Mobbing Erkennen, verstehen, handeln

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1 Die ebooklets der CoachAcademy Mobbing Erkennen, verstehen, handeln ebooklet #21

2 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Urheberrecht Urheberrecht - Geben Sie dieses ebooklet weiter! Mobbing Erkennen, verstehen, handeln lautet der Titel unseres neuen ebooklets. Wir hoffen, mit dieser Veröffentlichung wichtige Erste-Hilfe-Tipps zu geben und wünschen uns, dass dieses kostenlose ebooklet so viele Menschen wie möglich lesen können. Deshalb laden wir Sie ein, dieses ebooklet an Freunde und Bekannte weiterzuleiten. Sie dürfen das ebooklet No. 21: Mobbing - Erkennen, verstehen, handeln daher kopieren, weitergeben und in Ihren eigenen Internetauftritt einbinden. Die kostenlose Weitergabe dieser Publikation ist ausdrücklich erwünscht und freut uns sehr - vielen Dank!

3 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln I n h a l t Vorwort 4 Einleitung 5 Was ist Mobbing? 6 Definitionen zu Mobbing 8 Typische Mobbing-Handlungen 10 Mobbing-Phasen erkennen 13 Verhaltensregeln für Mobbing-Opfer 15 Das Mobbing-Tagebuch 18 Mobbing: Studien, Fakten, Ergebnisse 19 Wie Führungskräfte mobbingfrei führen Wie Kollegen mobbingfrei miteinander umgehen Was kann ein Unternehmen gegen Mobbing tun? Mobbing ist vermeidbar worauf die ersten 100 Tage zu achten ist 2 Gesetzgebung und Mobbing Impressum 3 1 Was ist die CoachAcademy? Die ebooklets der CoachAcademy

4 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 4 Vorwort Liebe Leserin, lieber Leser, Martin Luther King sagte einst: Die Menschen haben gelernt zu schwimmen wie die Fische und zu fliegen wie die Vögel, aber wie Brüder zusammenleben haben sie nicht gelernt. Dieses Zitat erscheint besonders passend, wenn man sich mit dem Thema Mobbing beschäftigt. Erschreckenderweise wird mittlerweile jeder neunte Arbeitnehmer in Deutschland auserkorenes Ziel und somit Opfer einer Mobbing-Kampagne seiner Vorgesetzten oder Kollegen. Die persönlichen Folgen sind für den Einzelnen ebenso fatal wie letztlich auch der volkswirtschaftliche und Image-Schaden für das Unternehmen selbst. Oft wissen Opfer von Mobbing-Attacken nicht, wie sie sich rechtzeitig zur Wehr setzen sollen oder können zumal Mobbing gerne im Verborgenen an- und abläuft. Ebenso hilf- los sind meist die Kollegen und Vorgesetzten, wenn sie von Mobbingfällen (-handlungen) dieser Art im Unternehmen erfahren. Dieses neue ebooklet gibt Ihnen zum einen Einblick in die typischen Mobbing-Abläufe: Denn oftmals sind sich die Betroffenen anfangs noch gar nicht bewusst, dass sie gemobbt werden und leiten daher zu spät die ersten Gegenmaßnahmen ein. Zum anderen erfahren Sie, wie Sie als Opfer oder Beobachter eine Mobbing-Attacke angemessen reagieren und wie der Gesetzgeber in diesen Fällen Recht spricht. Eine informative und aufschlussreiche Lektüre wünschen Ihnen Carolin und Heiko Lüdemann und das Team der

5 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 5 E i n l e i t u n g Das englische Wort mob wird übersetzt mit zusammengerotteter Pöbel(haufen), Gesindel, Pack, Bande, Sippschaft. Als Verb bedeutet es lärmend über jemanden herfallen, anpöbeln, angreifen, schikanieren, attackieren. Anders als im deutschsprachigen Raum und in den skandinavischen Ländern wird im Englischen üblicherweise für Mobbing der Begriff bullying verwendet. Der Begriff Mobbing wurde in seiner heutigen Bedeutung durch den schwedischen Arzt und Psychologen Heinz Leymann bekannt. Dieser sprach zum ersten Mal von Mobbing in Bezug auf das Arbeitsleben. Unter Mobbing versteht man dementsprechend negative kommunikative Handlungen, die gegen eine Person gerichtet sind und die sehr oft über einen längeren Zeitraum hinaus vorkommen und damit die Beziehung zwischen Täter und Opfer kennzeichnen. Ihr Erfolg als Führungskraft - und der Unternehmenserfolg an sich! Damit wir uns richtig verstehen: Führungsstile und Führungsinstrumente zu beherrschen ist nicht nur für Vorgesetzte von entscheidender Bedeutung. Wenn Sie selbst mit anderen Menschen zusammen arbeiten, ist es auch für Sie von Vorteil, wenn Sie mit Ihren Kollegen durch einen abgeschwächten Führungsstil erfolgreich kooperieren können!

6 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 6 Was ist Mobbing? Mobbing: Urzeitliches Verhalten Mobbing ist heutzutage in aller Munde, obwohl es dieses Verhalten eigentlich schon seit Urzeiten seit Menschen sich zu Gruppen zusammenschließen gibt. In früheren Zeiten hing das Überleben einer Gruppe von deren Einigkeit und Einheit, also von gruppenkonformem Verhalten ab. Heute sagen wir Teamfähigkeit. Jede Fremdartigkeit stellte eine Bedrohung für den Bestand der Gruppe dar. Verhielt sich ein Mitglied dieser Gruppe nicht nach den für das Überleben notwendigen Regeln, kam es zu Sanktionen gegen den Außenseiter, damit dieser durch sein Verhalten die Gruppe nicht gefährdete. Auch heute noch verhalten sich Mobber wie vor tausenden von Jahren. Es bedarf oft nur der kleinsten Veränderung, damit dieses Urverhalten durchbricht. Mobbing zeigt sich daher auch nicht erst in der Arbeitswelt, sondern kann bereits in der Schulzeit beobachtet werden. Schon dort sind die Opfer die Andersartigen, die im Vergleich zu der Gruppe Auffälligkeiten aufweisen. Dies können Zahnspangen, Brillen, Sommersprossen, eine besondere Haar-/Hautfarbe oder bestimmte Kleidung auslösen. Es ist für diese Menschen dennoch hilfreich, genau hinzuschauen, warum immer nur sie gemobbt werden, während andere davon verschont bleiben. Es liegt nahe, dass neben den vor-

