Benutzerhinweise IGW/920-SK/92: Einsatz als VPN-Client

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1 Benutzerhinweise IGW/920-SK/92: Einsatz als VPN-Client Beachten Sie bitte bei der Benutzung des Linux Device Servers IGW/920 mit einem DIL/NetPC DNP/9200 als OpenVPN-basierter Security Proxy unbedingt die hier folgenden Hinweise. 1. Es muss einen OpenVPN-Server geben: Als Bestandteil des Security Kits SK/92 besitzt der IGW/920 neben dem Linux-Betriebssystem eine vorinstallierte OpenVPN-Software. Eine typische OpenVPN-Installation besteht aus einem Server und mehreren Clients. Um ein OpenVPN-basiertes VPN (Virtual Private Network) zu bilden, sind neben dem IGW/920 mindestens noch zwei weitere Rechner notwendig. Einer der beiden Rechner muss den OpenVPN-Server bilden. Der zweite, in der Regel ein stationärer oder mobiler PC-Arbeitsplatz, einen OpenVPN-Client. Der IGW/920 wird ebenfalls als OpenVPN-Client betrieben. Hinweis: Die Inbetriebnahme und der Betrieb eines VPNs nicht ganz einfach. Falls Ihnen das entsprechende Fachwissen in Ihrem Unternehmen nicht zur Verfügung steht, bieten wir Ihnen auf Wunsch gerne entsprechende Dienstleistungen an.

2 Seite 2 2. Werkseinstellungen: Im Rahmen des Security Kits SK/92 wird der IGW/920 mit zahlreichen voreingestellten Parametern für die Ethernet-LAN-Schnittstelle und die OpenVPN-Client-Software ausgeliefert. Parameter Voreinstellung ab Werk IP-Adresse des IGW/ Telnet-Login Benutzername= root Passwort= root Login per serieller Konsole Benutzername= root Passwort= root Login per Web-Oberfläche Passwort= adnp OpenVPN: Mode Client OpenVPN: Server-Name OpenVPN: Protokoll UDP OpenVPN: Portnummer 1701 OpenVPN: Kompression Ausgeschaltet (Compression Disable) OpenVPN: Client-Betriebsart Road Warrior OpenVPN: CA-Zertifikatsdatei ca.crt OpenVPN: Datei mit Client-Key client1.key oder client2.key OpenVPN: Client-Zertifikatsdatei client1.crt oder client2.crt Bevor Sie einen IGW/920 als OpenVPN-Client in Ihrer Umgebung benutzen können, müssen Sie zumindest den Server-Namen (siehe Seite 3: Server- Adresse ändern) ändern und drei neue Zertifikatsdateien laden (siehe Seite 4: Neue Zertifikatsdateien laden).

3 Seite 3 3. Server-Adresse ändern: Als OpenVPN-Client muss ein IGW/920 die IP- Adresse oder den DNS-Namen des OpenVPN-Server kennen. Tragen Sie die IP-Adresse oder den DNS-Namen des jeweiligen OpenVPN- Servers in das entsprechende Feld der IGW/920-Weboberfläche ein und klicken Sie auf die Apply-Schaltfläche. Durch diese Aktivität wird die neue Server-Adresse dauerhaft in den IGW/920- Konfigurationsdaten gespeichert.

4 Seite 4 4. Neue Zertifikatsdateien laden: Für die Verbindung mit dem OpenVPN-Server benötigt ein IGW/920 drei Zertifikatsdateien. Diese Dateien müssen für jeden Client individuell auf dem Server erzeugt werden. Sie autorisieren einen Client als Mitglied eines bestimmten VPNs. Bevor Sie die drei Zertifikatsdateien über das IGW/920-Webinterface in den Konfigurationsdatenbereich übertragen, müssen Sie die drei Dateien in einem Unterverzeichnis des PCs zwischenspeichern, von dem aus Sie per Browser auf das IGW/920 zugreifen. Klicken Sie für jede einzelne Zertifikatsdatei auf die jeweilige Durchsuchen- Schaltfläche. Es öffnet sich dann ein Dateiauswahl-Dialogfenster.

5 Seite 5 Wählen Sie die jeweilige Zertifikatsdatei im Dateiauswahl-Dialogfenster aus und klicken Sie auf die Öffnen-Schaltfläche des Dialogfensters. Klicken Sie dann für jede Zertifikatsdatei jeweils auf die Import-Schaltfläche in der IGW/920-Weboberfläche. Durch diese Aktivität werden die drei Zertifikatsdateien an das IGW/920 übergeben und im Konfigurationsdatenbereich dauerhaft gespeichert. Betätigen am Ende dieses Konfigurationsschrittes erneut die Apply-Schaltfläche. Erst dadurch werden die aktuellen Einstellungen vom IGW/920 übernommen.

6 Seite 6 5. Zertifikatsdatei prüfen: Sie können sich auf Wunsch über die Weboberfläche des IGW/920 die einzelnen Zertifikatsdateien auch anschauen. Klicken Sie einfach auf die Info-Schaltfläche für die jeweilige Zertifikatsdatei. Es öffnet sich auf Ihrem PC dann ein weiteres Fenster mit dem Inhalt der jeweiligen Zertifikatsdatei. Beachten Sie bitte die Zeitabhängigkeit der Zertifikatsdateien. Nur innerhalb der Gültigkeitsdauer ist es dem IGW/920 als OpenVPN-Client auch möglich, eine Verbindung zum jeweiligen OpenVPN-Server (also der Zertifkatsquelle) aufzubauen.

