Sozialräumliche Quartiersentwicklung aus Sicht der Wohnungswirtschaft

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1 Sozialräumliche Quartiersentwicklung aus Sicht der Wohnungswirtschaft Dr. Iris Beuerle Referat Genossenschaften und Quartiersentwicklung

2 Sozialraumorientierung Dr. Iris Beuerle 2

3 Definition Quartier Quartier bezeichnet einen sozialen Raum, der kleiner als ein (administrativ abgegrenzter) Stadtteil, aber durchaus vielfältiger sein kann als ein Wohngebiet, das planungsrechtlich nur dem Wohnzweck dient (Alisch 2002:60). Mit Quartier ist die überschaubare Wohnumgebung gemeint, wobei es sich um eine Wohnsiedlung, ein städtisches Wohnviertel, aber auch um eine kleinere Gemeinde oder Dorf handeln kann (Kremer-Preiß/Storlaz 2005:11). Dr. Iris Beuerle 3

4 Definition Quartier Quartiere sind (selbst-)definierte Räume ( ), die sowohl von innen, aus dem Quartier heraus, als auch von außen (re)konstruierbar sind. Quartiere haben für die identifikatorischen Zusammenhänge von Menschen oft eine große Bedeutung (z.b. Identifikation mit dem Wohnumfeld). Zudem erfüllen Quartiere für die Quartiersbevölkerung vielfältige Funktionen (Wohnen, Bildung, Arbeit, Freizeitgestaltung soziale Kontakte, Erholungsraum usw.) (Oehler/Drilling 2010: 207). Dr. Iris Beuerle 4

5 Definition Quartier 1. Bauliche Charakteristika (Bautypen, Modernisierungsgrad, Baudichte, etc.) 2. Infrastrukturen (Straßen, etc.) 3. Demographische Faktoren 4. Sozialer Status der Bevölkerung 5. Lokale Dienstleistungen (Quantität, Qualität) 6. Umweltfaktoren (Topographie, Emissionen, etc.) 7. Erreichbarkeit (Topologie, Transportwesen, etc.) 8. Politische Faktoren (politische Netzwerke, Partizipation, etc.) 9. Soziale Interaktivität (soziale Netzwerke, Normen, etc.) 10. Gefühlte Attribute (Ortsbindung, Quartiershistorie, etc.) (Schnur 2013:27) Dr. Iris Beuerle 5

6 Einflussfaktoren auf wohnungswirtschaftliche Handlungskonzepte Dr. Iris Beuerle

7 Bedeutung des Unternehmensziels? Wohnungsgenossenschaften? Kommunale Wohnungsunternehmen? Kirchliche Wohnungsunternehmen? Öffentliche Wohnungsunternehmen? Aktiennotierte Wohnungsunternehmen? Privatwirtschaftliche Wohnungsunternehmen? Dr. Iris Beuerle 7

8 Anbieterstruktur auf dem deutschen Wohnungsmarkt Dr. Iris Beuerle 8

9 Auswirkungen auf die Quartiersentwicklung Demografische Gesellschaftliche Entwicklung Entwicklung Vermögen und Einkommen alternde Gesellschaft Individualisierung Internationalisierung Haushaltseinsparungen der Städte und Kommunen Lebensstile soziokulturelle Unterschiede Urbanisierung Mobilität Klimawandel Energieversorgung Dr. Iris Beuerle 9

10 Optimierung durch Sozialmanagement Soziale Maßnahmen Mitbestimmung Beteiligung Integration Kommunikation Angebote und Vermittlung von Serviceleistungen für alle Bewohnergruppen Steigerung der Kundenzufriedenheit Wirtschaftliche Auswirkungen Geringere Fluktuation Geringerer Leerstand Geringere Mietrückstände Geringere Instandhaltungskosten Weniger Vandalismus Besseres Image Höhere Nachfrage Verbesserung des wirtschaftl. Ergebnisses ERGEBNIS Steigerung der wirtschaftlichen und sozialen Rendite Dr. Iris Beuerle 10

11 Demografischer Wandel Veränderte Dynamik des Bevölkerungswachstums Individualisierung der Bevölkerung: Kleinere Haushalte Vielfältigere Lebens- und Familienformen Zunahme der allein Lebenden Wachsende Internationalisierung Veränderung der Altersstruktur Dr. Iris Beuerle 11

12 Gesellschaft im Wandel Alterung beeinflusst den Charakter der gesamten Gesellschaft Veränderte Lebensstile, Bildung, Einkommen und Gesundheitszustand beeinflussen das Altern und die Lebenszufriedenheit Aktivierung des Engagementpotenzials der Älteren Ungleiche Entwicklung von Vermögen und Einkommen Dr. Iris Beuerle 12

13 Wohnverhältnisse und Wohntrends Städte gewinnen an Attraktivität Wohnkosten steigen Differenzierte Lebensstile erfordern unterschiedliche Wohnkonzepte Technische Ausstattungsmerkmale in der Wohnung für mehr Komfort und Sicherheit nehmen zu Service in der Vermietung und Dienstleistungs-angebote werden zur Kernkompetenz Dr. Iris Beuerle 13

14 Bedeutung von Quartieren als Ressource zur Lebensbewältigung Wohnen Sozialer Austausch Existenzsicherung durch Arbeit Soziale und konsumorientierte Infrastruktur Teilhabe am öffentlichen Leben Dr. Iris Beuerle 14

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