. Einem, der nicht verwoben und verwickelt ist in die Problematik, in die Beziehungen, in die Familie, in die Geschichte der Anrufenden. Indem jemand zuhört, antwortet, nachfragt, erleben sich viele Menschen wieder als lebendig, entdecken ihre Kräfte und Kompetenzen und schöpfen daraus neuen Lebensmut. eine/n Gesprächspartner/in zu finden, wenn es um die religiöse Dimension des Lebens geht. Unglück und Leid, aber auch Glück rufen oft Sinnfragen, Fragen nach Gott wach. Diese Gedanken bewegen heute immer mehr Menschen. weitere, spezielle Hilfsangebote zu finden, wo es nötig und gewünscht ist. Was ist Telefonseelsorge nicht? Die TelefonSeelsorge ist keine Talkline. Die TelefonSeelsorge ruft von sich aus niemanden an - weder die Anrufenden selbst noch Dritte. Die TelefonSeelsorge leistet keinen Besuchsdienst oder praktische soziale oder finanzielle Hilfe. Die TelefonSeelsorge steht 24 Stunden täglich zur Hilfe durch das Gespräch bereit. Sie hat sich den Slogan "Aus Worten können Wege werden" gewählt - immer wieder kann ein gutes Wort wie eine Brücke vom Dunklen ins Helle leiten. Die Telefonseelsorge ist deutschlandweit täglich 24 Stunden erreichbar unter oder , kostenfrei und anonym. Nummern gegen Kummer freecall Kinder- und Jugendtelefon Tel Elterntelefon Tel

25 Checkliste Krisenmanagement Schulleitung 25

26 Verhalten in Notfällen und akuten Krisensituationen Überblick gewinnen: - Was ist passiert? - Wo ist der Ort des Geschehens? - Wer ist in Gefahr? - Wer ist verletzt? - Welche Verletzungen? - Wie viele Personen sind betroffen? Hilfe leisten: - Ruhe bewahren und einer Panik entgegen wirken - Betroffene und gefährdete Personen aus dem Gefahrenbereich bringen - Akutgefahr vermindern - wenn nötig, Erste Hilfe leisten, sich um Verletzte kümmern bis fachliche Hilfe da ist - Richtlinien für Psychische Erste Hilfe beachten! Helfer organisieren: Feuerwehr Tel. 112 Polizei Tel. 110 Rettungsdienst Tel. Kriseninterventionsteam anfordern Tel. Schularzt Tel. Schulpsychologie Tel. Vorgesetzte Behörden informieren: Schulaufsicht Schulträger Tel. Tel. (bitte ergänzen) 26

27 Schulisches Krisenmanagement durch die Schulleitung Sofortmaßnahmen in der Notfallsituation Verständigung der Rettungsdienste, Polizei, Feuerwehr Abklärung: - Was ist wo, wie, wann passiert? - Wer ist betroffen? - Wie viele Personen sind betroffen? Schulisches Krisenteam einberufen: - Festlegung und Koordination der Maßnahmen Wer koordiniert? Wer ist zuständig wofür? Wer verständigt wen?) - Durchführung von Sofortmaßnahmen - Konkrete Terminvereinbarungen für weitere Sitzungen des Krisenteams Verständigung von: - Schulträger und Schulaufsicht (durch Schulleitung) - Lehrkörper (durch Schulleitung/Krisenteam) - Eltern (durch Schulleitung oder Klassenlehrer/in - bei Todesfall durch Polizei) - Klassen/Schüler/innen/Gruppen (durch Klassenlehrer/in) - unterstützenden Helfer/inne/n (Schulpsycholog/inn/en, - Schulärzte/Schulärztinnen, etc.) - anderen:... Übermittlung von Erstinformation (abgestimmt auf Zielgruppe): - über den Vorfall und den aktuellen Wissensstand - Grundlegende Sachinformation im Zusammenhang mit dem Geschehen 27

28 Weitere Maßnahmen: - Einzelgespräche mit Betroffenen, Eltern, Lehrer/innen, Schüler/innen - Informationsgespräche/Gruppengespräche mit Klassen - Zuziehung von externen Fachleuten (Adressen-, Notfallordner) - Vorbereitung von Initiativen (Besuchsdienste) - Gottesdienst/Gedenkveranstaltung, Elternabend) - Maßnahmen zur Bewältigung und Aufarbeitung des Ereignisses vorbereiten - Entlastung der schulischen Helfer/innen vorbereiten Mittelfristige Maßnahmen - Gemeinsame Besprechung aller direkt betroffenen, in der/den jeweiligen Klasse/n unterrichtenden Lehrer/innen zur Koordination der Maßnahmen/Hilfen im Unterricht oder bei Schulprojekten - Für Lehrer/innen/Schüler/innen/Klassen: Unterstützung/Betreuung/Beratung/Therapie - Besuchsdienste durchführen, Gottesdienst/Gedenkveranstaltung - Durchführen eines Elternabends - Gespräche in den Klassen und Möglichkeiten der Aufarbeitung anbieten - Zusammenarbeit mit Expert/innen (wenn notwendig) - Rückmeldungen und Abschlussgespräch - Entlastung der schulischen Helfer/innen sichern Längerfristige Maßnahmen: - Hilfe für Helfer/innen (Supervision für involvierte Personen, psychologische Nachbesprechungen) - Abschlussgespräch - Erstellen eines ausführlichen Protokolls (Schilderung der Situation, Betroffene/Beteiligte, Maßnahmen, Verlauf) - Initiativen zur Prävention, Schulentwicklungsprojekte (Projekte mit Klassen, Lehrer/innenfortbildungen, Arbeitsgruppen) 28

29 Über Trauerarbeit 29

30 Phasen der Trauer Trauer ist ein starkes Gefühl, ein Gefühl, das vom ganzen Menschen Besitz ergreift. Trauer versetzt den Menschen jedoch nicht in einen statischen Zustand. Auch in Phasen der Trauer gibt es Wandlung, muss ein bestimmter Weg durchschritten werden: - die Phase des Nicht-Wahrhaben-Wollens (1) - die Phase der aufbrechenden Emotionen (2) - die Phase des Suchen und Sich-Trennens (3) - die Phase des neuen Selbst- und Weltbezuges (4) 1 Schockzustand. Die Endgültigkeit des Verlustes kann nicht realisiert werden, eigene Gefühle werden kaum wahrgenommen. Wie in Wellen kommt der innere Schmerz immer wieder an die Oberfläche, bleibt aber in der Erstarrung hängen, kann noch nicht ausgedrückt und ausgelebt werden. 2 Emotionen. Erstarrung bricht allmählich auf. Gefühle unterschiedlicher Art steigen aus dem Inneren auf und bahnen sich ihren Weg: Wut, Zorn, Leid, Schmerz, Schuldgefühle, Traurigkeit, Angst. Nicht ein Gefühl herrscht vor. Ein breites Band an Gefühlen überschwemmt gleichsam den Trauernden. Große innere Labilität. 3 Suchen und Sich-Trennen. Wir reagieren auf jeden Verlust mit Suchen. Eine natürliche Reaktion bei Verlusterfahrungen. Trauernde Menschen suchen, finden, verlieren aufs Neue, suchen, bis schließlich Teile des Verloren als innere Bilder integriert werden können, bis endlich die innere Unruhe sich legt und der Verlustschmerz als heilsamer Schmerz akzeptiert werden kann. 4 Selbst- und Weltbezug. Der Trauernde löst sich langsam vom Verlusterlebnis, kann das Verlorene als Teil seines Lebens begreifen und sich wieder anderen Lebensaufgaben zuwenden. Das Leben in seiner Buntheit und Fülle findet wieder Eingang in die Gefühl- und Gedankenwelt des Trauernden. Trauer ist nicht gleich Trauer. Über manche Verluste kommen wir leichter und rascher hinweg als über andere. Abschiede, Trennung, Verlust, Tod und Trauer gehören elementar zum Leben, sind gleichsam Urerfahrungen, die unser Leben von der Geburt bis zum Tod begleiten. Herausforderung, mit diesen Erfahrungen so umzugehen, damit die Seele gestärkt aus solchen Verlusterfahrungen hervorgehen kann. Was kann dabei helfen? - Trauern - Tränen und schmerzhaften Gefühlen Raum geben - sich in einer Gemeinschaft geborgen fühlen - Menschen, die breit sind ein Stück des Trauerweges mitzugehen - Menschen, die da sind Bei allem was hier noch aufgezählt werden könnte. Es geht um zwei Dinge: - die eigenen Gefühle zulassen - und Mitmenschen, die verständnisvoll Anteil nehmen 30

31 Begleitung eines trauernden Menschen Wer sich einem Menschen zuwendet, der Beistand braucht, der wendet sich Jesus selber zu, tritt er doch in jedem Leidenden vor uns. Bibel Trauernde müssen einen schmerzlichen Weg zurücklegen. Viele Menschen haben aber erlebt, wie gerade dieser Weg ihr Leben verändert, wie er sie reifer werden ließ. Sie gewann (in der Rückschau) ein neues Verhältnis zu sich selber, zu ihren Mitmenschen, zu Gott. Wir dürfen darauf vertrauen, dass der Weg des Trauerns, so dunkel er zuerst aussieht, gerade nicht dazu bestimmt ist, in der Verzweiflung zu enden. Den Schmerz des Abschieds nicht verharmlosen. Der Rat, zu vergessen, sich ablenken zu lassen, doch wieder unter die Leute zu gehen, ist oft keine Hilfe für den Trauernden. (Verdrängungsgefahr) Trauer ausleben können und dürfen. Es sei aber jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden (Jakobusbrief 1,19) oder: Den Kummer von der Seele reden lassen. Der Trauernde möchte seine schönen Erfahrungen mit dem Verstorbenen mit jemandem teilen. Manchmal sind es auch belastende Erfahrungen: Ein Streit blieb ohne Versöhnung. Wer zuhört, soll aktiv zuhören, um die Betroffenheit von dem, was uns erzählt wird, auch zeigen zu können. Gutes Zuhören hat eine heilende Kraft. Einfühlende Liebe. Ein gemeinsames Gebet, sofern gewollt, kann hilfreich sein. Gott möchte, wie er uns in Jesus vor Augen steht, dass wir unser Herz im Gebet ausschütten, nichts an Gefühlen und Ängsten unausgesprochen lassen. Er möchte mit uns weinen. Das teilnehmende Zuhören hat seine Zeit, das helfende Wort hat seine Zeit: Schweigen hat seine Zeit, und Reden hat seine Zeit. (Prediger 3,7) Erinnern an biblische Berichte (Erfahrungen) von Menschen, die Gottes Nähe in einer schweren Zeit erfahren haben. Unser Leben ist gerade in der allerschwersten Zeit nicht sich selbst überlassen, sondern von Gott festgehalten. Trauern heißt Abschied nehmen. Hilfreich ist, Abschied vom Leib des Verstorbenen zu nehmen. Auch der Aufenthalt am Grab hilft Abschied nehmen. (nach Christoph Hürlimann Ich will mit dir gehen Vom Umgang mit Trauernden Theologischer Verlag Zürich,

