16. Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

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1 JUGENDHILFEPLAN Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Allgemeiner Teil Teil I Jugendförderung Teil II Hilfen zur Erziehung Teil III Kindertagesförderung Stand 28. Mai 203

2 JUGENDHILFEPLAN 203 Teil II Allgemeiner Sozialer Dienst (Teilbericht HzE) Inhalt. Zielstellung 2. Rechtliche Grundlagen 3 3. Herangehensweise Regionen und Sozialräume Arbeitsgemeinschaften 6 4. Statistische Angaben / Indikatoren Bevölkerungsstruktur nach Altersgruppen 4.2. Sozialstruktur Fallzahlen Gesetzliche Grundlagen der Hilfe zur Erziehung Leistungsarten Ambulante Leistungen Teilstationäre Leistung Stationäre Leistungen Inobhutnahme 4 5. Bestandsanalyse Bestandsaufnahme Finanzierung von Leistungen Die Fachleistungsstunde Der Entgeltsatz Die Kostenheranziehung Anteil der Kosten für Leistungen des Sachgebietes ASD Bewertung Handlungsempfehlung 57 Anhang

3 JUGENDHILFEPLAN 203. Zielstellung Der vorliegende Teilplan Hilfen zur Erziehung der Jugendhilfeplanung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte (LK MSE) stellt mit seinem Leistungsangebot und dem Leistungsumfang den kostenintensivsten Anteils des Haushaltsvolumens des Jugendamtes dar. Vor diesem Hintergrund bedarf es einer präzisen Bestandsanalyse des bestehenden Leistungsangebots, der Betrachtung der gegenwärtigen Finanzierung, aber auch der Bewertung der vorliegenden Angebotsstrukturen. Dabei sollen perspektivische Handlungsempfehlungen zur weiteren Entwicklung der Hilfen zur Erziehung gegeben werden. Da die finanziellen Ressourcen des Landkreises perspektivisch nur enge Spielräume zulassen werden, muss es gelingen, diese so effizient wie möglich zur Wirkung zu bringen. Diese Anforderung wird durch die gesellschaftlichen Bedingungen, insbesondere durch neue Gesetzlichkeiten erhöht. Seit Inkrafttreten des Kinder- und Jugendhilferechtes, welches inzwischen als SGB VIII im Bewusstsein der Fachkräfte angekommen ist, hat eine Vielzahl von Aktualisierungen erfahren. Das Sozialgesetzbuch VIII in seiner aktuellen Fassung und jüngst das Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen (Bundeskinderschutzgesetz - BKiSchG) stellen die Jugendhilfe immer wieder vor neue Aufgaben. Der vorliegende Teilbericht Hilfen zur Erziehung stellt die Grundlage für die weitere Entwicklung bedarfsgerechter Angebote im neuen Großkreis dar. Im Kontext der Individualhilfen betrachtet, steht außer Zweifel, dass der Bedarf an derartigen Leistungen durch Leistungen Dritter beeinflusst wird. Es ist von entscheidender Bedeutung, welche niederschwelligen Leistungen im Vorfeld einer notwendigen Erziehungshilfe durch Familien und junge Menschen in Anspruch genommen werden können. Hierzu zählen insbesondere Angebote der offen Kinder- und Jugendarbeit, der Schulsozialarbeit, Beratungsleistungen im Sinne der Allgemeinen Förderung u. a. m. Der vorliegende Teilplan umfasst daher zunächst keine qualitativen Aussagen zu Leistungen der Allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie gemäß 6 SGB VIII. Ihre fachliche inhaltliche Betrachtung wird Bestandteil der Fortschreibung sein. In einem ersten Schritt sind die Angebote der freien Träger der Jugendhilfe des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte systematisch erfasst und bieten einen quantitativen Überblick. Entsprechend der Größe unseres Landkreises sind zunächst vier Sozialräume definiert worden, die sich aus den ehemaligen Landkreisen Mecklenburg-Strelitz, Demmin, Müritz und der Stadt Neubrandenburg herleiten. Eine Teilaufgabe der Jugendhilfeplanung wird darin bestehen, territoriale Versorgungslücken zu analysieren und perspektivisch zu betrachten. Neben den Individualleistungen kommt der Jugendhilfe auch der Bereich der anderen Auf-

4 JUGENDHILFEPLAN 203 gaben zu. Diese beziehen sich einerseits auf rein verwaltungstechnische Prozesse, etwa dem Erteilen einer Betriebserlaubnis, andererseits im operativen Bereich, etwa der Sicherung des Kindeswohles. Mit der Einführung des 8a SGB VIII wurde der Schutzauftrag vor Kindeswohlgefährdung sowohl für die öffentliche, als auch für die freien Träger der Jugendhilfe neu definiert bzw. konkretisiert. Insbesondere geht damit für die Jugendämter die Verpflichtung einher, mit allen Trägern, die Leistungen und Dienste nach dem SGB VIII erbringen, Vereinbarungen zum Schutz vor Kindeswohlgefährdung abzuschließen. Mit den tragischen Einzelfällen, wie Kevin in Bremen oder Lea-Sophie in Schwerin sind breite Teile der Bevölkerung aufmerksamer und mutiger, wenn eine unklare Situation eine Kindes besteht und zeigen dieses im Jugendamt an. Aus derlei Vorgängen ergibt sich nun die Möglichkeit und gleichfalls die Verantwortung mehr Familien in belastenden Situationen zu unterstützen. Dort wo der Jugendhilfe Umstände bekannt werden, die sich nicht förderlich auf die Entwicklungsbedingungen junger Menschen auswirken, hat sie das Mandat, sich einzubringen. Dieses gilt sowohl für den Einzelfall aber insbesondere auch im Sinne einer fachlich qualifizierten Politikberatung. 2

5 JUGENDHILFEPLAN Rechtliche Grundlagen Die Leistungen des Allgemeinen Sozialen Dienstes (kurz ASD) des Jugendamtes spiegeln sich im SGB VIII neben den allgemeinen Vorschriften des ersten Kapitels, insbesondere in Kapitel 2, zweiter Abschnitt ( 6 bis 2 SGB VIII) sowie im ersten 27 bis 35 SGB VIII), zweiten ( 35a SGB VIII) und dritten ( 36 bis 40 SGB VIII) Unterabschnitt wider. Parallel zu den Leistungen kommen die anderen Aufgaben des dritten Kapitels hinzu ( 42 SGB VIII). Neben diesen eher operativen Leistungen und Aufgaben stehen weitere Aufgaben an, die jedoch eher verwaltungstechnischer Natur sind und hier nicht zum Gegenstand der Betrachtung gemacht werden sollen. Im Kontext der Sicherung des Kindeswohles gilt es, neben den Spezialvorschriften auch die Bestimmungen des Grundgesetzes und des Bürgerlichen Gesetzbuches zu berücksichtigen. Die Leistungen der o.g. Kapitel verstehen sich als Pflichtleistungen, deren Umfang und Inhalt seitens der Verwaltungsgerichte überprüft werden können (per Verwaltungsakt). Ausschlaggebend ist der Bedarf im Einzelfall, den das Jugendamt zu prüfen und ggf. nach pflichtgemäßem Ermessen zu entsprechen hat. Es gelten die allgemeinen Verwaltungsvorschriften, ergänzt durch Spezialvorschriften der einzelnen Sozialgesetzbücher. Mit der Einführung des Gesetzes zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen (Bundeskinderschutzgesetz - BKiSchG) und dem darin verankerten Artikel Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz erhielt der Träger der öffentlichen Jugendhilfe eine rechtliche Grundlage zur Weiterentwicklung des aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen. Richtlinien/Dienstanweisungen oder örtliches Recht Richtlinie zur Finanzierung der Vollzeitpflege sowie Bereitschaftspflege nach 33 SGB VIII Richtlinie über die Gewährung einmaliger und laufender Leistungen gemäß 39 SGB VIII bei stationärer Unterbringung 3

6 Sozialraum (Ämter/Stadtteile) JUGENDHILFEPLAN Herangehensweise Der Teilbericht Hilfen zur Erziehung wurde in Zusammenarbeit mit den (regionalen Arbeitsgemeinschaften (kurz reg. AG en) und der regionalen Teams der Mitarbeiter des ASD erstellt. Dabei sind Zuarbeiten zu den individuellen regionalen Bedarfen durch die reg AG en eingebracht worden. Aufgrund der Tatsache, dass die MitarbeiterInnen der freien Träger in der Fläche zahlreich in Kontakt mit Familien und den Netzwerkpartnern des Jugendamtes stehen, liegen hier wesentliche Erfahrungen für den Planungsprozess vor. Um den Status quo zu bestimmen, gab das Jugendamt eine Matrix zur Bestandsaufnahme vor, die Bestandteil dieses Teilberichtes ist. Von der Stabsstelle des Jugendamtes wurden Daten eingearbeitet, Diagramme und Tabellen erstellt. 3.. Regionen und Sozialräume Der ASD ist in den Zuschnitten der ehemaligen Landkreise Demmin, Mecklenburg-Strelitz und Müritz sowie der Stadt Neubrandenburg strukturiert, welche als Regionen gesehen werden. Innerhalb einer Region können wiederum Sozialräume definiert werden. Diese setzten sich aus den Ämtern oder Stadtteilen zusammen. Region Demmin Müritz Mecklenburg-Strelitz Neubrandenburg Hansestadt Demmin Amt Malchow Stadt Neustrelitz Innenstadt Stadt Dargun Amt Penzliner Land Amt Neustrelitz-Land Stadtgebiet West Amt Treptower Tollensewinkel Amt Röbel-Müritz Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte Vogelviertel Amt Malchin am Kummerower See Amt Seenlandschaft Waren Gemeinde Feldberger Seenlandschaft Reitbahnviertel Amt Stavenhagen Stadt Waren (Müritz) Amt Woldegk Datzeviertel Amt Demmin-Land Amt Stargarder Land Industrieviertel Amt Neverin Stadtgebiet Ost Amt Friedland Katharinenviertel Stadtgebiet Süd Lindenbergviertel 4

7 JUGENDHILFEPLAN 203 Diese Herangehensweise ist bedeutsam, da sich die Ressourcen in der Fläche unterscheiden und somit in den Bedarfen differieren können. Eine Veränderung im Zuschnitt des neuen Landkreises ergibt sich im Territorium des ehemaligen Landkreises Demmin. Die Gebiete der Ämter Tutow-Jarmen und Loitz sind nicht mehr Bestandteil des neuen Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, sie gehören nunmehr zum Kreis Vorpommern Greifswald. Regionalstandorte sind die Städte Waren/Müritz, Neustrelitz, Demmin und Neubrandenburg. Hier sind die Teilbereiche Bezirkssozialdienst, Jugendhilfe im Strafverfahren, Jugendhilfe im Familienverfahren, Pflegekinderwesen/Adoption und die wirtschaftliche Jugendhilfe verortet. Geleitet werden die vier Teams an den Regionalstandorten durch jeweils eine/einen HauptsachbearbeiterIn. Ihnen übergeordnet ist die Sachgebietsleitung des ASD. Aufgrund der Größe des neuen Landkreises sind die ehemaligen Außenstellen des ASD in die neue Struktur aufgenommen worden. Während die Außenstellen in Altentreptow und Malchin dauerhaft an 5 Tagen in der Woche zur Verfügung stehen, werden die Außensprechstunden in den Städten Woldegk, Friedland, Malchow, Röbel und Penzlin nur an bestimmten Tagen in der Woche angeboten. Diese Präsenz vor Ort sichert Bürgernähe und wird insbesondere im Kontext präventiver Beratung vorgehalten. Die Räumlichkeiten werden teilweise auch durch andere Verwaltungsleistungen genutzt, was die Sachkosten gering hält. Legende zu Seite 6 Regionalstandort Außenstelle Außensprechzeit 5

