Perspektive 09. Bericht zur DSE-Jobmesse für langzeitbeschäftigungslose. 10. Juni 2009 im WUK

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1 DSE-Wien Parhamerplatz Wien Tel. +43 (0) Fax +43 (0) Mobil + 43 (0) Perspektive 09 Bericht zur DSE-Jobmesse für langzeitbeschäftigungslose Menschen am 10. Juni 2009 im WUK

2 Ausblick Über 600 BesucherInnen bei der ersten DSE-Jobmesse Ein positives Resümee zogen die OrganisatorInnen der DSE-Jobmesse für langzeitbeschäftigungslose Menschen am im WUK: über 600 BesucherInnen informierten sich bei den 34 anwesenden sozial-ökonomischen Betrieben, Gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten sowie Beratungs- und Betreuungseinrichtungen, beim WAFF, dem Fonds Soziales Wien, bei Bundessozialamt und der Schuldnerberatung. Insgesamt wurden über Beratungsgespräche geführt. Konzept der Freiwilligkeit ging auf! Von den anwesenden Organisationen und BesucherInnen gleichermaßen positiv hervorgehoben wurde das Konzept der Freiwilligkeit, das der Jobmesse zugrunde lag: Alle BesucherInnen hatten die Möglichkeit, sich vor Ort unverbindlich über ihre beruflichen Möglichkeiten zu informieren. Weiters wurde die Funktion der Jobmesse als Vernetzungsplattform mit anderen Beschäftigungsinitiativen sowie Institutionen der Wiener Sozialwirtschaft als sehr positiv erachtet. Etwas schwierig gestaltete sich die Abklärung des Arbeitslosenstatus interessierter BesucherInnen. Für zukünftige Jobmessen erscheint daher die Einbindung des AMS Wien bereits im Vorfeld wesentlich. Über einen AMS-Stand vor Ort könnte die Abklärung des Arbeitslosenstatus unmittelbar erfolgen, eine Zubuchung auf offene Transitarbeitsplätze konkret in die Wege geleitet werden. Blick auf die Gästeliste Unter den vielen Gästen Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und KonsumentInnenschutz, der sich von der Veranstaltung beeindruckt zeigte und Gespräche mit anwesenden BeraterInnen bei den Messeständen sowie BesucherInnen führte. Weiters freuten sich die OrganisatorInnen über den Besuch einer Abordnung des Wiener Stadtschulrates, einer internationalen Delegation von EAPN (European Anti-Poverty Network) sowie das Interesse zahlreicher MedienvertreterInnen, u.a. von ORF. Foto: Volkshilfe Beschäftigung Im Bild Christoph Parak (DSE-Wien), BM Rudolf Hundstorfer, Roswitha Kikowsky (Volkshilfe Beschäftigung), Heimo Rampetsreiter (DSE-Wien). 2

3 Überblick Wann // 10. Juni 2009, 10 bis 16 Uhr Wo // WUK, Foyer und Großer Saal, Währinger Straße 59, 1090 Wien Der Wiener Dachverband für sozial-ökonomische Einrichtungen (DSE-Wien) veranstaltete am von bis Uhr im WUK eine Jobmesse für langzeitbeschäftigungslose Menschen. 34 teilnehmende Organisationen garantierten ein breites Beratungs- und Unterstützungsangebot. Zentrales Ziel der Jobmesse war, die freien Transitarbeitsplätze der Wiener sozial-ökonomischen Einrichtungen für Betroffene öffentlich zur Verfügung zu stellen. Insgesamt wurden 1027 Beratungsgespräche geführt. a) Teilnehmende Organisationen mit Messestand und Beratungsmöglichkeit vor Ort // 1. ABAK, Arbeitsvermittlung für AkademikerInnen mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung 2. abz.austria, Non-Profit-Frauenorganisation, die sich u.a. mittels Beratung, Trainings und (Beschäftigungs-)Projekten für die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt einsetzt 3. Anton-Proksch-Institut gabarage upcycling design, Arbeitsmarktintegration durch die Produktion ökologisch nachhaltiger Designstücke und Gebrauchsgegenstände 4. ASKÖ Projekt Fit-Start, Förderung ganzheitlicher Gesundheit von Arbeitssuchenden durch leichte Bewegung in der Gruppe 5. Beratungszentrum für Migrantinnen und Migranten, Information und Unterstützung in den Bereichen Aufenthalt, Ausländerbeschäftigung, Arbeitslosigkeit/Arbeitssuche, Qualifikation und Weiterbildung, soziale Leistungen und Einbürgerung. 6. Bundessozialamt, Bundesamt für Soziales und Behindertenwesen 7. Caritas Wien jobstart, Qualifzierung und Beschäftigung in den Geschäftsfeldern der carlas (Caritas Spendenlager) - sowie in Pfarren und anderen kirchlichen und gemeinnützigen Einrichtungen 8. dialog, Needles or Pins / Standfest, Beratung und Betreuung für Personen mit Suchtproblemen und Angehörige sowie Unterstützung beim Wiedereinstieg ins Arbeitsleben 9. Die Werkstatt, Arbeitsmarktintegration durch Qualifizierung/Beschäftigung in den Branchen KFZ, Fahrrad, Transport, Verwaltung und Reinigung 10. DSE-Wien, Wiener Dachverband für sozial-ökonomische Einrichtungen 11. FEM Süd, Gesundheitszentrum für Frauen, Eltern und Mädchen 12. Fonds Soziales Wien, Beratungszentrum Behindertenhilfe 13. Fonds Soziales Wien, Schuldnerberatung 14. itworks Personalservice, Gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung 15. Job-TransFair, Gemeinnütziges Integrationsleasing 3

