Schnittstellenmanagement Kanton Basel-Stadt Von Schnittstellen zu Nahtstellen

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1 Schnittstellenmanagement Kanton Basel-Stadt Von Schnittstellen zu Nahtstellen Annette Egger Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt Bereich Gesundheitsversorgung T direkt Dr. Matthias Wächter & Oliver Kessler Hochschule Luzern Wirtschaft Institut für Betriebs- und Regionalökonomie IBR Leitung Forschungsprogramm Öffentliches Gesundheitsmanagement T direkt

2 Übersicht Teil 1: Einführung 1. Ausgangslage und Herausforderungen 2. Ziele des Projektes 3. Methodisches Vorgehen Teil 2: Von der «Bestandsaufnahme» zum Leitbild 4. Patientenströme, Strukturierte Landkarten, Handlungsfelder 5. Schnittstellenmanagement als mehrdimensionale Herausforderung Teil 3: Das Leitbild Schnittstellenmanagement 6. Grundzüge des Leitbildes 7. Beispiel für Leitsätze: Informationsübermittlung und Austausch Teil 4: Ausblick und Diskussion 8. Thesen zur «Kultur des Gemeinsamen»: Erfolgsfaktoren einer kooperativen und partizipativen Entwicklung 2,

3 Teil 1: Einführung 1. Ausgangslage und Herausforderungen 2. Ziele des Projektes 3. Methodisches Vorgehen 3,

4 1. Ausgangslage und Herausforderungen Bedeutung der Qualitätssicherung im kantonalen Setting Der möglicherweise entstehende Spardruck durch neue Finanzierungsformen darf nicht auf Kosten der Patienten gehen. Ziele: Nicht erwünschte Ereignisse vermeiden, die Zufriedenheit der Patienten und der Lebensqualität nach Spitalaustritt kennen sowie die Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess einschätzen können. Die Steuerzahlenden haben Anrecht, für die Verwendung der durch ihn finanzierten Systeme auch Rechenschaft über die Qualität der Leistungen zu erhalten. 4,

5 1. Ausgangslage und Herausforderungen Kantonale Qualitätsaktivitäten Basel-Stadt Jährliche kantonale Schwerpunktthemen Critical Incident Reporting System (2009 und 2011) Beschwerde- und Rückmeldemanagement (2010) Schnittstellenmanagement ( ) Vertragliche Verpflichtung zu Themen der Patientensicherheit Jährliche Berichterstattung (Qualitätsbericht nach Vorlage H+) obligatorisch 5,

6 1. Ausgangslage und Herausforderungen Publikation von Informationen Strukturierte Qualitätsinformationen für die Öffentlichkeit Qualitätsberichte nach Vorlage H+ werden publiziert auf /themen_und_projekte-2/quba Jährliche Publikation von Qualitätsinformationen im Gesundheitsversorgungsbericht Basel-Stadt 6,

7 1. Ausgangslage und Herausforderungen Bedeutung des Schnittstellenmanagements Tagi Managed Care 1, 2004 Neue Luzerner Zeitung Basler Zeitung ,

8 2. «Gutes» Schnittstellenmanagement: Definition und Zielsetzung «Gutes» Schnittstellenmanagement bedeutet, Versorgungskontinuität über Organisationsgrenzen hinaus zu gewährleisten, Versorgungsbrüche zu vermeiden und Eintritte, Behandlungen, Entlassungen, Nachsorge und Weiterbehandlung individuell und bedarfsgerecht vorzubereiten und zu planen. (in Anlehnung an Indra, P. in Wiedenhöfer et al. (Hrsg.), S.9 (2010)) Ziele: 1. Bestandsaufnahme der Schnittstellen und Zusammenarbeitsformen zwischen Spitälern und vor- / nachgelagerten Institutionen 2. Qualitative Einschätzung des Ein- und Austrittsmanagements (Stärken und Schwächen sowie Empfehlungen) 8,

9 3. Methodisches Vorgehen Methodenmix: Dokumentenanalyse und Literaturrecherche Datenanalyse und statistische Auswertungen Schriftliche Kurzerhebung bei Spitälern Qualitative Interviews bei Spitälern, Zuweisern und Nachsorgern Zusammenarbeit mit den Leistungserbringern in Gremien Einbezug der Medizinischen Gesellschaft Basel Workshops mit der Praxis und dem Kanton 9,

