Universitätsklinikum Giessen und Marburg GmbH Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Standort Marburg Direktor: Prof. Dr. Rolf F.

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1 Leistungs- und Qualitätsbericht Universitätskinderklinik Marburg 1 Universitätsklinikum Giessen und Marburg GmbH Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Standort Marburg Direktor: Prof. Dr. Rolf F. Maier Leistungs- und Qualitätsbericht

2 Leistungs- und Qualitätsbericht Universitätskinderklinik Marburg 2 Vorwort Für die Marburger Kinderklinik und ihre Mitarbeiter(innen) waren die Jahre 2005 und 2006 geprägt von gravierenden Veränderungen: Auf Beschluss der hessischen Landesregierung wurden die beiden Universitätsklinika Giessen und Marburg am fusioniert und Anfang 2006 als erstes privatisiertes Universitätsklinikum Deutschlands in die Trägerschaft der Rhön-Klinikum AG ü- berführt. Am schied Herr Prof. Dr. H. W. Seyberth, langjähriger Direktor der Marburger Kinderklinik, aus dem aktiven Dienst aus und trat seinen vorzeitigen Ruhestand an. Ihm sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt für seinen unermüdlichen Einsatz und seine hervorragenden Leistungen. Im Mai 2006 erfolgte der Umzug der Marburger Kinderklinik aus dem historischen Gebäude im Lahntal in einen modernen Neubau auf den Lahnbergen. Durch die räumliche Nähe gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den anderen Fachdisziplinen jetzt erheblich leichter. Die Wand-an-Wand-Lösung zwischen Neonatologie und Geburtshilfe ist eine wesentliche Voraussetzung für ein Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe. Ende 2006 konnte nach langem und zähem Ringen das Berufungsverfahren für die Kinderchirurgie abgeschlossen werden. Inzwischen ist in Marburg eine eigenständige Klinik für Kinderchirurgie etabliert und Herr Prof. Dr. S. Loff und sein Team haben ihre Arbeit in Marburg aufgenommen. Trotz dieser Veränderungen liefen Krankenversorgung, Forschung und Lehre weitgehend reibungslos weiter, die Patientenzahl konnte sogar gesteigert werden. Der vorliegende Leistungs- und Qualitätsbericht soll über Organisation, Strukturen, Leistungsangebote und Ergebnisse im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Marburg informieren. Er soll Bilanz ziehen, bestehende Kooperationen stärken und neue Kooperationen anbahnen. Er soll vor allem aber ein Zeichen von Dank und Anerkennung für alle Mitarbeiter(innen) darstellen, ohne deren Engagement und Organisationstalent die genannten Veränderungen nicht zu bewältigen und die guten Ergebnisse nicht zu erzielen gewesen wären. Marburg im Juli 2007 Prof. Dr. Rolf F. Maier

3 Leistungs- und Qualitätsbericht Universitätskinderklinik Marburg 3 Vorwort... 2 Inhaltsverzeichnis ORGANISATION UND STRUKTUREN Mitarbeiter(innen) Zentrumsstruktur Stationen und Behandlungsplätze Vernetzung mit anderen Kliniken und Abteilungen LEISTUNGSDATEN Klinische Schwerpunkte Klinische Innovationen Stationäre Leistungen Ambulante Leistungen Funktionsuntersuchungen KINDERNEPHROLOGIE Organisation und Struktur Leistungsspektrum Leistungsdaten PÄDIATRISCHE HÄMATOLOGIE UND ONKOLOGIE Organisation und Struktur Leistungsspektrum Leistungsdaten NEONATOLOGIE Neonatologische Versorgungsstrukturen Neugeborenen-Notarztsystem Zuweisende Geburtskliniken Sehr untergewichtige Frühgeborene CRIB-Score Überlebensrate sehr untergewichtiger Frühgeborener Überlebensqualität sehr untergewichtiger Frühgeborener... 21

4 Leistungs- und Qualitätsbericht Universitätskinderklinik Marburg Nachuntersuchung von Frühgeborenen Todesfall-Einzelanalyse QUALITÄTSMANAGEMENT Neonatalerhebung Fachausschuß Perinatologie Hessische Neonatologenkonferenz Marburger Perinatalkonferenz Nosokomiale Infektionen Studienprotokolle der GPOH AKADEMISCHE LEHRE Regelmäßige Lehrveranstaltungen Prüfungen und Gutachten Organisation von wissenschaftlichen Tagungen und Fortbildungen Abgeschlossene Habilitationen Abgeschlossene Promotionen Laufende Promotionen Weiterbildung Gastärzte Preise und Auszeichnungen Patente Ämter in Fachgesellschaften FORSCHUNG Eingeworbene Drittmittel Publikationen Zeitschriftenbeiträge im Jahr Zeitschriftenbeiträge im Jahr Monographien und Buchbeiträge BETREUUNGSANGEBOTE FÖRDERUNG... 39

