Von der schriftlichen Arbeit zur Präsentation

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1 Von der schriftlichen Arbeit zur Präsentation 1 Grundsätze für einen guten Vortrag Hauptsätze, Hauptsätze, Hauptsätze Wesentliche Unterschiede zwischen gesprochener und geschriebener Sprache beachten!! Daraus folgt: Adressatenbezug unbedingt vorher überdenken Informieren (Darstellung) und überzeugen (Appell) Was sind die Interessen meines Publikums? Welches Vorwissen haben sie? 2 Inhaltliche Umsetzung des Vortrags LESEN ist nicht gleich HÖREN!! Folge: Seminararbeit muss für das Referat überarbeitet werden!! Ein bloßes Referat über die Inhalte Ihrer Seminararbeit wäre ungenügend! Reduktion / Schwerpunkte setzen o Auswahl (das Wesentliche / Interessante) und Kürzung (Details) o Im Hinterkopf behalten: Hörer kein Experte o Fremdwörter, Fachbegriffe erklären o auf Thema konzentrieren Zahlen vermeiden o drei bis fünf Zahlen ok o Sätze nicht mit Zahlen / Jahreszahlen beginnen o statt Zahlen: Relationen und Vergleiche

2 3 Der Aufbau des Vortrags Ähnlich der Gliederung der Seminararbeit, doch besonderes Augenmerk liegt bei Beginn und Schluss: Aufhänger finden o Aufmerksamkeit gewinnen (Anekdoten, persönlicher / lokaler / aktueller Bezug, Zitat, bildlicher Impuls, etwas Heiteres ) o Nie: Ich muss heute eine Präsentation halten o Keine steifen Begrüßungen oder Darstellen von selbstverständlichen Sachverhalten: Die Hauptthese meiner Arbeit besteht Ziel des Vortrags den Hörern nennen o Gliederung vorstellen Klare Struktur verfolgen den roten Faden immer wieder aufgreifen o Durch Zwischenzusammenfassungen o Durch Bezüge zu Genanntem oder Vorwissen o Durch praktische, anschauliche Beispiele Abwechslung o Es gibt keine langweiligen Themen, nur langweilige Referate: also mit Anekdoten, Geschichten u.ä. auflockern Interaktion o Zuhörer bekommen wenigstens einmal einen aktiven Part (Fragen / Diskussion / direkte Anrede / jemanden dazu holen ) Ein Ende finden o Redeabschluss bewusst gestalten (z.b. Zusammenfassung, Visualisierung, Appell, Hinweis auf Nutzen des Vortrages, Bogen zurück zur Einleitung) o Beantwortung der Fragestellung des Vortrags muss geleistet sein

3 4 Die rhetorische Gestaltung des Vortrags Wissenschaftliches Hintergrundwissen: Man kann nicht nicht kommunizieren (Paul Watzlawick) o Jede Kommunikation basiert auf der Inhalts- und der Beziehungsebene. Die Beziehungsebene ist dabei der weit bestimmende Teil (80% der Reaktionen des Publikums basieren auf dieser) o Auf nonverbale Kommunikation achten: Deine Miene spricht aus, was immer Du verheimlichst. (Seneca) Körperhaltung, Mimik, Gestik und Sprechweise werden genau wahrgenommen, vom Publikum interpretiert Rückschlüsse auf Motivation, Einstellung zum Thema, Selbstsicherheit und Kompetenz (Bewertung!!!!) Schweigen des Redners z.b. fordert zur Ruhe auf Unruhe im Publikum Erstaunen? Langeweile? Unklarheiten? Vortrag ist also immer auch Dialog Übung macht den Meister: o Einüben des Vortrags (v.a. auch zeitlicher Umfang = 15 Minuten) vor Freunden / Eltern, mit Aufnahmegerät, vor dem Spiegel Sprechweise Lesen einer Arbeit: Leser hat persönliches Tempo, Möglichkeit zur Wiederholung, zu Lesendes liegt vor Beim Vortrag ist der Hörer vom Vortragenden abhängig: einfachere syntaktische Struktur ist notwendig diese erreicht man dadurch, dass der Redner erst im Moment der Rede seine Gedanken formuliert Wichtig: eine freie Rede ist vielleicht auswendiggelernt, darf aber auf keinen Fall so wirken!!!!! Karteikärtchen Inhalte in Stichpunkten notieren (DIN A 6 oder 7) Dazu gehören auch Zahlen (vgl. dort), Fakten, Zitate und Definitionen Groß und deutlich schreiben, unterschiedliche Farben (z.b. zum Einsatz der Veranschaulichungsmittel) Nummerieren wichtig Zwischenräume für nachträgliche Ergänzungen lassen Nebeneffekt: an Karteikärtchen kann man sich festhalten

