Leitfaden zur Bearbeitung eines Fachberichtes

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1 Leitfaden zur Bearbeitung eines Fachberichtes

2 Informationen zum Leitfaden Der Leitfaden des Ausbildungslernkreises gibt Ihnen eine Hilfestellung und Orientierung zum Verfassen eines Fachberichtes. Dabei ist diese Unterlage genau wie ein Fachbericht aufgebaut bzw. strukturiert. Das heißt, wir werden einen Fachbericht im Sinne des Leitfadenkonzepts ganz systematisch und anhand eines Inhaltsverzeichnisses erstellen. Zuerst werden Sie über einzelne Kapitel allgemein informiert und erhalten dann zusätzlich ein Beispiel zur Umsetzung. Wichtige Informationen zum Fachbericht Der Fachbericht ist der grundlegende Baustein für Ihre mündliche Abschlussprüfung als Industriekauffrau/-mann. Sie sollten die Bearbeitung Ihres Berichtes sehr ernst nehmen, da dieser Ihr Aushängeschild ist. Auch wenn dieser nicht bewertet werden darf, so liefern Sie den Prüfern hiermit Ihren Ersteindruck. Zum einen können Sie bei einem fehlerfreien und einwandfreien Bericht schon vorab die Prüfer/innen für sich gewinnen und zum anderen kann dieser Ihre Note positiv beeinflussen, wenn Sie bei der Präsentation zwischen zwei Noten stehen. Lassen Sie Ihren Bericht nach Fertigstellung daher unbedingt durch Dritte Korrekturlesen! In den meisten Fällen verliert man den Blick für das Wesentliche und übersieht sprachliche sowie inhaltliche Fehler. Außerdem sollten Sinn und Inhalt einem Dritten verständlich sein. 2 / 11

3 Die Gliederung 1. Das Deckblatt 2. Das Inhaltsverzeichnis 3. Die Einleitung 4. Der Hauptteil 5. Der Schluss 3 / 11

4 1. Das Deckblatt Das Deckblatt ist der erste Eindruck Ihres Berichtes. Deshalb sollte es klar, eindeutig und visuell ansprechend die wesentlichen Informationen auf einen Blick erkennen lassen. Beachten Sie, dass auf das Deckblatt noch keine Seitenzahlen (z.b. in der Fußzeile) gehören! Sie müssten also das Deckblatt wie eine Produktverpackung kreieren. Denn nur ein Produkt mit einer schönen Verpackung verkauft sich am besten und grenzt sich von anderen Wettbewerbern ab. Ihr Bericht = Ihr Produkt = Ihr Wettbewerbsvorteil ggü. den anderen Auszubildenden Im Folgenden präsentieren wir Ihnen ein Musterdeckblatt. 4 / 11

5 Fachbericht Abschlussprüfung 201X / 201X zum Thema: Einstellungsprozess von Bewerbungskandidaten Ausbildungsbetrieb: Projektbetreuer: Bearbeitet von: Ausführungszeitraum: Ausbildungslernkreis GbR Mario Schmid Peter Michallek 01. November 201X bis 30. November 201X 5 / 11

6 2. Das Inhaltsverzeichnis Sie müssen Ihr Inhaltsverzeichnis als eine Art Roter Faden aufbauen. Das bedeutet, dass Ihr Verzeichnis systematisch und logisch aufgebaut sein muss. Das Prüfungsgremium kann schon anhand Ihrer Inhaltsübersicht erkennen, ob Ihre Arbeit gut strukturiert ist und Sie das Thema auch bearbeitet haben oder ob Sie vom Thema abweichen und man hoffen kann, dass Sie wenigstens in der anschließenden Präsentation glänzen. Achten Sie bitte auf Folgendes: 1. Benutzen Sie für Ihre Kapitelbezeichnungen stets arabische Zahlen (1., 2., 3.,...). Römische Zahlen sollten vermieden werden, insbesondere sollte nie ein Wechsel stattfinden. 2. Sie müssen immer mindestens zwei Unterpunkte nennen, wenn Sie einen Unterpunkt aufführen. D.h., unterteilen Sie Ihr Kapitel 2 in 2.1, dann müssen Sie einen weiteren Unterpunkt aufführen, nämlich 2.2. Sollten Sie das Kapitel nicht weiter untergliedern können, dann müssen Sie 2.1 in Kapitel 2 integrieren und diesen Unterpunkt weglassen (Denn wer A sagt, muss immer auch B sagen!). 3. Achten Sie darauf, dass Sie bei den Unterkapiteln wie 2.1 keinen weiteren Punkt hinter der Ziffer 1 machen. 4. Ihre Kapitel im Inhaltsverzeichnis müssen genau so heißen wie in Ihrem Text. 6 / 11

7 Im Folgenden zeigen wir Ihnen ein Beispiel eines Inhaltsverzeichnisses. I N H A L T S V E R Z E I C H N I S 1. Einleitung S Vorstellung des Unternehmens S Einsatzgebiet und Aufgabenstellung S Die Personalplanung S Der Einstellungsprozess S Die Stellenausschreibung S Interne Ausschreibung Externe Ausschreibung 3.2 Bewerten von Bewerbungsunterlagen S Durchführung eines Einstellungstests S Das Bewerbungsgespräch S Formalitäten bei der Einstellung S Schlussbemerkung/ Fazit S / 11