5 Leistungs- und Qualitätsbericht Universitätskinderklinik Marburg 5 1. ORGANISATION UND STRUKTUREN 1.1. Mitarbeiter(innen) Direktoren Prof. Dr. Rolf F. Maier Prof. Dr. Hannsjörg W. Seyberth (bis ) Oberärztinnen/-ärzte Dr. Helmut Barth Prof. Dr. Holger Christiansen Dr. Sabine Jackowski-Dohrmann Dr. Hea-Sook Kim-Berger Prof. Dr. Günter Klaus Wissenschaftliche Mitarbeiter(innen) Dr. Charlotte Adamczick (bis ) Dr. Anke Barnbrock (bis ) Dr. Eckhard Bergmann Dr. Michael Bernhard Dr. Bernd Berwanger Daniel Buchzik (bis ) Dr. Elke Daur Dr. Heinrich Eberhardt (bis ) Ines Fürter (ab ) Christopher Gerken (ab ) Dr. Bettina Grünwald Dr. Jolanta Heinzinger Dr. Melanie Heß Dr. Nikola Jeck Dr. Joachim Jüttner (bis ) Dr. Sebastian Kerzel (ab ) Sekretärinnen Renate Warsideh (Chefsekretärin Pädiatrie) Brigitte Junker (Chefsekr. Kinderchirurgie) Christel Faupel-Damm (Stationen 039/040) Technisches Personal Charlotte Agel Eva-Maria Arnold Katharina Dekkert Erika Gerhardt Sabine Jennemann Angelika Müller-Wormsbächer Mechthild Boland (Hauswirtschafterin) Marlies Dickmännken (Diätassistentin) Ruthild Zweckerl (Physiotherapeutin) Dokumentation Michael Sontowski Evelyn Grandmontagne (Study nurse) Pflegedienstleitung Erika Hallenberger PD Dr. Andreas Leonhardt Dr. Stephan Reinalter (bis ) Dr. Susanne Stiller Prof. Dr. Siegfried Waldegger (ab ) Dr. Michael Zemlin Dr. Martin Kömhoff Dr. Gundula Maasberg (bis ) Dr. Peter de Mooy Lutz Pelken Aparna Renigunta Dr. Dorothee Rogosch (ab ) Dr. Tobias Rogosch (ab ) Martin Christian Sassen (ab ) Kerstin Schäfer (bis ) Dr. Susanne Schaller-Bals Dr. Karl Peter Schlingmann Pia Schlumberger (ab ) Dr. Horst Schweer Dr. Karin Schwiese-Leonhardt Dr. Marion Wagner Dr. Axel Weber Andrea Günther (Stationen I7 NEO und PÄD) Anne Völker (Stationen 041/042) Daniela Wottawa (Tagesklinik) Renate Pieler-Sondowski Christina Rösser Martina Seitz Regina Stöhr Alexandra Waßmuth Bernhard Watzer Brigitta Nitsch (Physiotherapeutin) Helga Gold (Erzieherin) Petra Kirch (Erzieherin) Cornelia Vestweber

