Herzinsuffizienz wie kann das Pumpversagen vermieden (und behandelt) werden?

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1 Nottwil, 13. April 2013 Herzinsuffizienz wie kann das Pumpversagen vermieden (und behandelt) werden? René Lerch, Genève Spätkomplikationen des Herzinfarkts Erneuter Infarkt Plötzlicher Herztod % der Patienten mit Herzinfarkt Hellermann et al, Am J Epidemiol 2003; 167: Torabi et al, Eur Heart J 2008; 29: Herzinsuffizienz 1

2 Herzinsuffizienz: Ursachen Koronare Herzkrankheit Hypertonie Klappenfehler Kardiomyopathien Diverses (z. B. angeborene Herzfehler) 60-70% % 5 10% 5 10% < 5 % Epidemiologie der Herzinsuffizienz Häufigkeit Gesamtbevölkerung: über 70 Jährige: Mortalität 50% innerhalb von 5 Jahren % (ca Patienten in CH) 10 20% Morbidität Häufigster Hospitalisationsgrund bei Patienten >65 J. Mc Murray et al, ESC Guidelines 2012 Schocken et al, Circulation 2008; 117:

3 Das kardio-vaskuläre Kontinuum oder: Die lange Vorgeschichte der Herzinsuffizienz After: Dzau and Braunwald, Am Heart J 1991; 121: Herzinfarkt Atherosklerose Ventrikuläres Remodeling Risikofaktoren Hypertonie Rauchen Diabetes Hyperlipidämie Herzinsuffizienz Ventrikuläres Remodeling nach Herzinfarkt Herzinfarkt Atherosklerose Ventrikuläres Remodeling Risikofaktoren Hypertonie Rauchen Diabetes Hyperlipidämie Herzinsuffizienz 3

4 Herzinsuffizienz: Definition ACC/AHA Guideline Update for the Diagnosis and Management of Chronic Heart Failure Circulation 2005;112:e Diagnose der Herzinsuffizienz 2 Kriterien müssen erfüllt sein: Symptome und klinische Zeichen der der Herzinsuffizienz + Nachweis einer kardialen Erkrankung (welche die Symptome und Zeichen erklären kann) 4

5 Herzinsuffizienz: Klinische Präsentation Leitsymptom: Atemnot (Belastung Ruhe) Weitere Symptome: Müdigkeit Ödeme Herzinsuffizienz: Ventrikuläre Dysfunktion in Echokardiographie Normalperson Patient mit Herzinsuffizienz 5

6 Erschwerte Füllung durch Hypertrophie Hypertrophe Kardiomyopathie Nottwil, 13. April 2013 Herzinsuffizienz wie kann das Pumpversagen vermieden (und behandelt) werden? Outline 1. Was ist eine Herzinsuffizienz? Was sind die Ursachen? 2. Wie kann die HI vermieden werden? 3. Behandlung der Herzinsuffizienz 6

7 Prävention der Herzinsuffizienz Stadium A (Risikofaktoren aber kein noch Remodeling) Stadium B (Remodeling aber keine Symptome) Herzinfarkt Atherosklerose Ventrikuläres Remodeling Risikofaktoren Hypertonie Rauchen Diabetes Hyperlipidämie Herzinsuffizienz Prävention der Herzinsuffizienz (Stadium A) Allgemeine Massnahmen ( Lebensstil ) Herzgesunde Ernährung Regelmässige körperliche Aktivität Vermeiden von Übergewicht Nikotinabstinenz Behandeln der kardiovaskulären Risikofaktoren Hypertonie Hypercholesterinämie Diabetes 7

8 Prävention der Herzinsuffizienz Ziel der Massnahmen Stadium B (Remodeling aber keine Symptome) Herzinfarkt 1) Erneuten Herzinfarkt verhindern 2) Remodeling bremsen und Atherosklerose Fortschreiten zur Herzinsuffizienz verhindern Ventrikuläres Remodeling Risikofaktoren Hypertonie Rauchen Diabetes Hyperlipidämie Adipositas Herzinsuffizienz Prävention der Herzinsuffizienz nach Herzinfarkt 1) Erneuten Herzinfarkt verhindern 2) Remodeling bremsen und Fortschreiten zur Herzinsuffizienz verhindern ACE - Hemmer [bei Unverträglichkeit: Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARB)] -blocker ( Aldosteron Rezeptor - Blocker ) 8

9 Nottwil, 13. April 2013 Herzinsuffizienz wie kann das Pumpversagen vermieden (und behandelt) werden? Outline 1. Was ist eine Herzinsuffizienz? Was sind die Ursachen? 2. Wie kann die HI vermieden werden? 3. Behandlung der Herzinsuffizienz Verlauf der Herzinsuffizienz 9

10 Therapie der Herzinsuffizienz 2013 Pharmacological Devices (CRT, ICD) Surgery Artificial heart Behandlung der Herzinsuffizienz in Kürze Medikamente Diuretika (bei Wasserretention) + ACE- Hemmer (bei Unverträglichkeit ARB) + -blocker + Aldosteron Rezeptor - Antagonist Allgemeine Massnahmen Patienteninformation! Regelmässige körperliches Training 10

11 Herzinsuffizienz: Erwiesene Effekte von Patientenschulung und körperlichem Training Verbesserte Lebensqualität Weniger Spitaleinweisungen Verbesserte Lebenserwartung (?) Patientenschulung bei Herzinsuffizienz Inhalte Krankheitsverständnis Medikamente (Wirkung und Nebenwirkungen) Ernährung (Salz, Flüssigkeit) Selbstkontrollen (Gewicht, ev. Blutdruck) Alarmzeichen Notfallplan Körperliche Betätigung 11

12 Vernetzte Betreuung von Herzinsuffizienzpatienten 12

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