Umgang mit Noro-Viren Karl-Heinz Stegemann

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Umgang mit Noro-Viren Karl-Heinz Stegemann"

Transkript

1 Umgang mit Noro-Viren Karl-Heinz Stegemann -Fachkrpfl. für Hygiene und Infektionsprävention- -Diplom-Pflegepädagoge-

2 Umgang mit Noro-Viren Allgemeine Informationen zu Viren im Gastrointestinaltrakt Allgemeine Informationen zu Noro-Viren Hygienemaßnahmen bei Noro-Viren Betroffene Mitarbeiter

3 Viren im Gastrointestinaltrakt Viren, die eine Gastroenteritis oder Diarrhoe hervorrufen (Rotaviren, Noroviren, Caliciviren, Astroviren) Viren, die sich im Intestinaltrakt vermehren (Polioviren, Coxsackieviren, Echo- Viren,HAV) Viren, die über das Blut in den Intestinalraum gelangen (HIV, HBV,HDV, HCV)

4 Viren im Gastrointestinaltrakt Die hohe Stabilität der Viren wird u.a. durch die Größe der Viren bestimmt. Je kleiner das Virus, desto höher ist seine Resistenz gegenüber physikalischen und chemischen Einflüssen. Auch die ikosaedrische Form (fast kugelig) trägt zu dieser Stabilität bei.

5 Viren im Gastrointestinaltrakt Wir unterscheiden zwischen nackten und behüllten Viren.

6 Viren im Gastrointestinaltrakt Umhüllte Viren- lipophile Eigenschaften (Fetthülle) Unbehüllte Viren- hydrophile Eigenschaften (Wasserhülle) Merke: Je lipophiler das Virus, desto geringer ist seine Stabilität, insbesondere gegenüber chemischen Noxen

7 Noro-Viren Identifikation und Erstbeschreibung nach einem epidemischen Ausbruch einer Gastroenteritis in einer Grundschule der Stadt Norwalk Ohio, USA,1972 Bilduntertitel

8 Noro-Viren Nordsee 2002 Mittelmeer 2003 Atlantik 2006 (2x) Queen Mary

9 Noro-Viren

10 Noro-Viren Grund für die Weiterverbreitung ist mangelnde Hygiene

11 Noro-Viren Norovirus ein wandlungsfähiger Erreger Bevölkerung entwickelt Immunität- alte Virusvarianten sterben aus Neue genetische Varianten treten auf (antigenetische drift) Wiederholte epi- oder pandemische Ausbreitung von neuen Norovirus Varianten ist möglich

12 Noro-Viren Probleme bei Noro-Viren: Hohe Stabilität gegenüber Umwelteinflüssen Überleben Temperaturschwankungen zwischen 20 C und 60 C Resistenz gegenüber sehr vielen Desinfektionsmitteln Auf kontaminiertem Teppich nach 12 Tagen noch nachweisbar

13 Noro-Viren Eine minimale Dosis an Virenpartikel reicht für eine Infektion aus Hohe Viruskonzentration Viruspartikel pro Gramm Stuhl Es ist keine Impfung möglich Eine durchgemachte Infektion schützt nicht vor einer neuen Infektion

14 Noro-Viren Noro-Viren sind häufig verantwortlich für endemische Ausbrüche Eine Ausscheidung der Viren erfolgt bis zu 14 Tage nach Abklingen der Symptome In den Einrichtungen sind häufig auch Mitarbeiter betroffen

15 Noro-Viren Symptome: Abrupte Übelkeit mit schwallartigem Erbrechen Fieber Explosionsartige Durchfälle Inkubationszeit: 10 bis 50 Stunden Dauer der Erkrankung: 12 bis 72 Stunden

16 Noro-Viren - Übertragungswege Es gibt drei mögliche Übertragungswege: Aerogene Übertragung über den Luftweg bei Erbrechen Direkte Übertragung als Schmierinfektion Übertragung durch Lebensmittel

17 Noro-Viren - Meldepflicht Gem. 6 IfSG ist der Verdacht auf oder die Erkrankung an akuter Gastroenteritis dann meldepflichtig, wenn die betroffene Person im Lebensmittelbereich arbeitet oder wenn zwei oder mehr gleichartige Erkrankungen auftreten, bei denen ein epidemiologischer Zusammenhang vermutet wird. Gem. 7 IfSG ist der Nachweis von Durchfallerregern vom feststellenden Labor zu melden.

18 Noro-Viren - Hygienemaßnahmen Isolierung betroffener Personen Eine Kohortenisolierung ist möglich Schutzkleidung für Mitarbeiter Schutzkleidung besteht aus: Handschuhe Schutzkittel Mund-Nasenschutz

19 Noro-Viren Hygienemaßnahmen Hygienische Händedesinfektion: Nach jedem Patientenkontakt Nach dem Ausziehen der Handschuhe Nach Kontakt mit erregerhaltigem Material Vor Verlassen des Patientenzimmers Achtung: es muss ein viruswirksames Händedesinfektionsmittel eingesetzt werden!

20 Noro-Viren - Hygienemaßnahmen Flächendesinfektion: Alle Flächen, besonders die, welche der Patient mit den Händen angefasst hat, müssen täglich desinfiziert werden! Der WC-Bereich/die Nasszelle ist täglich zu desinfizieren! Bilduntertitel Achtung: auch hier ist ein Desinfektionsmittel einzusetzen, welches Viren nachweislich abtötet!

21 Noro-Viren - Hygienemaßnahmen Pflegeutensilien: Alle Pflegeutensilien werden patientenbezogen eingesetzt! Ist dies nicht möglich, erfolgt eine Bilduntertitel sofortige Scheuer-Wisch-Desinfektion! Angebrochene Verbandmaterialien verbleiben im Zimmer und werden bei Aufhebung der Isolierung verworfen!

22 Noro-Viren - Hygienemaßnahmen Wäsche: Die Wäsche wird im Zimmer gesammelt Es werden ausschließlich Kunststoffsäcke benutzt Der Wäschesack wird mindestens einmal täglich entsorgt Zwei Tage nach dem Abklingen der Symptome wird das Bett desinfiziert und frisch bezogen Kopfkissen und Oberbett werden in die Wäsche gegeben

23 Noro-Viren - Hygienemaßnahmen Handtücher und Waschlappen werden sofort nach Gebrauch in die Wäsche gegeben! Nachtwäsche wird täglich gewechselt!

24 Noro-Viren - Hygienemaßnahmen Nach dem Abklingen aller Symptome erfolgt eine Enddesinfektion des Zimmers und der Nasszelle. Die Enddesinfektion muss mit einem viruswirksamen Flächendesinfektionsmittel erfolgen. Der Patient sollte noch bis zu 14 Tage nach dem Abklingen aller Symptome eine eigene Toilette benutzen!

