RRV REGIONALES ENTWICKLUNGSKONZEPT FÜR DEN LANDKREIS BAD TÖLZ WOLFRATSHAUSEN. Gesamtbericht. Regionalpolitik und Verwaltungspraxis mbh

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1 Regionales Entwicklungskonzept Landkreis Bad Tölz RRV-Gesellschaft Wolfratshausen 2007 für Raumanalysen, Regionalpolitik und Verwaltungspraxis mbh RRV DECKBLATT REGIONALES ENTWICKLUNGSKONZEPT FÜR DEN LANDKREIS BAD TÖLZ WOLFRATSHAUSEN im Auftrag der Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen unter Koordination des Landratsamtes Bad Tölz-Wolfratshausen Gesamtbericht Projektleiter: Prof. Dr. Drs. h.c. Jörg Maier Projektbearbeiter: Dipl.-Geogr. Dr. Jochen Rausch Dipl.-Geogr. Dr. Patricia Schläger-Zirlik unter Mitarbeit von Dipl.-Geogr. Joachim Arnold Bayreuth, 11. September 2007 Universität Bayreuth Universitätsstr Bayreuth Tel Fax: Geschäftsführer: Prof. Dr. Drs. h.c. J. Maier Handelsregister HRB 2889 Amtsgericht Bayreuth Bankverbindung: Sparkasse Bayreuth (BLZ ) Konto-Nr

2 Inhaltsverzeichnis Seite TEIL 1 ERGEBNISSE DER ANALYSEPHASE... 1 A AUFGABEN UND ZIEL DES KONZEPTES ANLASS DER UNTERSUCHUNG UND RAHMENBEDINGUNGEN Vorbemerkung Neue Rahmenbedingungen für die Regionalentwicklung als Herausforderung Aufgabenstellung und Ziel der Untersuchung Ablauf und methodische Vorgehensweise der Untersuchung Untersuchungsleitende Fragestellungen... 9 B GRUNDLAGEN UND AUSGANGSBEDINGUNGEN VERÄNDERUNGSANALYSE PROBLEMORIENTIERTE STRUKTUR- UND PROZESSANALYSE DES LANDKREISES BAD TÖLZ WOLFRATSHAUSEN Aufgabe der Struktur- und Prozessanalyse Lage, Oberflächengestalt und natürliche Ausstattung Erreichbarkeit und Verkehrsanbindung Flächennutzung Landesplanerische Vorgaben Bevölkerungs- und Siedlungsstruktur Wirtschaftsstruktur und -entwicklung Überblick Gewerbeanmeldungen Land- und Forstwirtschaft Produzierendes Gewerbe und Einzelhandel Tourismus und Dienstleistungen Arbeitsmarkt Infrastruktur Soziales, Vereine, Ehrenamt und regionale Initiativen Stand regionaler Initiativen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Lernende Region Tölzer Land (LRTL ggmbh) Bürgerstiftung Energiewende Oberland Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) im Kloster Benediktbeuern Regionale Initiativen im Tourismusbereich Verein Arbeit für Jugend e.v Inselhaus Kinder und Jugendhilfe Wolfratshausen Jugendsiedlung Hochland e.v Verein Oberland Regional e.v Initiativen im gewerblichen Bereich Interkommunale und internationale Kooperationen Image, Traditionen, Besonderheiten Vergleich mit dem prognos-zukunftsatlas Fazit STÄRKEN-SCHWÄCHEN-ANALYSE FÜR DEN LANDKREIS BAD TÖLZ- WOLFRATSHAUSEN Zur Methodik der Stärken-/Schwächen-Analyse Vergleichsregionen Das Berner Oberland Das Berchtesgadener Land Stärken und Schwächen des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen Ausgangsüberlegungen Umwelt und Natur Lage, Raumstruktur und Siedlungswesen Erreichbarkeit, Verkehr und Infrastruktur Bevölkerungsentwicklung und struktur Erwerbstätigkeit und Arbeitsmarkt Wirtschaft Image und Marketing Kooperation und regionales Bewusstsein Fazit des analytischen Teils TEIL 2: ERGEBNISSE DER KREATIV- UND STRATEGIEPHASE GESAMTGESELLSCHAFTLICHE UND WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DER ENTWICKLUNG DES LANDKREISES BAD TÖLZ-WOLFRATSHAUSEN BEWERTUNG DES LANDKREISES BAD TÖLZ-WOLFRATSHAUSEN IM NEUESTEN ZUKUNFTSBERICHT DER PROGNOS AG DENKBARE VISIONEN FÜR DIE WEITERENTWICKLUNG DES LANDKREISES BAD TÖLZ-WOLFRATSHAUSEN Zur Methodik und Funktion von Visionen Basisvision für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Bad Tölz-Wolfratshausen: Die familienfreundliche Region Bad Tölz-Wolfratshausen: Traditionen neu interpretiert Bad Tölz-Wolfratshausen: Kundenorientierte Rekreation auf hohem Niveau Bad Tölz-Wolfratshausen: Raum für Kräuter Bad Tölz-Wolfratshausen: Innere Verbundenheit und Kooperationsbereitschaft Bad Tölz-Wolfratshausen: Qualität als oberstes Prinzip Bad Tölz-Wolfratshausen: Kreative Region der Ideen Bad Tölz-Wolfratshausen: Gesunde Landwirtschaft / Almwirtschaft Bad Tölz-Wolfratshausen: Einkaufen vor Ort Weitere Schritte

3 4. DIE PRÜFUNG MIT DER REALITÄT VOR ORT Bildung von Arbeitsgruppen Leitbilder des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen Das regionale Profil Leitbild für den Bereich Land- und Forstwirtschaft sowie Almwirtschaft Leitbild für den Bereich Umwelt und Naturschutz Leitbild für den Bereich Tourismus und Naherholung Leitbild für den Bereich Dorfentwicklung und Dorferneuerung Leitbild für den Bereich Kultur und Soziales Leitbild für den Bereich Wirtschaft und Gewerbe Ziele und Strategien der künftigen Entwicklung des Landkreises Bad Tölz- Wolfratshausen Allgemeine Ziele und Strategien der künftigen Entwicklung Ziele und Strategien für den Bereich Land- und Forstwirtschaft sowie Almwirtschaft Ziele und Strategien für den Bereich Umwelt und Naturschutz Ziele und Strategien für den Bereich Tourismus und Naherholung Ziele und Strategien den Bereich Dorfentwicklung und Dorferneuerung Ziele und Strategien für den Bereich Kultur und Soziales Ziele für den Bereich Wirtschaft und Gewerbe Konkrete Maßnahmen und Projektideen Allgemeine Vorbemerkungen Schwerpunktthema 1: Ernährung, Landwirtschaft und Kräuter Schwerpunktthema 2: Tourismus und Naherholung Schwerpunktthema 3: Bildung und Kultur Schwerpunktthema 4: Familie, Jugend und Soziales Schwerpunktthema 5: Siedlung, Ortsgestalt und Kulturlandschaft Schwerpunktthema 6: Energie Schwerpunktthema 7: Wirtschaft und Gewerbe KURZES FAZIT DER KREATIV- UND STRATEGIEPHASE Kurzfassung Anhang: Verzeichnis der Gesprächspartner

4 1 TEIL 1 ERGEBNISSE DER ANALYSEPHASE A Aufgaben und Ziel des Konzeptes 1. Anlass der Untersuchung und Rahmenbedingungen 1.1 Vorbemerkung Im folgenden soll die Aufgabenstellung und die bei der Erarbeitung des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK) zum Einsatz kommende Methodik überblicksartig erläutert werden. Schwerpunkt der Darstellung ist somit der Rote Faden, während sich Einzelheiten der Methodik aus Gründen der Übersichtlichkeit am Anfang der jeweiligen Kapitel finden. 1.2 Neue Rahmenbedingungen für die Regionalentwicklung als Herausforderung Der Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen hatte in den letzten Jahrzehnten ein stetiges Wachstum bei Bevölkerung und Wirtschaft zu verzeichnen, was neben der Lage im landschaftlich reizvollen Alpenvorland und im direkten Umfeld der dynamischen Landeshauptstadt München (als Hardware ) auf die zahlreichen Aktivitäten von Unternehmern, Politik und Verwaltung und einer sehr aktiven Szene aus regional tätigen Initiativen im Umweltund Bildungsbereich (als Software ) zurückzuführen ist. Diese insgesamt starke Position wurde u.a. im RRV-Gutachten von 1997 bestätigt. Dennoch haben sich vor eine Dekade bereits Tendenzen abgezeichnet, die teilweise erst heute in ihrer vollen Tragweite bzw. in ihrem Umfang sichtbar werden. Diese sind als Rahmenbedingungen für die weiteren Überlegungen zu verstehen. Als die bedeutendste Veränderung in den vergangenen 10 bis 20 Jahren ist die Globalisierung zu nennen, d.h. die zunehmende weltweite - in erster Linie wirtschaftliche Verflechtung. Die sprunghafte Entwicklung der Computer-, Kommunikations- und Informationstechnik seit Anfang der 1990er Jahre ermöglicht heute eine weltweit verflochtene und hochflexible Produktion und Logistik, was einen dramatisch intensivierten Kostenwettbewerb quer durch alle Branchen ausgelöst hat. Dabei ist der mittlerweile wohl wichtigste Produktionsfaktor Information bzw. Know-how der mobilste von allen. Die zunehmende Liberalisierung der Weltmärkte unterstützte dies auf institutioneller Ebene, so dass eine Reihe ernst zu nehmender neuer Konkurrenten in den Markt für Konsum- wie Investitionsgüter eingetreten sind allen voran die VR China und Indien. Parallel wandelte sich durch den Zusammenbruch des sozialistischen Systems in Osteuropa der ehemals eher politisch definierte Systemwettbewerb (zwischen Marktwirtschaft und Sozialismus) zum vorwiegend ökonomisch definierten Standortwettbewerb. Dieser erfasst auch die regionale und lokale Ebene unmittelbar, die sich nun viel intensiver als zuvor um das mobile Kapital bemühen muss. Als direkte Folge der Globalisierung für den Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen ist daher eine Verschärfung des Standortwettbewerbs abzuleiten und 2 damit verbunden die Notwendigkeit einer dezidierten Profilierung unter Ausnutzung der gegebenen Alleinstellungsmerkmale sowie einer gezielten Vernetzung mit strategischen Partnern in geeigneten Bereichen. Aus volkswirtschaftlicher Perspektive gilt die Annahme, dass eine interregionale bzw. internationale Arbeitsteilung insgesamt betrachtet die Wohlfahrt steigert bzw. generell ökonomische Vorteile anfallen. Dies gilt ebenso im Falle von sich wandelnden großen Integrationsräumen, wie der EU, und schließlich auch im Rahmen der bereits erwähnten Globalisierung. Durch die Verwirklichung des Europäischen Binnenmarktes, d.h. durch die Integration Europas und durch die Öffnung der Grenzen etwa nach Osteuropa haben sich neue Möglichkeiten aber auch neue Herausforderungen ergeben. Auch für den Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen, der keine gemeinsame Grenze mit einem osteuropäischen Land besitzt, bringt dies Veränderungen mit sich. Einerseits entstanden bzw. entstehen durch die Markterweiterung neue (Absatz-)Chancen, andererseits wachsen in den neuen EU-Mitgliedsländern in vielen Wirtschaftsbereichen ernst zu nehmende Wettbewerber heran. Für die im Landkreis ansässigen Akteure gilt es demnach, permanent innovative Produktideen zu generieren, die vorhandenen Ressourcen und Potential optimal weiterzuentwickeln und sich in lokalen bzw. regionalen Netzwerken zusammenzuschließen. Auch kann hierbei der Blick über die Grenze nach Tirol manche Anregung geben. Von besonderer Wichtigkeit ist in diesem Zusammenhang jedoch die Entwicklung der Humanressourcen durch Weiterbildung und lebenslanges Lernen. Bezüglich der Raumstruktur kam es durch die EU-Osterweiterung zu einer generellen Verschiebung der räumlichen Gleichgewichte. Die Verdichtungsräume und die großen Städte entlang der großen Verkehrskorridore wurden tendenziell gestärkt, während die peripheren ländlichen Räume eher einen Bedeutungsverlust zu konstatieren haben. Die Divergenz zwischen Wachstumsregionen und strukturschwachen Regionen wird immer evidenter, was nicht zuletzt auf sich wandelnde Leitbilder in der Raumentwicklung zurückgeführt werden kann, etwa in Form der derzeit intensiv verfolgten Strategie der Europäischen Metropolregionen. Parallel hierzu hat sich der wirtschaftliche Strukturwandel beschleunigt, insbesondere in einer wie auch im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen gegebenen - durch Kleinbetriebe geprägten Landwirtschaft und Gewerbesituation. Gleichzeitig erfährt die Rolle von Vorranggebieten im Bereich Natur- und Landschaftsschutz eine neue Bewertung und es wird ein Bedeutungsgewinn touristisch geprägter Regionen im Umfeld der Entwicklungskorridore erwartet. Für den Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen ergibt sich daraus die Aufgabe, die vorhandenen strategischen Lagevorteile in der unmittelbaren Nähe Münchens gezielt zu nutzen, sich der Chancen des Strukturwandels bewusst zu werden. An dieser Stelle sei auch der gegenwärtig intensiv diskutierte demographische Wandel und die Tendenz der Verstädterung der Gesellschaft genannt. Gerade für die ländlich geprägten Gebiete wird es darum gehen, eine Verödung von Dorfkernen zu verhindern, die Infrastruktur an die negativen Folgen der sich ändernden Alterstruktur anzupassen, die Einwohnerzahl langfristig zu stabilisieren und / oder durch interkommunale Kooperationen für die effiziente

