Diskutieren Sie aufbauend auf Lothar Krappmanns Überlegungen die Frage, was es heißen kann, aus soziologischer Perspektive Identität zu thematisieren?

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1 Geisteswissenschaft Anonym Diskutieren Sie aufbauend auf Lothar Krappmanns Überlegungen die Frage, was es heißen kann, aus soziologischer Perspektive Identität zu thematisieren? Essay

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3 Friedrich-Schiller-Universität Institut für Soziologie Essayfrage: Diskutieren Sie aufbauend auf Lothar Krappmanns Überlegungen die Frage, was es heißen kann, aus soziologischer Perspektive Identität zu thematisieren? Abstrakt: Das vorliegende Essay befasst sich mit der Identitätstheorie Lothar Krappmanns, sowie den Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche soziale Interaktion. Es wird sein Konzept der balancierten Identität vorgestellt und der symbolische Interaktionismus beleuchtet werden. Des Weiteren soll auf die Frage eingegangen werden, was es bedeutet, auf soziologische Sichtweise das Problem der Identitätsbildung zu betrachten. 1

4 Der deutsche Soziologe und Pädagoge Lothar Krappmann gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des symbolischen Interaktionismus in Deutschland und setzte sich in seiner Dissertation zum Thema Soziologische Dimension der Identität mit der Identitätsbildung sowie den Rahmenbedingungen für die Teilnahme an Interaktionsprozessen auseinander. Für Krappmann ist die menschliche Identität keine feststehende oder von Geburt an vorhandene Eigenschaft des Menschen, also keine anthropologische Naturkonstante 1, sondern er sieht die Identitätsbildung vielmehr als einen dynamischen Prozess, dessen Grundlage die Teilnahme an Interaktionsprozessen bildet. Mit jedem neuen Interaktionsprozess und mit jeder neuen Kommunikation in welche der Einzelne involviert ist, kann sich seine Identität verändern. Seine Annahme basiert auf der Beobachtung, dass sich jeder Mensch in den verschiedenen sozialen Systemen entsprechend seiner Interaktionspartner anders verhält: so werden wir beispielsweise über politische Probleme mit einem Studentenvertreter anders sprechen als mit einen Mitglied der Regierungspartei. 2 Er definiert Identität wie folgt: Die Identität interpretiert das Individuum im Hinblick auf die aktuelle Situation und unter Berücksichtigung des Erwartungshorizonts seiner Partner. ( )vielmehr stellt sie eine immer wieder neue Verknüpfung früherer und anderer Interaktionsbeteiligungen des Individuums mit den Erwartungen und Bedürfnissen, die in der aktuellen Situation auftreten, dar. 3 Die Voraussetzung eine Identitätsbildung ist demnach die Leistung, sich während Interaktionsprozessen immer wieder neu definieren zu können. Krappmann bezieht sich mit seinen Annahmen auf Emile Durkheim und seine Theorie der differenzierten Moderne, in der, angetrieben durch eine fortschreitende Arbeitsteilung in der Gesellschaft, die Entwicklung von Identität gefördert wird. Dies passiert, weil es durch die Ausdifferenzierung der Gesellschaft zur Herausbildung unterschiedlicher Normen- und Wertesysteme kommt, denen sich das Individuum konfrontiert sieht. In diesem Ansatz verdeutlicht sich Krappmanns soziologische Betrachtungsweise, da er gesellschaftliche Entwicklungen als entscheidende Faktoren für die Identitätsbildung betrachtet. 1 Krappmann, Lothar, Soziologische Dimension der Identität. Strukturelle Bedingungen für die Teilnahme an Interaktionsprozessen, Ernst Klett Verlag: Stuttgart 1972, S Ebd. S Ebd. S. 9. 2

5 Die Situation, dass der Einzelne die verschiedenen Erwartungen und Normen ständig neu Abwägen muss und sich gleichzeitig in seiner Besonderheit und Einzigartigkeit präsentieren soll, immer mit dem Ziel einer gelingenden Interaktion, bezeichnet Krappmann als balancierte Individualität. Es kommt hierbei zu einem Abwägen der sozialen Identität, die geformt ist durch die Anforderungen des Interaktionspartners und der gesellschaftlichen Normen, und der persönlichen Identität, also der eigenen Selbsteinschätzung und dem Bedürfnis nach einer Individualität. Dieses Abwägen bildet die Balance der Ich-Identität. Das Auftreten immer neuer Normensysteme und die voranschreitende funktionale Differenzierung der Gesellschaft erschweren diesen Balanceakt. Wenn die Identitätsbildung erfolgreich ist, so ordnet der Einzelne die gemachten Erfahrungen mit den diversen Interaktionspartnern einer möglichst konstanten und durchgängigen Biographie zu. Mit der Verknüpfung der einzelnen Situationen schafft sich das Individuum eine Handlungsorientierung, welche es zur Abwägung von neuen Situationen verwenden kann. Laut Krappmann ist es zu erwarten, dass, ein Individuum dann, wenn es frühere Handlungsbeteiligungen und außerhalb der aktuellen Situation bestehende Anforderungen in seine Bemühungen um Identität aufnimmt, auch tatsächlich ein höheres Maß an Konsistenz im Verhalten zeigen wird. 4 Die Identitätsentwicklung ist folglich die Summe vieler Interaktionsprozesse, die das Individuum miteinander verknüpft um ein Bild seiner Selbst zu erhalten. Dadurch entwickelt jeder Mensch seine eigene Identität, die ihn von anderen unterscheidet. Die Individuen arbeiten demnach ständig an ihrer Identität, sie müssen sie verteidigen und neu konstruieren, um aus sozialen Erwartungen nicht herauszufallen und doch eigenen Wünschen Anerkennung zu verschaffen. 5 6 Die sozialen Interaktionen finden in der Regel statt, wenn Individuen in Beziehung treten, sprich verbale oder non-verbale Kommunikation betreiben. Krappmann scheint hier die Umgangssprache als geeignetste, die im Wesentlichen drei Funktionen im Interaktionsprozess zwischen Personen erfüllen muss, um das Entstehen von Identität möglich zu machen. 4 Krappmann, Soziologische Dimension der Identität, S Ebd. S Abels, Heinz/ König, Alexandra, Sozialisation. Soziologische Antworten auf die Frage, Wer wir werden, was wir sind, wie gesellschaftliche Ordnung möglich ist und wie Theorien der Gesellschaft und der Identität ineinander spielen, Verlag für Sozialwissenschaften: Wiesbaden 2010, S

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