25 Noro-Viren - Hygienemaßnahmen Kontaktpersonen/Besucher: Besucher auf eine mögliche face to face-übertragung hinweisen! Besucher in der Durchführung einer korrekten Händedesinfektion einweisen!

26 Noro-Viren - Mitarbeiter Betroffene Mitarbeiter dürfen nicht in der Einrichtung tätig sein! Sie werden krank geschrieben und dürfen frühestens 3 Tage nach dem Abklingen aller Symptome wieder arbeiten. Sie sollten dann aber noch für 14 Tage eine eigene Toiletten benutzen. Mitarbeiter aus dem Lebensmittelbereich können ebenfalls 3 Tage nach dem Abklingen der Symptome wieder arbeiten, dürfen aber für weitere 14 Tage nicht im Lebensmittelbereich eingesetzt werden!

27 Und zum Schluss... Der bösen Taten gutes Ende: Man wäscht in Unschuld sich die Hände Der wahre Weise bleibt da skeptisch Auch Unschuld ist nicht antiseptisch Eugen Roth

Hygienemaßnahmen aus der Sicht eines Mikroorganismus

Hygienemaßnahmen aus der Sicht eines Mikroorganismus Hygienemaßnahmen aus der Sicht eines Mikroorganismus Warum sich Mikroorganismen nicht an Gesetze halten oder wie Mikroorganismen ticken oder warum reinigen allein nicht ausreicht. Hygiene Unter Hygiene

Mehr

Norovirusausbruch: Massnahmen in Alters- und Pflegeheimen

Norovirusausbruch: Massnahmen in Alters- und Pflegeheimen Kanton St.Gallen Gesundheitsdepartement Kantonsärztlicher Dienst Fachkommission Infektion und Hygiene Empfehlungen Norovirusausbruch: Massnahmen in Alters- und Pflegeheimen Impressum Herausgeber Kanton

Mehr

Hygiene/Gesundheit: Notwendigkeit von Desinfektionsmaßnahmen auch in der Prophylaxe

Hygiene/Gesundheit: Notwendigkeit von Desinfektionsmaßnahmen auch in der Prophylaxe Hygiene/Gesundheit: Notwendigkeit von Desinfektionsmaßnahmen auch in der Prophylaxe Cornelia Wegemund Desinfektions- und Reinigungsmittel IHO-Mitglied Hygieneschulung Pflege 1 Warum Hygiene? Warum Desinfektion?

Mehr

5. Isolierungsmaßnahmen

5. Isolierungsmaßnahmen 5. Isolierungsmaßnahmen 5.8. Durch Blut- u. andere Körperflüssigkeiten übertragbare Erreger 5.8.1. HBV, HCV, HDV Hepatitis B Erreger: Hepatitis B-Virus (HBV) gehört zu der Gruppe der Hepadna-Viren Instrumente),

Mehr

Umgang mit Patienten, die mit multiresistenten gramnegativen Stäbchenbakterien (3MRGN, 4MRGN) besiedelt/ infiziert sind

Umgang mit Patienten, die mit multiresistenten gramnegativen Stäbchenbakterien (3MRGN, 4MRGN) besiedelt/ infiziert sind Umgang mit Patienten, die mit multiresistenten gramnegativen Stäbchenbakterien (3MRGN, 4MRGN) besiedelt/ infiziert sind Erregerdefinition In den letzten Jahren ist unter den gramnegativen Stäbchenbakterien

Mehr

Infektionsgefahren im Einsatzdienst. Prof. Dr. Walter Popp, Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Essen Jörg Spors, Berufsfeuerwehr Essen

Infektionsgefahren im Einsatzdienst. Prof. Dr. Walter Popp, Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Essen Jörg Spors, Berufsfeuerwehr Essen Infektionsgefahren im Einsatzdienst Prof. Dr. Walter Popp, Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Essen Jörg Spors, Berufsfeuerwehr Essen 1 Themen Einige Zahlen RKI-Empfehlungen zur Reinigung und Desinfektion

Mehr

Hygienemaßnahmen bei 3 und 4 MRGN Erreger in der stationären und ambulanten Versorgung

Hygienemaßnahmen bei 3 und 4 MRGN Erreger in der stationären und ambulanten Versorgung Hygienemaßnahmen bei 3 und 4 MRGN Erreger in der stationären und ambulanten Versorgung Vortrag von Nicole Demuth-Werner HFK in der Kath. Krankenhaus Hagen gem. GmbH 2 3 Was Sie erwartet: Erregervorstellung

Mehr

(Virale) Atemwegsinfektionen im Herbst/Winter

(Virale) Atemwegsinfektionen im Herbst/Winter (Virale) Atemwegsinfektionen im Herbst/Winter Dr. med. Daniela Huzly Institut für Virologie Akkreditiert nach DIN EN ISO/IEC 15189 DAC-P-0212-03-00 Warum auf einem Hygienekongress über Atemwegsinfektionen

Mehr

Risikoabschätzung bei der Betreuung MRSA positiver Patienten außerhalb des Krankenhauses. Dr. Nicoletta Wischnewski, Robert Koch- Institut, Berlin

Risikoabschätzung bei der Betreuung MRSA positiver Patienten außerhalb des Krankenhauses. Dr. Nicoletta Wischnewski, Robert Koch- Institut, Berlin Risikoabschätzung bei der Betreuung MRSA positiver Patienten außerhalb des Krankenhauses Dr. Nicoletta Wischnewski, Robert Koch- Institut, Berlin Ulmer Symposium,24.04.2009 Beispiele des täglichen Lebens

Mehr

PATIENTENINFORMATION. Bakterien und Viren. Hintergründe, Behandlung & Vorsorge - im Krankenhaus und zu Hause.

PATIENTENINFORMATION. Bakterien und Viren. Hintergründe, Behandlung & Vorsorge - im Krankenhaus und zu Hause. PATIENTENINFORMATION Bakterien und Viren Hintergründe, Behandlung & Vorsorge - im Krankenhaus und zu Hause. 1 Liebe Leserin, lieber Leser, Todeskeime und Horrorviren geistern immer wieder durch die Medienlandschaft.