7 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Was ist Mobbing? her geschilderten Auffälligkeiten auch bestimmte Verhaltensweisen und Einstellungen den Einzelnen schneller in die Rolle des Opfers bringen. Mobbing: Überraschende Ursachen Oftmals spricht man beim Mobbing paradoxerweise davon, dass diesem Verhalten eine positive Absicht zugrunde liegt. Mobbing und positive Absicht ist das nicht ein Widerspruch? Wenn wir in der Entwicklungsgeschichte zurückblicken und uns erinnern, dass alles Anderssein als Bedrohung erlebt wurde, so ist die positive Absicht beim Mobben der Schutz der Gruppe. Eine weitere auch unbewusste positive Absicht ist der Stressabbau, den der Mobbende für sich selber erreicht. Weiß man doch aus Mobbinguntersuchungen, dass Mobber selber häufig unter Anspannung und Druck stehen und so ein Ventil für die angestaute Energie suchen. Sicher ist auch, dass Mobber häufig unter Minderwertigkeitsgefühlen leiden und die eigene Schwäche auf andere projizieren um dadurch Macht zu fühlen. Mobbing: Ein unterschätztes Phänomen Oft wird Mobbing von den Tätern ebenso unterschätzt wie von den Opfern oder der Umgebung. Das Phänomen Mobbing ist entweder gar nicht bekannt oder es wird einfach nicht für möglich gehalten. Darum erfolgt Mobbing nicht zwingend absichtlich, um jemanden in Schwierigkeiten zu bringen oder zu schädigen. Es geschieht vielmehr auch unabsichtlich zur Selbstbehauptung und wird manchmal sogar als positives Zeichen von Durchsetzungsstärke gewertet. Abzugrenzen davon ist der Mobbing-Vorsatz. In diesem Fall überlegt sich jemand absichtlich eine Schikane-Strategie, um damit gegen andere Personen seine persönlichen Ziele durchzusetzen. Nicht zu unterschätzen ist ein krankhafter Mobbing-Antrieb, in dem Mobbing vom Täter nicht mehr willentlich beherrscht wird, sondern wie eine Zwangshandlung auftritt.

8 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 8 Definitionen zu Mobbing Das LAG Schleswig-Holstein (LAG SchlH, , 3 Sa 1/02, NZA-RR 2002, 457) definiert Mobbing wie folgt: Der Begriff des Mobbing beschreibt eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen, bei der die angegriffene Person unterlegen ist und von einer oder einigen Personen systematisch, oft und während einer längern Zeit mit dem Ziel und/oder dem Effekt des Ausstoßens aus dem Arbeitsverhältnis direkt oder indirekt angegriffen wird und dies als Diskriminierung empfindet. Als gemobbt oder Gemoppte werden oft aber nur Personen bezeichnet, die einer der im Punkt Typische Mobbinghandlungen erwähnten Handlungen mindestens einmal pro Woche über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten ausgesetzt sind. Diese Definition ist allerdings recht umstritten und bedarf einer Erweiterung. Sonst würden zum Beispiel Personen als Gemobbte ausgeschlossen, die......durch Handlungen schikaniert werden, die nicht in der Zusammenstellung der 45 Handlungen erfasst sind oder

9 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Definitionen zu Mobbing 9...Mobbing-Handlungen weniger als sechs Monate lang ausgesetzt sind oder...mobbing-handlungen weniger als einmal pro Woche ausgesetzt sind. Es hat sich daher ein dreidimensionales Mobbing- Modell etabliert, das sich aus......frequenz (Häufigkeit) der Mobbing-Handlung und...anzahl der Mobbing-Handlungen sowie...art der Mobbing-Handlung zusammensetzt. Dementsprechend lässt sich früher von Mobbing- Aktivitäten bzw. davon sprechen, dass eine Person gemobbt wird. Bossing Schikane von oben Immer wieder taucht in letzter Zeit der Begriff Bossing auf. Das ist jene Mobbing-Variante, bei der Vorgesetzte versuchen den Mitarbeiter zu mobben und mit fiesen Tricks zur Kündigung zu treiben. Wer vom Chef gemobbt wird, hat nichts zu lachen. Das Bossing (Mobbing von oben) ist deshalb schlimm, weil der Betroffene meist keine Chance hat, der Zwickmühle zu entkommen. Das Opfer steht bereits auf der Abschussliste und soll aus seinem Arbeitsverhältnis herausgedrängt werden, nach dem einfachen Muster Person weg - Problem weg. Und gegen den eigenen Chef vorzugehen, ist alles andere als einfach. Böse Zungen behaupten sogar, Bossing sei kostengünstiger als gezielter, sozialverträglicher Personalabbau. Staffing Mobbing durch Kollegen Die Fairness-Stiftung in Frankfurt am Main bezeichnet staffing als unfaire Attacken gegen einzelne Führungskräfte oder gegen die Führungsebene von Seiten der Mitarbeiter (engl. staff : Mitarbeiter, Belegschaft). Staffing ist eine Form des Mobbing, bei der in der Hierarchie höher stehende Personen systematisch entmachtet werden. Absicht ist der Ruin einzelner Vorgesetzter, des gesamten Stabes oder der gesamten Personal- und Unternehmenspolitik.

10 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 10 Typische Mobbing-Handlungen Sinnvollerweise kann jeder in so genannten Mobbing-Tests überprüfen, ob und in welcher Weise er davon betroffen ist. Üblicherweise werden dabei typische Handlungen abgefragt, die Mobber bekanntermaßen ausführen. Dabei wird Mobbing in fünf verschiedene Oberbegriffe untergliedert: 1. Angriffe auf die Möglichkeit, sich mitzuteilen 2. Angriffe auf die sozialen Beziehungen 3. Auswirkungen auf das soziale Ansehen 4. Angriffe auf die Qualität der Berufsund Lebenssituation 5. Angriffe auf die Gesundheit

11 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Typische Mobbing-Handlungen 11 Im Detail beinhalten die fünf Oberbegriffe die folgenden Handlungen: Man lässt sich nicht ansprechen Versetzung in einen Raum weitab von Kolleginnen/Kollegen 1. Angriffe auf die Möglichkeit, sich mitzuteilen Den Arbeitskolleginnen/-kollegen wird verboten, den/die Betroffene/n anzusprechen Der Vorgesetzte schränkt die Möglichkeit ein, sich zu äußern Man wird ständig unterbrochen Kollegen schränken die Möglichkeit ein, sich zu äußern Anschreien und lautes Schimpfen Ständige Kritik an der Arbeit Ständige Kritik am Privatleben Telefonterror mündliche Drohungen schriftliche Drohungen Kontaktverweigerung durch abwertende Blicke oder Gesten Kontaktverweigerung durch Andeutungen, ohne dass man etwas direkt ausspricht Man wird wie Luft behandelt 3. Auswirkungen auf das soziale Ansehen: Hinter dem Rücken der/des Betroffenen wird schlecht über sie/ihn gesprochen Man verbreitet Gerüchte Man macht jemanden lächerlich Man verdächtigt jemanden psychisch krank zu sein Man will jemanden zu einer psychiatrischen Untersuchung zwingen Man macht sich über eine Behinderung lustig Man imitiert den Gang, die Stimme oder Gesten, um jemanden lächerlich zu machen 2. Angriffe auf die sozialen Beziehungen: Man spricht nicht mit der/dem Betroffenen Man greift die politische oder religiöse Einstellung an Man macht sich über das Privatleben lustig Man macht sich über die Nationalität lustig