8 JUGENDHILFEPLAN 203 RSO Demmin AS Malchin AS Altentreptow Friedland RSO Neubrandenburg Malchow RSO Waren (Müritz) Penzlin Woldegk Röbel/M. RSO Neustrelitz Quelle Geoportal LK MSE 3.2. Arbeitsgemeinschaften Die Arbeitsgemeinschaft gemäß 78 SGB VIII Hilfe zur Erziehung (AG 78 SGB VIII) ist das zentrale Planungsgremium für die Aufgaben des ASD. Entsprechend des Planungsmodells setzt sie sich folgendermaßen zusammen: 6

9 JUGENDHILFEPLAN 203 Name des Mitgliedes Region Träger Frau Kornelia Hennek Frau Anette Callies MÜR CJD Waren LK MSE Herr Jens Martens Frau Heike Röwer MST T.E.S.A. AWO MST ggmbh Neustrelitz LK MSE Herr Frank Brehe Herr Dirk Schürgut NB Arbeiter- Samariter- Bund LK MSE Frau Susanne Wilken Frau Heike Lenz DM Trägerwerk Soziale Dienste LK MSE Der Vorsitz der AG 78 SGB VIII wurde Herrn Martens übertragen. Seine Stellvertretung übt Herr Brehe aus. Als ständiges Mitglied wirkt der Jugendhilfeplaner mit. Die ehemaligen Planungsgruppen der einstigen Jugendämter entsprechen heute den vier reg. AG en. In ihnen wirken alle freien Träger mit, die mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte eine Leistungsvereinbarung geschlossen haben. Die vier Hauptsachbearbeiter des ASD sind darin ebenso vertreten. Ferner erfahren die reg AG en zeitweise Unterstützung durch die Mitwirkung des Jugendhilfeplaners. Im Einzelnen wirken in den reg. AG en folgende freie Träger mit: Reg. AG Neustrelitz Träger Ansprechpartner Kunze GbR Herr Axel Kunze Kunze-gbr- Löhn & Kurzbuch ImPuls Frau Diana Löhn Erziehungsberatungsstelle NB e.v. Frau C. Hoffmann Internationaler Bund Neubrandenburg Frau Carmen Fuchs TESA AWO MST ggmbh Neustrelitz Herr Jens Martens 7

10 JUGENDHILFEPLAN 203 AWO MST ggmbh Herr Steffen Hanke Caritas Mecklenburg e.v. Neubrandenburg Herr Matthias Frommelt AFZ Friedland e.v. Frau Marianne Landfatt Diakoniewerk Stargard GmbH Frau Katja Knospe DRK KV MSP e.v. Frau Cathrin Klum Verein für familienorientierte Hilfen Frau Anne Hausdorf zur Erziehung Wohngruppe Klein Vielen Herr Henry Lauermann ASB RV Neubrandenburg/Mecklenburg-Strelitz e.v. Herr Frank Meinel MST.de Erziehungsberatungsstelle Caritas Mecklenburg e.v. Frau Toni Kendzierski LK MSE Frau Heike Röwer LK MSE Herr Stephan Höpner LK MSE Herr Dave Dust Ralf Dittmann Herr Ralf Dittmann Intensiv-therap. Kinder-, Jugendund Elternzentrum Schönhof Herr Daniel Rogge Reg. AG Neubrandenburg Träger Ansprechpartner Familie Bredow/Villa Kunterbunt Herr Uwe Bredow Diakonie Kirchenkreis Stargard Frau Sabine Bandow Internationaler Bund Frau Carmen Fuchs Caritas Mecklenburg e.v. Herr Mark-Peter Behrens AWO Kinder- und Jugenddienste ggmbh Herr Jan-Birger Häse Evangelisches Johannesstift Frau Mona Sorge DRK Sozialdienst NB ggmbh Frau Simone Gerber AWO ggmbh Mecklenburg- Herr Jens Martens Strelitz T.E.S.A. LK MSE Herr Dirk Schürgut Erziehungsberatungsstelle NB Frau C. Hoffmann e.v. Arbeiter-Samariter-Bund RV NB/MST Herr Frank Brehe 8

11 JUGENDHILFEPLAN 203 Reg. AG Demmin Träger Ansprechpartner Trägerwerk Soziale Dienste Frau Susanne Wilken MV Demmin Verbund für soziale Projekte Frau Sabine Piotrowski e.v. DRK KJHZ Malchin Frau Annett Zickerick AWO Demmin Frau Simone Dummer Diakonieverein Malchin e.v. Frau Anke Becker Kreisdiakonisches Werk e.v. Herr Stefan Weichler Greifswald Kinderbauernhof Ketzlin Herr René Kemmesies Sozialwerk Evang. Freikirchl. Herr Frank Korrmann Gemeinde Teterow/Malchin Verein für familienorientierte Frau Diana Käding Hilfen zur Erziehung LK MSE Frau Heike Lenz LK MSE Herr Jimmy Dittmar Reg. AG Müritz Träger Ansprechpartner Internationaler Bund Neubrandenburbund.de Frau Carmen Fuchs AWO Müritz ggmbh Waren Frau Mandy Kostow MediClin Müritz-Klinikum Röbel, KJPP-Ambulanz Frau Kathrin Bahlke Caritas Mecklenburg e.v. NB Frau Angelika Vennebusch- Seiferth Diakonieverein Malchin e.v. Frau Annette Wilhelm Diakoniewerk Stargard GmbH Herr Lothar Theuergarten CJD Waren Frau Kornelia Hennek DRK KV MSP e.v. Frau Cathrin Klum Perspektive e.v. Waren Frau Dörte Ilchmann Verein für familienorientierte Frau Anne Hausdorf Hilfen zur Erziehung LK MSE Frau Anette Callies LK MSE Frau Ute Sengebusch 9

12 JUGENDHILFEPLAN Statistische Angaben/Indikatoren Vor dem Hintergrund der Entwicklung der Fallzahlen der Hilfen zur Erziehung und der damit verbundenen ansteigenden finanziellen Aufwendungen wurde auch im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte zur besseren Steuerung der Erziehungshilfen eine Bestandsanalyse vollzogen. So zeigt die demographische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern u.a. den Trend auf, dass zum einen die beruflich gut ausgebildeten und im gebärfähigen Alter befindlichen Bevölkerungsgruppen das Land verlassen haben bzw. verlassen, zum anderen aber verbleiben die Altersgruppen, welche oftmals auf staatliche Hilfe angewiesenen sind. Dieser Teil der Bevölkerung nimmt durch den Zuzug aus anderen Bundesländern noch zu. Hierbei handelt es sich häufig um Familien, die vor Jahren aus den neuen Bundesländern fortgezogen sind und hierher, jedoch aktuell im Leistungsbezug stehend, zurückkehren. Damit macht sich auch ein Anstieg der Problemfälle in der Jugendhilfe mit entsprechenden finanziellen Auswirkungen deutlich. Innerhalb unseres Landkreises ist daneben auch ein Zuzug potentieller Klienten in die Städte charakteristisch, in denen das soziale Gefälle der Bevölkerung immer deutlicher hervortritt (siehe Punkt 4.2.). Folgende Merkmale prägen u.a. die Sozialraumstruktur des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte entgegen der positiven Tendenzen der Entwicklung in Mecklenburg Vorpommern gravierend: stetig hohe Arbeitslosigkeit mit der Perspektivlosigkeit, die staatliche Transferleistungen zur Folge hat finanzielle Nöte und daraus erwachsende Konflikte Überforderung der Familien mit zunehmenden Problemsituationen Ausweglosigkeit der Jugendlichen mit fehlenden Schulabschlüssen, für die Perspektivangst, zunehmender Alkohol- und Drogenkonsum, aber auch Gewaltbereitschaft kennzeichnend sind besondere Probleme der jungen Menschen bei den Übergängen Schule/Ausbildung und Ausbildung/Arbeitssituation spürbarer Anstieg der psychischen Krankheiten einzelner Familienmitglieder Zunahme der Verhaltensauffälligkeiten sowie der Persönlichkeitsstörungen Zunahme seelischer Behinderungen bei jungen Menschen Zunahme im Anzeigeverhalten zu möglichen Kindeswohlgefährdungen. Maßgeblich beeinflussen die Gegebenheiten der Infrastruktur, besonders das Schulentwicklungskonzept, unsere ländliche Region. 0

13 JUGENDHILFEPLAN 203 Die veränderten Einzugsbereiche der Schulstandorte, zum Teil bedingt durch die Schließung einzelner Schulen innerhalb des kommunalen Gefüges, verunsichern in erheblichem Maße Eltern und Schüler. Schulfrust, mangelnde Lernmotivation und wenig Lernerfolge sind u.a. als Ursache für die mangelnde Bereitschaft des regelmäßigen Schulbesuchs zu sehen. Diesbezüglich müssen perspektivisch noch mehr Alternativen und Lösungsstrategien der Gesellschaft gesucht werden. Jugendhilfe selbst versucht in den verschiedenen Fachbereichen über Schulwerkstätten und Produktionsschule (siehe JHPL Teil Jugendförderung) entgegen zu steuern. Die Inanspruchnahme von Freizeiteinrichtungen ist besonders den Kindern und Jugendlichen in den ländlichen Regionen oftmals nur eingeschränkt möglich. Hier spielen sowohl begrenzte Angebote als auch finanzielle Fragen wie Teilnehmergebühren und Fahrkosten eine entscheidende Rolle. Die Situation in den Familien, Schulprobleme, eingeschränkte Freizeitmöglichkeiten und die Situation in der Jugendgruppe (bis hin zu schwerer Kriminalität) beeinflussen den Hilfebeginn für Hilfen zur Erziehung maßgeblich. 4.. Bevölkerungsstruktur nach Altersgruppen SR DM SR MST SR MÜR SR NB Bevölkerung (Stand ) Einwohnerdichte (Einwohner/km 2 ) 40,2 36,8 37,5 758,8 Anteil unter 6 Jahren in % 4,9 4,8 4,7 4,9 Anteil unter 8 Jahren in % 3,5 3,2 3,6 2,6 Anteil Haushalte mit Kindern in % 27, 26, ,3 Quelle: statistisches Landesamt Mecklenburg-Vorpommern