Mehr

Gastroenteritis Virale Gastroenteritis

Gastroenteritis Virale Gastroenteritis Gastroenteritis Virale Gastroenteritis Entzündliche Krankheit des GI-Trakts mit akuter Diarrhö Diarrhö Stuhlgang mit verminderter Konsistenz ± erhöhter Stuhlfrequenz Formen: - akut 2 Wochen - persistierend

Mehr

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) Behindertentageseinrichtungen

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) Behindertentageseinrichtungen 04 /2005 Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) Behindertentageseinrichtungen 1. Allgemeine Informationen 2. Spezielle Informationen für Behindertentageseinrichtungen 3. Empfehlungen zum Umgang

Mehr

Virushepatitis. Das müssen Sie wissen So können Sie sich schützen HAV HBV HCV

Virushepatitis. Das müssen Sie wissen So können Sie sich schützen HAV HBV HCV Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein HAV HBV HCV Virushepatitis Das müssen Sie wissen So können Sie sich schützen Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis

Mehr

Tab. 6 Ableitung von Maßnahmen zur Vermeidung der Weiterverbreitung von MRSA in Rehaeinrichtungen in Ergänzung zur Standardhygiene

Tab. 6 Ableitung von Maßnahmen zur Vermeidung der Weiterverbreitung von MRSA in Rehaeinrichtungen in Ergänzung zur Standardhygiene Tab. 6 Ableitung von Maßnahmen zur Vermeidung der Weiterverbreitung von MRSA in Rehaeinrichtungen in Ergänzung zur Standardhygiene Situation / Fragestellung Risikoanalyse Risikobewertung/ Schutzziel Maßnahmen

Mehr

3.14. Maßnahmen bei Patienten mit cystischer Fibrose (Mukoviszidose-Patienten)

3.14. Maßnahmen bei Patienten mit cystischer Fibrose (Mukoviszidose-Patienten) 3.14. Maßnahmen bei Patienten mit cystischer Fibrose (Mukoviszidose-Patienten) Allgemein: Für Patienten mit Cystischer Fibrose (CF) sind insbesondere folgende Erreger von Bedeutung: Burkholderia cepacia

Mehr

5. Isolierungsmaßnahmen

5. Isolierungsmaßnahmen 5. Isolierungsmaßnahmen 5.1 Übertragungsweg-abhängige Isolierungsmaßnahmen Übertragungsweg-abhängige Isolierungsmaßnahmen Institut für Hygiene und Umweltmedizin Der Begriff Isolierung (engl. isolation)

Mehr

Hygienemaßnahmen: Was-Wann-Wo?

Hygienemaßnahmen: Was-Wann-Wo? Hygienemaßnahmen: Was-Wann-Wo? 2. Workshop MRSA-Netzwerk Marzahn-Hellersdorf 29.09.2010 Dr. med. Sina Bärwolff Fachärztin für Hygiene und Umweltmedizin und Öffentliches Gesundheitswesen Leiterin des Fachbereiches

Mehr

Handlungsempfehlungen der LARE AG Standards im Patiententransport

Handlungsempfehlungen der LARE AG Standards im Patiententransport Handlungsempfehlungen der LARE AG Standards im Patiententransport Brigitte Finsterer Institut für Klinikhygiene, Medizinische Mikrobiologie und Klinische Infektiologie Klinikum Nürnberg Hygienemanagement

Mehr

Empfehlungen zur Verhütung und Bekämpfung von viralen Darminfektionen beim Menschen im Freistaat Sachsen. Astrovirus- Infektionen

Empfehlungen zur Verhütung und Bekämpfung von viralen Darminfektionen beim Menschen im Freistaat Sachsen. Astrovirus- Infektionen Empfehlungen zur Verhütung und Bekämpfung von viralen beim Menschen im Freistaat Sachsen Stand: Januar 2013 Erreger Fam. Reoviridae, unbehüllte, 7 Serogruppen A - G, Gruppe A größte Bedeutung Fam. Adenoviridae,

Mehr

3. Hygienemaßnahmen in bestimmten Bereichen

3. Hygienemaßnahmen in bestimmten Bereichen 3. Hygienemaßnahmen in bestimmten Bereichen 3.1. Hygienemaßnahmen bei Operationen Begriffsdefinition Institut für Hygiene und Umweltmedizin OP-Abteilung: umfasst einen oder mehrere OP-Säle mit Nebenräumen,

Mehr

Multi Resistente Erreger

Multi Resistente Erreger Hygienegerechtes Verhalten... Infektionsprävention bei MRE in Heimen und in der ambulanten, häuslichen Pflege d.h. die Einhaltung detaillierter Hygienevorschriften im pflegerischen und ärztlichen Bereich

Mehr

Akute Magen-Darm. Darm- Infektion (Gastroenteritis)

Akute Magen-Darm. Darm- Infektion (Gastroenteritis) Akute Magen-Darm Darm- Infektion (Gastroenteritis) Dr. med. D. Pilic Fachärztin für f r Kinderheilkunde Abteilung für f r pädiatrische p Gastroenterologie Klinik für f r Kinder- und Jugendmedizin St. Josef

Mehr

Schutz vor Infektionen mit entero-hämorrhagischen E.coli (EHEC)

Schutz vor Infektionen mit entero-hämorrhagischen E.coli (EHEC) Schutz vor Infektionen mit entero-hämorrhagischen E.coli (EHEC) Inhalt EHEC und was dahinter steckt Hintergrund Was ist EHEC? Was sind die Symptome? Wie werden EHEC-Bakterien übertragen? Wie kann man sich

Mehr

Ziel Verhinderung einer Übertragung und Ausbreitung von resistenten gramnegativen Bakterien

Ziel Verhinderung einer Übertragung und Ausbreitung von resistenten gramnegativen Bakterien Landeshauptstadt München Referat für Gesundheit und Umwelt Infektionshygiene/Medizinalwesen RGU-GS-HU-IHM Bayerstraße 28a, 80335 München Merkblatt Hygienemaßnahmen bei Bewohnern/ Klienten mit Nachweis

Mehr

Erregerübertragung und Standardhygiene

Erregerübertragung und Standardhygiene Erregerübertragung und Standardhygiene R. Schulze-Röbbecke Vortrag auf dem 1. Chiemgauer Krankenhaushygiene-Symposium, veranstaltet durch Prof. Dr. I. Kappstein, Traunstein, 9. Oktober 2009 Wie werden

Mehr

MRE-Hygieneplan Pflegeheime

MRE-Hygieneplan Pflegeheime -Hygieneplan Organisatorische Aufgaben Unterbringung des Bewohners Informationspflicht Transport und Verlegung Besucher Kolonisierter Bewohner (besiedelte Bewohner, die das Zimmer verlassen und auch an

Mehr

Univ. Klinik für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle

Univ. Klinik für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle Univ. Klinik für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle HYGIENERICHTLINIE ALLGEMEINES KRANKENHAUS DER STADT WIEN AKH-KHH-RL-071 gültig ab: 26.02.2014 Version 02 Seite 1 von 6 1 GELTUNGSBEREICH UND