32 Risiken bei der Trauerbewältigung Unterdrückung, Verzögerung und Vermeidung der Trauer (auf die Gefassten" muss man daher mehr achten als auf diejenigen, die starke Reaktionen zeigen) Besonders traumatisierende Todesumstände (plötzlicher, gewaltsamer, perinataler, sozial nicht wahrgenommener Tod) eine besonders intensive und komplizierte (beispielsweise hochambivalente) Beziehung zum Verstorbenen Lebensumstände, welche die Trauer behindern (Gefährdung des eigenen Lebens, eigene Krankheit, wirtschaftliche Unterversorgung) weitere, noch unbewältigte Verluste und Krisen ein unterstützendes soziales Umfeld fehlt fehlende persönliche Ressourcen (beispielsweise psychische und physische Gesundheit, Ich-Stärke, Leidensfähigkeit, Fähigkeit Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, Reflexionsfähigkeit, Religiosität oder ein anderes tragendes Sinnsystem, finanzielle Mittel) fehlender Zugang zu Hilfesystemen (etwa seelsorgliche, psychologische oder ärztliche Versorgung) Die jeweiligen Gegenteile dieser Risikofaktoren sind die zur Verlustbewältigung nutzbaren Ressourcen. 32

33 Gedanken Gedichte Texte 33

34 Mein sind die Jahre nicht Mein sind die Jahre nicht, die mir die Zeit genommen; mein sind die Jahre nicht, die etwa möchten kommen; der Augenblick ist mein, und nehm ich den in acht, so ist der mein, der Zeit und Ewigkeit gemacht. Andreas Gryphius Erinnerung Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich. Dietrich Bonhoeffer Ein Winterabend Wenn der Schnee ans Fenster fällt, Lang die Abendglocke läutet, Vielen ist der Tisch bereitet Und das Haus ist wohlbestellt. Mancher auf der Wanderschaft Kommt ans Tor auf dunklen Pfaden. Golden blüht der Baum der Gnaden Aus der Erde kühlem Saft. Wanderer tritt still herein; Schmerz versteinerte die Schwelle. Da erglänzt in reiner Helle Auf dem Tische Wein und Brot. (TRAKL, G.) wortlos deine hand vater auf meiner Schulter tut mir so gut meine hand mein großer Bub leg ich auf deine Schulter wie schön dass es dich gibt ich würd dir vater auch gerne meine hand auf deine Schulter legen leg deine hand auf meine schulter und segne mich (MITTLINGER, K.) 34

35 Frühling Wasser berauschen das Land. Ein atemlos trinkender Frühling Taumelt geblendet ins Grün Und stößt seiner Trunkenheit Atem Aus den Munden der Brust. Tagsüber üben die Nachtigalln Ihres Frühlings Entzückung Und ihre Übermacht Über den nüchternen Stern. Das Rosen-Innere Wo ist zu diesem Innen ein Außen? Auf welches Weh legt man solches Linnen? Welche Himmel spiegeln sich drinnen in dem Binnensee dieser offenen Rosen dieser sorglosen, sieh: wie sie lose im Losen liegen, als könnte nie eine zitternde Hand sie verschütten. Sie können sich selber kaum halten; viele ließen sich überfüllen und fließen über den Innenraum in die Tage, die immer voller und voller sich schließen, bis der ganze Sommer ein Zimmer wird, ein Zimmer in einem Traum. Herbsttag HERR: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren und auf den Fluren lass die Winde los. Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; gieb ihnen noch zwei südlichere Tage, dränge sie zur Vollendung hin und jage die letzte Süße in den schweren Wein. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachsen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Allen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben. (RILKE, R. M.) (siehe auch Foto H13) 35

36 Der Tod der Geliebten Er wusste nur vom Tod was alle wissen: Dass er uns nimmt und in das Stumme stößt. Als aber sie, nicht von ihm fortgerissen, nein, leis aus seinen Augen ausgelöst, hinüberglitt zu unbekannten Schatten, und als er fühlte, dass sie drüben nun wie einen Mond ihr Mädchenlächeln hatten und ihre Weise wohlzutun: da wurden ihm die Toten so bekannt, als wäre er durch sie mit einem jeden ganz nah verwandt; er ließ die anderen reden und glaubte nicht und nannte jenes Land das gutgelegene, das immersüße und tastet es ab für ihre Füße. (RILKE, R.M.) Auf den Tod eines Kindes Du kamst, du gingst mit leiser Spur, Ein flüchtiger Gast im Erdenland; Woher? Wohin? Wir wissen nur: Aus Gottes Hand in Gottes Hand. (UHLAND. L.) Lieder von einer Insel Wenn einer fortgeht, muss er den Hut mit den Muscheln, die er sommerüber gesammelt hat, ins Meer werfen und fahren mit wehendem Haar, er muss den Tisch, den er seiner Liebe deckte, ins Meer stürzen, er muss den Rest des Weins, der im Glas blieb, ins Meer schütten, er muss den Fischen sein Brot geben und einen Tropfen Blut ins Meer mischen, er muss sein Messer gut in die Wellen treiben und seinen Schuh versenken, Herz, Anker und Kreuz, und fahren mit wehendem Haar! Dann wird er wiederkommen. Wann? Frag nicht. (BACHMANN, I.) 36

37 Schlussstück Der Tod ist groß. Wir sind die Seinen lachenden Munds. Wenn wir uns mitten im Leben meinen, wagt er zu weinen mitten in uns. (RILKE, R.M.) Jeder Tag ist ein kleines Leben Jeder Tag ist ein kleines Leben, jedes Erwachen und Aufstehen eine kleine Geburt, jeder frische Morgen eine kleine Jugend und jedes Zubettgehn und Einschlafen ein kleiner Tod. (SCHOPPENHAUER, E.) dein Gesicht im zeit meiner hände schließe ich die augen sie wenden sich nach innen tasten sich vor in vergessene höhlen und dann höre ich das pochen deines herzens mutter manchmal meine ich deine brustwarze an der wange zu spüren der suchbewegung meines mundes sinne ich nach mein atem erinnert mich die nabelschnur ist durchschnitten mein Mund wird andere lippen suchen und das pochen meines herzens wirst du hören mein kind (MITTLINGER, K-) 37

38 deine Füße I sie sind noch nicht weit gelaufen keine hornhaut keine narben haben keine Soldatenstiefel getragen sind nicht herumgetrampelt auf gottes schöner welt in ein nimmer geschlichen vielleicht unter eine decke geschlüpft deine Füße II tempelhüpfend schnurspringend sah ich sie neulich noch auf plateausohlen in Stöckelschuhen stelzend üben sie sich im frausein (MITTLLINGER, K.) Kaum abgenabelt Kaum abgenabelt Sind wir Wie Schnittblumen: Aufblühend Bei guter Temperatur, sterbend auf jeden Fall. (KNEF, H.) Haiku Ich gehe, und Du bleibst - Zweifacher Herbst. (Shiki) Augenschein Zur Nacht hat ein Sturm alle Blätter entlaubt Sieh sie an, die knöchernen Besen. Ein Narr, wer bei diesem Anblick glaubt Es wäre je Sommer gewesen. Und ein größerer Narr, wer träumt und sinnt Es könnt je wieder Sommer werden. Und grad diese gläubige Narrheit, Kind, ist die sicherste Wahrheit auf Erden. (GINSBERG, E.) 38

39 Ich bin von der Mutter Erde Ich bin von der Mutter Erde Sie ist meine Mutter Sie gebar mich mit Stolz Sie zog mich auf mit Liebe Sie wiegte mich am Abend Sie schob den Wind herbei und ließ ihn singen Sie errichtete mir ein Haus aus harmonischen Farben Sie nährte mich mit Früchten ihrer Felder Sie belohnte mich mit Erinnerung an ihr Lächeln Sie bestrafte mich mit dem Dahinschwinden der Zeit Und am Ende Wenn ich mich danach sehne fortzugehn Wird sie mich umarmen für alle Ewigkeit. (WALTERS, A.L.) Der Blütenzweig Immer hin und wider Strebt der Blütenzweig im Winde, Immer auf und nieder Strebt mein Herz gleich einem Kinde Zwischen hellen, dunklen Tagen, Zwischen Wollen und Entsagen. Bis die Blüten sind verweht Und der Zweig in Früchten steht, Bis das Herz, der Kindheit satt, seine Ruhe hat Und bekennt: voll Lust und nicht vergebens War das unruhevolle Spiel des Lebens. (HESSE, H.) Mit Worten eines Schweizer Dichters "Die Blätter fallen, fallen wie von weit, als welkten in den Himmeln ferne Gärten; Sie fallen mit verneinender Gebärde. Und in den Nächten fällt die schwere Erde aus allen Sternen in die Einsamkeit. Wir alle fallen. Diese Hand da fällt. Und sieh dir andre an: es ist in allen. Und doch ist einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält." (RILKE, R.M.) 39

40 Keiner wird gefragt wann es ihm recht ist Abschied zu nehmen von Menschen Gewohnheiten sich selbst. Irgendwann plötzlich heißt es damit umgehen, ihn aushalten annehmen diesen Abschied, diesen Schmerz des Sterbens, dieses Zusammenbrechen um neu aufzubrechen. (Margot Bickel) 40

41 Unsere tiefste Hoffnung liegt im Teilen des Abschiedsschmerzes. Weggedanke Loslassen ist das höchste Ziel unseres Lebens. Darum lasse sogar dieses Ziel los, damit du erahnst, wie das Wesentliche im Leben schon da ist. Gesegnet seist du im Lernen loszulassen, im Vertiefen des Geheimnisses von Tod und Auferstehung in unserem Leben und Glauben. Lass los, was dich bedrückt und einengt, und schreie voller Lebenskraft. Lass los, was dich beglückt und erfüllt, und staune voller Leidenschaft. Lass los jene Menschen, die dir so viel bedeuten jeden Tag neu. Lass los, es kommt wohl auf dich an, letztlich hängt es aber nicht von dir ab. Lass los, und begib dich in Gott hinein im Leben und im Sterben. (Herkunft unbekannt) Zitat Ernst Bloch "Auch der Selbstmörder hat nicht den Willen zum besseren wirklichen Leben verneint, sondern einzig paradox mit fortlaufender Lebensbejahung nur die Bedingungen verneint, unter denen ihm dieses Leben geworden ist". (Ernst Bloch) Inschrift an einer Mauer im Warschauer Ghetto Ich glaube an die Sonne, auch wenn sie nicht scheint. Ich glaube an die Liebe, auch wenn ich sie nicht spüre. Ich glaube an Gott, auch wenn ich ihn nicht sehe. 41

