Brandschutzordnung nach DIN Teil B für öffentliche Versammlungsstätten der Stadt Frankenau

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1 Brandschutzordnung nach DIN Teil B für öffentliche Versammlungsstätten der Stadt Frankenau Allgemeines Diese Brandschutzordnung ist eine organisatorische Maßnahme der Stadt Frankenau für dieses Gebäude, welche sich an die Nutzer und Pächter dieser baulichen Anlage richtet. Die Brandschutzordnung enthält Regeln für die Brandverhütung und für das Verhalten im Brandfall. Hierdurch soll ein vorbestimmtes Verhalten bei besonderen Gefahrenlagen bewirkt werden. Ziel ist es auch, Personen- und Sachschäden im Brandfall zu verhindern bzw. möglichst gering zu halten. Die Brandschutzordnung entbindet nicht von der Verpflichtung, sonstige Arbeitsschutzvorschriften und allgemeine Regeln der Technik zu beachten und einzuhalten. Ihr räumlicher Geltungsbereich bezieht sich auf alle Gebäude, Einrichtungen, Freiflächen und sonstigen Anlagen. Brandverhütung Im gesamten Gebäude gilt Rauchverbot. Innerhalb der Versammlungsstätte ist das Verwenden von offenem Feuer, brennbaren Flüssigkeiten und Gasen und anderen explosionsgefährlichen Stoffen verboten. Dies gilt nicht für die Verwendung von Kerzen und ähnlichen Lichtquellen als Tischdekoration sowie offenes Feuer in den dafür vorgesehenen Kücheneinrichtungen zur Zubereitung von Speisen.

2 Der Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen (Tisch-, Saal- oder Bühnenfeuerwerk) ist verboten. (Hinweis: Ausnahmen sind hier möglich, wenn dies in der Art der Veranstaltung begründet ist und eine Ausnahme beim Ordnungsamt erwirkt werden kann. Dies ist mit der Feuerwehr abzustimmen. Die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen muss durch eine nach Sprengstoffrecht geeignete Person überwacht werden.) Brand-, Rauchausbreitung Alle Feuerschutztüren und rauchabschließende Türen sind geschlossen zu halten, insbesondere Türen zu Fluren und Treppenräumen. Die Anhäufung von Abfallstoffen und leicht brennbaren Stoffen ist zu vermeiden. Flucht- und Rettungswege Flucht- und Rettungswege sind Gänge, Flure und notwendige Treppen, die durch Hinweisschilder (Piktogramme) gekennzeichnet sind. Zufahrten zur Versammlungsstätte sind für Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge jederzeit freizuhalten. Ausgänge und Notausgänge im Gebäude sind jederzeit freizuhalten und dürfen nicht durch Tische oder sonstige Einrichtungsgegenstände zugestellt werden. Ausgänge und Notausgänge dürfen während der Veranstaltung von innen nicht verschlossen sein (der Veranstalter ist hier selbst verantwortlich). Soweit die Räume nicht durch Tageslicht erhellt werden, ist die Sicherheitsbeleuchtung in Betrieb zu nehmen und darf nicht verdeckt oder abgedunkelt werden. Die Sicherheitsbeleuchtung muss solange in Betrieb bleiben, bis alle Gäste und Besucher die Versammlungsstätte wieder verlassen haben. Brandschutzeinrichtungen wie Feuerlöscher, Wandhydranten, Löschdecken dürfen nicht zugestellt oder verdeckt werden. Während der Veranstaltung muss der jeweilige Pächter oder ein verantwortlicher Beauftragter des Pächters anwesend sein. Bei besonderen Veranstaltungen, die einen Brandsicherheitsdienst der Feuerwehr erforderlich machen, ist den Anweisungen des Brandsicherheitsdienstes Folge zu leisten. Bei Feuer oder Verrauchen der Räumlichkeiten ist das Gebäude sofort über die Ausgänge und Notausgänge zu räumen.

3 Melde- und Löscheinrichtungen Brandmeldeeinrichtungen sind Feuermelder und Telefon. Feuerlöschgeräte sind Feuerlöscher und Wandhydranten. Sie finden diese Geräte in den mit einem roten F gekennzeichneten Schränken, zusätzliche Feuerlöscher sind auch in der Nähe von Ausgängen und in Fluren angebracht. Verhalten im Brandfall Ruhe bewahren die größte Gefahr ist eine Panik; unüberlegtes Handeln kann zur Panik führen. Rettung von Menschenleben geht vor Brandbekämpfung. Auf Warn- und Alarmsignale achten. Im Brandfall keine Aufzüge oder Fahrtreppen benutzen. Brand melden Bei jedem Brand oder auch Brandverdacht ist unverzüglich die Feuerwehr über den Notruf 112 zu alarmieren. Am Telefon müssen folgende Angaben gemacht werden: - Wer meldet? - Wo brennt es? - Was ist geschehen (Art des Brandes)? - Wie ist die Situation (Sind Menschen verletzt, in Gefahr)? Alarmsignale und Anweisungen beachten Alarmsignale sind das Warnsignal (1 Minute anhaltender unterbrochener Hupton) und das Notsignal (1 Minute anhaltender ununterbrochener Hupton). Nach Eintreffen der Feuerwehr ist ausschließlich deren Anweisungen zu folgen. In Sicherheit bringen Den Gefahrenbereich sofort verlassen, dabei verletzten, behinderten oder anderen gefährdeten Personen (Kindern oder älteren Personen) helfen; niemand darf zurückbleiben. Den Fluchtwegkennzeichnungen sollte gefolgt werden.