Mehr

Standardmaßnahmen zur Prävention nosokomialer Infektionen

Standardmaßnahmen zur Prävention nosokomialer Infektionen Standardmaßnahmen zur Prävention nosokomialer Infektionen CDC, 2007 Standard Precautions Siegel JD, Rhinehart E, Jackson M, Chiarello L; HICPAC. 2007 Guideline for isolation precautions: preventing transmission

Mehr

Virusinfektionen in der Zahnarztpraxis

Virusinfektionen in der Zahnarztpraxis WISSENSCHAFTLICHE STELLUNGNAHME Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde gegr. 1859 Virusinfektionen in der Zahnarztpraxis Infektionen durch Viren stellen für das gesamte Personal der

Mehr

Staphylococcus aureus o Häufiger Erreger bakterieller Infektionen. o Natürlicher Standort ist die Haut und Schleimhaut von Mensch und Tier, vor allem der Nasen-Rachenraum. o o Keine besondere Gefährdung

Mehr

Kein Heim für multiresistente Erreger So (ver)meidet die AWO Problemkeime

Kein Heim für multiresistente Erreger So (ver)meidet die AWO Problemkeime Kein Heim für multiresistente Erreger So (ver)meidet die AWO Problemkeime Joachim Willms Hygiene/Infektionsprävention AWO Wohnen und Pflegen Weser-Ems GmbH Inhalt Definition Hygiene Erreger Übertragungswege

Mehr

HYGIENE IN DER PRAXIS. Franz Allerberger

HYGIENE IN DER PRAXIS. Franz Allerberger HYGIENE IN DER PRAXIS Franz Allerberger Medizinproduktegesetz BGBl.Nr. 657/1996 94. Der Bundesminister für Gesundheit und Konsumentenschutz hat unter Bedachtnahme auf die Art und Größe der Einrichtung

Mehr

IdealeLösungen für optimale Hygiene.

IdealeLösungen für optimale Hygiene. IdealeLösungen für optimale Hygiene. Richtigdesinfizierenwillgelerntsein So sind Sie auf der sicheren Seite. mobilomed skinsoft alkoholisches Haut- und Händedesinfektionsmittel Parfüm-,aldehyd-,phenol-,QAV-frei

Mehr

Lebensmittelbedingte Virusinfektionen

Lebensmittelbedingte Virusinfektionen Lebensmittelbedingte Virusinfektionen Informationsbroschüre M-V Epidemiologie, Probenahme, Diagnostik, Maßnahmen, Ansprechpartner Stand: Mai 2007 Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und

Mehr

Healthcare Aktuell. INFEKTIONSKRANKHEITEN durch gezielte und praxisnahe Desinfektionsmaßnahmen! Seite 2 THEMEN IM FOKUS

Healthcare Aktuell. INFEKTIONSKRANKHEITEN durch gezielte und praxisnahe Desinfektionsmaßnahmen! Seite 2 THEMEN IM FOKUS Healthcare Aktuell THEMEN IM FOKUS Verantwortungsvoller Umgang mit Infektionskrankheiten Die Bedeutung der Auslobung hinsichtlich Viren Die Bedeutung der Auslobung hinsichtlich Bakterien, Hefen und Mykobakterien

Mehr

Noroviren. Biologische Merkmale, Epidemiologie, Klinik, Prävention Empfehlungen zum Ausbruchs-Management

Noroviren. Biologische Merkmale, Epidemiologie, Klinik, Prävention Empfehlungen zum Ausbruchs-Management Noroviren Biologische Merkmale, Epidemiologie, Klinik, Prävention Empfehlungen zum Ausbruchs-Management Herausgeber Bundesamt für Gesundheit 3003 Bern (Schweiz) www.bag.admin.ch Publikationszeitpunkt:

Mehr

Freie Hansestadt Bremen. Gesundheitsamt. GGesundheit und Umwelt. Hepatitis B und C. Informationen für Menschen mit Leberentzündungen durch Viren

Freie Hansestadt Bremen. Gesundheitsamt. GGesundheit und Umwelt. Hepatitis B und C. Informationen für Menschen mit Leberentzündungen durch Viren Gesundheitsamt Freie Hansestadt Bremen GGesundheit und Umwelt Hepatitis B und C Informationen für Menschen mit Leberentzündungen durch Viren Dieses Faltblatt wendet sich an Bürgerinnen und Bürger, die

Mehr

Prof. Dr. med. Gerhard A. Wiesmüller. Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin. Zusatzbezeichnung Umweltmedizin. Reisemedizinische Gesundheitsberatung

Prof. Dr. med. Gerhard A. Wiesmüller. Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin. Zusatzbezeichnung Umweltmedizin. Reisemedizinische Gesundheitsberatung Ebola-Fieber http://www.rki.de/de/content/infaz/e/ebola/ebola_node.html Prof. Dr. med. Gerhard A. Wiesmüller Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin Zusatzbezeichnung Umweltmedizin Reisemedizinische Gesundheitsberatung

Mehr

Hygieneplan für MRGN -Krankenhäuser-

Hygieneplan für MRGN -Krankenhäuser- Inhaltsverzeichnis 1. Allgemeine Erläuterungen 2 1.1 3MRGN 2 1.2 3 2. Meldepflicht 3 3. Erregerhaltiges Material 3 4. Übertragung 3 5. Maßnahmen zur Prävention 3 5.1 Neuaufnahme eines Patienten mit bek.mrgn

Mehr

Grippe-Pandemie: Alles, was Sie wissen müssen.

Grippe-Pandemie: Alles, was Sie wissen müssen. Impressum Bundesamt für Gesundheit BAG Herausgeber: Bundesamt für Gesundheit Publikationszeitpunkt: September 2009 Die Broschüre erscheint auch in den Sprachen Deutsch Französisch Italienisch Rätoromanisch

Mehr

5. Isolierungsmaßnahmen

5. Isolierungsmaßnahmen 5. Isolierungsmaßnahmen 5.12. Hygieneschädlinge, Vorratsschädlinge und Lästlinge (Körperungeziefer) Allgemein Kopflaus Kleiderlaus Schädlinge und Lästlinge können unter gegebenen Umständen im Krankenhaus

Mehr

Umgang mit infektiösen Patienten

Umgang mit infektiösen Patienten Psychologiearbeit von Daniela Rohner und Lukas Wüest Studierende des Bildungsgangs HF MTR, Kurs 2009 Umgang mit infektiösen Patienten Mentor und Dozent: Dr. Bruno Keller Fach: Psychologie Eingereicht an