6 Leistungs- und Qualitätsbericht Universitätskinderklinik Marburg 6 Pflegekräfte Intensivstation I 7 - Leitung: Dorothea Wieber Magdalena Bielous Anja Kraft Nicola Böttner Melanie Kreuter Therese Brückner Olga Martel Charlotte Agel Janine Marcorca Jördis Chrestensen-Fuchs Stefanie Matheisel Claudia Cugier-Oerter Miriam Messner Semra Sahan Carla Mönninger-Botthof Julia Feußner Thomas Nau Bernd Fischer Anja Noll Mareike Hees Marion Reinelt-Beckmeier Astrid Herbst Petra Sadewasser Simone Hövelmann Denise Scheithauer Verena Schick Julia Schmidt Uta Schmidt Annika Schneekloth Iris Smuda Nadine Stephan Leane Thiele Bettina Trabach Jana Ulbrich Tanja Vaupel Ina Weber Jasmin Wege Pflegekräfte Station 39 - Leitung: Erika Vaupel Jutta Beckmann Katharina Hinder S. Duncker-Thiel Nina Hofmann Kerstin Fischer Yvonne Schaffartzyk Barbara Grosch Barbara Kaisinger E. Hoffarth-Bach Jennifer Maiß Pflegekräfte Station 40 - Leitung: Erika Vaupel Birgit Ackermann Rita Hüls Christina Beeken Karina Koch Emmi Büttner Gudrun Koch Kathrin Dönges Mandy Kurze Irene Grzesik Ursula Kaletsch Pflegekräfte Station 41 - Leitung: Karl Kreh Sabine Böhm Renate Erxleben Eva Bartelmeß Susanne Gerlach Anette Biek Nicole Gärtner Gerald Biermann Christiane Jarsch Jutta Bleul Angelika Kahler Kerstin Cyriax-Jansen Astrid Kuhl Angelika Dersch Ina Klinger Carina Deucker Anja Martin Pflegekräfte Station Leitung: Karl Kreh Stefanie Emde Tanja Kirch-Ibrahim Silke Förster Marlies Kreh Doris Geißler Silke Lorenzen-Schneider Gabriele Heck Katrin Löw Anja Herold Anke Michel Ulrike Hormel Regine Nadler-Krug Anja Jung Alexandra Putz Poliklinik und Tagesklinik - Leitung: Susanne Seidlitz Franziska Brinkmann Elke Michel Petra Franz Angelika Salomon Petra Greb Ilona Schira Rosemarie Hagner Christine Stingl Marianne Pries B. Schlenkrich-Schwarz Erika Schnell Manuela Sehr Kathrin Spies Iris Morneweg Jennifer Scherp Claudia Schüler Martina Scriba Antje Uhde-Schediwy Beate Pfeffer Sigrun Pfeifer Brigitte Schmidt Karin Seim Sybille Sure Kristy Weber Sabine Wenzel Diana Roth-Watzek Jessica Schill Petra Schorge-Hecker Heidemarie Schuchardt Ulrike Trus Doris Walther Marion Weber Anita Wiest Anja Zimmer Milchküche Karin Dettmar-Bernhardt Erna vom Ende Margarete Kisiel Praxisanleitung Marion Gründel Cäcilia Nau

7 Leistungs- und Qualitätsbericht Universitätskinderklinik Marburg Zentrumsstruktur Bis zum war das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin (Geschäftsführender Direktor: Prof. Dr. Hannsjörg W. Seyberth) in zwei eigenständige Abteilungen gegliedert, nämlich die Klinik für Allgemeine Pädiatrie (Direktor: Prof. Dr. Hannsjörg W. Seyberth) und die Klinik für Neonatologie und Neuropädiatrie (Direktor: Prof. Dr. Rolf F. Maier). Mit dem Ausscheiden von Herrn Prof. Dr. Seyberth wurde die Abteilungsstruktur aufgegeben. Die einzelnen pädiatrischen Spezialgebiete werden von Oberärztinnen/-ärzten mit entsprechender Weiterbildung und Qualifikation vertreten. Seit dem ist das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin folgendermaßen strukturiert und organisiert: Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Standort Marburg Organisationsstruktur Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Kinderradiologie Prof. Dr. V. Klingmüller Kinderchirurgie Prof. Dr. S. Loff Kinder- und Jugendmedizin Prof. Dr. R. F. Maier Molekulare Nephrologie Prof. Dr. S. Waldegger Pädiatr. Hämatologie/ Onkologie OA Prof. Dr. H. Christiansen Pädiatr. Gastroenterologie OÄ Dr. H. Kim- Berger OA Dr. H. Barth Pädiatr. Endokrinologie OÄ Dr. H. Kim- Berger Neonatologie OÄ Dr. S. Stiller, Dr. M. Zemlin Pädiatr. Intensivmedizin OA PD Dr. A. Leonhardt Pädiatr. Allergologie OA Dr. M. Zemlin Kinderkardiologie Neuropädiatrie OÄ Dr. S. Jackowski- Dohrmann Pädiatr. Nephrologie OA Prof. Dr. G. Klaus Eng angeschlossen an das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin ist das Nierenzentrum für Kinder- und Jugendliche (s. S.12).