5 3 Aufrechterhaltung der lokalen Ver- und Entsorgung sowie Infrastrukturausstattung zu sorgen. Dieses Handlungsfeld hat somit in besonderer Weise ressortübergreifenden Charakter. Neben den genannten, nahezu alle bayerischen Landkreise betreffenden neuen Rahmenbedingungen gibt es verschiedene Entwicklungen, die speziell zentrale Kompetenzfelder des Landkreises tangieren. An dieser Stelle seien beispielsweise die prognostizierten Klimaänderungen erwähnt, die durch kürzere und schneeärmere Winter eine entsprechende Antwort in den Tourismusangeboten in dieser Jahreszeit verlangen. Weiterhin gilt es, neben den etablierten Angeboten im Bereich des ländlichen (Familien-)Tourismus die stetig wachsende Nachfrage nach Unterkunftskapazitäten im hohen Qualitätssegment zu bedienen. Für die durch die Gesundheitsreformen ausgelösten Probleme im Gesundheits-, Kur- und Bäderwesen, die zu Rückgängen bei den Übernachtungs- und Gästezahlen speziell in den Kurorten führte, sind ebenfalls Anpassungsstrategien zu entwickeln. Im Segment der Landwirtschaft sind im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen, in dem die Grünlandwirtschaft einen hohen Stellenwert einnimmt, vor allem wegen der Veränderungen in der Grünlandförderung der EU alternative Konzepte notwendig, die u.a. neue Möglichkeiten für die Almwirtschaft aufzeigen. Eng mit diesem Themenfeld verbunden sind die Auswirkungen dieser traditionellen Bewirtschaftungsform auf das Landschaftsbild und den Tourismus. Darüber hinaus gilt es, anknüpfend an die wachsende Relevanz regenerativer Energiequellen, die Bedeutung der Holzwirtschaft zu diskutieren und unter dem Vorzeichen der starken Konkurrenz im europäischen Ausland nachhaltige Konzepte entgegenzusetzen. Zusammenfassend lässt sich konstatieren, dass neue Rahmenbedingungen in politischer, wirtschaftlicher und technologischer Hinsicht neue Handlungsansätze erfordern. Kommunen, Landkreise und privatwirtschaftliche Unternehmen stehen dabei vor ähnlichen Herausforderungen, nämlich einer außerordentlich hohen Vielfalt und Dynamik der Prozesse, knappen Finanzmitteln bei gleichzeitig wachsenden Aufgabenfeldern (vgl. Tab. 1). Diese Konstellation legt es nahe, neue Formen regionalen Handelns einzubeziehen, wie etwa die forcierte Etablierung und Nutzung öffentlicher und privater regionaler Initiativen sowie bürgerschaftlichen Engagements. Die veränderten Rahmenbedingungen in Staat, Kommune, Wirtschaft und Gesellschaft führen zu der Notwendigkeit, aktiv und vorausschauend auf Veränderungen zu reagieren. Die Anforderungen an die Gemeinden, Städte und Landkreise werden immer komplexer und häufig lassen sich kommunale Aufgaben nicht mehr im Alleingang lösen. Regionale und interkommunale Zusammenarbeit werden daher in Zukunft noch wichtiger werden, weil sich hierdurch neben einer besseren Aufgabenerfüllung auch finanzielle Synergien nutzen lassen. Die prozesshafte Erstellung bzw. Fortschreibung des Regionalen Entwicklungskonzeptes für den Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen ist daher eine wichtige Komponente der Zukunftsfähigkeit des Landkreises. 4 Tab. 1 Relevante Trends für den Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen Themenfeld Ausprägungen (Beispiele) Mögliche Relevanz für den Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen Internationalisierung / Globalisierung Weltweite Konkurrenz und hohe Mobilität der Produktionsfaktoren Neue Konkurrenten auch in High- Tech-Sparten Weiter wachsende Dynamik (z.b. durch Großfusionen) Druck auf Arbeitskosten Energie- und Klimaschutzproblematik Steigende Preise für fossile Energieträger Kostenrisiko im Verarbeitenden Gewerbe Restriktionen (schärfere Emissionsgrenzwerte u.a.) Klimawandel Chance für regenerative Energien schneearme Winter und damit Einbußen beim Wintertourismus Demographischer Wandel Alternde und z.t. schrumpfende Gesellschaft Betriebsnachfolge-/ Fachkräfteproblematik Individualisierung Engpässe / Überangebote bei der Infrastruktur- und Einzelhandelsversorgung Wachsende Bedeutung des Produktionsfaktor Information Trend zur Wissensgesellschaft Produktionsfaktor Bildung Lebenslanges Lernen Neue Arbeitsformen derzeit geringer Anteil an Hochqualifizierten bei den Beschäftigten im Landkreis Viele Ansätze bei (Weiter-) Bildung weiter wachsender Einfluss der europäischen Ebene in Raumordnung und Sektoralpolitiken Subventionsabbau Kompetenzverlagerungen Zentrenorientierung Geringere Beihilfen z.b. im Agrarsektor Wachsende Bedeutung der Europäischen Metropolregionen Wandel in den Verbraucherpräferenzen (auch im Tourismus) Gesundheit Preissensibilität Individualisierung Verändertes Mobilitätsverhalten Konkurrenz durch Billig- Destinationen Nachfragesteigerungen bei Wellnessangeboten Chancen für Bio-Lebensmittel Weitere Technologieorientierung und Digitalisierung Neue Produktionsweisen, Beschaffungs- und Absatzwege Hoher Anpassungsdruck in traditionellen Branchen Neue Arbeitsformen Suburbanisierung durch Telearbeit Quelle: Eigene Darstellung, Bayreuth 2007

6 5 1.3 Aufgabenstellung und Ziel der Untersuchung Aus den vorangegangenen Ausführungen lassen sich fünf wesentliche Folgerungen für das Regionale Entwicklungskonzept ableiten: Es ist davon auszugehen, dass manche der Veränderungen genannt sei nur die Klimaproblematik - weniger einen Strukturwandel, sondern vielmehr einen Strukturbruch hervorrufen und völlig neue Problemlagen erzeugen werden, für die auf regionaler E- bene bislang weder erprobte Reaktionsmuster noch Instrumente zur Verfügung stehen. Der Landkreis wird aufgrund der Größenordnungen die Ursachen der genannten Entwicklungen nicht oder nur in sehr begrenztem Umfang aktiv beeinflussen können. Sehr wohl bestehen allerdings Möglichkeiten zu vorausschauendem - proaktivem - Handeln, das neue Chancen eröffnen kann, sofern die Herausforderungen von der Bevölkerung, den Unternehmen und den Gebietskörperschaften aktiv angenommen werden. Daher gilt es, den künftigen Spielraum unter realistischer Einschätzung der Möglichkeiten systematisch auszuloten. Die Dynamik der Entwicklungen zwingt schließlich dazu, den Prozess insgesamt offen zu gestalten und flexible Anpassungsstrategien zu entwickeln. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass auf quantitativen Prognosen basierende starre Konzepte aufgrund der komplexen Wechselwirkungen zwischen technologischen, wirtschaftlichen und sozialen Prozessen innerhalb der Gesellschaft allzu leicht von der Realität überholt werden. Aus Sicht des Regionalmarketing müssen sich Regionen analog zu privatwirtschaftlichen Unternehmen im Wettbewerb um Investitionen und Bevölkerung z.t. auf internationaler Ebene behaupten. Die europäischen Metropolregionen belegen dies. Im Gegenzug besteht die Notwendigkeit für den Untersuchungsraum, sich gleichermaßen als Marke Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen nach innen und außen zu positionieren und im Rahmen eines Regionalmanagementprozesses stetig weiter zu entwickeln. Eine intensive Einbindung aller für den Regionalentwicklung bedeutsamen privaten und öffentlichen Akteure im Sinne der Nutzung endogener Potentiale, Erzielung von Synergien und Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements ist unabdingbar. Nur dadurch ist zudem die notwendige Bodenhaftung und die Akzeptanz des REK zu gewährleisten. Ziel der Untersuchung muss es daher sein, auf der Basis einer aktuellen, zielorientierten Situationsanalyse eine Sensibilisierung der Akteure für die künftigen Herausforderungen auf breiter Basis zu erreichen, Ideen vor Ort aufzugreifen und diese in eine Vision bzw. ein Leitbild zu integrieren. Darauf aufbauend können dann Maßnahmen bzw. konkrete Projekte entwickelt werden, die den Landkreis zukunftsfähig machen. Das Regionale Entwicklungskonzept ist somit als Kristallisationspunkt, Orientierungshilfe und strategischer Handlungsrahmen für einen mittelfristigen Zeithorizont zu betrachten, keinesfalls als starres Korsett. Dieses Vorgehen orientiert sich nicht zuletzt an den Anforderungen für die LEADER++-Bewerbung, die aus dem REK entwickelt werden soll Ablauf und methodische Vorgehensweise der Untersuchung Methodisch gliedert sich die Untersuchung in die folgenden vier Hauptschritte, wobei die Ergebnisse des 1997er Gutachtens jeweils an geeigneter Stelle einfließen (vgl. auch Abb. 1): Beschreibung und Bewertung der Ist-Situation Im ersten Arbeitsschritt geht es darum, die vorhandenen Materialien über die Strukturen im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen sowie die ablaufenden Prozesse zu sichten und in kompakter Form zur Identifikation von Problemlagen und Anknüpfungspunkten aufzubereiten. Die Bestandsaufnahme stützt sich im wesentlichen auf Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung sowie auf Unterlagen der Gebietskörperschaften und umfasst die Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur, Flächennutzung, Kennzahlen des Tourismus u.a. sowie deren Veränderung im Zeitablauf und regionale Vergleiche. Ergänzt werden die Ergebnisse durch Expertengespräche, etwa mit den Bürgermeistern, Mitarbeitern der Verwaltungen, Vertretern von Vereinen u.a., die die außerordentlich wichtige qualitative Perspektive einbringen. Ein Schlüsselelement des REK stellt die Stärken-Schwächen- bzw. Chancen- Risiken-Analyse (SWOT) dar, in der die Ergebnisse der Strukturanalyse verdichtet und bewertet werden. Dies geschieht anhand von Referenzbeispielen bzw. am Maßstab der übergeordneten Trends und beleuchtet die aktuellen und künftigen Stärken bzw. Schwächen des Landkreises (genaueres zur Methodik in Kap. 3). Die SWOT-Analyse markiert somit das Ende der Analysephase und leitet zur Kreativphase über. Formulierung von Leitlinien der künftigen Regionalentwicklung In Anlehnung an den Netzwerkgedanken funktioniert das Zusammenspiel in der Region u.a. dann am reibungslosesten, wenn - stark verkürzt - ein hinreichend präzise definierbares gemeinsames Ziel existiert, das von den Akteuren mit den jeweiligen Ressourcen quasi autonom verfolgt werden kann. Im Gegensatz zu einem hierarchischen Aufbau organisiert sich ein Netzwerk weitgehend selbst, was der unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht zuletzt aus Kosten- und Flexibilitätsgründen positiv zu bewerten ist. Dies schließt nicht aus, dass etwa Personen und / oder Institutionen des Landkreises inhaltliche Impulse geben. Die Formulierung der übergeordneten Zielsetzung in Form einer gemeinsamen Zukunftsvision ist ein Schlüsselelement des REK und erfolgt unter der Moderation und fachlichen Begleitung der RRV durch die Akteure vor Ort im Rahmen von Arbeitskreisen. Hierbei sind neben den Vereinen und privaten Akteuren insbesondere die politischen Mandatsträger gefragt. Der Leitbildentwicklung ist große Sorgfalt zu widmen, werden hier doch wesentliche Weichenstellungen für die künftige Kreisentwicklung vorgenommen. Als weiterer Schritt sind Ziele bezogen auf einzelne Handlungsfelder zu definieren, um die weitere Arbeit inhaltlich zu strukturieren. Wesentlich erscheint hierbei eine Ausgewogenheit zwischen Realitätssinn und Phantasie der Zielinhalte einerseits sowie zwischen Offenheit und Verbindlichkeit des Zielsystems andererseits, zeigen doch die

