Öffentliche Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses am

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1 BU Nr. 151 / 2014 Az Öffentliche Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses am TOP 6. Bericht über die Sprachhilfe in Weinstadt Sachverhalt Seit rund 40 Jahren gibt es die Arbeitsgemeinschaft Sprachhilfe Weinstadt (Anlage: Faltblatt). Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sind die Stadt Weinstadt und die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden. Die Geschäftsführung liegt bei der Kindergartenfachberaterin der Stadt, sie wird unterstützt von zwei Mentorinnen. Derzeit sind 20 Sprachförderkräfte in 42 Gruppen im Einsatz. Sie arbeiten ehrenamtlich gegen Aufwandsentschädigung. Die Arbeitsgemeinschaft entwickelt auf örtlicher Ebene inhaltlich die Sprachförderung, sorgt für die Fortbildung der Sprachförderkräfte, organisiert die Sprachhilfegruppen und rechnet mit dem Land die Fördermittel nach den SPATZ- 1 und HSL- 2 Richtlinien ab. Mit der Erhöhung der Landesförderung war es 2012 möglich die Anzahl der Sprachförderstunden zu erhöhen, vgl. Sozial- und Kulturausschuss (BU 194/2012). Je Gruppe müssen seitdem jährlich mindestens 120 Förderstunden erreicht werden, um die volle Förderung zu bekommen. Um die qualitativen Vorgaben umzusetzen, wurden weitere Fortbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen für Sprachförderkräfte und Erzieherinnen entwickelt und angeboten. Im Juni 2014 wurde nun vom Land die neue gefasste HSL-Richtlinie erlassen und Ende Juli die Weiterentwicklung von SPATZ vom Ministerrat beschlossen. Bei beiden Maßnahmen soll eine Verbesserung der Förderung erreicht werden. So wurde beispielsweise die Gruppengröße gesenkt und die Bezuschussung der Gruppen vereinheitlicht. Durch die stetige qualitative Weiterentwicklung wachsen auch die fachlichen Anforderungen an die Sprachförderkräfte. 1 Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen für Kinder mit Zusatzbedarf 2 Hausaufgaben, Sprach- und Lernhilfe

2 Seite 2 von 3 Im Kindergartenbereich wird u.a. erwartet: ein regelmäßiger Austausch mit den Erzieherinnen, ggf. einschließlich der Planung von gemeinsamen Projekten (alltagsintegrierte, ganzheitliche Sprachförderung), Sprachbeobachtungen mit Hilfe von standardisierten Beobachtungsbögen, eine individuelle, auf den Förderbedarf des einzelnen Kindes zugeschnittene Sprachförderung, die bewusste Gestaltung von Sprachanlässe und Vorbereitung von Material (z.b. hat ein selbst hergestelltes Memory mit Fotos der Kinder einen höheren sprechanregenden Charakter als ein gekauftes Memory mit Gegenständen die u.u. nicht der Lebenswelt der Kinder entstammen) und die Zusammenarbeit mit den Eltern. Diese Anforderungen gelten teilweise auch für den schulischen Bereich, hinzukommen: eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen, z.b. durch Gespräche mit den Lehrkräften. Informationen über den aktuellen Unterrichtsstoff, um Inhalte in den Sprachförderstunden aufgreifen, vermehrt Gespräche mit Eltern (z.b. um zur regelmäßigen Teilnahme des Kindes an der Sprachförderung zu motivieren). Seit der Umstellung der Förderung im August 2012 hat sich die jährliche Fördersumme pro Jahr von im Haushaltsjahr 2011 deutlich erhöht. Für 2014 und 2015 wird eine Förderung von jeweils erwartet. Fortbildungen werden seit der Umstellung jedoch nicht mehr vom Land bezuschusst, sondern müssen über die Gruppenpauschalen finanziert werden. Die Sprachförderkräfte erhalten die Aufwandspauschale in Höhe von 8,50 je Stunde im Kindergarten bzw. 7,80 je Schulstunde seither nur für die tatsächlich geleisteten Förderstunden in den Sprachhilfegruppen. Vor- und Nachbereitungszeit, Fortbildungen, Absprachen mit Erzieherinnen und Lehrern sowie die Teilnahme am regelmäßigen Erfahrungsaustausch bleiben unberücksichtigt. Um den hohen Anforderungen gerecht zu werden und die Gewinnung ehrenamtlicher Kräfte zu sichern, schlägt die Verwaltung vor, dass die Sprachförderkräfte ab Beginn des Kindergartenjahres 2015/2016 je Fördergruppe und Monat bis zu drei Stunden Vor- bzw. Nachbereitungszeit anrechnen können und Fortbildungen nach der tatsächlich absolvierten Dauer. Dadurch ergibt sich für 2015 voraussichtlich folgende Finanzierungssituation der Sprachhilfe: Einnahmen Landeszuweisungen, Beteiligung der Kirchen, Benutzungsgebühren Ausgaben Personalkosten, Aufwandsentschädigungen, Fortbildung, Lehrmittel, Unterrichtsmaterial, Sonstiges Differenz./ Rechnungsergebnis 2011 (letztes Jahr altes Fördermodell)./ Rechnungsergebnis 2012./ Ansätze 2013, 2014 jeweils./