8 Universitätskinderklinik Marburg Leistungs- und Qualitätsbericht Stationen und Behandlungsplätze: Station Schwerpunkt Betten Besonderheiten 039 a) NephrologischeErkrankungen b) Neurologische Erkrankungen 12 Isolierzimmer bei Immunsuppression 040 Infektiöse Erkrankungen 18 Isolierzimmer bei ansteckenden Erkrankungen 041 a) Onkologische Erkrankungen b) Chirurgische Erkrankungen Isolierzimmer bei Immunsuppression 042 Früh- und Neugeborene 15 Mutter-Kind-Zimmer I7 NEO Neonatologische Intensivstation 15 Wand-an-Wand zum Kreißsaal I7 PÄD Pädiatrische Intensivstation 7 (+ 3) Isolierzimmer + postoperativer Aufwachraum Tagesklinik Vernetzung mit anderen Kliniken und Abteilungen

9 Universitätskinderklinik Marburg Leistungs- und Qualitätsbericht LEISTUNGSDATEN 2.1. Klinische Schwerpunkte Das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Marburg deckt als Klinik der Maximalversorgung das gesamte Spektrum von Krankheiten im Kindes- und Jugendalter ab. Besondere Schwerpunkte der klinischen Versorgung sind: Neonatologie (v.a. sehr kleine Frühgeborene) Kindernephrologie (v.a. akutes und chronisches Nierenversagen) Kinderonkologie (v.a. neuronale Tumoren) Kinderchirurgie (v.a. angeborene Fehlbildungen und Verbrennungen) Neben der Versorgung der Patienten aus der Region Mittelhessen stellt die Kinderklinik Marburg ein Zentrum mit überregionalen Zuweisungen für folgende Krankheiten dar: Kinder- und Jugendliche mit Atem- und Schlafstörungen werden mittels Polysomnographie untersucht. Neugeborene und junge Säuglinge mit angeborenen oder erworbenen Erkrankungen des Kehlkopfes werden durch Herrn Prof. Dr. Jochen Werner, Direktor der HNO- Klinik, und sein Team operiert. Nierentransplantationen bei Kindern erfolgen in enger Kooperation mit den Kollegen des Transplantationszentrums Marburg (Leiter: Herr PD Dr. Emilio Dominguez). Neugeborene mit intrakraniellen Gefäßfehlbildungen (z.b. Vena-Galeni- Malformationen) werden interventionell durch Herrn Prof. Dr. Siegfried Bien, Leiter der Abteilung für Neuroradiologie, behandelt. Neugeborene mit Fehlbildungen im Gesichts-Bereich (z.b. Pierre-Robin-Sequenz) werden durch die Kollegen der Klinik für Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie (Direktor bis 2006: Herr Prof. Dr. Dr. Karl-Heinz Austermann) operativ versorgt. Frühgeborene mit Retinopathia praematurorum werden in der Klinik für Augenheilkunde (Direktor: Prof. Dr. Peter Kroll) laserchirurgisch behandelt. Die betroffenen Kinder werden prä- und postoperativ in enger Kooperation mit den jeweiligen Fachkollegen in den Räumen der Kinderklinik von Kinderärzten und Kinderkrankenschwestern betreut Klinische Innovationen in Hörscreening: In Kooperation mit der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie (Direktorin Frau Prof. Dr. Roswitha Berger) wurde 2006 eine Hörprüfung für Risikoneugeborene etabliert. Atemgastest: Zur Diagnostik von Laktoseintoleranz wurde ein Atemgastest etabliert.

10 Universitätskinderklinik Marburg Leistungs- und Qualitätsbericht Stationäre Leistungen In der Kinderklinik werden mehr als 10 % aller stationären Patienten des Universitätsklinikums Marburg behandelt. Die Kinderklinik ist damit die Klinik mit der höchsten Zahl an stationären Patienten innerhalb des Universitätsklinikums Marburg Stationäre Patienten (n) Pflegetage Durchschnittliche Bettenauslastung (%) 63,1 81,6 Durchschnittliche Verweildauer (Tage) 4,5 4,5 Case-Mix-Index (effektiv) 0,861 0,908 Tagesklinische Patienten (n) Ambulante Leistungen Patienten Notfallambulanz Kinderkardiologie Diabetes mellitus Typ I Kindergastroenterologie Neuropädiatrie Kinderendokrinologie Kinderpulmologie Kindernephrologie Kinderokologie Kinderrheumatologie

11 Universitätskinderklinik Marburg Leistungs- und Qualitätsbericht Funktionsuntersuchungen EEG EKG Langzeit-EKG Belastungs-EKG Echokardiographie Lungenfunktionstest Schweißtest Pricktest Std-pH-Metrie C 13 -Atemtest H 2 -Atemtest Bronchoskopie Gastroduodenoskopie Coloskopie Rektoskopie Leberbiopsie Nierenbiopsie BERA-Hörprüfung Polysomnographie