8 3. Die Einleitung Wie der Name schon sagt, sollten Sie dieses Kapitel nutzen, um Ihr Thema einzuleiten. Hier können Sie sich dazu äußern, warum Sie gerade dieses Thema gewählt haben. Des Weiteren sollten Sie die nachfolgenden Kapitel kurz vorstellen. Das Prüfungsgremium wird so vorab informiert, was inhaltlich in den einzelnen Kapiteln besprochen wird. Bitte beachten Sie, dass Sie hierbei keine detaillierten Ausführungen machen, sondern sich nur kurz und prägnant zu dem jeweiligen Thema äußern. So geben Sie dem Prüfungsgremium einen ersten Überblick und zeigen Ihre systematische Arbeitsweise. Wir empfehlen, die Einleitung am Ende Ihrer Arbeit zu formulieren, weil Sie dann erst alle Informationen der einzelnen Kapitel vorliegen haben. Generell ist es üblich, dass in der Einleitung Ihre Ausbildungsstätte sowie die Abteilung, auf die sich Ihre Arbeit bezieht, vorgestellt wird. 4. Der Hauptteil Ihren Hauptteil müssen Sie wie einen Roten Faden schreiben. Dieser Faden ergibt sich aus Ihrem gut gegliederten Inhaltsverzeichnis. Am 8 / 11

9 Anfang jedes Kapitels sollten Sie einleitende Sätze zu diesem Bereich erläutern. D.h. erst allgemein vorgehen, wie Sie es in der Schultheorie gelernt haben und dann wie es konkret in Ihrem Ausbildungsbetrieb funktioniert. Weiterhin müssen Sie Ihre Tätigkeit, Ihre Erfahrungen und Aufgaben zusätzlich erwähnen. Vermeiden Sie dabei Wiederholungen, gleiche Satzanfänge und schreiben Sie keine langen und verschachtelten Sätze. Nutzen Sie viele Verben, so dass Ihr Text lebendig und fließend gelesen werden kann. Nachfolgend erhalten Sie den Auszug eines Hauptteils: 3. Der Einstellungsprozess 3.1 Die Stellenausschreibung... Abhängig vom Bedarf der Abteilung nach einer neu zu besetzenden Stelle ist das Budget, das zuvor geplant und kalkuliert werden muss, um den neuen Personalaufwand zu decken. Sollte die Voraussetzung vorliegen wird vom jeweiligen Abteilungsleiter eine Personalbedarfsanforderung gestellt. Diese Anforderung wird an die Personalabteilung weitergeleitet, in der ein Anforderungsprofil beigelegt wird. In diesem Profil werden die Aufgaben des Stelleninhabers sowie die dafür notwendigen aber auch die gewünschten Qualifikationen und Voraussetzungen aufgelistet. Im weiteren Verlauf wird dann entschieden, ob es sich um eine interne oder externe Ausschreibung handelt. Folglich wird das Anforderungsprofil angepasst und eine allgemeingültige Stellenausschreibung formuliert. Vor einer Publikation wird diese Ausschreibung mit dem Fachvorgesetzten der Abteilung inhaltlich abgestimmt Interne Ausschreibung 9 / 11

10 5. Der Schluss Am Ende schreiben Sie Ihr Gesamtfazit. In der Regel wird dieses Kapitel auch als Fazit bezeichnet. Dieses abschließende Ergebnis sollte ebenfalls einem logischen Aufbau folgen. Zuerst fassen Sie Ihr Fachberichtsthema (die vorherigen Kapitel) zusammen. Dann formulieren Sie Ihre eigene Meinung zu diesem Thema und nennen Vor- und Nachteile um Ihre Position deutlich zu machen. Gehen Sie dabei auch unbedingt auf Ihren Ausbildungsbetrieb ein und erläutern Sie, wie dieser zu diesem Thema steht oder wie es dort bearbeitet wird. Ganz zum Ende Ihres Fazits sollten Sie Ihre Schlussbotschaft/ Schlusserkenntnis platzieren, um das Thema abzurunden. 10 / 11

11 Wichtige Notizen - Bevor Sie Ihren Bericht schreiben müssen Sie sich ausführlich über Ihr Thema informieren. Zum einen müssen Sie Lehrbücher lesen und zum anderen Ihren Ansprechpartner im Ausbildungsbetrieb befragen. - Bleiben Sie ständig in Kontakt mit Ihrem Projektverantwortlichen und lassen Sie ihn auch Korrekturlesen. - Benutzen Sie durchgehend die gleiche Schriftgröße und Schriftart (ausgenommen Überschriften, bewusste Stilelemente wie Markierungen, etc.). - Achten Sie darauf, dass Ihre Kapitel auch im Inhaltsverzeichnis Wort-für-Wort auftauchen. Viel Spaß beim Verfassen und Erfolg in der Prüfung!!! Ihr Ausbildungslernkreis 11 / 11

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