7 7 Erfahrungen, dass sowohl zu enge wie auch zu wenig konkrete Zielsysteme kontraproduktiv wirken. Aufzeigen von Ansatzpunkten für konkrete Strategien und Projekte Ziele geben die Richtung des künftigen Handelns vor (WAS wollen wir erreichen?). Aus diesen sind in einem Zwischenschritt Strategien im Sinne von in sich schlüssigen und aufeinander abgestimmten Projektbündeln abzuleiten (WIE wollen wir die Ziele erreichen?), die wiederum durch Projekte, d.h. Einzelmaßnahmen konkretisiert werden. Auch dieser Abschnitt wird in Rahmen der thematischen Arbeitskreise in enger Zusammenarbeit mit den Akteuren aus dem Landkreis durchgeführt, um einerseits die besonderen Potentiale und das regionsspezifische Detailwissen zu nutzen und andererseits die Akzeptanz sicher zu stellen. Dabei wird es darum gehen, einen Grundstock von Projekten zu erarbeiten, der Vorbildfunktion besitzt und weitere Gruppen aktivieren und Ideen nach sich ziehen soll. Es soll nochmals darauf hingewiesen werden, dass das Zielsystem wie auch die Projektliste nicht als abschließend zu betrachten sind. Vielmehr ist beides offen gestaltet, um zukünftig flexibel auf Veränderungen reagieren zu können. Erarbeitung einer LEADER++-Bewerbung für die LAG Landkreis Bad Tölz - Wolfratshausen (Arbeitstitel) Während das REK die gesamte Palette der für die Zukunftsfähigkeit des Landkreises relevanten Bereiche umfasst, beschränkt sich die Bewerbung des Landkreises um die Aufnahme in das europäische Förderprogramm LEADER++ gemäß der Richtlinien auf Themen, die einen engen inhaltlichen Bezug zur Land- und Forstwirtschaft aufweisen. Darunter fallen etwa Direktvermarktung, ländlicher Tourismus oder Dorferneuerung, während Projekte aus dem Bereich der gewerblichen Wirtschaft oder Infrastrukturmaßnahmen größeren Stils nicht gefördert werden können. Daneben sind verschiedene weitere Spezifika des Förderprogramms LEADER++, wie z.b. die Notwendigkeit der Gründung einer Lokalen Aktionsgruppe (LAG) mit eigenem Rechtsstatus, zu berücksichtigen. Jedoch können, da die Bewerbung aus dem Gesamt-REK entwickelt wird, Zielkonflikte zwischen den beiden Konzepten ausgeschlossen werden. 8 Abb. 1 Ablauf der REK-Erstellung BESTANDSAUFNAHME Struktur- und Prozessanalyse auf Basis der amtlichen Statistik sowie von Expertengesprächen BEWERTUNG DER IST-SITUATION DES LANDKREISES Analyse der Rahmenbedingungen Analysephase Stärken-Schwächen- bzw. Chancen-Risiken-Analyse (SWOT) mit Referenzbeispielen ERARBEITUNG VON LEITLINIEN FÜR DIE KREISENTWICKLUNG Formulierung einer gemeinsamen Zukunftsvision zusammen mit regionalen Akteuren PROJEKTENTWICKLUNG Zieldiskussion bezogen auf Handlungsfelder Entwicklung von sektoralen und sektorübergreifenden Strategien Ableitung von konkreten Maßnahmen (Projekte) Kreativphase ERARBEITUNG EINER LEADER++-BEWERBUNG gemäß der bayerischen Richtlinien PROJEKTUMSETZUNG ENTWICKLUNG NEUER PROJEKTE AKTUALISIERUNG /WEITERENTWICKLUNG DES REK In Zuständigkeit der Akteure im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen Umsetzungsphase Quelle: Eigene Darstellung, Bayreuth 2007

8 9 1.5 Untersuchungsleitende Fragestellungen Die folgenden Fragestellungen verdeutlichen das Grundgerüst der REK-Erstellung. Welche Themenfelder sind für den Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen von besonderer Bedeutung? Welche Auswirkungen haben absehbare nationale und globale Trends auf die relevanten Themenfelder des Landkreises? Sind diese in der Region bereits erkannt? Welche Schwächen sind im Landkreis auf den relevanten Themenfeldern (Wirtschaft und Arbeitsmarkt, Bevölkerungsstruktur u.a.) vorhanden und auf welchen Ressourcen (strukturelle Gegebenheiten bis hin zu mentalen Faktoren wie Kooperationsbereitschaft ) kann aufgebaut werden (Stärken)? Welche Folgerungen ergeben sich aus der besonderen Lage des Landkreises (Nähe zu München, Grenzlage zu Tirol, Wirkungen der zentralen Orte ausserhalb des Landkreisgebiets wie z.b. Penzberg oder Weilheim)? Wer sind die maßgeblichen Akteure und welche Zukunftsvorstellungen und ggf. konkrete Ansätze existieren bereits in der Region? Existieren Netzwerke, die in den weiteren Prozess integriert werden können? Wie ist das Eigen- und Fremdimage zu charakterisieren und an welchen Symbolen orientiert sich die Region (Regionalbewusstsein bzw. Symbolisches Kapital )? Besteht der Wille, sich den Herausforderungen zu stellen? Welche Produkteigenschaften weist die Marke Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen derzeit auf, welche sind in Zukunft von Bedeutung und wie sind diese zu kommunizieren? 10

