BILDUNGSSTANDARDS FÜR ALT-KATHOLISCHE RELIGIONSLEHRE im Land Baden-Württemberg ALT-KATHOLISCHE RELIGIONSLEHRE. Grundschule

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1 BILDUNGSSTANDARDS FÜR ALT-KATHOLISCHE RELIGIONSLEHRE im Land Baden-Württemberg ALT-KATHOLISCHE RELIGIONSLEHRE Grundschule Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland Bonn 2006

2 INHALTSVERZEICHNIS GRUNDSCHULE KLASSEN 2, 4 1 I. Leitgedanken zum Kompetenzerwerb 1 II. Kompetenzen und Inhalte 4 KLASSE 2 (Grundschule) 4 KOMPETENZEN 4 INHALTE 7 KLASSE 4 (Grundschule) 9 KOMPETENZEN 9 INHALTE 12 I

3 BILDUNGSSTANDARDS FÜR ALT-KATHOLISCHE RELIGIONSLEHRE GRUNDSCHULE KLASSEN 2, 4 I. Leitgedanken zum Kompetenzerwerb Der katholische Religionsunterricht der Alt-Katholiken fördert die religiöse Bildung und Erziehung der Schülerinnen und Schüler und leistet damit einen Beitrag zum allgemeinen Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule. Besondere Bedeutung wird der Aufgeschlossenheit und Kooperationsbereitschaft für ein harmonisches Zusammenwirken mit dem römisch-katholischen und dem evangelischen Religionsunterricht beigemessen. Der alt-katholische Religionsunterricht ist auf überprüfbare Inhalte und Kompetenzen ausgerichtet und hat vergleichbare Standards mit anderen Unterrichtsfächern standzuhalten. 1. Aufgaben und Ziele des katholischen Religionsunterrichts der Alt-Katholiken Der alt-katholische Religionsunterricht ist grundlegend auf die Bestimmung des Menschen bezogen, die ausgerichtet ist auf Gott und die Botschaft des Glaubens an Jesus Christus. Er hat die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler ganzheitlich in den Gottbezug hinein zu holen, sie mit der eigenen Kirche und Religion vertraut zu machen und ihnen durch den Glauben an Gott und an Jesus Christus Lebenshilfe anzubieten. Der alt-katholische Religionsunterricht vermittelt den Kindern Lebensbejahung, Angenommensein und Geborgenheit. Eingeübt und erfahren werden Gottes- und Nächstenliebe, Liebe und Zuneigung, Friede und Freude, Mut und Zutrauen zu sich selbst aber auch Verarbeiten von Enttäuschung, von Krankheit, Leid und Tod, Hilfsbereitschaft und Offensein für andere. Auch soll er Kirche einladend machen für Kinder durch Mitgestalten gottesdienstlicher Angebote und Einbeziehen bei Festen und Feiern. 2. Rechtliche Grundlagen Der katholische Religionsunterricht der Alt-Katholiken ist nach Art. 7, Abs. 3 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland und nach Art. 18 der Landesverfassung von Baden-Württemberg ordentliches Lehrfach, das von Staat und Kirche gleichermaßen verantwortet wird. Er wird im Rahmen der kirchlichen Möglichkeiten dem Schulgesetz gemäß erteilt ( 96,2 SchG). 1

