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1 Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen Staatsinstitut für Frühpädagogik München Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung

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3 Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen Staatsinstitut für Frühpädagogik München Der Bayerische Bildungsund Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung 5., erweiterte Auflage

4 Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an unsere Berater: Marketing, Berlin, Cornelsen Service Center, Servicetelefon 030 / Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: Herausgeber: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen Winzererstraße 9, München Staatsinstitut für Frühpädagogik Winzererstraße 9 Eckbau Nord, München Projektleitung und Gesamtverantwortung: Prof. Dr. Dr. Dr. Dr. h. c. mult. Wassilios E. Fthenakis, ehem. Direktor des Staatsinstituts für Frühpädagogik Schriftleitung und Gesamtredaktion: Eva Reichert-Garschhammer, Abteilungsleiterin im Staatsinstitut für Frühpädagogik Bibliografische Information: Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliogra fische Daten sind im Internet über abrufbar. 5., erweiterte Auflage Cornelsen Verlag, Berlin Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Nutzung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf deshalb der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlags. Hinweis zu den 46, 52a UrhG: Weder das Werk noch seine Teile dürfen ohne eine solche Einwilligung eingescannt und in ein Netzwerk eingestellt oder sonst öffentlich zugänglich gemacht werden. Dies gilt auch für Intranets von Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen. Satz: Markus Schmitz, Büro für typographische Dienstleistungen, Altenberge Umschlaggestaltung: Claudia Adam Graphik-Design, Darmstadt Titelfotografien: Jochen Fiebig, München; Barbara Fahle, Frankfurt/Main; Heidi Velten, Leutkirch-Ausnang Fotos Innenteil: siehe Abbildungsnachweis (S. 476) Illustration: Katja Wehner, Leipzig (S. 341) Druck und Bindung: fgb freiburger graphische betriebe, Freiburg Printed in Germany ISBN

5 Inhalt Vorworte IX Bayerische Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit (Kurzfassung) XVI Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung Teil 1: Grundlagen und Einführung 2 1 Notwendigkeit eines Bildungs- und Erziehungsplans für den Elementarbereich 1.1 Gesellschaftliche Veränderungen Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse Neue Entwicklungen im Elementarbereich 7 2 Menschenbild und Prinzipien, die dem Bildungs- und Erziehungsplan zugrunde liegen 2.1 Bild vom Kind Verständnis von Bildung Bildung als lebenslanger Prozess Stellenwert der frühen Bildung Leitziele von Bildung Verhältnis von Bildung und Entwicklung, Bildung und Erziehung Lernen im Kindesalter Verhältnis von Spielen und Lernen Umgang mit individuellen Unterschieden und soziokultureller Vielfalt 2.9 Prinzip der Entwicklungsangemessenheit Demokratieprinzip 22 3 Charakteristika des Bildungs- und Erziehungsplans Ein Plan für Kindertageseinrichtungen Der Plan als Orientierungsrahmen Handlungsanleitung zur AVBayKiBiG

6 VI Inhalt 3.3 Stärkere Integration von Jugendhilfeangeboten in Kindertageseinrichtungen 3.4 Der Plan als Ergebnis breiter Beteiligung und der Erprobung Der Plan als offen bleibendes Projekt Teil 2: Bildung und Erziehung von Kindern bis zur Einschulung 32 4 Aufbau des Bildungs- und Erziehungsplans Die Teile des Bildungs- und Erziehungsplans Binnenstruktur der Kapitel Praxisbeispiele und Literatur Berücksichtigung von Kindern unter 3 Jahren Umsetzung des Plans als Prozess 40 5 Basiskompetenzen des Kindes 42 Personale Kompetenzen 5.1 Selbstwahrnehmung Motivationale Kompetenzen Kognitive Kompetenzen Physische Kompetenzen 48 Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext 5.5 Soziale Kompetenzen Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe 53 Lernmethodische Kompetenz 5.9 Lernmethodische Kompetenz Lernen, wie man lernt 54 Kompetenter Umgang mit Veränderungen und Belastungen 5.10 Widerstandsfähigkeit (Resilienz) 69

7 Inhalt VII 6 Themenübergreifende Bildungs- und Erziehungsperspektiven 6.1 Übergänge des Kindes und Konsistenz im Bildungsverlauf (Transitionen) Übergang von der Familie in die Tageseinrichtung Übergang in die nachfolgende Tageseinrichtung Übergang in die Grundschule Umgang mit individuellen Unterschieden und soziokultureller Vielfalt Kinder verschiedenen Alters Mädchen und Jungen Geschlechtersensible Erziehung Kinder mit verschiedenem kulturellem Hintergrund Interkulturelle Erziehung Kinder mit erhöhtem Entwicklungsrisiko und (drohender) Behinderung Kinder mit Hochbegabung Themenbezogene Bildungs- und Erziehungsbereiche 160 Werteorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder 7.1 Werteorientierung und Religiosität Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte 174 Sprach- und medienkompetente Kinder 7.3 Sprache und Literacy Informations- und Kommunikationstechnik, Medien 218 Fragende und forschende Kinder 7.5 Mathematik Naturwissenschaften und Technik Umwelt 279 Künstlerisch aktive Kinder 7.8 Ästhetik, Kunst und Kultur Musik 323 Starke Kinder 7.10 Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport Gesundheit 360

