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1 Universität Passau Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Management Prof. Dr. Carola Jungwirth Bachelorarbeit Der Einsatz moderner Medien und Kommunikationsmöglichkeiten im Rahmen virtueller Beratungsleistungen zur Sicherung nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit für kleine und mittelständische Unternehmensberatungen Eingereicht von: Anschrift: Henriette-Ina Fuchs Studiengang: Bachelor Business Administration and Economics Fachsemester: 6 Schwerpunkt: Internationales Management and Marketing Betreuer: Robert R. Richter Abgabetermin: 29. Mai 2012

2 Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis... I Abbildungsverzeichnis... II Tabellenverzeichnis... III 1. Einleitung Begriffserklärung Virtualisierung Cloud Computing Web Theoretische Grundlagen Resource-based view of a firm Explizites und tazites Wissen Wertkette von Porter Neue Formen der Wertschöpfung durch den Einsatz moderner Medien und Kommunikationsmöglichkeiten Umfrage im Die KMU-Berater Verband freier Berater e.v Hintergrundinformationen Empirische Vorgehensweise Umfrageergebnisse und Handlungsimplikationen Fazit Anhang A: Fragebogen... A.1 Anhang B: Empirische Belege... B.1 Anhang C: Häufigkeiten... C.1 Literaturverzeichnis... IV Eidesstattliche Erklärung... XIV

3 1. Einleitung Die vorliegende Bachelorarbeit setzt sich mit dem Einsatz moderner Medien und Kommunikationsmöglichkeiten im Rahmen virtueller Beratungsleistungen für kleine und mittelständische Unternehmensberatungen zur Sicherung nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit auseinander. Das Internet bietet die Grundlage für moderne Medien und Kommunikationsmöglichkeiten. Moderne Medien und Kommunikationsmöglichkeiten sind z.b. Web 2.0-Angebote, wie Blogs, Wikis, Networking Plattformen, Multimedia- Anwendungen oder Mashups. Auf Unternehmensebene wird von Corporate Web 2.0 gesprochen. Virtualisierung stellt das technische Gerüst für die modernen Medien und Kommunikationsmöglichkeiten bereit. Mit Hilfe von Cloud Computing stehen die Unternehmensressourcen dem Unternehmen virtuell zur Verfügung. Es kann auch außerhalb der Geschäftsräume virtuell auf die Unternehmensressourcen zugegriffen werden. Die Bedeutung der räumlichen Distanz verändert sich. Im Rahmen einer Online-Umfrage im Die KMU-Berater Verband freier Berater e.v. wurden kleine und mittelständische Unternehmensberatungen zu ihrem beruflichen Gebrauch, Erfahrungen und Einschätzungen von modernen Medien und Kommunikationsmöglichkeiten befragt. Die Themenstellung ist Ergebnis einer Anfrage von der Mittelstandsberatung Ecker aus Bad Griesbach, an die Wissensinitiative Passau Plus. Ziel ist es, ein Konzept zu erstellen, wie das vermehrte Angebot von modernen Medien und Kommunikationsmöglichkeiten in kleinen und mittelständischen Unternehmensberatungen genutzt werden kann und welche Geschäftsprozesse nachhaltig virtualisiert werden können. Zunächst werden im Abschnitt Zwei die Virtualisierung und wichtige Begriffe, wie z.b. das Cloud Computing und das Web 2.0 erläutert. Im dritten Abschnitt werden die theoretischen Grundlagen dem Leser näher vorgestellt. Im Speziellen wird auf die Resourcebased View of a firm, explizites und implizites Wissen und die Wertkette von Porter und neue Formen der Wertschöpfung durch den Einsatz moderner Medien und Kommunikationsmöglichkeiten eingegangen. Im vierten Abschnitt geht es um die Umfrage, die im Die KMU-Berater Verband freier Berater e.v durchgeführt wurde. Dazu werden Hintergrundinformationen, sowie die empirische Vorgehensweise, die Umfrageergebnisse und daraus resultierende Handlungsimplikationen vorgestellt. 1