4 3. Kompetenzen Religiöse Kompetenz Der alt-katholische Religionsunterricht entwickelt und fördert religiöse Kompetenz im Rahmen allgemeiner Bildung. Die Welt der Kinder und ihre Erfahrungen von Gott werden zu einander in Beziehung gebracht. werden angeleitet, über sich selbst und über ihre Vorstellungen und gesammelten Erfahrungen nachzudenken, über Fragen nach Gott, nach dem Nächsten, nach sich selbst, dem Woher und Wohin im Sinne des Lebens. Die Kinder werden geleitet und begleitet, durch behutsames Einüben von Stille, Gebet und Meditation eine Beziehung zu Gott einzuüben und zu vertiefen, vertraut zu werden mit der Liturgie und der Bedeutung ritueller Handlungen im Gottesdienst. Fachkompetenz lernen, sich religiöses Grundwissen anzueignen und werden dazu angeleitet. Sie finden Zugang zu biblischen Sätzen, Texten, Erzählungen und Überlieferungen und damit zu ihrer eigenen Religion. Ein solches Grundwissen erleichtert ihnen eine Auseinandersetzung mit den Inhalten und Riten anderer Religionen. Achtung und Toleranz gegenüber Menschen anderer Weltanschauungen werden eingeübt. Personale Kompetenz werden darin bestärkt zu glauben, dass sie als Geschöpfe Gottes von ihm geliebt, angenommen und begleitet werden. Sie lernen, sich Gott zu öffnen, um ihn mit allen Sinnen wahrnehmen zu können. Sie werden in ihren Erfahrungen gestützt, ihre Begabungen und Grenzen zu erkennen und anzunehmen und ein lebensbejahendes Vertrauen zu sich selbst und ein aufgeschlossenes Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren Mitmenschen zu entwickeln. Soziale Kompetenz werden angeregt, Kommunikationsfähigkeit und Teamgeist zu entwickeln und einzuüben. Sie lernen Kameradschaft und Hilfsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mitschülerinnen und Mitschülern zu entfalten und werden angeleitet, Schwierigkeiten und Probleme im mitmenschlichen Bereich zu erkennen und Lösungen herbeizuführen. Methodenkompetenz werden zu selbständigem Arbeiten geführt und ermuntert. Sie werden mit der Handhabung und einem sinnvollen Einsatz von Medien vertraut gemacht. sammeln erste Erfahrungen im Umgang mit Sprache, Bildern, Zeichen und Symbolen im religiösen Bereich. 2

5 4. Dimensionen Die Bildungsstandards Alt-Katholische Religionslehre sind in sieben Dimensionen gegliedert. Nachfolgend werden Inhalte und Themenfelder aufgezeigt, die als Orientierung gedacht sind und durch deren Behandlung im Unterricht Kompetenzen erworben werden sollen. 4.1 Mensch sein Mensch werden Der alt-katholische Religionsunterricht trägt dazu bei, dass seine Schülerinnen und Schüler menschliche Grunderfahrungen aufnehmen, die sie zu einem auf Gott gerichtetes Leben führen. Sie erkennen somit in jedem Menschen ein Geschöpf und Ebenbild Gottes, dem mit Respekt, Achtung und Toleranz zu begegnen ist. 4.2 Welt und Verantwortung Der alt-katholische Religionsunterricht hilft den Mädchen und Jungen, Leben und Welt mehr und mehr kennen zu lernen und aus christlichem Blickwinkel zu werten. Er fördert die Bereitschaft zur Übernahme altersgemäßer Verantwortung. 4.3 Bibel Der alt-katholische Religionsunterricht erschließt den Schülerinnen und Schülern einen altersgemäßen Zugang zu Menschen und Gestalten in der Bibel, die ihnen Vorbild sein können. 4.4 Die Frage nach Gott Der alt-katholische Religionsunterricht begleitet die Kinder auf ihrem Weg hin zu einer vertrauensvollen und natürlichen Beziehung zu Gott. Die Sakramente sind markante Zeichen der Nähe Gottes und dienen der Stärkung und Festigung des Glaubens. 4.5 Jesus Christus Der alt-katholische Religionsunterricht will Wegweiser zu einem gefestigten Glauben an Jesus Christus sein hin zu einem mutigen und hoffnungsfrohen Leben in der Nachfolge Jesu Christi. 4.6 Kirche, Kirchen und das Wirken des Geistes Gottes Der alt-katholische Religionsunterricht festigt das Heimischwerden der Kinder in ihrer Kirche und im Glauben als wertvolles Gut. Er führt in die ersten Grundkenntnisse ein in Theorie und praktischen Übungen. 3