14 Prozent JUGENDHILFEPLAN Anteile in % für ausgewählte Bevölkerungsgruppen (Stand ) 27, 26, , ,5 3,2 3,6 4,9 4,8 4,7 4,9 2,6 0 Region DM Region MST Region MÜR Region NB Anteil < 6 Jahre Anteil < 8 Jahre Anteil Haushalte mit Kindern Quelle: statistisches Landesamt Mecklenburg-Vorpommern 4.2. Sozialstruktur (staatliche Transferleistungen, Minderjährige in Transferleistungen, Schulabgänger ohne Abschluss) SR DM SR MST SR MÜR SR NB Bevölkerung gesamt Arbeitslosenquote in % Anteil Empfänger von Leistungen nach dem SGB II unter 5 Jahre in % Anteil alleinerziehender Erwerbsfähiger in % Schulabgänger ohne Abschluss in % ,3 5,0 4, 4, 29,3 2,7 24 3,9 0 9,5 2,6 2,9 6,7 6,5 3,9 4,7 * Quelle IBM-V Dez

15 Prozent JUGENDHILFEPLAN 203 Arbeitslosenquote am ,0 8,0 5,0 8,3 5,0 4, 4, 2,0 9,0 6,0 3,0 0,0 SR DM SR MST SR MÜR SR NB Quelle: IBM-V Dez. 202 Die Höhe der Arbeitslosenquote lässt einerseits erkennen, wie hoch die allgemeinen Möglichkeiten sind, durch kommerzielle Angebote am Gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können (Kultur, Freizeit, Urlaubsreisen, Sportangebote). Andererseits lässt die Quote auch Rückschlüsse darauf zu, wie hoch die Chance ist, dass sich Familien im Bedarfsfall selbst Leistungen Dritter einkaufen können. Aus Sicht der Jugendhilfe sind die Selbsthilfepotentiale von Familien dort am ehesten zu erwarten, wo ein Familienbudget auskömmlich vorhanden ist. 3

16 Prozent JUGENDHILFEPLAN 203 Anteil Empfänger von Leistungen nach dem SGB II unter 5 Jahren (Sozialgeld) in % mit Stand ,0 29,3 3,9 30,0 25,0 2,7 24,0 20,0 5,0 SR DM SR MST SR MÜR SR NB Quelle IBM-V Dez. 202 In den oben genannten Zahlen sind lediglich die Werte verarbeitet, die im direkten Transferbezug stehen. Es ist jedoch festzustellen, dass in vielen Familien trotz fester Beschäftigung das Einkommen nicht ausreicht, um die Teilhabe an der Gesellschaft erhöhen zu können. Hier sieht die Jugendhilfe eine große Gefahr für kommende Generationen, da Kinder am Modell lernen, dass sich berufliches Engagement nicht auszahlt. 4

17 Prozent JUGENDHILFEPLAN 203 Anteil alleinerziehender Erwerbsfähiger in % (Stand ) 6,0 2,9 2,0 0,0 9,5 8,0 4,0 2,6 0,0 SR DM SR MST SR MÜR SR NB Quelle IBM-V Dez. 202 Viele junge Frauen flüchten sich aus den oben genannten Gründen in eine frühe Mutterschaft und sind dann, oft auch schon mit einem Kind, überfordert. Da die Mutterschaft oft nicht auf der Basis langjähriger Partnerschaft steht, kommt das Merkmal, alleinerziehend zu sein, erschwerend hinzu. Hier wird das System häufig durch Umgangs- oder Sorgerechtsstreitigkeiten zusätzlich belastet. Generationsprobleme können in den Herkunftsfamilien oft nicht gelöst werden. Hilfe zur Erziehung ist erforderlich, um den Kindern und Jugendlichen das familiäre System zu erhalten. 5

18 Prozent JUGENDHILFEPLAN 203 Anteil Schulabgänger ohneschulabschluss in % (Stand ) 7,0 6,7 6,5 6,0 5,0 3,9 4,7 4,0 3,0 2,0 SR DM SR MST SR MÜR SR NB Quelle IBM-V Dez. 202 Bildungsferne ist ein begünstigender Aspekt für ein Angewiesen sein auf Hilfen zur Erziehung. Denjenigen, die heute die Schule ohne Abschluss verlassen, dann in Förderprogrammen der Berufsbildung Aufnahme finden, fehlt es in der Verantwortung als Mutter oder Vater oft an eigenen Ressourcen, wenn größere Herausforderungen den Familienalltag belasten. In den letzten Jahren ist festzustellen, dass der Bedarf an Leistungen für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, insbesondere im Kontext schulischer Anforderungen, stetig steigend ist. Diese Bedarfe sind immer häufiger im Grenzbereich zwischen ausgeprägten Verhaltensstörungen und psychischen Störungen zu finden, wobei es nicht immer eine klare Zuordnung im Sinne von Ursache und Wirkung gibt. Das System Schule ist mit seiner pädagogischen Grundversorgung und fehlenden Möglichkeiten individueller Einflussnahme in derartigen Situationen regelmäßig überfordert. Perspektivisch muss es besser gelingen, die Ressourcen der Schule, im Sinne des 0 SGB VIII (Vorleistungsverpflichtung) mit den Leistungen der Jugendhilfe zu koordinieren. Im Hinblick auf das Thema Inklusion und Bildung wird der Bereich Schule seine Ressourcen perspektivisch so steuern müssen, dass die Zielstellung weitestgehend ohne Ressourcen der Jugendhilfe verfolgt wird. 6

19 JUGENDHILFEPLAN Fallzahlen (ausgewählte Leistungen) Seit den tragischen Fällen, bei denen Kinder durch Fehlverhalten von Erziehungsberechtigten ums Leben gekommen sind, stieg das Anzeigeverhalten, insbesondere in städtischen Regionen, an. Wenn auch ein gewisser Anteil dieser eingehenden Meldungen im Bereich der üblen Nachrede, als Begleiterscheinung von Nachbarschaftsstreitigkeiten klassifiziert werden kann, so ist das Gros der Meldungen jedoch in unterschiedlichen Ausprägungen entweder als Kindeswohlgefährdung oder deutlicher Bedarf an Hilfe zur Erziehung zu sehen. Nachfolgend sind beispielgebend wesentliche Leistungen des Bereiches Hilfen zur Erziehung und der Hilfe für junge Volljährige dargestellt. In Bezug auf die ambulante Leistungsart 3 SGB VIII Sozialpädagogische Familienhilfe ist anzumerken, dass hier leidig eine absolute Jahresfallzahl dargestellt ist. Dadurch wird jedoch zu wenig über die reelle Inanspruchnahme ausgesagt. Entsprechend dem Bedarf im Einzelfall kann das monatliche Stundenvolumen sehr differieren. Entscheidend ist also der Ausdruck in reell geleisteten Fachleistungsstunden. Ebenso verhält es sich mit den nachfolgend dargestellten stationären Leistungen. Eine absolute Fallzahl sagt nichts darüber aus, wie lange ein Heimplatz belegt wurde, wie viele Monate eine ambulante Leistung erforderlich war. Hier besteht das perspektivische Ziel darin, genauere Aussagen, etwa als Jahresleistungsvolumen zu erhalten Gesetzliche Grundlagen der Hilfen zur Erziehung Die Hilfen zur Erziehung sind ein Aufgabenbereich im Gesamtspektrum der Kinder- und Jugendhilfe. Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit ( Abs. SGB VIII). Neben der Pflege und Erziehung der Kinder als natürliches Recht der Eltern und die ihnen zuvörderst obliegende Pflicht steht der Staat in der Verantwortung Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft (Art. 6 GG; Abs.2 SGB VIII). Der öffentlichen Jugendhilfe wird für die Erfüllung des in 2 SGB VIII aufgeführten Aufgabenkataloges, zu dem auch die Hilfen zur Erziehung und ergänzende Leistungen nach 27 bis 35, 36,37,39,40 SGB VIII gehören, die Gesamtverantwortung einschließlich der Planungsverantwortung übertragen. 7

20 JUGENDHILFEPLAN 203 Voraussetzung für die Gewährung der Hilfen zur Erziehung ist, dass die Tatbestandsvoraussetzungen der 27 ff SGB VIII vorliegen. Der zentrale Punkt für Hilfen zur Erziehung und den Rechtsanspruch darauf ist das Wohl des jungen Menschen. Hilfe zur Erziehung wird geleistet, wenn eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist ( 27 Abs. SGB VIII). Dabei muss keine Kindeswohlgefährdung im Sinne der 666 BGB bzw. 8a SGB VIII vorliegen. Es wird auf einen erzieherischen Bedarf abgestellt. Voraussetzungen für die Leistungsgewährung sind: a) ein erzieherischer Bedarf (am Wohl des Kindes/Jugendlichen orientiert), b) die Geeignetheit einer Leistung, c) die Notwendigkeit einer Leistung. Das Hilfeplanverfahren gem. 36 SGB VIII Ausgangspunkt eines jeden Hilfeplanverfahrens ist ein Antrag der Sorgeberechtigten oder ein antragswürdiges Verhalten welches dokumentiert wird. Das Jugendamt analysiert die einzelnen Bedingungen, die zur Antragstellung geführt haben und legt den Fokus hierbei auf die Ressourcen der Familie und deren Umfeld. Die Entscheidung zu einer möglichen Hilfe hat das Jugendamt gemäß 36 SGB VIII im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte zu treffen. Ist jedoch eine längerfristige Hilfe zur Erziehung zu erwarten, so ist mit den Antragstellern die Annahme als Kind zu erörtern. Der Hilfeplan selbst ist ein Schriftstück in welchem alle Beteiligten ihre Übereinkunft zur Zielstellung der dafür notwendigen Handlungen und zur Zusammenarbeit des Netzwerkes vereinbaren. Ferner werden Verantwortlichkeiten und zeitliche Verabredungen festgehalten. Ab einer entsprechenden sozialen Reife werden die jungen Menschen in die Erstellung des Hilfeplanes eingebunden. In Verantwortung der/des fallführenden SozialrbeiterIn werden der Verlauf und insbesondere die Wirksamkeit der vereinbarten Leistung geprüft. In der Regel wird jedes Hilfeplanverfahren aller 6 Monate kontrolliert und gesteuert. Da es sich bei der Gewährung einer Hilfe zur Erziehung um einen Verwaltungsakt handelt, ergeht an die Sorgeberechtigten zu Beginn der Leistung ein Leistungsbescheid, bei veränderten Bedarf ein Änderungsbescheid und zum Ende der Einstellungsbescheid. Bei der Erstellung des Hilfeplanes obliegt den Leistungsempfängern ein Wunsch- und Wahlrecht in Bezug auf die Auswahl eines freien Trägers. Dieses kommt insbesondere bei kon- 8