12 Universitätskinderklinik Marburg Leistungs- und Qualitätsbericht KINDERNEPHROLOGIE 3.1. Organisation und Struktur Die ambulante Versorgung der Patienten erfolgt im Nierenzentrum für Kinder und Jugendliche (getragen vom Kuratorium für Dialyse und Transplantation (KfH)), die stationäre und teilstationäre Versorgung erfolgt im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin. Für die Betreuung der Patienten steht rund um die Uhr ein Rufdienst von kindernephrologisch erfahrenen Ärzten zur Verfügung. Nierenambulanz Die KfH-Nierenambulanz für Kinder und Jugendliche ist eine überregional arbeitende Fachambulanz, die in enger räumlicher und personeller Kooperation mit der Kinderklinik geführt wird. Stationäre und teilstationäre Versorgung Die stationäre und teilstationäre Behandlung erfolgt in enger Kooperation mit den Kliniken für Kinderchirurgie (Direktor: Prof. Dr. S. Loff), Urologie (Direktor: Prof. Dr. R. Hoffmann), Nephrologie (Direktor: Prof. Dr. J. Hoyer), Viszeralchirurgie (Direktor: Prof. Dr. M. Rothmund), Nuklearmedizin (Direktor: Prof. Dr. T. Behr) und Kinderradiologie (Prof. Dr. V. Klingmüller) Leistungsspektrum Das Marburger Nierenzentrum für Kinder- und Jugendliche ist personell und apparativ für die umfassende Diagnostik und Therapie bei angeborenen und erworbenen, akuten und chronischen Erkrankungen der Nieren und der ableitenden Harnwege ausgestattet. Klinisch und wissenschaftlich liegt der Schwerpunkt bei den Salzverlust-Tubulopathien und bei der Transplantationsnachsorge. Nierentransplantation Pro Jahr wird in Marburg bei etwa 5 Kindern und Jugendlichen eine Nierentransplantation durchgeführt. Dialyse Angeboten werden alle apparativen Verfahren zur Blutreinigung bei Nierenversagen, Stoffwechselstörungen und Vergiftungen. Zur Verfügung stehen 6 Hämodialyseplätze und ein Raum für die Peritonealdialysepatienten.

13 Universitätskinderklinik Marburg Leistungs- und Qualitätsbericht Lipidapheresen Lipidapheresen werden bei Kleinkindern mit familiärer homozygoter Hypercholesterinämie und hohem Risiko eines Herzinfarktes schon im Schulalter durchgeführt. Die Diagnostik und Behandlung erfolgt in enger Kooperation mit der Klinik für Kardiologie, Arbeitsgruppe präventive Kardiologie (Prof. Dr. J. Schäfer). Da für die Lipidapherese kein kommerziell erhältliches, für Kleinkinder geeignetes System zur Verfügung steht, wurde eine kindgerechte Behandlungseinheit entwickelt Leistungsdaten Ambulante Patienten Ultraschall der Nieren und ableitenden Harnwege h-Blutdruckmessung Ambulante Hämodialyse / Hämofiltration Ambulante Peritonealdialyse Stationäre Dialyse Plasmapherese Lipidapherese Nierentranplantationen 3 5