6 4.7 Religionen und Weltanschauungen Der alt-katholische Religionsunterricht ermuntert die Kinder zu einem toleranten und respektvollen Umgang mit Menschen anderer Religionen, Weltanschauungen und Kulturen und bestärkt sie darin (offen sein für andere). 5. Der alt-katholische Religionsunterricht in der Grundschule Der alt-katholische Religionsunterricht leistet einen Beitrag zum Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule. Er holt die Kinder dort ab, wo sie aufgrund der unterschiedlichen religiösen Lebensverhältnisse der Elternhäuser stehen. Erfassen mit allen Sinnen ist durchgängiges Unterrichtsprinzip. Einüben der Stille, ruhig werden, mit geschlossenen Augen sehen, hören, zuhören sind Vorstufen zu freiem Gebet und zur Meditation. Lerninhalte können ebenso bewegungsbezogen erschlossen werden. Vertrauen anbahnen ist wesentlicher Bestandteil des Religionsunterrichts und nicht zu unterschätzen für die Entwicklung der Religiosität des Kindes: Vertrauen zum Lehrenden, Vertrauen (Zutrauen) zu sich selbst, zum Nächsten, zu Kindern und Erwachsenen und letztlich unerschütterlich zu Gott, von dem alles seinen Anfang nimmt und in dem sich alles erfüllt. Während des dritten oder vierten Schuljahres werden Mädchen und Jungen zum Sakrament der Eucharistie geführt. Der Religionsunterricht leistet dazu begleitende, vorbereitende Unterstützung. Der alt-katholische Religionsunterricht ist offen für kooperative Zusammenarbeit auf überkonfessioneller Ebene. II. Kompetenzen und Inhalte KLASSE 2 (Grundschule) KOMPETENZEN 1. MENSCH SEIN MENSCH WERDEN können sich selbst in die Mitte stellen: Was ist meine Geschichte wer bin ich was kann ich gut was hat für mich Wert und Bedeutung wer und wie will ich werden; 4

7 entdecken, dass Freude und Leid, Angst und Geborgenheit, Gesundheit und Krankheit, Liebe und Tod, Freundschaft und Vertrauen in ihrem Leben vorkommen und zum Leben gehören; entdecken, dass Werden und Vergehen Grundvorgänge in allen Lebensbereichen von Mensch, Tier und Pflanze sind; kennen das Schöpfungslied der Bibel lernen Gott kennen als den, der sie und alle Menschen ungeachtet ihrer Unterschiedlichkeiten von Grund auf annimmt, liebt und trägt; kennen unterschiedliche Formen des Gotteslobes: Gebete, Lieder, Tanz. 2. WELT UND VERANTWORTUNG gewinnen eine Sensibilität für sich und ihre Welt, können ihr mit Staunen begegnen und ihre Be-Deutung erfassen; benennen Möglichkeiten, wie sie in der Wahrnehmung von Verantwortung für sich und andere die Welt lebens- und liebenswürdiger machen können; kennen biblische und zeitgenössische Gestalten, die durch das Vertrauen auf Gott Kraft und Hoffnung gewinnen, sich für das Leben einzusetzen; kennen Grundsätze des friedlichen Umgangs miteinander; können ihre Welt in ihrer persönlichen Gebetssprache Gott anvertrauen. 3. BIBEL kennen die Geschichten von Abraham und Josef sowie den Psalm 23 aus dem Alten Testament; kennen aus dem Neuen Testament Erzählungen vom Leben Jesu: Geschichten über seine Geburt, sein Wirken am See Gennesaret, die Berufung seines Jüngerkreises, sein Reden von Gott in Bildern, seine Heilungen, sein Leiden, Sterben und Auferstehen; können in biblischen Erzählungen Anknüpfungspunkte zu eigenen Erfahrungen finden. 5

8 4. GOTT können ihre eigenen Vorstellungen von Gott ausdrücken; entdecken, wie in Texten des Alten Testaments von Gott erzählt wird; wissen, das Jesus Gott seinen Vater nennt; kennen Geschichten des Neuen Testaments, in denen Jesus von der Liebe Gottes spricht; kennen Beispiele, wie Menschen ihre Anliegen im Gebet vor Gott tragen; kennen biblische Gestalten und Menschen der Gegenwart, die durch ihr Glaubensbeispiel zur Zuversicht einladen: Gott ist treu, - er wird uns immer auf unserem Lebensweg begleiten. 5. JESUS CHRISTUS kennen Ort, Zeit und Umwelt des Wirkens und Auftretens Jesu: das Land Palästina, die damaligen Lebens- und Arbeitsverhältnisse, die politische Lage; kennen wichtige Stationen im Leben Jesu sowie Geschichten von Jesus; wissen, dass Jesus Christus besonders auf der Seite der Kinder steht; kennen das Vaterunser als das Gebet, das Jesus selbst gesprochen und den Menschen zu beten gelehrt hat. 6. KIRCHE, KIRCHEN UND DAS WIRKEN DES GEISTES GOTTES kennen die großen Feste im Kirchenjahr, ihre Bedeutung für den christlichen Glauben und ihre Ausdrucksformen; kennen die Kirche, in der sich die alt-katholische Gemeinde zum Gottesdienst versammelt; kennen Kirche als Gemeinschaft der Getauften, denen der Geist Gottes zugesagt ist und die aus diesem Geist leben wollen; wissen, wie die Taufe gefeiert wird und dass sie die Zugehörigkeit zu Jesus Christus und zur Kirche bedeutet; kennen engagierte Mitglieder/innen in ihrer Gemeinde, die Verantwortung für das Gemeindeleben übernommen haben (Liturgie, Diakonie, Katechese); kennen die Angebote der Kinderarbeit in der Gemeinde. 6