21 JUGENDHILFEPLAN 203 fessioneller Bindung zum Tragen. Aber auch konfessionslose freie Träger beschreiben in ihren Leitbildern ihre individuellen Standpunkte, die unter Umständen Bedeutung bekommen. Wird ein junger Mensch im Laufe einer Hilfe volljährig, so endet sein Leistungsbezug automatisch Kraft Gesetzes. Hat er einen eigenständigen Bedarf in Bezug auf seine Persönlichkeitsentwicklung, so muss er einen eigenständigen Antrag formulieren Leistungsarten Allgemein lassen sich drei klassische Leistungsarten beschreiben, die als jeweilige rechtliche Basis gelten. Die Hilfe zur Erziehung, die Eingliederungshilfe und die Hilfe für junge Volljährige. Das Wächteramt bzw. der Schutzauftrag des Jugendamtes wird im SGB VIII als andere Aufgabe beschrieben und zählt somit nicht zu den Leistungen. Neben den hier benannten Leistungsarten beschreibt das SGB VIII weitere Leistungen im Vorfeld einer Hilfe zur Erziehung. Dabei handelt es sich um Angebote der Jugendhilfe deren Bedarf nicht aus Gründen eines Erziehungsdefizites erwächst. A) Hilfe zur Erziehung Hilfe zur Erziehung wird insbesondere nach Maßgabe der SGB VIII gewährt. Art und Umfang der Hilfe richten sich nach dem erzieherischen Bedarf im Einzelfall, dabei soll das engere soziale Umfeld des Kindes oder des Jugendlichen einbezogen werden ( 27 Abs.2 SGB VIII). Die Hilfeart ergibt sich somit aus dem erzieherischen Bedarf im Einzelfall. Sie muss pädagogisch geeignet sein, eine dem Kindeswohl entsprechende Erziehung zu ermöglichen. Hilfearten stehen grundsätzlich gleichwertig nebeneinander. Das Wort insbesondere weist dabei auf einen offenen Katalog von Hilfen hin. Unter Hilfe zur Erziehung werden heute verschiedene Formen der beratenden, begleitenden und betreuenden sozialpädagogischen Unterstützung in unterschiedlicher Intensität verstanden. Hilfe zur Erziehung reicht mit ihren Angeboten von der Begleitung über kompensatorische Hilfen bis zum Ersatz familiärer Versorgung und Erziehung in der Heimerziehung oder ähnlichen Formen. Hilfen zur Erziehung beruhen auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und haben Präventionscharakter. Sie sind Hilfe zur Selbsthilfe und grundsätzlich nicht mit Eingriffen in die elterliche Sorge verbunden. An der gegenwärtigen Entwicklung ist jedoch erkennbar, dass das Selbsthilfepotential in zahlreichen Familien nur in geringem Maße ausgeprägt ist. Zur Gewährung von Erziehungshilfe kommt es meist dann, wenn das Aufwachsen in der Familie und in den 9

22 JUGENDHILFEPLAN 203 regulären Erziehungs- und Bildungsinstitutionen wie dem Kindergarten oder der Schule von den Eltern und/oder dem Kind selbst oder von Außenstehenden (Schule, Nachbarn, Polizei etc.) als irgendwie problematisch, abweichend, störend oder psychisch auffällig eingeschätzt wird. Zur Deckung des ermittelten Bedarfs stehen nach 27 SGB VIII verschiedene Hilfeformen mit unterschiedlichen Intensitäten und Eingriffstiefen zur Verfügung. Im Leistungskatalog der Hilfen zur Erziehung werden familienerhaltende (ambulante), familienergänzende (teilstationäre) sowie familienersetzende (stationäre) Hilfen unterschieden. Zu den familienunterstützenden Hilfen zählen die Erziehungsberatung, die Soziale Gruppenarbeit, die Erziehungsbeistandschaft sowie die Sozialpädagogische Familienhilfe. Familienergänzend ist die teilstationäre Erziehung in einer Tagesgruppe. Familienersetzende Hilfen sind die Vollzeitpflege, die Heimerziehung/sonstige betreute Wohnform sowie die Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung. Die Hilfen sind nicht miteinander konkurrierend und können, sofern im Einzelfall erforderlich, miteinander verknüpft und nebeneinander geleistet werden. Generell werden die Leistungen in ambulante und stationäre Leistungen unterteilt, wobei es eine teilstationäre Leistung in Form der Betreuung in einer Tagesgruppe gemäß 32 SGB VIII gibt. Zu den ambulanten Leistungen zählen: 28 Erziehungsberatung 29 Soziale Gruppenarbeit 30 Erziehungsbeistandschaft / Betreuungshelfer 3 Sozialpädagogische Familienhilfe Zu den stationären Leistungen zählen: 33 Vollzeitpflege 34 Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform Sowohl ambulant als auch stationär kann die Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung gemäß 35 SGB VIII ausgestaltet werden. Sämtliche Leistungen werden durch eine Vielzahl freier Träger innerhalb des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte erbracht. Vgl. Birtsch, Vera/Münstermann, Klaus/Trede, Wolfgang (Hg.): Handbuch Erziehungshilfen. Leitfaden für Ausbildung, Praxis und Forschung.. Aufl. Münster,

23 JUGENDHILFEPLAN Ambulante Leistungen Erziehungsberatung gemäß 28 SGB VIII Erziehungsberatung wird als niederschwellige oder hilfeplanmäßige Leistung durch Beratungsstellen erbracht. Niederschwellig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sich Eltern ohne vorherige Kontaktaufnahme direkt an eine Beratungsstelle wenden können. Hierfür wird den Beratungsstellen ein Stundenkontingent im Rahmen der Leistungsvereinbarung zur Verfügung gestellt. Das System zur Ermittlung dieses Stundenvolumens ist im LK MSE noch nicht vereinheitlicht. Kommt die Beratungsstelle zur Erkenntnis, dass eine Beratung nicht im Rahmen einer niederschwelligen Form ausrecht, wird in Absprache mit der Familie der Kontakt zum Jugendamt vermittelt. Daraufhin erfolgt hier eine reguläre Bearbeitung im Sinne einer Antragstellung auf Leistung der Hilfe zur Erziehung. Die Basis der Entscheidung des Jugendamtes bilden dann Materialien der Beratungsstelle und die Erkenntnisse aus dem Analyseprozess des ASD. Eine Darstellung der Erziehungsberatungsstellen des Landkreises ist im Anhang enthalten. Erziehungsbeistandschaft/Betreuungshelfer gemäß 30 SGB VIII Die ambulante Hilfe der Erziehungsbeistandschaft dient der Unterstützung des Kindes/Jugendlichen bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes. Das Kind/der Jugendliche soll bei seiner Verselbständigung unter Beibehaltung des Lebensbezugs zur Familie gefördert werden. Die Eltern erhalten Unterstützung bei ihrer Erziehungsaufgabe. Voraussetzung für den Einsatz einer Erziehungsbeistandschaft ist neben der Antragsstellung durch die Eltern, der sozialpädagogische Bedarf sowie die Bereitschaft des jungen Menschen, seine Situation zu verändern und mit der sozialpädagogischen Fachkraft zusammenzuarbeiten. Hilfeart Jahresfallzahlen 27/ DM NB

24 Fallzahlen JUGENDHILFEPLAN 203 MÜR MST Fallzahlen Erziehungsbeistandschaften gem. 30 SGB VIII im Zeitraum Jahr Sozialpädagogische Familienhilfe gemäß 3 SGB VIII (Anzahl Familien) Sozialpädagogische Familienhilfe bietet Hilfen für Familien, die für einen begrenzten Zeitraum eine fachliche Begleitung benötigen, um ihren Kindern das Aufwachsen in ausreichend stabilen Familienbezügen zu ermöglichen. Gründe liegen u.a. oft in der eigenen problematischen Entwicklung der Eltern, in schwierigen sozialen Strukturen (Arbeitslosigkeit, Wohnungsproblematik, Verschuldung, Suchterkrankung, Trennung, ), den Wirkungen auf Kinder durch Medien, Drogen, ungünstige Umgebungseinflüsse usw. und den Anforderungen der Bildungs- und Ausbildungssysteme. Die Sozialpädagogische Familienhilfe ist eine besonders intensive Form einer ambulanten Erziehungshilfe. Familienhilfen wirken in der häuslichen Umgebung und versuchen in enger Zusammenarbeit mit den Betroffenen Probleme in der Kindererziehung oder dysfunktionale innerfamiliäre Beziehungen, die alltägliche Lebensbewältigung, den Umgang mit Ämtern zu strukturieren und zu modifizieren. Dabei kommt dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe, der Mobilisierung von Ressourcen und Schutzfaktoren innerhalb der Familie und im sozialen Nahraum besondere Bedeutung zu. Sozialpädagogische Familienhilfe richtet sich an alle Familienmitglieder. 22

25 JUGENDHILFEPLAN 203 In der erzieherischen Jugendhilfe gibt es immer wieder Veränderungen in den Ansprüchen und Anforderungen, auf welche es oft gilt individuell einzuwirken. In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl an multiproblembelasteten Familien signifikant erhöht. Dabei handelt es sich um Problemlagen z.b. im finanziellen Bereich, fehlende familiäre Ressourcen, Schwierigkeiten bei Ämter- und Behördenangelegenheiten, Arbeits- und Perspektivlosigkeit, Erziehungsunsicherheiten, Entwicklungsdefizite der Kinder, psychische Erkrankungen der Eltern und/oder der Kinder sowie Suchterkrankungen. Ebenfalls zugenommen hat die Zahl der Familien, in denen die Sauberkeit und Ordnung in der Haushaltsführung große Problemlagen darstellen, welche bis zur akuten Gesundheitsgefährdung der darin Lebenden führen kann. Die Zahl junger Eltern mit kleinen Kindern im Alter bis 3 Jahre, die erhebliche Probleme in der Haushaltsführung und Tagesstrukturierung haben, nimmt zu. Das beginnt bei der Abfallentsorgung und endet beim Wäsche sortieren vor dem Waschen. Viele dieser jungen Eltern haben diese Fähigkeiten von Hause aus nicht gelernt, bzw. sind aufgrund von Arbeitsund Perspektivlosigkeit in einer Art Lethargie gefangen, welche jedwede Anstrengungen und Bemühungen in diese Richtung verhindern. Es fehlt an einfachsten Kenntnissen, Strukturen und Vorbildern. Das betrifft ebenso den Bereich der Gesundheitsvorsorge für die Kinder. Jungen Eltern fehlen häufig notwendige Grundkenntnisse was die Bedürfnisse ihrer Kinder im Rahmen gesunde Ernährung, Notwendigkeit regelmäßiger Versorgung und Grundstandards der Hygiene anbelangt. Hilfeart Jahresfallzahlen 27/ DM NB MÜR MST

26 Fallzahlen JUGENDHILFEPLAN Jahresfallzahlen Soz.päd. Familienhilfe im Zeitraum / Nov 2 RSO DM RSO NB RSO MÜR RSO MST Quelle: eigene Statistik Geht man davon aus, dass die Sozialpädagogische Familienhilfe die ambulante Leistung ist, mit der das weiteste Spektrum an Bedarfen gedeckt wird (Erziehungsprobleme, Überschuldung, Ernährung, Versorgung, Wohnungsverlust, Suchtproblematik, Paarprobleme, fehlendes Netzwerk, Arbeitslosigkeit, Bildungsprobleme u.a.m.), zeigt die Grafik, dass trotz sinkender Einwohnerzahlen über die Jahre ein Zuwachs zu verzeichnen ist. Auffallend ist, dass diese Aussage für alle Sozialräume gleichermaßen zutrifft. Freie Träger mit ambulanten Leistungen innerhalb des Landkreises: Region NB Region MÜR ASB Regionalverband NB/MST e.v. AWO Kinder- und Jugenddienste ggmbh Caritas Kreisverband Mecklenburg/Strelitz Diakonisches Werk Stargard GmbH DRK Sozialdienst Neubrandenburg ggmbh IB Neubrandenburg e. V. Verbund Nord Neubrandenburg e.v. Volkssolidarität Neubrandenburg/Neustrelitz e.v. Verbund Soziale Projekte e.v. Schwerin AWO Kreisverband Müritz e. V. Caritas Mecklenburg e. V. KV Güstrow- Müritz CJD Waren (Müritz) Diakonieverein Malchin e. V. Diakonieverein Stargard e. V. 24