9 11 B Grundlagen und Ausgangsbedingungen 1. Veränderungsanalyse Die RRV-Gesellschaft für Raumanalysen, Regionalpolitik und Verwaltungspraxis mbh hat bereits vor 10 Jahren ein Regionales Entwicklungskonzept für den Landkreis Bad Tölz- Wolfratshausen erarbeitet. Daher bietet es sich an, kurz auf die damalige Analyse einzugehen und die seither abgelaufenen Entwicklungen darzustellen. Die vorliegende Veränderungsanalyse hat somit zum Ziel, das vor zehn Jahren im Landkreis erarbeitete REK kurz zusammen zu fassen und wesentliche Grundlagen der damaligen Situation nochmals aufzuarbeiten. In thematisch gegliederten Diskussionsrunden mit ausgewählten Experten wurde im Januar die Diskussion zu den wesentlichen Ereignissen der Kreisentwicklung im Zeitraum abgefragt. Die hierbei aufgedeckten wesentlichen Veränderungen wurden dabei transparent gemacht und künftige Handlungsfelder aufgedeckt. Die Ergebnisse der Diskussionen finden sowohl Eingang in die Veränderungsanalyse als auch in die Situations- und Strukturanalyse. Das im Jahre 1997 von der RRV erarbeitete Regionale Entwicklungskonzept für den Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen stand damals unter dem Vorzeichen eines behutsam zu bewältigenden Strukturwandels in einem relativ gut situierten Umfeld nahe des Verdichtungsraumes München und in einer gut strukturierten ländlichen Region des Alpenvorlandes. Bereits die geographische Situation erklärte damals eine gewisse Zweiteilung des Landkreises mit spezifischen Herausforderungen. Während die nördlich gelegenen Standorte Geretsried, Wolfratshausen sowie Icking mit guter Verkehrsanbindung an München einem relativ hohen Siedlungsdruck unterlagen, waren die im Süden des Landkreises gelegenen Gemeinden noch stark ländlich geprägt mit einem hohen Anteil der Landwirtschaft und Alterungstendenzen in der Bevölkerungsstruktur. Die Sonderstellung von Benediktbeuern als Zentrum von Bildung und Kultur hat sich bestätigt und durch das Lernfest evtl. sogar verstärkt. Das produzierende Gewerbe war schwerpunktmäßig auf Geretsried und Wolfratshausen konzentriert, als touristische Zentren galten vor allem Bad Tölz, Bad Heilbrunn, Lenggries und das Kochel- und Walchenseegebiet, während insbesondere im Süden kleinere Agrar- und Mischgemeinden dominierten. Die Zweiteilung in einen gewerblichen Schwerpunkt in den Städten im Norden (Geretsried, Wolfratshausen) und einen eher landwirtschaftlich geprägten Süden mit klassischer Handwerksstruktur ist nach wie vor gegeben, wird aber nicht als Nachteil empfunden. Im Gegenteil, durch die weitgehende räumliche Trennung von Industrie einerseits und Landwirtschaft bzw. Naherholung andererseits werden auch verschiedene Nutzungskonflikte vermieden. 1 Die Arbeitslosenquote lag vor zehn Jahren mit 6,5 % auf einem recht niedrigen Niveau, doch wurde durch die damalige Gesundheitsreform eine ungünstige Entwicklung am Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt erwartet. Speziell im Bereich Lehrstellensituation hat sich diese Erwartung bewahrheitet, denn die Situation hat sich im Vergleich zum Status-quo aus dem Jahr 1 Vgl. Expertenrunde Netzwerke deutlich verändert: Inzwischen ist von einem Lehrstellenmangel auszugehen. 2 Verschiedene Initiativen sind in diesem Bereich aktiv, um die Chancen für Schulabgänger oder andere Personengruppen in Übergangssituationen zu fördern. 3 Große Herausforderungen sah man in der überwiegend extensiv betriebenen Grünlandwirtschaft, der zwar eine hohe Bedeutung für die Landschaftserhaltung zugesprochen wurde, die aber durch Betriebsaufgaben und den Trend zu größer werdenden Betriebseinheiten in besonderer Weise betroffen war. Neue Formen des landwirtschaftlichen Nebenerwerbs wie Direktvermarktung, und Urlaub auf dem Bauernhof waren damals im Aufbau begriffen und sollten neue Einkommensquellen erschließen. Zudem wurde vorgeschlagen, durch eine verstärkte Kooperation zwischen Landwirtschaft, Nahrungsmittelhandwerk und Gastgewerbe eine verbesserte Ausschöpfung der regionalen Potentiale zu erreichen. In einzelnen der genannten Bereiche haben sich durchaus erfolgreiche Aktivitäten etabliert. So sind neben Direktvermarktungsinitiativen 4 beispielsweise an den Schnittpunkten Landwirtschaft / Tourismus 5 dauerhafte Netzwerke entstanden. Die Forst- bzw. Holzwirtschaft hatte 1997 obwohl ebenfalls ein traditioneller Erwerbszweig - vor dem Hintergrund eines geringeren Preisniveaus bei fossilen Energieträgern und einer weniger intensiven CO2-Diskussion bei weitem nicht die heutige Bedeutung. Im gewerblichen Sektor bewertete man die gegebenen Strukturen zum damaligen Zeitpunkt recht positiv, da der hohe Anteil an mittelständischen Stammunternehmen in einem breit diversifizierten Branchenmix eine verhältnismäßig geringe Abhängigkeit von strukturellen Krisen versprach. Im Bereich unternehmensnaher Dienstleistungen sah man Ausbaupotential, da hier das hohe Angebot Münchens die entsprechende Nachfrage bediente. Insgesamt wird die Situation im gewerblichen Sektor im Landkreis positiv beurteilt. Ein breiter Stamm gesunder v.a. mittelständischer Unternehmen sichert einen verhältnismäßig stabilen Arbeitsmarkt. Die Lücken im Arbeitsplatzangebot, die die Schließung einzelner Unternehmen hinterlassen, werden i.d.r. im Zuge des normalen Wirtschaftsprozesses durch neu entstehende Unternehmen bzw. durch regionale oder überregionale Verlagerungen geschlossen. Eine flächenhafte Deindustrialisierung, wie sie etwa im nordöstlichen Oberfranken stattfindet, ist im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen nicht zu beobachten. Etwas schwierig ist die Situation für die Unternehmen im Landkreis, wenn sie spezielle Fachkräfte suchen, da hier der hochpreisige Münchner Raum durch die dort ansässigen großen Konzerne mit entsprechenden Lohnniveaus eine nicht unerhebliche Konkurrenzsituation am Arbeitsmarkt erzeugt. 6 Die Situation im Handwerksbereich präsentierte sich 1997 stabil mit Zukunftsfeldern in der Umwelttechnik und der Mikroelektronik. Einzig im Nahrungsmittelhandwerk wurden durch unterschiedliche Auflagen Konfliktbereiche mit den direkt vermarktenden Landwirten konstatiert. Die früheren Konflikte zwischen Nahrungsmittelhandwerk und direktvermarktenden 2 Vgl. Expertenrunde Netzwerke 3 Vgl. die Aktivitäten der LRTL, des Vereins Arbeit für Jugend e.v. oder des Inselhauses Kinder und Jugendhilfe Wolfratshausen 4 Direktvermarkter-Verein, Solidargemeinschaft Oberland e.v. 5 Kräuterpädagogen bzw. Löwenzahnfrühling, die Vitalhöfe, die Tafernwirte 6 Vgl. Expertenrunde Industrie und Gewerbe

10 13 Landwirten konnten inzwischen beigelegt werden, da beide jeweils unterschiedliche Marktsegmente und Kundenkreise bedienen, sich aber gleichermaßen von der Konkurrenz durch Billiganbieter und Discounter bedroht fühlen. Inzwischen gibt es eine Reihe von Kooperationsansätzen zwischen Handwerk und Gastronomie oder Landwirtschaft, wenngleich diese in Zukunft noch deutlich ausgebaut werden könnten. Die Analyse der Einzelhandelssituation ergab die Problematik des Kaufkraftabzugs nach München, eines fehlenden qualitativ höherwertigen Warensortiments, der Bedrohung innerstädtischer Fachhändler durch Billigmärkte und Neugründungen auf der grünen Wiese (z.b. Discounter und Baumärkte) und einer partiellen Unterversorgung kleinerer Gemeinden auch mit Gütern des täglichen Bedarfs. Die im Landkreis ansässigen Einzelhändler sind nach wie vor auf die regionale Marktbearbeitung ausgerichtet, wobei sich das Fehlen von Magneten bzw. Leitbetrieben im Handelsbereich noch weiter verschärft hat. Der Tourismus als bedeutende Säule des Wirtschaftsgefüges im Landkreis zeigte sich 1997 noch recht robust, wobei sich schon damals eine Tendenz der Verkürzung der Aufenthaltsdauer abzeichnete. Die überwiegend kleinen Fremdenverkehrsbetriebe waren größtenteils gut ausgelastet, trotz teilweise festgestellter Mängel in der Ausstattungsqualität. Durch die Gesundheitsreform stellte man sich auf massive Einbrüche im Kursektor ein und visierte eine präventive Erarbeitung von Alternativkonzepten an. Handlungsbedarf bzw. ein Wettbewerbsnachteil besteht nach wie vor in der tendenziellen Überalterung der Vermieter und der damit verbundenen geringen Investitionsneigung bei der Modernisierung der Beherbergungsbetriebe, insbesondere dann, wenn die Nachfolge nicht gesichert ist. Für anspruchsvolle Kunden, die Viersterne-Kategorien oder mehr und hochwertige Wellnessangebote nachfragen, spürt man eine Angebotslücke im Landkreis. 7 Als institutionelle Voraussetzung wurde 1997 der Aufbau und die Durchführung eines regionalen Managements empfohlen, das in den Bereichen Netzwerkbildung, Standortmarketing und Etablierung von Arbeits- und Projektgruppen tätig werden sollte. Insbesondere im Tourismusbereich wird die Notwendigkeit einer Koordination und systematischen Vernetzung der Vielzahl von lokalen Aktivitäten nach wie vor als Notwendigkeit mit höchster Priorität betrachtet. Die einzelnen Tourismusämter sind mit der Bewältigung ihrer eigenen Aufgaben und dem Tagesgeschäft ausgelastet, so dass regionale, strategische und integrierte Konzepte weitgehend nicht angegangen werden können. Hier gibt es offenbar einen spürbaren Mangel an Managementkapazitäten bei den örtlichen Tourismusämtern. 8 Als Basisziel wurde die Forcierung einer nachhaltigen Regionalentwicklung formuliert, die sich vor allem auf die Etablierung regionaler Wirtschaftskreisläufe, Kommunikation und Kooperation, Qualifizierung, Bestandserhaltung und Existenzgründungsförderung, Innovationsund Technologieorientierung stützen sollte. Knapp zusammengefasst lässt sich der Status-quo aus dem Jahre 1997 folgendermaßen zusammenfassen: Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist keine konkreten massiven 7 Vgl. Expertenrunde Tourismus 8 Vgl. Expertenrunde Tourismus und Expertenrunde Netzwerke 14 Strukturschwächen auf; durch vorausschauende Entwicklungsstrategien sollen die chancenreichen Ausgangsbedingungen auch für die Zukunft erhalten werden. 2. Problemorientierte Struktur- und Prozessanalyse des Landkreises Bad Tölz Wolfratshausen 2.1 Aufgabe der Struktur- und Prozessanalyse Die folgenden Ausführungen dienen dazu, die aktuelle Situation (Strukturen) in wichtigen Themenfeldern zu beschreiben und über die Betrachtung im Zeitablauf (Prozesse) relevante Trends zu identifizieren. Dabei erfolgt die Analyse nicht schematisch über die gesamte Bandbreite raumrelevanter Themen, sondern aus Gründen einer möglichst prägnanten Darstellung problemorientiert dahingehend, ob sie aussagefähige Befunde ergeben, die Anknüpfungspunkte für die Entwicklung des Landkreises bieten. So erfordert beispielsweise die räumliche Lage des Landkreises Bad Tölz Wolfratshausen unmittelbar südlich der Landeshauptstadt München mit ihrem Sonderstatus in Bayern hinsichtlich der überaus dynamischen Wirtschafts- und Siedlungsentwicklung eine besondere Berücksichtigung. Auch im Bereich der Landwirtschaft erscheint es z.b. angebracht, die Almwirtschaft mit ihren spezifischen Rahmenbedingungen und Problemlagen im Zusammenhang mit den Talbetrieben gesondert zu beleuchten. Da eine reine Beschreibung nur wenig Aussagekraft besitzt, werden sofern verfügbar der (ober)bayerische Durchschnitt bzw. Vergleichszahlen des Freistaats Bayern insgesamt herangezogen. Ergänzt werden die Auswertungen der amtlichen Statistik um eine qualitative Perspektive, wie sie in der Bewertung der heutigen Situation durch die regionalen Akteure Ausdruck findet. Die aus diesem Anlass durchgeführten thematischen Expertenrunden am 17. und 18. Januar 2007 im Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen, die Befragung der Bürgermeister im Landkreis sowie Gespräche mit ausgewählten Fachexperten liefern eine fundierte Grundlage der Einschätzung der gegenwärtigen Gegebenheiten im Landkreis. Die Struktur- und Prozessanalyse bildet den Hintergrund für die Stärken-Schwächen-Analyse, die die Ergebnisse in einem weiteren Schritt einer Bewertung unterzieht. 2.2 Lage, Oberflächengestalt und natürliche Ausstattung Geprägt wird die Oberflächengestalt des Untersuchungsgebiets v.a. durch: das Ammer-Loisach-Hügelland mit den Flusstälern der Isar und der Loisach, den eiszeitlich geprägten sanften Moränenhügel und z.t. recht ausgedehnten Moorgebieten, die natürlichen Seen (Kochel-, Walchen- und Starnberger See) sowie den Sylvensteinstausee, die Berge zwischen Kochel und Bad Tölz (Blomberg, Brauneck, Benediktenwand), sowie das hochalpine Karwendelgebirge.

