7.3 Erklärung der hohen Einkommen von Superstars. 7.4 "Vererbung" von Einkommensunterschieden

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1 7. EINKOMMENSUNGLEICHHEIT 7.1 Stilisierte Fakten 7.2 Erklärungen für Lohnunterschiede und deren Entwicklung 7.3 Erklärung der hohen Einkommen von Superstars 7.4 "Vererbung" von Einkommensunterschieden 1

2 7.1. Stilisierte Fakten Lohnverteilung in den USA,

3 Einkommensunterschiede nach Ländern 3

4 Zürcher, B. (2007), Die Volkswirtschaft, Dezember. 4

5 Gini-Koeffizient, OECD, Gini vor Steuern Gini nach Steuern 5

6 Zürcher, B. (2007), Die Volkswirtschaft, Dezember. 6

7 9. zu 1. Dezil, OECD,

8 Relativer Abstand der Dezilgrenzen im internationalen Vergleich, Dezil1/Dezil5 Dezil9/Dezil5 Dezil9/Dezil1 Trend Australien Belgien Dänemark Deutschland Finnland Frankreich Grossbritanien Italien Japan Kanada Neuseeland Niederlande Norwegen Österreich Portugal Schweden Schweiz (AHV) Schweiz (OECD) USA Minimum Maximum Mittel Quelle: OECD (1996), Schweiz (AHV) eigene Berechnungen 8

9 Absoluter Abstand der mittleren Dezileinkommen im internationalen Vergleich,

10 Entwicklung der Lohndisparität unter Arbeitern nach Ländern,

11 Dezilgrenzen für Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, Schweiz, Monatseinkommen in Franken von Jahr Relativer Abstand der Dezilgrenzen zum Median Relativer Abstand zum Medianeinkommen Jahr 11

12 12

13 Entwicklung der Lohndisparität, USA 13

14 WYSS, S. (2008), Ist die relative Schlechterstellung niedrig qualifizierterarbeitskräfte Mythos oder Realität?, WWZ-Studie, Juli. 14

15 Lohnschere nach Bildungsstand, Schweiz, % Relativer Abstand zum Medianlohn von Ungelernten 120% 100% 80% 60% 40% 20% 0% UNI, ETH FH, PH Höhere Berufs. Matura Medianlohn Lehre 15

16 16

17 17

18 18

19 7.2. Erklärungsansätze Auswirkung unterschiedlicher Bildung und Fähigkeit auf Lohnunterschiede Eine positive Korrelation zwischen Bildung und Fähigkeit sorgt für eine rechtsschiefe Einkommensverteilung selbst, wenn Fähigkeiten symmetrisch verteilt sind, da Bildung gemäss der Mincer-Lohnfunktion multiplikativ auf Löhne einwirkt. Die Einkommensverteilung sollte gemäss der Mincer- Lohnfunktion in Ländern mit hohen Bildungsrenditen ungleichmässiger sein. 19

20 Auswirkung von Nachfrage- und Angebotsänderungen auf Lohnunterschiede Folge: Nachfrageeffekte müssen dominiert haben. 20

21 Nachfragefaktoren 1. Tertiarisierung der Arbeitswelt Im Gefolge des technischen Wandels und der Globalisierung der Märkte nimmt in allen OECD-Ländern die Beschäftigung im Bereich der Produktion (sekundärem Bereich) trendmässig ab und im Dienstleistungsbereich (tertiärem Sektor) zu. Dies ist kein vorübergehendes Phänomen, sondern ist seit einem Vierteljahrhundert im Gange. 2.0 Jährliche relative Veränderung (in %) Ozeanien Nordamerika Japan EG EFTA Ozeanien Nordamerika Japan EG EFTA -2.0 Verarbeitung private Dienstleistungen 21

22 Der Abbau in der verarbeitenden Industrie bezieht sich auf die Beschäftigung, nicht auf die Produktion. 22

23 Abbau industrieller Arbeitsplätze ist für Ungelernte eine besondere Gefahr: - Die betroffenen Produktionsarbeiter sind vielfach ohne Berufsausbildung, verdienen aber aufgrund des hohen Mechanisierungsgrades ihrer Stellen einen im Vergleich zur Qualifikation hohen Lohn. - Die Löhne im Dienstleistungssektor sind vergleichsweise niedrig, da die Produktivität eines Einzelnen dort vielmehr von seiner Qualifikation als von seiner Arbeitsstelle abhängt. - Aufgrund des drohenden Einkommensverlustes gestaltet sich die Reintegration von Ungelernten besonders schwierig. 2. Bildungsintensität des technischen Fortschritts Kurzum: Angesichts des Tertiarisierung der Berufswelt und des Vordringens bildungsintensiver Technologien bleibt wenig qualifizierten Arbeitskräften die Wahl zwischen Lohnverzicht oder Arbeitslosigkeit. 23

24 Steigende Lohnvorteile der besser Qualifizierten, USA 24

25 Relative jährliche Veränderung der Reallöhne von Arbeitskräften niedrigen Erwerbseinkommens USA Kanada Australien Frankreich Grossbritannien Italien Deutschland Quelle: OECD (1994). 25

26 Verhältnis der Arbeitslosenquoten von Niedrig- und Hochqualifizierten anfangs der 80er bzw. 90er Jahre USA Kanada Australien Frankreich Grossbritannien Italien Deutschland 80er Jahre 90er Jahre Quelle: OECD (1994). 26

27 Arbeitslosenquote nach dem höchsten Bildungsabschluss der Betroffenen, Schweiz, Verhältnis eigener zur mittleren Arbeitslosenquote ohne Abschluss Obligatorium Berufslehre Maturität, Lehrerseminar anderer Sekundär II Abschluss höhere Berufsausbildung, höhere Fachschule Fachhochschule, Uni

28 Arbeitslosenquote nach dem höchsten Bildungsabschluss der Betroffenen, Schweiz, % 8% 7% Arbeitslosenquote 6% 5% 4% 3% 2% 1% 0% kein Abschluss Sekundarabschluss Tertiärabschluss

29 7.3. Erklärung der hohen Einkommen von Superstars Jahreseinkommen der Superstars der Unterhaltungsindustrie 3 Voraussetzungen nötig: grosse Nachfrage nach den Besten unelastisches Angebot an Talent hohe Marktverbreitung zu niedrigen Kosten 29

30 7.4. "Vererbung" von Einkommensunterschieden dahinter stehendes Regressionsmodell: ln y = x+ ln y -1 + wobei: y -1 = Einkommen der Eltern y x = Einkommen des Kindes = sonstige lohnbestimmende Variablen (z.b. Bildung, Berufserfahrung) = zufällige Abweichungen von der Norm 30

31 Abbau von Lohnunterschieden über Generationen in Abhängigkeit von relative Abweichung zum Mittel Nachgenerationen 31

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