27 JUGENDHILFEPLAN 203 Region DM DRK Kreisverband MSP e. V. IB Neubrandenburg e. V. Verbund Nord Perspektive e. V. Verein für familienorientierte HzE e. V. Wegweiser e. V. Arbeiterwohlfahrt Sozialdienst ggmbh Demmin ASB Regionalverband NB/MST e.v. Kreiskirchliches Diakonisches Werk Demmin e. V. Diakonieverein Malchin e. V. DRK Kreisverband Demmin e.v. Verein für familienorientierte Hilfen zur Erziehung e.v. Rene Kemmesies Trägerwerk Soziale Dienste M-V e. V. Anja Baumann Verbund für Soziale Projekte e.v. Schwerin Region MST AWO Mecklenburg-Strelitz ggmbh ASB Regionalverband NB/MST e.v. Caritas Mecklenburg e.v. Neubrandenburg Löhn & Kurzbach Impuls GbR Neustrelitz AFZ Friedland Diakonie Stargard GmbH DRK KV Mecklenburgische Seenplatte Neustrelitz Verein für familienorientierte Hilfe zur Erziehung e.v. Pinnow Ralf Dittmann Neubrandenburg Teilstationäre Leistung Die teilstationäre Betreuung eines Kindes oder Jugendlichen in einer Tagesgruppe ist ein familienergänzendes und familienunterstützendes Angebot. Erheblich verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen, bzw. Familiensystemen in schwierigen Lebenssituationen wird durch die Gestaltung eines intensiven fördernden Rahmens durch die Fachkräfte in den Tagesgruppen eine Problembearbeitung und Entlastung ermöglicht. Eine Betreuung in der Tagesgruppe ist dann geeignet, wenn die familiären Verhältnisse emotional und funktional tragfähig sind. Durch intensive Elternarbeit werden die Erziehungsberechtigten in ihrer Verantwortung für einen Veränderungsprozess gestärkt und erhalten praxisnahe Anregungen zur Abstimmung des eigenen Erziehungsverhaltens auf die Bedürfnisse ihrer Kinder. Die Betreuung in der Tagesgruppe erreicht in der Regel Kinder und Jugendliche im Alter von 6 und 4 Jahren und erzielt durchschnittlich in einem Zeitraum von 2 Jahren gute Erfolge. 25

28 Fallzahlen JUGENDHILFEPLAN 203 Erziehung in einer Tagesgruppe gemäß 32 SGB VIII Hilfeart Jahresfallzahlen 27/ DM NB MÜR MST Fallzahlen Erziehung in einer Tagesgruppe gem. 32 SGB VIII im Zeitraum Jahr Quelle: eigene Statistik Die Fallzahl der Betreuung in einer Tagesgruppe ist über die Jahre betrachtet als leicht rückläufig zu bewerten. Der Rückgang 202 ist insbesondere mit dem Weggang der Ämter Jarmen/Tutow und Loitz zu begründen. Hier waren zwei Tagesgruppen verortet. Ferner haben sich die Bedarfe in der Region Demmin in Bezug auf diese Hilfeform verringert. 26

29 JUGENDHILFEPLAN 203 Freie Träger, die eine Erziehung in einer Tagesgruppe erbringen: Region NB Region DM Region MÜR DRK Sozialdienst Neubrandenburg ggmbh IB Neubrandenburg e. V. Verbund Nord Volkssolidarität Neubrandenburg/Neustrelitz e.v. AWO Demmin, Tagesgruppe Malchin DRK KV Demmin, Tagesgruppe Stavenhagen, Altentreptow, Demmin Rene Kemmesies, Tagesgruppe Dargun AWO Kreisverband Müritz e. V. Perspektive e.v. Diakonie Malchin e.v. Region MST AWO Mecklenburg-Strelitz ggmbh Caritas Mecklenburg e.v. Neubrandenburg, Tagesgruppe Neustrelitz Stationäre Leistungen Vollzeitpflege gemäß 33 SGB VIII Die Vollzeitpflege ist neben der Heimerziehung eine traditionelle Form der Erziehung außerhalb des Elternhauses. Pflegekinder sind Kinder oder Jugendliche, die sich zeitlich befristet oder auf Dauer in Familienpflege befinden. Im familiären Umfeld der Pflegefamilie sind hier feste Bezugspersonen für das Kind vorhanden und es können in der Regel konstante, stabile Beziehungen aufgebaut werden. Für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes ist die Überschaubarkeit und Intensität der Kommunikation der Familie von grundlegender Bedeutung. Voraussetzung ist jedoch, dass das Kind oder der Jugendliche in der Lage ist, feste Bindungen in einem engen Bezugsrahmen zuzulassen und entwickeln zu können. Pflegeverhältnisse kommen zum Beispiel zu Stande, wenn die Herkunftsfamilie zeitweilig oder langfristig völlig ausfällt oder bei nicht bearbeitenden Problemen in der Beziehung zwischen Kind/Jugendlichen und den Eltern. Des weiteren, wenn die Entwicklung des Kindes/Jugendlichen durch die Verhältnisse bei den Eltern gefährdet ist oder wenn das Kind/der 27

30 Fallzahlen JUGENDHILFEPLAN 203 Jugendliche erzieherische Schwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten zeigt, die in der Herkunftsfamilie nicht behoben werden können. Hilfeart Jahresfallzahlen 27/ DM NB MÜR MST Fallzahlen Vollzeitpflege gem. 33 SGB VIII im Zeitraum Jahr Quelle: eigene Statistik Die Mitarbeiter des Pflegekinderwesens erarbeiteten ein Konzept zur Gewinnung von Vollzeit- und Bereitschaftspflegestellen gemäß 33 SGB VIII für den gesamten Landkreis Meck- 28

31 JUGENDHILFEPLAN 203 lenburgische Seenplatte. Das Konzept dient der Öffentlichkeits- und Werbungsarbeit und verfolgt konkrete Zielstellungen, wie:. Aufbau eines breiten Pools von Pflege- und Bereitschaftspflegestellen 2. Absenkung der Fallzahlen im Bereich Heimerziehung 3. Verkürzung der Verweildauer in Pflegestellen 4. Förderung der Rückkehr in die Herkunftsfamilie In diesem Zusammenhang erfolgte bereits eine Vorstellung des Bereichs Pflegekinderwesen im Kreisanzeiger des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Die Beschreibung der Tätigkeitsfelder von Pflegepersonen im Rahmen von Hilfen zur Erziehung bewirkte bereits, dass sich Menschen aus unserer Region für diese anspruchsvolle Arbeit mit Kindern interessierten. Gegenwärtig wird auch von den Mitarbeitern des Pflegekinderwesens der Leitfaden Vollzeitpflege überarbeitet, vereinheitlicht und aktualisiert. Dieser Leitfaden wird ein Instrument für die Arbeit des Pflegekinderwesens im gesamten Landkreis werden. Entsprechend der Nutzung neuer Medien ist eine Internetseite des Pflegekinderwesens geplant, wo sich Bürger über das Tätigkeitsfeld einer Pflegeperson informieren können. Bei der Gewinnung neuer Pflegepersonen gilt es einen bedeutsamen Grundsatz zu berücksichtigen. Es ist Tatsache, dass die beste Werbung immer noch von den bereits tätigen Pflegepersonen ausgeht. Deswegen ist es wichtig, dass die Mitarbeiter des Pflegekinderwesens und des Bezirkssozialdienstes eine gute Zusammenarbeit pflegen, für die Sorgen und Nöte von Pflegepersonen offen sind, deren Arbeit achten und sie immer wieder motivieren und aufbauen. Heimerziehung gemäß 34 SGB VIII Unter Heimerziehung nach 34 SGB VIII wird die Unterbringung, Betreuung und Erziehung eines Kindes oder Jugendlichen über Tag und Nacht außerhalb des Elternhauses in einer Einrichtung verstanden. Der junge Mensch wird vorübergehend oder längerfristig in pädagogischen, therapeutischen, professionell strukturierter Lebensrahmen geboten. Einrichtungen können in ihrer Ausgestaltung sehr vielfältig sein. Neben der institutionalisierten Betreuungsvariante einer Einrichtung gibt es gleichrangig sonstige betreute Wohnformen, wozu Wohngemeinschaften, Betreutes Einzelwohnen oder ausgelagerte Heimplätze gehören. Die sonstigen betreuten Wohnformen werden in der Re- 29

32 JUGENDHILFEPLAN 203 gel von Jugendlichen belegt, die nach erfolgreicher Bewältigung eines Heimalltages mit pädagogischer Begleitung in ein selbständiges Leben außerhalb der Einrichtung geführt werden können. Minderjährige für die eine Heimerziehung in Erwägung zu ziehen ist, kommen häufig aus sozial benachteiligten Familien. Darüber hinaus wird der Personenkreis der jungen Menschen auffällig, die durch eine jahrelange Erziehung ohne Grenzen im Jugendalter einen Lebensstil verwirklichen, der ihrem Reifegrad und einer normalen Sozialisation nicht mehr entspricht und daher Gefährdungssituationen mit sich bringt (nächtliches Umherziehen, keine Einhaltung von Regeln, kein Schul- bzw. Ausbildungsbesuch, Tendenz zur Kriminalität u.a.). Diese Jugendlichen stammen aus allen Schichten. Unterbringungen werden auch notwendig als Reaktion auf Folgeerscheinungen von Drogenkonsum mit den daraus resultierenden Verhaltensauffälligkeiten wie Aggression, Antriebslosigkeit und Verlust sozialer Integration. Vordringliche Aufgabe ist der Abbau von Defiziten und Störungen im emotionalen und sozialen Bereich, den leibliche Eltern nicht mehr leisten können oder wollen. Für alle Kinder/Jugendliche in Heimerziehung haben der Kontakt und die Auseinandersetzung mit der Ursprungsfamilie einen hohen Stellenwert, da sie die Trennung verarbeiten müssen. Eine intensive Elternarbeit gehört zur Grundlage der pädagogischen Konzepte von stationären Hilfen. Trotz der demographischen Veränderungen ist eine gegenläufige Zuspitzung der allgemeinen Bedarfslage zu erkennen, d.h. Jugendhilfe muss sich zukünftig zunehmend auf die Verdichtung familiärer Problemlagen (Multiproblemfamilien), zunehmende Erziehungsunfähigkeit in jungen Familien und Jugendhilfedynastien sowie sich zuspitzende psychosoziale Belastungsfaktoren einstellen. Innerhalb des Landkreises sind ausreichend Angebote zur Unterbringung vorhanden, jedoch bestehen zeitweise Engpässe in einzelnen Sozialräumen. Mit Blick auf die Erhaltung der natürlichen Lebenswelt der jungen Menschen (Kita, Schule u.a.) stellt das Unterbringungsmanagement eine große Herausforderung da. Im Einzelfall gelingt dieses nur in enger Zusammenarbeit mit dem freien Träger und dem LAGuS MV Abteilung Landesjugendamt mittels befristeter Überbelegung. 30