Mehr

Hygieneplan. MRGN (multiresistente gramnegative Erreger)

Hygieneplan. MRGN (multiresistente gramnegative Erreger) namentliche Meldung bei gehäuftem Auftreten von nosokomialen Infektionen ( 6 Abs. 3 IfSG), d. h. bei mehr als 2 Erkrankungen in zeitlichem und örtlichem Zusammenhang; Aufzeichnungspflicht ( 23 IfSG) Erreger

Mehr

Schutz-/Hygienemaßnahmen bei Tuberkulose

Schutz-/Hygienemaßnahmen bei Tuberkulose Aus: RKI, Infektionsepidemiologisches Jahrbuch für 2003 Schutz-/Hygienemaßnahmen bei Tuberkulose Bettina Temmesfeld Medizinische Klinik m.s. Infektiologie www.infektiologie.charite.de Die 4 großen A s

Mehr

HYGIENEPLAN FÜR KOSMETIK- UND NAGELSTUDIOS SOWIE FÜR PODOLOGEN

HYGIENEPLAN FÜR KOSMETIK- UND NAGELSTUDIOS SOWIE FÜR PODOLOGEN Hände- und Hautdesinfektion / Reinigung Einwirkzeiten der angewendeten Produkte richten sich generell nach der VAH-Liste oder den Herstellerangaben Hygienische Händedesinfektion Händereinigung Händepflege

Mehr

EINE INFORMATION FÜR MEDIZINISCHES PERSONAL.

EINE INFORMATION FÜR MEDIZINISCHES PERSONAL. Kommen Sie der Grippe zuvor. Schützen Sie sich und Ihre Patienten! Impfen und impfen lassen. Jedes Jahr. EINE INFORMATION FÜR MEDIZINISCHES PERSONAL. EINLEITUNG Eine Gefahr, die man nicht unterschätzen

Mehr

Verhütung blutübertragbarer Infektionen beim Umgang mit Patienten

Verhütung blutübertragbarer Infektionen beim Umgang mit Patienten Verhütung blutübertragbarer Infektionen beim Umgang mit Patienten Massnahmen nach Expositionen mit Blut und andern Körperflüssigkeiten Sofortmassnahmen nach einer Exposition Nach Stich- und Schnittverletzungen:

Mehr

Konsequent sein. Ein wichtiger Aspekt bei der Durchführung der Flächendesinfektion ist, wer dafür zuständig ist: Hauswirtschaft oder

Konsequent sein. Ein wichtiger Aspekt bei der Durchführung der Flächendesinfektion ist, wer dafür zuständig ist: Hauswirtschaft oder 29 > Altenpflege Titelthema Umgang mit Infektionen Sind Bewohner von Keimbesiedelungen oder Virusinfektionen betroffen, ist die Minimierung des Übertragungsrisikos oberstes Gebot. Text: Claudia Heim Konsequent

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Teil 1: Hygienebeauftragter Stellenbeschreibung... 21. Teil 2: Die Grundkenntnisse des Hygienebeauftragten...

Inhaltsverzeichnis. Teil 1: Hygienebeauftragter Stellenbeschreibung... 21. Teil 2: Die Grundkenntnisse des Hygienebeauftragten... Inhaltsverzeichnis 11 Inhaltsverzeichnis Vorwort zur 3. Auflage... 5 Vorwort zur 2. Auflage... 7 Vorwort zur 1. Auflage... 9 Teil 1: Hygienebeauftragter Stellenbeschreibung... 21 1 Hygienebeauftragter

Mehr

Hantavirus-Diagnostik

Hantavirus-Diagnostik Hantavirus-Diagnostik A. Lucht, D. Münstermann, R. Geisel --------------------------------------------- Labor Dr. Krone & Partner Medizinaluntersuchungsstelle Bad Salzuflen, Herford Hanta-Virusstruktur

Mehr

Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich. Die Infektion verläuft in mehreren Stadien:

Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich. Die Infektion verläuft in mehreren Stadien: HIV / Aids Was bedeutet HIV, was Aids? HIV steht für Human Immunodeficiency Virus (menschliches Immunschwächevirus). Dieses Virus schwächt das Immunsystem, mit dem der Körper Krankheiten abwehrt. Mit Aids

Mehr

Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene

Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene Herzlich willkommen in der Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene Referenzzentrum blutübertragene Krankheiten Initiator Bundesamt für Gesundheit (BAG) Ziel Überwachung der Infektionen und Expositionen

Mehr

ESBL/MRGN Informationen für Betroffene und Angehörige. Netzwerk Land Bremen

ESBL/MRGN Informationen für Betroffene und Angehörige. Netzwerk Land Bremen ESBL/MRGN Informationen für Betroffene und Angehörige Netzwerk Land Bremen Impressum Erstellt bzw. aktualisiert von einer Arbeitsgruppe des MRSA-Netzwerkes Land Bremen Herausgeber: MRSA-Netzwerk Land Bremen

Mehr

Hygienemaßnahmen bei HIV-Infektion und Virushepatitis

Hygienemaßnahmen bei HIV-Infektion und Virushepatitis Hygienemaßnahmen bei Hartwig Klinker Medizinische Klinik und Poliklinik II Schwerpunkt Infektiologie Verhütung beruflich bedingter Infektionen des medizinischen Personals StaphylococcusNosokomiale Infektionen

Mehr

Infektiologie HFK- ZAK

Infektiologie HFK- ZAK Infektiologie B. Heiß-Blum HFK- ZAK Definitionen Kolonisation Natürliche Besiedelung der äußeren Oberflächen von Haut und Schleimhaut mit Mikroorganismen. Kontamination Besiedelung von Oberflächen durch

Mehr

KOMET MRE. Hygieneplan MRSA (stationäre Pflege)

KOMET MRE. Hygieneplan MRSA (stationäre Pflege) KOMET MRE Kommunale Offensive METtmann gegen MultiResistente Erreger Hygieneplan MRSA (stationäre Pflege) Der hier vorliegende Hygieneplan richtet sich primär an die Einrichtungen der stationären Altenpflege

Mehr

Hygiene und Infektionsvorbeugung

Hygiene und Infektionsvorbeugung Hygiene und Infektionsvorbeugung Isolierung Beter voor elkaar 2 Einleitung Diese Broschüre ist für Patienten gedacht, die isoliert gepflegt werden und für deren Angehörige/sonstige Personen, die diese

Mehr

Hygiene-Standards - Ablauf am Inselspital. Swiss Intensive Symposium, Notwill 11.3.14 Dr.med. Alexia Cusini

