Der Rückbau der autogerechten Stadt wie geht das?

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1 Der Rückbau der autogerechten Stadt wie geht das? Wolfgang Haller Plaza de Rosalia Hannover Telefon Telefax

2 Die autogerechte Stadt Beispiel: Hannover Rudolf Hillebrecht Stadtbaurat (1948 bis 1975) Das Wunder von Hannover Der Spiegel,1959 Schnellstraßen ohne Geschwindigkeitsbeschränkung bis in die City Große Kreisverkehre als Gelenke Die autogerechte Stadt als Synonym für Fortschritt 1

3 Die autogerechte Stadt Beispiel: Hannover Rudolf Hillebrecht Stadtbaurat (1948 bis 1975) Das Wunder von Hannover Der Spiegel,1959 Schnellstraßen ohne Geschwindigkeitsbeschränkung bis in die City Foto Waterloo Quelle: Ein Leben für Hannover. Hrsg.: LHH, 2010 Große Kreisverkehre als Gelenke Die autogerechte Stadt als Synonym für Fortschritt Quelle: ivh 2

4 Die autogerechte Stadt Beispiel: Hannover Entflechtung der Verkehre durch planfreie Lösungen U-Bahn/Stadtbahn Fußgängerbrücken Hochstraßen Quelle: Plätze in Hannover, TAK-Verlag, 1998 Quelle: ivh Quelle: Plätze in Hannover, TAK-Verlag,

5 Die autogerechte Stadt Parken in der Stadt Plätze werden zu Parkplätzen Straßenräume werden zunehmend zugeparkt Quelle: Plätze in Hannover, TAK-Verlag, 1998 Foto Straßenraum 60 er ergänzen! Bremen, Breiter Weg Quelle: Die Stadt und das Auto, Hamburgisches Architekturarchiv,

6 Rückbau der autogerechten Stadt wie geht das? 3 Aspekte: Gestaltung der Straßenräume Parken in der Stadt Steuerung des Verkehrs 9

7 Rückbau der autogerechten Stadt Straßenräume München Städtebauliche Integration Mittlerer Ring Neuer Freiraum Petuelpark Schutz und Aufwertung des angrenzenden Quartiers 10

8 Rückbau der autogerechten Stadt Straßenräume Stuttgart Projekt City-Boulevard Konrad-Adenauer-Straße 11

9 Rückbau der autogerechten Stadt Straßenräume Stuttgart Projekt City-Boulevard Konrad-Adenauer-Straße Quelle: DASL, City-Boulevard Stuttgart,

10 Rückbau der autogerechten Stadt Straßenräume Hannover Projekt Rückbau des Cityring von 6 auf 4 Fahrstreifen Bessere Verbindung City Neustadt Stadt am Wasser Abbau der Barrieren 13

11 Rückbau der autogerechten Stadt Straßenräume Hannover Projekt Rückbau des Cityring von 6 auf 4 Fahrstreifen Bessere Verbindung City Neustadt Stadt am Wasser Abbau der Barrieren Bestand Planung 14

12 Rückbau der autogerechten Stadt Straßenräume Ulm Rückbau des Cityring Neue Straße Stadt am Wasser Abbau der Barrieren 15

13 Rückbau der autogerechten Stadt Straßenräume Ulm Rückbau des Cityring Neue Straße Cityring als langsam befahrbarer, leistungsfähiger Shared Space 16

14 Der Rückbau der autogerechten Stadt Fazit 1 Der Rückbau der autogerechten Stadt ist mehr als ein Stück Stadtreparatur: Tunnellösung statt Hochstraße Plangleicher statt planfreier Lösung Quelle: ivh Es geht auch um den Abbau von Kapazitäten! Weniger Fahrstreifen Weniger am Auto orientierte Gestaltung der Straßenräume Es geht um weniger Kfz-Verkehr in den Straßenräumen Hannover, Aegidientorplatz 17

15 Der Rückbau der autogerechten Stadt Parken Parken: am wenigsten gelöst in den gründerzeitlichen Altbauquartieren Die Verkehrsberuhigung der 80er und 90er- Jahre hat das Problem eher vergrößert! Straßenräume sind zu begehbaren Parkplätzen verkommen Hannover, Weberstraße 18

