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1 Erfassung und Auswertung von Daten für Aussagen über eine nachhaltige Gestaltung und Nutzung des Stadtraums als Grundlage für die Siedlungsrichtplanung Bericht Datum: 4. Februar 2013 Bearbeiter: Tina Hurni, Leiterin Stadtbauamt a.i., Langenthal Dr. Markus Zahnd, Leiter Fachbereich Stadtentwicklung, Langenthal Stadtbauamt, Fachbereich Stadtentwicklung, Jurastrasse 22, 4901 Langenthal Telefon , Telefax ,

2 \\fs01\users$\zahnd1m\windows\profiles\desktop\bericht_erfassung+auswertung.doc 2/6

3 Inhaltsverzeichnis 1 Ausgangslage 4 2 Erfassung und Auswertung von Daten für die Siedlungsrichtplanung Referenzdaten Situative Daten Sozialräumliche Daten und Bezüge Sozioökonomische Daten und Bezüge Ökologische Daten und Bezüge 5 3 Einbezug des zur Zeit laufenden KTI-Projektes "ModularCity" für die Siedlungsrichtplanung 5 4 Weitere Verwendung der Daten und Bezüge im Rahmen der KTI-Fallstudie Im Rahmen der geplanten Richtplanung "Entwicklung Markthallenareal" Im Rahmen des laufenden KTI-Projektes "ModularCity" 6 \\fs01\users$\zahnd1m\windows\profiles\desktop\bericht_erfassung+auswertung.doc 3/6

4 1 Ausgangslage Das Leitbild der Stadtentwicklung Langenthal - als eine der Grundlagen der geplanten Siedlungsrichtplanung - wird eine nachhaltige Entwicklung in umfassender Weise vorausgesetzt (siehe Abbildung). Um die darin enthaltenen Umfelder "Gesellschaft", "Wirtschaft" und "Umwelt" ansprechen zu können, sind Bezüge im Bereich der sozialräumlichen und sozioöko-nomischen Entwicklung und der ökologischen Nach-haltigkeit darzustellen und zu bewerten. Damit solche Bezüge möglichst objektiv hergestellt werden können, sind bestimmte Daten zu erfassen und zu analysieren. Diese Daten stehen heute in höchst unterschiedlicher Weise zur Verfügung. Daher sind diese "Rohdaten" zumeist gemäss den erforderlichen Bezügen, Themen-stellungen und Zielsetzungen entsprechend unter-schiedlich aufzuarbeiten, bevor sie in einen direkten Bezug zueinander gestellt werden können. Diese Vorarbeiten sind teilweise verwaltungsintern, teilweise durch externe Fachstellen vorzunehmen. Die nachfol-genden Aus: Leitbild Stadtentwicklung Langenthal, S.6 Erläuterungen zeigen auf, wie dies im Rahmen der Siedlungsrichtplanung vorgesehen ist. 2 Erfassung und Auswertung von Daten für die Siedlungsrichtplanung 2.1 Referenzdaten Im Rahmen der eidgenössischen Registerharmonisierung ist bundesweit jede Person (und die mit ihr verbundenen Daten) in Bezug zu ihrer Wohnung (mit den damit verbundenen Daten) über entsprechende Gebäudeidentifikatoren (EGID) und Wohnungsidentifikatoren (EWID) erfasst. Diese Daten werden als Referenzdaten bezeichnet und als nationale Datenbanken geführt. Alle damit verbundenen Daten müssen gemäss Anweisung des Bundes regelmässig kommunal über das Einwohnerregister (EWR) und Gebäuderegister (GWR) nachgetragen werden. Eine allfällige Nutzung der Daten für kommunale Zwecke bleibt den Gemeinden überlassen. In der Stadt Langenthal werden die Nachträge dieser Referenzdaten durch den Einwohnerdienst und das Bauinspektorat geleistet. Wie in den meisten Gemeinden werden diese harmonisierten Registerdaten auch in Langenthal bis heute nicht für planerische Zwecke und Entwicklungsszenarien genutzt. Es besteht daher die Absicht, im Rahmen der Siedlungsrichtplanung diese Daten erstmals kommunal nachhaltig nutzbar zu machen. Aus: Wegleitung zur Zuweisung von EGID und EWID in den Einwohnerregistern, BFS, S.7 \\fs01\users$\zahnd1m\windows\profiles\desktop\bericht_erfassung+auswertung.doc 4/6

