Arbeitsrecht: Zwischen Mythos und Wahrheit. Rechtsanwalt Dr. Uwe Schlegel, Köln

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1 Arbeitsrecht: Zwischen Mythos und Wahrheit Rechtsanwalt Dr. Uwe Schlegel, Köln 1 1

2 Ihr Referent heute Name: Dr. Uwe Schlegel Beruf: Rechtsanwalt und Dozent Kanzleisitz: Köln Tätig: Bundesweit Spezialisierungen: Arbeitsrecht Gesellschaftsrecht 2 2

3 Ihre (5) Wünsche 1. Arbeitsrecht - so wenig wie möglich 2. Der Gerichtssaal - besser nur von Außen 3. Arbeitsrecht mal ganz praxisnah 4. Arbeitsrecht ich möchte gerne verstehen, was ich da mache 5. Ich möchte einfach nur in Ruhe arbeiten können 3 3

4 Realisten und Träumer Träumer Ich möchte mich niemals streiten Meine Arbeitnehmer sind immer gut zu mir Was hier passiert, bestimme ich Notfalls melde ich eben Insolvenz an Realisten Entscheidend ist die Streitkultur Gute und böse Arbeitnehmer erkennen Das Heft in der Hand halten Erfolgreicher Unternehmer trotz Arbeitsrecht! 4 4

5 Zurück zum Thema Das deutsche Arbeitsrecht zwischen Mythos und Wahrheit (7 Regeln für arbeitsrechtlich erfolgreiche Unternehmer) 5 5

6 Die 7 Regeln - ein Überblick 1. Ich kann nicht so bleiben wie ich bin 2. Kampf dem Vorurteil der Arbeitgeber kann gewinnen! 3. Eine Strategie muss her 4. Reden ist Gold 5. Im Zweifel für die Praxis 6. Immer schön lächeln 7. Und stets an den Kunden denken 6 6

7 Regel Nr. 1: Ich kann nicht so bleiben wie ich bin! Sie scheuen die Veränderung? Kampf dem AGABU-Syndrom! Alles Ganz Anders Bei Uns 7 7

8 Regel Nr. 2: Kampf dem Vorurteil der Arbeitgeber kann gewinnen! Richtig: Das Arbeitsrecht schützt den Arbeitnehmer Auch richtig: Die Arbeitsrichter wissen das! Falsch: Der Arbeitnehmer gewinnt immer 8 8

9 Der Arbeitgeber kann gewinnen! Tatsachen: Viele Prozesse werden verloren, weil sie (unsinnigerweise) geführt werden Wer unrealistische Vorstellungen hat, kann nicht gewinnen 9 9

10 Einsichten (auch wenn es schwer fällt!) Kündigungsrecht willkommen auf dem Basar Auslöser für Verhandlungen: Der Arbeitgeber und sein diffuser Kündigungsgrund - > Unfreundliches Verhalten > Leistung lässt nach > Keine Motivation > Beamter! > Nicht flexibel > Störung des Betriebsfriedens > Kein Teamarbeiter > Chaot > Irgendwie apathisch 10 10

11 Einsichten (auch wenn es schwer fällt!) Die Sozialdaten des Arbeitnehmers 5 Gebote des Arbeitsrechts: > Alter > Beschäftigungsdauer > Unterhaltspflichten > Schwerbehinderung > Die arme alte Frau MUTTERSCHUTZ wird groß geschrieben! 11 11

12 Regel Nr. 3: Eine Strategie muss her Auseinandersetzungen werden nicht am grünen Tisch gewonnen Strategie spart Zeit und Geld Revolverhelden fordern das Arbeitsrecht heraus und verlieren (meistens) 12 12

13 Eine Strategie muss her Der Arbeitnehmer zeigt Gefühle Die Kraft des Faktischen Es gibt keinen Sieger oder: Auf Gesichtswahrung achten! Der BWLer in uns allen Am Ende zählt das Ergebnis 13 13

14 Eine Strategie muss her Beispiel Kündigung Erst denken, dann kündigen Zeit lassen: Abmahnung verbraucht Kündigung! 14 14

15 Eine Strategie muss her KSchG anwendbar? Wenn nein: Hier bin ich der König! ABER: Mindestmaß an sozialer Rücksichtnahme!! Wenn ja: Kann man da was ändern? 15 15

16 Strategie KSchG Kündigungsschutzgesetz anwendbar oder nicht? Betrieb mit mehr als 10 AN: Betrieb mit nicht mehr als 5 AN: Betrieb mit mehr als 5, aber nicht mehr als 10 AN - KSchG (+) KSchG (-) Unterscheidung: ALT-AN: KSchG (+), wenn mehr als 5 NEU-AN: KSchG (-) bei Einstellung nach dem

17 Kündigung (nach KSchG): Ein Ablaufplan Ihre Entscheidung KSchG? Besonderer Kündigungsschutz? Sonstiges Die Strategie: Plan A Das Budget Abteilung Jura Abteilung BWL Die Notbremse (Plan B) Kommunikation Abteilung Psychologie 17 17

18 Regel Nr. 4: Reden ist Gold Sprachlosigkeit kostet (viel) Geld Wahrhaftigkeit gewinnt! Reden und Handeln: Ein Mann, ein Wort 18 18

19 Der Ton macht die Musik So kann's gehen: Wir sollten uns in Ruhe darüber unterhalten, wie wir ordentlich auseinandergehen Sprechen Sie mich jederzeit an Ich schlage vor, wir besprechen uns am noch einmal Besser nicht: Wir suchen nach einer fairen Lösung Es ist ja nicht meine Entscheidung Das Ganze tut mir schrecklich leid Geht gar nicht: Dann muss das eben der Richter entscheiden 19 19

20 Regel Nr. 5: Im Zweifel für die Praxis Die graue Theorie beherrscht uns Kampf dem Alles-eine-Frage-des-Rechts- Syndrom! 20 20

21 Regel Nr. 6: Immer schön lächeln Begeisterung wirkt ansteckend Lächeln spart Geld Wer lächelt zeigt Zähne Sie vergeben sich nichts! 21 21

22 Regel Nr. 7: Und immer an den Kunden denken Ein funktionierendes Arbeitsverhältnis: Kein Selbstzweck (Auch) Kunden bestimmen die Qualität eines Arbeitnehmers Der Kunde als letzte Instanz 22 22

23 Danke! 23 23

24 Weitere Informationen Rechtsanwalt Dr. Uwe Schlegel Rechtsanwalt Dr. Stefan Müller-Thele Rechtsanwalt Marc Nörig Eisenbeis Rechtsanwaltsges. mbh, Köln Rösrather Str Köln Tel.: 0221/ (Frau Halfmann) Handy: 0163/ Mail: Internet:

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