8 VIII Inhalt 8 Schlüsselprozesse für Bildungs- und Erziehungsqualität Mitwirkung der Kinder am Bildungs- und Einrichtungsgeschehen (Partizipation) Moderierung von Bildungs- und Erziehungsprozessen Bildungsprozesse mit Kindern kooperativ gestalten (Ko-Konstruktion) Bilden einer lernenden Gemeinschaft Philosophieren mit Kindern Kindern zuhören Kindern Fragen stellen Kinder in ihrem Verhalten unterstützen (Verstärkung) Kindern Hilfestellung geben (Scaffolding) Problemlösendes Verhalten der Kinder stärken Projekt- und Aufgabenanalyse mit Kindern Weitere Moderationsmethoden und -techniken Beteiligung und Kooperation Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern Gemeinwesenorientierung Kooperation und Vernetzung mit anderen Stellen Soziale Netzwerkarbeit bei Gefährdungen des Kindeswohls Beobachtung, Evaluation und Weiterentwicklung Beobachtung von Lern- und Entwicklungsprozessen Innovationsfähigkeit und Bildungsqualität Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung auf Einrichtungsebene 456 Teil 3: Anhang Mitglieder der Fachkommission Verzeichnis der Autorinnen, Autoren, Expertinnen und Experten Überblick über die Praxisbeispiele aus den Modelleinrichtungen Modelleinrichtungen Abbildungsnachweis 476

9 Vorwort von Frau Staatsministerin Christine Haderthauer Der Grundstein für Lernfreude und die in unserer Wissensgesellschaft unerlässliche Bereitschaft zu lebenslangem Lernen wird in den ersten Lebensjahren gelegt. Erster und einflussreichster Bildungsort ist die Familie. Bildung und Erziehung egal ob in der Kindertageseinrichtung oder der Schule baut deshalb immer auf dem auf, was in der Familie grundgelegt wurde. Kindertageseinrichtungen erfüllen ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag am besten dann, wenn sich jedes Kind anderen zugehörig, von anderen geliebt und respektiert fühlt, wenn es sich als selbstbestimmt handelnd und als kompetent erlebt, wenn es in guten Bildungsangeboten Aufgaben und Probleme aus eigener Kraft bewältigen kann. In Bayern wurden mit dem Kinderbildungsund -betreuungsgesetz (BayKiBiG) die Weichen gestellt, das Recht der Kinder auf bestmögliche Bildung von Anfang an zu realisieren. Wie Kindertageseinrichtungen ihren Bildungsauftrag optimal umsetzen, dazu gibt der im Herbst 2005 eingeführte Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan (BayBEP) den Trägern und pädagogischen Fachkräften Orientierung. Bewusst belässt der BayBEP einen großen pädagogischen Freiraum. Er stellt das Kind in seiner jeweiligen Entwicklungsphase in den Vordergrund und setzt auf eine ganzheitliche Bildungspraxis, die Kindern viel Mitsprache und Mitgestaltung ermöglicht im Sinne von Partizipation und Ko-Konstruktion und sie dadurch in all ihren Basiskompetenzen zugleich stärkt. Zentrale Ziele sind die Stärkung der Kinder, der kindlichen Autonomie und der sozialen Verantwortung sowie der Fähigkeit, ein Leben lang zu lernen. Eine Vertiefung und Weiterentwicklung erfuhr der BayBEP in der Folgezeit durch folgende Publikationen: Pünktlich zum fünften Geburtstag des BayBEP erschien die Handreichung Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren im Dezember Sie ist die qualitative Antwort auf den auf Hochtouren laufenden Ausbau von Plätzen für Kinder diesen Alters in Tageseinrichtungen und Tagespflege. Bildungsqualität von Anfang an wirkt sich auf die Zukunft unserer Kinder und deren weitere Bildungs- und Entwicklungschancen nachhaltig aus. Die Bildungsarbeit mit Kindern bis drei Jahren unterscheidet sich deutlich von der Arbeit mit Drei- bis Sechsjährigen sie ist umso anspruchsvoller, je jünger die Kinder sind. Vor diesem Hintergrund versteht sich die Handreichung als inhaltliche Konkretisierung des BayBEP. Mit den Bayerischen Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit, kurz Bayerische Bildungsleitlinien ( BayBL) genannt, liegt nun erstmals ein gemeinsamer, verbindlicher Orientierungsrah