12 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Typische Mobbing-Handlungen 12 Man zwingt jemanden, Arbeiten auszuführen, die das Selbstbewusstsein verletzen Man beurteilt den Arbeitseinsatz in falscher und kränkender Weise Man stellt die Entscheidungen des/der Betroffenen in Frage Man ruft ihm/ihr obszöne Schimpfworte oder andere entwürdigende Ausdrücke nach Sexuelle Annäherungen oder verbale sexuelle Angebote gaben, die seine/ihre Qualifikation übersteigen, um ihn/sie zu diskreditieren 5. Angriffe auf die Gesundheit: Zwang zu gesundheitsschädlichen Aufgaben Androhung körperlicher Gewalt Anwendung leichter Gewalt, zum Beispiel um jemandem einen Denkzettel zu verpassen Körperliche Misshandlung 4. Angriffe auf die Qualität der Berufs- und Lebenssituation: Man weist dem/der Betroffenen keine Arbeitsaufgaben zu Man nimmt ihm/ihr jede Beschäftigung am Arbeitsplatz, so dass er/sie sich nicht einmal selbst Aufgaben ausdenken kann Man gibt ihm/ihr sinnlose Aufgaben Man gibt ihm/ihr Aufgaben unter seinem eigentlichen Können Man gibt ihm/ihr ständig neue Aufgaben Man gibt ihm/ihr kränkende Arbeitsaufgaben Man gibt dem/der Betroffenen Arbeitsauf- Man verursacht Kosten für den/die Betroffene(n), um ihm/ihr zu schaden Man richtet physischen Schaden im Heim oder am Arbeitsplatz des/der Betroffenen an Sexuelle Handgreiflichkeiten Die Punkte eins und zwei zehren an der Motivation, an den Nerven und Kräften. Außerdem wird Vorgesetzten und Kollegen demonstriert, dass die betreffende Person kein Durchsetzungsvermögen hat und unfähig ist, angemessene Grenzen zu setzen. Noch schlimmer sind die Punkte drei und vier auf einen Angriff dieser Ebenen kann nicht direkt reagiert werden, weil immer erst später bekannt wird, dass sabotiert oder Gerüchte in Umlauf gebracht wurden. Mobbing-Aktionen aus der fünften Kategorie sind zumeist Handlungen, die rechtlich verfolgt müssen.

13 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 13 Mobbing-Phasen erkennen Mobbing unterliegt einer eigenen Dynamik mit fünf möglichen Ablaufphasen. Am Anfang steht regelmäßig ein unbewältigter Konflikt. Erste Phase: Mangelnde Konfliktbewältigung Am Anfang eines Mobbing-Prozesses steht regelmäßig ein unausgetragener Konflikt, der unterschwellig weiter wirkt und mit der Zeit das Klima am Arbeitsplatz vergiftet. Die Stimmung unter den Mitarbeitern wird gereizt und aggressiv. Wenn hier nichts unternommen wird, geht es über in die zweite Phase. Zweite Phase: Feindseligkeiten Gehässigkeiten und spitze Bemerkungen gegenüber bestimmten Personen sind die Folge. Das Sündenbock-Phänomen tritt auf: Feindseligkeiten nehmen zu und richten sich gezielt gegen eine bestimmte Person das schwarze Schaf ist ge-

14 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Mobbing-Phasen erkennen 14 boren. Der ursprüngliche Konflikt tritt in den Hintergrund. Eine Polarisierung in Opferrolle und Täterrolle findet statt. Mythen über die betroffene Person bilden sich, beispielsweise: wenn Herr K. nicht im Team wäre, könnten wir ganz anders arbeiten. Dritte Phase: Macht- und Rechtsübergriffe Die betroffene Person wird nicht mehr akzeptiert und respektiert. Niemand will mit ihr zusammenarbeiten. Dadurch wird sie zunehmend isoliert und unsicher, macht Fehler und fällt dadurch auf. Das erst durch Mobbing entstandene schlechte Befinden dient dann zur Rechtfertigung weiterer Ausgrenzungs-Akte nach dem Motto: Wir haben s doch gleich gewusst. Der reguläre Arbeitsablauf wird gestört. Der Betrieb empfindet den Gemobbten zunehmend als lästig. Es wird ihm alsbald nahe legen zu kündigen. Der Gesamtzustand des Mobbing Opfers verschlechtert sich bis hin zu schweren psychosomatischen Erkrankungen. Vierte Phase: Ärztliche und psychologische Fehldiagnosen Viele ärztliche und psychologische Fachleute verfügen nicht über genügend Kenntnis der Arbeitswelt und können daher oft nicht verstehen, wie jemand durch Probleme am Arbeitsplatz erkranken kann. Falsche Diagnosen sind die Folge. Die Betroffenen machen die Erfahrung, dass auch von dieser Seite keine wirkliche Hilfe kommt. Fünfte Phase: Ausschluss aus der Arbeitswelt Am Ende eines Mobbing-Prozesses steht der Ausschluss aus der Arbeitswelt durch langfristige Arbeitsunfähigkeit, Frührente oder Kündigung. Die Mobber haben ihr Ziel erreicht. Im Extremfall versuchen die Betroffenen ihre Konflikte am Arbeitsplatz mit Gewalt zu lösen.

15 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 15 Verhaltensregeln für Mobbing-Opfer Mobbing-Opfer müssen schnellstens aktiv werden und die Verantwortung für sich und die daraus resultierenden Konsequenzen übernehmen. Sie können nicht unbeschwert Tag für Tag arbeiten, wenn Sie immer und immer wieder ins Grübeln geraten, sich herumquälen und mit der Zeit depressiv werden. Flüchten oder standhalten? Flüchten bedeutet, einen Arbeitsplatzwechsel vorzunehmen und zu kündigen. Standhalten bedeutet, die Stellung zu halten. Bevor Sie endgültig diese Frage beantworten, untersuchen Sie mit einer schriftlichen Situationsanalyse Ihre gegenwärtige Lebensund Arbeitssituation. Danach können Sie besser entscheiden, welche Vorgehensweise für Sie in Frage kommt. Tendieren Sie zu einem Arbeitsplatzwechsel, dann sollten Sie diesen möglichst bald anstreben. Vorher sollten Sie die Punkte der Bestandsaufnahme beachten, um nicht Gefahr zu laufen, auch am neuen Arbeitsplatz wieder zum Opfer zu werden.

