Prozessorientierte Zertifizierung - Nachhaltigkeitsorientierte Zertifizierung Unterschied aus Sicht der Hersteller

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1 Prozessorientierte Zertifizierung - Nachhaltigkeitsorientierte Zertifizierung Unterschied aus Sicht der Hersteller 1

2 Die Normen Welche Normen und Verordnungen werden betrachtet? o DIN EN ISO 9001:2008 o EMAS o DIN EN ISO o GRENN GLOBE 2

3 Prozessorientierte Zertifizierung DIN EN ISO 9001:2008 legt die Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem (QM-System) für den Fall fest, dass eine Organisation ihre Fähigkeit darlegen muss, Produkte bereitzustellen, welche die Anforderungen der Kunden und allfällige behördliche Anforderungen erfüllen, und anstrebt, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Diese Norm beschreibt modellhaft das gesamte Qualitätsmanagementsystem und ist Basis für ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem. 3

4 Prozessorientierte Zertifizierung DIN EN ISO 9001:2008 Die acht Grundsätze des Qualitätsmanagements: 1. Kundenorientierung 2. Verantwortlichkeit der Führung 3. Einbeziehung der beteiligten Personen 4. Prozessorientierter Ansatz 5. Systemorientierter Managementansatz 6. Kontinuierliche Verbesserung 7. Sachbezogener Entscheidungsfindungsansatz 8. Lieferantenbeziehungen zum gegenseitigen Nutzen Die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems ist eine strategische Entscheidung für eine Organisation. Wenn sich eine Organisation stärker an ihren Kunden orientieren will, um Wettbewerbsvorteile zu erlangen, hat sie mit dieser Norm einen Mantel, mit dem sie sich kleiden kann. Die Norm gibt nur einen bestimmten Rahmen vor, der viel weiter gefasst ist als die Vorgängernormen. Der prozessorientierte Ansatz basiert auf den vier Hauptprozessen einer Organisation, welche einen Input in einen Output umwandelt. 4

5 Prozessorientierte Zertifizierung DIN EN ISO 9001:2008 Bevor Sie sich entscheiden ein Umweltmanagementsystem einzuführen, sollten Sie ein prozessorientiertes Managementsystem einführen. Sie werden im Verlauf feststellen, dass durch diese Vorgehensweise Ihre Vorteile wachsen und die Einführung eines UMS in Ihrer Organisation leichter fällt. Eine Orientierung an den Prozessen erleichtert Ihnen das Messen Ihrer Fortschritte und Verbesserungen. Der KVP hat in der Neuerung dieser Norm (2008) an Gewicht gewonnen, somit erzielen Sie reale Erfolge durch eine Einführung und werden Ihre Organisation stetig nach vorne bringen. 5

6 Nachhaltigkeitsorientierte Zertifizierung EMAS EMAS ist die Kurzbezeichnung für Eco Management and Audit Scheme, auch bekannt als EU-Öko-Audit oder Öko-Audit. EMAS wurde von der Europäischen Union entwickelt und ist ein Gemeinschaftssystem aus Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung für Organisationen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen. Die EMAS-Verordnung (Öko-Audit-Verordnung) misst der Eigenverantwortung der Wirtschaft bei der Bewältigung ihrer direkten und indirekten Umweltauswirkungen eine entscheidende Rolle zu. Zertifiziert werden können Industrieunternehmen, Dienstleister, Verwaltungen etc., aber auch andere Arten von Organisation, einschließlich überstaatlicher Organisationen. EMAS gilt als eines der sogenannten New environmental policy instruments (NEPI's - neue umweltpolitische Instrumente). 6

7 Prozessorientierte und Nachhaltigkeitsorientierte Zertifizierung DIN EN ISO Die internationale Umweltmanagementnorm ISO legt weltweit anerkannte Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem fest und ist Teil einer Normenfamilie. Diese Normenfamilie beinhaltet zahlreiche weitere Normen zu verschiedenen Bereichen des Umweltmanagements, unter anderem zu Ökobilianzen, zu Umweltkennzahlen bzw. zur Umweltleistungsbewertung. Sie kann sowohl auf produzierende als auch auf dienstleistende Unternehmen angewendet werden. 7