5 2.2 Situative Daten Im Gegensatz zu Referenzdaten können situative Daten nicht grossflächig und allgemein gültig über Datenbanken erhoben werden, sondern müssen gemäss der Fragestellung vor Ort gezielt und direkt erfasst werden. Die Auswertung solcher Daten erlauben jedoch spezifische Aussagen zu bestimmten Themen und ein spezifisches Vorgehen in den vorgesehenen Teilbereichen. Es wird zu klären sein, ob und wie im Rahmen der Siedlungsrichtplanung für gewisse Aspekte auch solche Daten zur Anwendung kommen sollen. 2.3 Sozialräumliche Daten und Bezüge Diese Daten befassen sich mit dem Mensch und dessen Aktivität (z.b. Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Mobiliät, etc.) in Bezug zum Raum. Sozialräumliche Daten und Bezüge sind auf kommunaler Ebene wenig erfasst und für die Nutzung in der Planung erforscht. Diesen Aspekten kommt jedoch in der Entwicklungsplanung zunehmend Bedeutung zu und sollen daher bei der Analyse von Stadtgebieten und vor allem in Bezug zum öffentlichen Raum auch in die Siedlungsrichtplanung einfliessen. In Langenthal werden solche Daten und Bezüge erstmals in einem zur Zeit laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekt grundlegend erfasst (siehe Kapitel 3). 2.4 Sozioökonomische Daten und Bezüge Diese Daten befassen sich aus wirtschaftlicher Sicht mit der baulichen Nutzung des Raumes. Diese Daten und Bezüge sind auf kommunaler Ebene zumeist nur begrenzt erfasst und werden vor allem im Rahmen des Immobilienmarktes genutzt. Zunehmend erfassen und nutzen Gemeinden in der Schweiz diese Daten auch für planerische Aspekte zur Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums (Entwicklungspotentiale, Erstellungs-/Folgekosten von Bauten, Plätze, Strassen, Infrastrukturen, etc). In Langenthal ist dies, abgesehen von der Gesamtentwässerungsplanung (GEP) noch nicht der Fall. Es ist vorgesehen, im Rahmen der Siedlungsrichtplanung entsprechende Grundlagen zu erarbeiten, die ansatzweise aufzeigen, welche Auswirkungen und Möglichkeiten sich diesbezüglich ergeben und wie in Langenthal in Zukunft sozioökonomische Daten und Bezüge für umfassendere Verwendungszwecke integrativ und nachhaltig genutzt werden können. Im Rahmen der Siedlungsrichtplanung ist vorgesehen, entsprechende Grundlagen durch den Beizug der der Firma Infraconsult, Bern, mit Einbezug lokaler Immobilienfachleute zu erarbeiten. 2.5 Ökologische Daten und Bezüge Diese Daten befassen sich mit der nachhaltigen Sicht von gebautem Raum und Umwelt. Diese Daten und Bezüge können im Rahmen eines lokalen Kontextes nur begrenzt erfasst und dargestellt werden. Eine systematische Erfassung und Darstellung derselben ist im Rahmen einer kommunalen Siedlungsrichtplanung nicht möglich, da damit zu umfangreiche Aufwendungen erforderlich wäre. Der Schwerpunkt der Betrachtung soll daher in erster Linie auf die Nachhaltigkeit von zu untersuchenden/ diskutierten Entwicklungsmassnahmen gelegt werden. Im Rahmen der Siedlungsrichtplanung ist vorgesehen, entsprechende Nachhaltigkeitsaspekte ebenfalls durch den Beizug der Firma Infraconsult zu erarbeiten. 3 Einbezug des zur Zeit laufenden KTI-Projektes "ModularCity" für die Siedlungsrichtplanung Zur Zeit läuft das vom Bund teilfinanzierte Forschungs- und Entwicklungsprojekt "ModularCity", welches \\fs01\users$\zahnd1m\windows\profiles\desktop\bericht_erfassung+auswertung.doc 5/6

6 von der eidgenössischen Kommission für Technologie und Innovation (KTI) begleitet wird und als Fallstudie die Stadt Langenthal im Fokus hat. Die Stadt Langenthal, vertreten durch das Stadtbauamt, beteiligt sich mit anderen Partnern (2 Hochschulen und 2 Firmen) am Projekt. Das Projekt versucht schweizweit erstmalig, unter sozialräumlichen Gesichtspunkten die vorhandenen Referenzdaten in Ergänzung mit situativen Daten für die Areal- und Stadtplanung mit Wahrung des Datenschutzes nutzbar zu machen. Langenthal wurde in dieser Pilotstudie ausgewählt, da hier einerseits beispielhaft für die Schweiz diese Aspekte untersucht werden können, andererseits in der Stadt Entwicklungen und Planungen mit den entsprechenden Fragestellungen konkret anstehen. In diesem Sinn wurde für die Fallstudie die Entwicklungsplanung Markthallenareal zur Erforschung und Entwicklung von geeigneten planerischen Werkzeugen ausgewählt. Gemäss einem vorgängig durchgeführten Gewichtungsverfahren sollen folgende Aspekte im Besonderen im und um das Markthallenareal erfasst, ausgewertet und dargestellt werden: Referenzdaten Sozialstruktur (demografische und ökonomische Aspekte) Gebäudestruktur (Zustand, Nutzung und Potenzial von Bauten) Dichte (baulich, räumlich, funktional) Situative Daten Nutzung öffentlich zugänglicher Räume Nebst dem Fokus auf das Gebiet der Fallstudie selbst sollen diese Erkenntnisse mögliche Stossrichtungen für die Siedlungsrichtplanung im Bereich der Integration sozialräumlicher Aspekten aufzeigen. 4 Weitere Verwendung der Daten und Bezüge im Rahmen der KTI-Fallstudie Langenthal 4.1 Im Rahmen der geplanten Richtplanung "Entwicklung Markthallenareal" Die KTI-Fallstudie Langenthal dient als wichtige Grundlage für das weitere Vorgehen der Erarbeitung des Richtplans "Markthallenareal". 4.2 Im Rahmen des laufenden KTI-Projektes "ModularCity" Die Ergebnisse der KTI-Fallstudie werden verwendet, um im Rahmen des laufenden KTI-Projekts systematisch und beispielhaft zu erforschen, wie solche Daten unter Berücksichtigung des Datenschutzes in einer Software für Stadtplaner und Arealentwickler zur Verfügung gestellt werden können. Damit soll ein Entwicklungsbeitrag geleistet werden, welcher einerseits schweizweit die bessere Nutzung vorhandener Daten des Bundes für die Stadtplanung bietet, andererseits die Diskussion der Stadt- und Arealentwicklung um wesentliche Aspekte erweitert. \\fs01\users$\zahnd1m\windows\profiles\desktop\bericht_erfassung+auswertung.doc 6/6

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