4 Nach Verlassen des Gebäudes sollten sich alle Personen an einem bestimmten Platz sammeln. Stark verqualmte Räume sind in gebückter Haltung zu verlassen. Löschversuche unternehmen Bei Kleinbränden sind unverzüglich Löschmaßnahmen mit den zur Verfügung stehenden Feuerlöschern durchzuführen, allerdings nur, solange keine Gefahr für das eigene Leben und Gesundheit besteht. Hinweis: Es ist von vorne nach hinten und von unten nach oben zu löschen. Wenn möglich, mehrere Feuerlöscher gleichzeitig verwenden. Feuerlöscher erst am Brandort in Betrieb setzen. Grundsätzlich gilt jedoch: Rettung von Menschenleben geht vor Brandbekämpfung! Brandklassen und geeignete Löschmittel: Klasse Art der brennbaren Stoffe Geeignete Löschmittel A B C D F Feste brennbare Stoffe z.b. Holz, Kohle, Papier, Textilien Flüssige und flüssig werdende Stoffe z.b. Benzin, Öle, Lösungsmittel Gasförmige brennbare Stoffe z.b. Acetylen, Wasserstoff, Methan, Propan, Stadtgas Metalle z.b. Aluminium, Natrium, Kalium, Magnesium Speiseöle/-fette in Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen und -geräten Wasser Schaum ABS-Löschpulver Schaum ABC- oder BC-Löschpulver Kohlendioxid (CO2) ABC- oder BC-Pulverlöscher Kohlendioxid (CO2) spezielles Metallbrandpulver trockener Sand trockenes Kochsalz Zementpulver spezieller Feuerlöscher trockener Topfdeckel (keine Löschdecke) Hinweise: - Sicherheitsabstände beim Löschen elektrischer Anlagen beachten. - Brennende Flüssigkeiten, Fette und Öle nie mit Wasser löschen. - Brennende Metalle nicht mit Wasser oder wasserhaltigen Stoffen löschen. - Elektrische Anlagen möglichst nur mit Kohlendioxid (CO2) löschen.

5 Besondere Verhaltensregeln Türen schließen, aber nicht abschließen. Elektrische Anlagen und Betriebsmittel sind vor Wiederinbetriebnahme zu prüfen. Brandmeldeanlagen, Feuerlöschanlagen, -geräte und -einrichtungen müssen unverzüglich wieder einsatzbereit gemacht werden. Die Anlagen 1 und 2 zur Brandschutzordnung sind zu beachten. Diese Brandschutzordnung ist eine verbindliche Anweisung und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Aufgestellt Ordnungsamt, St. Siegel Björn Brede Bürgermeister

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7 Anlage 1 Erläuterungen zu den gängigsten Beschilderungen im Notfall: Rauchen und Umgang mit offenem Licht und Feuer ist verboten. Zufahrten und Aufstellflächen für Einsatzfahrzeuge sind unbedingt freizuhalten. Flucht und Rettungswege sind unbedingt freizuhalten. An Sammelplatz einfinden. Hinweis- und Verbotsschilder dürfen nicht verdeckt werden. Nächstgelegenes Telefon oder Melder in den Fluren und Treppenhäusern: Feuerlöscher und Löschdecke

8 Anlage 2 Sonstige Erläuterungen Die genehmigten Bestuhlungspläne sind einzuhalten. Die in den Bestuhlungsplänen angegebene Höchstzahl der Teilnehmer darf nicht überschritten werden. Mobile Ausschmückungen, die vom Veranstalter angebracht werden, wie Girlanden, Drapierungen, Fahnen, etc., müssen nachweislich aus mind. schwerentflammbarem Material (Baustoffklasse B) bestehen und müssen in einem Abstand von mind. 2,50m über dem Fußboden angebracht sein. Brennbare Ausschmückungen müssen einen ausreichenden Abstand zu Scheinwerfern oder ähnlichen Wärmequellen einhalten. Mobile oder zusätzliche Strominstallationen dürfen nur nach Rücksprache mit dem Eigentümer der Versammlungsstätte und nur durch einen Fachbetrieb oder einen Beauftragten des Eigentümers installiert werden. Elektrische Schaltanlagen dürfen den Besuchern nicht zugänglich sein. Elektrische Verkabelungen dürfen nicht auf dem Fußboden verlegt sein. Beim Einsatz von Laseranlagen sind die arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften zu beachten. Die Verwendung von mobilen Heizgeräten ist nur nach Rücksprache mit dem Eigentümer möglich. Gasstrahler oder sonstige, durch Feuer betriebene Heizgeräte, sind nicht zulässig. Bei besonderen Veranstaltungen, die nicht im üblichen Rahmen der Versammlungsstätte liegen, können seitens des Eigentümers besondere Auflagen erteilt werden. Eventuell kann ein Brandsicherheitsdienst erforderlich sein, der vom Eigentümer angeordnet wird und nur durch die Feuerwehr ausgeübt werden darf. Eventuell kann die Vorlage eines besonderen Sicherheitskonzeptes erforderlich sein. Möglicherweise sind sogar Sondergenehmigungen durch die Bauaufsichtsbehörde bzw. der Brandschutzdienststelle erforderlich. Der Eigentümer behält sich kurzfristige, anlassbezogene Änderungen vor.

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