42 Rainer Maria Rilke zum Tod Was ist das Leben angesichts des Todes? Diese zentrale Frage zieht sich durch das ganze Werk des Dichters Rainer Maria Rilke. Darum einige Worte aus seinem Stundenbuch. Für Rilke kommt ja der Tod der eigentlichen Bejahung des Lebens gleich, weil uns im Abschiednehmen, im Loslassen, im Sterben Neues geschenkt wird. Obwohl sich dieses Vertrauen in vielen Gedichten findet, ringt auch der sensible Dichter um das Annehmen des Todes und mit Gott. Vor diesem Hintergrund sind die folgenden Zeilen aus Rilkes»Stundenbuch«zu verstehen: Was wirst du tun, Gott, wenn ich sterbe? Ich bin dein Krug (wenn ich zerbreche?) Ich bin dein Trank (wenn ich verderbe?) Bin dein Gewand und dein Gewerbe, mit mir verlierst du deinen Sinn. Nach mir hast du kein Haus, darin dich Worte, nah und warm, begrüßen. Es fällt von deinen müden Füssen die Samtsandale, die ich bin. (für zerbreche steht eigentlich zerscherbe ) Gott braucht uns Menschen, damit wir seine Hoffnung weiter tragen. Mit dem Tod eines Menschen wird nun all dies fraglich! Was wird Gott tun? Wir alle können durch diesen Tod neu aufgerufen werden an Gottes Hoffnung mitzugestalten. Zugleich dürfen wir vertrauen, dass Gott jedes Leben vollendet. In uns und letztlich in Gottes Geborgenheit wird alle Nähe und Wärme eines Menschen weiterleben. Zutiefst können wir Gedanken vertrauen, dass jeder Mensch mit seinem Tod in Gott selbst hineingeboren wird, um Leben in Fülle zu erhalten. Schmetterlinge Bei den Griechen waren Schmetterlinge Erscheinungsbilder der Seele und zugleich Sinnbilder für deren Unsterblichkeit. Im vorchristlichen Griechenland verehrte man Nachtfalter als Seelen der Verstorbenen. Auf vielen christlichen Grabsteinen ist der Schmetterling Symbol des Sterbens und der Wiedergeburt. Der Schmetterling als Unsterblichkeitssymbol soll auf die Seele verweisen, die sich mit dem Tod aus der sterblichen Hülle des Menschen befreit, gleich einem bunten Schmetterling, der seine zumeist graue Puppenhülle verlässt. Diesen Gedankenvergleich greift Elisabeth Kübler-Ross auf: Wenn wir den Körper ablegen, werden wir frei sein von Schmerzen, Angst und allem Kummer frei sein, wie ein bunter, schöner Schmetterling dürfen heimkehren zu Gott. Der Tod ist ganz einfach das Heraustreten aus dem physischen Körper, und zwar in gleicher Weise, wie ein Schmetterling aus seinem Kokon heraustritt. (Herkunft unbekannt) 42

43 Nie wieder (von Heidi Barte) Nie wieder Sommersprossen im April, nie mehr laute Fröhlichkeit alles ist still. Nie wieder Haare wie ein reifes Weizenfeld, Du fehlst mir so auf dieser Welt. Nie wieder Deine Augen sehen, blau und riesengroß, nie wieder ein Kind auf meinem Schoß. Nie wieder einen Mund, der so selten schweigt, nie mehr eine kleine Hand, die mir eine Schnecke zeigt. Nie wieder lauschen Deine kleinen Ohren, ich hab ein Stück von mir selbst verloren. Nie mehr ein Kind, das ich gerade geweckt, nie einen kleinen Bauch, der sich mir entgegenstreckt. Riechst Du nach Seife, kleiner Bauch? Ja, mein Sohn, die Schnupperprobe fehlt mir auch. Nie mehr die kleinen Füße, die in Pfützen springen und Schlaflieder brauch ich auch nie mehr singen. Nie wieder backe ich Dir Hasentorte, nie wieder flüstern wir liebe Worte. Nie mehr mit dir um die Wette laufen, nie wieder kitzeln, toben und raufen. Nie wieder Protest gegen kratzige Socken, auch nicht gegen den Kamm in den blonden Locken. Nie wieder die Welt mit Kinderaugen sehn, nie mehr am Rand des Fußballfeldes stehn. Nie wieder kleine Hand in meiner Hand, nie mehr Muscheln suchen am Strand. Nie wieder Grasflecken in Deinen Sachen, nie mehr höre ich Dein fröhliches Lachen. Nie mehr Sterne betrachten bei Nacht, nie mehr ein Hast Du mir was mitgebracht? Nie wieder ein Kind auf der Hüfte tragen, nie mehr stellst Du mir neugierig Deine Fragen. Nie wieder radeln wir durch den Wald, die Welt ist leer geworden und kalt. Nie wieder in den Wolken Tiere sehen, nie mehr Deine Gedanken verstehen. Kein Staunen mehr über soviel Fantasie mir fehlt deine Lebensphilosophie. Nie wieder wünschen, planen und hoffen, Deine Zukunft ist nicht mehr offen. Nie mehr die Sonne genießen und den Schnee, dieses Nie wieder, das tut so weh. Ich wünsche dir eine heile Welt, eine Welt, wo der Starke den Schwachen beschützt, in der ein Lastwagen auch für ein Kind anhält und nicht rücksichtslos seine Stärke ausnützt. Ich wünsche Dir Frieden, Freude und Glück und wollte Dich so gerne Großwerden sehen. Warum dreht denn keiner die Zeit zurück? Ich kann diesen sinnlosen Tod nicht verstehen! Alles, was ich von Dir noch hab ist die Erinnerung und ein Grab, und die Hoffnung, dass es Dich irgendwo noch gibt, weil nichts wirklich verloren ist, was man liebt. (Für Nils, der mit 7 Jahren bei einem Verkehrsunfall starb, von seiner Mutter.) 43

44 Weites Meer Denk Dir ein Bild. Weites Meer. Ein Segelschiff setzt seine weißen Segel und gleitet hinaus in die offene See. Du siehst, wie es kleiner und kleiner wird. Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwindet es. Da sagt jemand: nun ist es gegangen. Ein anderer sagt: es kommt. Der Tod ist ein Horizont, und ein Horizont ist nichts anderes als die Grenze unseres Sehens. Wenn wir um einen Menschen trauern, freuen sich andere, ihn hinter der Grenze wieder zu sehen. Peter Streiff Memento Vor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang, nur vor dem Tode derer, die mir nah sind. Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind? Allein im Nebel tast ich todentlang und lass mich willig in das Dunkel treiben. Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben. Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr - und die es trugen, mögen mir vergeben. Bedenkt: Den eignen Tod, den stirbt man nur; doch mit dem Tod der anderen muss man leben. (Mascha Kaléko) Friedrich Rückert, der um zwei seiner Kinder trauert, die 1833 innerhalb weniger Tage an Scharlach starben, schreibt in seinem Buch Kindertodtenlieder : Dich verloren zu haben, Ist wohl ein Verlust; Doch gehabt dich zu haben, Ist auch eine Lust. Nicht gehabt dich zu haben, Das wär ein Verlust; Dich verloren zu haben Wird dagegen zur Lust. Buchtitel Noch eine Runde auf dem Karussell: Vom Leben und Sterben von Tiziano Terzani Droemer/Knaur, broschiert, August

45 Auswahl Biblischer Sprüche Trauer Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen; der Name des Herrn sei gelobt! Hiob 1,21 Was ich gefürchtet habe, ist über mich gekommen, und wovor mir graute, hat mich getroffen. Hiob 3,25 Ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Hiob 19,25 Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer. Psalm 22,12 Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Psalm 23,1 Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Psalm 23,4 In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott. Psalm 31,6 Meine Zeit steht in deinen Händen. Psalm 31,16 Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. Psalm 34,19 Herr, lehre mich doch, dass es ein Ende mit mir haben muss und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muss. Psalm 39,5 Höre mein Gebet, Herr, und vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Tränen. Psalm 39,13 Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir. Psalm 42,2 Gott wird mich erlösen aus des Todes Gewalt; denn er nimmt mich auf. Psalm 49,16 Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode errettet. Psalm 68,21 Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an. Psalm 73,23-24 Ich denke und sinne des Nachts und rede mit meinem Herzen, mein Geist muss forschen. Hat Gott vergessen, gnädig zu sein oder sein Erbarmen im Zorn verschlossen? Psalm 77,7-10 Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Psalm 90,12 Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen. Psalm 91,11 Die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen mächtig; der Herr aber ist noch größer in der Höhe. Psalm 93,4 Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Jesaja 43,1 Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Johannes 3,36 Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Johannes 8,12 Jesus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. Johannes 11,25 45

46 Jesus spricht: Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. Johannes 16,22 Leben, so leben wir dem Herrn; sterben, so sterben wir dem Herrn. Darum: Wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. Römer 14,8 Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. 2.Timotheus 1,10 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. 1. Petrus 1,3 Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt. 1.Petrus 3,13 Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Hebräer 13,8 Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Hebräer 13,14 Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. Offenbarung 1,17-18 Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Offenbarung 21, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Bibeltexte: Lutherbibel, revidierte Fassung

47 Liedtexte aus Rock und Pop 47

48 Tears in Heaven Aus der Pop-Szene kommt das Lied Tears in Heaven von Eric Clapton. Eric Clapton hat dieses Lied nach dem Tod seines fünfjährigen Kindes geschrieben. Der Junge war aus dem Fenster der Wohnung im 30. Stock eines Hochhauses gestürzt und sofort tot. Du kannst das Lied wie ein Gespräch lesen. Der Vater spricht mit seinem Kind und er spricht mit sich selbst. Kannst du die Verse auseinander halten? Was sagt Eric Clapton zu seinem Sohn? Was sagt er zu sich selber? Was nimmt er sich vor? Mit welcher Vorstellung kann er sich trösten? Der Text spiegelt die große Sehnsucht des Vaters nach diesem Kind wieder, die Zweifel, ob es ein Erkennen im Jenseits geben werde, die Hoffnung, auf Frieden für das Kind, aber auch den Auftrag für ihn, den Zurückbleibenden, weiterzuleben im Hier und Jetzt. TEARS IN HEAVEN Würdest du mich erkennen, falls ich dich im Himmel sehe? Wäre es wieder wie früher, falls ich dich im Himmel sehe? Ich muss stark sein und weitermachen, denn ich weiß: Ich gehöre nicht hierher in den Himmel. Würdest du meine Hand halten, falls ich dich im Himmel sehe? Würdest du mir helfen, aufrecht zu bleiben, falls ich dich im Himmel sehe? Ich werde meinen Weg finden durch die Nächte und Tage, denn ich weiß: Ich kann nicht einfach hier im Himmel bleiben. Die Zeit kann einen niederdrücken, die Zeit kann einen in die Knie zwingen, die Zeit kann einem das Herz brechen und bringt dich zum Flehen: Bitte! Jenseits der Tür, da bin ich mir sicher, gibt es Versöhnung, und ich weiß: dort im Himmel wird es keine Tränen mehr geben. Würdest du mich erkennen, falls ich dich im Himmel sehe, Wäre alles wieder wie früher, falls ich dich im Himmel sehe? Ich muss stark sein und weitermachen, denn ich weiß: Ich gehöre nicht hierher in den Himmel. 48