9 INHALTE GLAUBE UND GEMEINSCHAFT Wir alle sind verschieden, jeder von uns ist einzigartig - Gott kennt jeden von uns und hat ihn lieb und nimmt ihn so an, wie er ist Verantwortung für mich Verantwortung für andere füreinander da sein LEBEN TEILEN UND LEBEN MITTEILEN Wir teilen, was in unserem Leben vorkommt: Freude, Liebe, Geborgenheit, Angst, Glück, Leid, Krankheit, Tod Wir teilen unser Leben mit durch Zeichen und Symbole. Symbolische Sprache kennen lernen MIT GOTT KANN ICH GEHEN Wer ist dieser Gott? Es gibt viele Vorstellungen von Gott: Was sind meine Vorstellungen von ihm? Was denke ich von ihm? Was bedeutet er für mich? Wir zeigen einander Gott Auf Spurensuche Gott in der Welt entdecken: in der Schöpfung, im anderen, in mir Vertrauen auf Gottes Versprechen seinen Weg ohne Angst gehen: Abraham, Josef, Psalm 23 JESUS LÄSST GOTTES LIEBE ERFAHREN: MENSCHEN RICHTEN SICH AUF Wegstationen im Leben Jesu: Jesus wird geboren und wächst in Nazaret auf; Jesus findet Freunde, die ihm nachfolgen; Jesus wirkt am See Gennesaret; Jesus wird angeklagt und verurteilt; Jesus leidet und stirbt; Jesus ist auferstanden Jesus heilt und macht frei: Heilung des Gelähmten, Heilung des Blinden Jesus ergreift Partei Jesus steht auf der Seite der Kinder Jesus erzählt von Gott: Gott liebt jeden Menschen und nimmt jeden an, wie er ist ohne Unterschiede; Gott ist der gute Hirte; Gott ist vertrauenswürdig und liebevoll, er ist Abba Jesus betet und lehrt beten das Vaterunser 7

10 ANDERE GOTTES LIEBE ERFAHREN LASSEN Gott hat mir Gaben und Begabungen geschenkt. Damit kann ich anderen helfen und sie froh machen in der Schule, im Freundeskreis und zu Hause Heilige zeigen uns, wie wir anderen Leben schenken können: helfen wie der heilige Nikolaus, teilen wie der heilige Martin, die Not anderer wahrnehmen wie die heilige Elisabeth, neu beginnen und aufmerksam sein wie der heilige Franziskus Menschen, die sich heute im Namen Christi für andere einsetzen und Vorbilder sein können JESUS UND SEINE ZEIT IN PALÄSTINA KENNEN LERNEN Die Heimat Jesu und das damalige Familien- und Alltagsleben exemplarisch kennen lernen. Das Berufsleben in dieser Zeit Hauptorte der Bibel kennen lernen und Vorstellungen von ihnen gewinnen Zur Zeit Jesu ersehnen viele Menschen den Messias DIE KIRCHE LÄDT ALLE EIN ZUM LEBEN UND ZUM FEIERN Wir lernen unsere Kirche von innen kennen Das Leben der Pfarrgemeinde kennen lernen Sinn und Ablauf der Taufe (erlebend) kennen lernen. Die Symbole des Taufwassers, des Taufkleids, der Taufkerze und des Chrisams und ihre Bedeutung Feste im Kirchenjahr ihre Inhalte und ihre Ausdrucksformen: Erntedank, Advent und Weihnachten, österliche Bußzeit, Karwoche und Ostern 8

