Herzlich Willkommen. zur Fortbildung. Schnittstelle Rehabilitation und Arbeitswelt. In Kooperation mit

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1 Herzlich Willkommen In Kooperation mit zur Fortbildung Schnittstelle Rehabilitation und Arbeitswelt

2 Die Rückkehr an den Arbeitsplatz optimal vorbereiten und begleiten durch Soziale Arbeit in der med. Rehabilitation

3 Gliederung: Datenlage Hintergrund Aufgaben der Sozialen Arbeit Fallbegleitung betriebliches Eingliederungsmanagement Fazit und Perspektiven 3

4 Die Rückkehr an den Arbeitsplatz optimal vorbereiten und begleiten durch Soziale Arbeit in der med. Rehabilitation Datenlage: - die Empfehlungsquoten in den Reha-Einrichtungen ist sehr unterschiedlich - Durchgeführte STW Beck, et al. (2008) Bürger (2004 und 2008) Danner (2007) Wasilewski, et al. (1995) 4

5 Ca. 30% aller Personen in einer stationären medizinischen Rehabilitation weisen neben einer gesundheitlichen Gefährdung der Erwerbsfähigkeit eine besondere berufliche Problemlage auf. (Bürger & Deck 2008, Löffler et al 2008, Müller-Fahrnow & Radoschewski 2006) Der Begriff BBPL wird noch nicht einheitlich benutzt und ist nicht allgemeingültig definiert nach 51 oder lange Fehlzeiten über 55 Jahre ohne Schul- und /oder Berufsaubildung mit Arbeitslosigkeitserfahrung vor der Reha von mehr als 6 Monaten Berufliche Neuorientierung Konflikte am Arbeitsplatz Berufliche Überforderung, fehlendes berufliches Zutrauen , E. Anton 5

6 Hintergrund Medizinische Orientierung allein reicht nicht, da: subjektive Einstellungen für die berufliche Wiedereingliederung von großer Bedeutung sind zielgerichtete Interventionen für den beruflichen Wiedereinstieg notwendig sind in ICF und SGB IX die Aktivität und Teilhabe einen besonderen Stellenwert haben 6

7 Gliederung: Datenlage Hintergrund Aufgaben der Sozialen Arbeit Fallbegleitung betriebliches Eingliederungsmanagement Fazit und Perspektiven 7

8 Beratung unter besonderer Berücksichtigung der Lebenswelt vor der Erkrankung durch die Erkrankung resultierende Lebensweltveränderungen mit der Erkrankung 8

9 Sozialarbeiterisches Handeln in allen Bereichen der medizinischen Rehabilitation Motivierung, Begleitung und Anleitung Unterstützung bei der Entwicklung von Bewältigungsstrategien Entwicklung von Lösungsansätzen Förderung der Transparenz und Compliance Stärkung der Selbstbestimmung, ggf. Übernahme der anwaltlichen Funktion 9

10 Vierfaches Mandat (Röh 2006) Bedürfnisse der Bürger/Klienten Interessen der Gesellschaft Interessen der Institution (Loyalitätspflicht) Auftrag aus der Profession (Staub-Bernasconi) 10

11 Soziales Umfeld Integrationsfachdienst Rehafachberater R Arzt Patient H A Nachsorgeeinrichtung Arbeitsagentur Therapeut Arbeitgeber Selbsthilfegruppe Berufsgenossenschaft Krankenkasse Sozialberatung Berufsförderungswerk Servicestelle , E. Anton 11

12 Was wollen Patienten? Kooperation aller Beteiligten Anleitung durch Fachpersonal Wegweiser durchs Sozialsystem Höder & Deck, 2007 Unterstützung während der Stufenweisen Wiedereingliederung Bürger, 2009 Beratung nach Antragstellung auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, Dhom, et.al., , E. Anton 12

13 berufliche Anamnese, Arbeitsplatzanalyse Arbeits- und Belastungserprobung während der medizinisch-berufsorientierten Rehabilitation Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben Vorbereitung / Begleitung des BEM Beratung zur Stufenweisen Wiedereingliederung nach med. Reha sowie in RLP die Fallbegleitung , E. Anton 13

14 Arbeitsplatzanalyse Arbeitsplatz subjektives Erleben Persönlichkeitsmerkmale , E. Anton 14

15 Gliederung: Datenlage Hintergrund Aufgaben der Sozialen Arbeit Fallbegleitung betriebliches Eingliederungsmanagement Fazit und Perspektiven 15

16 Nachstationärer Beratungsbedarf Zwei Drittel der Befragten haben den Wunsch nach Beratung - Einzelberatung - Gruppenberatung - Online-Beratung Schwerpunkt: rechtliche, finanzielle Fragen Subjektive Wertigkeit von Interventionsangeboten (n=305) bei Patienten mit BBPL signifikant höher Mühlenbergklinik Holsteinische Schweiz Bad Malente, Petra Lindemann-Sauvant , E. Anton 16

