Impulsvortrag Wir sind multikulturell. Judith McKimm-Vorderwinkler, MA

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1 Impulsvortrag Wir sind multikulturell

2 Multikulturalismus in Österreich Jänner 2015: 13,3 % der Gesamtbevölkerung sind Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit ca. 50 % davon aus der EU (Statistik Austria) 102 Herkunftsländer (Prof. Heinz Fassmann, Uni Wien, 2010)

3 Von Ethnozentrismus zu Ethnorelativismus Interkulturelle Sensibilität (Hammer & Bennet) Ethnozentrismus Ethnorelativismus 1. Verneinung 2. Abwehr 3. Minimisierung

4 Von Ethnozentrismus zu Ethnorelativismus Interkulturelle Sensibilität (Hammer & Bennet) Ethnozentrismus Ethnorelativismus 1. Verneinung 4. Akzeptanz 2. Abwehr 5. Adaptierung 3. Minimisierung 6. Integration

5 Identität Persönliche Identität: Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, kulturelle Identität, Sprache,... Soziale Identität: Beruf, Alter, Bildungsgrad, Mitgliedschaften, Familienstatus,...

6 Integration integratio = die Wiederherstellung eines Ganzen

7 Akkulturierungsstrategien (Berry) eigene Kultur neue Kultur Hat es Vorteile, die eigene Identität und Merkmale beizubehalten? Ja nein Hat es Vorteile, mit der Mehrheitsgesellschaft Beziehungen zu pflegen? Ja - nein

8 Akkulturierungsstrategien (Berry) eigene Kultur neue Kultur Assimilation Trennung Marginalisierung Integration

9 Psychologische Voraussetzungen für Integration (Berry) Positive multikulturelle Ideologie Minimaler Ethnozentrismus, Diskriminierung und Rassismus Positive Einstellung zwischen verschiedenen kulturellen Gruppierungen Generelles Gefühl der Zugehörigkeit oder Identifizierung aller Gruppen mit der breiteren Gesellschaft

10 Islamische Radikalisierungstendenzen ausländische Djihadisten aus Europa & den USA In D: ca. 2/3 der knapp 780 Djihadisten unter 18 Jahre In A: im Durchschnitt älter Frauen: meist Jahre, auch viele Jährige Selten lange davor gläubige Muslime Größte Gruppe Ausländer aus Tunesien In Europa: aus Frankreich; Belgien größter pro-kopf Anteil (Petra Ramsauer, 2015)

11 Interkulturelle Mediation als Integrationsarbeit Interkulturelle Mediation Ethnozentrismus Ethnorelativismus Integration Kommunikation fördern Weltansichten kontextualisieren Beziehungen herstellen fördern - stärken (LeBaron, Pillay (2006))

12 Methoden und Techniken in der interkulturellen Mediation Vertrauen

13 Methoden und Techniken in der interkulturellen Mediation Vertrauen Co-Mediation / kulturell ausgewogene Mediation als strategische Vorgangsweise

14 Methoden und Techniken in der interkulturellen Mediation Vertrauen Co-Mediation / kulturell ausgewogene Mediation als strategische Vorgangsweise Vorteile: Größere Akzeptanz und Vertrauen gegenüber den Mediatoren Kulturbarrieren leichter überbrückbar Kombination von kultureller Nähe und Unparteilichkeit Größere Breite von Perspektiven Bessere Bewertung der Prozesse

15 Methoden und Techniken in der interkulturellen Mediation Strategische Zusammensetzung des Mediatorenteams, je nach kultureller Distanz, Art des Konfliktes und Sprachkonstellation genaue kulturelle Repräsentation verschiedene kulturelle Repräsentation 2 Außenseiter, jedoch unter Berücksichtigung der kulturellen Dimensionen

16 Sprache in der interkulturellen Mediation

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