33 Fallzahlen JUGENDHILFEPLAN 203 Hilfeart Jahresfallzahlen 27/ DM NB MÜR MST Jahresfallzahlen Heimerziehung gem. 34 SGB VIII im Zeitraum / Nov 2 RSO DM RSO NB RSO MÜR RSO MST Quelle: eigene Statistik Über die Jahre betrachtet, stagniert der Bedarf an Heimerziehung gemäß 34 SGB VIII in den Sozialräumen auf unterschiedlichem Niveau. Eine Teilursache für die höheren Fallzahlen in der Stadt Neubrandenburg sind Zuzüge aus anderen Regionen der Republik, wobei die Kinder der Familie bereits bei Zuzug in einer Heimeinrichtung leben. Durch Bürger benannte Gründe für den Zuzug waren bislang die gute Infrastruktur, insbesondere in der Kindertagesbetreuung sowie der bezahlbare und moderne Wohnraum. 3

34 JUGENDHILFEPLAN 203 Für die Regionalstandorte Müritz, Mecklenburg-Strelitz und Demmin ist kennzeichnend, dass die Fallzahlen von 2007 an relativ gleichbleibend sind. Trotz dieser Tendenz haben wir es gerade im Bereich der stationären Hilfen zur Erziehung mit einem gravierenden Anstieg der notwendigen finanziellen Aufwendungen zu tun. Dies basiert zum einen auf den häufig multiplen Störungsbildern der Kinder und Jugendlichen, die die Unterbringung in Spezialeinrichtungen erfordern. Zum anderen spiegeln sich hier die steigenden Entgelte der stationären Angebote für Kinder und Jugendliche wider. Ein weiterer Grund für die Inanspruchnahme von Einrichtungen außerhalb des Landkreises liegt in der Übernahme von Zuständigkeiten von anderen Jugendämtern in die Zuständigkeit unseres Jugendamtes. Aus sozialpädagogischen Gründen verbleiben diese Kinder und Jugendlichen häufig in den ursprünglichen Einrichtungen. In Einzelfällen ist eine Entscheidung zu einer stationären Hilfe außerhalb des Landkreises notwendig, weil eine milieunahe Unterbringung dieser Kinder und Jugendlichen nicht immer möglich ist. Lokale Betrachtungen der stationären Unterbringung Im Unterschied zu den ambulanten Leistungen, welche fast ausschließlich innerhalb des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte erbracht werden, gibt es in der stationären Erziehungshilfe Aspekte, die eine Unterbringung außerhalb verursachen. Die Heimbelegungen innerhalb des Landkreises stellte sich in den Jahren 20 und 202 für die Leistungsgrundsätze der 27, 4 und 35a SGB VIII folgendermaßen dar: Unterbringungen innerhalb des Landkreises MSE: Standorte Fallzahl 20 Fallzahl 202 Regionalstandort Neubrandenburg 27 und 4 SGB VIII in Verbindung mit 34 SGB VIII a SGB VIII stationär 2 3 Regionalstandort Neustrelitz 27 und 4 SGB VIII in Verbindung mit 34 SGB VIII a SGB VIII stationär

35 JUGENDHILFEPLAN 203 Regionalstandort Demmin 27 und 4 SGB VIII in Verbindung mit 34 SGB VIII a SGB VIII stationär 3 2 Regionalstandort Waren (Müritz) 27 und 4 SGB VIII in Verbindung mit 34 SGB VIII Innerhalb des Landkreises wurden im Jahr und im Folgejahr 4 Kinder und Jugendliche in Heimeinrichtungen untergebracht. Darin enthalten sind sowohl klassische Heimeinrichtungen im Sinne der Hilfe zur Erziehung, als auch Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Inobhutnahme. Die Heimbelegung außerhalb des Landkreises sah im Zeitraum 20 und 202 für die Leistungsgrundsätze der 27, 4 und 35a SGB VIII folgendermaßen aus. Unterbringungen außerhalb des Landkreises MSE: Standorte Fallzahl 20 Fallzahl 202 Regionalstandort Neubrandenburg 27 und 4 SGB VIII in Verbindung mit 34 SGB VIII a SGB VIII stationär 9 9 Regionalstandort Neustrelitz 27 und 4 SGB VIII in Verbindung mit 34 SGB VIII a SGB VIII stationär 3 6 Regionalstandort Demmin 27 und 4 SGB VIII in Verbindung mit 34 SGB VIII

36 JUGENDHILFEPLAN a SGB VIII stationär 3 6 Regionalstandort Waren (Müritz) 27 und 4 SGB VIII in Verbindung mit 34 SGB VIII a SGB VIII stationär 2 20 waren 84 und im Jahr Kinder und Jugendliche außerhalb des Landkreises in Heimeinrichtungen der Hilfen zur Erziehung und Eingliederungshilfe untergebracht. Wie bereits erwähnt, ein Großteil dieser Fälle wechselte in die Zuständigkeit unseres Landkreises, da die Eltern zugezogen sind, wobei die Kinder in den auswärtigen Einrichtungen verbleiben. In anderen Fällen war es zur Veränderung der äußeren Bedingungen erforderlich, fachlich eine geographische Distanz herzustellen, um den Erfolg der Leistung zu sichern. Das Verhältnis von Unterbringungen innerhalb und außerhalb des Landkreises lag 20 bei 82% innerhalb und 8% auswärtiger Unterbringung. Im Jahr 202 waren 8% innerhalb und 9% außerhalb des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte untergebracht. Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung ist ein offenes, auf die Erfordernisse des Einzelfalls ausgerichtetes Angebot, das im ambulanten oder stationären Rahmen erfolgen kann. Die Hilfsform richtet sich an junge Menschen, die in anderen Hilfsformen schwer zu integrieren sind bzw. sich anderen Unterstützungsangeboten entziehen. Schwerpunkte sind die lebenspraktische Förderung, die Mobilisierung von Motivation, die Stärkung der Eigenverantwortung und die Unterstützung bei Konflikten und deren Bewältigung. Die Inhalte werden in Form von Beratungen in Einzelgesprächen, in der lebenspraktischen Begleitung, durch erlebnispädagogische oder arbeitspädagogische Maßnahmen und durch die Betreuung im Lebensfeld erarbeitet. Diese Leistung wird auch für Straßenkinder, also junge Menschen ohne gewöhnlichen Aufenthalt, ohne festen Wohnsitz in Anwendung gebracht. Häufig halten sie sich in den großen Metropolen unserer Republik auf, wobei der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte entsprechend den rechtlichen Bestimmungen für diese Kinder Verantwortung trägt, wenn ihre 34

37 JUGENDHILFEPLAN 203 Eltern bei uns leben. Das Ziel dieser Maßnahme besteht in diesen speziellen Einzelfällen zunächst darin, Rahmenbedingungen für ein Überleben auf der Straße zu analysieren und entsprechend zur Annahme von niederschwelligen Leistungen zu motivieren. Erst wenn zwischen dem Helfer und dem jungem Menschen eine Basis von Vertrauen entstehen konnte, werden andere Ziele vermittelt. B) Eingliederungshilfe Für junge Menschen mit einer seelischen Behinderung wirkt das Jugendamt als Rehabilitationsträger gemäß SGB IX. Das bedeutet, dass mit den Leistungen, die auch im Bereich der Hilfen zur Erziehung zur Anwendung gebracht werden, die drohende Ausgrenzung oder die (Wieder)-Eingliederung verfolgt wird. Entsprechend dem Bedarf in Einzelfall kommen individuelle therapeutische Leistungsanteile hinzu. Im Unterschied zur Hilfe zur Erziehung, in derer Zentrum die Erziehungsberechtigten stehen, richtet sich die Eingliederungshilfe an der Teilhabequalität des jungen Menschen, in Bezug auf seine Gruppe der Gleichaltrigen aus. gesetzliche Grundlagen 35a SGB VIII Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche 4 SGB IX Leistungen zur Teilhabe (Ziel der Leistungen) 5 SGB IX Leistungsgruppen für die Jugendhilfe Nr., 2 und 4 9 SGB IX Wunsch- und Wahlrecht 55 ff SGB IX Leistungen zu Teilhabe am Leben in der Gesellschaft 57 SGB IX Förderung der Verständigung Zuständigkeiten Für Leistungen der Eingliederungshilfe gilt zunächst außer gegenüber dem Sozialhilfeträger bei geistig und körperlichen behinderten Kinder und Jugendlichen - der Grundsatz der Nachrangigkeit von Jugendhilfeleistungen nach 0 SGB VIII. Ob ein anderer Leistungsträger zuständig sein kann, richtet sich nach dessen Leistungsrecht. Für Leistungen für seelisch behinderte und ggf. von einer seelischen Behinderung bedrohte Kinder und Jugendliche sind die Träger der öffentlichen Jugendhilfe zuständig, wenn kein vorrangiger Leistungsträger vorhanden ist. Fristen In 4 SGB IX ist vorgesehen, dass der Rehabilitationsträger innerhalb von 2 Wochen nach Eingang eines Antrages feststellt, ob er nach dem für ihn geltenden Leistungsgesetzen für 35

38 JUGENDHILFEPLAN 203 die Leistung zuständig ist. Ist ein Gutachten erforderlich, soll dieses innerhalb von 2 Wochen erstellt werden. Die abschließende Entscheidung des Rehabilitationsträgers ist innerhalb von 2 weiteren Wochen zu treffen. Die gesetzlichen Fristen in 4 SGB IX gelten unmittelbar auch für das Jugendamt bei Leistungsanträgen gemäß 35a SGB VIII. Laut 2 Abs. SGB IX sind Menschen behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist". Die zu erwartende seelische Behinderung muss nach entsprechender ärztlicher oder sonstiger fachlicher Erkenntnis mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 % eingeschätzt werden. Seelische Störungen, die eine Behinderung zur Folge haben können, sind nach 3 der Verordnung zum 47 SGB XII:. körperlich nicht begründbare Psychosen 2. seelische Störungen als Folge von Krankheiten oder Verletzungen des Gehirns, von Anfallsleiden oder von anderen Krankheiten oder körperlichen Beeinträchtigungen 3. Suchtkrankheiten 4. Neurosen und Persönlichkeitsstörungen Von einer seelischen Behinderung bedroht sind die Personen, bei denen diese nach fachlicher Erkenntnis die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit (wesentlich mehr als 50 %) zu erwarten ist. Eine drohende Behinderung ist noch nicht mit einer manifesten Beeinträchtigung ihrer Teilhabe am Leben in der Gesellschaft gleichzusetzen. Teilleistungsschwächen Eine Teilleistungsschwäche selbst stellt keine Neurose oder Persönlichkeitsstörung im Sinne der ICD 0 dar, kann aber eine seelische Behinderung zur Folge haben. Wenn sich in Folge der Teilleistungsstörung eine psychische Erkrankung, beispielsweise in Form einer Schulangst oder einer depressiven Störung, entwickelt, kann sich dadurch eine seelische Behinderung über den Weg der so genannten sekundären Neurotisierung ausbilden. Es gilt daher im Einzelfall zu prüfen. 36