10 X Vorworte men für Kindertageseinrichtungen, Schulen und alle weiteren außerfamiliären Bildungsorte in Bayern vor, die Verantwortung für Kinder in jenen Jahren tragen. Im Zentrum stehen das Kind als aktiver, kompetenter Mitgestalter seiner Bildung, die Familie als wichtigster und einflussreichster Bildungsort sowie die Kooperation und Vernetzung der verschiedenen Bildungsorte als Partner in ihrer gemeinsamen Verantwortung für das Kind. Die BayBL schaffen die Basis für konstruktiven Austausch und für die Herstellung anschlussfähiger Bildungsprozesse im Bildungsverlauf. Zentrales Anliegen ist die Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen und Schulen zu inklusiven Bildungseinrichtungen. Die BayBL werden in ihrer Kurzfassung im BayBEP und im neuen Bayerischen Grundschullehrplan verankert und in die Aus-, Fort- und Weiterbildung des pädagogischen Personals integriert und erlangen dadurch Verbindlichkeit. Für die erfolgreiche Implementierung kommt es entscheidend darauf an, die Praxis gut zu unterstützen und kontinuierlich zu begleiten. Das Staatsinstitut für Frühpädagogik, landesweite Fortbildungskampagnen, die aktuelle Themenschwerpunkte aufgreifen und sich zunehmend an Fach- und Lehrkräfte im Elementar- und Primarbereich zugleich richten, ein vielseitiges Fortbildungsangebot verschiedener Träger, ein Netzwerk von Konsultationseinrichtungen, vertiefende Handreichungen, wissenschaftlich fundierte Beobachtungs- und Evaluationsinstrumente und vieles mehr sichern die Bildungsqualität in bayerischen Kindertageseinrichtungen und stärken deren Kooperation und Vernetzung mit der Familie, der Schule und den weiteren Bildungsorten. Den größten Einfluss auf die Bildungs- und Entwicklungschancen des Kindes hat aber die Familie. Der Weiterentwicklung der Kooperation mit Eltern im Sinne einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft wird daher höchstes Gewicht bereits im BayBEP und vor allem auch in den Bildungsleitlinien beigemessen. Ich wünsche Ihnen viel Freude bei Ihrer anspruchsvollen Arbeit und danke Ihnen allen sehr herzlich für Ihre konstruktive Mitarbeit. München, im September 2012 Christine Haderthauer Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

11 Vorworte XI Vorwort von Herrn Prof. Dr. Dr. Dr. Dr. h.c. mult. Wassilios E. Fthenakis Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan hat seine Bewährungsprobe erfolgreich bestanden. Seine theoretische und pädagogischdidaktische Fundierung, seine breite wie erfolgreiche Implementation, die Verankerung seiner Ziele im Bayerischen Kinderbildungsund -betreuungsgesetz, vor allem aber die breite Anerkennung im frühpädagogischen Feld, bestätigen, dass dieser Bildungsplan in jeder Hinsicht Maßstäbe gesetzt hat und zum Vorbild vergleichbarer Entwicklungen in anderen Bundesländern und über Deutschland hinaus geworden ist. Mit diesem Plan ist es gelungen, bislang im Elementarbereich vorherrschende selbstgestaltungstheoretische Positionen bei der Fundierung von Bildungsprozessen zugunsten interaktionistischer Ansätze zu verlassen und damit das Bildungsverständnis neu zu konzeptualisieren. Wenn Bildung nunmehr als sozialer Prozess definiert wird, die Interaktion als der Schlüssel für Sinnkonstruktion und für die Generierung von Wissen angesehen wird, so verändert dies nicht nur unser Bildungsverständnis, sondern folgerichtig auch die Bildungsziele, den methodisch-didaktischen Ansatz, die Qualität der Beziehung zwischen Fachkräften und Kindern und die Beziehung der verschiedenen Bildungsorte untereinander. Ein Bildungsplan kann am besten Orientierung bieten, wenn er eine klare Architektur und eine hohe innere Konsistenz aufweist. Dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan ist es vorbildhaft gelungen, eine solche Architektur zu entwerfen: er definiert Visionen, die alle Bildungsorte und Fachkräfte miteinander verbinden und schafft damit die Voraussetzungen dafür, dass alle Beteiligten an derselben kindlichen Entwicklungs- und Bildungsbiographie und auf gleicher bildungsanthropologischer Grundlage ko-konstruieren. Die Taxonomie der Kompetenzen, die im Mittelpunkt bei der Organisation von Bildungsprozessen stehen und die Bildungsziele konkretisieren lassen, bietet nicht nur eine klare und ganzheitliche Grundlage für die Stärkung kindlicher Entwicklung, sie führt zugleich bislang wenig beachtete, ja sogar vernachlässigte Kompetenzen ins Zentrum des Bildungsgeschehens ein: lernmethodische Kompetenzen wie auch die Stärkung kindlicher Widerstandsfähigkeit zählen dazu. Die Bildungsbereiche bilden den thematischen Rahmen für die Gestaltung von Bildungsprozessen und bieten den Rahmen für die Generierung von neuem Wissen und für die Erforschung von Bedeutung. Dies alles geschieht mit Hilfe des didaktisch-pädagogischen Ansatzes der Ko- Konstruktion, der erstmals von einer aktiven Mitgestaltung aller Beteiligten ausgeht, der Kinder wie der Fachkräfte bzw. der Erwachsenen und anderer