8 Prozessorientierte und Nachhaltigkeitsorientierte Zertifizierung DIN EN ISO Die ISO legt einen Schwerpunkt auf einen KVP als Mittel zur Erreichung der jeweils definierten Zielsetzung in Bezug auf die Umweltleistung einer Organisation (Unternehmen, Dienstleister, Behörde, etc.). Der kontinuierliche Verbesserungsprozess beruht auf der Methode PDCA (Plan-Do-Check-Act,): Planen: Festlegung der Zielsetzungen und Prozesse, um die Umsetzung der Umweltpolitik der Organisation zu erreichen Ausführen: die Umsetzung der Prozesse Kontrollieren: Überwachung der Prozesse hinsichtlich rechtlichen und anderen Anforderungen sowie Zielen der Umweltpolitik der Organisation; ggfs. Veröffentlichung der Umweltleistung Optimieren: Falls notwendig müssen die Prozesse korrigiert (angepasst) werden; 8

9 Prozessorientierte und Nachhaltigkeitsorientierte Zertifizierung DIN EN ISO Um die gewünschte Umweltleistung erzielen zu können, soll die Organisation basierend auf ihrer Umweltpolitik (also ihren Zielsetzungen hinsichtlich Umweltschutz) im ersten Schritt ein UMS aufbauen und umsetzen. Durch regelmäßige Überprüfung der gesetzten (Umwelt)ziele und des Umweltmanagementsystems soll die kontinuierliche Verbesserung erreicht werden. In der Norm wird ausdrücklich betont, dass sie keine absoluten Anforderungen für die Umweltleistung festlegt. Sie fordert aber die Einhaltung der Verpflichtungen, die sich die Organisation selbst in ihrer Umweltpolitik auferlegt hat. Allerdings, und das ist neu in der überarbeiteten ISO 14001, muss diese Umweltpolitik u.a. die Einhaltung der geltenden rechtlichen Verpflichtungen und anderer Anforderungen beinhalten. 9

10 Unterschiede DIN EN ISO und EMAS Die wichtigsten Unterschiede Unterschiede EMAS DIN EN ISO14001 Gültigkeit Europaweit International Grundlage freiwillige Verordnung Norm Anwendungsbereich ein Standort Unternehmensweit möglich Überprüfung Umweltbetriebsprüfung mindestens alle 3 Jahre regelmäßige Auditierung vorgeschrieben Prüfung durch Gutachter (Validierung) durch akkreditierten Zertifizierer (Zertifizierung) Forderungen Nachweis der Einhaltung aller Umweltgesetze in Umweltpolitik Verpflichtung zur Einhaltung aller Umweltgesetze Veröffentlichung Umwelterklärung Umweltpolitik Was wird erfasst alle umweltrelevanten Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen Umwelterklärung vorgeschrieben nicht erforderlich Umweltaspekte, die kontrollierbar und beeinflussbar sind 10

11 Nachhaltigkeitsorientierte Zertifizierung GREEN GLOBE Green Globe ist ein weltweites Label für nachhaltiges Wirtschaften. Die Forderungen von Green Globe sind weitreichender und umfassender als bei den zuvor genannten Normen und Verordnungen So gibt es mehrere Ansätze mit konkreten Forderungen und Unterpunkten Ein Managementansatz Einen Umweltansatz Soziale Verantwortung am Standort aber auch International (Kinderarbeit, Ausbeutung, usw.) Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften (auch lokale wie Bebauungsplan) Kulturelles Erbe 11

12 Nachhaltigkeitsorientierte Zertifizierung GREEN GLOBE Ein wesentlicher Unterschied zwischen Green Globe und den zuvor aufgeführten Möglichkeiten ist: Green Globe stellt klare Forderungen die zu erfüllen sind. Dies erscheint im ersten Moment sehr statisch im Vergleich zur ISO Ist es auch! Da Green Globe seine Kriterien regelmäßig anpasst und überarbeitet, werden die Vorgaben dynamisch in einem statischen Rahmen. Da klare Forderungen gestellt werden, ist jedem Partner bekannt, welche Auflagen erfüllt wurden. Somit spricht man eine Sprache und die internationale Kommunikation mit Partnern über die Gleichheit der Vorgaben vereinfacht sich. 12

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