Aktuelle Entwicklung der geringfügigen Beschäftigungen

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1 C. Zuständige Melde- und Einzugsstelle 3. Übersicht Quelle: Minijob-Zentrale, Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, 455 Essen II. Aktuelle Entwicklung der geringfügigen Beschäftigungen. Allgemein Seit der Reform der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse im Jahr 23 werden die Minijobs als arbeitsmarktpolitisches Instrument kontrovers diskutiert. Um den Subventionsvorwurf zu entkräften, hat die Bundesregierung im Jahr 26 reagiert und im Rahmen des Haushaltbegleitgesetzes 26die Pauschalabgaben für gewerbliche Minijobs mit Wirkung ab.7.26 von bisher 25 % auf 3 % deutlich angehoben. Die Frage, ob Minijobs zur Verdrängung von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen führen oder als Brücke zur Aufnahme eines sozial abgesicherten Voll- oder Teilzeitjob dienen, kann für diese Ausführungen offen bleiben. Darauf hinzuweisen ist, dass durch die Neuregelung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse im Jahr 23 die Beitragseinnahmen gestiegen sind. Die Minijobs leisten damit einen nicht unerheblichen Beitrag zur Stabilisierung des Sozialsystems

2 Überblick über geringfügige Beschäftigungen und Midi-Jobs 2. Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigten 46 Die Minijob-Zentrale veröffentlicht regelmäßig Quartalsberichte, die über die aktuelle Entwicklung bei den geringfügig Beschäftigten informiert. Diese geben den jeweiligen Bestand der bei der Minijob-Zentrale gemeldeten geringfügig entlohnten Beschäftigten wieder. Die Zahlen der kurzfristigen Beschäftigungsverhältnisse werden von der Minijob-Zentrale nicht aufbereitet, da eine statistische Auswertung nicht möglich ist. Bei den Minijobs ist auch am Ende des. Quartals 28 eine leicht ansteigende Entwicklung zu beobachten. Derzeit gehen rund 6,5 Millionen Menschen in Deutschland einen Minijob nach. Nachfolgend wird ein Überblick über die aktuelle Entwicklung bei den geringfügig Beschäft igten gegeben, der deutlich macht, welchen beachtlichen Stellenwert diese Beschäftigungsverhältnisse mittlerweile haben. 3. Gewerbliche geringfügig entlohnte Beschäftigte 47 Zum Stichtag 3. März 28 waren bei Minijob-Zentrale geringfügig entlohnte Beschäftigte im gewerblichen Bereich gemeldet. Das sind Minijobs mehr gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres (März 27) und entspricht einem Zuwachs von 5,7 % Jahresvergleich Die Verteilung der bundesweit geringfügig entlohnten Beschäft igten auf die einzelnen Bundesländer stellt sich Ende März 28 wie folgt dar. 36

3 C. Zuständige Melde- und Einzugsstelle Nordrhein-Westfalen Bayern Baden-Württemberg Niedersachsen Hessen Rheinland -Pfalz Schleswig-Holstein Sachsen Berlin Hamburg Brandenburg Thüringen Sachsen-Anhalt Saarland Mecklenburg-Vorpommern Bremen Quelle: I. Quartalsbericht 28, Minijob-Zentrale/Deutsche RentenversicherungKnappschaft-Bahn-See, 455Essen Bei Betrachtung der Verteilung der geringfügig entlohnten Beschäftigten je. Einwohner und Bundesland fällt auf, dass in Bremen im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten Minijobber beschäft igt sind. Pro. Einwohner gibt es dort rund 98 geringfügig Beschäft igte. In Baden- Württemberg sind es rund 94 und in Nordrhein-Westfalen rund 9 Minijobber je. Einwohner. In Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gibt es im Verhältnis zur Einwohnerzahl die wenigsten 4-Euro-Minijobber. Auf. Einwohner kommen dort rund 44, 45 und 48 geringfügig entlohnte Beschäftigte. 49 Bremen Baden-Württemberg Nordrhein-Westfalen Saarland Bayern Hessen Rheinland -Pfalz Hamburg Niedersachsen Schleswig-Holstein Berlin Sachsen Thüringen Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Sachsen-Anhalt 52,64 5,38 49,8 47,5 44,63 43,86 98,3 94,25 89,54 86,82 86,3 83,9 82,74 8,76 8, 8, Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 28 37