16 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Verhaltensregeln für Mobbing-Opfer 16 Haben Sie sich für standhalten entschieden? Dann starten Sie mit Ihrer Bestandsaufnahme: 1. Bestandsaufnahme Wer mobbt mich? Notieren Sie Namen, Funktion sowie die von Ihnen vermuteten Motive des Mobbers. Versuchen Sie herauszufinden, ob er in fremdem Auftrag oder aus eigenem Wollen handelt. Wie häufig werde ich gemobbt? Selbst wenn einzelne Mobbingangriffe eher geringfügig erscheinen, sind Häufigkeit und/oder Intensität maßgebliche Faktoren. Welche Mobbinghandlungen liegen vor? Halten Sie fest, welche Mobbingaktivitäten gegen Sie eingesetzt werden. 2. Erkennen Sie Ihre Achillesferse Versuchen Sie möglichst objektiv Ihre eigene Rolle in einem Mobbingprozess herauszufinden. Sehen Sie sich nicht nur als Opfer. In manchen Situationen kann man beispielsweise hilfsbereit sein wollen, während der andere einen eher als aufdringlich empfindet. Ebenso können gut gemeinte Ratschläge von anderen als Besserwisserei empfunden werden. Prüfen Sie, ob Sie durch eine Verhaltensänderung Ihre Achillesferse abbauen können und dadurch die Angriffsfläche verringern. Sie brauchen deshalb noch lange nicht stromlinienförmig zu werden. 3. Schalten Sie Ihr soziales Netzwerk ein Sie sind bei Mobbing emotional stark betroffen und dadurch zwangsläufig in Ihrer Sichtweise nicht mehr objektiv. Daraus können unzweckmäßige Verhaltenweisen resultieren, die dem Mobber wiederum neue Munition gegen Sie liefern. Schalten Sie deshalb rechtzeitig Vertrauenspersonen ein. Sie kommen damit auch aus einer Isolation heraus, gewinnen Abstand und können nun gemeinsam Handlungsmöglichkeiten erarbeiten. Sie gehen auf diese Weise den wichtigen Schritt von der Problemorientierung hin zur Lösungsorientierung. 4. Sprechen Sie den Mobber an Übernehmen Sie engagiert die Regie und bereiten Sie sich gut darauf vor. Stellen Sie den Mobber unter vier Augen zur Rede, aber behalten Sie dabei zivilisierte Umgangsformen. Zeigen Sie die von Ihnen erkannten Mobbingvorfälle ohne Mutmaßungen und Unterstellungen in ruhigem und beherrschtem Ton auf. Sagen Sie klipp und klar, was Sie bei Fortschreiten des Psychoterrors zu unternehmen gedenken. Streben Sie in dem Gespräch nach Möglichkeit eine konstruktive Einigung an, wie der Konflikt für beide Parteien zufrieden stellend gelöst werden kann. Es ist durchaus möglich, dass Ihr bisheriger Kontrahent durch Ihre kultivierte Angriff-ist-die-beste-Verteidigungs-Strategie Respekt vor Ihnen bekommt. Je früher Sie so vorgehen, desto besser.

17 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Verhaltensregeln für Mobbing-Opfer Denken Sie positiv 6. Zeigen Sie Sicherheit durch selbstbewusstes Auftreten und durch Körpersprache Bei einer positiven Lebenseinstellung gehen Ihre Ängste zurück und Ihre Befürchtungen beginnen zu schrumpfen. Bereits Marc Aurel schrieb im 2. Jahrhundert n. Chr.: Das Leben ist das, was die Gedanken aus ihm machen. Verharren Sie nicht in Ihren Ängsten, wälzen Sie nicht selbstquälerisch Probleme. Sprechen Sie sich Mut zu und handeln Sie umgehend. In einem aufschlussreichen Experiment wiesen zwei amerikanische Psychologen nach, dass sich Menschen nach ihren unbewusst gesendeten körpersprachlichen Signalen als Opfer identifizieren lassen. Wenn Sie also zaghaft, unsicher, gehemmt und ausweichend, mit nach unten gerichtetem Blick und dazu noch leiser Stimme auftreten, können Sie sich oft gleich ein Schild mit der Aufschrift Ich bin potenzielles Opfer bitte mobbt mich um den Hals hängen. Arbeiten Sie daher an Ihrem Selbstbewusstsein. Vermeiden Sie Unsicherheitsgesten und zeigen Sie über Ihr Auftreten und über Ihre Körpersprache Sicherheit. Diese ermöglicht Ihnen, Ihre Mitmenschen freundlich, frei und furchtlos anzusehen und eine unmittelbar persönliche Beziehung herzustellen.

18 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 18 Das Mobbing-Tagebuch Ein Mobbingtagebuch sollte jeder Mobbingbetroffene führen, da es ein nützliches Hilfsmittel zur Beweissicherung ist, sollte es aufgrund des Mobbings zu einer Besprechung mit der Geschäftsführung, Vorgesetzen, Personalabteilung oder einer Gerichtsverhandlung kommen. Ein Mobbingtagebuch enthält alle Vorkommnisse und lässt Zusammenerhänge ersichtlich werden. Ein Mobbingtagebuch wirklich regelmäßig und detailliert zu führen, macht sicherlich Arbeit und erfordert Disziplin. Allerdings erfüllt es wichtige Funktionen: es dient der Beweissicherung Datum und Uhrzeit Was genau ist passiert? Die Handlungen exakt beschreiben. Wer hat welche Handlung begangen? Wer ist alles anwesend und hat die Situation evtl. mitbekommen (mögliche Zeugen)? Gibt es Beweise? Gab es körperliche/gesundheitliche Reaktionen als Folge? Welche Gefühle hat die Mobbingaktion bei Ihnen ausgelöst? Vermerken, in welchem zeitlichen Abstand zu der Situation diese aufgetreten sind. alle Vorkommnisse werden aufgelistet Zusammenhänge werden offensichtlich Richter, Rechtsanwälte, Berater, Ärzte, Unternehmen können schwarz auf weiß nachlesen, was genau sich wie zugetragen hat Wie führe ich ein Mobbingtagebuch? Am sinnvollsten ist ein dicker Kalender mit viel Platz für jeden Tag. Das Tagebuch ist (arbeits-)täglich zu führen. Es sollte folgende Punkte enthalten: Auch Tage, an denen nichts passiert ist sollten so notiert werden: Heute nichts passiert. Vermerken Sie außerdem, wann Sie warum der Arbeit ferngeblieben sind (Urlaub, freier Tag, krank geschrieben, etc.) und der Mobbingtäter abwesend (Urlaub, Krankheit etc.) war, um so evt. Mobbing-Ruhezeiten zu dokumentieren. Da Mobbing nicht nur am Arbeitsplatz und im Betrieb stattfindet, sollten auch außerbetriebliche Mobbingaktionen wie z. B. Telefonterror aufgezeichnet werden.

19 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 19 Mobbing: Studien, Fakten, Ergebnisse Was nicht sein darf, kann nicht sein? Auf die Frage nach Mobbing reagieren Firmen, Vorgesetzte und auch Mitarbeiter oft ahnungslos, ablehnend und sogar entrüstet nach dem Motto: Was nicht sein darf, kann nicht sein! Die Realität sieht allerdings anders aus, wie die nachstehenden Studien und Zahlen verdeutlichen. 50 Prozent Krankmeldungen erfolgen wegen Mobbing: Die Allgemeinen Ortskrankenkasse schätzen, dass etwa 1,5 Millionen Menschen bundesweit von Mobbing betroffen sind. Laut dpa sind zirka 50 Prozent aller Krankmeldungen auf Mobbing zurückzuführen und 75 Prozent der Vorgesetzten an Mobbing beteiligt. Der Mobbing-Report der Sozialforschungsstelle Dortmund kommt zu folgenden Ergebnissen: In der Bundesrepublik Deutschland sind aktuell 2,7 % der Erwerbstätigen von Mobbing betroffen. Wird diese zeitpunktbezogene Betrachtung auf den Zeitraum eines Jahres (2000) erweitert, summiert sich der Anteil der von Mobbing betroffenen Personen auf 5,5 %. Die Daten belegen des weiteren, dass 11,3 % - also mehr als jede/r neunte Erwerbstätige im Laufe des Berufslebens bereits einmal von Mobbing betroffen gewesen ist.

