VWA Klausur ABWL 1, (180 min, 180 Punkte)

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1 VWA Klausur ABWL 1, (180 min, 180 Punkte) LÖSUNGSHINWEISE BLOCK A: MULTIPLE-CHOICE-AUFGABEN Beantworten Sie die Multiple-Choice-Aufgaben, indem Sie ein X in die am Ende einer jeden Antwort Ihrer Meinung nach korrekten Spalte eintragen. Bei korrekter Beantwortung einer Multiple-Choice-Aufgabe erhalten Sie 1,5 Punkte, bei unkorrekter Beantwortung wird Ihnen kein Punkt abgezogen. Antworten, bei denen nichts oder etwas anderes als "X" eingetragen wurde, werden mit Null Punkten gewertet. Die minimale Gesamtpunktzahl des Blockes A beträgt Null Punkte, die maximale Punktzahl 90 Punkte. BLOCK B: TEXT- und RECHENAUFGABEN Lösen Sie die Text- und Rechenaufgaben der Klausur in dem jeweils freigelassenen Raum nach den Aufgabenstellungen. Falls der Platz nicht ausreicht, benutzen Sie bitte die Rückseiten. Nehmen Sie die Klausur nicht auseinander und benutzen Sie bitte kein eigenes Papier. Jede Textaufgabe wird mit maximal 15 Punkten bewertet. Die minimale Gesamtpunktzahl des Blockes A beträgt Null Punkte, die maximale Punktzahl 90 Punkte.

2 Block A Aussagen Wahr Falsch 1. Wenn der Umsatz steigt, dann steigt auch der Gewinn. 2. Unter Betriebsaufspaltung versteht man den Verkauf von Unternehmensteilen. 3. Strukturkrisenkartelle sind anmeldepflichtig. 4. Steuerdifferenzierungen sind Standortfaktoren staatlicher Rahmenbedingungen. 5. Stabsstellen sind Leitungshilfsstellen mit Generalistencharakter. 6. Rückstellungen werden auf der Passivseite der Bilanz angesetzt. 7. Rücklagen sind Fremdkapital, da ein Forderungsübergang bei der Rücklagenbildung stattfindet. 8. Rabattkartelle sind anmeldepflichtig. 9. Ökologische Ziele sind externe soziale Zielsetzungen. 10. Öffentlich-rechtliche Rechtsformen sind nicht unbegrenzt anwendbar. 11. Mitarbeiterzufriedenheit ist ein typischen leistungswirtschaftliches Ziel. 12. Lohnkostenunterschiede bei Arbeitskräften sind Standortfaktoren der Absatzmärkte. 13. Kartelle sind in der Bundesrepublik Deutschland immer verboten. 14. Ist die Wirtschaftlichkeit kleiner als 1, sind die Istkosten zu hoch. 15. Ist die Wirtschaftlichkeit größer als 1, sind die Sollkosten zu hoch. 16. Interessengemeinschaften sind zeitlich begrenzt. 17. Geologische Bedingungen sind natürliche Standortfaktoren. 18. Es gibt bei der AG grundsätzlich 3 Leitungsorgane: Vorstand, Aufsichtsrat und Betriebsrat. 19. Ein ermittelter Gewinn muss an die Eigentümer ausgezahlt werden. 20. Ein Betrieb arbeitet rentabel, wenn er einen Periodengewinn ausweist. 21. Durch eine Kooperation gibt ein beteiligtes Unternehmen seine wirtschaftliche Selbständigkeit auf. 22. Durch eine Fusion gibt mindestens ein beteiligtes Unternehmen seine rechtliche Selbständigkeit auf. 23. Doppelgesellschaften gehören zu den Betriebsaufspaltungen. 24. Die Stille Gesellschaft besteht nur als Innengesellschaft. 25. Die Konzernbildung ist eine strenge Form der Kooperation. 26. Die Komplementäre einer KG haften unbeschränkt. 27. Die Kommanditisten einer OHG haften beschränkt. 28. Die Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft ist eine Fremdkapitalfinanzierung. 29. Die GmbH ist körperschaftsteuerpflichtig. 30. Die GmbH haftet unbeschränkt. 31. Die GmbH & Co. KGaA ist in Deutschland verboten. 32. Die GmbH & Co. KG ist eine Kapitalgesellschaft.