49 Englischsprachiger Text Would you know my name, if I saw you in heaven? Would it be the same, if I saw you in heaven? I must be strong and carry on, because I know: I don't belong here in heaven. Would you hold my hand, if I saw you in heaven? Would you help me stand, if I saw you in heaven? I'II find my way through night and day, because I know: I just can't stay here in heaven. Time can bring you down Time can bend your knee, time can break your heart, have you begging:»please!«beyond the door, there's peace, I'm sure, and I know there'll be no more tears in heaven. Would you know my name, if I saw you in heaven? Would it be the same, if I saw you in heaven? I must be strong and carry on, because I know: I don't belong here in heaven. Eric Clapton 49

50 Phil Collins Lied für Connor (Sohn von Eric Clapton) Als Phil Collins vom tragischen Unfalltod des Sohnes seines Freundes Eric Clapton erfuhr, komponierte und textete er das folgende Lied Since I Lost you Es scheint im Moment, als zerbräche deine ganze Welt sie verschwindet einfach, wie ein morgendlicher Traum so wie Staub aus deiner Hand auf den Boden fällt wie soll das Leben je wieder sein wie vorher Denn mein Herz ist zerbrochen ja mein Herz ist zerbrochen seit du fort bist Es ist zu einfach, so vieles selbstverständlich zu finden, aber es ist zu schwer, es in Worte zu fassen wie eine Sandburg die die Flut wegspült wie kann es je wieder sein wie bisher Denn mein Herz ist zerbrochen ja mein Herz ist zerbrochen seit ich dich verlor Oh du wirst es nie sehen Oh du wirst es nie wissen was ich alles für dich plante Dinge für dich und mich Ich hielt deine Hand so fest dass ich sie nicht loslassen konnte und jetzt wie soll es je wieder so werden wie es war Denn mein Herz ist zerbrochen ja mein Herz ist zerbrochen seit ich dich verlor Das Lied befindet sich auf der CD We can`t dance von Genesis. 50

51 MICHAEL JACKSON GONE TOO SOON (ZU FRÜH GEGANGEN) WIE EIN KOMET; DER ÜBER DEN ABENDHIMMEL FLAMMT ZU FRÜH GEGANGEN WIE EIN REGENBOGEN DER IM BLITZEN EINES AUGES VERBLAßST ZU FRÜH GEGANGEN STRAHLEND UND SPRÜHEND UND PRÄCHTIG HELL HIER EIN TAG VERGANGEN IN EINER NACHT WIE DER VERLUST DES SONNENLICHTS AN EINEM WOLKIGEN NACHMITTAG ZU FRÜH GEGANGEN WIE EIN SCHLOß GEBAUT AN EINEM SANDIGEM STRAND ZU FRÜHGEGANGEN WIE EINE VOLLKOMMENE BLUME DIE JETZT AUS DEINER REICHWEITE IST ZU FRÜH GEGANGEN GEBOREN SICH ZU AMÜSIEREN, SICH ZU BEGEISTERN, SICH ZU ERFREUEN HIER EIN TAG VERGANGEN IN EINER NACHT WIE EIN SONNENUNTERGANG STERBEND MIT DEM AUFGEHEN DES MONDES ZU FRÜH GEGANGEN ZU FRÜH GEGANGEN 51

52 Verdammter Kerl (Songtext) von meinem Berg schau ich ins Land dort hinterm Horizont beginnt das Meer ein Schatten an der Wolkenwand macht auf einmal die Gedanken schwer du wärst noch hier hab ich geträumt wir lachten uns grad krumm und schief dann hat der Wind am Himmel aufgeräumt als ich laut deinen Namen rief verdammter Kerl, das sag ich Dir du weißt nicht wie das ist was bringt die schönste Aussicht hier wenn man seinen Freund vermisst der Alltag hat mich wieder eingeholt nur nachts lieg ich manchmal wach der Sensenmann hat uns verkohlt wir sehn uns später ich komm dann nach wir hab n geredet und gefeiert und fest geglaubt, das alles geht nicht um die Wahrheit rumgeeiert nur weil der Wind sich dreht verdammter Kerl, das sag ich Dir du weißt nicht wie das ist was bringt die schönste Aussicht hier wenn man seinen Freund vermisst (Klaus Lage - für einen gestorbenen Freund) 52

53 Texte aus anderen religiösen Traditionen 53

54 Hier könnten auch Gebete aus anderen Religionen gesammelt und eingelegt werden. Die Gebete sollten aber im Gespräch mit den vor Ort lebenden Vertreterinnen und Vertretern der Religionen abgesprochen werden, um nicht aus Unwissenheit Gebete zu benutzen, die für bestimmte Situationen einen festen Sitz im Leben haben und nicht für den Gebrauch in der Schule geeignet sein mögen. Islamische Gebete (eine kleine Auswahl) O mein Panzer in Zeiten der Gefahr O meine Hilfe in Zeiten des Kummers! O mein Vertrauter in der Einsamkeit! Schütze mich mit Deinem Auge, das nicht schläft, und bewahre mich mit Deiner Stärke, die nicht wankt! Hasan al-askari Mein Gott, durch die Mannigfaltigkeit der geschaffenen Zeichen und den ständigen Wechsel der Phasen habe ich gelernt, dass es Dein Wille ist, Dich mir kenntlich zu machen in allem, damit ich Dich nirgendwo nicht erkenne Ibn c Ata Allah Wenn Er dir gibt, lässt Er dich Seine Güte spüren, und wenn Er vorenthält, lässt Er dich Seine Gewalt schauen. In diesem allen Lässt Er dich Sich erkennen Und kommt auf dich zu mit Seiner Huld, die Er dir erweist. Ibn c Ata Allah Mein Gott, dieses mein Elend ist offenkundig vor Dir, und dieser mein Zustand ist Dir nicht verborgen. Von Dir erbitte ich, Dich zu erreichen, und durch Dich finde ich den Weg zu Dir. Leite mich durch Dein Licht zu Dir, und laß mich stehen vor Dir in echter Dienstbarkeit. Ibn c Ata Allah O Gott, Du erzeigst so viel Liebe gegenüber dem, der Dich quält wie solltest Du keine Liebe erzeigen dem, der um Deinetwillen gequält wird? Al-Halladsch Aus: Annemarie Schimmel Dein Wille geschehe Die schönsten islamischen Gebete - Spohr Verlag, Kandern

55 Geschichten 55

56 Klara sucht das Glück Von Abschied und Neubeginn, auch wie die Isolation in der Zeit der Trauer überwunden werden kann und wie das Alleinsein dazugehört, erzählen auf wunderbare Weise Józef Wilkon und Gisela Krahl in dem Bilderbuch»Klara sucht das Glück«:»... vielleicht komme ich eines Tages nicht mehr von der Jagd zurück, meine kleine Klara. Ich habe viel Glück gehabt im Leben. Aber vielleicht bleibt es nicht immer so. Warte nicht zu lange auf mich und sei nicht traurig. Spring einfach ins kalte Wasser und suche auch du dein Glück!«So beginnt die Geschichte der kleinen weißen Robbe Klara.»Es ist nun schon einmal dunkel und einmal hell und wieder dunkel geworden, und Mama ist immer noch nicht zurück. Aber ganz da hinten, ist sie das? Ach nein, das ist... der weiße Berg heißt doch Bär. Sie kommt wohl nicht wieder, ja dann schwimme ich jetzt los.«die kleine weiße Robbe schwimmt durch das tiefe Meer und trifft auf ihrer Suche auf allerlei Meeresgetier.»Hallo, du! Ich suche das Glück. Kannst du mir sagen, wo es ist? So ungefähr die Richtung und wie lange es dauert?«aber der Tintenfisch hat wenig Verständnis für diese Frage und verscheucht Klara mit dunklen Tintenwolken. Auch die Schönfische sprechen nicht mit dem kleinen, einsamen Robbenbaby; der Wal bleibt stumm und der Sägefisch zerstört ihren Schlafplatz auf einer Eisscholle. Nach so viel Gefahr, Aufregung und soviel Pech beschließt Klara, erst einmal zu schlafen und erst am nächsten Morgen wieder nach dem Glück zu suchen. Und am nächsten Morgen erlebt sie eine Überraschung:»Na, so ein Glück! Ein Grundstück mit Gesellschaft! Guten Tag, kleine Robbe. Darf ich hier mal kurz mein Haus parken und ein wenig verschnaufen. Ich heiße übrigens Gregor!«Klara begrüßt die kleine Schildkröte:»Guten Tag, Gregor. Was hast du eben gesagt? Glück? Meine Mama hat glatt vergessen, mir den Weg zum Glück zu erklären und nun suche ich schon so lange danach.<,»du suchst nach dem Glück? Du kannst von Glück sagen, dass dich nach der langen Strecke noch keiner gefressen hat. Du hast sogar großes Glück gehabt, weil du so schnell schwimmen kannst. Und was für ein Glück erst, dass wir uns getroffen haben. Jetzt sind wir nicht mehr allein und können zusammen weiterschwimmen.«(wilkon, J./ KRAHL, G.) 56