20 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Mobbing: Studien, Fakten, Ergebnisse 20 Festgestellt wurde im o.g. Mobbing-Report ebenfalls, dass es keinen Bereich gibt, der als mobbingfreie Zone gelten könnte: Vielmehr zieht sich das Phänomen quer durch alle Berufsgruppen, Branchen und Betriebsgrößen sowie Hierarchiestufen und Tätigkeitsniveaus. Gleichwohl konnten bestimmte Merkmale identifiziert werden die vor allem miteinander kombiniert die Gefahr, von Mobbing betroffen zu werden, deutlich erhöhen. Hierzu zählen vor allem Geschlecht und Alter der Beschäftigten. Frauen sowie jüngere Mitarbeiter/innen bis zu 25 Jahren, vor allem Auszubildende, sind laut Mobbing-Report besonders gefährdete Gruppen. Weibliche Beschäftigte haben eine Betroffenheitsquote von 3,5 % gegenüber männlichen von 2,0 %, d. h. ihr Mobbingrisiko liegt um 75 % höher als das der Männer. Beschäftigte bis zu einem Alter von 25 Jahren haben eine Betroffenheitsquote von 3,7 % gegenüber dem Durchschnitt von 2,7 %. Die Gefährdung der Auszubildenden liegt mit 4,4 % deutlich über dem Durchschnitt. Als mobbende Personen sind sowohl Vorgesetzte als auch Kolleg/innen im Mobbing-Report identifiziert worden. In 38,2 % der Fälle sind Vorgesetzte die alleinigen Mobber, zu 12,8 % mobben sie gemeinsam mit einem oder mehreren Kolleg/innen. Eine Gruppe von Kolleg/innen hat sich in 20,1 % der Fälle als Mobber herauskristallisiert. Kolleg/innen als Einzelpersonen sind in 22,3 % die Mobbingakteure. Mobbing, das ausschließlich von Beschäftigten einer nachgeordneten Hierarchieebene ausgeht, kommt mit 2,3 % der Fälle selten vor. Ein typischer Mobber ist männlich, Vorgesetzter, zwischen 35 und 54 Jahre alt und zählt zu den langfristig Beschäftigten. Für Frauen ist das Risiko, Mobbingopfer zu werden, dann besonders groß, wenn sie eine berufliche Position einnehmen, die bisher traditionell Männern vorbehalten war. Gleiches gilt aber auch für Männer, die in einem typischen Frauenberuf tätig sind. Im Übrigen wird im Gesundheits- und Sozialwesen am häufigsten, im Baugewerbe am seltensten gemobbt. In Kindergärten sind männliche Mitarbeiter doppelt so häufig Mobbing ausgesetzt wie weibliche Kräfte. Behinderte sind fünfmal häufiger von Mobbing betroffen als Nichtbehinderte. Bei einem Drittel der Gemobbten beginnen die Mobbinghandlungen innerhalb der ersten sechs Monate am neuen Arbeitsplatz. In jedem achten Fall werden die Gemobbten bereits ab dem ersten Tag in der neuen Arbeitsumgebung schikaniert und ihnen das Gefühl vermittelt, unerwünscht zu sein.

21 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 21 W i e F ü h r u n g s k r ä f t e m o b b i n g f r e i f ü h r e n Viele Führungskräfte sehen tatenlos zu wie ihre Mitarbeiter gemobbt werden: Einen erheblichen Anteil bei der Entstehung und Entwicklung von Mobbingprozessen haben Defizite im Führungsverhalten. Häufig wird es unterlassen, Entscheidungen transparent zu machen (50,3 %) und über die Entwicklungen der Organisation und deren (neuen) Zielsetzungen zu informieren. Die Wünsche und Interessen der Beschäftigten nach Information und Beteiligung werden somit vernachlässigt. Dies geschieht allerdings nicht immer absichtlich: Insbesondere Angehörige des mittleren Managements befinden sich häufig selbst in einer Sandwich-Position : Dem Bedarf an Informationen oder Veränderungswünschen der Beschäftigten können sie nicht nachkommen, wenn sie selbst nur unzureichend informiert werden bzw. nur eingeschränkte Einflussmöglichkeiten haben. (Ergebnisse des Mobbing-Reports der Sozialforschungsstelle Dortmund) Welche Reaktionsmöglichkeiten bieten sich also an, wenn man mobbingfrei führen möchte? Neben einem guten Betriebsklima sollten die folgenden Punkte beachtet werden: 1. Sorgen Sie für eine erfolgreiche Integration neuer Mitarbeiter. 2. Beobachten Sie das Gruppenklima. 3. Dulden Sie keine Intriganten und Denunzianten. 4. Nehmen Sie Mitarbeiterbeschwerden ernst. 5. Bekämpfen Sie Mobbing als Fehlverhalten. 6. Beweisen Sie Ihre Kompetenz zu sozialverträglichen Konfliktlösungen. Und das Wichtigste: Vorbild sein! Nichts beeinflusst das Verhalten Ihrer Mitarbeiter mehr als Ihr eigenes Verhalten. Oder frei nach Pestalozzi: Du kannst deine Kinder erziehen wie du willst, sie machen dir letzten Endes doch alles nach. Ihr Ziel muss sein eine gut integrierte und motivierte Gruppe von Mitarbeitern zu führen, die einheitlich reagiert und handelt und ein positives Gruppenklima aufweist.

22 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 22 Wie Kollegen mobbingfrei miteinander umgehen In diesem Zusammenhang gilt der Spruch: Wer schweigt, macht mit. Mobbinghandlungen bahnen sich manchmal ganz offensichtlich an. Schauen Sie einem sich anbahnenden Trauerspiel nicht tatenlos zu und freuen Sie sich auch nicht darüber, wenn es sich bei dem Gemobbten um einen Konkurrenten handelt. Wenn Sie nicht gegen Mobbing einschreiten, lassen Sie nämlich eine damit stets einhergehende Verschlechterung des Arbeitsklimas zu. Sie akzeptieren somit negative Auswirkungen indirekt auch auf die eigene Person. Reihen Sie sich also nicht in die Schar derer ein, die den Kopf in den Sand stecken, sich aus allem heraushalten, keine Zivilcourage zeigen und dadurch versuchen, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Denken Sie daran: Morgen können Sie der Nächste sein! Was also können oder sollten Sie tun? Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen offen: 1. Sie solidarisieren sich mit dem Gemobbten, zeigen Offenheit, Aufrichtigkeit, Mitgefühl und Engagement. 2. Sie prangern das Handeln des Mobbers an. 3. Sie werden aktiv und gehen für oder mit dem Gemobbten gegen den Mobber vor. 4. Indem Sie als Kollege Mobbing in Ihrer nächsten Umgebung entschieden entgegentreten, beweisen Sie Zivilcourage und kommen dem empfohlenen Grundsatz nach: Je mehr Missbilligung von Mobbing, desto geringer wird das Problem. Es ist sicher nicht einfach, eindeutig Partei zu ergreifen und sich mit Nachdruck in das Geschehen einzumischen. Insbesondere dann, wenn die Situation noch keine eindeutigen Konturen erkennen lässt. Was spricht in diesem Fall aber dagegen, die Initiative zu ergreifen und eine Konfliktbewältigung auf den Weg zu bringen? Starten Sie Vermittlungsbemühungen, ohne dabei zu richten oder durch heftige Reaktionen die Situation noch zu verschärfen. Denken Sie daran: Was ich für andere tue, tue ich letzten Endes auch für mich selbst.