12 XII Vorworte Kinder. Die Organisation von sozial und kulturell eingebetteten Bildungsprozessen erfolgt auf der Grundlage gemeinsamer Grundsätze und Prinzipien. Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan stellt das Kind mit seinen Stärken in den Mittelpunkt. Er verlässt eine bislang primär institutionell verankerte Perspektive und interessiert sich in erster Linie für die individuelle kindliche Entwicklungs- und Bildungsbiographie und für deren Optimierung. Indem das Kind seine eigene Bildungsbiographie ko-konstruiert, partizipiert das Kind aktiv am Bildungsgeschehen. Der Individualität eines Kindes kann man auf dem Wege der Differenzierung und Individualisierung von Bildungsprozessen am ehesten gerecht werden. Und um individuelle Gerechtigkeit zu erreichen, wird Diversität auf allen Ebenen als die normale Situation betrachtet, die es zu begrüßen und systematisch zu nutzen gilt, um mehr individuellen Fortschritt und gemeinsamen Gewinn zu erzielen. Wenn Bildung, wie erwähnt, einen sozialen Prozess darstellt, und die soziale Interaktion als der Schlüssel zur Sicherung von Bildungsqualität betrachtet wird, dann ist nachvollziehbar, warum im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan interaktionale Prozesse und deren Qualität einen zentralen Stellenwert einnehmen sowie Ansätze zu deren Moderierung verankert werden. Diese Interaktionen beschränken sich nicht nur auf den bildungsinstitutionellen Rahmen, sie umfassen, ganz im Sinne eines ökopsychologischen Ansatzes, auch die außerhalb der Bildungsinstitutionen befindlichen Bildungsorte, in erster Linie die Familie, die zur Optimierung der individuellen kindlichen Bildungsbiographie beitragen. Durch die Konzeptualisierung dieser dynamischen Beziehung der Bildungsorte untereinander im Sinne einer Bildungspartnerschaft werden neue Maßstäbe bei der Regelung der Beziehung der Bildungsinstitution zu diesen anderen Bildungsorten eingeführt. Ein Bildungsplan stellt ein politisch-gesellschaftliches Instrument dar, mit dessen Hilfe eine hohe Bildungsqualität in allen Bildungsorten und für alle Kinder gesichert werden soll. Wir sind gut beraten, ihn als ein entwicklungsoffenes Projekt zu begreifen. Aus der heutigen Perspektive kann diese Offenheit genutzt werden, um den Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan weiterzuentwickeln: vertikal im Sinne einer Weiterentwicklung zu einem Institutionen übergreifenden Bildungsplan. Horizontal stellt eine stärkere Berücksichtigung und Einbeziehung der sozialen Räume des Aufwachsens von Kindern eine notwendige konzeptuelle Erweiterung dar. Ferner gilt es, die Philosophie, die Prinzipien und Grundsätze sowie den didaktisch-pädagogischen Ansatz in der Erzieherausbildung zu verankern, um Nachhaltigkeit zu sichern. Und schließlich müssen wir uns stärker einer Perspektive verpflichtet fühlen, Bildung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Herausforderung anzusehen, um dazu beizutragen, das politische Ziel, die Gemeinde zu einem großen Bildungsort zu entwickeln, verwirklichen zu können. Wenn frühe Bildung das Fundament des Bildungssystems ist, dann sind die Bedingungen, unter denen heute solche Bildungsprozesse organisiert werden, zu optimieren. Es müssen auch weiterhin Anstrengungen unternommen werden, um die administrativ-politisch definierten Standards von pädagogischer Qualität den Standards von hoher Bildungsqualität anzunähern,

13 Vorworte XIII die Qualifizierung der Fachkräfte voranzubringen und ein politisches Klima zu entwickeln, das Bildung als die zentrale Ressource des Landes betrachtet, das Kind und sein Wohl, sein unveräußerliches Recht auf beste Bildung von Anfang an, stets als Maß und Orientierung politischen Handelns anerkennt. Die Zukunft eines jeden Landes hängt unmittelbar von der Qualität, die wir heute für die Bildung unserer Kinder bereitstellen, ab. Allen, die die Implementation und Weiterentwicklung dieses Bildungsplans in den zurückliegenden Jahren unterstützt haben, gilt mein aufrichtiger Dank. Dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, insbesondere der Staatsministerin, Frau Christine Haderthauer, danke ich für ihr großes Engagement für die Bildung unserer Kinder. Mein Dank gilt auch meiner Nachfolgerin im IFP, Frau Prof. Dr. Fabienne Becker- Stoll, für ihr Interesse an der Weiterentwicklung des Bayerischen Bildungsund Erziehungsplans, das sie nicht zuletzt mit einem Vorwort in dieser Auflage bekundet. Der Abteilungsleiterin, Frau Eva Reichert-Garschhammer, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz landesweit das Interesse an diesem Bildungsplan lebendig hält und allen (früheren) Mitarbeitern, die sich nach wie vor für die (damals) gemeinsam definierten Ziele zum Wohle der Kinder dieses Landes einsetzen, ihnen allen gilt mein besonderer Dank und meine hohe Anerkennung. Möge dieser Plan auch weiterhin die Diskussion um frühkindliche Bildung in Bayern und darüber hinaus bereichern, vielen pädagogischen Fachkräften vor Ort Bestätigung und Orientierung bringen. An dessen Weiterentwicklung aktiv mitzuwirken, ist nach wie vor die Erwartung und eine Hypothek für alle, die Verantwortung für die Kinder dieses Landes tragen. Möge es gelingen. Prof. Dr. Dr. Dr. Dr. h.c. mult. Wassilios E. Fthenakis