4 Nach Ansicht zahlreicher Marktbeobachter ist das Thema Virtualisierung einer der wichtigsten IT-Trends für die nächsten Jahre. Der Unternehmenswebsite, in Form einer e-commerce Website, wird eine tragende Rolle in der Interaktion mit dem Kunden zugeschrieben. Diese Themen sind wegen ihrer Aktualität einem ständigen Wandel ausgesetzt. An dieser Stelle wird lediglich ein erster Einblick in die Thematik gegeben. Es bedarf diesbezüglich noch weiterer Forschung. 2. Begriffserklärung Virtualisierung Das Konzept Virtualisierung blickt logisch und abstrakt auf physische Ressourcen. Der Grundgedanke von Virtualisierung ist eine Zusammenfassung der physischen Ressourcen zu einem Ressourcen-Pool. 1 Physische Ressourcen sind in diesem Zusammenhang die Informations- und Kommunikation-Technologien (IuK). IuK-Technologien umfassen alle Ressourcen, die zur Herstellung, Speicherung, Verarbeitung und zur Übermittlung von Informationen gebraucht werden. 2 Die IuK-Technologien bestehen aus der Hardware, Software und dem Netzwerk und stellen damit die technische Infrastruktur bereit. 3 Die Server-Virtualisierungssoftware läuft zwischen der Hardware und dem Betriebssystem und stellt als zentrale Koordinationseinheit den parallelen Betrieb mehrerer virtueller Systeme auf einem Computer sicher. 4 Auf diese Weise könnten sich kleine und mittelständische Unternehmensberatungen aus unterschiedlichen Regionen zu einem virtuellen Netzwerk zusammenschließen und sich aus dem gemeinsamen Ressourcen-Pool bedienen. Virtualisierung ist eine Verbindung zum Computer, die physisch nicht existiert, sondern in Form einer Software dargestellt wird. 5 Eine Software stellt den immateriellen Teil der IuK-Technologien dar und umfasst virtuelle Programme (Abläufe), die die Hardware nutzen, um bestimmte Aufträge zu erfüllen. 6 Virtualisierung ist eine direkte Maßnahme von Green IT. 7 Das Ziel des Informationsmanagements ist es, einen Beitrag zur Verbesserung der Effizienz und der Profitabilität eines Unternehmens zu leisten. 8 Die Virtuali- 1 Vgl. Baun et al. (2010), S. 7; Stahlknecht/Hasenkamp (2002), S Vgl. Krcmar (2005), S Vgl. Stahlknecht/Hasenkamp (2002), S. 443; Wöhe/Döring (2010), S Vgl. Laudon et al. (2010), S. 240; Baun et al. (2009), S Vgl. Betzler (2007), S. 101; Mertens et al. (2005), S Vgl. Mertens et al. (2005), S. 21 ff.; Wöhe/Döring (2010), S Vgl. Gadatsch/Mayer (2010), S Vgl. Krcmar (2005), S

5 sierung ermöglicht eine höhere Ressourcennutzung, wegen der gemeinsamen Ressourcenverwendung im Ressourcen-Pool. 9 Der Ressourcen-Pool bietet die Möglichkeit, die Ansprüche der Unternehmensberatungen und Mandanten passgenau zu befriedigen. 10 Durch Virtualisierung können mehrere virtuelle Server mit unterschiedlichen Diensten, IP-Adressen und Betriebssystemen auf einem physischen System betrieben werden. Der Nutzungsgrad eines Servers kann mit Hilfe von Virtualisierung gesteigert werden. Da die meisten Server in einem Unternehmen nur rund 15% ihrer Kapazität nutzen, lässt sich durch Virtualisierung der Nutzungsgrad auf 70% oder mehr steigern. Ein höherer Nutzungsgrad bedeutet eine geringere Menge von Computern, die für die Verarbeitung der gleichen Arbeitsmenge erforderlich wären. 11 Mit Hilfe der Virtualisierungssoftware können verschiedene Computer auf einem zentralen Server simuliert werden. Durch Virtualisierung ist es möglich, mehrere Server zusammenzulegen oder zur Unterstützung von Endbenutzerarbeitsplätzen (Personal Computer) genutzt zu werden. 12 Die Virtualisierung vereinfacht desweiteren die zentrale Abwicklung der Hardwareverwaltung. Mit der Virtualisierung lassen sich die Kosten für Hardware und Energieversorgung senken Die Virtualisierung ist ein sehr effizientes Tool für umweltbewusste und kosteneffektivere elektronische Datenverarbeitung (EDV). Der Einsatz von Drittsystem-Anwendungen sowie von älteren Versionen eines Betriebssystems lässt sich auf dem gleichen Server realisieren. 13 Die Integration heterogener Systeme kann zu einer Senkung der Administrationskosten und zu einer Vereinfachung der Infrastruktur führen. 14 Die Einsparungspotenziale im Bezug auf Energie, Wartung und Kosten sind erheblich. 15 Dies ist besonders für kleine und mittelständische Unternehmensberatungen von großer Bedeutung, da sie in der Regel nicht mit ausreichenden Mitteln ausgestattet sind. 16 Die Virtualisierung eines Prozesses ist keine reine Automatisierung. Menschliche Kontrolleingriffsmöglichkeiten bleiben weiterhin bestehen. 17 Deshalb sind auch Weiterbildungsmaßnahmen für den Umgang mit den neuen Medien und Kommunikationsmög- 9 Vgl. Betzler (2007), S Vgl. Baun et al. (2010), S Vgl. Laudon et al. (2010), S Vgl. Gadatsch/Mayer (2010), S Vgl. Laudon et al. (2010), S Vgl. Betzler (2007), S. 108; Liebisch (2010), S Vgl. Gadatsch/Mayer (2010), S Vgl. Betzler (2007), S Vgl. Overby (2008), S

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