14 Universitätskinderklinik Marburg Leistungs- und Qualitätsbericht PÄDIATRISCHE HÄMATOLOGIE UND ONKOLOGIE 4.1. Organisation und Struktur Die pädiatrische Onkologie ist Mitglied im Comprehensive Cancer Center (CCC) Marburg. Alle hämatologischen und onkologischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter werden nach den Richtlinien der Gesellschaft für pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) diagnostiziert und behandelt. Für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Krebserkrankungen steht rund um die Uhr ein Rufdienst von kinderonkologisch geschulten Ärzten zur Verfügung. Für die autologe und allogene Knochenmarktransplantation verlegen wir Kinder in die Kinderklinik am Standort Giessen (Prof. Dr. A. Reiter), Jugendliche in die Klinik für Onkologie am Standort Marburg (Prof. Dr. A. Neubauer) Leistungsspektrum Onkologischer Schwerpunkt in der Marburger Kinderklinik ist klinisch wie auch wissenschaftlich das Neuroblastom, der häufigste solide Tumor im Kindesalter. Die unterschiedlichen Verlaufsformen des Neuroblastoms lassen sich mit klinischen Parametern (Stadium, Histologie, Patientenalter etc.) nicht eindeutig unterscheiden. An der Marburger Kinderklinik wurde daher vor 22 Jahren begonnen, die molekularbiologischen Grundlagen dieser Krebserkrankung zu erforschen. Dabei konnten wesentliche Beiträge zur Pathogenese des Neuroblastom geleistet werden (s.a. Diese Erkenntnisse werden heute genutzt, um Patienten exakter in Risiko- und damit in Therapiegruppen einzuordnen. An der Marburger Kinderklinik befindet sich ein Referenzlabor der GPOH, das die molekularbiologischen Untersuchungen für alle in Deutschland neu aufgetretenen Neuroblastom- Erkrankungen durchführt Leistungsdaten Im Versorgungsgebiet der Universitätskinderklinik Marburg leben derzeit etwa Kinder. Bei einer bundesweiten jährlichen Rate von 14,4 Neuerkrankungen pro Kindern sind in der Marburger Kinderklinik etwa 12 Neuerkrankungen pro Jahr zu erwarten. Das trifft ziemlich genau unsere Patientenzahlen, die sich zwischen 10 und 16 neuerkrankten Patienten pro Jahr bewegen. Das Diagnosespektrum umfasst erwartungsgemäß alle Krankheitsentitäten, die relativen Häufigkeiten entsprechen den bundesweiten Häufigkeiten. Die 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit für die Gesamtgruppe aller Krebserkrankungen im Kindesalter beträgt bundesweit derzeit 70-80%, die der eigenen Klientel derzeit 80%.

15 Universitätskinderklinik Marburg Leistungs- und Qualitätsbericht NEONATOLOGIE 5.1. Neonatologische Versorgungsstrukturen Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin bildet zusammen mit der Klinik für Geburtshilfe und Perinatalmedizin (Direktor: Prof. Dr. Stephan Schmidt) und der Klinik für Kinderchirurgie (Direktor: Prof. Dr. Steffan Loff) das Perinatalzentrum Marburg. In Marburg sind alle vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) geforderten personellen und strukturellen Voraussetzungen für ein Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level I) erfüllt. Die neonatologische Versorgung ist folgendermaßen gegliedert: Intensivbehandlung und -überwachung (Station I7 NEO) Spezialpflege kranker Früh- und Neugeborener (Station 042) Entwicklungsneurologische Nachuntersuchung (Tagesklinik und Poliklinik) Hinzu kommt die konsiliarische Betreuung gesunder Neugeborener auf der Wöchnerinnenstation und die Konsiliartätigkeit im Bereich von Pränataldiagnostik sowie im Entbindungsbereich der Klinik für Geburtshilfe und Perinatalmedizin. Seit dem Umzug in den Neubau ist die Intensivstation der Kinderklinik getrennt in eine Intensivstation für Früh- und Neugeborene und eine Intensivstation für ältere Kinder und Jugendliche. Dadurch sind die Voraussetzungen geschaffen für eine an den jeweiligen Bedürfnissen kritisch kranker Kinder in beiden Altersgruppen ausgerichteten spezifischen Behandlung. Für beide Intensivstationen ist ein eigener ärztlicher Schichtdienst rund um die Uhr eingerichtet. Auf der neonatologischen Intensivstation wird dieser Schichtdienst getragen von Assistenzärztinnen/-ärzten in der Weiterbildung zum Kinderarzt oder zum Neonatologen. Die neonatologische Spezialpflegestation 042 wird während der regulären Dienstzeiten durch zwei Assistenzärztinnen/-ärzte in der Weiterbildung zum Kinderarzt versorgt, zu den anderen Zeiten durch einen Bereitschaftsdienst. Jede der beiden Stationen wird durch eine(n) Oberärztin/Oberarzt mit der Schwerpunktbezeichnung Neonatologie geleitet Neugeborenen-Notarztsystem Bei erkennbaren Geburtsrisiken soll die Schwangere schon vor der Geburt in ein Perinatalzentrum eingewiesen bzw. verlegt werden. Für die Versorgung von unvorhergesehenen neonatologischen Notfällen in Geburtskliniken, Geburtshäusern und bei Hausgeburten im Stadtgebiet Marburg, im Landkreis Marburg-Biedenkopf sowie in den angrenzenden Landkreisen halten wir ein Baby-Notarztsystem vor. Der mobile Neugeborenen-Notarztwagen wird an Werktagen tagsüber durch die Schichtdienstärzte der beiden Intensivstationen, zu den anderen Zeiten durch einen Rufdienst (Qualifikation Neugeborenennotarzt und Fachkunde Rettungsdienst ) besetzt. Im Jahr 2005 war unser Baby-Notarzt bei 109, im Jahr 2006 bei 143 externen Einsätzen unterwegs.

