Zusammenarbeit. zwischen. den Pohlheimer. Kindergärten. und. Schulen

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1 Zusammenarbeit zwischen den Pohlheimer Kindergärten und Schulen Seite 1 von 6

2 Mit den veränderten familiären, vorschulischen und schulischen Rahmenbedingungen der letzten Jahre haben sich auch die Ausgangslagen in den Familien, Kindergärten und Schulen geändert. Vor diesem Hintergrund versuchen Kindergarten und (Grund-) Schule ihre Zusammenarbeit stärker zu verzahnen. Ziel dieser Zusammenarbeit soll eine Gleichgewichtung in der pädagogischen Arbeit sein. Voraussetzung hierfür ist jedoch die Kooperation zwischen Elternhaus und Kindergarten bzw. Elternhaus und (Grund-) Schule. Denn nicht nur der Kindergarten bzw. die Schule haben einen Bildungsund Erziehungsauftrag zu leisten, auch die Eltern stehen hier verstärkt in der Verantwortung. Erziehung ist keine Einbahnstraße. Im Dialog zwischen Elternhaus Kindergarten bzw. Elternhaus Schule sollen falsches Erziehungsverhalten (in manchen Fällen sogar kein erkennbarer Erziehungsverhalten) besprochen und ggf. verbessert bzw. korrigiert werden, so dass eine für alle Beteiligten sinnvolle und fruchtbare Arbeit gewährleistet werden kann. In den folgenden Bereichen wurden in den letzten Jahren verstärkt Defizite bei den Schulanfängern registriert: Sprachdefizite Defizite in der akustischen Wahrnehmung Mangelndes Sozialverhalten Mangelndes Arbeitsverhalten Defizite in der Feinmotorik Kindergarten und Grundschule können sich zwar gemeinsam darum bemühen, am Ausgleich dieser Defizite zu arbeiten. Sie werden aber nur dann hinreichend erfolgreich sein, wenn sie die Eltern zur Mitarbeit gewinnen können. Um diese Unterstützung der Eltern zu gewinnen, werden folgende Maßnahmen angestrebt: Bereits beim ersten Elternabend nach Aufnahme in den Kindergarten muss den Eltern bewusst gemacht werden, wie wichtig es ist, dass sie die Erzieherinnen in ihrer Arbeit unterstützen. Die spätere Schulfähigkeit ihrer Kinder wird in diesem Jahren entscheidend geprägt und nicht erst im letzten halben Jahr vor der Einschulung. Auch im Kindergarten sollten regelmäßig Elternsprechtage durchgeführt werden. Seite 2 von 6

3 Im folgenden wird auf einige wesentliche Aufgaben hingewiesen, die bei der täglichen Arbeit mit den Kindern im Kindergarten und in der Schule besonders von Bedeutung sind. 1. Regeln und Rituale 2. Spracherziehung 3. Soziale und emotionale Reife 4. Mathematisches Verständnis 5. Alltagsfertigkeiten 1. Regeln und Rituale Sicherheit bekommen die Kinder durch immerwiederkehrende Rituale und feste Regeln, z. B.: - die Mahlzeiten gibt es zu bestimmten Uhrzeiten - die Gummistiefel stehen immer im Stiefelregal - das Geschirr kommt in ein bestimmtes Regal - grüßen, wenn man einen Raum betritt - feste Anfangszeiten z. B. der Morgenkreis - die anderen ausreden lassen - sich melden - Hausregeln 2. Spracherziehung Es ist uns wichtig, dass alle Kinder bis zur Einschulung einen sicheren Umgang mit der deutschen Sprache haben. Um dies zu fördern, - sprechen wir in ganzen Sätzen, - Bücher gehören zum Alltag im Kindergarten, - in täglichen Gesprächskreisen wird der Wortschatz erweitert, - die Kinder werden mit Liedern, Reimen, Gedichten und Rätseln bekannt gemacht, - spielerische Übungen zum phonetischen Verständnis gehören zum Alltag, - im letzten Kindergartenjahr sollten die Kinder ihren Namen schreiben und wiedererkennen können, - die Kinder werden angehalten, in ganzen Sätzen zu sprechen, ihre Gefühle verbal zu äußern, Erlebnisse geordnet wiederzugeben und mit Oberbegriffen z. B. Blumen umzugehen, - guten Kontakt zur örtlichen Bücherei. Seite 3 von 6