11 KLASSE 4 (Grundschule) KOMPETENZEN 1. MENSCH SEIN MENSCH WERDEN können bei sich und anderen Menschen Begabungen und Stärken, aber auch Grenzen und Schwächen feststellen und sie artikulieren, - und sie wissen: Freude und Erfolg, Leid und Tod, Schuld und Vergebung sind natürliche Erfahrungen und Ereignisse im menschlichen Leben; können erkennen, dass jeder Mensch ein Original ist von Gott geschaffen, einzigartig und unverwechselbar; können in Liedern, Gebeten, Bildern und Tänzen ihre Freude und ihren Dank ausdrücken, dass Gott einen jeden Menschen kennt, ihn begleitet und nie verlässt; kennen unterschiedliche Formen des Gebetes: Lob und Dank, Klage und Bitte; wissen, dass Menschen etwas aus sich machen können und sich entfalten. 2. WELT UND VERANTWORTUNG wissen um die unterschiedliche Lebens- und Alltagsbedingungen von Kindern in anderen Ländern und Erdteilen; kennen ein Eine-Welt-Projekt, das ihnen Möglichkeiten aufzeigt, anderen Kindern zu helfen; können an Taten und Geschichten Jesus aufzeigen, dass Menschen sich in aller Unterschiedlichkeit einander wahrnehmen und andere in ihrer Andersartigkeit achten und ihnen mit Würde begegnen sollen; können Möglichkeiten benennen, wie sie ihrer christlichen Sendung gemäß in ihrer Alltagswelt zum Frieden, zur Gerechtigkeit und zur Bewahrung der Schöpfung beitragen können. 9

12 3. BIBEL kennen grundlegende Texte und Geschichten aus dem Alten Testament: eine Schöpfungserzählung, die Sintfluterzählung, Vätergeschichten, die Exoduserzählung, die Königserzählungen und eine Auswahl von Psalmen; kennen grundlegende Texte und Geschichten aus dem Neuen Testament: Reich- Gottes-Gleichnisse und die der Passion, Ostern und Pfingsten zugehörigen Erzählungen; kennen die für Christen maßgeblichen Grundsatzregeln der Freiheit, des Friedens und des (Zusammen-)Lebens: der Dekalog und das Doppelgebot der Liebe ; wissen, dass es Angebote von Kinderbibeln gibt, die ihnen die Möglichkeit eigenständigen Geschichten-Erschließens bieten. 4. GOTT entdecken, dass in biblischen Texten Menschen von ihren Erfahrungen mit Gott erzählen: Er wird vorgestellt als Erschaffender, Befreier, Begleiter, Versöhner, Liebender, Tröster, Kraft Schenkender, Begeisternder ; wissen, dass auch heute Menschen Erfahrungen mit Gott machen und darin Antworten auf wichtige Fragen ihres Lebens und Tuns finden; wissen, dass Christinnen und Christen an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist glauben; können an einer biblischen Schöpfungsgeschichte aufzeigen, dass Gott die Welt erschaffen hat und sie vorbehaltlos liebt. 5. JESUS CHRISTUS kennen den Glauben, dass in Jesus Christus Gott den Menschen erfahrbar wird; kennen biblische Geschichten, die von der Berufung der Jünger und anderer Männer und Frauen in die Nachfolge Jesu erzählen; können die Geschichte vom verlorenen Sohn bzw. vom barmherzigen Vater erzählen und kreativ darstellen, wie Jesus mit Menschen umgegangen ist, die schuldig geworden sind; 10

13 können die Botschaft Jesu vom Reich Gottes in einer Heilungsgeschichte und in einem Gleichnis entdecken und gestalterisch ausdrücken; können biblische Geschichten wiedergeben und gestalterisch darstellen, die davon erzählen, dass Jesus Leid und Tod auf sich genommen hat und dass die Freundinnen und Freunde Jesu ihn als den Auferstandenen erfahren haben; können Beispiele nennen, wie und worin Jesus Christus heute erfahren werden kann (Wort der Hl. Schrift, Sakrament, Gebet, Mitmenschen); können das Vaterunser sprechen. 6. KIRCHE, KIRCHEN UND DAS WIRKEN DES GEISTES GOTTES kennen die zentralen Feste im Kirchenjahr und ihre Bedeutung (Advent und Weihnachten, Österliche Bußzeit, Karwoche und Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten); wissen, dass Kirche dadurch entstand, dass kraft der Sendung des Heiligen Geistes die Jünger und Jüngerinnen Jesu die Botschaft von der Auferweckung verkündeten und sich daraufhin erste Gemeinden bildeten; kennen das Angebot für Kinder ihrer Kirchengemeinde und wissen um die Möglichkeiten, sich in das Leben und Feiern ihrer Gemeinde einzubringen; können an Gottesdiensten in Gemeinde und Schule nachvollziehend und mitgestaltend teilnehmen und sich einbringen; wissen um die Bedeutung der Sakramente der Taufe und der Eucharistie und auch um die Möglichkeit, dass Kinder an diesen Gottesdienstfeiern aktiv teilnehmen können; können verschiedene Aufgaben- und Arbeitsfelder ihrer Kirchengemeinde benennen und vom konkreten Engagement einzelner Gemeindemitglieder/innen erzählen; kennen die alt-katholische, römisch-katholische und evangelische Kirche ihres Wohnortes und können Gemeinsamkeiten und Besonderheiten der drei Konfessionen an konkreten Gegebenheiten darlegen. 11