57 Die Boten des Todes Direkt auf das Thema Sterben nehmen die Brüder Grimm u. a. mit der Geschichte von den»boten des Todes«Bezug. Hier wird deutlich, dass jeder Tod ein unzeitgemäßer Tod ist und dass er immer zu früh kommt, auch wenn zuvor bereits sichtbare Zeichen waren. Vor alten Zeiten wanderte einmal ein Riese auf der großen Landstraße, da sprang ihm plötzlich ein unbekannter Mann entgegen und rief:»halt! Keinen Schritt weiter!was«, sprach der Riese,»du Wicht, den ich zwischen den Fingern zerdrücken kann, du willst mir den Weg vertreten? Wer bist du, dass du so keck reden darfst?ich bin der Tod«, erwiderte der andere,»mir widersteht niemand, und auch du musst meinen Befehlen gehorchen.«der Riese aber weigerte sich und fing an, mit dem Tod zu ringen. Es war ein langer, heftiger Kampf, zuletzt behielt der Riese die Oberhand und schlug den Tod mit seiner Faust nieder, dass er neben einem Stein zusammensank. Der Riese ging seiner Wege, und der Tod lag da besiegt und war so kraftlos, dass er sich nicht wieder erheben konnte.»was soll daraus werden«, sprach er,»wenn ich da in der Ecke liegen bleibe? Es stirbt niemand mehr auf der Welt, und sie wird so mit Menschen angefüllt werden, dass sie nicht mehr Platz haben, nebeneinander zu stehen.«indem kam ein junger Mann des Wegs, frisch und gesund, sang ein Lied und warf seine Augen hin und her. Als er den Halbohnmächtigen erblickte, ging er mitleidig heran, richtete ihn auf, flößte ihm aus seiner Flasche einen stärkenden Trunk ein und wartete, bis er wieder zu Kräften kam.»weißt du auch«, fragte der Fremde, indem er sich aufrichtete,»wer ich bin und wem du wieder auf die Beine geholfen hast?nein«, antwortete der Jüngling.»Ich kenne dich nicht.ich bin der Tod«, sprach er,»ich verschone niemand und kann auch mit dir keine Ausnahme machen. Damit du aber siehst, dass ich dankbar bin, so verspreche ich dir, dass ich dich nicht unversehens überfallen, sondern dir erst meine Boten senden, will, bevor ich komme und dich abhole.wohlan«, sprach der Jüngling,»immer ein Gewinn, dass ich weiß, wann du kommst, und so lange wenigstens sicher vor dir bin.«dann zog er weiter, war lustig und guter Dinge und lebte in den Tag hinein. Allein Jugend und Gesundheit hielten nicht lange an, bald kamen Krankheiten und Schmerzen, die ihn bei Tag plagten und ihm nachts die Ruhe wegnahmen.»sterben werde ich nicht«, sprach er zu sich selbst,»denn der Tod sendet erst seine Boten; ich wollte nur, die bösen Tage der Krankheit wären erst vorüber.«sobald er sich gesund fühlte, fing er wieder an, in Freuden zu leben. Da klopfte ihm eines Tages jemand auf die Schulter: Er blickte sich um, und der Tod stand hinter ihm und sprach:»folge mir, die Stunde deines Abschieds von der Welt ist gekommen«,»wie?«antwortete der Mensch,»willst du dein Wort brechen? Hast du mir nicht versprochen, dass du mir, bevor du selbst kämest, deine Boten senden wolltest? Ich habe keinen gesehen.schweig!«erwiderte der Tod,»habe ich dir nicht einen Boten über den anderen geschickt? Kam nicht das Fieber, stieß dich an, rüttelte dich und warf dich nieder? Hat der Schwindel dir nicht den Kopf betäubt? Zwickte dich nicht die Gicht in allen Gliedern? Brauste dir's nicht in den Ohren? Nagte nicht der Zahnschmerz in deinen Backen? Ward dir's nicht dunkel vor den Augen? Über das alles, hat nicht mein leiblicher Bruder, der Schlaf dich jeden Abend an mich erinnert? Lagst du nicht in der Nacht, als wärst du schon gestorben?«der Mensch wusste nichts zu erwidern, ergab sich in sein Geschick und ging mit dem Tode fort. (GEBRÜDER GRIMM) 57

58 Märchen vom Tod von Rainer Maria Rilke (Inhaltsangabe) Es handelt von einem Ehepaar, das sein Leben so sehr aus der Kraft der Liebe gestaltete, dass beide beschlossen, in die Einsamkeit zu ziehen um dem Getriebe des Alltags zu entgehen. Weit weg vom Lärm der Stadt, vom Tempo des Verkehrs und der Zeitbegrenztheit ihrer Freunde wollten sie leben. In der Einsamkeit bauten sie sich ein Haus mit zwei Eingängen, einen für den Mann und einen weiteren für die Frau. Wer mit dem Mann eines Sinnes war, sollte durch seine Tür eingehen. Das gleiche galt für die Frau. Es kamen nicht nur Menschen zu Besuch, sondern auch Erinnerungen an vergangene Zeiten; ja ganze Schicksale nahmen ihr Gastrecht wahr. Die Tür der Frau tat sich immer öfter auf, aber durch die des Mannes traten buntere Gestalten ein. Eines Tages wartete vor dieser Tür der Tod. Der Mann erschrak, verweigerte dem Tod das Gastrecht, schlug die Tür zu und verriegelte sie. Kurze Zeit danach klopfte der Tod an die Tür der Frau. Auch sie erschrak und handelte wie ihr Mann. Gesprochen wurde über das Ereignis nicht. Wenn in der Folgezeit jemand anklopfte, wurde immer erst durch den Spion Ausschau gehalten und die Tür nur noch selten geöffnet. Die beiden Alten versuchten mit dem auszukommen, was im Hause war. Das Leben wurde ärmlicher. Die beiden sprachen noch über die guten alten Zeiten gemeinsamer Vergangenheit; über die Zukunft wagten sie nicht einmal nachzudenken. Die Angst nagte an ihren Herzen und fraß sie von innen auf. Der Tod musste nicht mehr kommen; er war längst da. Der alte Baumstrunk Auf einer Wiese stand einmal ein alter, morscher Baumstrunk. Er war sehr traurig. Wehmütig dachte er an die Zeiten, als er ein mächtiger, grüner Baum gewesen war. Nun ist wieder Frühling, dachte er. Alles um mich herum ist grün geworden, alles wächst und blüht, nur ich alter Trottel stehe hier nutzlos herum... Er war so versunken in seine schwermütigen Grübeleien, dass er gar nicht merkte, wie der Wind ein Samenkorn in seine morsche Hülle wehte. Das Samenkorn fiel hinein und begann sofort zu keimen, denn in der Höhlung des Baumstrunks befand sich etwas Erde. Nach einigen Tagen spürte der Strunk in seinem Inneren ein sanftes Kribbeln. Nanu? dachte er, denn das Kribbeln erinnerte ihn an frühere Zeiten. Ich werde doch nicht etwa zu wachsen beginnen? Und er war sehr erstaunt. Bald hatte er herausgefunden, was es mit dem Kribbeln auf sich hatte. Aus dem Samenkorn war eine schöne grüne Pflanze hervor gewachsen. Und wenn der Wind mit ihren Blättern raschelte, war es dem Baumstrunk für Sekunden, als ob er eine prächtige Blätterkrone hätte. (MOSER, E.) 58

59 Der kleine Prinz durchquerte die Wüste und begegnete nur einer Blume mit drei Blütenblättern, einer ganz armseligen Blume...»Guten Tag«, sagte der kleine Prinz.»Guten Tag«, sagte die Blume.»Wo sind die Menschen?«fragte höflich der kleine Prinz. Die Blume hatte eines Tages eine Karawane vorüberziehen sehen.»die Menschen? Es gibt, glaube ich sechs oder sieben. Ich habe sie vor Jahren gesehen. Aber man weiß nie, wo sie zu finden sind. Der Wind verweht sie. Es fehlen ihnen die Wurzeln, das ist sehr übel für sie.adieu«, sagte der kleine Prinz.»Adieu«, sagte die Blume. (SAINT-EXUPÉRY, A. de) Wir träumten im Hausflur, wenn die Nacht anbrach. Wir lauerten auf den Vorbeizug der Lampen: man trug sie wie einen Armvoll Blumen, und jede bewegte Schatten an der Wand - Schatten, die schön waren wie Palmen. Dann bog das Traumbild um die Ecke; dann verschloss man diesen Strauß aus Licht und dunklen Palmen im Salon. Alsbald war der Tag für uns zu Ende, und man brachte uns in unsere Kinderbetten, damit wir einem anderen Tag entgegen reisten. Mutter, du neigtest dich über uns, über diesen Aufbruch der Engel, und damit die Reise friedlich sein sollte: damit nichts unsere Träume störte, entferntest du hier eine Falte, dort einen Schatten, eine Woge aus dem Bettlaken... Denn man glättet ein Bett, wie mit göttlicher Hand das Meer. (SAINT-EXUPÉRY, A. de) Misha beugte sich über seine Mutter, deren Gesicht eine seltsame grünliche Färbung angenommen hatte. Ihm war, als flösse plötzlich jegliches Blut aus seinem Oberkörper fort, was ihm schwere Beine machte und einen leichten Kopf. Ein unangenehmes, rasselndes Geräusch kam aus Frau Edelmann Kehle. Er nahm eine ihrer kalten Hände, Rachel die andere.»mutter, wir sind es, Rachel und Misha«, flüsterte Rachel.»Wenn du mich hören kannst, dann drück einfach eine Hand, Mutter. Bitte drück meine Hand.«Aber Frau Edelmann reagierte nicht, und Rachel wusste, noch bevor es ihr Bruder begriffen hatte, dass es ihnen nicht mehr gelingen würde, zu ihr durchzudringen. Als der Doktor ins Zimmer kam, flackerte eine wilde Hoffnung in Misha auf, er könnte noch etwas für seine Mutter tun, und er ging zur Tür. Aber Korczak blieb einfach stehen und schüttelte den Kopf. Und als sich Misha wieder dem Bett zuwandte, hatte auch das quälende Rasseln aufgehört. Dass Rachels und Mishas Mutter einigermaßen angemessen beerdigt wurde, hatten sie den Kontakten des Doktors und den Brieftaschen ihres Vaters zu verdanken. Das, was Josef dafür erhalten hatte, wurde voll und ganz dafür verwendet, die Wachtposten zu bestechen, damit sie die kleine Gruppe auf den Friedhof ließen. Rachel durfte auf den winzigen Fleck, den man ihrer Mutter zugeteilt hatte, ihre beiden Geranien pflanzen. Misha, als ältesten männlichen Überlebenden, ließ man das Gebet für die Tote sprechen. Seine Stimme bebte dabei nicht, und das Ding in seinem Inneren war seltsam still. Was konnte jetzt schon noch Schlimmeres passieren?«(laird, Ch.) 59