17 Kriterien zur Fallbegleitung während der STWG Probleme am Arbeitsplatz erkennbar, - die auf Kommunikationsprobleme oder - ungünstige Rahmenbedingungen zurückzuführen sind hinsichtlich der eigenen Einschätzung des Leistungsvermögens gibt es eine Diskrepanz zur ärztlichen Einschätzung Motivationslage als ambivalent und förderungsbedürftig Arbeitsplatzbeschreibung des Arbeitgebers stimmt nicht oder nur teilweise mit der des Arbeitnehmers überein Arbeitgeber äußert Bedenken bzgl. der Durchführung einer STWG , E. Anton 17

18 Fallbegleitung Ziele der Fallbegleitung: Probleme während der STWG frühzeitig erkennen Probleme gemeinsam mit allen Prozessbeteiligten lösen Dipl. SozialarbeiterIn der Rehaklinik ist beauftragter Ansprechpartner: koordiniert und vermittelt zwischen allen Prozessbeteiligten: Patient/ Arbeitnehmer Arbeitgeber/ Personalverantwortliche Betriebsarzt evtl. Hausarzt und/ oder Krankenkasse Deutsche Rentenversicherung RLP evtl. Berufsbegleitender Dienst während der gesamten Phase der Stufenweisen Wiedereingliederung (persönlich und/oder telefonisch) , E. Anton 18

19 Beispiele: veränderter Arbeitsplatz mit veränderten Arbeitsbedingungen Berufswechsel Ängste im Schulalltag/ in der Berufsschule Konflikte mit Vorgesetzten/Kollegen Erkennen der eigenen Defizite und sich davon nicht negativ beeinflussen zu lassen Erkennen das die Rahmenbedingungen bei diesem Arbeitsplatz für Ihn nicht stimmen und sich dies sehr negativ auf seine Genesung und die Wiedereingliederung auswirkt. Arbeitsplatzsuche Ängste es nicht zu schaffen Die erlernten Strategien im Umgang mit dem Teufelskreis des Schonverhaltens anwenden Freizeitaktivitäten wieder aufnehmen Ängste und Sorgen bzgl. der erkrankten Tochter Ermutigung eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen ambulante Psychotherapie, Wechsel? Die Ermutigung zu weiteren Expositionsübungen vorläufige Trennung von der Ehefrau Familienberatungsstelle im Anschluss aufzusuchen. weiteren Untersuchungen.. Thema Gesundheitsförderung Entlastungen durch die Familienangehörigen im Haushalt Thema Süchte: Alkohol/Drogen/PC u.a , E. Anton 19

20 Fallbegleitung: Die Anzahl der Kontakte pro Patient lag zwischen 1 bis 10 Kontakte Die Dauer der Kontakte betrug von je 15 Minuten bis zu je 45 Minuten Kontakte zu: Patient, Arbeitgeber, Betriebsarzt, Betriebssozialarbeiter, Deutsche Rentenversicherung RLP und Integrationsfachdienst wurde genannt und von den Patienten als Unterstützung positiv wahrgenommen Mittlere Fallkosten der STWG 1569,94 ohne Fallbegleitung Kosten der Fallbegleitung im Durchschnitt ca. 100,-- Trotz ungünstiger Prädiktoren wurden die Stufenweise Wiedereingliederungen eingeleitet und konnten erfolgreich durchgeführt werden 20

21 Gliederung: Datenlage Hintergrund Aufgaben der Sozialen Arbeit Fallbegleitung betriebliches Eingliederungsmanagement Fazit und Perspektiven 21

22 Was hat das BEM mit den Aufgaben der Sozialberatung in der med. Rehabilitation zu tun??????????????????????? , E. Anton 22

23 Gliederung: Datenlage Hintergrund Aufgaben der Sozialen Arbeit Fallbegleitung betriebliches Eingliederungsmanagement Fazit und Perspektiven 23

24 Forderungen: Strukturqualität von Reha-Einrichtungen Personelle Anforderungen müssen angepasst werden Multidisziplinäres Team als Chance sehen Erwerbsbezogenes Nachsorgemanagement Fallauswahlkriterien (Screening) entwickeln und abstimmen unter ökonomischen Bedingungen Profil zeigen 24

25 Diskussion: Welche Erfahrungen gibt es zur Fallbegleitung Wie kann ein BEM von S.A. begleitet werden Welche Zusammenarbeit gibt es mit den Servicestellen u.a. am BEM beteiligten Institutionen Neue Wege in der Nachsorge durch Soziale Arbeit , E. Anton 25

26 Fazit: Soziale Arbeit leistet unter betriebs- und auch unter volkswirtschaftlichen Aspekten einen wesentlichen Beitrag im sozialen Sicherungssystem und trägt zur Erfüllung des gesetzlichen Auftrages (der Rehabilitation) bei. Grundsatzpapier DVSG 26

27 Was bleibt, ist die Veränderung; was sich verändert, bleibt Michael Richter (*1952), deutscher Zeithistoriker Vielen Dank Eleonore Anton Dipl. Sozialarbieterin/Sozialpädagogin DVSG Vorstandsmitglied , E. Anton 27

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