11 15 Diese Mischung ist hinsichtlich einer touristischen Inwertsetzung als sehr positiv zu bewerten, bietet sie doch Abwechslung bei Freizeitaktivitäten und durch den Aufstieg der Alpenkette aus dem vorgelagerten Hügelland einen sehr prägnanten optischen Eindruck. Dagegen ist der Landkreis hinsichtlich seiner naturräumlichen Charakteristika für die Landwirtschaft kein ausgesprochener Gunstraum. Dies bezieht sich insbesondere auf das teilweise sehr kleingliedrige Relief und vernässte Talbereiche, den hohen Anteil an alpinem Gelände, die stark variierende Bodengüte sowie die klimatischen Bedingungen. Beispielsweise differieren die Jahresdurchschnittstemperaturen (in den Hochlagen 4-6 C bis hin zu den Tallagen von Loisach und Isar um 7,5 C), ebenso wie die Niederschlagsmenge (zwischen Wolfratshausen mit ca. 800 mm und den Kammlagen des Karwendelgebirges mit mehr als mm) stark. Die geographische Lage des Landkreises in direktem Umfeld der Landeshauptstadt München und im Alpenvorland wird von den regionalen Akteuren als landschaftlich ausgesprochen attraktiv und verkehrstechnisch sehr gut erschlossen eingestuft. 2.3 Erreichbarkeit und Verkehrsanbindung Der heutige Landkreis entstand im Zuge der Gebietsreform 1972 aus den Altlandkreisen Bad Tölz und Wolfratshausen, ergänzt um die Gemeinde Schlehdorf aus dem damaligen Kreis Weilheim i. Obb.. Weitere kleinere Gebietsveränderungen ergaben sich im Nordosten des heutigen Landkreises. Der Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen grenzt im Norden unmittelbar an den Landkreis München und im Osten an den Kreis Miesbach. Im Westen grenzt der Landkreis an die Landkreise Garmisch-Patenkirchen und Weilheim. Gleichzeitig bildet in Richtung Westen der Starnberger See, der selbst nicht mehr im Kreisgebiet liegt, eine natürliche Begrenzung. Nach Süden hin grenzt der Landkreis im Karwendelgebirge unmittelbar an das österreichische Bundesland Tirol. Durch diese Lage ergeben sich folgende besonderen Problemfelder: Ambivalente Stadt-Umland-Beziehungen zur überaus dynamischen Landeshauptstadt München mit asymetrischen Pendlerbeziehungen, Kaufkraftabfluss im Einzelhandel, hochwertigem Kultur- und Infrastrukturangebot usw. insbesondere im Tourismus ist eine scharfe Wettbewerbssituation mit Konkurrenzstandorten in Österreich gegeben. Diese verfügen über Vorteile beispielsweise hinsichtlich der zumeist einfacheren Genehmigung von Fremdenverkehrsprojekten, einer sehr straffen Marketingorganisation und einen geringeren Mehrwertsteuersatz (vgl. hierzu auch Kap ). Zudem bietet sich in vielen Regionen wie beispielsweise dem Achental eine höhere Schneesicherheit. Verkehrstechnisch ist das Untersuchungsgebiet über die Bundesautobahnen A 8 München - Salzburg im Osten und A 95 München - Garmisch-Partenkirchen im Westen überregional sehr gut angebunden (vgl. Abb. 2). Der internationale Flughafen Franz-Josef-Strauss ist von Wolfratshausen aus in ca. 60 Minuten, von Bad Tölz aus in 75 Minuten, erreichbar. Innerhalb des Landkreises stehen mit den Bundesstraßen B 11, B 14, B 307 und B 472 leistungsfähige Straßenverbindungen zur Verfügung, wenn auch teilweise die Ortsdurchfahrten sowie die 16 Ost-West-Verbindungen problematisch sind. Die B 307 stellt in Richtung Achenkirch die Verbindung nach Tirol her. Darüber hinaus besteht eine direkte Anbindung an den Münchener Verkehrsverbund über die S-Bahnlinie 7 derzeit bis Wolfratshausen. Die Bayerische Oberlandbahn (BOB) erschließt über Holzkirchen und Bad Tölz bis Lenggries im Stundentakt den Süden des Landkreises. Abb. 2 Lage und Hauptverkehrslinien im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen Quelle: Internet-Auftritt des Wirtschaftsforums Oberland e.v., html, Zugriff Von den lokalen Akteuren wird die Erreichbarkeit aller Gemeinden mit Ausnahme der Jachenau 9 durch den Individualverkehr sehr positiv bewertet. Über die Autobahnanbindung München Garmisch und München Salzburg sowie über die Bundesstraßen B 11 oder die B 13 sind die meisten Gemeinden sehr gut an das überregionale Verkehrsnetz für den Individualverkehr angebunden. Der Individualverkehr ist von überragender Bedeutung, gerade was die Versorgung angeht, da in den weit verstreuten Ortsteilen die Nahversorgung problematisch und ohne Auto nur bedingt möglich ist. In einzelnen Gemeinden wird der Durchgangsverkehr durch Naherholer (Münsing, Lenggries) oder LKW- bzw. Transit-Verkehr (Wolfratshausen, Gaißach) zwar als Belastung empfunden, durch Verkehrslenkungsmaßnahmen aber entsprechend zu steuern versucht. Die vor kurzem 9 Der Umstand der etwas beschwerlichen Erreichbarkeit wird jedoch nicht nur als Nachteil empfunden, da sich daraus einige Vorteile in touristischer Hinsicht ergeben und ein gewisses Selbstbewusstsein befördert wird.

12 17 fertiggestellte Ortsumgehung von Egling hat gerade für diesen Ort eine deutliche Entlastung geschaffen. Als problematisch erweist sich im Naherholungsverkehr die Zufahrt zum Karwendeltal, das als Sacktal nur von Deutschland aus erreichbar ist. Der Großparkplatz in der Eng ist umstritten, da er zwar die Belastungen bündelt, aber nach Meinung der Kritiker auch Ausflugsverkehr erzeugt. Speziell in diesem Bereich gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Österreich als schwierig. Über Schienenverkehr werden Reichersbeuern, Bad Tölz, Gaißach und Lenggries durch die Bayerische Oberlandbahn (BOB) bedient. Die BOB gilt als Erfolgsgeschichte, wird doch die Zahl der ursprünglich prognostizierten Nutzer von real Fahrgästen deutlich ü- bertroffen. Bichl, Benediktbeuern und Kochel sind über das Streckennetz der Deutschen Bahn im Stundentakt in Richtung München angebunden. Insbesondere für die Orte mit einem hohen Stellenwert des Tourismus ist die Anbindung an das Bahnnetz von hoher Bedeutung und wird u.a. auch forciert durch Spezialangebote einzelner Hotels sehr gut genutzt. Auch für Berufspendler ist der Bahn- bzw. S-Bahn-Anschluss von großer Bedeutung, was sich u.a. an deutlich höheren Grundstückspreisen im Umfeld der bestehenden bzw. geplanten Verbindungen zeigt. Icking und Wolfratshausen sind bereits seit langem an das S-Bahnnetz des Münchener Verkehrsverbundes (MVV) angebunden; die geplante S-Bahnverlängerung nach Geretsried würde drei weitere Bahn-Haltestellen im Landkreis erbringen und auch das Königsdorfer Gemeindegebiet randlich erfassen. Unklar ist noch die konkrete Streckenführung; favorisiert wird jedoch eine Lösung, bei der durch einen weiteren Halt in Gelting die Anbindung des Gewerbegebietes verbessert werden könnte. Wenngleich gerade aus Kreisen des Natur- und Umweltschutzes durchaus Bedenken zum S-Bahn-Ausbau geäußert werden, wird die Erweiterung generell als sehr große Chance für die Region betrachtet. Insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht rechnet man mit positiven Impulsen, da das Gebiet als Wohn- und Unternehmensstandort auch für Hochqualifizierte an Attraktivität gewinnt. Durch die S-Bahn- Verlängerung würde der Landkreis zum einen näher an München heranrücken und andererseits auch die südlichen Landkreisteile besser an das MVV-Gebiet anbinden und ein weiteres Nutzerpotential erschließen, sowie als Wohnstandort für Arbeitskräfte mit Arbeitsstellen im Westen von München an Bedeutung gewinnen. Als wesentlich wird erachtet, dass die ÖPNV-Anbindung so koordiniert wird, dass sie Nutzungsmöglichkeiten für weitere Ortsteile erschließt. Während auf den Bau der S-Bahn- Verbindung nach Geretsried der Landkreis kaum direkte Einflussmöglichkeiten hat, wird die Abstimmung der Buslinien auf die neue S-Bahn-Verbindung aber auch auf die Fahrpläne der Oberlandbahn und die Deutsche Bahn als besonders wichtig erachtet. So soll beispielsweise die Schnellbusanbindung Bad Tölz - Geretsried verbessert werden. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels gilt es, im ÖPNV-Bereich das aktuelle Angebot an den Bedarf anzupassen. Insgesamt lässt sich in letzter Zeit durch die gestiegenen Benzinpreise eine leichte Verschiebung vom MIV zur ÖPNV-Nutzung absehen; durch die geplante S-Bahnverlängerung geht 18 man von weiteren Nutzungszuwächsen aus, zumal sich die Reiseatmosphäre mit ÖPNV- Angeboten durch entsprechende Ausstattungsinvestitionen deutlich verbessert hat. Während der Individualverkehr wie erwähnt eine sehr gute Erreichbarkeit nahezu aller Gemeinden und Ortsteile sicherstellt, wird die Erschließung einzelner Gebiete über eine regelmäßige ÖPNV-Anbindung indifferent bewertet. Vielfach werden die ÖPNV-Verbindungen nur für den Berufs- und Schulweg genutzt und es droht eine weitere Ausdünnung der Linien insbesondere an den Wochenenden und an Feiertagen bzw. zu Ferienzeiten. Gerade für Ältere und Jugendliche gestaltet sich die Situation beispielsweise in der Schlehdorf, Münsing, Eurasburg, Egling und Dietramszell teilweise, sowie in der Jachenau und in Sachsenkam besonders problematisch. Andererseits werden bestehende Busverbindungen vielfach auch nur mäßig genutzt bzw. wird die Versorgung in schlecht angebundenen Ortsteilen häufig über Familie und Nachbarschaft organisiert. Gerade für eine kleine Gruppe von Jugendlichen, die noch keinen Führerschein besitzen, wird die fehlende Möglichkeit regelmäßig verkehrender Busse als Einschränkung empfunden, doch wird das bestehende Angebot nur in geringem Maße wahrgenommen und nachgefragt. Daher gibt es beispielsweise in Sachsenkam Versuche mit alternativen Mobilitätskonzepten wie einem Anrufsammeltaxi, dessen Finanzierung aber noch nicht abschließend geklärt ist. Durch die Veränderungen in der Schullandschaft Zusammenlegung von Schulen, neue Schulformen mit Nachmittagsunterricht u.ä. werden im Schülerverkehr, der zu 99 % durch ÖPNV-Angebote abgedeckt wird, ebenfalls Anpassungen erforderlich sein. 2.4 Flächennutzung Insgesamt weist der Landkreis eine Fläche von etwas mehr als qkm auf, womit er zu den größeren in Bayern zählt. Mehr als die Hälfte wird von Wäldern eingenommen, ein weiteres Drittel von landwirtschaftlichen Flächen. Gebäude- und Freiflächen, Betriebs- sowie Verkehrsflächen weist das Untersuchungsgebiet in einem unterdurchschnittlichen Maß auf, während andererseits auf den recht hohen Anteil von Wasserflächen hinzuweisen ist. Neben dem Waldreichtum stellt dieser einen wesentlichen Faktor für die hohe touristische Attraktivität dar (vgl. Tab. 2). In den letzten beiden Dekaden haben sich diesbezüglich verschiedene Veränderungen ergeben. Während etwa die Entwicklung bei den Gebäude- und Freiflächen mit einer Zunahme um ein Drittel, beim Zuwachs an Wald und bei der Abnahme der Agrarflächen ungefähr parallel zu Bayern insgesamt verlief, zeigen sich bei den Betriebs- und Verkehrsflächen deutlich geringere Werte. Dies bedeutet konkret, dass die Versiegelung von Flächen weniger intensiv stattgefunden hat, was sich wiederum positiv auf das Landschaftsbild und damit die mögliche Anziehungskraft als Tourismus- und Naherholungsgebiet auswirkt. Der prozentual außerordentlich große Zuwachs bei den Erholungsflächen um 151 % fällt absolut gesehen mit einer Zunahme von 2,3 km2 kaum ins Gewicht, ebenso die Steigerung bei den Abbauflächen oberflächennaher Rohstoffe um 0,4 km 2, unterstützt aber die gemachten Aussagen zusätzlich.

