Der Priester beschließt diesen Teil der Feier mit einem Eröffnungsgebet.

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1 DIE FEIER DER TAUFE

2 DIE FEIER DER TAUFE 1. Grundsätzliches a) Das Sakrament der Taufe Die Taufe ist das Heilige Zeichen Gottes (= Sakrament), das uns in die Gemeinschaft der Kirche einführt. Gott zeigt uns seine Liebe, indem er uns in der Taufe als seinen Sohn/seine Tochter annimmt. Die Heiligkeit der Handlung, in der Gott selbst der Handelnde ist, erfordert auch von allen Teilnehmern das gebührende Verhalten: Daher: Handys und Pager vor der Kirche bereits ausschalten. Keine Kaugummis, etc. während der Feier Der Kirchenraum als Ort der besonderen Gegenwart Gottes verlangt von allen Mitfeiernden die Haltung der Stille und des Gebetes. Privatgespräche haben ihren Platz vor der Kirche. b) Fotografieren während der Taufe Wenn Sie Fotos während der Taufe wünschen, beauftragen sie bitte nur einen Fotografen. (Ein weiterer Videofilmer kann ebenfalls ersucht werden). Es gehört zum guten Ton, daß sich der Fotograf rechtzeitig vor der Feier beim Taufspender meldet und vorstellt, sodaß dieser auch aus der Erfahrung anderer Taufen heraus gewisse Ratschläge für die richtige Position geben kann. Bitte informieren Sie die Mitfeiernden, daß nicht wahllos geblitzt wird. Dies zerstört die Feierlichkeit für Sie und erzeugt unnötigen Streß für Ihr Kind. Grundsätzlich gilt für das Fotografieren: Keine Fotografen im Altarraum (ab der Altarstufe). Dies stört Sie bei der Andacht in der Feier, dies stört noch mehr den Priester, der bemüht ist, für jeden Täufling die Feier möglichst würdig und schön zu gestalten. Der Fotograf hat Sorge zu tragen, daß er durch sein Verhalten nicht zwangsläufiger Mittelpunkt der Feier wird. Es ist alles zu vermeiden, was die ganz persönliche Gottesbegegnung des Täuflings, aber auch seiner Eltern und Paten stören könnte. c) Mitfeier der Gläubigen Die Feier der Taufe ist in ihrer von der Kirche überlieferten Form voll schöner Symbolik und Tiefe heiliger Texte, die uns in das Geheimnis der Liebe Gottes einführt. Es ist wünschenswert, dass die Lesung (sofern es kein Evangelientext ist) und die Fürbitten von Mitfeiernden vorgetragen werden. Vermeiden Sie aber bitte eine Hinzufügung von weiteren Elementen oder Symbolen. Märchen und Geschichten, sowie irgendwie gearteter Aktionismus (Plakate bemalen, etc.) hat seinen Platz in der privaten Feier, nicht in der Liturgie.

3 2. Der Ablauf der Taufe a) Eröffnung Bei Schönwetter: Die Familie versammelt sich vor dem Kirchentor, Taufspender und Ministranten holen sie von dort ab. Die Fragen an die Eltern und Paten werden noch im Freien gestellt, nach dem Eröffnungsgebet ziehen alle in die Kirche ein. Bei Schlechtwetter bzw. im Winter: Die Familie versammelt sich in der Kirche beim Eingang. Hier werden die Fragen gestellt. nach dem Eröffnungsgebet ziehen alle durch den Mittelgang zum Altar. b) Befragung der Eltern und Eröffnungsgebet Folgender Dialog wird nach dem Kreuzzeichen und der Begrüßung aller Anwesenden durch den Priester geführt: Priester: Welchen Namen haben Sie ihrem Kind gegeben Die Eltern sagen darauf den Namen ihres Kindes (Sind mehrere Taufnamen gewünscht und in das Taufprotokoll eingetragen, müssen alle diese Namen auch gesagt werden) Priester: Was erbitten Sie von der Kirche Gottes für N.? Eltern: : Die Taufe oder Den Glauben oder Dass es ein Christ wird oder Dass es in Jesus Christus zum neuen Leben geboren wird oder Dass es in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen wird. Priester: Liebe Eltern, Sie möchten, dass N. getauft wird. Das bedeutet für Sie: Sie sollen Ihr Kind im Glauben erziehen und es lehren, Gott und den Nächsten zu lieben, wie Jesus es vorgelebt hat. Sie sollen mit Ihrem Kind beten und ihm helfen, seinen Platz in der Gemeinschaft der Kirche zu finden. Sind Sie dazu bereit? Eltern: Ich bin bereit! Priester: Liebe Paten! Die Eltern dieses Kindes haben Sie gebeten, das Patenamt zu übernehmen. Sie sollen Ihr Patenkind auf dem Lebensweg begleiten, es im Glauben mittragen und es hinführen zu einem Leben in der Gemeinschaft der Kriche. Sind Sie bereit, diese Aufgabe zu übernehmen und damit die Eltern zu unterstützen? Paten: Ich bin bereit!

