Web 2.0 Risken und Chancen

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1 Web 2.0 Risken und Chancen Online Netzwerke für EPU, Lena Doppel Die Präsentation finden Sie nach der Veranstaltung auf Das Social Web ist groß Social Media ist viel mehr als Facebook oder Twitter. Zum Social Media Universum zählt man u.a. - Soziales Netzwerken - Wikis um Wissen zu sammeln - Bloggen und Microbloggen und zu teilen - Online mit anderen Video-, - RSS Feeds Audio-, Bilder, Links, Artikel, - Crowdsourcing Bewertungen und - Instant Messaging und Skype Sucherergebnisse teilen - Mobile Dienste - Livestreamen und Livecasten - Location Based Services - Kollaboratives arbeiten mit - Augmented Reality Online bzw. Software as a - Virtuelle Welten Service (SaaS) Applikationen - Online Spiele Das Ethority Social-Media-Prisma unter bietet eine Übersicht über im deutschsprachigen Raum verbreitete Social Media Angebote im Jahr Kommunizieren in Online Netzwerken Online kommunizieren ist gelebtes Reputation Management, und es ist ein laufender Prozess, kein Projekt: Social Media ist kein Sprint, es ist ein Marathon. Michael Vesely (https://www.xing.com/profile/michael_vesely) So wie der eigene Lebenslauf muss auch die eigene Online-Präsenz laufend gepflegt, gewartet und betreut werden. Das kostet Zeit und Geld. Und es ist auch nicht jeder Mensch gleichermaßen dafür geeignet.

2 Die Collegereporterin Amelia Lester vom College Newspaper, The Harvard Crimson schrieb 2004 über das damals zwei Wochen alte (the)facebook: Die meisten von uns haben ihre Mittelschulzeit damit verbracht an CVs zu basteln, die es an Dicke mit einem Telefonbuch aufnehmen können. Eine Erfahrung, die dann in der Bewerbung und Aufnahme in Harvard mündete. In Thefacebook geht es um die eigene Performance, darum der Welt mitzuteilen was man kann und wie gut man ist. Kurzgefasst: um das was Harvard-Studenten am besten können. Quelle: Wer sich in Online Netzwerken erfolgreich bewegen will muss Freude am Kommunizieren haben. Das verwendete Netzwerk sollte dabei weder als Zeitfresser, Kinderkram oder weitere Belastung gesehen werden. Auch wenn man es nicht beabsichtigt färbt eine negative oder skeptische Haltung auf die Kommunikation ab. In Online Netzwerken muss ich nicht ständig präsent sein, aber ich sollte zeitnah reagieren und mich mit Feedback auseinandersetzen. Ich brauche die Bereitschaft zu Experimenten und auch genügend Fehlertoleranz mir und anderen gegenüber weil wir uns alle erst in diese relativ neue Welt vortasten müssen. Ich muss nicht überall sein, und weiterziehen ist auch erlaubt, aber wo ich gerade bin muss ich dabei sein. Optimalerweise gebe ich Kontakten in verlassenen Netzwerken Bescheid wenn ich wo neu eingezogen bin. Dann kann ich nicht nur in bestehenden Netzwerken etwas bewegen sondern eventuell sogar als Trendsetter neue zukünftig relevante Online-Räume erschließen. Als ein solcher Early Adopter ist es leichter auch die mediale Aufmerksamkeit neuer Social Media Aktivitäten zu nutzen.

3 Online mit Partnern und Kunden zusammenarbeiten. Online Werkzeuge zur Zusammenarbeit gibt es mittlerweile viele. Der konkrete Nutzen ergibt sich dabei aus den Aufgaben, die man gemeinsam zu lösen hat. Einige Beispiele: - Facebooks neue Gruppen kann man sehr gut als Mini-Wiki verwenden um damit kleinere (bis zu 250) Gruppen zu einer temporären Community zusammenzufassen. Z.B. um Seminarunterlagen zu teilen, oder während der Durchführung oder in der Nachbearbeitung einer Konferenz, die Gruppe funktioniert dabei als eine Art Mini-Facebook mit Dokumentensharing und eigenem Chatraum. - Wenn die Informationssammlung von größerem Umfang ist kann man ein Wiki wie z.b. pbworks verwenden. - Aufmerksamkeit für eine Veranstaltung oder eine Konferenz kann man z.b. mit einem sogenannten Twitter-Hashtag generieren, dabei macht man sich einen Begriff aus den man in Tweets zum Thema mit einer vorangestellten Raute verwendet z.b. #epuet2010 (für EPU Erfolgstag 2010). Voraussetzung dafür ist natürlich, dass zumindestens ein paar Teilnehmer einen Twitter- Account nutzen. Eine andere Möglichkeit ist auch eine Veranstaltung mit einem Live-Stream ins Internet zu übertragen. - Google Docs bietet die Möglichkeit gemeinsam online in Echtzeit an Dokumenten zu arbeiten und sich dabei in einem Chat über das was man gerade tut zu unterhalten. - Mit Webconferencing-Software wie z.b Webex kann man Online richtige Meetings abhalten mit Bildschirm- und Dokumentsharing, Audio und Videobild, für kleinere Gruppen tut s auch Skype. - Mit Doodle kann man Termine in der Gruppe planen, mit Mindmeister gemeinsam an Mindmaps zeichnen, mit Wordpress oder Posterous gemeinsam ein Blog oder Microblog betreiben. - Mit Dropbox kann man zu zweit oder in der Gruppe Dateien wie auf einem gemeinsamen Server teilen. - Delicious, Slideshare und Scribd sind Online-Netzwerke mit denen man interessante Links, Präsentationen und Dokumente verbreiten kann.