39 JUGENDHILFEPLAN 203 Suchtmittelabhängigkeit Bei suchtmittelabhängigen und /oder psychisch kranken Kinder und Jugendlichen, bei denen Krankenversicherungsschutz bei der gesetzlichen Krankenversicherung (KV) besteht, kommt als Rehabilitationsträger vorrangig die gesetzliche KV in Betracht. Eine Zuständigkeit der Jugendhilfe kommt danach in Betracht, wenn beispielsweise keine KV vorliegt. Das Eingliederungsverfahren Der Hilfeplan wird schriftlich dokumentiert und dient dem Festhalten der verbindlichen Absprachen zwischen allen Beteiligten. Die Federführung obliegt dem Jugendamt. In jedem Fall ist jedoch die Beteiligung des medizinischen Bereiches zu sichern. Der Hilfeplan wird regelmäßig darauf überprüft, ob die gewählte Hilfeart auch weiterhin geeignet und notwendig ist. Dies gilt insbesondere in der Anfangsphase der Hilfeleistung. Die Zeitabstände der Überprüfung richten sich nach den Erfordernissen des Einzelfalles. Im Unterschied zu den Leistungen der Hilfe zur Erziehung besteht in der Eingliederungshilfe die Möglichkeit ein persönliches Budget beim Rehaträger zu beantragen. Kommt es zu einem persönlichen Budget, werden finanzielle Mittel ausgereicht, mit denen sich der Antragsteller seine benötigten Leistungen eigenständig einkauft. Im ambulanten Bereich kommt es auf den individuellen Bedarf im Einzelfall an. Hier ist insbesondere nach Art der seelischen Behinderung zu entscheiden, ob lediglich Assistenzleistungen zur Bewältigung des Schulalltages erforderlich sind oder ob die Leistung eine therapeutische Schwerpunktsetzung hat. Ob ein freier Träger für den Einzelfall geeignet ist, hängt insbesondere von den Zusatzqualifikationen seines Personals ab, was bedeutet, dass ein Berufsabschluss entsprechend des Fachkräftegebotes des 72 SGBVIII allein oft nicht ausreichend ist. Gleiches gilt für den stationären Bereich, wobei hier neben der Qualifikation auch der Betreuungsschlüssel der Einrichtung intensiver ist und durch PsychologInnen ergänzt wird. Das Entgelt derartiger Einrichtungen ist dementsprechend kostenintensiver. Häufige Formen der seelischen Behinderung, die durch den ASD des Jugendamtes zu steuern sind beziehen sich auf selbstverletzendes Verhalten, bis hin zu suizidalem Verhalten im Jugendalter, drogeninduzierte Psychosen und Störungen des Sozialverhaltens und der Emotionen im Kindesalter. 37

40 JUGENDHILFEPLAN 203 C) Hilfe für junge Volljährige Zielgruppe der Hilfe sind junge Volljährige, die aufgrund ihrer individuellen Situation Hilfe zur Persönlichkeitsentwicklung und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung bedürfen. Der Stand der Persönlichkeitsentwicklung des Leistungsberechtigten muss unterhalb des in diesem Lebensalter allgemein erreichten Niveaus der Sozialisation liegen. Beurteilungsmerkmale sind u.a. der Grad der Autonomie, der Stand der schulischen bzw. beruflichen Ausbildung, die Beziehungen zum sozialen Umwelt und die Fähigkeit zur Bewältigung der Anforderungen des täglichen Lebens. Die Defizite in der Persönlichkeitsentwicklung und bei der eigenständigen Lebensführung müssen von großem Gewicht sein. Dies ist dann der Fall, wenn sie prägend für die individuelle Situation des Leistungsberechtigten sind und zu ihrem Abbau für einen längeren Zeitraum Beratung, Anleitung und Unterstützung durch Dritte notwendig sind. Hilfeziel und Erfolgsaussichten Die Hilfe nach 4 SGB VIII ist ergebnisorientiert; es muss Aussicht bestehen, die Hilfeziele zu erreichen. Allgemeines Hilfeziel ist, die bestehenden Defizite in der Persönlichkeitsentwicklung so weit wie möglich zu beseitigen und den jungen Volljährigen in die Lage zu versetzen, ein seinen Vorstellungen entsprechendes Leben in der Gemeinschaft selbst zu gestalten und ohne fremde Hilfe führen zu können. Eine zeitliche Grenze innerhalb derer das Hilfeziel erreicht werden muss, z. B. bis zur Vollendung des 2. oder 27. Lebensjahres, besteht nicht. Für die Beurteilung der Erfolgsaussichten dürfen keine überzogenen Maßstäbe zugrunde gelegt werden. Zum Zeitpunkt der Entscheidung über den Beginn der Hilfe reicht die Wahrscheinlichkeit, dass Fortschritte im Sinne der allgemeinen Hilfeziele erreichbar sind, aus. Im Übrigen sind für die Beurteilung die Vorgeschichte, insbesondere der Verlauf früherer Hilfen, sowie die Eignung der von dem Leistungsberechtigten gewünschten und akzeptierten Hilfemaßnahmen wesentliche Gesichtspunkte. Da in diesem Lebensalter das Ziel stationärer Leistung auf die eigenständige Lebensführung verfolgt wird, also eine Rückkehr in den ehemaligen elterlichen Haushalt ausscheidet, kommt es darauf an, dem jungen Volljährigen die Fähigkeiten zu vermitteln, die er benötigt, um als Haushaltsvorstand bestehen zu können. Das sind in der Regel die Tätigkeiten der täglichen Selbstbedienung (Finanzhaushalt, Einkaufverhalten-Konsum, Wäschepflege, Körperhygiene, Kochen u.a.). Daneben muss den jungen Volljährigen oft auch das Bewusstsein für ein mietgerechtes Verhalten vermittelt werden, um den vermittelten Wohnraum dauerhaft behalten 38

41 JUGENDHILFEPLAN 203 zu können. Hier tritt ein allgemeines Alltagsproblem unserer Zeit auf, denn ein Großteil der heutigen jungen Volljährigen hat es nicht gelernt, allein sein zu können, sich selbst zu beschäftigen. Aus diesem Grund führen häufige Besuche zu allen Tageszeiten zu Problemen im Zusammenleben mit Nachbarn. Klassische Formen der stationären Hilfe sind das betreute Wohnen und das betreute Einzelwohnen. In Bezug auf die Steuerung der Hilfe im Einzelfall und das jeweils angestrebte Ziel des Hilfeplanverfahrens soll ein Qualitätskatalog der für die Hilfe für junge Volljährige erstellt werden. Dieser wird allgemeine Aussagen zu den grundlegenden Fähigkeiten enthalten, die für ein eigenständiges Leben erforderlich sind. Mitwirkungspflicht Unverzichtbare Voraussetzung für einen Erfolg der Hilfe ist die Bereitschaft des jungen Volljährigen, an der Gestaltung der Hilfe und bei der Durchführung der notwendigen Maßnahmen mitzuwirken. Ist hierzu die prinzipielle Bereitschaft gegeben und liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass der junge Erwachsene seine aktuelle Lebenssituation als belastend empfindet und bereit ist, sich an Veränderungen im Sinne der Hilfe des 4 SGB VIII zu beteiligen, so ist davon auszugehen, dass das Mindestmaß der an die Mitwirkungsbereitschaft zu stellenden Anforderungen erfüllt ist. Anspruchsberechtigter Personenkreis Zielgruppe der Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten sind Personen, bei denen besondere Lebensverhältnisse derart mit sozialen Schwierigkeiten verbunden sind, dass die Überwindung der besonderen Lebensverhältnisse auch die Überwindung der sozialen Schwierigkeiten erfordert. Des Weiteren kann diese besondere Lebenslage nicht aus eigenen Kräften überwunden werden. Das Tatbestandsmerkmal der fehlenden Fähigkeit, die bestehenden Schwierigkeiten aus eigenen Kräften zu überwinden, kann sowohl durch in der Person des Betroffenen liegende Besonderheiten als auch durch äußere Faktoren, die er nicht beeinflussen kann, verursacht sein. Für die Zugehörigkeit zur Zielgruppe ist deshalb nicht Voraussetzung, dass ein die Fähigkeit zur üblichen Selbsthilfe beeinträchtigendes Persönlichkeitsdefizit vorliegt. 39

42 Fallzahlen JUGENDHILFEPLAN 203 Hilfeart Jahresfallzahlen 4/ DM 9 7 NB MÜR MST Fallzahlen Hilfen für junge Volljährige gem. 4 SGB VIII im Zeitraum / Nov 2 RSO DM RSO NB RSO MÜR RSO MST Quelle: eigene Statistik Im Vergleich aller Regionalstandorte ist feststellbar, dass die absoluten Fallzahlen für Hilfen für junge Volljährige sinkend sind. Über die Jahresscheiben hinweg ist dafür der Geburtenrückgang mit verantwortlich. Andererseits wurde in den letzten Jahren das Hilfeplanverfahren an allen Regionalstandorten dahingehend intensiviert, dass der Grad an Selbständigkeit und Eigenverantwortung nahe dem 8. Geburtstag ein eigenständiges Leben ermöglicht und fortführende Leistungen nicht mehr erforderlich sind. Dieses Ziel beschreibt einen idealtypi- 40

43 JUGENDHILFEPLAN 203 schen Verlauf, wobei impliziert wird, dass Fälle im Kontext der Hilfe für junge Volljährige als Regelleistung des SGB VIII angesehen werden Inobhutnahme Kinder und Jugendliche, die sich in einer Notlage befinden, müssen dem gesetzlichen Auftrag entsprechend in Obhut genommen werden, wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt, ihr Wohl zu sichern und es mit den Sorgeberechtigten keine Übereinkunft zur Konfliktlösung gibt. Diese andere Aufgabe ist in 42 SGB VIII beschrieben, wobei die jugendhilferechtliche Zuständigkeit eigenständig in 87 SGB VIII geregelt ist. Danach ist für die Inobhutnahme stets das Jugendamt zuständig, welches das Kind oder den Jugendlichen in Obhut genommen hat, unabhängig vom eigentlichen Lebensmittelpunkt seiner Sorgeberechtigten. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte erfolgt die Unterbringung nach erfolgter Inobhutnahme in Bereitschaftspflegestellen oder in Heimeinrichtungen, die hierfür eine Betriebserlaubnis haben. In Waren (Müritz), Demmin und Neubrandenburg werden hierfür insgesamt 2 Plätze vorgehalten, welche durch alle Regionalstandorte belegt werden können. Anzahl der Inobhutnahmen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte 20/202 Fallzahl Inobhutnahme - absolut Jahr MÜR MST DM NB Die Konzepte der Inobhutnahme unterscheiden sich in den Regionen der ehemaligen Landkreise voneinander. Die Stadt Neubrandenburg sichert die Inobhutnahme gemäß 42 SGB VIII durch den Kinder- und Jugendnotdienst ab. Die Region Müritz hält ein vergleichbares Konzept in der Stadt Waren (Müritz) vor. Die Region Neustrelitz sichert die Inobhutnahme durch eine Vereinbarung mit einem Einrichtungsträger ab. Hier werden Belegbetten freigehalten. Außerdem nutzt die Region Neustrelitz den Kinder- und Jugendnotdienst in Neubrandenburg. 4