4 3. Soziale und emotionale Reife Um den Schulalltag bewältigen zu können, bedarf es außer den kognitiven Fähigkeiten auch einer sozialen und emotionalen Reife. Wir fördern dies durch Förderung der Ich-Stärke z. B. - sicht in den Mittelpunkt stellen können, - eigene Schwächen und Stärken kennen, - sich selber als wertvoll einzuschätzen, - sich als Teil einer Gruppe fühlen. 4. Mathematisches Verständnis Die meisten Spiele im Kindergarten laden geradezu dazu ein, sich mit Zahlen und Mengen auseinander zu setzen. Die Kinder finden Gesetzmäßigkeiten heraus und erkennen logische Wiederholungen. Im Alltag wird das Zählen geübt z. B. - wie viel Kinder sitzen im Morgenkreis, - wie viel Mädchen und Jungen sind es, - wie alt sind wir, - die Woche hat 7 Tage, - es gibt 4 Jahreszeiten, - für eine bestimmte Anzahl Kinder den Tisch decken, - Dinge aufteilen: Halbe, Viertel, - Zahlenschritte: davor dahinter. Formen werden speziell im letzten Kindergartenjahr vertieft: - Formen werden benannt, - wo wiederholen sich die Formen im Kindergarten, - Formen sortieren und Eigenschaften benennen, - mit ausgeschnittenen Formen Bilder gestalten. Mengen werden im Alltag spielerisch geübt: - mehr weniger, - größer kleiner, - höher niedriger. 5. Alltagsfertigkeiten Seite 4 von 6

5 Um unbeschwert lernen zu können, bedarf es einiger Fertigkeiten. Im Kindergartenalltag bemühen wir uns dieser den Kindern beizubringen, damit sie den Schulalltag besser bewältigen können: - Schuhe alleine anziehen und binden, - an- und ausziehen, - den Arbeitsplatz selber aufräumen, - eigenständige Entscheidungen treffen, - um Hilfe bitten können, - andere helfen, - Genauigkeit, - Gebrauch von Schere und Kleber, - einen Stift spitzen, - geordnet in einem Raum aufhalten, - Namen und Anschrift kennen. Wir sind bemüht, gewisse Defizite in der Entwicklung zu beheben. Dies ist nur in Zusammenarbeit mit den Eltern möglich. Seite 5 von 6

6 Zusammenarbeit der Pohlheimer Grundschulen mit der Adolf-Reichwein-Schule (IGS) Die Adolf-Reichwein-Schule ist die Gesamtschule der Stadt Pohlheim. Zwischen den Pohlheimer Grundschulen und der Adolf-Reichwein- Schule besteht eine gute Zusammenarbeit. In regelmäßigen Abständen finden Schulverbundssitzungen der Schulleitungen statt. Darüber hinaus werden in schulübergreifenden Fachkonferenzen pädagogische Themen diskutiert und Lerninhalte abgestimmt. Ziel der Zusammenarbeit ist die pädagogisch und organisatorisch sinnvolle Gestaltung des Übergangs von der Grundschule in die Sekundarstufe 1 der Gesamtschule. Bereits im 3. und 4. Schuljahr erhalten die Schüler der Grundschulen diverse Angebote, die Adolf-Reichwein-Schule kennen zu lernen. Zu dem jährlich stattfindenden Tag der offenen Tür werden insbesondere die Eltern und Schüler der Grundschulen eingeladen. Im November finden sogenannte Schnuppertage, besondere Veranstaltungen einzelner Fachbereiche und/oder Führungen durch die Schule statt. Hierbei lernen die Schüler den Schulalltag an der Adolf- Reichwein-Schule kennen und können Fragen zur Schule stellen. Für die Eltern finden im gleichen Monat in den Grundschulen Informationsabende gemeinsam mit den Schulleiterinnen und Schulleitern bzw. den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern der Grundschulen statt. Im Frühjahr hospitieren die Klassenlehrer/innen des zukünftigen 5. Jahrgangs in den Grundschulen. Seit dem Schuljahr 2006/2007 besuchen auch Schülerinnen und Schüler aus den Grundschulen in Langgöns die Adolf-Reichwein-Schule. Entsprechend werden diese Schulen künftig in den Schulverbund Pohlheim mit einbezogen. Seite 6 von 6

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