Schlafstörungen bei Kindern

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2 Schlafstörungen bei Kindern Dr.med. Christoph Schenk Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychosomatische Medizin Schlafmedizin Lotter Str Osnabrück Ambulantes Schlafzentrum am Klinikum Os

3 Schlaf, Atmung, Kreislauf, Motorik Schlaf Atmung Motorik Kreislauf

4 S chlafstörungen bei K indern: W as sagt die neue F orschung? University of P ittsburgh: 553 K inder mit depressiven S törungen im A lter von 12 J ahren wurden untersucht. 72 % leiden an S chlafstörungen! (I nsomnie und H ypersomnie) W ahrscheinlichk eit für M ädchen höher! Schlafstörungen und D epressionen sind assoziier

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7 Um was geht es dabei - Risiken? Schwierigkeiten beim Einschlafen Störungen des Durchschlafens Vorzeitiges Erwachen Übermäßiges Schlafen (Hypersomnie) Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus Schlaflosigkeit (Insomnie, Asomnie) Schlafwandeln (Mondsucht, Somnambulismus) Alpträume

8

9 Schlafprofile:

10 International Classification of Sleep Disorders (ICSD) noch nicht klassifizierbare Schlafstörungen Dyssomnien A: Intrinsische Dyssomnien z.b. Narkolepsie B: Extrinsische Dyssomnien z.b. falsche Schlafhygiene C: Störungen des zirkadianen Schlafrhythmus z.b. Jet Lag Parasomnien Schlafstörungen bei anderen Erkrankungen A: Aufwachstörungen z.b. Pavor nocturnus B: Schlaf-WachÜbergangsst. z.b. Einschlafmyoklonie C: REM-Schlaf gebunden z.b. Alpträume D: andere z.b. Bruxismus A: psychiatrische Erkrankungen z.b. Psychose B: neurologische Erkrankungen z.b. Status epilepticus i. Schlaf (Primäre Störung oder Beeinträchtigung des Schlafes hinsichtlich seiner Dauer, Qualität oder zeitlicher Organisation.) (Störungen, die in den Schlafprozeß einbrechen, nicht jedoch primär Störungen des Schlaf- oder Wachzustandes.) C: internistische Erkrankungen z.b. schlafgebundenes Asthma

11 Nicht jedes Schlafproblem ist gleich eine Störung Von Einschlafstörungen spricht man, wenn ein Kind nach den ersten sechs Lebensmonaten regelmäßig nur mit aufwändiger Hilfe der Eltern, zum Beispiel durch langes Herumtragen, einschlafen kann und regelmäßig mehr als 30 Minuten dazu braucht. Von Durchschlafstörungen spricht man, wenn ein Kind in diesem Alter regelmäßig an mindestens vier Nächten in der Woche dreimal oder öfter pro Nacht aufwacht, beim nächtlichen Aufwachen im Durchschnitt länger als 20 Minuten wach ist und zum Wiedereinschlafen die Hilfe der Eltern benötigt.

12 Kurzer Abriss: Physiologie der Nacht! Stadium 1: 10 % Stadium 2: 50 % Stadium 3/4: 20 % Stadium REM: 20 % * Schlaflabor kindgerecht * Nachtwachen geschult? * Eltern anwesend? * Datenauswertung erschwert aber wertvoll

13 Pathogenese bei Kindern und Eltern! e i r o t k a f Multi n e h e h c lles Ges Emotionen (Angst, Dunkelheit,Stille...) Kognitionen (Probleme,Grübeln...) Physiologie (Motorik, Erregung...) Verhalten (Bettzeit,Schlafhygiene,Eltern...) Äußere Bedingungen (Lärm,Temp....) Organismus (Asthma, ADHS,Neurodermitis...)

14 1. Bruxismus 2. Enuresis nocturna 3. Schlafgebundenes Verschlucken 4. Nächtliche paroxysmale Dystonie 5. Syndrom des plötzlichen und unerklärlichen Todes 6. Primäres Schnarchen 7. Säuglings-Schlafapnoe 8. Angeborenes zentrales Hypoventilationssyndrom (Undines Fluch) 9. Plötzlicher Kindstod 10. Gutartiger Schlafmyoklonus Neugeborener

15 Zielsetzungen (altersunabhängig) Behandlungsprogramm für Kinder und Eltern Erstes Ziel: Information und Aufklärung, keine Schuldzuweisungen, Zugeständnis eigener Emotionen,Konfliktbearbeitung Zweites Ziel: Umsetzung in Änderungen der Verhaltensmustern, Rituale, AT Drittes Ziel: Erholsamer Schlaf

16 Was wissen wir aus Studien? Schlafprobleme kommen häufig nicht allein Schlafen heißt Lernen Nicht im Schlaf lernen, sondern durch Schlaf erfahren! Schlafzeiten/Alter: Geburt: Std. 1.Jahr: 15 Std. 4.Jahr: 12 Std. Adoleszenz: 8,5 Std. Später: 7 Std.

17 Drei-Monats-Prävalenzen von weiteren Schlafstörungen und Einflußfaktoren Einschuljahrgang % 57% 55% 50% 45% 40% 35% 30% 25% 21% 19% 20% 15% 13% 11% 10% 3% 5% 5% 6% 5% 0% äs nn se n t ei gk lli fä er an m kt m fe Zi In m f ri la he ch se rn rs Fe vo n he g se un rn ig Fe st lä be g rm un Lä tig äs el tb ch f Li la ch ss ag itt M us sm xi ne ru ei B B e ig uh nr U Ei

18 Forschungserkenntnisse * REM Analysen (Kinder haben mehr REM Schlaf) * Biorhythmus reagiert sensibel (z.b. Wachstumshormon hat Max. Vor Mitternacht) * Angeboren: Lerche oder Eule (Morgen oder Abendmenschen)

19 Problem: Hilfsmittel Medikamente! Wenn möglich: je jünger der Patient, desto vorsichtiger und weniger! Schlafmedizin: natürliche Mittel! Baldrian, MG, Hangover Abitur? Medikamente?

20 Ratschläge: y h s e g a T Schlaf/! g i t h c i w d n i s n l e g e R e n gie Zeitgeber am Tage einhalten: Aufstehzeit,Frühstück,Schule,Mittagessen,Schularbeiten Am Abend: Schlafambiente,Bett nur zum Schlafen,Essen und Trinken im Bett verboten,kein Licht Therapie bei Krankheit: Angstbewältigung,Phantasiereisen,Verhaltensumstrukturierung

21 Empfehlungen Jede Schlafstörung im Kindes- und Jugendalter sollte geprüft werden, um eine Chronifizierung zu vermeiden. Alle Möglichkeiten nach Hilfe zur Selbsthilfe prüfen! Veränderungen müssen altersangepasst angewandt werden! Auch Kleinkinder schnarchen und haben ein OSAS!

22 Vielen Dank für Ihre Auflogo2.jpgmerksamkeit!! Beenden Sie Ihren Vortrag mit einem positiven Gruß und Dank an das Publikum.

23 Danke das war`s Haben Sie etwa noch Fragen??

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