14 XIV Vorworte Vorwort von Prof. Dr. Fabienne Becker-Stoll Seit dem Beginn meiner Arbeit als Institutsleiterin im Januar 2006 ist die Implementierung und Weiterentwicklung des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans (BayBEP) zentrale Aufgabe des Staatsinstituts für Frühpädagogik. Dabei hat das IFP die Arbeitsschwerpunkte auf die Themen Bildung von Kindern bis drei Jahren, Qualität sprachlicher und gesundheitlicher Bildung sowie Kooperation und Vernetzung der Bildungsorte Familie, Kindertageseinrichtung und Schule unter den Aspekten Bildungspartnerschaft, Übergänge und Anschlussfähigkeit gelegt. Die Implementierung des BayBEP gehen wir landesweit mit verschiedenen Aktivitäten an. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung der Praxis durch vielfältige Qualifizierungsmaßnahmen, deren Planung und Realisierung in enger Kooperation zwischen Ministerien, Fortbildungsträgern und IFP erfolgt. Zu den IFP-Aufgaben zählen die Qualifizierung und Begleitung der eingesetzten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und die Evaluation der Maßnahmen. Auf Wunsch der Praxis wird vermehrt Teamfortbildung und -coaching angeboten, Beispiele sind die Kampagne Dialog Bildung und das Projekt Sprachberatung in Kindertageseinrichtungen. Durch kollegiale Beratung voneinander lernen und profitieren unter dieser Prämisse wurden bayernweit 26 Konsultationseinrichtungen ausgewählt und vernetzt, die den BayBEP im Sinn seiner Prinzipen bereits gut umsetzen. Bei den Ko-Kitas können sich Kindertageseinrichtungen durch Hospitation über Wege der Planumsetzung informieren und neue Impulse für ihre Arbeit gewinnen. Neben der Entwicklung von Materialien zu den oben genannten und weiteren Themen (z. B. vertiefende Handreichungen, Beobachtungs- und Evaluationsinstrumente) sind praxisbegleitende Forschungsprojekten ein wichtiger Schritt zur Implementierung und Weiterentwicklung des BayBEP. Die Weiterentwicklung des BayBEP ist im ministeriellen Auftrag in zwei Schritten erfolgt: Bildung, Erziehung und Betreuung in den ersten drei Lebensjahren, mit dieser im Dezember 2010 erschienenen Handreichung wurde der BayBEP konkretisiert für Kinder bis drei Jahren. Im Zuge des bundesweiten Ausbaus von Plätzen für unter Dreijährige sind die Bildung und Erziehung der jüngsten Kinder und deren Qualität in den Vordergrund gerückt. Die Handreichung verdeutlicht, welches Potential der BayBEP für diese Altersgruppe bieten kann. Sie gilt nicht nur für Tageseinrichtungen, die Kinder in den ersten drei Lebensjahren aufnehmen, sondern auch auf Kindertagespflege. Sie steht zugleich in engem Zusammenhang mit einer Serie weiterer Veröffentlichungen des IFP, die ebenfalls Kinder bis drei Jahren in den Blick nehmen, sowie mit der Münchner Krippenstudie zur Qualitätsent

15 Vorworte XV wicklung Kleine Kinder großer Anspruch, deren Ergebnisbericht 2012 auf der IFP-Homepage veröffentlicht wurde. Die Bayerischen Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit hat das IFP zusammen mit dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) unter Einbeziehung einer Fachkommission erstellt. Die Broschüre mit der Kurz- und Langversion der Bildungsleitlinien steht seit Oktober 2012 auf der Website des Bayerischen Familienministeriums und des Bayerischen Kultusministeriums zum Download bereit. Die Bildungsleitlinien sind im Kontext eines Bündels von Maßnahmen zu sehen, die die Bayerische Staatsregierung zur Intensivierung der Kooperation und Vernetzung von Kindertageseinrichtungen und Schulen seit Vorlage des BayBEP im Jahr 2003 schrittweise ergriffen hat. Die Bildungsleitlinien im Verbund mit dem BayBEP und dem neuen Grundschullehrplan zu implementieren ist in den nächsten Jahren zentrale Kooperationsaufgabe der beiden Staatsinstitute. Pilotprojekt für deren Verankerung in der Aus-, Fort- und Weiterbildung ist die gemeinsame Fortbildungskampagne zur Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern. Zur Unterstützung der Praxis sind eine Handreichung mit guten Praxisbeispielen und einer Broschüre zum Thema Inklusion zu erstellen. Auf Wunsch der Fachkommission BayBEP und des Trägerbeirats im IFP wird die Entwicklung von Evaluationsverfahren für Kindertageseinrichtungen zur Qualitätsentwicklung und -sicherung im Kontext der Bildungsleitlinien und des BayBEP angegangen. Ich wünsche den Leserinnen und Lesern eine anregende Lektüre und viel Freude bei der Arbeit nach den Bildungsleitlinien und dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan. Prof. Dr. Fabienne Becker-Stoll