10 Teil 2: Von der «Bestandesaufnahme» zum Leitbild 4. Patientenströme, Strukturierte Landkarten, Handlungsfelder 5. Schnittstellenmanagement als mehrdimensionale Herausforderung 10,

11 4. Patientenströme, Strukturierte Landkarten, Handlungsfelder Eintrittsprozesse: Aufenthaltsort vor Eintritt und Art der Einweisung (Wohnortkanton BS) Zuhause Allgemeinspital (1+2) Psychiatrische Klinik (3) Spezialklinik (4) Spital Spezialklinik: Geriatrie (5+6) APF/SI Andere Notfall Angemeldet Andere Allgemeinspital (7) Spezialklinik (8+9) Psych. Klinik (10) Rehaklinik (11+12) Spez.klinik (13+14) 11, APF/SI: Alters- und Pflegeheime / Sozialmedizinische Institutionen

12 4. Patientenströme, Strukturierte Landkarten, Handlungsfelder Patientenströme zwischen Spital und Pflegeheimen (2011, BS) Pflegeheim (Wohnort BS) Allgemeinspital (1) Allgemeinspital (2) Psychiatrische Klinik (3) Pflegeheim (Wohnort ausserhalb BS) Spezialklinik: Geriatrie (4) Spezialklinik: Geriatrie (5) Pflegeheim (Wohnort BS) Total Eintritte 525 Total Austritte Rehaklinik (7) Rehaklinik (8) Allgemeinspital (9) Spez.klinik (10, 11) Pflegeheim (Wohnort ausserhalb BS) 12, Eintritte: Austritte: Notfall Angemeldet Andere Wohnort BS Wohnort ausserhalb BS

13 4. Patientenströme, Strukturierte Landkarten, Handlungsfelder Anforderungen an strukturierte Versorgungssysteme: quantitativ und qualitativ Ambulante Ärztliche Versorgung Abklärung und Triage Medikation Notfalldienste Pflegeberichte Verlegungsberichte Ansprechstrukturen Spital Vergütungssysteme (z.b. geriatrische Behandlungen oder Palliative Care) 13,

14 5. Schnittstellenmanagement als mehrdimensionale Herausforderung Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität (Gesundheits-)Systemebene: - Rahmenordnung (Gesetze, Wettbewerb, usw.) - Finanzierungs-/Vergütungssysteme - Leistungsangebot, Akteursvielfalt - Organisationsebene: Strategische Entscheidungen Identifikation von Schlüsselthemen Interessensvertretung nach aussen Kooperationen, Konkurrenz, Verträge Fallebene: Individualität/Einzelfall im Fokus Professionelle <-> PatientInnen Professionelle <-> Professionelle Professionelle <-> Angehörige Bund BAG Patient Verbände enrechte Demografisc Kantonale Stellen he Entwicklung Bedarfsentwickl ung Betreu ung Soziale Arbeit Technol Pflege Medizi ogie, IT, n E-Health Spitalges etz, KVG, UVG, KLV, AHV/IV, Geset ze, Regul ierunge n Versicher ungsleistunge n Leistun gsaufträg e Verg ütun gssyste me 14,

15 5. Schnittstellenmanagement als mehrdimensionale Herausforderung. Beispiel E-Health Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität (Gesundheits-)Systemebene: - - Rahmenordnung Nationale Strategie (Gesetze, und kantonale Wettbewerb, usw.) - Finanzierungs-/Vergütungssysteme Umsetzung - - Leistungsangebot, Datenschutz Akteursvielfalt - - Organisationsebene: - Aktive Strategische Mitgestaltung: Entscheidungen Anforderungsprofile, Identifikation von Schlüsselthemen Einbindung in Projekte, Interessensvertretung Prozessdefinitionen, nach aussen Ressourcen, Kooperationen, Konkurrenz, Verträge Fallebene: Individualität/Einzelfall Übertrittsformulare und im berichte Fokus Professionelle Prozessgestaltung <-> PatientInnen Professionelle IT-Infrastruktur <-> Professionelle Professionelle <-> Angehörige E-Health Bund BAG Patient Verbände enrechte Demografisc Kantonale Stellen he Entwicklung Bedarfsentwickl ung Betreu ung Soziale Arbeit Technol Pflege Medizi ogie, IT, n E-Health Spitalges etz, KVG, UVG, KLV, AHV/IV, Geset ze, Regul ierunge n Versicher ungsleistunge n Leistun gsaufträg e Verg ütun gssyste me 15,