Hygiene-Standards - Ablauf am Inselspital. Swiss Intensive Symposium, Notwill 11.3.14 Dr.med. Alexia Cusini Hygiene-Standards - Ablauf am Inselspital Swiss Intensive Symposium, Notwill 11.3.14 Dr.med. Alexia Cusini Primäres Ziel der Spitalhygiene: Verhütung nosokomialer Infekte Arbeitsbereiche Spitalhygienische

Mehr

Hygiene-Tipps für s kranke Kind zu Hause

Hygiene-Tipps für s kranke Kind zu Hause Hygiene-Tipps für s kranke Kind zu Hause Fakt ist: Privathaushalte sind mit 53 % der häufigste Ausgangsort für epidemiologisch bedeutsame Ausbrüche von Infektionskrankheiten Rechtliches Die wichtigsten

Mehr

Influenza-Pandemie A(H1N1)v

Influenza-Pandemie A(H1N1)v Influenza-Pandemie A(H1N1)v ÖGZ-Hygieneforum Alles für f r den Gast 10.11.2009 HR Dr. Christoph KönigK Landessanitätsdirektor tsdirektor Salzburg Influenza die Erkrankung Übertragung Schutzmaßnahmen Medikamente

Mehr

Giftwasser Krankheiten, die aus dem Wasser kommen

Giftwasser Krankheiten, die aus dem Wasser kommen Giftwasser Krankheiten, die aus dem Wasser kommen A. Rechenburg, M. Exner Heiliges Wasser Hochwasser Niedrigwasser Giftwasser ÖAW, 21.1.2011 Fakten 2 Mio. Tonnen Abfall werden weltweit jährlich in Gewässern

Mehr

Hygieneforum Brilon. Was ist Basishygiene?

Hygieneforum Brilon. Was ist Basishygiene? Hygieneforum Brilon Was ist Basishygiene? Reinhard Berkemeier Hygienefachkraft Hybeta GmbH Mehr wissen. Weiter denken. Definition der Basishygiene Welche Punkte / Maßnahmen gehören zur Basishygiene? Händehygiene

Mehr

Flächendesinfektion und -reinigung im Klinikalltag Dr. Ulrike Weber; Deggendorf; 14.05.2013

Flächendesinfektion und -reinigung im Klinikalltag Dr. Ulrike Weber; Deggendorf; 14.05.2013 Flächendesinfektion und -reinigung im Klinikalltag Dr. Ulrike Weber; Deggendorf; 14.05.2013 Wie wird das Ergebnis definiert? Optische Qualität Hygienische Qualität Olfaktorische Qualität Servicequalität

Mehr

Tuberkulose und Hygienemaßnahmen im Krankenhaus

Tuberkulose und Hygienemaßnahmen im Krankenhaus Tuberkulose und Hygienemaßnahmen im Krankenhaus Dr. Nikolai Menner Infektiologische Ambulanz Klinik m. S. Infektiologie und Pneumologie Campus Virchow Klinikum U N I V E R S I T Ä T S M E D I Z I N B E

Mehr

Jutta Weiland (HFK im AGAPLESION BETHESDA KRANKENHAUS WUPPERTAL) und. Nicole Demuth-Werner (HFK in der Kath. Krankenhaus Hagen gem.

Jutta Weiland (HFK im AGAPLESION BETHESDA KRANKENHAUS WUPPERTAL) und. Nicole Demuth-Werner (HFK in der Kath. Krankenhaus Hagen gem. Vortrag von: Jutta Weiland (HFK im AGAPLESION BETHESDA KRANKENHAUS WUPPERTAL) und Nicole Demuth-Werner (HFK in der Kath. Krankenhaus Hagen gem. GmbH) 2013 2 1 2013 3 Kategorien Kategorie 1 A: systematischen

Mehr

Inhaltsverzeichnis Hygiene Seminar

Inhaltsverzeichnis Hygiene Seminar Inhaltsverzeichnis Hygiene Seminar AM 03.06.09 IM HAUSE PERFEKTA / RICHARD KÜHN HAUS Seiten 2 11... Reinigung 12 16... Lufthygiene Anforderungen in Wohngebäuden 17 19... Resistente Keime 20 22... Qualitätsmanagement

Mehr

Afrikanische Schweinepest

Afrikanische Schweinepest Neue Schweineseuchen bedrohen Österreich Afrikanische Schweinepest Epizootische Virusdiarrhoe Dr. Wolfgang Schafzahl Fachtierarzt f. Ernährung u. Diätetik Fachtierarzt f. Schweine www.styriavet. at Afrikanische

Mehr

Pandemiekonzept. August 2010

Pandemiekonzept. August 2010 S August 2010 Inhalt 1. Organisation... 3 1.1 Organisationsstufen... 3 2. Krisenstab... 3 2.1 Zusammensetzung... 3 2.2 Aufgaben des Krisenstabs... 4 2.3. Auflösung des Krisenstabs... 4 3. Grundlagen der

Mehr

Keime sicher beherrschen. Fleischzubereitung

Keime sicher beherrschen. Fleischzubereitung Keime sicher beherrschen. Hygienetipps für die Fleischzubereitung HygienemaSSnahmen bei der Zubereitung von Fleisch Verbraucher müssen genauso auf Hygiene achten wie Hersteller und Handel Rohe Lebensmittel

Mehr

Kriterien zur Auswahl viruzider Desinfektionsmittel

Kriterien zur Auswahl viruzider Desinfektionsmittel Kriterien zur Auswahl viruzider Desinfektionsmittel Dr. Jürgen Gebel, Institut für Hygiene und Öffent. Gesundheit, Bonn Dr. Jochen Steinmann, MikroLab GmbH, Bremen Begriffsbestimmung viruzides DM Viruzid

Mehr

Pathogene Mikroorganismen im Trinkwasser

Pathogene Mikroorganismen im Trinkwasser Pathogene Mikroorganismen im Trinkwasser Dipl. Ing. (FH) Thorsten Dilger www.agrolab.de Geschichte 1665 Entwicklung des Mikroskops 1866 Louis Pasteur 1843-1910 Robert Koch Milzbrand Morbus Koch = Tuberkulose

Mehr

Maßnahmenplan beim Auftreten von MRSA

Maßnahmenplan beim Auftreten von MRSA Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene ( DGKH ) Sektion Hygiene in der ambulanten und stationären Kranken- und Altenpflege/Rehabilitation Maßnahmenplan beim Auftreten von MRSA Der

Mehr

Rundschreiben Nr. 10 /09

Rundschreiben Nr. 10 /09 BRK-Landesgeschäftsstelle München, 24.06.2009 Der Landesarzt LGF Sef/Ib. An die/den - Bezirks- und Kreisverbände - GeschäftsführerIn der Gemeinschaften - Rettungsleitstellen und Leiter Rettungsdienst -