16 Bayerische Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit (Kurzfassung) 1. Notwendigkeit und Geltungsbereich gemeinsamer Leitlinien für Bildung und Erziehung Zu den Hauptaufgaben verantwortungsvoller Bildungspolitik zählt es, allen Kindern frühzeitig bestmögliche Bildungserfahrungen und -chancen zu bieten. Im Fokus steht das Recht des Kindes auf Bildung von Anfang an. Da Bildungsprozesse auf Anschlusslernen beruhen, kommt der Kooperation aller außerfamiliären Bildungsorte mit der Familie und untereinander eine hohe Bedeutung zu. Zukunftsweisende Bildungssysteme und -konzepte stellen das Kind als aktiven Mitgestalter seiner Bildung in den Mittelpunkt. Die Leitlinien schaffen sowohl einen verbindlichen Orientierungs- und Bezugsrahmen als auch Grundlagen für den konstruktiven Austausch zwischen den unterschiedlichen Bildungsorten. Sie definieren ein gemeinsames Bildungsverständnis, entwickeln eine gemeinsame Sprache für eine kooperative und anschlussfähige Bildungspraxis und ermöglichen dadurch Kontinuität im Bildungsverlauf. Ihr Geltungsbereich umfasst alle außerfamiliären Bildungsorte, die Verantwortung für Kinder bis zum Ende der Grundschulzeit tragen: Kindertageseinrichtungen nach dem BayKiBiG, Grund- und Förderschulen, Kindertagespflege, Schulvorbereitende Einrichtungen, Heilpädagogische Tagesstätten und sonstige Bildungseinrichtungen sowie Einrichtungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Auf der Basis der Leitlinien werden der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan (BayBEP) und der Lehrplan für die bayerische Grundschule weiterentwickelt, ebenso die Konzepte für die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Pädagoginnen und Pädagogen. 2. Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und Schulen Der Bildungsauftrag ist in internationalen und nationalen grundlegenden Dokumenten festgeschrieben. Auf internationaler Ebene sind dies insbesondere die UN-Konventionen über die Rechte des Kindes und über die Rechte der Menschen mit Behinderungen, denen Deutschland beigetreten ist, sowie der Europäische und der Deutsche Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR/DQR), die Bildungssysteme zwischen EU-Staaten vergleichbar machen. In Bayern ist der Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen, Tagespflege und Schulen in verschiedenen Landesgesetzen verankert (z. B. BayKiBiG, BayEUG), die mit Verabschiedung der Leitlinien eine Verbindung erfahren. Die weitere Öffnung von Bildungsinstitutionen für Kinder mit besonderem

17 Leitlinien XVII Förderbedarf ist eine wichtige Aufgabe, ebenso wie die Optimierung der Übergänge zwischen den Bildungseinrichtungen und die Sicherung der Bildungsqualität auf einem hohen Niveau für alle Kinder. 3. Menschenbild und Bildungsverständnis 3.1 Bildung von Anfang an Familie als erster und prägendster Bildungsort Gelingende Bildungsprozesse hängen maßgeblich von der Qualität der Beziehungs- und Bindungserfahrungen ab. Von zentraler Bedeutung sind die Erfahrungen, die das Kind in den ersten Lebensjahren in der Familie macht; die Qualität der Bindungen in der Familie ist jedoch auch noch im Schulalter bestimmend für den Lernerfolg jedes Kindes. In der Familie als primärem Ort der sozial-emotionalen Entwicklung legen die Eltern den Grundstein für lebenslanges Lernen, aber auch für die emotionale, soziale und physische Kompetenz. Bildung ob in der Kindertageseinrichtung oder Schule kann daher nur aufbauend auf die Prägung in der Familie erreicht werden. Daraus ergibt sich die Aufgabe aller außerfamiliären Bildungsorte, Eltern in ihrer Unersetzlichkeit, ihrer Wichtigkeit und ihrer Verantwortung wertzuschätzen und entsprechend in ihrer Aufgabe zu unterstützen. Bildung vollzieht sich als individueller und sozialer Prozess. Kinder gestalten ihren Bildungsprozess aktiv mit. Sie sind von Geburt an mit grundlegenden Kompetenzen und einem reichhaltigen Lern- und Entwicklungspotenzial ausgestattet. Eine elementare Form des Lernens ist das Spiel, das sich zunehmend zum systematischeren Lernen entwickelt. Nachhaltige Bildung Nachhaltige Bildung bedeutet, dass Gelerntes dauerhaft verfügbar und auf neue Situationen übertragbar ist. Mithilfe des Gelernten kann das eigene Lernen reflektiert und neues Wissen erworben werden. Wichtige Faktoren hierfür sind Interesse, Motivation, Selbstbestimmung, Eigenaktivität und Ausdauer des Lernenden. Damit frühe Lernangebote einen positiven Einfluss auf Lern- und Entwicklungsprozesse haben, sind kognitive Herausforderungen auf einem angemessenen Anspruchsniveau notwendig, aber auch eine Atmosphäre der Wertschätzung und der Geborgenheit. Besonders gut gelingt dies, wenn Lernen und die Reflexion der eigenen Lernprozesse im Dialog mit anderen stattfinden. Die lernende Gemeinschaft von Kindern und Erwachsenen hat für nachhaltige Bildung einen besonderen Stellenwert.