13 19 Tab. 2 Flächennutzung im Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen am in qkm Flächennutzung Anteil am Lkr. Bad Tölzin km 2 Wolfratshausen Bayern Oberbayern Gebäude- und Freifläche 33,5 3,0% 5,4% 5,8% Betriebsfläche 0,9 0,1% 0,2% 0,2% Abbauland 3,1 0,3% 0,2% 0,3% Erholungsfläche 3,9 0,4% 0,5% 0,6% Verkehrsfläche 22,0 2,0% 4,7% 3,9% Landwirtschaftsfläche 375,0 33,8% 50,1% 49,8% Waldfläche 574,5 51,7% 34,9% 33,1% Wasserfläche 56,1 5,1% 2,0% 3,2% Flächen anderer Nutzung 41,5 3,7% 2,0% 3,1% Friedhof 0, Insgesamt 1.110,7 100% 100% 100% Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Gemeindedaten 2006, eigener Entwurf, Bayreuth 2007 Tab. 3 Veränderungen in der Flächennutzung im Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen 1984 bis 2004 in km 2 Jahr Veränderung Lkr. Bad Tölz- Wolfratshausen Bayern Oberbayern Gebäude- und Freifläche 25,3 33,5 +32,5% +38,3% +35,1% Betriebsfläche 0,8 0,9 +8,3% +36,6% +35,6% Abbauland 2,7 3,1 +11,9% +1,1% +0,2% Erholungsfläche 1,6 3,9 +151,5% +80,2% +88,7% Verkehrsfläche 20,7 22,0 +6,4% +13,1% +12,2% Landwirtschaftsfläche 393,9 375,0-4,8% -5,7% -5,3% Waldfläche 568,1 574,5 +1,1% +1,4% +1,3% Wasserfläche 54,6 56,1 +2,9% +12,9% +3,9% Flächen anderer Nutzung 42,9 41,5-3,4% -1,7% -2,7% Friedhof k.a. 0,2 k.a. k.a. k.a. Insgesamt 1.110, ,7 Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Gemeindedaten 2006, eigener Entwurf, Bayreuth Landesplanerische Vorgaben Die gesamte Planungsregion 17 Oberland, zu der der Untersuchungsraum neben den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Weilheim-Schongau zählt, weist eine kleinstrukturierte polyzentrische Raumstruktur auf und verfügt neben zehn Mittelzentren lediglich über ein mögliches Oberzentrum den Markt Garmisch-Partenkirchen, was die Dominanz Münchens in Sachen Arbeitsplatzzentralität und Infrastrukturversorgung nochmals unterstreicht. Die zentralen Orte der Region sollen in ihren Versorgungsaufgaben für ihren jeweiligen Verflechtungsbereich gestärkt werden. Die Versorgung auf mittelzentraler Stufe übernehmen die Städte Bad Tölz, Wolfratshausen Geretsried als gemeinsames Mittelzentrum sowie die unmittelbar an der Landkreisgrenze liegende Stadt Penzberg (Lkr. Starnberg). Wie in allen Mittelzentren der Planungsregion sollen in Bad Tölz und Wolfratshausen Geretsried die Angebote im Dienstleistungsbereich als gewisses Gegengewicht zum Verdichtungsraum München stärker aufgefächert und eine größere Branchenvielfalt angestrebt werden, die vorhandenen Fremdenverkehrsfunktionen ggf. auch durch zusätzliche Angebote in den Bereichen Kongress- und Fortbildungsveranstaltungen, Kur, Kultur und Sport gesichert und die Innenstädte durch verkehrliche Maßnahmen wie Umgehungsstraßen sowie durch Verlagerung des Individualverkehrs auf ein verbessertes ÖPNV-System entlastet werden. Aufgrund der gewerblich ausgerichteten Struktur soll insbesondere im gemeinsamen Mittelzentrum Wolfratshausen - Geretsried auf zusätzliche Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe hingewirkt werden. Das einzige Unterzentrum ist die flächenmäßig größte Gemeinde in Bayern Lenggries. In Lenggries ist die dauerhafte Sicherung der Fremdenverkehrs- und Erholungsfunktionen und der nachfragegerechte Ausbau der Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation zu gewährleisten. Als zentrale Orte der untersten Stufe (Kleinzentren) wurden im Landkreis Bad Tölz- Wolfratshausen die Gemeinden Benediktbeuern / Bichl, Dietramszell, Egling sowie Kochel a. See bestimmt (vgl. auch Karte 1). Bei den Kleinzentren Benediktbeuern / Bichl, Dietramszell und Egling geht es dabei um den Ausbau der Einrichtungen zur Deckung des Grundbedarfs, während in Dietramszell und Kochel a. See ein verbessertes Angebot an mittelständisch strukturierten Einkaufsmöglichkeiten anzustreben ist. Zusätzlich sind in Benediktbeuern / Bichl und Egling die Verkehrsverhältnisse zu verbessern. Festzuhalten bleibt, dass ein Oberzentrum im Landkreis fehlt und die oberzentralen Funktionen eindeutig von München wahrgenommen werden. Dies verdeutlicht die gewisse Abhängigkeit der Region von dem nahe gelegenen Verdichtungsraum, die wiederum die eigenständige Entwicklung in mehreren Teilbereichen determiniert. Der Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen ist in seiner Gesamtheit als Ländlicher Teilraum im Umfeld der großen Verdichtungsräume eingestuft. Was die Flächenausweisungen des Regionalplans betrifft, sind Vorrang- oder Vorbehaltsflächen für Bodenschätze (Sand / Kies bzw. Festgestein) in geringem Umfang und ohne be-

14 21 sondere Schwerpunkte im Kreisgebiet ausgewiesen. Größere Wasserschutzgebiete (ausgewiesen bzw. in der Planung) finden sich etwa bei Gellertshausen, Hornstein oder südlich von Geretsried. Während nahezu das gesamte Loisachtal zum Vorranggebiet Hochwasser erklärt wurde, gilt dies für die Isar nur punktuell. Vorbehaltsgebiete Landschaft und Erholung konzentrieren sich im nördlichen Bereich des Landkreises im Raum Eurasburg Königsdorf Penzberg. Der gesamte Bereich südlich von Bad Tölz fällt - mit Ausnahme des Isartals, sowie der Achse Kochel Benediktbeuern Bad Heilbrunn - nahezu flächendeckend in diese Kategorie. Diese großflächige Ausweisung von Vorbehaltsgebieten wird bei Landwirten kritisch gesehen. Als Bannwald sind Teile der Waldflächen um Geretsried bis Wolfratshausen geschützt. Natur- und Landschaftsschutzgebiete (NSG / LSG) größeren Umfangs finden sich v.a. im Isartal zwischen Bad Tölz und Wolfratshausen (NSG / LSG), um den Kirchsee bei Sachsenkam, am Ostufer des Starnberger Sees (LSG) sowie im Isarwinkel (nördlich des Sylvensteinstausees LSG / südlich NSG). Daneben existiert ein Vielzahl kleiner Naturschutzgebiete unter 5 ha sowie Flächennaturdenkmale. Das naturräumliche Potential des Landkreises, mit der Lage im Moränengebiet des Alpenvorlandes, Hochmooren, Flusstallandschaften von Isar und Loisach, Seengebieten und Bergwelt ist ausgesprochen groß und attraktiv insbesondere für eine touristische Nutzung. Die Bewahrung des lieblichen Landschaftsbildes und der Erhalt der dörflichen Strukturen ist für die meisten Gemeinden ein vorrangiges Ziel, so dass (Neu-)Bautätigkeit nur eingeschränkt zugelassen und Einwohnerzuwächse nur in moderatem Maße realisiert werden. Die zahlreichen FFH-, Biotopschutz-, Vogelschutz- und (Hoch-)Wasserschutzgebiete bringen in einzelnen Gemeinden deutliche Nutzungskonflikte zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und touristischer Nutzung mit sich. Gerade für die Landwirte bedeutete die Festlegung der FFH- und SPA-Flächen vereinzelt deutliche Belastungen und Nutzungseinschränkungen bzw. schränkt sie die Flächenreserven für potentielle Erweiterungen z.b. in Gaißach, Benediktbeuern und Schlehdorf sowie in Wolfratshausen zusätzlich zur schwierigen topographischen Lage deutlich ein. Die landwirtschaftliche Nutzung auch schwieriger Lagen wie z.b. von Steilhängen, kleinen Hügeln und kleinräumiger, stark reliefierter Landschaftsteile macht jedoch gerade das Typische der oberbayerischen Kulturlandschaft aus und kann als hoch einzuschätzendes Attraktivitätskapital und bedeutender weicher Standortfaktor betrachtet werden. Das vor 10 Jahren noch der Landwirtschaft zugeordnete Themenfeld Umwelt- und Naturschutz hat sich mittlerweile zu einem bedeutsamen auch für den Tourismus interessanten und relevanten Bereich entwickelt. Vor allem die vielfältigen Aktivitäten des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK) im Kloster Benediktbeuern können in diesem Zusammenhang nicht hoch genug eingeschätzt werden Vgl. Kapitel Stand regionaler Initiativen 22 Entwicklungsachsen von überregionaler Bedeutung ziehen sich in Ost-West Richtung ungefähr entlang der morphologischen Alpengrenze von Miesbach über Bad Tölz weiter nach Penzberg sowie in Nord-Süd Richtung von München kommend über Wolfratshausen und Geretsried ebenfalls Richtung Penzberg (vgl. Karte 1). Ergänzt wird dieses System im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen durch zwei Achsen von regionaler Bedeutung: Bad Tölz Richtung Lenggries (Isartal) sowie in Verlängerung der überregionalen Achse entlang der Loisach bis Kochel a. See. Karte 1 Zentrale Orte und Entwicklungsachsen in der Region Oberland Quelle: Regionaler Planungsverband Region 17 Bei den Wohnbauflächen sind als Schwerpunkte die Bereiche Icking Wolfratshausen Geretsried Königsdorf, Bad Tölz Greiling Reichersbeuern, Lenggries, Bad Heilbrunn, Benediktbeuern sowie Bichl zu nennen. Gewerbeflächen sind vorwiegend in Wolfratshausen, Geretsried, Gelting, Gartenberg und Bad Tölz ausgewiesen, in deutlich geringerem Umfang in Lenggries. Dies unterstreicht nochmals die bereits angesprochene Zweiteilung des Landkreises ohne dass jedoch damit aus Sicht der Akteure Nachteile verbunden wären. Eher ist von einer Funktionstrennung auszugehen.

