Die Behandlung Suchtkranker mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung bzw. Traumafolgestörung Isabel Esch

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1 Die Behandlung Suchtkranker mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung bzw. Traumafolgestörung Isabel Esch

2 Überblick Epidemiologie Symptomatik von Traumafolgestörungen im Zusammenhang mit der Suchterkrankung Die Behandlung von Traumafolgestörungen in der AHG Klink Tönisstein Besonderheiten in der Behandlung 2

3 Epidemiologie Häufigkeit der traumatischen Erlebnisse hängt vom Lebensraum ab in USA erleben mindestens ca. 61% der Männer und 51% der Frauen einmal in ihrem Leben ein Trauma Schätzungen: 10 12% Lebenszeitprävalenz der PTBS bei Frauen und 5 6% bei Männern in den USA 3

4 Häufigste Traumafolgestörungen Posttraumatische Belastungsstörung (F43.1) Veränderung der Persönlichkeit nach Extrembelastung (F62.0) Emotional instabile Persönlichkeitsstörung (F60.3) Wann welche Störung? 4

5 Epidemiologie von Traumafolgestörungen und Sucht Zenker et. al., 2002: Studie in Suchtrehaklinik 53% der Frauen hatten körperliche Gewalt und 34% sexuelle Gewalt in der Kindheit erlebt bei 48% betraf das nur die Kindheit, 22% sowohl die Kindheit als auch das Erwachsenenalter Schäfer et. al., 2007: Studie in Alkoholentzugsbehandlung zur Prävalenz der PTBS 26% der Frauen und 11% der Männer zeigten akute PTBS, vor allem nach Traumata in Kindheit Geschätzte Prävalenz insgesamt ca. 15% 5

6 Komorbidität von PTBS und Sucht in der AHG Klinik Tönisstein Erhebungen zufolge sind mindestens 20% unserer Patienten traumatisiert und mindestens 4% leiden unter einer klassischen PTBS Symptomatik 6

7 Symptome der PTBS und der Zusammenhang zum Suchtmittelkonsum Gefühl der Gefahr Wiedererleben Körperliche Erregung Vermeidung Gefühlstaubheit/Niedergeschlagenheit Konzentrationsschwierigkeiten 7

8 Symptome der PTBS und der Zusammenhang zum Suchtmittelkonsum Kontrollverlust Schuld- und Schamgefühle Ärger Selbstbild Negative Sicht der Welt Erinnerungen an die Vergangenheit 8

9 Beispiele für eine Symptomatik unterhalb der Kriteriumsgrenze Schwierigkeiten in der Beziehungsgestaltung (fehlendes soziales Netz; fehlende Abgrenzungsfähigkeit) Mangel an Emotionsregulationsstrategien Mangelhaftes Selbstwertgefühl in Verbindung mit fehlender Selbstfürsorge 9

10 Überlegungen zu der Behandlung von Traumafolgestörungen in der Suchtrehabilitation Integration vs Separation Konfrontation vs Stabilisierung 10

11 Integratives Behandlungskonzept der AHG Klinik Tönisstein Reguläre Suchtbehandlung in einer allgemeinen Stammgruppe Zusammenhang zur Sucht klären Stabilisierung Konfrontative Elemente 11

12 Lebenslauf Nasser Tag Reguläre Suchtbehandlung in einer allgemeinen Stammgruppe Funtionsanalyse Rückmeldung Einzelgespräche 12

13 Zusammenhang zur Sucht klären Aufklärung/Normalisierung der Symptome unter abstinenten Bedingungen Klärung der Funktionalität des Suchtmittelkonsums bei Traumafolgesymptomatik Notfallpläne 13

14 Stabilisierung Ressourcenstärkung (z.b. Positive Life Events) Imaginative Stabilisierungstechniken (Reddemann, 2001) Skills zur Emotionsregulation (vgl. Linehan et. al., 2006) Achtsamkeitstraining (vgl. Kabat-Zinn, 1999) Selbstfürsorge, soziale Sicherheit, soziales Netz stärken (Therapieprogramm Sicherheit finden (Najavits, 2002)) 14

15 Konfrontative Elemente Ermunterung zum Bericht der traumatischen Erfahrungen Integration des Erlebten in den Lebenslauf Narrative Verfahren Imaginatives Wiedererleben von traumatischen Erinnerungen, in-vivo Exposition (vgl. Ehlers, 1999) Kognitive Therapie Modifikation von dysfunktionalen Gedanken und Grundannahmen (vgl. Steil & Ehlers, 2000) 15

16 Besonderheiten und Schwierigkeiten in der Behandlung Abstinenz heilt nicht die PTBS, vielmehr verschlimmern sich einige Symptome durch Abstinenz ( Nüchtern wurde ich vollkommen verrückt... ) Behandlungsergebnisse sind schlechter als bei anderen Doppeldiagnosen Hohes Risiko für erneute Traumatisierungen 16

17 Besonderheiten und Schwierigkeiten in der Behandlung Viele weitere Probleme erschweren die Behandlung Therapieprogramme für die eine oder andere Störung sind in der Komorbidität kontraindiziert Hohe Burn-out und Überforderungsgefühle bei Therapeuten 17

18 Fazit Ein integratives Behandlungskonzept ist wichtig, um gleichermaßen die Suchterkrankung als auch die Traumafolgestörung zu berücksichtigen 18

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