Mehr

Steckbriefe der wichtigsten Krankheiten, die durch Lebensmittel übertragen werden

Steckbriefe der wichtigsten Krankheiten, die durch Lebensmittel übertragen werden Steckbriefe der wichtigsten Krankheiten, die durch Lebensmittel übertragen werden Hier werden nur die im Infektionsschutzgesetz (IfSG) genannten und für den Küchenbereich wichtigen Krankheiten alphabetisch

Mehr

bei Erkrankungen durch hochinfektiöse Erreger

bei Erkrankungen durch hochinfektiöse Erreger (Hygiene-)Maßnahmen bei Erkrankungen durch hochinfektiöse Erreger Franz F. REINTHALER Institut für Hygiene der Medizinischen Universität Graz Arbeitsgruppe: angewandte Hygiene Infektionswege: Aerogene

Mehr

Klassifizierung multiresistenter gramnegativer Stäbchen auf Basis ihrer phänotypischen Resistenzeigenschaften

Klassifizierung multiresistenter gramnegativer Stäbchen auf Basis ihrer phänotypischen Resistenzeigenschaften Hygienemaßnahmen für Rettungs- und qualifizierte Krankentransportdienste Stand: 08.07.13 Diese Empfehlungen gelten für den Rettungs- und qualifizierten Krankentransportdienst gemäß 3 Abs. 4 BbgRettG und

Mehr

NEWS. Noroviren. Es ist mal wieder soweit: Von Oktober bis März ist Norovirus-Zeit! Auszug unserer Noroviruswirksamen

NEWS. Noroviren. Es ist mal wieder soweit: Von Oktober bis März ist Norovirus-Zeit! Auszug unserer Noroviruswirksamen NEWS Noroviren Hochinfektiös und weltweit verbreitet Auszug unserer Noroviruswirksamen Produkte: Incidin Pro Skinman complete Skinman complete pure Spitacid Incidin Active SaniCloth Active Sekusept aktiv

Mehr

Hygiene und Aufbereitung von Medizinprodukten mit Blick auf multiresistente Keime. Dr. med. Karin Schwegmann

Hygiene und Aufbereitung von Medizinprodukten mit Blick auf multiresistente Keime. Dr. med. Karin Schwegmann Hygiene und Aufbereitung von Medizinprodukten mit Blick auf multiresistente Keime Dr. med. Karin Schwegmann Multiresistente Erreger (MRE) MRE- Art Methicillin resistenter Staphylococcus aureus MRSA Multiresistenten

Mehr

Grippeschutz nicht vergessen. Impfen nützt impfen schützt!

Grippeschutz nicht vergessen. Impfen nützt impfen schützt! Grippeschutz nicht vergessen. Impfen nützt impfen schützt! Grippe die unterschätzte Gefahr. Jedes Jahr suchen viele Personen wegen einer Influenza oder einer grippeähnlichen Erkrankung eine Arztpraxis

Mehr

Sinn und Unsinn der serologischen Virusdiagnostik. Dr. med. Daniela Huzly Abt. Virologie, Uniklinik Freiburg

Sinn und Unsinn der serologischen Virusdiagnostik. Dr. med. Daniela Huzly Abt. Virologie, Uniklinik Freiburg Sinn und Unsinn der serologischen Virusdiagnostik Dr. med. Daniela Huzly Abt. Virologie, Uniklinik Freiburg Historisches Louis Pasteur (1822-1895) Bis 1960 nur Erregeranzucht/Tiermodell Infektionsserologische

Mehr

FACHRICHTLINIE Nr. 10. HYGIENE im OP

FACHRICHTLINIE Nr. 10. HYGIENE im OP HYGIENE im OP Einleitung Die progrediente Entwicklung der operativen Medizin ermöglicht immer schwierigere, aufwendigere und länger andauernde Operationen bei zunehmend multimorbiden Patienten. Das hiermit

Mehr

ESBL. - Fragen und Antworten - LandesArbeitsgemeinschaft Resistente Erreger LARE BAYERN. Inhaltsverzeichnis

ESBL. - Fragen und Antworten - LandesArbeitsgemeinschaft Resistente Erreger LARE BAYERN. Inhaltsverzeichnis LandesArbeitsgemeinschaft Resistente Erreger LARE BAYERN ESBL - Fragen und Antworten - Inhaltsverzeichnis 1. Allgemeine Einführung/allgemeine Fragen... 2 1.1. Was bedeutet ESBL...2 1.2. Wie bemerke ich

Mehr

Ergebnisse des Projektes Hygiene in der ambulanten Pflege und Empfehlungen zur Verbesserung der. Hygiene in der ambulanten Pflege

Ergebnisse des Projektes Hygiene in der ambulanten Pflege und Empfehlungen zur Verbesserung der. Hygiene in der ambulanten Pflege Universitätsklinikum Essen Krankenhaushygiene Ergebnisse des Projektes Hygiene in der ambulanten Pflege und Empfehlungen zur Verbesserung der Hygiene in der ambulanten Pflege 16.03.2006 Universitätsklinikum

Mehr

Infektionen? Nein danke!

Infektionen? Nein danke! Infektionen? Nein danke! HYG 86 So können Sie mithelfen, Ihr Infektionsrisiko im Spital zu senken. Ein Patientenleitfaden. Liebe Patientin, lieber Patient! Infektionen können leider nicht zur Gänze verhindert

Mehr

Hygieneplan für Arztpraxen

Hygieneplan für Arztpraxen Seite: 1 Hygieneplan für Arztpraxen Einleitung Seite: 2 Für den der Hygiene in der Praxis tragen die Praxisinhaber die Verantwortung. Hygienebeauftragte sind:. Der Praxis- Hygiene-Plan steht als Referenz

Mehr

Pandemie: Verzicht auf Schulschliessungen Lagebeurteilung vom 13. November 2009

Pandemie: Verzicht auf Schulschliessungen Lagebeurteilung vom 13. November 2009 Erziehungsdirektion des Kantons Bern Direction de l'instruction publique du canton de Berne Amt für Kindergarten, Volksschule und Beratung Office de l'enseignement préscolaire et obligatoire, du conseil

Mehr

TALON Pellets. Zulassungsnummer: N-47827 (BAuA); 2012/1547/280/DE/AMR/25 (Referenznummer R4BP) Inhalt: 10 kg Auslegefertiger Pelletköder