60 Kleine Melodie Es war einmal eine kleine Melodie, die war im Herzen einer jungen Frau entstanden. Sie war so zart und fein wie Silberfiligran, so unbeschwert wie das Himmelsblau am ersten Frühlingstag. Rein war sie und silberhell wie der munter dahineilende Forellenbach. Die junge Frau freute sich über ihre kleine Melodie. Sie fand sie so schön, dass sie sie Gott schenken wollte. Gott lächelte, als er sie hörte. Meine Tochter, deine Melodie ist so wunderschön, dass ich dir helfen will, damit sie vollkommen werde. Und er schenkte ihr die Liebe. Da wandelte sich die Melodie im Herzen der jungen Frau. Sie behielt ihre Fröhlichkeit, aber sie wurde tief und innig. Und wieder ging die junge Frau zu Gott und legte ihm ihr kleines Werk zu Füßen. Zustimmend nickte Gott, aber er war noch nicht ganz zufrieden. Er schickte sie wiederum unter die Menschen und schenkte ihr diesmal das Leid. Da reifte die Frau. Sie kämpfte und überwand das Leid und wuchs über sich selbst hinaus. Die kleine Melodie aber lebte weiter in ihrem Herzen und reifte mit ihr. Vor dem Hintergrund einer leisen Schwermut schien nun ihre Fröhlichkeit noch beschwingter und ihre Zartheit noch köstlicher als vorher. Still trat nun die Frau vor Gott: Herr, nimm meine kleine Melodie in Gnaden an, ich habe mein Herzblut hinein verströmt, ich habe nichts Besseres mehr zu geben. Gütig lächelte Gott: Ich habe noch ein Geschenk für dich bereit, das letzte und schwerste. Und er schenkte ihr die Einsamkeit. Da schwiegen um sie (herum) die Stimmen dieser Welt. Und die Melodie machte noch einmal eine Wandlung durch, wurde vergeistigt durch die Bitterkeit und die Gnade der Einsamkeit, die die inzwischen in die Jahre Gekommene erfuhr. Dann nahm Gott die Melodie und sprach: Nun ist sie vollkommen. Und er schenkte sie den Menschen. Und alle, die sie hörten, waren tief beglückt. Diese kleine Geschichte erzählt uns anhand der Musik wie wir reifen, wenn wir alle positiven und unangenehmen Erlebnisse in unserem Leben annehmen und sie in unser Leben mit aufnehmen. Wir stehen an einem solchen Punkt und nehmen heute hier in.. in einer kleinen Trauerfeier Abschied von, die/der am. im Alter von. Jahren verstarb/verunglückte. Spuren im Sand (aus Taizé) Ein Mann hatte eines Nachts einen Traum. Er träumte, dass er mit Gott am Strand entlang spazieren ging. Am Himmel zogen Szenen aus seinem Leben vorbei, und für jede Szene waren Spuren im Sand zu sehen. Als er auf die Fußspuren im Sand zurückblickte, sah er, dass manchmal nur eine da war. Er bemerkte weiter, dass dies zu Zeiten größter Not und Traurigkeit in seinem Leben so war. Deshalb fragte er den Herrn: Herr, ich habe bemerkt, dass zu den traurigsten Zeiten meines Lebens nur eine Fußspur zu sehen ist. Du hast aber versprochen, stets bei mir zu sein. Ich verstehe nicht, warum du mich da, wo ich dich am nötigsten brauchte, allein gelassen hast. Da antwortete ihm der Herr: Mein liebes, teueres Kind. Ich liebe dich und würde dich niemals verlassen. In den Tagen, wo du am meisten gelitten hast und mich am nötigsten brauchtest, da, wo du nur die eine Fußspur siehst, da trug ich dich auf meinen Schultern. 60

61 Die Geschichte von der Traurigkeit Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei einer zusammen gekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: Wer bist Du? Zwei fast leblose Augen blickten müde auf: Ich? Ich bin die Traurigkeit, flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war. Ach, die Traurigkeit!, rief die kleine Frau erfreut aus, als begrüße sie eine alte Bekannte. Du kennst mich?, fragte die Traurigkeit misstrauisch. Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet. Ja, aber..., argwöhnte die Traurigkeit, warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst? Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus? Ich... ich bin traurig, antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme. Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. Traurig bist du also, sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. Erzähl mir doch, was dich so bedrückt! Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht! Ach weißt du, begann sie zögernd und äußerst verwundert, es ist so, dass mich einfach keiner mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest. Die Traurigkeit schluckte schwer. Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führte zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen! Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen ihnen fast die Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen. Oh ja, bestätigte die alte Frau, solche Menschen sind mir oft begegnet. Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunde zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur wer die Trauer zulässt, und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu. Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. Weine nur, Traurigkeit, flüsterte sie liebevoll, ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt. Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete ihre neue Gefährtin: Aber... aber wer bist eigentlich du? Ich?, sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. Ich bin die Hoffnung! 61

62 Der Engel des Moshe Moshe war ein tiefgläubiger Mann, daher erkannte er den Engel auf einem belebten Platz der Stadt. Er näherte sich ihm unter vielen Verbeugungen und sprach ihn an:»sei gegrüßt, du Diener meines Herrn! Wenn ich dir nicht zu gering erscheine, erlaube mir, eine Zeit lang dein Schüler zu sein!«der Engel zog unwillig die Stirn kraus und erwiderte:»moshe, du bist ein Kind dieser Zeit, in der die Menschen alles wissen wollen und alles besser zu wissen meinen als Er - gelobt sei sein Name. Du wirst es nicht über dich bringen, mich mit Fragen zu verschonen, bevor ich dir alles erkläre, was du mich im Dienste Gottes tun siehst.«doch Moshe schwor, seinem Lehrer in allem zu folgen und zu schweigen.»gut, folge mir also!«, entschied der Engel. Sie wanderten während dieses Gesprächs durch eine ärmliche Gasse der Stadt. Am Straßenrand parkte ein kleiner Lieferwagen. Der Engel blieb stehn, bückte sich und zerstach einen Autoreifen.»Weshalb hast du das getan?«, fragte Moshe,»du bringst einen einfachen Mann um seinen Tagesverdienst.Ich wusste, dass du nicht schweigen kannst«, sagte tadelnd der Engel Moshe gab zu, er habe sein Versprechen vergessen; er werde sich bessern. Sie wanderten weiter bis gegen Abend. Da hastete, unmittelbar vor Ladenschluss, eine Frau mit einem Schein in der Hand herbei. Der Engel gab dem Winde ein Zeichen, das Blatt zu ergreifen und fortzutragen; verärgert blickte die Frau ihm nach.»willst du die Menschen zum Narren halten?«, räsonierte Moshe.»Ich wusste, dass du vorwitzig bist, eben ein Kind diese Zeit«, sprach der Engel. Moshe erschrak und bat um Verzeihung. Nicht lange, da schlenderte ihnen ein junger Mann entgegen und wollte arglos vorüber gehn, aber der Engel erhob seine Hand gegen ihn, da stürzte der Jüngling tot zu Boden.»Warum«, rief Moshe entsetzt,»hast du so etwas Schlimmes getan?«der Engel blieb stehn.»du hast mir zum dritten Mal nicht gehorcht und dein Wort nicht gehalten. Hier scheiden sich unsere Wege auf immer. Aber damit du erkennst, dass ein Diener Gottes nicht willkürlich handelt, will ich dir alles erklären: Hätte ich nicht den Wagen beschädigt, wäre der Händler vor der Stadt zwei Räubern in die Hände gefallen, sie lauerten schon an der Straße. - Hätte ich nicht den Wind geweckt, so wäre der Frau mit ihrem Wettschein ein Vermögen zugefallen, aber der Reichtum hätte ihre Seele verdorben. Den Jüngling aber bewahrte ich vor dem, was schlimmer ist als der Tod: Er hätte seine frommen Eltern zum Abfall vom Glauben verführt; Gott hat es durch meine Hände verhindert.«mögliche Deutung Diese Geschichte ist die Übersetzung einer alten Legende in unsere Zeit. Das Motiv hat seinen Ursprung in rabbinischen Kreisen (Josua ben Levi und Elias) und ging in die muslimische Tradition ein (vgl. Koran, Sure 18, 61 ff.). Sie lehrt, was auch alter christlicher Glaube ist: In Gott findet jedes Rätsel seine gerechte Erklärung; Auflehnung und zweifelndes Fragen gebühren uns nicht. Die christlichen Chaldäer in der Osttürkei, die noch heute die Muttersprache Jesu sprechen, deuten den Tod eines jungen Menschen damit, dass ihn Gott durch sein frühes Sterben vor Schlimmerem bewahrt oder verhindert, dass durch ihn etwas Schlimmes geschieht. 62

63 Oskar und die Dame in Rosa Ein einfühlsames Buch zu dem Thema hat Eric-Emmanuel Schmitt geschrieben. "Oskar und die Dame in Rosa" handelt von einem 10jährigen Jungen, der sich auf seinen eigenen Tod vorbereitet. Dabei wird der leukämiekranke Oskar im Krankenhaus von einer älteren Dame begleitet, die er schlicht "Oma Rosa" nennt. Er schreibt 13 Briefe an den lieben Gott über Freude, Trauer, Schmerz, seine Eltern, über die Liebe und das Sterben. Erschienen im Fischer Taschenbuch Verlag, Oktober 2005 Armin Beuscher/Cornelia Haas, Über den großen Fluss "Ich muss diesen Weg alleine gehen" sagte der Hase. "Und ich kann dich nicht mitnehmen." Der Abschied für immer macht den Waschbären sehr traurig. Text und Bild geben der Trauer Raum, erzählen aber auch davon, wie die Zurückbleibenden sich beistehen und wie sie aus ihren Erinnerungen an den Hasen neuen Mut schöpfen. Nach einem schweren Tag, der die Freunde einander auch näher bringt, schlafen sie spät nachts ein - getrost und getröstet. Ein Geschichte, die faszinierend selbstverständlich von der Hoffnung über den Tod hinaus erzählt, ohne diese grundmenschliche Zuversicht durch Dogmen einzuengen. Ein Bilderbuch, das dadurch auch Kirchenferne anspricht und ideal ist für Gruppen mit Kindern aus unterschiedlichsten Familien. Das Buch ist für Kinder ab 4 Jahren empfohlen. Armin Beuscher/Cornelia Haas, Über den großen Fluss, Düsseldorf ISBN:

