CLUB KULTUR UND STADT ENTWICKLUNG

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1 HCU HafenCity Universität Hamburg Universität für Baukunst und Metropolenentwicklung CLUB KULTUR UND STADT ENTWICKLUNG Diplomarbeit Studiengang Stadtplanung B.Sc. Jakob F. Schmid 1. Betreuer: Prof. Dr.Ing Thomas Krüger 2. Betreuer: Dipl.Ing Frank Othengrafen I

2 HCU HafenCity Universität Hamburg II

3 HafenCity Universität Hamburg Diplomarbeit Clubkultur und Stadtentwicklung Vorgelegt bei : 1. Betreuer: Prof. Dr.Ing. Thomas Krüger 2. Betreuer: Dipl.Ing. Frank Othengrafen Eingereicht von: B.Sc. Jakob F. Schmid Studiengang Stadtplanung, HCU Matrikelnummer III

4 Kurzfassung LiveMusikClubs sind insbesondere in Großstädten und Metropolen zentrale Institutionen sowohl der lokalen Musikkultur als auch des Nachtlebens und fungieren oft nicht nur als Orte der Musikdarbietung, sondern auch als räumliche Fixpunkte oder gar Inkubatoren (sub)kultureller Szenen und deren ökonomischer Aktivitäten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Rolle der Kulturwirtschaft für die Stadtentwicklung und einer steigenden sowohl standortmarketingals auch tourismusbezogenen Bedeutung der freizeitbezogenen Ökonomie der Abend und Nachtstunden treten LiveMusikClubs verstärkt auch in den Fokus des stadtentwicklungspolitischen Diskurs. Neben den Potenzialen und Problemlagen, die sich durch die spezifischen Standortanforderungen und Standortpräferenzen dieser Nutzung ergeben, steht im Zentrum des Diskurses vor allem die Frage, welche planungsbezogenen und stadtentwicklungspolitischen Instrumentarien den Kommunen, neben solchen der klassischen Kultur und Wirtschaftsförderung, zur Sicherung, Förderung und Steuerung der lokalen Live MusikClubBranche zur Verfügung stehen. Einer gezielten Förderung von LiveMusikClubs und deren Standorten steht allerdings, nicht zuletzt auf Grund des hybriden Charakters als Gastronomie und Kulturbetrieb, das Fehlen einer planerisch handhabbaren Begriffsbestimmung der Nutzung LiveMusikClub entgegen und der damit verbunden Möglichkeit der Abgrenzung zu anderen Nutzungen, insbesondere im planungsrechtlichen Kontext. Auf Grundlage der Betrachtung ökonomischer, kultureller, stadträumlicher und rechtlicher Aspekte im Zusammenhang mit LiveMusikClubs beschäftigt sich die Arbeit mit der Fragestellung wie die Nutzung Live MusikClub planungsrechtlich zweckmäßig eingeordnet und bewertet werden kann und leistet somit einen Beitrag zur Begriffsklärung und Begriffsabgrenzung in den Themenfeldern Städtebau, Stadtplanung und Stadtentwicklung. Unter Einbezug dieser Erkenntnisse und aufbauen auf einer allgemeinen Betrachtung des Themenkomplexes Clubkultur und Stadtentwicklung werden planungsbezogene Handlungsempfehlungen zur Steuerung und Förderung der LiveMusikClubBranche mit ihren spezifischen Standortanforderungen und Standortpräferenzen sowohl allgemein als auch anhand des Live MusikClubStandorts HamburgSt.Pauli formuliert. IV

5 Abstract Particularly in larger cities and metropolises live music clubs are central institutions for both the local music culture and for the night life. They often do not only offer music but also function as fixed meeting points or even incubators of (sub)cultural scenes and their economic activities. Against the background of the current discussion about the role of the culture economy for the urban development and the increasing importance of the nighttime economy to both regional marketing and to tourism, the live music clubs also reinforced step into the focus of the political discourse of urban development. Although the specific location requests and preferences of this type of use reveal both potentials and problems, this is not the only focus of this discourse. In the center of attraction is also the question of which planning related urban development policy instruments, apart from the regular promotions of culture and economy, should be available to the local community to safeguard, support and control the local live music club line of business. An applicable planning concept regulation for this use stands in the way of a directed promotion of live music clubs and their locations and the thereto connected possibility to, particularly in the context of the planning law, delimit other kinds of use. This is not least due to the hybrid nature of the clubs as catering and culture establishment. By viewing aspects of economy, culture and urban space as well as legal requests relating to live music clubs, this diploma thesis deals with the question how the use of live music clubs can be appropriately classified and assessed according to German planning law. By doing so it contributes to disambiguation and distinction of the concept in the topics of urban design, urban planning and urban development. In the thesis planning relevant guidance to control and support the business line of live music clubs, with its specific location requests and preferences, is being drafted. Including the above mentioned aspects and the establishment of a public view of the themes club culture and urban development, this is being done both generally and based on the live music club location HamburgSt.Pauli. V

