Leitperspektive Berufliche Orientierung. Berufs- und Studienorientierung im Bildungsplan 2016

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1 Leitperspektive Berufliche Orientierung Berufs- und Studienorientierung im Bildungsplan 2016 Thomas Schenk Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Freudenstadt 5. November 2014

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5 Leitperspektiven Allgemeine Leitperspektiven Persönlichkeit, Teilhabe, Gemeinschaftsbildung Themenspezifische Leitperspektiven Orientierung in der modernen Lebenswelt Bildung für nachhaltige Entwicklung Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt Prävention und Gesundheitsförderung Berufliche Orientierung Medienbildung Verbraucherbildung

6 Bildungsplan 2016 Berufliche Orientierung MINT-Förderung ab Klasse 5: Naturphänomene/ Technik (je 4 Std. in 5/6), Natur und Technik (3- std. ab Kl. 7) G8: NpT je 3 Std.; NwT ab Kl. 8 Ökonomische Bildung ab Kl. 7/8: Fach Wirtschaft/ Berufs-und Studienorientierung (5 Stunden Klasse 7-10) G8: 3 Std. Kl Verankerung der Leitperspektive Berufliche Orientierung in allen Fächern und Schularten

7 Berufliche Orientierung - Grundsätze Die berufliche Orientierung ist Teil der individuellen Förderung und damit Aufgabe und in Verantwortung der allgemein bildenden Schulen Berufliche Orientierung zieht sich als roter Faden durch die verschiedenen Fächer und Klassenstufen der allgemein bildenden Schulen Die Schulen erarbeiten - unter Einbeziehung der Berufsberatung und weiterer Partner - ein individuelles, auf den jeweiligen Standort zugeschnittenes Konzept mit klaren Strukturen und Verantwortlichkeiten Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine bedarfsgerechte Beratung und Begleitung im Prozess der beruflichen Orientierung durch Schule, Berufsberatung und weitere Partner Ein geeignetes Portfolioinstrument dient der Transparenz und einem effektiven und effizienten Einsatz der Ressourcen Eltern/Erziehungsberechtigte werden aktiv in den Prozess eingebunden Lehrkräfte aller Fächer und Stufen müssen qualifiziert werden

8 LP Berufliche Orientierung - Ziele Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ihren beruflichen Wünschen und Vorstellungen, Perspektiven und Möglichkeiten auseinander; werden Betriebspraktika sowie spezifische und differenzierte Angebote im Bereich der Praxiserfahrungen als wesentlichen Bestandteil der beruflichen Orientierung erfahren; reflektieren die Erfahrungen aus Realbegegnungen in unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Lernsituationen und nutzen diese für den Berufswahlprozess; werden in einem langfristig angelegten Prozess befähigt, reflektiert und selbstverantwortlich ihre Entscheidung für ein Berufsfeld bzw. einen Berufsweg zu entwickeln; erkennen die Möglichkeit des direkten Übergangs in eine berufliche Ausbildung mit den anschließenden Karriereperspektiven als gleichwertige Alternative zu einem Studium an der Hochschule.

9 Verankerung der Leitperspektiven in den Fächern Fachspezifische und handlungsorientierte Zugänge zur Vielfalt der Arbeits- und Berufswelt durch unterrichtliche und außerunterrichtliche Bezüge und Aktivitäten Informationsbeschaffung, Analyse und Auswertung von Informationen über verschiedene Berufe, Bildungs- und Berufswege Einschätzung und Überprüfung der eigenen Fähigkeiten und Potenziale im Hinblick auf die Anforderungen verschiedener Berufs- und Ausbildungswege Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Aspekten bei der Berufswahl, Karriere-, Familien- und Lebensplanung Durchführung und Reflexion verschiedener Formen von Kompetenzanalyse, Eignungstests und Entscheidungstrainings Interessengeleitete und individuelle Zugänge zur Arbeitswelt durch in Art, Umfang und Zielsetzung differenzierte Praxisphasen Eigenverantwortliche, selbstbestimmte und zielgerichtete Planung und Gestaltung des Übergangs in Ausbildung, Studium und Beruf

10 Berufsorientierung als Aufgabe und in Verantwortung der allgemein bildenden Schule, in Kooperation mit Arbeitsagenturen und weiteren Partnern - Leitprinzip Berufliche Orientierung und neues Schulfach Wirtschaft / Berufs- und Studienorientierung - verbindlicher Beratungsprozess mit Anschlussvereinbarung am Ende der Vorabgangsklasse - individuelle Förderung auf der Grundlage von Kompetenzanalysen - enge Begleitung für Jugendliche mit Förderbedarf

11 Gemeinsames Papier des "Bündnisses zur Stärkung der beruflichen Ausbildung und des Fachkräftenachwuchses in Baden-Württemberg " Ziele allgemein bildende Schulen: intensive berufliche Orientierung klare Vorstellung über die eigenen beruflichen Neigungen, Fähigkeiten und Interessen möglichst alle Jugendliche befähigen, eine Ausbildung zu beginnen direkter Einstieg in Ausbildung als erstes Ziel Jugendliche mit Förderbedarf münden in AV dual

12 Zielgruppe des AV dual AV dual soll im Wesentlichen die bisherigen Bildungsgänge VAB bzw. BVJ und BEJ integrieren. Darüber hinaus soll es gemäß dem Eckpunktepapier des Ausbildungsbündnisses Jugendlichen, die auf Grund des Wegfalls der Notenhürde in die zweijährige zur Fachschulreife führenden Berufsfachschule (2BFS) münden, eine gute Alternative bieten. Zielsetzung Durch AV dual sollen die Übergangsquoten der Jugendlichen in eine duale Ausbildung weiter verbessert werden. Durch intensive Einbindung von Praktika in Betrieben sollen die Schülerinnen und Schüler von Anfang an die betriebliche Realität kennenlernen, eine bessere Vorstellung von ihren beruflichen Interessen und Möglichkeiten bekommen und Kontakte zu Ausbildungsbetrieben knüpfen können.

13 Ausgestaltung des AV dual zieldifferenten Lernens mit individualisierten Lernprozessen und Lernbegleitung Vermittlung von überfachlichen Kompetenzen und Selbstlerntechniken die Umsetzung erfolgt generell als Ganztagsklasse sechs- bis achtwöchige Orientierungsphase mit Nachvermittlung in der Regel zwei wöchentliche Praxistage in Betrieben Entwicklungsbedarf aus Praktikum fließt in die individuelle Lernbegleitung ein berufliches Vorwissen und praktische Grundfertigkeiten in einem Berufsfeld das zieldifferente Lernen ermöglicht die Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern der 2BFS in die Lerngruppe des AV dual jeder Modellstandort wird durch einen Fortbildner begleitet

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