16 Universitätskinderklinik Marburg Leistungs- und Qualitätsbericht Zuweisende Geburtskliniken Bedingt durch die seit vielen Jahren in Hessen praktizierte Regionalisierung von Risikogeburten in Perinatalzentren kommt der weitaus größte Anteil der von uns behandelten Früh- und Neugeboren aus der Universitätsfrauenklinik Marburg. Gute Kooperationen bestehen aber auch mit anderen Geburtskliniken in der Region Mittelhessen. Bis auf 8 Kinder kamen die 98 sehr untergewichtigen Frühgeborenen in den Jahren im Marburger Perinatalzentrum zur Welt (= 92 % inborns) Verlegende Geburtskliniken Geburten Geburten Geburten Verlegungen Verlegungen Verlegungen Universitätsfrauenklinik Marburg Diakonie-Krankenhaus Marburg-Wehrda Kreiskrankenhaus Frankenberg DRK-Krankenhaus Biedenkopf Stadtkrankenhaus Korbach Kreiskrankenhaus Homberg/Efze Kreiskrankenhaus Alsfeld Asklepios-Klinik Lich Universitätsfrauenklinik Gießen

17 Universitätskinderklinik Marburg Leistungs- und Qualitätsbericht Sehr untergewichtige Frühgeborene Die Behandlung von sehr untergewichtigen Frühgeborenen ist ein wichtiger Schwerpunkt unserer Klinik. Sie machen etwa ein Zehntel der von uns behandelten Neugeborenen aus. Erfreulich ist die hohe Überlebensrate dieser Kinder, die im Berichtszeitraum ( ) bei 82 % der lebend geborenen und bei 90 % der in die Neonatologie aufgenommenen Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter g lag. Frühgeborene < 25 SSW < 28 SSW < 32 SSW < 500 g < 1000 g < 1500 g CRIB-Score Der CRIB-Score erlaubt es, bei sehr kleinen Frühgeborenen im Alter von 12 Lebensstunden die Schwere der Erkrankung und die Prognose abzuschätzen. Mit zunehmender Punktzahl steigt das Mortalitätsrisiko. Mit Hilfe des CRIB-Scores wird ein Vergleich zwischen einzelnen Zentren hinsichtlich der Patientenpopulation und der klinischen Ergebnisse erleichtert. CRIB-Score (Punkte) n (%) n (%) n (%) n (%) (74) 28 (78) 24 (55) 38 (84) (19) 3 (8) 15 (34) 5 (11) (7) 5 (14) 3 (7) 1 (2) > (4) 1 (2) Bei Kindern die innerhalb der ersten 12 Lebensstunden verstarben, wurde definitionsgemäß kein CRIB-Score erhoben Überlebensrate sehr untergewichtiger Frühgeborener (Geburtsgewicht < g)

18 Universitätskinderklinik Marburg Leistungs- und Qualitätsbericht Überlebensrate sehr untergewichtiger Frühgeborener im Jahr 2005 SSW / GG >31 Σ lebt (%) < 500 g (2) g (2) g 1 5 (2) (2) g g Σ 3 (3) (2) (7) lebt (%) Angegeben ist die Zahl der lebend geborenen und (in Klammern) die Zahl der davon verstorbenen Kinder. Es sind alle lebend geborenen Kinder berücksichtigt, auch diejenigen, die aufgrund schwerer angeborener Fehlbildungen oder erheblicher Unreife bereits im Kreißsaal verstarben und nicht auf die neonatologische Intensivstation verlegt wurden. Als verstorben aufgeführt ist außerdem ein Kind, das wegen einer NEC zur kinderchirurgischen Behandlung in eine andere Klinik verlegt wurde und dort verstarb.