TALON Pellets. Zulassungsnummer: N-47827 (BAuA); 2012/1547/280/DE/AMR/25 (Referenznummer R4BP) Inhalt: 10 kg Auslegefertiger Pelletköder L177416 1123/PM SYN GERM/12R PPE 4033515 1 1 = Marke des IVA TALON Pellets Zulassungsnummer: N-47827 (BAuA); 2012/1547/280/DE/AMR/25 (Referenznummer R4BP) Inhalt: 10 kg Auslegefertiger Pelletköder Notfallauskunft:

Mehr

Massnahme bei Schweinegrippe-Verdacht

Massnahme bei Schweinegrippe-Verdacht Massnahme bei Schweinegrippe-Verdacht Die pandemische Grippe (H1N1), bisher auch Schweinegrippe genannt, wird durch ein neuartiges Virus verursacht, das sich leicht von Mensch zu Mensch überträgt. Die

Mehr

Erläuterungen zum Einsatz des Schulungsfilms für Mitarbeiter im Gesundheitswesen: Anleitung für Beobachter zur Bestimmung der Compliance

Erläuterungen zum Einsatz des Schulungsfilms für Mitarbeiter im Gesundheitswesen: Anleitung für Beobachter zur Bestimmung der Compliance Erläuterungen zum Einsatz des Schulungsfilms für Mitarbeiter im Gesundheitswesen: Anleitung für Beobachter zur Bestimmung der Compliance 1 Sehr geehrte Teilnehmer der AKTION Saubere Hände Dieser Film wurde

Mehr

Cytomegalie & Co. Häufige Virusinfektionen in der Schwangerschaft. Deutsches Grünes Kreuz e.v.

Cytomegalie & Co. Häufige Virusinfektionen in der Schwangerschaft. Deutsches Grünes Kreuz e.v. Cytomegalie & Co Häufige Virusinfektionen in der Schwangerschaft Schwangerschaft Eine ganz besondere Zeit der Vorfreude Verantwortung Sorge Die werdenden Eltern möchten alles richtig machen für das Wohl

Mehr

Unterweisungsmodul. Biologische Arbeitsstoffe

Unterweisungsmodul. Biologische Arbeitsstoffe Unterweisungsmodul Biologische Arbeitsstoffe Unterweisungsinhalte - Beispiele Rechtliche Grundlagen Definition Biologischer Arbeitsstoff Risikogruppe Tätigkeit - nicht gezielt versus gezielt Infektionspotenzial

Mehr

MRSA ESBL CD MDR/XDR

MRSA ESBL CD MDR/XDR MRSA ESBL CD MDR/XDR Auswirkungen auf die tägliche Hygienearbeit OÖ Hygienetag 2014 EIGENSCHAFTEN MRSA = METHICILLIN-RESISTENTER STAPHYLOCOCCUS AUREUS ein alter Bekannter MRSA ist relativ unempfindlich

Mehr

Erkrankung Symptome Ansteckungsgefahr Kontaktpersonen Schutz vor Ansteckung Besuch vom Kindergarten Akute Mittelohrentzündung

Erkrankung Symptome Ansteckungsgefahr Kontaktpersonen Schutz vor Ansteckung Besuch vom Kindergarten Akute Mittelohrentzündung Erstelldatum 25.11.2008 15:19:00 1 von 5 Freiburger Kinderhausinitiative e.v. Liebe Eltern: Die Fachkräfte unserer Kitas sind befugt, die Aufnahme eines sichtbar kranken Kindes zum Schutz des Erkrankten

Mehr

Hygieneplan - Was ist wichtig? Erstellt von Claudia Nüchter 12.05.2015 Fachdienst 6100

Hygieneplan - Was ist wichtig? Erstellt von Claudia Nüchter 12.05.2015 Fachdienst 6100 Hygieneplan - Was ist wichtig? Erstellt von Claudia Nüchter 12.05.2015 Fachdienst 6100 Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (IfSG) 23, Abs. 3 Infektionsschutzgesetz:

Mehr

Tübinger Forum 2011. 05. November 2011

Tübinger Forum 2011. 05. November 2011 05. November 2011 Desinfektion immer ein aktuelles Thema Dipl.-Biol. Verona Schmidt Leitung Abteilung Mikrobiologie und Hygiene Chem. Fabrik Dr. Weigert, Hamburg 1 Inhalt: Grundlagen der Desinfektion Prüfung

Mehr

Steckbrief: Legionärskrankheit

Steckbrief: Legionärskrankheit Im Juli 1976 fand in einem großen Hotel in Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania, USA, ein Treffen von Veteranen der American Legion statt. Während des Treffens erkrankten ca. 180 Legionäre an einer

Mehr

VOGELGRIPPE HINWEISE FÜR DIE ÖFFENTLICHKEIT ZUM THEMA VOGELGRIPPE

VOGELGRIPPE HINWEISE FÜR DIE ÖFFENTLICHKEIT ZUM THEMA VOGELGRIPPE VOGELGRIPPE HINWEISE FÜR DIE ÖFFENTLICHKEIT ZUM THEMA VOGELGRIPPE Warum eine Broschüre über die Vogelgrippe? Immer, wenn die Weltbevölkerung neuen Gefahren ausgesetzt ist, die die allgemeine Gesundheit

Mehr

Hepatitis C. Erreger: Hepatitis C-Virus (HCV)

Hepatitis C. Erreger: Hepatitis C-Virus (HCV) Maßnahmen bei meldepflichtigen und sonstigen für die Steiermark relevanten Infektionskrankheiten Hepatitis C Erreger: Hepatitis C-Virus (HCV) Erreger der Hepatitis C sind die verschiedenen Genotypen des

Mehr

Hygieneplan der Grundschule Harmonie Grundlage: 59 Abs.8 SchulG, 33 Infektionsschutzgesetz, 36 Abs.1 Infektionsschutzgesetz

Hygieneplan der Grundschule Harmonie Grundlage: 59 Abs.8 SchulG, 33 Infektionsschutzgesetz, 36 Abs.1 Infektionsschutzgesetz Europaschule Harmonie Sankt-Martins-Weg 5 53783 Eitorf 0049 (0)2243 912620 Hygieneplan der Grundschule Harmonie Grundlage: 59 Abs.8 SchulG, 33 Infektionsschutzgesetz, 36 Abs.1 Infektionsschutzgesetz Stand:

Mehr

Wir forschen für den Infektionsschutz. www.bode-science-center.de

Wir forschen für den Infektionsschutz. www.bode-science-center.de Alkoholische Schnelldesinfektion von Flächen. Vielseitige Lösungen für hohe Hygienestandards. Bacillol AF Bacillol AF Tissues Bacillol Tissues Bacillol Wipes Bacillol 30 Foam Bacillol 30 Tissues Mit umfassenden

Mehr