4 16. Kolping Projekt Handwerk, Vorbereitung langzeitbeschäftigungsloser Menschen zwischen 15 und 25 auf ihren Wiedereinstieg in den Beruf 17. LIFEBALANCE-Zentrum für ganzheitliche Gesundheit 18. Pro Mente Café Max, Qualifizierung und Beschäftigung langzeitbeschäftigungsloser Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in der Branche Gastronomie 19. Pro Mente Peer-Beratung, Betroffene beraten Betroffene 20. sprungbrett für Mädchen, Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen 21. UKI, Unterstützungskomitee zur Integration von AusländerInnen 22. UNIK, Integration geistig und mehrfach behinderter Menschen ins Erwerbsleben durch die Produktion von hochwertigem Kunsthandwerk 23. Verein Wiener Sozialprojekte, fix und fertig, Qualifizierung und Beschäftigung in den Branchen Druck, Versand und Renovierung 24. Volkshilfe Beschäftigung KOMMUNA, berufliche und soziale Förderung in der Branche kommunale Dienstleistungen (Parkpflege, Straßenreinigung, Marktreinigung) 25. Volkshilfe Beschäftigung MERIT, Qualifizierung von Frauen in den Bereichen Schneiderei, Verkauf der eigenen Produkte/Dienstleistungen und in der Reinigung. 26. Volkshilfe Beschäftigung WÜRFEL, Qualifizierung und Beschäftigung in der Branche Handel (Second-Hand-Shops, Möbelmärkte) 27. Volkshilfe Wien Wohnen mit Service, Qualifizierung und Beschäftigung in die Branchen Objektbetreuung und haushaltsnahe Dienstleistungen 28. Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds 29. Wien Work, Gemeinnützige Dienstleistungs- und Ausbildungs-GmbH in den Branchen Gastronomie und Textilreinigung 30. Wiener Hilfswerk, Haus- und Heimservice und SOMA Sozialmarkt, Qualifizierung/Beschäftigung in den Branchen haushaltsnahe Dienstleistungen und Einzelhandel 31. Wiener Rotes Kreuz, Visitas, Qualifizierung/Beschäftigung Langzeitbeschäftigungsloser mit Interesse an und Eignung für die Arbeit mit alten Menschen 32. Wiener Sozialdienste Team Idee SÖB GmbH, Qualifizierung/Beschäftigung in den Branchen Handwerk und Verkauf 33. WUK Ausbildung und Beratung Gender Mainstreaming und Kommunikation b) Teilnehmende Organisationen mit Info-Unterlagen, aber ohne Beratung // 34. Arbeiterkammer Wien 4