18 XVIII Leitlinien 3.2 Leitziele von Bildung und Erziehung ein kompetenzorientierter Blick auf das Kind Oberstes Bildungs- und Erziehungsziel ist der eigenverantwortliche, beziehungs- und gemeinschaftsfähige, wertorientierte, weltoffene und schöpferische Mensch. Er ist fähig und bereit, in Familie, Staat und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen, und offen für religiöse und weltanschauliche Fragen. Zentrale Aufgabe an allen Bildungsorten ist es, Kinder über den gesamten Bildungsverlauf hinweg in ihren Kompetenzen zu stärken. Die Akzentsetzung verändert sich entsprechend dem individuellen Entwicklungsverlauf sowie den Bedürfnissen und Ressourcen des Kindes. Von Geburt an bilden personale, kognitive, emotionale und soziale Basiskompetenzen die Grundlage für den weiteren Lern- und Entwicklungsprozess. Sie befähigen Kinder, mit anderen zu kooperieren und zu kommunizieren sowie sich mit der dinglichen Umwelt auseinanderzusetzen. Weiterhin sind sie Voraussetzung für den kompetenten Umgang mit Veränderungen und Belastungen sowie den Erwerb von lernmethodischer Kompetenz. Kompetenzen bedingen sich gegenseitig. Sie entwickeln sich weiter in Abhängigkeit voneinander und in der Auseinandersetzung mit konkreten Lerninhalten und Anforderungen. Mit fortschreitender Entwicklung und höherem Alter gewinnt Sachkompetenz, die auf bestimmte Inhaltsbereiche bezogen ist, an Bedeutung. Schulische Bildung knüpft an den Kompetenzen an, die in der frühen Bildung grundgelegt und entwickelt wurden. Es erfolgt eine systematische Erweiterung. 3.3 Bildung als individueller und sozialer Prozess Lernen in Interaktion, Kooperation und Kommunikation ist der Schlüssel für hohe Bildungsqualität. Zukunftsfähige Bildungskonzepte beruhen auf Lernformen, die auf den Erkenntnissen des sozialen Konstruktivismus basieren und das Von- und Miteinanderlernen (Ko-Konstruktion) in den Mittelpunkt stellen. Im Dialog mit anderen lernen Lernen ist ein Prozess der Verhaltensänderung und des Wissenserwerbs, bei dem der Mensch von Geburt an auf der Basis seiner Erfahrungen, Kenntnisse und Kompetenzen aktiver Konstrukteur seines Wissens ist. Kommunikation ist ein zentrales Element des Wissensaufbaus. Kinder konstruieren ihr Weltverständnis durch den Austausch mit anderen. In dieser Auseinandersetzung und Aushandlung konstruieren sie Bedeutung und Sinn und entwickeln ihr eigenes Weltbild. Mit zunehmendem Alter gewinnen hierfür neben den erwachsenen Bezugspersonen auch Gleichaltrige an Wichtigkeit. Bildung und Lernen finden somit im Rahmen kooperativer und kommunikativer Alltagshandlungen und Bildungsaktivitäten statt, an denen Kinder und Erwachsene gleichermaßen aktiv beteiligt sind. Im Vordergrund steht das gemeinsame Erforschen von Bedeutung, d. h. Sinnzusammenhänge zu entdecken, auszu