15 23 Zum Schutz der größeren Wasserflächen im Landkreis wurden Seeuferkonzepte im Regionalplan verankert. Diese regeln neben den reinen Schutzzonen Bereiche, die sich zur touristischen Erschließung eignen sowie solche, für die kein weiterer Ausbau in Frage kommt bzw. sogar Rückbaumaßnahmen einzuleiten sind. Das Ostufer des Starnberger Sees ist bereits überwiegend für Erholungszwecke erschlossen, jedoch nicht weiter zu erschließen, d.h. eine weitere Erschließung ist nicht zulässig. Daneben finden sich kleinere Uferschutzzonen im Süden, die aus Naturschutzgründen ebenfalls nicht zu erschließen sind. Das Nordufer des Kochelsees steht weitgehend unter Uferschutz. Erschließungsmöglichkeiten sind noch im Gemeindegebiet Kochel sowie südlich Schlehdorf im Bereich Raut vorgesehen. Am Walchensee ist das Ostufer geschützt bzw. in natürlichen Zustand zurück zu überführen, ebenso große Teile des Westufers. Das Südufer gilt als bereits touristisch erschlossen, weitere Erschließungsmaßnahmen nur im Bereich der Ortslage Walchensee sowie im Norden bei Urfeld. Der Sylvensteinsee besitzt ein nahezu vollständig geschütztes Ufer mit Ausnahme westlich von Fall und einem kleineren Bereich im Nordosten im Bereich der B 307, die für Freizeitnutzung vorgesehen sind. Das gesamte Landkreisgebiet südlich einer Linie Bad Heilbrunn - Greiling ist Ausschlussgebiet für hohe Windkraftanlagen. 2.6 Bevölkerungs- und Siedlungsstruktur Aktuell stellt der Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen mit Einwohnern etwa 3 % der Bevölkerung des Regierungsbezirks Oberbayern. Bei der Verteilung nach Geschlechtern ergeben sich keine Auffälligkeiten der Anteil der Frauen liegt mit 51,4 % in einer durchschnittlichen Größenordnung in Bayern. Dagegen ist der Anteil an Ausländern mit 8,2 % als sehr niedrig zu bezeichnen, insbesondere wenn man die unmittelbar angrenzende kreisfreie Stadt München als Vergleichsmaßstab heranzieht. Tab. 4 Bevölkerungskennzahlen in Bayern am Bevölkerung (Anzahl) Ausländer gesamt männlich weiblich gesamt Anteil Freistaat Bayern ,5% RegBez Oberbayern ,5% Stadt München ,0% Landkreis TÖL ,2% Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Gemeindedaten 2006, eigener Entwurf, Bayreuth 2007 Hinsichtlich der Bevölkerungsentwicklung verzeichnet der Landkreis seit Jahrzehnten ein stetiges Wachstum, das deutlich über den gesamtbayerischen Werten und auch denen des Regierungsbezirks Oberbayern liegt (vgl. Abb. 3). Wurden im Jahr Einwohner gezählt, wuchs die Bevölkerung bis 1987 um knapp 16 % auf Zum Jahresende 2006 lebten bereits Menschen im Untersuchungsraum. Getragen wird dieses Wachstum 24 v.a. von Wanderungsgewinnen, während die natürliche Reproduktionsrate zwar schwächer ausfällt aber im Gegensatz zum Freistaat insgesamt noch positiv ist (vgl. Abb. 3). Abb. 3 Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen 1970 bzw bis 2004 in % 50,0 40,0 40,7 30,0 20,0 26,7 21,4 18,7 17,0 14,1 Zunahme in % 10,0 Bayern Oberbayern Lkr. Bad Tölz - Wolfratshausen Entwicklung Entwicklung Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Gemeindedaten 2005, eigener Entwurf, Bayreuth 2007 Der Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen mit seinen 21 Städten und Gemeinden ist geprägt durch eine disperse Siedlungsstruktur ohne eindeutig dominierendes Zentrum. Insgesamt weist er eine Zweiteilung in einen vorwiegend landwirtschaftlich und touristisch orientierten Süden und einen eher gewerblich strukturierten und z.t. stark durch die Landeshauptstadt München beeinflussten Nordteil auf. Eine scharfe Abgrenzung etwa auf Basis der Altlandkreise ist indes nur bedingt zu erkennen, da es auch im Norden des Landkreises z.b. in der Gemeinde Münsing am Starnberger See Strukturen im Bereich Landwirtschaft und Tourismus gibt, die vergleichbar mit den Strukturen im Süden des Landkreises. Geretsried ist mit Einwohnern die größte Stadt im Landkreis. Weitere Siedlungsschwerpunkte sind die ehemalige Kreisstadt Wolfratshausen mit und Bad Tölz mit sowie Lenggries mit Einwohnern. Alle anderen Kommunen erreichen deutlich geringere Werte bis hin zur Jachenau mit einer Bevölkerung von unter 900 Einwohnern. Betrachtet man die Veränderungen auf Gemeindebasis, so zeigt sich, dass Sachsenkam (+57,9 %), Eurasburg (+49,6 %) und Reichersbeuern (+38,0 %) sehr starke Zuwächse erzielen konnten, während Jachenau (+7,4 %), Geretsried (+12,3 %) und Icking (+12,7 %) nur moderat wuchsen. Ein eindeutiges Muster, dass etwa die Standorte im gewerblich orientierten Norden bzw. in der Nähe zu München in besonderem Maß profitiert hätten, ist nicht zu er-

16 25 kennen (vgl. Karte 2). Vielmehr sind gemeindespezifische Erklärungen heranzuziehen, wie Ausweisungen von Wohngebieten oder wie im Fall Sachsenkam eine hohe prozentuale Steigerung ausgehend von einem niedrigen absoluten Wert. Abb. 4 Vergleich der Bevölkerungsbewegung pro Einwohner in (Süd)Bayern pro Einwohner Bayern Oberbayern Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen Geburten- bzw. Sterbefallüberschuss (-) Wanderungsgewinn bzw. -verlust (-) Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Gemeindedaten 2005, eigener Entwurf, Bayreuth 2007 Abb. 5 Vergleich der Bevölkerungsdichte 1970 / Einwohner pro qkm 50 Bayern Oberbayern Lkr. Bad Tölz - Wolfratshausen Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Gemeindedaten 2005, eigener Entwurf, Bayreuth Karte 2 Bevölkerungsveränderung im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen

17 27 Als ein Resultat der Analyse der Bevölkerungsentwicklung bleibt festzuhalten, dass das Untersuchungsgebiet trotz des stetigen Wachstums mit 108 Einwohnern pro qkm noch immer zu den dünn besiedelten Landkreisen in Bayern zählt, wenngleich sich die Bevölkerungsdichte seit 1970 etwas dem Durchschnitt angenähert hat. Gerade in den Städten und im Norden des Untersuchungsgebietes durch Zuzüge jüngerer Familien geprägt. Die demographischen Veränderungen werden jedoch u.a. dadurch deutlich, dass ein Wachstum der Einwohnerzahl nur durch Zuzüge realisiert wird. Der demographische Wandel stellt eine der zentralen Zukunftsaufgaben für die Finanz-, Wirtschafts-, Sozial- und Raumordnungspolitik in der Bundesrepublik dar insbesondere für ländliche Regionen. Der Prozess als solcher ist kaum mehr zu beeinflussen, so dass es gilt, geeignete Anpassungsstrategien zu entwickeln. Von 1970 bis 2004 nahm die Zahl der unter 6- Jährigen im Gebiet des Landkreises Bad Tölz Wolfratshausen um mehr als 40 % ab, die der 6- bis 15-Jährigen und die der 25- bis 30-Jährigen um etwa ein Viertel. Im Gegenzug erhöhte sich der Anteil der älteren Bevölkerung deutlich. Abb. 6 Veränderungen der Bevölkerungsanteile im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen nach Altersgruppen ,0 18,0 16,0 14,0 12,0 10,0 8,0 6,0 4,0 2,0 0,0 Anteil in % unter und mehr Altersgruppe (Jahre) Altersgruppe unter 6 (Jahre) 6 - unter unter unter unter unter unter unter und mehr Veränderung ,4% -27,1% -10,5% -11,6% -25,0% +7,0% +26,2% +12,2% +35,3% Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Gemeindedaten 2005, eigener Entwurf, Bayreuth In den Altersgruppen bis unter 18 Jahre sowie über 65 Jahre weist der Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen im Vergleich zum Regierungsbezirk Oberbayern hohe Werte auf. Die mittleren Jahrgänge von 25 bis 50 Jahren sind dagegen relativ schwächer vertreten, wenn auch die Unterschiede insgesamt nicht allzu gravierend ausfallen. Damit ist der Landkreis hinsichtlich seiner demographischen Sensibilität als durchschnittlich betroffen einzuschätzen. Das bedeutet, dass sich zwar der Alterungsprozess der Bevölkerung ähnlich wie in anderen Regionen Bayerns vollzieht aber durch die weiterhin anzunehmenden Zuwanderungen in den Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen weder mit einer raschen Alterung, noch mit einer flächendeckenden Entleerung (wie beispielsweise in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns) zu rechnen ist. In Einzelfällen kann jedoch durchaus die Gefahr der Alterung einzelner Ortsteile mit heute bereits geringer Einwohnerzahl nicht ausgeschlossen werden, weswegen die Bevölkerungsentwicklung auf kleinräumiger Ebene genau beobachtet werden sollte. Abb. 7 Vergleich des Altersaufbaus der Bevölkerung in Südbayern % 30% 25% 20% 15% Anteil 10% 5% 0% unter 6 unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter oder mehr Altersgruppen Bayern Oberbayern Lkr. Bad Tölz - Wolfratshausen Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Gemeindedaten 2005, eigener Entwurf, Bayreuth 2007 Die einzelnen Gemeinden im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, die sich in Fläche, Einwohnerzahl und Ortsstruktur deutlich unterscheiden, können unterschiedlich typisiert bzw. charakterisiert werden. Während die städtischen Gemeinden Geretsried, Wolfratshausen und Bad Tölz den gewerblichen Schwerpunkt des Landkreises darstellen und im Hinblick auf ihr Bevölkerungswachstum auch die größte Dynamik aufweisen, sind auch Gemeinden wie Reichersbeuern, Eurasburg und Königsdorf bei nach wie vor landwirtschaftlicher Prägung eher gewerblich strukturiert, allerdings mit einem moderatem Wachstumsziel. Der gesamte Landkreis und insbesondere die im nördlichen Teil gelegenen Gemeinden stehen unter einem star-