4 Einfache Sprache ist grundsätzlich durch freien Vortrag gewährleitet kurze, einfache Sätze Verbal- statt Nominalstil (statt unter Berücksichtigung der Fakten nun wenn ich die Fakten berücksichtige ) Auf innere Zusammenhänge achten Keine Floskeln und Füllwörter ( nicht wirklich, meiner Meinung nach, wenn man so will, wie soll ich sagen ) Einsatz der Stimme Stimme ist das wichtigste Werkzeug der Rede Lautstärke: Leise = Unsicherheit? Eindringlichkeit? Auf Dauer schwierig für Zuhörer. Mittlere Lautstärke = verbindlich und sachlich. Laut = Wut? Ärger? Engagement? Auf Dauer anstrengend für Zuhörer und Redner Sprechtempo: Zu schnell: Unsicherheit, aber auch Folge einer guten Vorbereitung, Wirkung geht verloren. Zu langsam: schlechte Vorbereitung, wirkt ermüdend Artikulation (Sprechweise): deutlich und nicht zu schnell. Auf lebendige Sprechweise achten: Variation von Lautstärke und Tempo entsprechend des Inhaltes. Direkte Ansprache des Publikums (Interaktion). Einsatz kurzer Pausen ( Bedeutendes, Zeit zum Verarbeiten geben).

5 BEWERTUNGSBOGEN PRÄSENTATION Thema: Datum: Referent/in: INHALT (Gewichtung 40 %) EINSTIEG: Aufhänger weckt Interesse, gewinnt die Hörer, zum Hauptteil hinführend, kurz fehlt bzw. erzeugt Ablehnung; funktionslos, zu weit ausholend HAUPTTEIL Aufbau: Einleitung, Hauptteil, Schluss Prägnanz sachgerecht, folgerichtig, Gliederung und roter Faden erkennbar Wichtiges hervorgehoben; Zwischenzusammenfassungen; Stil völlig unklar keine Ordnung Wichtiges geht unter. Argumentation und Güte der je Gliederungspunkt eine wesentliche Quellen (wissenschaftlich Aussage zum Thema; Begründungen, oder populärwiss.?) Bezüge zu Genanntem; anschauliche (doppelte Wertung) Beispiele, Skizzen, Graphiken unpassende bzw. unwichtige Aussagen, unvollständige Argumentation, zielloses Gerede Sachliche Richtigkeit korrekte Information grobe Fehler Fachbegriffe werden erklärt, souveräner Umgang unreflektiert verwendet, kommen nicht vor SCHLUSS: bewusster Redeabschluss Zusammenfassung, weiterführende Gedanken fehlt, funktionslos DARBIETUNG (Gewichtung 40 %) Auftreten natürlich, sicher verkrampft, hilflos Sprechweise: Lautstärke, Sprechtempo, Artikulation deutlich, akzentuiert, mit Sprechpausen, sprachlich korrekt kaum verstehbar, monoton, hastig, sprachlich grob fehlerhaft Vortrag: Freie Rede Auswendig weitgehend frei; Stil abgelesen Kontakt zum Hörer Anregungswert, Interaktion, Humor passende Wortwahl, Augenkontakt Zuhörer werden anschaulich, spannend, humorvoll unterrichtet, zeigen Interesse, stellen Zusatzfragen, aktiver Part der Zuh. keinerlei Adressatenbezug und - kontakt Vortrag trocken, abstrakt, einschläfernd, Hörer desinteressiert, keine Reaktionen HILFSMITTEL (Gewichtung 20 %) Folie, Tafelbild sehr gut lesbar und sichtbar, übersichtlich, anschaulich unlesbar oder uneinsehbar, überladen Handout (DinA4-Seite) wenige, aber wichtige Informationen; übersichtlich strukturierte Darstellung; Quellenangabe; weiterführendes und neues Material zu wenige / zu viele Informationen; unübersichtliche Darstellung Unterschrift Lehrkraft:

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