19 Leitlinien XIX drücken und mit anderen zu teilen ebenso wie die Sichtweisen und Ideen der anderen anzuerkennen und wertzuschätzen. Die Steuerungsverantwortung für die Bildungsprozesse liegt bei den Erwachsenen. Partizipation als Kinderrecht Kinder haben unabhängig von ihrem Alter ein Recht auf Partizipation. Alle Bildungsorte stehen in der Verantwortung, der Partizipation der Kinder einen festen Platz einzuräumen und Demokratie mit Kindern zu leben. Partizipation bedeutet die Beteiligung an Entscheidungen, die das eigene Leben und das der Gemeinschaft betreffen, und damit Selbst- und Mitbestimmung, Eigen- und Mitverantwortung und konstruktive Konfliktlösung. Basierend auf dem Bild vom Kind als aktivem Mitgestalter seiner Bildung sind Partizipation und Ko-Konstruktion auf Dialog, Kooperation, Aushandlung und Verständigung gerichtet. Partizipation ist Bestandteil ko-konstruktiver Bildungsprozesse und Voraussetzung für deren Gelingen. Erwachsene und ihr Umgang miteinander sind stets Vorbild und Anregung für die Kinder. Deshalb erfordert gelingende Partizipation der Kinder immer auch die Partizipation der Eltern und des Teams bzw. Kollegiums. Aus der Kultur des gemeinsamen Lernens und Entscheidens ergibt sich eine neue Rolle und Haltung des pädagogischen Personals. 3.4 Inklusion Pädagogik der Vielfalt An Bildungsorten treffen sich Kinder, die sich in vielen Aspekten unterscheiden, z. B. im Hinblick auf Alter, Geschlecht, Stärken und Interessen, Lernund Entwicklungstempo, spezifischen Lern- und Unterstützungsbedarf sowie ihren kulturellen oder sozioökonomischen Hintergrund. Inklusion als gesellschafts-, sozial- und bildungspolitische Leitidee lehnt Segregation anhand bestimmter Merkmale ab. Sie zielt auf eine Lebenswelt ohne Ausgrenzung und begreift Diversität bzw. Heterogenität als Normalfall, Bereicherung und Bildungschance. Für Kinder mit Behinderungen betont sie das Recht auf gemeinsame Bildung; bei der Entscheidung über den Bildungsort, die in Verantwortung der Eltern liegt, steht das Wohl des Kindes im Vordergrund. Eine an den individuellen Bedürfnissen ausgerichtete Bildungsbegleitung, die sich durch multiprofessionelle Teams und multiprofessionelles Zusammenwirken verschiedener Bildungseinrichtungen realisiert, sichert Bildungsgerechtigkeit. Auch Differenzierungsangebote und der bewusste Wechsel zwischen heterogenen und homogenen Gruppen tragen dazu bei. Partizipation und Ko-Konstruktion bieten einen optimalen Rahmen, in dem sich die Potenziale einer heterogenen Lerngruppe entfalten können.

20 XX Leitlinien 4. Organisation und Moderierung von Bildungsprozessen Damit Prozesse der Ko-Konstruktion, Partizipation und Inklusion gelingen, ist die Haltung entscheidend, die dem Handeln der Pädagoginnen und Pädagogen zugrunde liegt. Diese Haltung basiert auf Prinzipien wie Wertschätzung, Kompetenzorientierung, Dialog, Partizipation, Experimentierfreudigkeit, Fehlerfreundlichkeit, Flexibilität und Selbstreflexion. Zentrale Aufgaben der Pädagoginnen und Pädagogen sind die Planung und Gestaltung optimaler Bedingungen für Bildungsprozesse, die eigenaktives, individuelles und kooperatives Lernen nachhaltig ermöglichen. Dies erfordert eine stete Anpassung der Lernumgebungen, die individuelle Kompetenzentwicklung im Rahmen der heterogenen Lerngruppe zulassen. Im pädagogischen Alltag wird dies anhand einer Methodik umgesetzt, bei der kommunikative Prozesse sowie vielfältige Formen der inneren Differenzierung und Öffnung im Vordergrund stehen. Für die Organisation von Lernumgebungen (äußere Bedingungen, Lernmaterialien und -aufgaben, Sozial- und Arbeitsformen) sind eine konsequente Orientierung an den Kompetenzen der Kinder und deren aktive Beteiligung notwendig. Das Interesse der Kinder ist Ausgangspunkt der Bildungsaktivitäten. Wichtige Prinzipien einer kompetenzorientierten Bildungs- und Unterrichtsgestaltung sind die Vernetzung von Einzelinhalten, ihre Einbettung in größere Zusammenhänge (bereichsübergreifendes bzw. fächerverbindendes Lernen), Anwendungssituationen für erworbene Kompetenzen in verschiedenen Bereichen und die Reflexion des eigenen Lernens. Um den komplexen Anforderungen bei der Organisation, Planung und Dokumentation adaptiver Lernangebote und -umgebungen gerecht werden zu können, sind sachbezogene, didaktisch-methodische, pädagogische, personal-soziale und reflexive Kompetenz sowie kollegiale Unterstützung und politisch-gesellschaftliche Wertschätzung unabdingbar. Grundlage für eine stärkenorientierte und prozessbegleitende Rückmeldung an die Lernenden in allen Bildungsinstitutionen sind die systematische Beobachtung und die Dokumentation der kindlichen Lern- und Entwicklungsprozesse. In der Schule haben Lehrerinnen und Lehrer zudem die Aufgabe, Ergebnisse von Lernprozessen zu überprüfen und zu bewerten sowie ihre gesamte Arbeit an Bildungsstandards und festgelegten Kompetenzerwartungen zu orientieren. Notwendig ist der Einsatz verschiedener Verfahren und Instrumente. Viel Einblick in die Interessen, Kenntnisse und Fähigkeiten der Kinder geben Portfolios. Sie dienen den Kindern zur Reflexion ihrer Lernprozesse und den Pädagoginnen und Pädagogen als Grundlage für die weitere Planung sowie den Austausch mit Eltern und anderen Bildungsorten.

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