Mitarbeiter - Vorgesetzten Gespräch gewaltfreie und wertschätzende Kommunikation

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1 Mitarbeiter - Vorgesetzten Gespräch gewaltfreie und wertschätzende Kommunikation Hochschul-Netzwerk BetriebSuchtGesundheit Arbeitstagung Okt.2007 in München-Freising Man kann nicht nicht kommunizieren Verbal Auswahl der Worte Körper Stimme Gesichtsausdruck Körperhaltung Muskelspannung Atemgeschwindigkeit Klang 1

2 Beschwichtigen Anklagen 2

3 Rationalisieren Ablenken 3

4 Die Geschichte mit dem Hammer Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts angetan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht's mir wirklich. - Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch noch bevor er»guten Tag«sagen kann, schreit ihn unser Mann an:»behalten Sie sich Ihren Hammer, Sie Rüpel!«Paul Watzlawik Praxis I 4

5 1. Was beobachte ich? 2. Was fühle ich? 4. Um was bitte ich? 3. Was will ich? 1. Was beobachte ich? Beim VG, beim MA 2. Was könnte der VG / der MA gefühlt haben? Was fühle ich? 4. Um was bittet der VG? Um was bitte ich? 3. Was will der VG / der MA? Was will ich? 5

6 1. Was beobachte ich? Beobachtung / Wahrnehmung Bewertung / Interpretation 6

7 Die Mutter schenkt dem Sohn 2 Hemden. Als er das eine davon anzieht, fragt sie ihn vorwurfsvoll: Das andere gefällt Dir wohl nicht? Frau: "Schatz. Bist du eigentlich der Meinung, dass ich fett geworden bin?" Mann: "Ich finde nicht, dass du fett geworden bist!" Frau: "Wie, du findest nicht, wer findet es denn dann?" 7

8 Welche Figur liegt über der anderen? 8

9 9

10 10

11 Katzen oder Tauben? 11

12 Beobachten - Bewerten Unser Kollege hat an seinen Fingernägeln gekaut Der Chef hat mich nicht um meine Meinung gefragt Mein Sohn putzt sich oft nicht die Zähne Mein Vater ist ein guter Mensch Frau Müller arbeitet zu viel Hans ist aggressiv Frau Schulze ist immer die erste im Büro Meine Frau sagt, grün steht mir nicht besonders Meine Mutter klagt immer, wenn ich mit ihr telefoniere Herr Maier ist grundlos wütend auf mich Beobachtung Bewertung 2. Was fühle ich? 12

13 Ersetzen ich habe das Gefühl Ich fühle mich Ich bin Ich bin Gefühle Ich bin traurig, dass Du gehst Ich habe das Gefühl, Du liebst mich nicht Ich bekomme Angst, wenn Du das sagst Wenn du mich nicht grüßt, fühle ich mich vernachlässigt Ich freue mich, dass Du kommst Du bist unmöglich Ich habe Lust, dich zu prügeln Ich fühle mich missverstanden Ich habe ein gutes Gefühl zu dem, was Du für mich getan hast Ich fühle mich wertlos Ich habe das Gefühl, wir brauchen bald ein neues Auto ja nein 13

14 3. Was will ich? Wahrnehmen / Spüren Verantwortung für die Gefühle anderer Mein Problem (VG) Dein Problem (MA) Verantwortung für meine Handlungen 14

15 Bedürfnisse Ich bin ärgerlich, wenn Sie das sagen, weil ich Respekt möchte. Ich verstehe Ihre Worte als Beleidigung Sie verärgern mich, wenn Sie die Unterlagen auf dem Boden liegen lassen kleine Bemerkungen, die manchmal fallen, verletzen mich Ich bin glücklich, dass Sie diesen Preis erhalten haben Ich bekomme Angst, wenn du so laut wirst Ich bin dankbar, dass du mich mitgenommen hast, weil ich vor den Kindern zu Hause sein muss Ich bin frustriert, wenn du zu spät kommst Ich bin traurig, dass du nicht zum Essen kommst, weil ich gehofft hatte, wir verbringen den Abend gemeinsam Ich bin enttäuscht, weil Du gesagt hast, du würdest das machen, und Du hast es nicht gemacht Ich fühle mich entmutigt, weil ich mit meiner Arbeit gerne weiter gekommen wäre, als es jetzt der Fall ist ja nein 4. Um was bitte ich? 15

16 Forderung / Bitte Forderung Unterwerfung Rebellion Reaktion Kritisieren Verurteilen Schuldgefühle machen Bitte Ablehnung Zustimmung Reaktion Auf die Bedürfnisse Bitten Ich möchte, dass du mich verstehst Bitte nenn eine Sache, die ich gemacht habe und die du schätzt Ich hätte gerne, dass Du mehr Selbstvertrauen hast Hör bitte mit dem Trinken auf Ich möchte gerne, dass man mich mich selbst sein lässt Sei bitte ehrlich zu mir Ich hätte gerne, dass du nicht schneller als erlaubt fährst Ich möchte dich gerne besser kennenlernen Bitte respektiere meine Privatsphäre Ich hätte gerne, dass du öfter das Abendessen machst ja nein 16

17 Feedback-Regeln I konstruktiv Perspektiven beschreibend, sachlich Keine Bewertungen, Interpretationen und Beleidigungen konkret Keine Verallgemeinerungen und pauschale Aussagen subjektiv eigene Beobachtungen und EindrÄcke Feedback-Regeln II ausreden lassen nicht rechtfertigen oder verteidigen Nicht, wie man ist, sondern wie man wirkt VerstÇndnisfragen erlaubt bedanken Hilfe, sich selbst kennen zu lernen Wirkt sicherer und kompetenter im Auftreten 17

18 Praxis II 18

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