19 Universitätskinderklinik Marburg Leistungs- und Qualitätsbericht Überlebensrate sehr untergewichtiger Frühgeborener im Jahr 2006 SSW / GG >31 Σ lebt (%) < 500 g (2) g 2 (2) 1 2 (2) 1 6 (4) g (2) g (2) g Σ 3 (3) (2) (11) lebt (%) Angegeben ist die Zahl der lebend geborenen und (in Klammern) die Zahl der davon verstorbenen Kinder. Es sind alle lebend geborenen Kinder berücksichtigt, auch diejenigen, die aufgrund schwerer angeborener Fehlbildungen oder erheblicher Unreife bereits im Kreißsaal verstarben und nicht auf die neonatologische Intensivstation verlegt wurden. Als verstorben aufgeführt sind außerdem zwei Kinder, die wegen einer NEC zur kinderchirurgischen Behandlung in eine andere Klinik verlegt wurden und dort verstarben.

20 Universitätskinderklinik Marburg Leistungs- und Qualitätsbericht Überlebensrate sehr untergewichtiger Frühgeborener in den Jahren SSW / GG (g) >31 Σ lebt (%) < 500 g (2) (6) g 1 5 (3) (2) (8) g 1 12 (4) (6) g 6 8 (2) (4) g (3) 96 Σ 3 (3) 6 (4) 7 (2) 18 (6) 7 (2) (4) 19 (2) (2) 179 (27) lebt (%) Angegeben ist die Zahl der lebend geborenen und (in Klammern) die Zahl der davon verstorbenen Kinder. Es sind alle lebend geborenen Kinder berücksichtigt, auch diejenigen, die bereits im Kreißsaal verstarben und nicht auf die neonatologische Intensivstation verlegt wurden. Im Jahr 2004 ist auch ein Kind als verstorben aufgeführt, das zunächst mit einer chronischen Lungenerkrankung aus der Klinik entlassen, später aber wieder aufgenommen wurde und am Ende des ersten Lebensjahres verstarb. Im Jahr 2005 ist ein Kind und im Jahr 2006 sind zwei Kinder als verstorben aufgeführt, die zur chirurgischen Behandlung in eine andere Klinik verlegt wurden und dort verstarben.

21 Universitätskinderklinik Marburg Leistungs- und Qualitätsbericht Überlebensqualität sehr untergewichtiger Frühgeborener Überlebensqualität bei Frühgeborenen < 1000 g Die Komplikationen beziehen sich auf die überlebenden Kinder der Gewichtskategorien. Geburtsgewicht < 1000 g 2003 (n) 2004 (n) 2005 (n) 2006 (n) (n) (%) geboren / überlebt (n) / (n) 13 / / / / 9 70 / % Pneumothorax / Infusothorax % Bronchopulmonale Dysplasie (= O 2 -Bedarf mit 36 SSW) % Intraventrikuläre Blutung > II % Hydrozephalus mit Shunt % Periventrikuläre Leukomalazie % Retinopathie > II % Lasertherapie % Nekrotisierende Enterokolitis % Laparotomie % Pathologischer Hörtest* % Kinder überlebt ohne diese Komplikationen % *Kein Hörtest bei einem überlebenden Kind

22 Universitätskinderklinik Marburg Leistungs- und Qualitätsbericht Überlebensqualität bei Frühgeborenen g Die Komplikationen beziehen sich auf die überlebenden Kinder der Gewichtskategorien. Geburtsgewicht g 2003 (n) 2004 (n) 2005 (n) 2006 (n) (n) (%) Geboren / überlebt (n) / (n) 30 / / / / / % Pneumothorax / Infusothorax % Bronchopulmonale Dysplasie (= O 2 -Bedarf mit 36 SSW) % Intraventrikuläre Blutung > II % Hydrozephalus mit Shunt % Periventrikuläre Leukomalazie % Retinopathie > II % Lasertherapie % Nekrotisierende Enterokolitis % Laparotomie % Pathologischer Hörtest* % Überlebt ohne diese Komplikationen % *kein Hörtest bei vier überlebenden Kindern Nachuntersuchung von Frühgeborenen In den Jahren wurden insgesamt 81 Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1500 g von uns betreut. Neun dieser Kinder verstarben. Von den aus unserer Klinik lebend entlassenen 72 Frühgeborenen < 1500 g wurde bei 56 Kindern (= 78 %) eine Entwicklungstestung im korrigierten Alter von 2 Jahren (d.h. in den Jahren ) mit dem Griffith-Test durchgeführt: Altersgerecht entwickelt (Entwicklungsquotient > 85): 45 Kinder (80 %) Leichte Entwicklungsverzögerung (Entwicklungsquotient 85 70): 6 Kinder (11 %) Schwere Entwicklungsstörung (Entwicklungsquotient < 70): 5 Kinder (9 %)

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