Unsere Lebensversicherung, unser Naturkapital was tun Deutschland und die EU für den Erhalt der Artenvielfalt

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1 Eine Zukunftsaufgabe in guten Händen Unsere Lebensversicherung, unser Naturkapital was tun Deutschland die EU den Erhalt der Artenvielfalt Thomas Graner Bereichsleiter Zentrale Aufgaben Grsatzangelegenheiten des Naturschutzes

2 Gliederung : Die ökonomische der Ökosysteme der (TEEB) von die Strategien Förderprogramme

3 von TEEB: Die ökonomische der Ökosysteme der Internationale TEEB-Studie ( ): Der Schutz der biologischen Vielfalt lohnt sich auch ökonomisch! Nationaler TEEB-Prozess ( ) auch in Deutschland! Vision: Die ökonomische Leistung der Ökosysteme der erkennen quantifizieren ihren Wert erfassen wertschätzen in Entscheidungen berücksichtigen auf allen Ebenen (global, national, regional, lokal, individuell) von allen Akteuren (Regierungen, private Unternehmen Landnutzer, Institutionen, Kommunen, Naturschützer Verbraucher über alle Sektoren Interessengruppen)

4 Ökosystemleistungen von Basisleistungen z.b. Bodenbildung, Nährstoffkreisläufe, Primärproduktion durch Photosynthese nach Millennium Ecosystem Assessment 2005 Versorgungsleistungen z.b. Nahrungsmittel, frisches Wasser, Holz, Brennstoffe Regulationsleistungen z.b. Klimaregulation, Hochwasserregulation Kulturelle Leistungen z.b. Ästhetik, Spiritualität, Bildung, Erholung Ecosystem services are the benefits people obtain from ecosystems.

5 Exemplarisch: Zentrale Ökosystemleistung die produktion von Versorgungsleistungen z.b. Nahrungsmittel, frisches Wasser, Holz, Brennstoffe Regulationsleistungen z.b. Blütenbestäubung durch Insekten Kulturelle Leistungen z.b. Ästhetik, Spiritualität, Bildung, Erholung Marktwert der von Bestäuberleistungen abhängigen landwirtschaftlichen Produkte in Deutschland: ca. 2,5 Mrd. EUR (Rosenkranz 2010)

6 von Die industrialisierte Landwirtschaft gehört zu den Hauptverursachern des Verlustes von in Europa. Während auf einem biologisch bewirtschafteten Feld r verschiedene Arten vorkommen, finden sich auf konventionellen, mit Pestiziden behandelten Flächen durchschnittlich nur noch etwa 500 Arten.

7 anbau Global von Weltweiter Anbau 2010: 148 Mio. ha gentechnisch veränderte Pflanzen (GVP) 5 Hauptanbauländer: USA (66,8 Mio. ha), Brasilien (25,4 Mio. ha), Argentinien (22,9 Mio. ha), Indien (9,4 Mio. ha) Kanada (8,9 Mio. ha). GVP-Anbau in der EU ha Mais ca. 245 ha Kartoffel. Deutschland 2010: 15 ha 2011: 2 ha Stärkekartoffel Datenquelle:

8 Gentechnische Kulturen Eigenschaften im Anbau von Fast ausschließlich Soja (73 Mio. ha), Mais (47 Mio. ha), Baumwolle (21 Mio. ha) Raps (7 Mio. ha). Haupteigenschaften im Anbau sind Insektenresistenz (Bt) Herbizidresistenz (HR). Eingefügte Herbizidresistenz erlaubt den Herbizideinsatz (hauptsächlich Glyphosat in Form von Ro up Ready) über die gesamte Vegetationsperiode. Dadurch zunächst eine Abnahme des Herbizideinsatzes, mit einer Verschiebung in Richtung Glyphosat (Benbrook, 2009): (USA) Abnahme der Gesamtpestizidmenge um Ø 1,9% nach Einführung der GVP : Zunahme um 20 bzw. 27%.

9 Effekte von Glyphosatresistenten Pflanzen auf die von Einseitiger Einsatz des Totalherbizids Glyphosat führt zur Zunahme resistenter Ackerwildkräuter dadurch zur Zunahme des Herbizideinsatzes. Steigerung des Herbizideinsatzes führt generell zu schädlichen Auswirkungen auf Natur Umwelt. Speziell Glyphosat Roup Ready wurden schädliche Wirkungen von Glyphosat auf Säugetiere, Amphibien, Bodenmikroflora Nichtzielpflanzen nachgewiesen. Unkrautbekämpfung mit dem Totalherbizid führt außerdem zur verstärkten Abnahme der auf landwirtschaftlichen Fläche vorkommenden Wildpflanzen, speziell der Blütenpflanzen damit auch der Bestäuber. Einsatz herbizidresistenter Pflanzen führt langfristig zur Abnahme von Wirbellosen (besonders Schmetterlingen Bienen) auf Äckern Ackerrändern.