7 Seite 7 6. OpenVPN-Verbindung des IGW/920 prüfen: Ein IGW/920 mit vorinstallierter OpenVPN-Software versucht stets automatisch mit den Einstellungen der Weboberfläche eine VPN-Verbindung zum OpenVPN-Server herzustellen. Dabei entsteht eine zusätzliche IGW/920-Netzwerkschnittstelle mit dem Namen tap0. Benutzen Sie die serielle Konsole des IGW/920-Linux, um zu prüfen, ob diese Schnittstelle vorhanden ist. Mit dem Linux-Kommando ifconfig können Sie sich innerhalb der seriellen Konsole eine Übersicht der vorhandenen IGW/920-Netzwerkschnittstellen ausgeben lassen. Dabei wird auch die IP-Adresse des IGW/920 im VPN (in diesem Beispiel ) angezeigt. Im Fehlerfall (zum Beispiel keine Verbindung zum OpenVPN-Server auf Grund einer fehlerhaften Konfiguration oder anderer Probleme) wird keine tap0-netzwerkschnittstelle erzeugt. Selbstverständlich können Sie über die serielle Konsole auch die VPN-Verbindung zu Server testen. Hierfür eignet sich das Linux-ping-Kommando: ping Bitte beachten: In diesem Beispiel ist der OpenVPN-Server innerhalb des VPNs über die IP-Adresse erreichbar.

8 Seite 8 Analog dazu wäre auch jeder andere VPN-Client per Kommandozeile mit Hilfe eines ping ansprechbar.

9 Seite 9 7. IGW/920-SK/92 als Web-Proxy: Die Web-Oberfläche des IGW/920 besitzt eine Konfigurationsseite für die HTTP-Redirection-Einstellungen des Security Proxy. Über diese Seite werden Verknüpfungen erstellt, um die ungeschützten Webserver anderer Systeme mit einer TCP-Portnummer des IGW/920 per VPN zu erreichen.

10 Seite IGW/920-SK/92 als TCP-Proxy: Die Web-Oberfläche des IGW/920 besitzt eine Konfigurationsseite für TCP-Redirection-Einstellungen (siehe hierzu den Menü-Punkt Telnet/SSH/others). Damit können Zugriffe auf beliebige TCP- Ports des IGW/920-SK/92 an eine andere IP-Adresse weitergeleitet werden. Durch diese TCP-Proxy-Funktion kann über das VPN also mit Hilfe einer gesicherten Verbindung auf einen TCP-Port des IGW/920 zugegriffen werden. Sämtliche Daten dieses Ports werden an eine andere IP-Adresse innerhalb des Ethernet-LANs weitergeleitet, in dem sich das IGW/920 befindet. Die Einstellungen in der Abbildung erzeugen zwei TCP-Proxy-Verbindungen: 1. Alle Zugriffe auf den Port 2323 werden an die IP-Adresse :23 weitergeleitet. 2. Zugriffe auf den IGW/920-Port 8888 leitet der Proxy an die IP-Adresse :8888 weiter. Wenn ein IGW/920-SK/92 innerhalb eines VPNs zum Beispiel über die IP- Adresse erreichbar wäre, würde ein Telnet-Verbindungsaufbau eines anderen Rechners innerhalb des VPNs mit der Eingabe: telnet in diesem Beispiel an den Telnet-Server des Rechners weitergeleitet werden.

11 Seite 11 Durch diese Konfigurationseinstellungen ist für einen Telnet-Client innerhalb des VPNs eine vollständig transparente Telnet-Sitzung auf dem Rechner mit der IP-Adresse also außerhalb des VPNs möglich. Bitte beachten: Da das Betriebssystem des IGW/920-SK/92 einen eigenen Telnet-Server enthält, kann der TCP-Port 23 selbst nicht weitergeleitet werden.

12 Seite IGW/920-SK/92 als FTP-Proxy: Die Web-Oberfläche des IGW/920 beinhaltet auch eine Konfigurationsseite für FTP-Redirection-Einstellungen (siehe hierzu den Menü-Punkt Filetransfer). Damit können FTP-Zugriffe auf einen bestimmten TCP-Ports des IGW/920-SK/92 an einen FTP-Server auf einem anderen Rechner weitergeleitet werden. Durch diese FTP-Proxy-Funktion kann über das VPN also mit Hilfe einer gesicherten Verbindung per FTP-Client auf einen TCP-Port des IGW/920 zugegriffen werden. Sämtliche Daten dieses TCP-Ports werden an den FTP- Server eines anderen Rechners weitergeleitet, der sich gemeinsam mit dem IGW/920 im gleichen Ethernet-LAN befinden muss. Die Einstellungen in der Abbildung erzeugen eine FTP-Proxy-Verbindung für den TCP-Port Alle FTP-Zugriffe auf diesen Port werden an einen FTP- Server unter der IP-Adresse :21 weitergeleitet. Wenn ein IGW/920-SK/92 innerhalb eines VPNs zum Beispiel über die IP- Adresse erreichbar wäre, würde der FTP-Client-Verbindungsaufbau eines anderen Rechners innerhalb des VPNs mit den Adressparametern :2121 in diesem Beispiel an den jeweiligen FTP-Server des Rechners mit der IP-Adresse weitergeleitet werden.

13 Seite 13 Durch diese Konfigurationseinstellungen ist für einen FTP-Client innerhalb des VPNs eine vollständig transparente FTP-Sitzung auf dem Rechner mit der IP- Adresse also außerhalb des VPNs möglich. Bitte beachten: Da das Betriebssystem des IGW/920-SK/92 einen eigenen FTP-Server enthält, kann der TCP-Port 21 selbst nicht an einen anderen FTP- Server weitergeleitet werden. IGW920-Hinweise6.doc / Rev. 1.5 / / SSV Embedded Systems /

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