16 Teil 3: Das Leitbild Schnittstellenmanagement 6. Zielsetzungen und Grundzüge des Leitbildes 7. Beispiel für Leitsätze: Informationsübermittlung und Austausch 16,

17 6. Zielsetzungen und Grundzüge des Leitbildes Das Leitbild soll in Bezug auf «gutes Schnittstellenmanagement» eine möglichst differenzierte Orientierung bieten, Transparenz und Verbindlichkeit für Patienten, Spitäler, Zuweiser und Nachsorger schaffen, die Koordination der Leistungserbringer leiten, einen Nutzen und Mehrwert für die Leistungserbringer schaffen, als Referenz für die Evaluation dienen, eine Positionierung des Kantons und der Versorgungsregion Basel- Stadt ermöglichen. 17,

18 6. Zielsetzungen und Grundzüge des Leitbildes Grundzüge 1. Gemeinsame Erarbeitung für maximalen Praxisnutzen 2. Selbstdeklaration der Unterzeichnenden 3. Verbindlichkeit durch erhöhte Transparenz sowie Aufnahme in die Leistungsvereinbarungen zwischen Kanton und Spital 4. In der Endfassung zielgruppenspezifische Leitbilder 5. Zunächst Fokussierung auf Schnittstelle Spital/Psychiatrische Klinik/Rehaklinik zu Zuweisern und Nachsorgern und weiteren Akteuren der Versorgungsregion Basel-Stadt 6. Zentral: Jeder Leitsatz wird von konkreten Massnahmen begleitet 18,

19 6. Grundzüge des Leitbildes: Struktur und Aufbau Leitsätze Massnahmen Verantwortliche/ Beteiligte Termine / Prioritäten 19,

20 6. Grundzüge des Leitbildes: Leitsätze zu verschiedenen Themengebieten 20,

21 7. Beispiel für Leitsätze: Informationsübermittlung und Austausch Leitsätze in Entwicklung, Vorstellung des aktuellen Arbeitsstands Juni ,

22 Teil 4: Ausblick und Diskussion 8. Thesen zur «Kultur des Gemeinsamen»: Erfolgsfaktoren einer kooperativen und partizipativen Entwicklung 22,

23 8. Thesen zur Kultur des Gemeinsamen: Erfolgsfaktoren einer kooperativen und partizipativen Entwicklung Erfolgsfaktoren für das Leitbild Kooperative und partizipative Prozessgestaltung Umfassende, strukturierte Auslegeordnung mit konkretem Massnahmenkatalog Einbinden bestehender Instrumente, Fachkompetenzen und Initiativen Ausgewogene und ausbalancierte Verteilung von Investitionen und «Renditen» (Qualitätssteigerung und Kosteneinsparungen) 23,

24 8. Thesen zur Kultur des Gemeinsamen: Erfolgsfaktoren einer kooperativen und partizipativen Entwicklung Erfolgsfaktoren im Kontext Basel-Stadt Hohe intrinsische Motivation der Beteiligten Gemeinsame Geschichte der Akteure von Zusammenarbeit und Austausch im Bereich Qualitätssicherung Bestimmte Patientenströme und Schnittstellen werden bilateral bereits heute zwischen Leistungserbringern und Kanton geregelt. Der Kanton BS ist als Stadtkanton mit wichtigen Versorgungsbereichen (stationäre Versorgung & Langzeitpflege) integral vertreten. 24,

25 8. Thesen zur Kultur des Gemeinsamen: Erfolgsfaktoren einer kooperativen und partizipativen Entwicklung Weiteres Vorgehen im Projekt «Ein Weg entsteht, indem man ihn geht.» (Chuang Tzu, chinesischer Philosoph, um v. Chr.) 25,

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