10 von die von 1. Basisdienstleistung indirekte Verantwortung 2. Vermeidung von Marktrisiken & Reputationsgewinne 3. Genetische Vielfalt als Versicherung Landwirtschaft verarbeitung "Das einseitige Interesse am Ertrag von Nutzpflanzen hat zu einem unausgewogenen Nutzpflanzenportfolio geführt. Kein professioneller Anlageberater würde seinem Ken zu einem ähnlich unausgewogenen Aktienmix raten." (Figge, 2001)

11 ein unternehmerisches Risiko von BfN- Studie Naturbewusstsein: 87% der Deutschen lehnen gentechnisch veränderte Organismen in n ab.

12 Biologische Vielfalt Verbraucherpräferenzen von

13 Strategien: Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt von Die Besregierung hat im Jahr 2007 die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt verabschiedet. Eine Vision die Zukunft ist: In Deutschland sind die wildlebenden Arten (Tiere, Pflanzen, Pilze, Mikroorganismen) in ihrer genetischen Vielfalt ihrer natürlichen Verteilung vorhanden. Gebietstypische Populationen bleiben in ihrer genetischen Vielfalt erhalten. Ein Ziel ist: Produkte Dienstleistungen, die zu einer Belastung der führen, sind ebenso wie wirtschaftliche Aktivitäten, die die fordern, die Menschen immer besser erkennbar.

14 NBS die Wirtschaft von Unternehmen sind ein wichtiger Partner in der Umsetzung der NBS Die biologische Vielfalt ist ein weitgehend öffentliches Gut. Für eine naturverträgliche Wirtschaften ist es erforderlich, mit geeigneten Instrumenten (z. B. ökonomischen Anreizen, Informationen Aufklärung, Forschung, Kennzeichnung Förderprogramme) die Marktkräfte die Erhaltung der biologischen Vielfalt zu mobilisieren.

15 : Besprogramm Biologische Vielfalt (BPBV) von Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird in den kommenden Jahren durch ein neues Besförderprogramm unterstützt. Förderziele Besprogramm Biologische Vielfalt Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt eine gesamtstaatlich repräsentative zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter maßstabsetzender Weise umsetzen.

16 BPBV: Voraussetzungen von An der Durchführung der Vorhaben muss ein erhebliches Besinteresse bestehen. Die geförderten Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie müssen dem Schutz der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt dienen über die rechtlich geforderten Standards hinausgehen. Akzeptanz bildende Maßnahmen der Information Kommunikation sollen dazu beitragen, das gesellschaftliche Bewusstsein die biologische Vielfalt zu stärken. Das Programm soll die Kooperation unterschiedlicher Akteure bei der Umsetzung der Ziele der Nationalen Strategie fördern.

17 BPBV: Förderschwerpunkte von erarbeitende Arten in besonderer Verantwortung Deutschlands Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland Sichern von Ökosystemdienstleistungen weitere Maßnahmen von besonderer repräsentativer die Strategie Besonders interessant: Erfassung der Kosten Nutzen von Investitionen in die biologische Vielfalt in Ökosystemdienstleistungen, an konkreten Fallbeispielen Kooperation unterschiedlicher Akteure Strategien erfolgreicher Modelle zur des naturverträglichen Konsums

18 Fazit 1. Die industrialisierte Landwirtschaft gehört zu den Hauptverursachern des Verlustes von in Europa Der Einsatz herbizidresistenter Pflanzen führt langfristig zur Abnahme der widerspricht den Zielen der NBS. 2. Die Erkenntnis, dass biologische Vielfalt auch einen ökonomischen Wert hat, setzt sich erst langsam durch; es gilt das Eigeninteresse an der Vermeidung des sverlustes zu stärken. 3. Unternehmen, die bewusst auf biologische Vielfalt setzen, werden durch Förderprogramme unterstützt.

19 Eine Zukunftsaufgabe in guten Händen Danke Ihre Aufmerksamkeit! Thomas Graner Bereichsleiter Zentrale Aufgaben Grsatzangelegenheiten des Naturschutzes

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