23 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 23 Was kann ein Unternehmen gegen Mobbing tun? Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales schreibt hierzu: Ziel muss es sein, in dieses heikle Konfliktfeld möglichst frühzeitig und präventiv einzugreifen. Vor allem die Personal- und Organisationsverantwortlichen in den Betrieben sind gefordert, geeignete Präventivmaßnahmen - wie umfassende Information und Sensibilisierung der Leitungspersonen und Durchsetzung einer modernen motivationsfördernden Arbeits- und Gesundheitspolitik - zu ergreifen, so dass aus alltäglichen Konflikten am Arbeitsplatz keine Mobbing-Fälle werden. Mobbing wirkt sich äußerst negativ auf die Unternehmensergebnisse aus. Welche Handlungsmöglichkeiten stehen einer Firma offen, um Mobbing zu unterbinden? Aus moralischer und betriebswirtschaftlicher Sicht kann der Arbeitgeber Mobbing natürlich nicht tatenlos hinnehmen. Doch welche Möglichkeiten genau stehen einer Firma offen? Wird nichts unternommen, entstehen dem Unternehmen immense, zum Teil nicht bilanzierbare Kosten, die vor allem im Wettbewerb mit Konkurrenten negativ zu Buche schlagen. Daher lautet die Frage: Was kann getan werden und wie sehen diese Maßnahmen genau aus?

24 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Was kann ein Unternehmen gegen Mobbing tun? Firmengrundsätze Jedes Unternehmen benötigt Grundsätze für Führung und Zusammenarbeit: Eindeutig, unmissverständlich formuliert und von den Mitarbeitern akzeptierte Firmengrundsätze spiegeln die Unternehmensphilosophie - den Geist des Hauses wider. Zudem müssen sie auch gelebt werden und dürfen nicht nur der Imagepflege in veröffentlichten Hochglanzbroschüren dienen. 2. Führungsstil Im Führungsstil wird die Art der bewussten und geplanten Einflussnahme auf Mitarbeiter zum Erreichen betrieblicher Ziele dokumentiert. Er spiegelt die Grundeinstellung einer Führungskraft und damit auch seine Verhaltenweisen den Mitarbeitern gegenüber wider. ist jedoch vor allem die glaubwürdige Umsetzung. Ein weiterer, in seiner Wirkung nicht zu unterschätzender Effekt: Das Thema Mobbing wird enttabuisiert. Es darf darüber geredet werden. Gemobbte trauen sich, sich zu outen Mobber müssen Konsequenzen befürchten. 4. Arbeitsrechtliche Schritte Vom Unternehmen muss einem Mobber rechtzeitig und eindringlich aufgezeigt werden, dass er mit Sanktionen zu rechnen hat. Um nicht als Papiertiger zu gelten, müssen der Androhung bei weiterem Fehlverhalten auch Taten - arbeitsrechtliche Schritte - folgen. Sonst schlußfolgern alle Mitarbeiter hieraus, dass das Recht des Stärkeren gilt und man sich ebenfalls folgenlos unkollegial verhalten kann und es könnte sich in der Folge eine Mobbingkultur einnisten. 3. Betriebsvereinbarung Eine besondere und wirksame Form der Mobbing- Prävention ist der Abschluss einer Betriebsvereinbarung zwischen Unternehmen und Betriebsrat. Als Beispiel mag hier die Volkswagen AG gelten, die bereits im Juli 1996 eine Betriebsvereinbarung über Partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz abgeschlossen und in dieser mustergültig Belästigung, Mobbing und Diskriminierung geregelt hat. Wichtig

25 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 25 Mobbing ist vermeidbar worauf die ersten 100 Tage zu achten ist Ist es erst einmal zu Mobbing gekommen, ist der Weg zurück äußerst problematisch. Besser ist es daher, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen: Mobbing ist mit Hilfe einiger Grundregeln meistens vermeidbar. Oft wird der Grundstein hierfür schon in den ersten 100 Tagen im neuen Job gelegt. Mobbing wird betrieben von Vorgesetzten und Kollegen. Meist agieren die Täter in Gruppen. Nur wenigen Gemobbten gelingt es, aus der Situation wieder herauszufinden. Der Weg vor Gericht ist knifflig, weil klare Beweise meist fehlen. Deswegen ist es am wirkungsvollsten, wenn Sie bereits beim Antritt einer neuen Stelle bestimmte Präventivmaßnahmen ergreifen. Halten Sie von Anfang an die Regeln der Gruppe ein Erkundigen Sie sich danach, was hier üblich ist. Sollten Sie eine Einstandsfeier organisieren? Wird erwartet, dass Sie mit Ihrer Gruppe gemeinsam in die Kantine gehen, dass Sie Kaffee kochen? Steht Ihr Wagen auf dem richtigen Parkplatz? Solche unausgesprochenen Regeln sind ein unbewusster Sozialtest, der zeigen soll: Gehört der Neue zu uns oder nicht? Wenn Sie gezeigt haben, dass Sie