4 c) Das Kind wird mit dem Kreuzzeichen bezeichnet. Der Priester bezeichnet das Kind auf der Stirn mit dem Kreuz. Danach werden auch Eltern und Paten eingeladen, das Kreuzzeichen auf die Stirn des Kindes zu machen. Der Priester beschließt diesen Teil der Feier mit einem Eröffnungsgebet. d) Die Geschichte des Namenspatrons des Kindes wird vorgelesen Schön ist, wenn jemand aus der Familie dies tun kann. Der Wortgottesdienst umfasst wenigstens eine blbilische Lesung, gegebenenfalls mit einem Gesang zur Lesung und die Homilie e) Eine Lesung wird gehalten Siehe Lesungen und Evangelien zur Kindertaufe f) Der Priester hält eine Homilie Die Schriftstelle und die näheren Fragen zur Taufe werden in einer Kurzpredigt erklärt. g) Anrufung der Heiligen und Fürbitten Nach der Anrufung der Heiligen, insbesondere der Namenspatrone des Kindes werden die Fürbitten (am besten von Mitgliedern der Familie des Kindes oder des Freundeskreises) vorgetragen. Wir antworten auf jede Bitte mit: Wir bitten dich, erhöre uns! h) Gebet um Schutz vor dem Bösen (Exorzismusgebet) Nach den Fürbitten streckt der Priester beide Hände über das Kind aus und spricht das Gebet um Schutz vor dem Bösen i) Salbung mit Katechumenenöl bzw. Handauflegung j) Taufwasserweihe Nun zieht die Familie mit dem Priester zum Tau,runnen. Der Lobpreis über das Wasser wird gesprochen und Gott gebeten, seinen Geist in dieses Wasser zu senden. k) Absage und Glaubensbekenntnis Eltern und Paten müssen nun stellvertretend für das Kind dem Bösen absagen und den Glauben bekennen. Anwesende, bereits getaufte Kinder können ihre Tau-erze anzünden.

5 Auf die drei Fragen des Priesters Widersagen sie... antworten sie mit Ich widersage Auf die drei Fragen des Priesters Glauben sie... antworten sie mit Ich glaube l) Gemeinsames Glaubensbekenntnis Nun lädt der Priester die Gemeinde ein, das Glaubensbekenntnis zu beten. m) Taufe Der Priester spricht zu den Eltern und Paten: Liebe Familie N., nachdem wir jetzt gemeinsam den Glauben der Kirche bekannt haben, frage ich Sie: Wollen Sie, dass Ihr Kind nun in diesem Glauben die Taufe empfängt? Eltern und Paten: Ja (wir wollen es). Nun wird das Kind über das Tau,ecken gehalten (Häubchen entfernen!), der Priester tauft es durch dreimaliges Übergießen des Kopfes mit Wasser (das Wasser ist im Winter vorgewärmt!) n) Salbung mit Chrisamöl o) Überreichung des Weißen Kleides p) Übergabe der brennenden Kerze Der Vater zündet die Tau-erze des Kindes an der Osterkerze (steht neben dem Altar) an und stellt sich wieder neben sein Kind. r) Effata-Ritus Der Priester berührt Ohren und Mund des Kindes und bittet, es möge Gottes Botschaft hören und bekennen. s) Vater Unser Der Priester zieht mit den Mitfeiernden, voran Eltern, Paten und Kind zum Altar. Man bildet einen Kreis um den Altar und betet das Vater Unser. t) Segen und Entlassung Nach dem Segen leisten die Paten im Taufprotokoll ihre Unterschrift. 3. Musikalische Gestaltung der Tauffeier Bei der musikalischen Gestaltung ist darauf zu achten, daß die Texte der Lieder der Würde der Handlung und der Heiligkeit des Sakramentes entsprechen. Es kann gemeinsamer Gesang, geistliche Instrumentalmusik oder Liedstücke mit Sänger bzw. Sängerinnen eingesetzt werden. Die Verwendung von Tonträgern wie CD, MP3, MusicCassette ist ausnahmslos nicht gestattet. Musikstücke bzw. liturgische Gesänge können in der Taufe verwendet werden:

6 a) Beim Einzug in die Kirche: Wallfahrtslied, Psalm, Kommt und laßt und ziehen b) vor der Bibelstelle: Halleluja c) Nach der Taufe: Auferstehungslied e) Nach dem Schlußsegen Segenslied, Danklied. Die für die musikalische Gestaltung Verantwortlichen mögen sich bitte rechtzeitig mit dem Taufspender in Verbindung setzen. 4. Blumenschmuck Da die Taufen gewöhnlich an Samstagen oder Sonntagen stattfinden, ist die Kirche der liturgischen Zeit entsprechend geschmückt. Wenn Sie einen eigenen Blumenschmuck wünschen, so informieren Sie bitte rechtzeitig den Taufspender bzw. den Mesner darüber, sodaß die Zeit für die Schmückung mit dem Floristen vereinbart werden kann. LESUNGEN BEI DER KINDERTAUFE AUS DEM ALTEN TESTAMENT Exodus 17,3-7 Schlag an den Felsen; es wird Wasser herauskommen Ezechiel 36,24-28 Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein Ezechiel 47, Ich sah, wie Wasser vom Tempel hervorströmte; und a%e, zu denen das Wasser kam, wurden gerettet Sacharja 12,10a; 13,1.9bc* Der Herr läßt eine Que%e fließen zur Reinigung von Sünde und Unreinheit AUS DEN BRIEFEN Römer 6,3-5 Wir wurden mit Christus begraben durch die Taufe auf den Tod; wir so%en als neue Menschen leben Römer 8,28-32 Gott hat uns im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben 1 Korinther 12,12-13 Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe a%e in einen einzigen Leib aufgenommen Galater 3,26-28 Ihr a%e, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angezogen Epheser 4,1-6 Ein Leib und ein Geist, ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater a%er 1 Petrus 2, Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft

7 AUS DEN EVANGELIEN Matthäus 22,35-40 Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite Matthäus 28,18-20 Geht zu a%en Völkern und macht a%e Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes Markus 1,9-11 Er ließ sich von Johannes im Jordan taufen Markus 10,13-16 Laßt die Kinder zu mir kommen! Markus 12,28b-34 Höre, Israel, du so%st den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen Oder Kurzfassung Markus 12,28b-31 Johannes 3,1-6 Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen Johannes 4,5-14 Die sprudelnde Que%e, deren Wasser ewiges Leben schenkt Johannes 6,44-47 Wer glaubt, hat das ewige Leben Johannes 7,37-39a Ströme von lebendigem Wasser werden fließen Johannes 9,1-7 Er ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen Johannes 15,1-11 Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht Johannes 19,31-35 Einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floß Blut und Wasser heraus Vorschläge/Muster für Fürbitten bei der Kindertaufe In den Fürbitten betet die versammelte Gemeinde für den Täufling, seine Familie, die Paten und die lebenden und verstorbenen Verwandten, aber auch in den Anliegen der Kirche, für das Heil der Welt und a%e Not der Menschen, besonders für a%e Kinder. Die einzelnen Fürbitten können von verschiedenen Teilnehmern gesprochen werden. Sie können diese aus den nachfolgenden Beispielen auswählen oder sie selber formulieren. (Einleitung und Abschluß der Fürbitten sind immer Aufgabe des Zelebranten.) - Jesus Christus, nimm N., den/die wir dir anvertrauen, unter deinen Schutz, und laß ihn/sie zu einem überzeugten Christen heranwachsen. (Sti%e) Christus, höre uns. A.: Christus, erhöre uns. - Steh den Eltern und Paten/dem Paten/der Patin bei, damit sie N. in Wort und Tat zu einem christlichen Leben anleiten...

8 - Stärke alle Getauften im Glauben und in der brüderlichen Liebe... - Schenke allen, die uns im Glauben vorangegangen sind, das ewige Leben... - Wir beten für alle Kinder, die an den Anfängen ihrer Lebenswege stehen. - Für alle Kinder, die ohne Liebe aufwachsen. - Für alle Menschen, die keine Orientierung im Leben finden. - Für alle Menschen, die nicht glauben können. - Wir beten für N., daß er/sie gesund bleibt und seinen/ihren Eltern Freude macht. A.: Wir bitten dich, erhöre uns. - Daß N. sich auf seinem/ihrem ganzen Lebensweg zu Christus bekennt. - Wir beten für die Eltern und die Paten/den Paten/die Patin, daß sie N. ein Vorbild christlichen Lebens sind. - Wir beten für alle Brüder und Schwestern in der Welt, die sich auf die Taufe vorbereiten (daß sie wachsen im Glauben und ihre Herzen öffnen für Gottes Wort). - Wir bitten den Herrn für N., daß er/sie allzeit in seiner Liebe bleibt. Herr, erbarme dich. Oder: Christus, höre uns. A.: Christus, erbarme dich. Oder: Christus, erhöre uns. - Daß er/sie sich durch seinen/ihren Glauben als Jünger des Herrn erweist... - Wir bitten den Herrn auch für die Eltern, Paten/den Paten/die Patin und die Geschwister/den Bruder/die Schwester, daß N. bei ihnen Liebe und Geborgenheit findet... - Wir bitten den Herrn, daß das Geschenk der Taufe allen Menschen zuteil wird... - Herr Jesus Christus, laß N. ein lebendiges Glied deiner Kirche werden. A.: Wir bitten dich, erhöre uns. - Gib, daß er/sie dein Evangelium hört, bewahrt und verwirklicht. - Hilf ihm/ihr, durch Wort und Beispiel der Getauften ein guter Christ zu werden. - Gib, daß alle, die sich zu dir bekennen, in Glaube und Liebe eins werden. - Wir beten, daß N. ein treuer Zeuge des Evangeliums wird. - Wir beten, daß N. durch ein christliches Leben zur Freude des Himmels kommt. - Wir beten für die Eltern und die Paten/den Paten/die Patin, daß sie N. den Glauben vorleben. - Wir beten für alle Getauften in der Welt, daß sie sich als Christen bewähren.

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