14 7. RELIGIONEN kennen die jeweils wichtigen Elemente des christlichen, jüdischen und islamischen Glaubens und deren Glaubenspraxis: das wichtigste Gebet, das wichtigste Bekenntnis, das Hauptfest, die Heilige Schrift, der Versammlungsort, der Glaube an den einen Gott; können Menschen, die einer anderer oder keiner Religion angehören, Achtung entgegenbringen; wissen um die jüdische Beheimatung Jesu. INHALTE JESUS CHRISTUS NEUES LEBEN BRICHT AUF Jesus heilt, richtet auf, nimmt sich der Rechtlosen an und erzählt in Gleichnissen von Gott die Botschaft vom Reich Gottes Jesus Christus ruft Menschen in die Nachfolge damals und heute Jesus Christus lässt sich finden im Wort und im Brechen des Brotes Durch Jesus Christus bricht Leben auf zu allen Zeiten: heilige Elisabeth von Thüringen, heiliger Franziskus DIE SÄULEN UNSERES GLAUBENS Wir bekennen uns zu Gott, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist Die Bibel die heiligen Schriften (Erstes und Neues Testament) Das Vaterunser das Gebet aller Christen Die zentralen Feste: Advent und Weihnachten, österliche Bußzeit und Ostern, Pfingsten 12

15 GROSSE GESTALTEN UND WICHTIGE GESCHEHEN DER BIBEL KENNEN LERNEN Gott schafft das Leben: eine Schöpfungserzählung Kain und Abel Noah, die Sintflut und der Bund Gottes Josef Gott macht frei und geht mit: Mose, Israels Befreiung aus der Gefangenschaft Ägyptens, Gott im brennenden Dorbusch, Gott geht mit durch die Wüste, Gott schließt einen Bund, Gott schenkt eine Ordnung der Freiheit David Miriam, Noomi und Rut Johannes der Täufer Maria Magdalena Die Jünger Paulus und seine Mission GOTTES GEIST MACHT NEU Gott schenkt seinen Geist am Anfang (Schöpfungserzählung) und durch Jesus Christus Kirche entsteht: Menschen tragen Jesu Botschaft in die Welt damals und heute Menschen leben aus Gottes Geist die Welt und die Menschen können neu werden CHRISTEN VERSAMMELN SICH Christen kommen zusammen und feiern Gottesdienste Es gibt unterschiedliche Angebote, Gruppen und Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene Viele Gemeindemitglieder setzen sich auf unterschiedliche Weise für das Leben ihrer Kirchengemeinde ein Die Christen der alt-katholischen Gemeinde sind mit den anderen alt-katholischen Gemeinden im Bistum verbunden und gehören zu der einen Kirche auf der ganzen Welt 13

16 ANDERE KINDER UND DIE EINE WELT Kinder in anderen Ländern und Erdteilen leben anders Andere können uns reich machen voneinander wissen und lernen Die Eine Welt ist für alle da Teilen schenkt Freude und Leben Wir alle sind Kinder des einen Gottes Gott schafft Gemeinschaft über alle Grenzen hinweg MENSCHEN ERFAHREN LEID UND TOD Menschen erfahren Grenzen in ihrem Leben mit Grenzen leben lernen Jesus leidet und stirbt am Kreuz im Ringen mit und im Vertrauen auf Gott Jesus wird von Gott aus dem Tod geholt Menschen hoffen und erfahren Heil und Leben ANDERE KONFESSIONEN UND ANDERE RELIGIONEN Christen haben verschiedene Konfessionen: alt-katholisch, römisch-katholisch, evangelisch Das Judentum und seine Glaubenspraxis (Jahwe, Thora, Pascha-Fest, Synagoge, Höre Israel ) Der Islam und seine Glaubenspraxis (Allah, Koran, Wallfahrt nach Mekka, Moschee, die fünf Säulen ) 14

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