26 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Mobbing ist vermeidbar - worauf die ersten 100 Tage zu achten ist 26 die Spielregeln akzeptieren, können Sie sie später verändern und das als Souveränität Ihrer eigenen Persönlichkeit demonstrieren. Suchen Sie Kontakt Vielleicht wollen Sie am Beginn Ihrer neuen Beschäftigung Tatkraft beweisen und erst mal ranklotzen. Ihre Kollegen könnten das jedoch als Strebertum oder Konkurrenz missdeuten. Verbarrikadieren Sie sich nicht hinter Ihrer Arbeit, sondern haben Sie Gespür für die Suche Ihrer Kollegen nach Kontaktaufnahme. Betonen Sie Ihre Gemeinsamkeiten Beim Start in neuer Umgebung wird Ihnen vor allem auffallen, wie anders die Situation und die Menschen um Sie herum sind. Diesen Menschen geht es mit Ihnen genauso. Sie müssen sich erst einmal beschnuppern. Setzen Sie bei dem an, was verbindet: Wir fahren das gleiche Autofabrikat. Sie sind auch Nichtraucher? Das fördert die Sympathie und schafft Vertrauen. Ist diese Basis durch ein paar kleine Gesten erst einmal geschaffen, können Ihre Mitmenschen auch das akzeptieren, was sie von Ihnen unterscheidet. Erklären Sie Ihre Eigenheiten Trotz aller Gemeinsamkeiten Sie sollen und wollen sich nicht verbiegen. Auf Dauer müssen Ihre Kollegen auch mit Ihren Ecken und Kanten auskommen. Sie müssen sich nicht dafür entschuldigen, wenn Sie keinen Zigarettenqualm oder keinen Kaffee vertragen. Aber Sie sollten um Verständnis werben und sachlich erläutern: Ich bekomme vom Rauch einfach Kopfschmerzen, schon seit der Kindheit. Vorsicht vor schnellen Vorschlägen und Kritik Ein weiterer, von den Befragten benannter Hauptgrund für Mobbing, ist, dass sie unerwünscht Kritik geäußert haben. Kritisiert zu werden, ist für viele Menschen schwer zu ertragen. Sie fühlen ihre Leistungen, Leistungsfähigkeit oder sogar sich selbst in Frage gestellt, wittern Konkurrenz, Diskreditierung und Entmachtung. Sie sehen auf einen Blick, was es zu verbessern gibt, wie überholt manche Arbeitsweise an Ihrer neuen Wirkungsstätte ist. Bringen Sie daher Ihre Verbesserungsvorschläge mit Fingerspitzengefühl ein. Machen Sie Ihre Kollegen neugierig. Erzählen Sie, wie und wo an Ihrem alten Arbeitsplatz besser gearbeitet wurde. Legen Sie nicht die fertige Lösung auf den Tisch. Lassen Sie sich bitten ( Ich kann mich da noch mal genauer erkundigen. ).

27 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Mobbing ist vermeidbar - worauf die ersten 100 Tage zu achten ist 27 Übernehmen Sie auch Unangenehmes Eine Gruppe schanzt den Neuen gern die unattraktiven Jobs sowie die unvorteilhaften Dienst- und Urlaubszeiten zu. Spielen Sie mit, wenigstens in den ersten Monaten. Empfinden Sie das nicht als Mobbing, sondern als übliche Spielregeln. Machen Sie jedoch deutlich, dass Unannehmlichkeiten auch für Sie unbequem und inakzeptabel sind. Sonst gelten Sie als Softie, der alles mit sich machen lässt. Bleiben Sie nicht neutral In den meisten größeren Gruppe entstehen Untergruppen, die gegeneinander in Konkurrenzkampf stehen. Bald werden Sie sich entscheiden müssen, auf welche Seite Sie sich schlagen. Versuchen Sie nicht, es allen recht machen zu wollen. Wenn Sie keine Bündnisse eingehen, stehen Sie auf verlorenem Posten. Finden Sie heraus, auf welcher Sei- te der informelle Anführer der Abteilung steht, und heuern Sie dort an. Eine weitere Entscheidungshilfe: Die gegenüber dem Unternehmen konstruktiver eingestellte Untergruppe hat in der Regel die bessere Zukunft. Missverstehen Sie Annäherungsversuche Ein Problem vor allem für Frauen: Anmache durch die neuen Kollegen. Signalisieren Sie, dass Sie in einer glücklichen Partnerschaft leben (auch wenn das gar nicht stimmt). Vermuten Sie nicht bei jeder lockeren Bemerkung einen erotischen Hintergrund. Schalten Sie bei zweideutigen Angeboten lieber auf naiv. Wenn der Kollege etwa anbietet, Sie ins Nachtleben der Stadt einzuführen, bleiben Sie cool: Mein Freund und ich sind immer auf der Suche nach interessanten Restaurants.

28 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 28 Gesetzgebung und Mobbing Die internationale Gesetzgebung in Bezug auf Mobbing am Arbeitsplatz differiert sehr stark. In Schweden, Frankreich oder Spanien beispielsweise existieren explizit Gesetze gegen Mobbing am Arbeitsplatz. In anderen Ländern besteht kein Schutz gegen Mobbing, solange nicht einzelne Handlungen rechtliche Tatbestände erfüllen. Mobbing am Arbeitsplatz ist in der Bundesrepublik Deutschland generell kein Straftatbestand. Einzelne Mobbinghandlungen sind jedoch strafbar und können dementsprechend zur Anzeige gebracht werden. Problematisch ist jedoch immer der konkrete Nachweis des Mobbings. Oft werden die Täter nicht verurteilt und können quasi ungestört weitermobben. Mobbing am Arbeitsplatz unterliegt aber dennoch einer besonderen gesetzlichen Kontrolle. Die Arbeitgeber stehen nämlich in der Pflicht, ihre Arbeitnehmer vor psychischer Belastung zu bewahren. Dies ergibt sich aus Art. 1 und Art. 2 des deutschen Grundgesetzes. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, das Persönlichkeitsrecht, die Gesundheit und die Ehre des Arbeitnehmers zu schützen. Aus dem Arbeitsschutzgesetz ergeben sich einige Schutz- und Handlungsmöglichkeiten.

29 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Gesetzgebung und Mobbing 29 Darüber hinaus, so ist auf der Homepage des Bundesministerium für Arbeit und Soziales nachzulesen, kann sich der Betroffene bei Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität nunmehr auch auf das am in Kraft getretene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) berufen. Sexuelle Belästigungen am Arbeitsplatz und Belästigungen, die mit einem der genannten Diskriminierungsmerkmale in Zusammenhang stehen, werden von dem Gesetz auch als Benachteiligungen angesehen. In den letzten Jahren wurden durch mehrere Gerichtsurteile grundsätzlich die Rechte der gemobbten Arbeitnehmer verstärkt und die Pflichten der Arbeitgeber erhöht. Mobbing kann daher zur fristlosen Kündigung des Mobbers führen. Als schwierig erweist sich jedoch die Tatsache, dass Zeugen aus Angst, selbst Mobbingopfer zu werden, oft nicht bereit sind, vor Gericht auszusagen. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Abhängigkeitsverhältnis (z.b. Vorgesetzter Mitarbeiter) besteht. Für die Geltendmachung juristischer Ansprüche und eine gute Aussicht auf Erfolg vor Gericht sind letztlich drei Elemente erforderlich: 1. Die konkrete Beschreibung der einzelnen Ereignisse. Ereignisse stehen im Zusammenhang zum Mobbing (Kausalzusammenhang). Rechtsgüter des Opfers wurden verletzt bzw. gegen arbeitsvertragliche Verpflichtungen verstoßen Urteile der Arbeitsgerichte zum Thema Mobbing Schmerzensgeld von ,00 Euro wegen unterwertiger, nicht vertragsgemäßer Beschäftigung einer Führungskraft und längerer Nichtbeschäftigung des Betroffenen. Der Kläger ist bei einem Großunternehmen als leitende Führungskraft angestellt. Nach seiner Darstellung erhielt er im Jahr 2001 von einem vormaligen Vorstandsmitglied des Unternehmens die Zusage, nach Beendigung seiner bisherigen Aufgabe ab Mitte 2002 einen anderen Aufgabenbereich zu übernehmen. Hierzu kam es jedoch aus zwischen den Parteien streitigen Gründen nicht. Das Unternehmen wies dem Kläger ab Mitte 2002 für die Dauer