64 Gottesdienstliche Elemente 64

65 Zu Beginn einer Trauerfeier Aufgewühlt, aufgebracht, trauernd, wütend, sprachlos, fragend, doch auch voller Hoffnung sind wir durch die Selbsttötung von nun hier versammelt. All diese Gefühle sind berechtigt, denn Gott will uns als ehrliche, aufrichtige Menschen. Tastend bewegen wir uns in dem Dunkel, das uns umgibt. "Denn Leben und Tod sind eins, so wie der Fluss und das Meer eins sind." Es fällt uns schwer nachzuvollziehen, wie dieser schreckliche Tod eins mit dem Leben sein soll. Unerträglich sind die Bilder, die wir mit diesem Tod verbinden. Gott, dir vertrauen wir das Leben von. an, damit du dessen ganze Zerbrochenheit vereinst und wir erahnen können, wie du uns heilend begegnest. Wir sind versammelt im Namen des Einen Gottes: Gott umfängt alles Leben, Christus verbürgt Gottes Nähe; Heiliger Geist tröstet und bewahrt. AMEN. Zu Beginn einer Schulfeier (Sekundarstufe II) Im Namen des Einen Gottes, der nicht apathisch, unbetroffen von unserem Leid, in den Höhen thront, haben wir uns zu dieser Trauerfeier versammelt. Im Namen des Vaters, der sich einmischt und mit den Trauernden leidet, Im Namen Jesu, der das Leid selbst auf sich nahm und im Namen des (Heiligen) Geistes, der mit seiner mit-leidenden, Liebe uns trösten und beistehen will, beginnen wir diese Trauerfeier für... (mit-leidende=sym-pathische Liebe) Untröstlicher Jakob Jakob erfährt, dass sein Sohn Joseph tot ist. Er will sich nicht trösten lassen. Dieser kurze Abschnitt ermöglicht eine gute Identifikation mit dem Teil in uns, der sich bei so großem Schmerz nicht trösten lassen will. Diese Ohnmacht zu ertragen wird Heilung bringen?! Genesis (1. Mose) 37,32-35) Zu Johannes 11,28-44 Ein Text voller Gefühle. Maria, die Jesus Vorwürfe macht und nicht verstehen kann, dass Lazarus sterben musste. Jesus selbst, der im Innersten erregt und erschüttert ist, weint. Dieser Text ermutigt, alle Gefühle ernst zu nehmen, um dadurch Hoffnung wachsen zu lassen. 65

66 Zu Psalm 25 Im Psalm 25 setzt ein geplagter Mensch sein Vertrauen ganz in die Liebe Gottes. Ob auch wir in dieser Stunde den Psalm mitbeten können?»zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. Mein Gott, auf dich vertraue ich. Lass mich nicht scheitern. [...] Zeige mir, Herr, deine Wege, lehre mich deine Pfade! Führe mich in deiner Treue und lehre mich; denn du bist der Gott meines Heiles. Auf dich hoffe ich allezeit. [...] Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und gebeugt. Befreie mein Herz von der Angst, führe mich heraus aus der Bedrängnis!«Psalmen 25, Gebet In den Tiefen, die kein Trost erreicht, lass doch Deine Treue mich erreichen. In den Nächten, wo der Glaube weicht, lass nicht Deine Gnade von mir weichen. Auf dem Weg, den keiner mit mir geht, wenn zum Beten die Gedanken schwinden, wenn mich kalt die Finsternis umweht, wollest Du in meiner Not mich finden. Wenn die Seele wie ein irres Licht flackert zwischen Werden und Vergehen, wenn es mir an Trost und Rat gebricht, wollest Du an meiner Seite stehen. Wenn ich Deine Hand nicht fassen kann, nimm die meine Du in Deine Hände, nimm Dich meiner Seele gnädig an, führe mich zu einem guten Ende. Justus Delbrück (aus einem sowjetischen Kriegsgefangenenlager) 66

67 Glaubensbekenntnis Wir bekennen tastend unseren Glauben. Wir sprechen eine Formulierung, die das apostolische Glaubensbekenntnis nicht ersetzen will, sondern davon ausgehend, christlichen Glauben in andere Worte kleidet. Ich glaube an Gott, Kraft, von der alles ausgeht und zu der alles Leben zurückkehrt. Ich glaube an Jesus Christus, von Gott gesandt, sich den Menschen heilend zuzuwenden. Ich glaube, dass Jesus seinen Tod am Kreuz auf sich nahm als letzte Konsequenz seines Weges auf Erden. Aber der Tod behielt nicht das letzte Wort. In der Auferweckung Jesu offenbart sich Gottes Liebe zum Leben. Darum glaube ich, dass uns nichts im Leben und im Sterben von der Liebe Gottes trennen kann. Ich glaube an den Heiligen Geist, der den Jüngerinnen und Jüngern an Ostern die Gewissheit schenkte, dass die Sendung Jesu für das Leben mit seinem Tod nicht beendet war. Er berief sie an Pfingsten zu einer Gemeinschaft, die nicht auf Vergeltung, sondern auf vergebende Liebe setzt. Ich glaube, dass der Geist Gottes weht, wo er will und dass er uns zu einem verantwortungsvollen Leben leiten will. Amen. (Evangelisch-Lutherische Kirche in Genf, März 2005, rev. 2008) Glaubensbekenntnis Gott, Ursprung des Lebens, Grund allen Seins, unsere Hoffnung. Dich loben wir. Jesus Christus, Gottes Sohn, unser Bruder, durch dich können alle Menschen die Liebe Gottes begreifen, Dir danken wir. Geist des Lebens, heilender Atem Gottes, unsere Kraft zur Versöhnung. Dich preisen wir. Du, Gott, schaffst die Erde neu. Dich, Gott, bekennen wir vor aller Welt. Dir, Gott, vertrauen wir uns an in Zeit und Ewigkeit. AMEN. 67

68 Aus der Areopagrede des Paulus: Der Mensch kommt aus Gott, lebt in Gott und stirbt wieder in Gott hinein: So wie Paulus seinen Zeitgenossen in Athen zuruft: In Gott leben, weben, bewegen und sind wir. (Apostelgeschichte 17,28) A-DIEU, an Gott. Ein französisches Wort der Hoffnung. Die Hoffnung, dass nun all das, was nie vollendet war, aber zum Schluss ihres/seines Lebens geschaut wurde nun in Gott selber vollendet wird. Wir hoffen, dass ihr/sein Schmerz und ihre/seine Ohnmacht verwandelt werden. Auch wenn wir jetzt nicht alles verstehen, weil wir hier sind und bleiben, und wir über die Trennung trauern, so wollen wir doch vertrauen und sagen darum A-DIEU. (Name des/der Verstorbenen, an Gott versuchen wir dein Leben zurückzugeben. Dankbar für all das Gute, das durch dich sichtbar geworden ist, Traurig über all das Leid, dass wir nie wirklich verstehen werden. Hoffend, dass Du durch Christus in uns weiterlebst. A-DIEU,..(Name des/der Verstorbenen). Gebet Der du allein der Ewge heißt und Anfang, Ziel und Mitte weißt im Fluge unsrer Zeiten: bleib du uns gnädig zugewandt und führe uns an deiner Hand, damit wir sicher schreiten. AMEN. (Jochen Klepper, 1938) Segen Gottes Weisheit leite uns wenn wir Abschied nehmen müssen. Gottes Kraft halte uns aufrecht, damit wir neu lernen können, das Leben zu lieben. Gottes lebendige Schöpfung lehre uns zu erkennen, dass das Leben stärker ist, als der Tod. AMEN. Segen In Gott bleiben wir verbunden: Gott, segne uns mit der Weite des Himmels, damit wir loslassen können. Ermutige uns mit der Kraft der Erde, damit wir ihr anvertrauen können. Beflügle uns mit dem Geist der Hoffnung, damit wir täglich aufstehen können für das Leben, das du uns geschenkt hast. Das gewähre uns der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. AMEN. 68

69 Segen Der Friede Gottes, der all unser Verstehen übersteigt, sei ein Schutzwall und eine Wacht um eure Herzen und Gedanken, dass nichts euch trennen möge von Jesus Christus. Er umgebe euch auf seinem, auf eurem Weg. AMEN. Vom Weizenkorn (Joh 12,24) Jesus will den Trauernden helfen. Und er tut das nicht dadurch, dass er die Tragik von Sterben und Tod herunterspielt. Er zeigt ihnen ein Bild aus der Natur, das alle Menschen kennen, das anzuwenden auf Sterben und Tod sie sich aber nie getraut haben. Da sind die Weizenkörner, die in die Erde gesät werden - und da sterben sie alle. Wer sie später sucht, sucht sie vergebens. Aber obwohl sie starben, haben sie nicht aufgehört. Sie haben sich verwandelt. Jesus sagt: Habt Vertrauen in das Leben. Wenn sich schon an einem Weizenkorn soviel Wandlung vollzieht - wie viel mehr an euch Trauernden. Letztlich spricht Jesus über seinen Tod und seine Auferstehung. Das spricht der Vers aus dem Johannesevangelium (Joh 12,24) zwar nicht ausdrücklich an, doch es drängt sich auf. Die Muttererde bildet den Hintergrund des Wortes vom Weizenkorn. Es muss sterben, um neues Leben zu ermöglichen. Leben und Sterben sind nicht so einfach zu trennen, wie es dem oberflächlichen Blick erscheint. Die Lebensgeschichte eines Menschen beginnt mit seiner Geburt; und dort beginnt auch die Geschichte seines Sterbens. Denn jeder Tag, den wir gewinnen, geht uns im gleichen Augenblick verloren. Und je mehr wir unser Leben lieb haben, um so mehr werden wir es verlieren. In unserer ersten und letzten Stunde raffen sich Gewinn und Verlust unseres Lebens, heißt es. Die Menschen vergehen deshalb, weil sie den Anfang mit dem Ende nicht zusammenbringen können, sagte schon 500 vor Christus Alkmaion von Kroton, der Entdecker der Nerven und des Gehirns. Im Bild vom Weizenkorn sind Leben und Sterben auf widersprüchliche Weise miteinander verbunden. Der Sinn des Lebens entsteht nicht von selbst und versteht sich nicht von selbst. Indem es sich hingibt, gewinnt sich das Leben, in dem es sich festhält, verliert es sich. Also Vorsicht, im scheinbar toten Weizenkorn steckt Leben und das Weizenkorn ist ein geeignetes Bild, um uns an unser Leben von Gott und zu Gott zu erinnern. Da sind die Weizenkörner, die in die Erde gesät werden - und da sterben sie alle. Aber obwohl sie starben, haben sie nicht aufgehört zu sein. Sie haben sich verwandelt. Jesus sagt: Habt Vertrauen in das Leben. Wenn sich schon an einem Weizenkorn soviel Wandlung vollzieht wie viel mehr an euch. Wir können uns über den Tod hinaus nichts vorstellen. Und wir drängen von uns aus diesem Leben nicht hinaus. Und noch einmal sagt Jesus: Habt Vertrauen in das Leben. Wir werden geboren - um zu sterben. Wir sterben - um zu leben. Tod als Wandlung. Tod als Geburt. So sieht es Jesus vor seinem eigenen Sterben. Aber dann ging auch Jesus durch große Leiden und hat die Dunkelheit des Sterbens ausgehalten, die auch uns nicht erspart bleibt. In dieser Dunkelheit des Todes hat er gefragt, wie wir fragen: warum? Alle, die da standen, haben es gehört. Eine Antwort haben sie nicht gehört. Aber er ließ die Hand des Vaters nicht los: Vater, in deine Hände lege ich mein Leben." Vertrauen - wo die Rätsel des Lebens nicht aufgehen: Vertrauen in das Leben. 69