18 29 kem Siedlungsdruck aus dem Großraum München; gerade die Gemeinden Münsing, Icking und teilweise auch Egling entwickeln sich verstärkt zu Gebieten mit vorherrschender Wohnfunktion. Kochel a. See, Bad Heilbrunn und Benediktbeuern als Gemeinden mit starker Bedeutung des Tourismus sind ebenfalls einem gewissen Siedlungsdruck ausgesetzt, da Mitarbeiter der Firma Roche Diagnostics aus Penzberg hier Wohnraum nachfragen. Der hohe Stellenwert des Fremdenverkehrs charakterisiert neben den genannten auch die Gemeinde Lenggries. In der Jachenau, weiten Gebieten der flächenmäßig größten Gemeinde Lenggries, Gaißach, Schlehdorf, Bichl und Wackersberg spielt die Landwirtschaft noch eine herausragende Rolle. Die Gemeinden bezeichnen sich selbst als Dorf im wahrsten Sinne, Landgemeinden und Bauerndörfer in reizvoller, stark ländlich geprägter Umgebung. Ein Indikator für einen prosperierenden Wirtschaftsraum ist die Bautätigkeit bei privaten Wohnungen, stellt diese doch einen erheblichen Wert und eine langfristige Investitionsentscheidung dar. Eine hohe Zahl gibt somit Hinweise auf das Einkommen und nicht zuletzt das Vertrauen der Bevölkerung in die Zukunft, wobei dies mit anderen Informationen (Baulandpreise, u.a.) in Beziehung zu setzen ist und keinesfalls isoliert betrachtet werden darf. Wenn auch die durchschnittlichen Baulandpreise in den Jahren 1995 bis 2005 im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen nachgegeben haben (vgl. Tab. 5), ist das Preisniveau noch immer als sehr hoch zu bezeichnen. In den meisten Fällen ist es bisher gelungen, zu verhindern, dass speziell die Gemeinden im nördlichen Teil des Landkreises zu reinen Schlafstädten werden. Die Gefahr besteht nach wie vor, da ein sehr hoher Siedlungsdruck aus München und im westlichen Teil des Landkreises (insbes. in den Gemeinden Eurasburg, Bichl, Schlehdorf und Kochel) aus Penzberg zu verzeichnen sind. Die hohe Nachfrage treibt die Miet- und die Baulandpreise enorm in die Höhe. Im Schnitt liegen die durchschnittlichen Baulandpreise nach Aussage der regionalen Experten realiter bei ca Euro / qm; in Spitzenlagen sind aber auch bis zu Euro / qm erzielbar. Daher praktizieren sehr viele Gemeinden Neuausweisungen vorrangig über Einheimischenmodelle, die in der Regel sehr gut nachgefragt werden. Dadurch ist es gelungen, in den meisten Ortschaften ein angestrebtes moderates Wachstum von durchschnittlich max. 1,5 % im Jahr zu realisieren. Einige Gemeinden, z.b. Benediktbeuern haben einen Ortskernbebauungsplan über die Ortskerne gezogen, um das ursprüngliche Ortsbild zu erhalten und um zu verhindern, dass stillgelegte landwirtschaftliche Hofstellen zu größeren Wohneinheiten umgeformt werden (vgl. Tab 5). In absoluter Betrachtung sind die Städte, Bad Tölz, Lenggries und Wolfratshausen die Schwerpunkte der Wohnbautätigkeit im Landkreis (Gesamtfertigstellung 716 Wohnungen 2004). Bezogen auf die Einwohnerzahl entstanden jedoch in Münsing, Greiling und Wackersberg die meisten nämlich jeweils rund 11 neue Wohnungen pro Einwohner. Dagegen war die Bautätigkeit in Reichersbeuern, Kochel und Jachenau mit etwa drei pro Einwohner wesentlich geringer. Zumeist entstanden Einfamilienhäuser (vgl. Karte 3).Ein auch argumentativ zu belegendes Muster ist in diesem Zusammenhang nicht zu erkennen, sondern steht in Beziehung mit lokalspezifischen Entscheidungen. 30 Tab. 5 Durchschnittlicher Kaufwert von Bauland im Vergleich (EUR je m2) Steigerung bzw. Abnahme (-) Bayern 80,68 156,96 94,5% Oberbayern 188,80 280,44 48,5% München (Kreisfreie Stadt) 572,42 849,17 48,3% Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen 294,75 236,44-19,8% Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, eigener Entwurf, Bayreuth 2007 Deutliche Veränderungen ergaben sich insbesondere in Bad Tölz, wo mit der Umnutzung der Flint-Kaserne ein neuer Stadtteil entstanden ist und in den hauptsächlich jüngere Familien mittleren Einkommens gezogen sind. In den weiteren Städten, Wolfratshausen und Geretsried, wird eine hohe Fluktuation der Bevölkerung, d.h. eine hohe Zahl an jährlichen Zu- und Wegzügen verzeichnet, da viele Einwohner aus beruflichen Gründen nur für begrenzte Zeit in den Raum ziehen. Die Integration dieser Zugezogenen wird als prägende Aufgabe der Gemeinde betrachtet, was speziell für Geretsried gilt, das historisch bedingt einen sehr hohen Anteil an Migranten aufweist, eine Situation, die für eine ländliche Region eher ungewöhnlich ist. Insofern hat die Stadt sicherlich eine Sonderstellung, gerade auch was die Herausforderungen des Umgangs mit Jugendlichen und Einwohnern mit Migrationshintergrund betrifft. Im Allgemeinen ist die Eingliederung der Neubürger aber völlig unproblematisch, gerade in den ländlichen Gemeinden beteiligen sich die Zugezogenen häufig besonders aktiv am Vereinsleben. Wegzüge oder das Leerlaufen von einzelnen Ortsteilen sind im Landkreis bisher kein Thema. Der demographische Wandel macht sich bisher eher dadurch bemerkbar, dass Pflegeangebote für ältere Einwohner nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen und teilweise alternative Modelle erprobt werden. 11 Auch eine überdurchschnittliche Nachfrage nach Alters- oder Zweitwohnsitzen lässt sich im Landkreis nicht konstatieren. Der Leerstand von Wohngebäuden ist verschwindend gering; Käufer finden sich in der Regel schnell. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass in einzelnen Flächengemeinden, wie z.b. Lenggries, Wackersberg oder Egling, die Ortsteile breit verstreut sind. Auf die damit vorhandene Dominanz des MIV gegenüber ÖPNV wurde bereits verwiesen. 11 Speziell in Münsing wird über die Einrichtung eines Hauses der Generationen nachgedacht. Auch in Dietramszell laufen Überlegungen, wie ein Pflegeangebot für ältere Einwohner geschaffen werden kann.

19 31 Karte 3 Bautätigkeit im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen Wirtschaftsstruktur und -entwicklung Überblick Die Wirtschaftsstruktur im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen ist bezogen auf Gesamtbayern geprägt durch überdurchschnittliche Anteile in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Handel und Gastgewerbe (vgl. Abb. 8). Dagegen sind die Bereiche des produzierenden Gewerbes und der sonstigen Dienstleistungen hinsichtlich der Beschäftigtenzahlen schwächer besetzt. Diese sind jedoch die aktuell und vor allem künftig besonders produktiven Sektoren. Wenn auch die Unterschiede nicht als gravierend zu gelten haben und der Besatz an Dienstleistern, wie er etwa in München gegeben ist, sich in ländlichen Regionen kaum erreichen lässt, so sollte dennoch auf eine ausgewogene Struktur geachtet werden. Abb. 8 Sektorale Verteilung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 2004 im Vergleich 60% 50% 40% 30% Anteil 20% 10% 0% Land- und Forstwirtschaft, Fischerei Produzierendes Gewerbe Handel, Gastgewerbe und Verkehr Sonstige Dienstleistungen Bayern Oberbayern Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen München Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Gemeindedaten 2005, eigener Entwurf, Bayreuth 2007 Ein Vergleich der Strukturen 1998 und 2005 zeigt z.t. deutliche Zuwächse in den Bereichen Erziehung / Gesundheit / Sozialwesen, Wohnungswesen, Verkehr und Nachrichtenübermittlung, Gastgewerbe sowie im Handel, also den klassischen bevölkerungsbezogenen Dienstleistungsbranchen. Rückläufige Entwicklungen sind insbesondere im Bau- und dem Verarbeitenden Gewerbe zu beobachten, in geringerem Umfang auch bei der öffentlichen Verwaltung, der Energie- und Wasserversorgung sowie der Gewinnung von Steinen und Erden. Damit folgt der Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen im wesentlichen den bayerischen und deutschlandweiten Trends.

20 33 Abb. 9 Beschäftigte am Arbeitsort im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen 1998 und 2005 nach Wirtschaftsabteilungen Erziehung / Gesundheit / Sozialwesen Öff. Verwaltung / Sozialversicherung Grundst.- und Wohnungswesen Kreditinstitute und Versicherungsgewerbe Verkehr und Nachrichtenübermittlung Gastgewerbe Handel Wirtschaftsabteilung Baugewerbe Energie- und Wasserversorgung Verarbeitendes Gewerbe Bergbau / Gewinnung von Steinen und Erden Land- und Forstwirtschaft Beschäftigte Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Gemeindedaten 2005, eigener Entwurf, Bayreuth 2007 Fast 84 % der Betriebe im Landkreis (alle Branchen) weisen weniger als 10 Beschäftigte aus. Dennoch zeigt sich eine insgesamt ausgewogene Betriebsgrößenstruktur, arbeiten doch gleiche Anteile in kleinen Betrieben unter 10 Beschäftigten und den größeren Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten (vgl. Tab. 6). Die Wirtschaftsentwicklung innerhalb des Landkreises von verlief gemessen an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten uneinheitlich. Während in Wackersberg, Greiling und Eurasburg sehr starke Zuwächse (über 15 %) zu verzeichnen waren und auch in Münsing, Dietramszell, Sachsenkam, Königsdorf, Benediktbeuern und Lenggries die Beschäftigtenzahlen moderat (bis 15 %) stiegen, mussten Schlehdorf, Kochel a. See, Jachenau, 34 Bad Heilbrunn, Bichl, Bad Tölz, Gaißach, Reichersbeuern, Egling, Geretsried und Wolfratshausen leichte Verluste hinnehmen. Icking verlor nach den Angaben der IHK für München und Oberbayern im angegebenen Zeitraum als einzige Gemeinde im Landkreis mehr als 15 % der Beschäftigten. Tab. 6 Zahl der Betriebe und Beschäftigten im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen (Stand: ) Betriebsgrößenklasse (Beschäftigte) Betriebe Beschäftigte ,1% ,3% ,7% ,0% ,4% ,1% ,3% ,9% ,4% ,4% 100 und mehr 38 1,0% ,3% Gesamt Quelle: Wirtschaftsforum Oberland e.v., eigener Entwurf, Bayreuth 2007 Bei einem Vergleich zeigt sich, dass das im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen 2005 erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt pro Erwerbstätigen mit leicht unter dem gesamtbayerischen Durchschnitt liegt (siehe Abb. 10). Das direkte Umfeld der Regierungsbezirk Oberbayern und insbesondere die Stadt München (die das Ergebnis maßgeblich beeinflusst) - erreicht dagegen mit mehr als pro Erwerbstätigen eine ca. 18 % höhere Produktivität. Als Ursache hiefür ist v.a. eine relativ große Anzahl von Beschäftigten in Branchen mit geringer Wertschöpfung wie der Landwirtschaft und dem Tourismus zu nennen. Der geringe Wert beim Bruttoinlandsprodukt je Einwohner weist zudem auf eine geringe Erwerbsbeteiligung hin Gewerbeanmeldungen Hinsichtlich der Existenzgründungen zeigt das Untersuchungsgebiet 2005 mit Gewerbeanmeldungen (ohne Automatenaufsteller) einen um 18,5 % höheren Wert als noch fünf Jahre früher. Damit weist der Landkreis eine Dynamik auf, die zwar unter dem bayerischen (+20,0 %) aber über dem oberbayerischen Vergleichswert (+16,1 %) liegt. Aus der amtlichen Statistik geht allerdings nicht hervor, in welcher Branche und in welchen Größenordungen sich diese Gründungen vollziehen.

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