16 Der Rückbau der autogerechten Stadt Parken Die (private) Nutzung Parken erschwert die Nutzung des (öffentlichen) Raums Der Flächenanspruch des (Dauer-)Parkens im Straßenraum ist unangemessen Hannover, Kötnerholzweg Hannover, Sallstraße 19

17 Der Rückbau der autogerechten Stadt Parken Lösungsansätze sind bekannt, werden aber wenig realisiert und gefördert, z.b. Wohnparkhäuser Freiburg, Vauban Wien, Seestadt Aspern 20

18 Der Rückbau der autogerechten Stadt Parken Lösungsansätze Bewirtschaftung der Straßenräume Autofreie/autoarme Straßenräume sind keine Utopie! Freiburg, Vauban 21

19 Der Rückbau der autogerechten Stadt Parken Lösungsansätze Weniger Stellplätze im Straßenraum anbieten Förderung der Nahmobilität zu Fuß und mit dem Rad Hildesheim, Burgstraße Freiburg, Vauban Tübingen, Französisches Viertel 22

20 Der Rückbau der autogerechten Stadt Parken Beispiel: Malmö Västra Hamnen Parken in Quartiersgaragen Konsequente Bewirtschaftung des Parkens Weitgehend autoarme Straßenräume Malmö, Västra Hamnen 23

21 Der Rückbau der autogerechten Stadt Fazit 2 Der Rückbau der autogerechten Stadt erfordert eine neue Strategie beim Parken Es gibt keinen Anspruch auf einen Parkplatz im Straßenraum schon gar nicht auf einen kostenlosen! CarSharing reduziert die Parkraumnachfrage Übermäßiges Parken im Straßenraum ist nicht mehr zeitgemäß! 24

22 Der Rückbau der autogerechten Stadt Steuerung Grüne Welle als Relikt der autogerechten Stadt Geringe Reisezeiten mit dem Auto bei wenig Lärm und wenig Abgasen so das Versprechen Aber: Lange Umlaufzeiten führen zu langen Wartezeiten im Fußund Radverkehr Foto LSA Hamburg Dortmund Chemnitz 25

23 Der Rückbau der autogerechten Stadt Steuerung Ziel: Stadtgerechte Umlaufzeiten HBS 2015: Maximale Wartezeit für Fußverkehr: 70 Sekunden Dieser Wert wird derzeit noch sehr häufig überschritten Strategische Forderung: eine örtlich differenzierte Begrenzung der mittleren Wartezeit im Fuß- und Radverkehr 26

24 Der Rückbau der autogerechten Stadt Steuerung Ziel: Stadtgerechte Geschwindigkeiten 30 km/h als Regelgeschwindigkeit innerorts (Vorschlag Deutscher Städtetag) 30 km/h in Stadtteilzentren 30 km/h zur besseren Verträglichkeit mit Radverkehr Grüne Welle für den Radverkehr? Kopenhagen 27

25 Der Rückbau der autogerechten Stadt Steuerung Ziel: Stadtgerechte Geschwindigkeiten Sicheres Überqueren außerhalb der Signalanlagen bei geringen Geschwindigkeiten Abbau der Überregulierung Hamburg-Bergedorf Ulm Duisburg Hannover 28

26 Der Rückbau der autogerechten Stadt Steuerung Beispiel: Kassel, Friedrich-Ebert-Straße Hauptgeschäftsstraße mit Straßenbahn in Stadtteilzentrum Umgestaltung als Boulevard mit breiten Seitenräumen, Radverkehrsanlagen Mittelstreifen als linienhafte Querungshilfe Abbau der Überregulierung freies Queren außerhalb der Knotenpunkte möglich! 29

27 Der Rückbau der autogerechten Stadt wie geht das? Fazit Der Rückbau der autogerechten Stadt ist mehr als ein Umbau von Straßen Erforderlich ist eine andere Flächenverteilung eine differenzierte Priorisierung der Verkehrsteilnehmer Bild Kassel eine andere Wertschätzung gegenüber den schwachen Verkehrsteilnehmern Die Nachfrage im Kfz-Verkehr kann nicht befriedigt werden. Wir brauchen konkrete Ziele für die Bemessung! 30

28 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 31

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