70 Aber - wer sagt uns, dass wir uns das alles nicht einbilden? Und am Ende ist hinter allem nichts? Was uns hilft - ist der Glaube an Jesu Auferstehung oder wir könnten auch sagen, der Glaube an Jesu Verwandlung. Als Jesus sich seinen Freunden nach der Auferstehung zu sehen gibt: ganz anders als sie - aber so wirklich wie sie - da können sie sich nicht mehr dagegen wehren, dass er es ist, er ganz allein. Dass der Tote - lebt. Dann hat Gott ihn doch nicht verlassen. Dann hat Gott das Warum" doch beantwortet. Nicht hier - aber jenseits des Todes, wo nicht das Nichts - wo noch mehr Leben ist. Dann war er das Weizenkorn. Sein Tod - eine Wandlung, seine letzte Geburt. Und sie begreifen, wenn das für ihn so ist, dann ist das auch so für uns. Wenn er in das Leben hinein gestorben ist, dann sterben auch wir in das Leben hinein. AMEN. Versuch eines Nachrufes für einen Menschen, der einen Suizid begangen hat (Sprung von einem Turm) Wir trauern mit..., über. der am freiwillig aus dem Leben schied. Obgleich er alle denkbare Liebe erfahren durfte und ihm Intelligenz und die Brillanz des Denkens in die Wiege gelegt wurde, war seine Sichtweise, sein Leben wahrzunehmen gleich dem Blick in einem Tunnel sehr eingeengt. Bei einem solchen Tunnelblick konnte er andere Seiten des Lebens offenbar nicht mehr wahrnehmen. Wir werden also nicht mehr erfahren mit welcher Sehnsucht er unabgefunden von uns gegangen ist. Wir dürfen hoffen, dass er, so wie auf einem romanischen Säulenkapitell im burgundischen Vézelay dargestellt, vom Guten Hirten aufgehoben und auf die Schulter gelegt wird und wie ein verlorenes Schaf nach Hause getragen wird. Mein Gott, im Augenblick weiß ich allein nicht weiter. Es ist, als ob ich den Boden unter meinen Füßen verliere, als ob mir der Blick nach vorn verschlossen ist. Ich bin unsicher und habe Angst. Du Gott, kennst meinen Zweifel, meine Fragen. Ich bitte ich um die Kraft, die Unsicherheit im Augenblick auszuhalten, und um die Zuversicht, dass du mich und die Menschen, die mir wichtig sind, nicht fallen lässt. Lass mich darauf vertrauen, dass du mir die Zeit schenkst, die ich brauche. Amen. 70

71 Meditationen 71

72 Kreuz gestaltet aus Händen Eine Meditation Die frohe Botschaft des Evangeliums beinhaltet eine unmissverständliche Sendung (Auftrag) an uns: Die Hand ausstrecken und unseren Nachbarn und unsere Nachbarin (heilend) berühren. Es liegt in diesen unseren Händen, wie wir konkret Brücken schlagen. Möge der Geist Jesu unsere Vorstellung von einem gelingenden Leben uns dabei helfen. Hände sind in alle Richtungen ausgestreckt. Hände treffen auf Hände. Menschen begegnen Menschen. Liebe wird mit Liebe erwidert. Die Hände sind farblich unterschiedlich gehalten um die Vielfalt unserer Christenheit anzudeuten, aber ebenso um die Buntheit der Hände widerzuspiegeln, die uns ohn Ansehen der Person, ohne Diskriminierung, aufgrund von Rasse, Farbe, Geschlecht, konfessioneller oder politischer Vorlieben, begegnen. Das Kreuz möchte von uns allen zusammengehalten und hoch gehalten werden. Wenn auch nur eine Hand verschwindet, würde das Bild des Kreuzes gleich auseinanderfallen und als solches unerkennbar werden. Brücken bauen meint auch an der Einheit arbeiten; eine größere Gemeinschaft entstehen lassen, eine Menschheitsfamilie vor Augen haben, in der wir uns einander zuwenden, immer dann, wenn wir unsere Vorurteile ablegen, Gräben überwinden wollen und Brücken zu bauen beginnen. Das Kreuz, als Inbegriff und Vorbild liebender Hingabe, wird zu einer stabilen und tragenden Brücke. 72

73 Nahe sein Wenn Du einen Engel als Freund hast, brauchst du die Welt nicht zu fürchten. Nimm diesen Engel in die Hand. Ist das nicht eine beruhigende Vorstellung und anrührend, dass mich Engel wie liebende Gedanken Gottes begleiten? Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf Händen tragen, und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. Psalm 91 - Martin Luther (Den Engel gibt es zu kaufen bei Andere Zeiten e.v.) Buchempfehlung: Ich geb dir einen Engel mit Erfahrungen mit einem Symbol) 73

74 Murmeln, Dötze werden in einem Glaskrug gesammelt. Sammle meine Tränen in deinen Krug Tränen waschen den Staub von der Seele, so heißt es im Sprichwort oder Augen, die geweint haben, sehen besser. Es ist gut, Trauer und Tränen nicht zu verdrängen, denn die Seele würde keinen Regenbogen haben, hätten die Augen keine Tränen. Darum sammeln wir unsere Tränen in Form von Glaskugeln in einem gläsernen Krug. Welche Tränen hast Du persönlich in der letzten Zeit geweint. Zu welchem Anlass? Es muss ja nicht nur der Tod eines lieben Menschen gewesen sein, um Dich weinen zu machen. Ganz andere Sorgen geben Dir Anlaß zum Weinen. Und dann bitte Gott: Sammle meine Tränen in deinen Krug; ohne Zweifel Du zählst sie alle. Kanon für 2-3 Stimmen - Text: Psalm 56,9b - Musik: Siegfried Macht 74

75 Kreuze durchkreuzen unser Leben, durchkreuzen unseren Traum vom Glück, unseren Willen zu leben, unsere Zuversicht zur Zukunft, unsere Tatkraft für morgen. Dennoch hat das Kreuz eine doppelte Botschaft. Jesu Kreuz ist nicht die Endstation, sondern ein Schlüssel zu neuem Leben. Nach Karfreitag kommt Ostern als neuer Anfang. Auch wenn es so scheint, dass der Tod das letzte Wort spricht, das letzte Wort wird das Leben, wird Gott sprechen. Ostern schafft zwar nicht die Kreuze aus der Welt, Leid bleibt Leid. Aber bei allem Schmerz kennt das Leid doch eine stille Hoffnung, die Lebensmut geben kann. Das letzte Wort spricht das Leben. Diese Kreuze und Kreuzungen wurden im Alltag gefunden, festgehalten. Und doch bergen manche dieser Fotos das wirkliche Geheimnis des Kreuzes im christlichen Sinn. Andere wieder strahlen Gelassenheit aus, Hoffnung, Stille, manchmal Bedrohung oder Verletzbarkeit, oder sie zeigen ganz einfach nur das Kreuzen zweier Linien, die von irgendwo kommen, irgendwohin weiterlaufen. Nicht mehr und nicht weniger. 75

76 Die Rose von Jericho Ein botanisches Wunder. Die Rose von Jericho oder die Auferstehungsblume. Eine Blume, die als Grabbeigabe in Pharaonengräbern gefunden wurde. Diese Blume ist insofern ein Wunder, als sie nach mehreren tausend Jahren noch einmal blühen kann. Wenn dieses Bärlappgewächs wieder mit Wasser übergossen wird, öffnet es sich zu einer grünen Pflanze. Wegen dieser Eigenschaft gilt diese "Rose" als Zeichen für ewiges Leben, als "Auferstehungsblume". Sie wird auch zu Heilzwecken benutzt. Als Tee zum Inhalieren bei Erkältungskrankheiten, im offenen Zustand auf den Tisch gestellt, verzehrt sie den Rauch; trocken zwischen die Wäsche gelegt, vertreibt sie Motten. Ist sie trocken, sieht sie (Faust zeigen) aus wie diese Faust ineinander verkrallt, vertrocknet und irgendwie traurig. Wenn ich sie aber für einige Stunden ins Wasser lege, zeigt sie, dass ihr Keim lebendig und wach geblieben ist. Sie entfaltet sich langsam und stetig, sie blüht auf und wird wie eine (geöffnete Hand zeigen) geöffnete Hand. Die Trauer wird sehr leicht zu einer Zeit der Anfechtung im Glauben. Eine Zeit, in der Glaube leicht vertrocknen kann. Das Tröstliche an diesem Bild ist aber, dass der angefochtene Glaube, wo er auf lebendigen Glauben stößt und/oder Gottes Liebe in der Gemeinschaft erfährt, sozusagen an die Wasser der Taufe erinnert wird, doch wieder zum Blühen kommen kann. Selbst wenn die Wurzel ein Leben lang dürstet, sie nicht kaputt geht. Kommt doch endlich ein Guss, kann das Pflänzchen Glaube auch selbst nach vielen Jahren der Trockenheit wieder aufgehen und grünen. Zu Beginn einer schulischen Feier können SchülerInnen einen kleinen Guss Wasser auf die noch verschlossene Rose von Jericho geben, die während der Feier immer grüner wird und an deren Ende noch einmal gezeigt werden kann. 76

77 Jahreskreislauf Lebenskreislauf Alles im Leben ist ein ewiges Werden, Wachsen und Reifen, ein Kommen und Gehen, Abschiednehmen und Loslassen. Die Natur spiegelt uns dies vor tagtäglich auch im Wechsel der Gezeiten der Meere; Jahr für Jahr im Ineinanderfließen der Jahreszeiten: Frühling die Zeit der Blüte, des Zarten, des Neubeginns Sommer die Zeit des Wachsens und Werdens, der Farbenvielfalt Herbst Einüben in ein erstes Abschiednehmen und Loslassen von der Fülle des Sommers, es ist aber auch die Zeit der Ernte Winter unter einer dicken Schneedecke bei Eiseskälte scheint alles gestorben und vergangen. Und wieder gibt es im Frühling einen Neubeginn unendlich dreht sich das Rad der Zeit weiter. Bei Trauererlebnissen kann es hilfreich sein (intuitiv) zu wissen, Teil eines größeren Ganzen zu sein. 77

78 Lieder 78

79 Kanon für 2-3 Stimmen - Text: Psalm 56,9b - Musik: Siegfried Macht 79

80 80

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