6 Inhaltsverzeichnis Kurzfassung...IV Abstract...V Inhaltsverzeichnis...VI Abbildungsverzeichnis VIII TEIL I Einleitung ZIELSETZUNG UND AUFBAU DER ARBEIT STAND DES WISSENS METHODIK...15 TEIL II Clubkultur und Stadtentwicklung LIVEMUSIKCLUBS Definition: LiveMusikClub Standorte und Lagecharakteristiken Umfeldeffekte und stadträumliche...24 Wirkung von LiveMusikClubStandorten LiveMusikClubs im wirtschaftlichen und kulturellen Kontext Betriebswirtschaftliche Grundlagen CLUBKULTUR UND STADTENTWICKLUNG Clubkultur und Stadtraum Clubkultur im stadtentwicklungspolitischen Diskurs LiveMusikClubs als lokaler Wirtschaftsfaktor Clubkultur als Instrument des Stadtmarketings Clubkultur als Instrument der Stadtentwicklung RECHTLICHE ANFORDERUNGEN AN DEN BETRIEB EINES LIVEMUSIKCLUBS Gewerberechtliche Anforderungen Baurechtliche Anforderungen Planungsrechtliche Einordnung eines LiveMusikClub Bauordnungsrechtliche Anforderungen Immissionsschutzrechtliche Anforderungen Weitere relevante Gesetzte und Verordnungen...56 VI

7 TEIL III Fallstudie HamburgSt.Pauli HAMBURG SOUND MUSIKSTANDORT HAMBURG LiveMusik in Hamburg LiveMusikClubs in Hamburg Musikwirtschaft und Stadtentwicklung CLUBSTANDORT HAMBURGST.PAULI Geographischer Betrachtungsrahmen Wohnstandort St.Pauli LiveMusikClubStandort HamburgSt.Pauli Planungsrechtliche Situation Problemlagen in HamburgSt.Pauli...70 TEIL IV Handlungsansätze und Steuerungsmöglichkeiten HANDLUNGSANSÄTZE Planungsrechtliche Definition Monitoring FORMELLE STEUERUNGSMÖGLICHKEITEN Kulturzonen Zwischennutzung ermöglichen INFORMELLE STEUERUNGSMÖGLICHKEITEN Gestaltungsleitfaden Räumliche Leitbildentwicklung SOUND PAULI...86 Quellenverzeichnis VII

8 Danksagung Ein Dank geht an Prof. Dr.Ing Thomas Krüger und Dipl.Ing Frank Othengrafen für die Betreuung und umfangreiche Unterstützung des Diplomvorhabens. Für wertvolle inhaltliche Impulse sowie für die Hilfe bei der Ausarbeitung der Diplomarbeit bedankt sich der Verfasser insbesondere bei Anja Nettig. Für die Bereitstellung umfangreicher Materialien bei Dipl.Ing. Marc Altenburg. Ein besonderer Dank geht an alle Gesprächs und Interviewpartner, die ihre wertvolle Zeit wie auch ihre umfangreichen Sachkenntnisse zur Verfügung gestellt haben. 99

9 LiveMusikClubs sind insbesondere in Großstädten und Metropolen zentrale Institutionen sowohl der lokalen Musikkultur als auch des Nachtlebens und fungieauch als räumliche Fixpunkte oder gar Inkubatoren (sub)kultureller Szenen und deren ökonomischer Aktivitäten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion lung und einer steigenden sowohl standortmarketingals auch tourismusbezogenen Bedeutung der freizeitbezogenen Ökonomie der Abend und Nachtstunden treten LiveMusikClubs verstärkt auch in den Fokus des stadtentwicklungspolitischen Diskurs. Neben den Potenzialen und Problemlagen, die sich Auf Grundlage der Betrachtung ökonomischer, kultureller, stadträumlicher und rechtlicher Aspekte im die Arbeit mit der Fragestellung wie die Nutzung Live MusikClub planungsrechtlich zweckmäßig eingeordnet und bewertet werden kann und leistet somit einen entwicklung. xes Clubkultur und Stadtentwicklung werden planungsbezogene Handlungsempfehlungen zur Steuerung und Förderung der LiveMusikClubBranche mit ihren ferenzen sowohl allgemein als auch anhand des Live MusikClubStandorts HamburgSt.Pauli formuliert. Standortpräferenzen dieser Nutzung ergeben, steht im Zentrum des Diskurses vor allem die Frage, welche planungsbezogenen und stadtentwicklungspolitischen Instrumentarien den Kommunen, neben solchen der cherung, Förderung und Steuerung der lokalen Live MusikClubBranche zur Verfügung stehen. Einer gezielten Förderung von LiveMusikClubs und deren Standorten steht allerdings, nicht zuletzt auf Grund des hybriden Charakters als Gastronomie und Kulturbetrieb, das Fehlen einer planerisch handhabbaentgegen und der damit verbunden Möglichkeit der Abgrenzung zu anderen Nutzungen, insbesondere im planungsrechtlichen Kontext. 100

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