3 Seite 3 von 3 Die Sprachförderung steht in Zusammenhang mit dem Kursbuch 2030, Themenfeld 4 Bildung und Betreuung. Beschlussvorschlag Der Sozial- und Kulturausschuss nimmt die Beratungsunterlage zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die Veränderungen im Haushaltsplanentwurf 2015 zu berücksichtigen / Dezernat I / Amt für Familie, Bildung und Soziales / Forster-Sprenger, Friedel Interne Bearbeitungsvermerke Dez./Amt OB EBM SWW SEW x Federführung Kürzel FoS Mitzeichnung X X x Erfolgt am Kürzel Os we Sp

4 Träger der Sprachhilfe sind die Stadt und die ev. und kath. Kirchengemeinden in Weinstadt. Die Sprachhilfe Weinstadt ist dem Verband der Arbeitsgemeinschaften Sprachhilfe nach dem Denkendorfer Modell" angeschlossen. Geschäftsführung der Sprachhilfe Weinstadt Sylvia Forster-Sprenger Amt für Familie, Bildung und Soziales Weinstadt-Beutelsbach Poststr. 15/1 Tel.: / Fax Mentorin für den Kindergartenbereich Gudrun Küver Weinstr Weinstadt Tel.: Jahre Sprachhilfe Weinstadt Mentorin für den Schulbereich Andrea Paasch Portugieserstr Weinstadt Tel.: Ein Wort, das ein Kind nicht kennt, ist ein Gedanke, den es nicht denken kann. Wolfgang Maier

5 Die Sprachhilfe Weinstadt unterstützt Kinder mit Migrationshintergrund und deutsche Kinder mit erhöhtem Sprachförderbedarf beim Erlernen der deutschen Sprache im Kindergarten und in der Schule. Sie ist ein zusätzliches Angebot in Kindergarten und Schule. Die Sprachförderung im Kindergarten findet alltagsorientiert in der Kleingruppe und im Freispiel statt. Die Sprachförderung in der Schule findet außerhalb der Unterrichtszeit in Kleingruppen am Nachmittag statt. Unsere Ziele sind eine gute Integration und Teilhabe der Kinder in der Gesellschaft und bessere Bildungschancen. Die Sprachhilfe arbeitet nach dem Denkendorfer Modell Die Sprachförderung geschieht ganzheitlich individuell mit allen Sinnen mit Spaß und Freude Im Kindergarten Die Kinder erwerben in altersgerechten Spiel- und Lernsituationen die deutsche Sprache. Mit Bilderbüchern, Spielen, Liedern und Gesprächen werden die Kinder mit allen Sinnen gefördert und ihre Sprechfreude angeregt. Die Themen orientieren sich am Bedarf der Kinder und am Kindergartenalltag. In der Schule Die Kinder erweitern und vertiefen ihre sprachlichen Fähigkeiten. Die Sprachförderung geschieht durch vielfältige Möglichkeiten von Sprechen, Zuhören, Schreiben und Lesen und bietet individuelle Unterstützung beim Lernstoff der Schule. Mit Spaß und Freude wird die Sprache vermittelt. Die Sprachförderkräfte arbeiten ehrenamtlich und erhalten eine Aufwandsentschädigung. Sie werden gut aus- und weitergebildet und bei ihrer Arbeit von den Mentorinnen unterstützt und beraten. Pädagogische Grundhaltung ist, dass jedes Kind mit seiner Individualität, mit seiner Kultur und Muttersprache angenommen und wertgeschätzt wird. Die Sprachförderkräfte sind mit ErzieherInnen, LehrerInnen und den Eltern im Austausch. Wir suchen immer wieder ehrenamtliche Sprachförderkräfte für unsere Kindergärten und Schulen. Wenn Sie Freude am Umgang mit Kindern sowie pädagogische Erfahrung haben und sich zweimal wöchentlich am Vor- oder Nachmittag Zeit nehmen können, dann sind Sie richtig in unserem Team. Nähere Informationen erhalten Sie bei den umseitig angegebenen Kontaktpersonen.

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