Ernährung bei Demenz Altenpflege 2014

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1 Ernährung bei Demenz Altenpflege 2014 Katharina Stapel, DGE Betriebliches Ernährungsmanagement Ernährungspsychologie

2 Bildquelle: Fotografin Claudia Thoelen Katharina Stapel Betriebliches Ernährungsmanagement

3 Sachgerechtes Vorgehen bei Mangelernährung 1. Regelmäßige Erfassung von Ernährungsrisiken bzw. -zustand (= Screening) Katharina Stapel Betriebliches Ernährungsmanagement (angelehnt an Grundsatzstellungnahme Pflegeprozess und Dokumentation des MDS, 2005)

4 Demenz- kurz gesagt Hirnorganische Krankheit Schleichender Untergang von Nervenzellen Übertragungszellen für Informationsweiterleitung und Verarbeitung und Verknüpfung gehen unter Katharina Stapel Betriebliches Ernährungsmanagement

5 Drei Phasen Phase 1 -Verlust des Kurzzeitgedächtnis -Orientierungsverlust in fremder Umgebung -Einschränkungen werden als typische Alterserscheinungen deklariert -Betroffene vertuschen Defizite -Demenz wird hier meist nicht diagnostiziert Katharina Stapel Betriebliches Ernährungsmanagement

6 Phase 2 -Symptome werden schwerer -Orientierung in gewohnter Umgebung lässt nach -Alltagsbewältigung wird schwieriger -Starke Unruhe, umherwandern, gestörter Tag- Nacht- Rhythmus Katharina Stapel Betriebliches Ernährungsmanagement

7 Phase 3 -Kau- und Schluckstörungen -Untergang der Persönlichkeit -Starker körperlicher Abbau -Starke ausgeprägte Symptome -Kontrollverlust über Blasenentleerung und Stuhlgang -Intensiver Pflegebedarf Katharina Stapel Betriebliches Ernährungsmanagement

8 Basics in der Seniorenverpflegung Was benötigt der ältere Mensch? Was möchte der ältere Mensch? Was kann das Haus leisten? Was kann der Mitarbeiter leisten? Praxis Stapel Ernährungspsychologie und Diätetik

9 Wichtig! Bedürfnis geht immer vor Bedarf! Praxis Stapel Ernährungspsychologie und Diätetik

10 Erfassung von Bedürfnissendas A und O- aber wie? Praxis Stapel Ernährungspsychologie und Diätetik

11 Tischkultur? Praxis Stapel Ernährungspsychologie und Diätetik

12 Was esse ich denn da? Praxis Stapel Ernährungspsychologie und Diätetik

13 Möglichkeiten Praxis Stapel Ernährungspsychologie und Diätetik

14 Es sind oftmals die kleinen Dinge Speiseplatz gestalten Sauberkeit und Übersichtlichkeit Erinnerungen an alte Tage Behaglichkeit Speiseplan (was, wo, wie?) Telleroptik???? Praxis Stapel Ernährungspsychologie und Diätetik

15 Ressourcen wahrnehmen und nutzen Jeder Mensch hat noch Ressourcen, die genutzt werden können. Hilfe zur Selbsthilfe. Wissen wir wirklich immer was der ältere Mensch möchte? Fragen wir? Oder bestimmen wir? Praxis Stapel Ernährungspsychologie und Diätetik

16 Kommunikation als Brücke Was ist Kommunikation? Wie erkenne ich Emotionen? Katharina Stapel Betriebliches Ernährungsmanagement

17 Die richtigen Fragen stellen Abbildung: Kommunikationshilfe für schwierige Situationen in der Verpflegung von dementiell erkrankten Bewohnern (Stapel 2012) Maßnahmen Resultat für den Bewohner Resultat für den Pflegenden Akzeptanz des andersartig sein, empathisch sein, aktives zuhören W- Fragen (außer Warum!!) Verbalisieren der Erlebnisinhalte (Nicht in der ersten Phase! Das würde eher Aggressionen fördern) Handlungen vorschlagen (bedarfsadaptierte Kostformen, Einbezug der Essbiographie, Ressourcenorientierung) Verstanden werden, angenommen sein Vertrauen, Orientierung Orientierung, Sicherheit, Förderung von Selbstbestimmung und Selbstständigkeit Zugang zum Bewohner Compliance Bewohner isst und trinkt bedürfnisorientiert und bedarfsgerecht, Arbeitserleichterung Überprüfen der Maßnahmen und ggf. Ergänzung/ Korrektur der Maßnahmen unter Einbezug der Bedarfsdeckung Guter Ernährungszustand, keine Verschlechterung des Ernährungszustandes Katharina Stapel Betriebliches Ernährungsmanagement Pflegeerleichterung

18 Vielen Dank! Wenn Sie einen dementiell erkrankten Menschen wirklich bedürfnisorientiert versorgen wollen, dann schalten Sie Ihren Kopf aus und gehen mit in seine Welt. Katharina Stapel Betriebliches Ernährungsmanagement

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