4 Überblick über geringfügige Beschäftigungen und Midi-Jobs 5 DieGeschlechterverteilung der Minijobber zeigt, dass ca. 64 % weiblich und 36 % männlich sind. Da die geringfügige Beschäftigung wegen des niedrigen Verdienstes und des fehlenden Sozialversicherungsschutzes in erster Linie für Personen interessant ist, die anderweitig sozial abgesichert sind (z.b. im Rahmen einer Familienversicherung über den Ehepartner), kann der hohe Frauenanteil nicht verwundern. % Frauen Männer 75 % % 25 % Gesamt West Ost Quelle: I. Quartalsbereicht 28, Minijob-Zentrale/Deutsche RentenversicherungKnappschaft-Bahn-See, 455Essen 5 Die Zuordnung der geringfügig entlohnten Beschäftigten nach Altersgruppen stellt sich am Ende. Quartals 28 wie folgt dar: Stärkste Altersgruppe mit Minijobbern sind die 4- bis 45-Jährigen. An zweiter Stelle folgen bereits die Rentner mit 65 Jahre und älter. Die drittstärkste Gruppe sinddie45- bis unter 5-Jährigen mit Minijobbern. 65 und älter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter unter Quelle: I. Quartalsbericht 28, Minijob-Zentrale/Deutsche RentenversicherungKnappschaft-Bahn-See, 455Essen 38

5 C. Zuständige Melde- und Einzugsstelle 4. Geringfügig entlohnte Beschäftigte in Privathaushalten Die Minijob-Zentrale verzeichnete zum bundesweit geringfügig entlohnte Beschäft igte in Privathaushalten. Die Zahl der Beschäft igten, für die das so genannte Haushaltsscheckverfahren anzuwenden ist, stieg gegenüber dem Vorjahresquartal 27 um 4.4 Arbeitnehmer bzw. um,3 %. Seit dem Jahr 25 beträgt die Steigerung der Minijobber in Privathaushalten beachtenswerte 48, % Jahresvergleich 28 Quelle: I. Quartalsbericht 28, Minijob-Zentrale/Deutsche RentenversicherungKnappschaft-Bahn-See, 455Essen Die Gesamtzahl der in Privathaushalten tätigen geringfügig entlohnten Beschäftigten hat sich Ende März 28 wie folgt auf die einzelnen Bundesländer verteilt. 53 Nordrhein-Westfalen Bayern Baden-Württemberg 8.83 Niedersachsen Rheinland -Pfalz Hessen.49 Schleswig-Holstein 7.45 Berlin Hamburg 2.96 Sachsen Brandenburg.997 Saarland.936 Sachsen-Anhalt.498 Thüringen.47 Mecklenburg-Vorpommern Bremen Quelle: I. Quartalsbereicht 28, Minijob-Zentrale/Deutsche RentenversicherungKnappschaft-Bahn-See, 455Essen 39

6 Überblick über geringfügige Beschäftigungen und Midi-Jobs 54 Die Betrachtung der Geschlechterverteilung für Gesamtdeutschland zeigt, dass ca. 93 % weibliche und nur 7 % männliche Minijobber in Privathaushalten arbeiten. Damit werden Minijobs in Privathaushalten fast ausschließlich von Frauen ausgeübt. % Frauen Männer 75 % 5 % %.654 Gesamt West.28 Ost Quelle: I. Quartalsbericht 28, Minijob-Zentrale/Deutsche RentenversicherungKnappschaft-Bahn-See, 455Essen Geringfügig entlohnte Beschäftigte mit Beitragsaufstockung zur Rentenversicherung Wir bereits ausgeführt, haben Arbeitgeber für geringfügig entlohnte Beschäftigte einen Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung in Höhe von 5 % (bzw. 5 % für Minijobs in Privathaushalten) des Arbeitsentgelts zu leisten. Die Minijobber haben die Möglichkeit mit einer freiwilligen Eigenleistung den Pauschalbeitrag des Arbeitgebers auf den allgemeinen Rentenversicherungsbeitrag von 9,9 % (Jahr 28) aufzustocken, um höhere Rentenansprüche zu erwerben. Von dieser Möglichkeit machten am Ende des. Quartals 28 insgesamt geringfügig entlohnte Beschäft igte Gebrauch. Das sind rd. 4 % der Minijobber. Im Westen liegt der Anteil mit 4, % etwas höher als in den neuen Bundesländern mit 3, %. 6. Geringfügige Beschäftigungsverhältnisseinsgesamt Generell stellen die Quartalsberichte der Minijob-Zentrale auf die Anzahl der geringfügig Beschäftigten ab. Es erfolgt keine detaillierte Darstellung der bedingt durch Mehrfachbeschäftigungen zahlenmäßig höheren geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse. Zur Information wird an dieser Stelle die Anzahl der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse genannt (Stand: ). 4

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