30 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Gesetzgebung und Mobbing 30 von rd. zwei Jahren überhaupt keine Aufgaben zu. Erst Mitte 2004 teilte das Unternehmen dem Kläger eine Projektaufgabe zu, die dieser jedoch als unterwertig betrachtet. Seit Mitte 2004 ist der Kläger arbeitsunfähig erkrankt. (...) Das Arbeitsgericht Stuttgart hat durch Urteil vom entschieden, dass die Mitte 2004 zugeteilte Projektaufgabe nicht vertragsgerecht ist. Einen Anspruch auf Übertragung der vom Kläger begehrten Tätigkeit hat das Arbeitsgericht mangels rechtsverbindlicher Zusage hingegen verneint. Das Arbeitsgericht hat dem Kläger ferner ein Schmerzensgeld in Höhe von ,00 Euro zugesprochen und das Unternehmen auch in gewissem Umfang zur Nachzahlung von Arbeitsentgelt bzw. Nachgewährung von Aktienoptionen verurteilt. Das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg hat die Entscheidung des Arbeitsgerichts Stuttgart mit Urteil vom im wesentlichen bestätigt. Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg, Urteil vom Sa 68/05, Vorinstanz: Arbeitsgericht Stuttgart, Urteil vom Ca 8178/ Euro Schmerzensgeld für Depression nach erlittener Beleidigung. Arbeitgeberhaftung für Beleidigung des Arbeitnehmers: Euro Schmerzensgeld. Keine Haftungsentlastung des Arbeitgebers, wenn Arbeitnehmer wegen einer narzisstischen Persönlichkeitsstruktur auf Beschimpfungen und Herabsetzungen besonders anfällig reagiert. Landesarbeitsgericht Niedersachsen, Urteil vom , 6 Sa 2132/03 Schadensersatz nach Beleidigungen und Drohungen durch den Personalleiter. Haftung des Arbeitgebers für rechtswidrige Beleidigungen und Drohungen des Personalleiters. Unbeschränkte Haftung des handelnden Täters für Verdienstausfall bei Arbeitslosigkeit. Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom Sa 520/05.

31 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 31 Impressum CoachAcademy Perspektive GmbH Silberburgstraße Stuttgart Telefon: Fax: Autoren dieser Ausgabe: Das Team der CoachAcademy Herausgeber: Heiko Lüdemann (V.i.S.d.P.) Redaktionsleitung: Carolin Lüdemann DTP-Grafik: vierelemente.com Ausgabe Version 1.0 (Mai 2007)

32 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 32 Was ist die CoachAcademy? CoachAcademy ist das Karrierenetzwerk des Stuttgarter Bildungsträgers Perspektive GmbH, der seit 1996 junge Menschen berät, trainiert und coacht. Auf den Internetseiten der CoachAcademy stehen Studenten, Absolventen und Berufseinsteigern redaktionelle Beiträge zu den Themen Beruf, Karriere und Unternehmen zur Verfügung - und jeden Monat kommen weitere hinzu. Jährlich nehmen mehr als junge Frauen und Männer die Gelegenheit wahr und trainieren für ihren beruflichen Erfolg. CoachAcademy bietet Karriereberatungen und Einzelcoachings sowie Seminare zu Managementtechniken, Führungstechniken und Kommunikationstechniken an und ergänzt somit die akademische Ausbildung um wichtige Schlüsselqualifikationen. Unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Arbeitgeberverband Südwestmetall, der IHK Heilbronn-Franken und dem Würth-Konzern. Weitere Infos unter

33 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln 33 Die ebooklets der CoachAcademy Die besten Artikel der CoachAcademy übersichtlich präsentiert in einem schön gestaltetem digi- talen Dokument das sind die ebooklets der CoachAcademy. Holen auch Sie sich kompaktes Karriere-Wissen auf Ihren Bildschirm. Hier alle bisherigen Ausgaben der ebooklets auf einen Blick.

34 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Die ebooklets der CoachAcademy 34

35 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Die ebooklets der CoachAcademy 35

36 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Die ebooklets der CoachAcademy 36

37 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Die ebooklets der CoachAcademy 37

38 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Die ebooklets der CoachAcademy 38 Soft Skills Basic I ebooklet #18 No. 17: Wege zum Erfolg - Optimieren Sie Ihre Erfolgsfaktoren Erfolgreich sein wollen viele Menschen, doch wie wird man es? Was muss man tun, um erfolgreich zu sein? Welche Ursachen bewirken den Erfolg? Ausführliche und praktische Antworten auf solche Fragen gibt Ihnen in diesem ebooklet der Autor Falko Graf, Business Coach und Trainer bei CoachAcademy. Umfang: 51 Seiten ISBN: / 5,90 No. 18: Soft Skills Basic I Die Bedeutung der Schlüsselqualifikationen oft auch Soft Skills genannt für eine positive Entwicklung im beruflichen Umfeld wächst ständig. Mit dem vorliegenden ebooklet geben wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Kompetenzen gemäß dieser Entwicklung zu erweitern. Umfang: 66 Seiten Kostenlos erhältlich

39 Mobbing Erkennen, verstehen, handeln Die ebooklets der CoachAcademy 39 Verhandlungskunst: Besser verhandeln, mehr erreichen Soft Skills Basic II ebooklet #20 ebooklet #19 No. 19: Verhandlungskunst: Besser verhandeln - mehr erreichen Die Erkenntnis, dass Verhandlungen ein Teil des beruflichen und auch privaten Alltags sind, erfüllt nicht unbedingt jeden mit reiner Vorfreude. Das liegt zum größten Teil am schlechten Image, das Verhandlungen im Allgemeinen haben. Eine solche Situation gilt als Verursacher von Stress, Ärger und Frustrationen. Besser vermeiden, lautet die Devise bei vielen. Dabei können Verhandlungen sehr viel Spaß machen, sobald man sich einmal grundsätzlich von den konfliktbeladenen Vorurteilen verabschiedet hat. Mit diesem ebooklet erläutern wir Ihnen, wie Sie in Verhandlungen in Zukunft mehr erreichen. Umfang: 44 Seiten ISBN: / 5,90 No. 20: Soft Skills Basic II Die Bedeutung der Schlüsselqualifikationen oft auch Soft Skills genannt für eine positive Entwicklung im beruflichen Umfeld wächst ständig. Waren es in der Vergangenheit eher die Fachkompetenzen, auf die besonders viel Wert gelegt wurde, sind die Unternehmen inzwischen nun darauf ausgerichtet, Mitarbeiter mit Kompetenzen in der Teamarbeit, in der Führung, im persönlichen Auftreten und im sozialen Miteinander einzustellen bzw. mit größerer Verantwortung zu betrauen. Umfang: 68 Seiten Kostenlos erhältlich Die ebooklets der CoachAcademy finden Sie hier

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