4 Relevante Online-Netzwerke Die Platzhirsche unter den Business-Netzwerken heißen Xing (ehemals Open BC, sehr stark in Deutschland, Österreich) und Linkedin (stärker im internationalen Bereich). Private Netzwerke sind z.b. Facebook, MySpace, StudiVZ und Netlog, es gibt aber auch viele spezialisierte soziale Netzwerke wie z.b. Mamiweb oder MeinHund.de Darüberhinaus gibt es viele soziale Netze die spezifische Informationen teilen. Flickr für Bilder, Youtube für Videos, Slideshare für Präsentationen, Scribd für Dokumente, Delicious für Links und noch viele mehr. Online Benimmregeln und wichtige Tipps im Umgang mit Social Media In der schriftlichen Online-Kommunikation fehlen der visuelle und auditive Eindruck des Gegenübers und damit natürlich auch Mimik, Gestik und Sprachmelodie. Deshalb kann es online (noch) leichter zu Missverständnissen kommen als in der face-to-face Kommunikation. Wenn sie diese Regeln beachten gelingt ihnen die Online Kommunikation aber trotzdem - Ihre Social Media Präsenzen sind ihre Visitkarte: Tun sie Gutes und Nützliches und reden Sie darüber. - Die meisten Menschen die Soziale Netzwerke benutzen sind entweder zum Spaß dort oder zu mindestens nicht widerwillig. - Stehen sie dem Netzwerk auf dem sie sich bewegen und ihren virtuellen Gesprächspartnern grundsätzlich positiv gegenüber. - Sein sie authentisch, Menschen möchten online mit Menschen kommunizieren und nicht mit Rollen und Funktionen. - Vermeiden Sie Eigen-PR-Spam, Kommunizieren sie nicht ausschließlich PR- Inhalte - Nutzen sie die Dialoge, die entstehen, auf Kommentare zu antworten ist kein Muss es ist eine Chance. - Löschen sie keine Kritik und bleiben Sie in ihren Antworten höflich - Sehen Sie Kritik als eine Möglichkeit gratis Feedback zu bekommen um sich oder ihr Produkt zu verbessern. - Verwenden Sie Emoticons (z.b. lächelnde :-) oder grimmige :-( Gesichter) um emotionale Aussagen zu unterstreichen.

5 - Wenn Sie eine verwendete Abkürzung nicht kennen (z.b: ROFLMAO) dann fühlen sie sich nicht ausgeschlossen sondern googeln und lernen sie sie. - Entschuldigen Sie sich wenn es angebracht erscheint - Reagieren Sie in einem angemessenen Zeitraum (aber nicht sofort) - Lassen Sie eine hochemotionale oder auch verärgerte Antwort lieber eine Nacht lang abhängen bevor sie sie abschicken. - Sollten Sie bemerken, dass sie an einen sogenannten Troll geraten sind das sind Menschen, die online versuchen um jeden Preis auch negative - Aufmerksamkeit zu bekommen dann füttern sie ihn nicht mehr weiter. - Wenn sie in einem Netzwerk, einem Dienst keinen Nutzen (mehr) sehen, dann können sie es auch wieder sein lassen. Melden Sie Ihren Account / ihre Seite in diesem Fall aber auch wieder ab, verlassene Präsenzen wirken im wahrsten Sinne des Wortes ungepflegt. Online Content Um Einseitigkeit in ihren Online-Content zu vermeiden sollten Sie Postingkonzepte jedenfalls in der Anfangsphase nach einem Modell ausrichten, das Abwechslung fördert. Wichtig ist, dass sie von sozialen Netzen auch auf die Inhalte auf ihrer Homepage verlinken können, sonst erhöhen Sie nur den Web-Traffic des jeweiligen Netzwerks. Aktive und passive Nutzung von Social Media Social Media passiert nicht abseits ihrer normalen Webpräsenz sondern integrativ. Passiv nutzen Sie Social Media wenn sie Besuchern ihrer Webseite die Möglichkeit geben ihre Beiträge in ihren sozialen Netzen zu verbreiten oder auf Facebook zu liken. Die aktive Nutzung wäre der Aufbau eigener Profile und Präsenzen (Pages, Gruppen, Diskussionsgruppen) in sozialen Netzwerken. Beide Aktivitäten sollten auf ihrer Homepage leicht zu finden sein. Lena Doppel

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