5 Langzeitarbeitslosigkeit und Langzeitbeschäftigungslosigkeit - die Unterschiede Allgemein Langzeitarbeitslosigkeit und Langzeitbeschäftigungslosigkeit sind differenzierende Begriffe, die insbesondere AMS-intern und bei Statistiken verwendet werden. Der unterschiedliche Status von arbeitslosen Menschen kann Auswirkungen auf die Zuweisung zu Kursen oder arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen haben. So werden Langzeitarbeitslose eher in Kurse und Schulungen, Langzeitbeschäftigungslose eher in Beschäftigungsprojekte zugewiesen. Langzeitarbeitslosigkeit Als langzeitarbeitslos gelten Personen, die zumindest zwölf Monate als arbeitslos oder Lehrstellen suchend gemeldet sind. Im Gegensatz zur Langzeitbeschäftigungslosigkeit unterbricht z. B. ein Kurs oder eine andere Unterbrechung über 28 Tage die Dauer der Arbeitslosigkeit. Langzeitbeschäftigungslosigkeit Als langzeitbeschäftigungslos gelten Personen, die zumindest 365 Tage beim AMS als arbeitslos und/oder Lehrstellen suchend gemeldet sind und/oder sich in Kursmaßnahmen des AMS befinden. Zeiten der Arbeitslosigkeit und des Kursbesuches werden also zusammengezählt, und Kursmaßnahmen beenden nicht die Langzeitbeschäftigungslosigkeit. Die Langzeitbeschäftigungslosigkeit wird erst beendet, wenn eine Person länger als 62 Tage - etwa wegen Aufnahme einer Beschäftigung - nicht mehr beim AMS gemeldet ist (als Meldung beim AMS zählt dabei auch die Teilnahme an Kursen). Zahlen und Fakten Im März 2009 betrug die Zahl der beim AMS registrierten Arbeitslosen in Österreich insgesamt Personen ( Frauen, Männer). Langzeitarbeitslos waren im März 2009 insgesamt Personen. Die Quote der Langzeitbeschäftigungslosen gemessen an der Gesamtzahl der Arbeitslosen betrug im März 2009 bundesweit 12,7 Prozent. Damit stehen Langzeitarbeitslosen Langzeitbeschäftigungslose gegenüber. In Wien waren im März 2009 insgesamt Personen beim AMS als arbeitslos gemeldet, von denen 782 langzeitarbeitslos waren. Bei Heranziehung der Bundesquote für den Anteil der Langzeitbeschäftigungslosen an den, ergibt das für Wien langzeitbeschäftigungslose Personen. Arbeitslosigkeit in Österreich und Wien im März 2009 Gesamt LZAL LZBL Österreich Wien Quelle: BMASK 5

6 Output Pressearbeit 1) im Vorfeld Veranstaltungsankündigungen im Web Kurier-Veranstaltungskalender Ö3-Veranstaltungskalender Newsletters Armutskonferenz am 7. Mai 2009 WUK 06/2009 Ankündigungen Print VOR Wien 06/2009 Falter-Veranstaltungskalender KW 24 AK für Sie 06/09 Redaktionelle Beiträge Print Augustin: zweiseitiger Beitrag in der Nr. 254, 3. bis 16. Juni 2009 Krone: Veranstaltungsankündigung in Dr. Weiland s Karrierepool am Bezahlte Einschaltungen Krone: zweimalige Schaltung eines Jobinserates 06./ ) Berichterstattung am Messetag und danach Radio Wien: Reportage von Hadschi Bankhofer im Morgen Magazin sowie mehrmalige ausführliche Thematisierung im Rahmen der Nachrichtensendungen wienweb.at: Bericht sowie Interview mit Christoph Parak Wirtschaftsblatt: Beitrag im Karriereteil 6

7 Die Jobmesse aus Sicht der teilnehmenden Organisationen Anhand der ausgegeben Broschüren ist für mich klar ersichtlich, dass wir unsere Zielgruppe dort punktgenau erreicht haben. Gefallen haben mir die Vernetzungsmöglichkeiten und der Informationsaustausch mit anderen Einrichtungen. Die beste Veranstaltung seit Jahren. Sinnvoll ist die Möglichkeit, unsere Jobangebote an die Zielgruppe weiter geben zu können und als kompetenter Anbieter wahrgenommen zu werden. Eine AMS-Beteiligung wäre wünschenswert. Ich erachte den Sinn der Veranstaltung als sehr hoch, da Personen, ohne Druck vom AMS ermöglicht wird, sich über Projekte, die für sie von Interesse sind, zu informieren. Der Veranstaltungsort war zu klein für so viele Einrichtungen und den starken Besucherandrang. 7

8 Einblicke Fotos: DSE-Wien und Volkshilfe Beschäftigung 8

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