44 JUGENDHILFEPLAN 203 In der Region Demmin steht eine Bereitschaftspflegestelle mit 3 Plätzen zu Verfügung. Daneben bieten Heimeinrichtungen Notaufnahmeplätze an. Grundsätzlich ist festzustellen, dass die Finanzierungsmodelle zur Sicherung der Inobhutnahme sehr verschieden sind. Dies gilt es kurzfristig anzugleichen. 42

45 JUGENDHILFEPLAN Bestandsanalyse Das SGB VIII gibt in 72 vor, dass ausschließlich Fachkräfte in den Leistungen wirken sollen. Leistungen der Hilfen zur Erziehung werden in der Regel durch staatlich anerkannte ErzieherInnen oder SozialarbeiterInnen/SozialpädagogInnen erbracht. In der Leistungserbringung wirkt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte das Subsidiaritätsprinzip, was bedeutet, dass dort, wo freie Träger Leistungen erbringen können, der öffentliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe hiervon Abstand nehmen soll. Das Jugendamt unterhält keine eigene Heimeinrichtung oder andere Dienste. 5.. Bestandsaufnahme Die nachfolgende Tabelle zeigt Einrichtungen und Dienste innerhalb des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, getrennt nach den jeweiligen Regionen, mit Stand Oktober 202 auf, wobei es sich um eine quantitative Darstellung handelt. Konzeptionelle Unterschiede innerhalb der Leistungsarten sind aufgrund ihrer Bandbreite nicht einzeln dargestellt. 43

46 Anz. Angebot Anz. Angebot Anz. Angebot Anz. Angebot Anz. Angebot Anz. Angebot Anz. Angebot Anz. Angebot JUGENDHILFEPLAN 203 Anzahl der Angebote und ausgewählte Kapazitäten freier Träger der Jugendhilfe (Stand 0/202) Leistung des Trägers (SGB VIII) 28* Einrichtung/Dienst gesamt in Region MÜR* Anzahl Träger 0 in Region DM* Anzahl Träger 9 in Region MST Anzahl Träger 8 in Region NB Anzahl Träger 3 im LK MSE gesamt Anzahl Träger 50 * Entsprechend der Leistungsbeschreibungen freier Träger Kapazitäten Einrichtung/Dienst gesamt in Region MÜR in Region DM in Region MST in Region NB im LK MSE gesamt

47 JUGENDHILFEPLAN Finanzierung von Leistungen Fachleistungsstunde Mit Hilfe der Fachleistungsstunde werden Entgelte für ambulante Leistungen der Jugendhilfe ermittelt, dargestellt und abgerechnet. Gesetzliche Grundlage ist dabei 77 SGB VIII. Die Fachleistungsstunde ist auch als Abrechnungsmöglichkeit für individuelle Zusatzleistungen vorgesehen Der Entgeltsatz Grundlage der zu vereinbarenden Entgelte für einrichtungsbezogene Grundleistungen ist die Leistungs- und Qualitätsentwicklungsvereinbarung nach 2 des Landesrahmenvertrages vom Es fließen die in der jeweiligen Leistungsbeschreibung dargestellten Leistungen ein. Die Durchschnittswerte für ambulante und stationäre Leistungen betragen: Pflegekosten Heimerziehung (Regelgruppe) ca im Monat Pflegekosten betreutes Wohnen ca..800 im Monat Pflegekosten stationäre Eingliederungshilfe ca im Monat Vollzeitpflegekosten ca..000 im Monat Höhe einer Fachleistungsstunde ca. 34 Die hier dargestellten Werte errechnen sich aus sämtlich belegten Einrichtungen innerhalb des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte und deren Dienste im Jahr Die Kostenheranziehung Nach 0 (2) SGB VIII werden unterhaltspflichtige Personen nach Maßgabe der 90 bis 97a SGB VIII an den Kosten für Leistungen und vorläufige Maßnahmen des SGB VIII beteiligt. 9 SGB VIII regelt, bei welchen Leistungen und vorläufigen Maßnahmen Kostenbeiträge zu verlangen sind. Dies betrifft vollstationäre Leistungen gem. 3 Abs. 3; 9, 33, 34, 35a, 42 sowie 4. Zu den Kosten vollstationärer Leistungen sind junge Volljährige und volljährige Leistungsberechtigte nach 9 SGB VIII zusätzlich aus Ihrem Vermögen nach Maßgabe der 90 und 9 SGB XII heranzuziehen. Verfügt der junge Mensch sowohl über Einkommen als auch über Vermögen, so ist zunächst der vom Einkommen zu zahlende Kostenbeitrag zu errechnen. Das Vermögen ist dann in Höhe der nicht durch das einzusetzende Einkommen gedeckten monatlichen Kosten in Anspruch zu nehmen. 45

48 JUGENDHILFEPLAN 202 Für alle nicht in 9 Abs. und 2 SGB VIII genannten Leistungen und andere Maßnahmen können keine Kostenbeiträge verlangt werden. Dies gilt auch für ambulante Leistungen. Bei Gewährung einer teilstationären Leistung ( 32 SGB VIII) verbringt das Kinder oder der Jugendliche einen Teil des Tages in einer Einrichtung der Jugendhilfe, lebt aber weiterhin im elterlichen Haushalt. Hierbei richtet sich die Höhe des Kostenbeitrages nach der Aufenthaltsdauer unterhalb bzw. oberhalb 5 Betreuungsstunden täglich. Von der Heranziehung der Eltern ist abzusehen, wenn das Kind, die Jugendliche, der junge Volljährige oder die Leistungsberechtigte nach 9 schwanger ist oder ein leibliches Kind bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres betreut. Ebenfalls soll im Einzelfall ganz oder teilweise von der Heranziehung abgesehen werden, wenn sonst Ziel und Zweck der Leistung gefährdet würden oder sich aus der Heranziehung eine besondere Härte ergäbe ( 92 Abs. 5). 92 () SGB VIII benennt diejenigen Personen, die zu den Kosten nach dem SGB VIII herangezogen werden können. Diese Aufzählung ist abschließend und schließt eine Kostenbeitragspflicht von Großeltern aus. Die Kostenbeitragsverordnung regelt die Höhe der Heranziehung für Leistungen und andere Aufgaben nach dem SGB VIII unter Beachtung möglicher weiterer Unterhaltsverpflichtungen Anteil der Kosten für Leistungen des Sachgebietes ASD (Bezug Gesamthaushalt des Jugendamtes im Jahr 202) Der Haushalt des Jugendamtes des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte 202 umfasst Gesamtausgaben von 62,90 Mio.. Davon sind 3,48 Mio. Zuschüsse des Landkreises (Aufwendungen abzüglich Erträge). Die Höhe der Aufwendungen für den Bereich ASD betragen 23,22 Mio., was einem Anteil von 36,92% am Gesamthaushalt entspricht. Insgesamt werden durch den Landkreis für den ASD Zuschüsse in Höhe von 2,665 Mio. zur Verfügung gestellt, der Anteil am Gesamtzuschuss beläuft sich somit auf etwa 70%. Anteil am Gesamthaushalt des Jugendamtes in 202 Planhaushalt des Jugendamtes 202 in Mio. davon Allgemeiner Sozialer Dienst in Mio. Gesamthaushalt 62,90 23,22 36,92 in % Zuschüsse des LK (Aufwendungen./. Erträge) 3,48 2,665 69,95 46

49 JUGENDHILFEPLAN 202 Aufwendungen nach Sachgebieten des Jugendamtes im LK MSE 202/203 Sachgebiet Aufwendungen Aufwendungen Veränderung in 202 in 203 in % Jugendförderung , ,00-0,0 ASD , ,00 +4,95 Kindertagesförderung , ,62 +3, Unterhalt , ,00 +2,0 Controlling 2.000, ,00-80,95 Gesamt , ,62 +8,53 Quellen: eigene Statistik 47

50 JUGENDHILFEPLAN 202 Aufwendungen, Erträge und der Zuschussbedarf nach Produkten für 202 und 203 Produkte Aufwendun- Erträge Zuschuss- Aufwendun- Verände- gen Plan in bedarf 202 gen Plan 203 rung in % in in in Förderung der Erziehung in der Familie ,00.00, , ,00 +0,89 ( 6-2) Hilfen zur Erziehung ( 28-35) incl. ÜPL , , , ,00 +7,80 Hilfen für junge Volljährige ( 4) , , , ,00-34,26 Schutz von Kindern und Jugendlichen ,00 300, , , ,6 2 ( 42) Eingliederungshilfen für seelisch beh , , , ,00-8,79 Kinder ( 35a) Adoptionsvermittlung 600,00 0,00 600,00 600,00 0,00 Mitwirkung in familiengerichtl. Verfahren 3.500,00 0, , ,00-42,86 Mitwirkung in Verfahren der Jugendgerichtshilfe 34.00,00 600, , ,00-9,25 Sonstige 2.000,00 0, ,00.000,00-50,00 Gesamt , , , ,00 +4,95 Berücksichtigung einer überplanmäßigen Aufwendung/Auszahlung i.h.v ,- im HH-Jahr Auf Grund einer Neustrukturierung des Haushaltsplans kam es zu einer Umbuchung aus dem Produkt Hilfen zur Erziehung ( 28-35) in das Produkt Schutz von Kindern und Jugendlichen ( 42), was zu der ausgewiesenen Kostensteigerung führte 203 werden sich die Kosten für den Bereich ASD gegenüber dem Vorjahr um etwa,5 Mio. oder 4,95% erhöhen. Größter Einzelposten ist dabei der Bereich Hilfen zur Erziehung. Hier beträgt die Kostensteigerung etwa,58 Mio. oder 7,80%. Einsparungen sind bei den Hilfen für junge Volljährige zu verzeichnen, diese werden oder 34,26 % geringer ausfallen. 48

51 JUGENDHILFEPLAN 202 Aufwendungen des ASD in 202 Eingliederungshilfe für seelisch beh. Kinder ( 35a); ,00 Schutz von Kindern u. Jugendlichen( 42); ,00 Hilfen für junge Vollj. ( 4); ,00 Adoptionsvermittlg; 600,00 Mitw. in familiengerichtl. Verfahren; 3.500,00 Mitw. in Verfahren der Jugendgerichtshilfe; 34.00,00 Sonstiges; 2.000,00 Förderung der Erz. in der Familie ( 6-2); ,00 Hilfen zur Erziehung ( 28-35) incl. überplanm. Aufwendungen; ,00 Quelle: eigene Statistik 49

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