Politische Ausgangslage

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1 Politische Ausgangslage Abbau von Schutzrechten Privatisierung und Reduzierung von Leistungen (Gesundheitsreform, Unfallversicherung) Verlängerung der Arbeitszeit (wöchentlich/lebensarbeitszeit) 1

2 Tarifpolitische/Betriebliche Ausgangslage Gesundheitsschutz kommt nur in sehr wenigen Tarifverträgen vor Oft nur sehr punktuell, nicht ganzheitlich Betrieblicher Arbeits- und Gesundheitsschutz ist traditionell stärker an Männer und ihren Arbeitsplätzen ausgerichtet 2

3 Gesundheitsschutz in der Tarifpolitik ein neues Handlungsfeld? 3

4 Ziele Stellung des Gesundheitsschutzes verbessern Frauenspezifische Aspekte des Gesundheitsschutzes einbeziehen Regelungen entwickeln, die den Verhältnissen der Branche des Betriebes Rechnung tragen: dabei auf gesetzlichen Regelungen aufbauen. Die dort wegfallenden Konkretisierungen auf tariflicher Ebene absichern bzw. ergänzen 4

5 Z. B. Handlungsfelder Gestaltung der Arbeitsbedingungen Betriebliche Gesundheitsförderung Betriebliches Eingliederungsmanagement Alters- und alternsgerechte Arbeitswelt 5

6 Inhalte eines Tarifvertrages Welche Inhalte sollte ein Tarifvertrag aufgreifen? Definitionen festschreiben (Gesundheit positiv besetzen) Gesundheit und Arbeitszeitregelungen Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen Belastungsfaktoren Arbeitsorganisation Qualifikationsanforderungen und Rechte 6

7 Arbeitsschutzgesetz Arbeits- und Gesundheitsschutz ist bei allen Tätigkeiten und auf allen Ebenen im Betrieb zu integrieren Vorsorgendes Gesundheitsmanagement Gesundheitsgerechte bzw. förderliche Arbeitsbedingungen planerisch gestalten 7

8 Eckpunkte für einen Tarifvertrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung Umsetzung auf der Grundlage des gesetzlichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes Ermittlung anfallender Belastungen und Gefährdungen Erfassung von Arbeitsschutzmaßnahmen Gefährdungsanalyse (geschlechtsspezifisch) - 5 ArbSchG 8

9 Erarbeitung eines betrieblichen Gesundheitsförderprogramms Sicherstellung der Beteiligung der Beschäftigten Mitbestimmung von Beschäftigten und Interessenvertretungen stärken Hinzuziehung von Fachleuten Gesundheitsgerechte Arbeitsorganisation und Arbeitsbedingungen Angebote zum gesundheitsgerechten Verhalten Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote auch im Gesundheitsschutz festschreiben 9

10 Berufe und Tätigkeitsfelder, in denen fast ausschließlich Frauen tätig sind Z. B. Pflege- und Sozialberufe Einzelhandel Öffentliche Verwaltung Dienstleistungssektor 10

11 Spezifische Belastungen Einseitige Arbeitshaltungen durch Sitzen oder Stehen Heben und Tragen Lärm Stress Gefahrstoffe Ungünstige Arbeitszeiten 11

12 Förderung der Gesundheit durch verbesserte Arbeitsbedingungen Gestaltung der Arbeitsorganisation gesundheitlich und geschlechtersensibel in den Blick nehmen 12

13 Beispielhaft Gestaltung der Arbeitszeit Lage der Arbeitszeiten Pausenregelungen Zeitliche Höchstgrenzen für bestimmte Belastungen Reduzierung belastender Arbeitszeiten Zeitliche Höchstgrenzen Einschränkung von Mehrarbeit Dienstplangestaltung/Schichtarbeit nach arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen 13

14 Beispielhaft Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle Förderung von Teilzeitmodellen Festlegung von Arbeitszeitkontingenten Regelungen für Wochenendarbeit Differenzierte Regelungen für Beschäftigtengruppen, die besonderen Belastungen ausgesetzt sind Gewährung von Freizeitausgleich 14

15 Beispiele zur Gestaltung der Arbeitsaufgaben Zusammenhang bilden zwischen Arbeitszeit, Arbeitsmenge, Arbeitsorganisation und Gesundheitsschutz Organisation der Arbeit/Teamarbeit Personalbemessung Bei AZV Arbeitsmenge, Zahl der Beschäftigten vereinbaren Regelungen zum Personalausgleich beim Ausfall von Beschäftigten (Krankheit, Mutterschutz, Elternurlaub und anderes) 15

16 Arbeits- und Gesundheitsschutz aus Frauensicht in der Tarifpolitik - ein neues Handlungsfeld Landesbezirk Niedersachsen-Bremen - Marita Rosenow - Stellvertretende Landesbezirksleiterin 16

17 Frauenpolitisches Tarifforum 2007 Workshop Arbeits- und Gesundheitsschutz aus Frauensicht 17

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