3 Aussagen Wahr Falsch 33. Die Gewinnthesaurierung ist eine Form der Innenfinanzierung auf Eigenkapitalbasis. 34. Die Gesellschafter einer OHG haften unbeschränkt. 35. Die Gesamtkapitalrentabilität berücksichtigt auch die Fremdkapitalzinsen im Zähler. 36. Die Einkommensteuer betrifft nur natürliche Personen. 37. Die Bilanz ist zeitpunktorientiert. 38. Die Betriebswirtschaftslehre läßt sich in die Mikro- und Makroökonomie unterteilen. 39. Die Bebaubarkeit von Grundstücken ist ein Standortfaktor der Beschaffungsmärkte. 40. Die Arbeitsgemeinschaft ist eine zeitlich begrenzte Konzentration. 41. Die AG haftet unbeschränkt. 42. Der Soll-Wird-Vergleich wird auch als feed forward control bezeichnet. 43. Der Inhaber eines Einzelunternehmens haftet unbeschränkt. 44. Der Beschluß zur ordentlichen Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft erfordert eine 3/4-Mehrheit in der Hauptversammlung. 45. Das System überlappender Gruppen ist ein Mehrliniensystem. 46. Das Stab-Linien-System ist eine Form der Einliniensysteme. 47. Das Projektmanagement ist eine Organisationsform der Leistungserstellung 48. Das Profit Center Konzept ist eine Form der Matrixorganisation. 49. Das Mitbestimmungsgesetz von 1976 sieht eine paritätische Besetzung des Aufsichtsrates einer AG mit Arbeitnehmervertretern bei über 2000 Arbeitnehmern vor, wenn es keine Montangesellschaft ist. 50. Das Grundkapital einer AG beträgt höchstens ,- DM bzw ,- EUR. 51. Das Betriebsverfassungsgesetz von 1972 sieht eine 1/3-Besetzung des Aufsichtsrates einer AG mit Arbeitnehmervertretern bei über 500 Arbeitnehmern vor. 52. Bei der KG wird der Gewinn gesetzlich zu 4% auf die Kapitaleinlage, ein Rest angemessen verteilt. 53. Bei der KG wird der Gewinn gesetzlich zu 4% auf die Kapitaleinlage, ein verbleibender Rest nach Köpfen verteilt. 54. Bei der genehmigten Kapitalerhöhung wird der Aufsichtsrat ermächtigt, das Grundkapital um einen bestimmten Nennbetrag zu erhöhen. 55. Bei der AG & Co. KG sind die Kommanditisten die Aktionäre. 56. Auszahlungen sind Zuflüsse liquider Mittel (Bargeld und Sichtguthaben). 57. Ausgeschüttete GmbH-Gewinne wurden 1998 mit 30% Körperschaftsteuer besteuert. 58. Auch die Konzernbildung fällt unter die Fusionskontrolle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). 59. Arbeitsgemeinschaften sind strenge Formen der Kooperation. 60. An einer Außenfinanzierung können auch die Eigentümer beteiligt sein.

4

5 Block B 1. Beschreiben Sie die Inhalte der drei Zielkomponenten des betrieblichen Zielsystems und stellen Sie mögliche Zielbeziehungen dar. Warum sind Ziele im betrieblichen Managementprozeß so wichtig?

6 2. Ein Betrieb weist aus dem letzten Geschäftsjahr folgende Daten aus: Umsatzerlöse: 1 Mio. EUR Istkosten: ,- EUR davon Zinskosten: ,- EUR Sollkosten: ,- EUR Gesamtkapital: ,- EUR Eigenkapitalquote: 20% Berechnen Sie folgende Kennzahlen: 1. Gewinn 2. Umsatzrentabilität 3. Return on Investment 4. Eigenkapitalrentabilität 5. Gesamtkapitalrentabilität 6. Wirtschaftlichkeit der Kosten

7 3. Kennzeichnen Sie die Aktiengesellschaft (AG) hinsichtlich der acht Merkmale, die bei der Wahl der Rechtsform betriebswirtschaftlich relevant sind.

8 4. Frau Reich und Herr Arm sind die beiden einzigen Gesellschafter der Reich & Arm OHG. Frau Reich hat eine Kapitaleinlage von ,- EUR geleistet, Herr Arm nur in Höhe von ,- EUR. Im Gesellschaftsvertrag wurde nichts über die Gewinnverwendung geregelt. Es wird am Ende des Geschäftsjahres ein Gewinn von ,- EUR ermittelt. a) Wie lautet die gesetzliche Gewinnverwendung gemäß HGB? Berechnen Sie die Gewinnanteile für beide Gesellschafter. b) Wie würde der Gewinn verteilt werden, wenn die beiden eine GmbH gegründet hätten? c) Begründen Sie kurz die unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen.

9 5. Warum stellt die Standortwahl ein Entscheidungsproblem dar? Stellen Sie verschiedene Standortfaktoren als Einflußgrößen der Standortwahl dar. Gehen Sie dabei genauer auf die Einflußgrößen staatlicher Rahmenbedingungen ein.

10 6. Zeigen Sie alle grundsätzlichen Formen von Unternehmenszusammenschlüssen auf und definieren Sie diese kurz. Welche Systeme der Aufbauorganisation kommen insbesondere für große Konzentrationen in Betracht?

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