FG Magazin. Das Magazin des FG Basel ISSN /2014 Oktober 2014 Einzelpreis CHF 6. Seite 6 Zwei Tage FG pur

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1 FG Magazin Das Magazin des FG Basel ISSN Das 3/2014 Magazin Oktober des FG 2014 Basel Einzelpreis ISSN CHF 6. 3/2014 Oktober 2014 Einzelpreis CHF 6. Seite 6 Zwei Tage FG pur Seite 9 Viel Stoff wenig Zeit keine Lust und trotzdem erfolgreich! Seite 14 It s the human touch that makes the FG Basel so special

2 Impressum Impressum ISSN FG Basel, 2014 Auflage 4000 Exemplare; Herausgeberin FG Basel; Beiträge Belinda Cousin, Hans-Ueli Gubser, Renato Nanni, Dr. Stephan Sauthoff, Felix Werner, Simone Werner; Bilder FG Magazin (wo nicht anders vermerkt); Redaktion FG Magazin, Scherkesselweg 30, CH-4052 Basel, Lektorat, Gestaltung und Korrektorat Mirjam T. Jenny Dorn; Herstellung aloona GmbH, CH-4125 Riehen. Titelbild: Impressionen vom Schulfest Die Wiedergabe von Artikeln und Bildern, auch auszugsweise oder in Ausschnitten, ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Herausgeberin und mit Quellenangabe gestattet. 2 FG Magazin Oktober 2014

3 Inhalt Inhalt Editorial 5 FG Basel Das Schulfest 6 Mein FG Basel Rückblick auf das Schulfest 8 Seite 6 FG Pädagogik Viel Stoff wenig Zeit keine Lust und trotzdem erfolgreich! 9 FG Basel FG Ball: Der glamouröse Höhepunkt des Jubiläumsjahres 13 zugunsten des Stipendienfonds Mein FG Basel Stefan Raich: «It s the human touch 14 that makes the FG Basel so special» Mein FG Basel Stefan Raich: «Der menschliche Umgang macht das FG Basel 15 zu einer besonderen Schule» Seite 14 Mein FG Basel Lorena: «Ich bin sozusagen wunschlos glücklich!» 17 FG Basel Das FG Basel beim FC Basel 18 FG intern Sport und Ausbildung? Das FG machts möglich! 19 FG intern Start unserer Lernlandschaften 20 Seite 17 FG historisch : Zu viele Schüler, zu wenig Geld 22 FG intern Comenius am FG Basel 24 FG intern 50 Jahre Matur: MCMLXIV MMXIV ( ) 27 FG intern Traditioneller Adventskranzverkauf des Elternzirkels 28 FG kurz & bündig 30 FG Agenda 31 Seite 20 Impressum 2 FG Magazin Oktober

4 Inserat Jung sein lohnt sich! Attraktive Vergünstigungen und viele Vorteile bei Nightlife, Shopping, Food und Lifestyle. Die Maestro-STUcard gibt es gratis bei der Basler Kantonalbank. Konto eröffnen und sofort profitieren! 4 FG Magazin Oktober 2014

5 Editorial Liebe Leserinnen Liebe Leser Als ich heute Morgen auf dem Weg in mein Büro durch unser Schulhaus schritt, begegneten mir bereits die ersten Schülerinnen und Schüler, Eltern, die ihre Kinder zur Morgenbetreuung brachten, Lehrpersonen, die letzte Vorbereitungen für ihren Unterricht trafen und in der Mensa waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon mit der Zubereitung des Mittagessens beschäftigt. Mein Weg führte mich zuerst durch das Untergeschoss, wo bereits die Bühne für den Auftritt der Star-Band stand und der Vorraum ganz in Rot erstrahlte Vorbereitungen für unser grosses FG Schulfest, welches beim Erscheinen dieser Ausgabe bereits wieder der Vergangenheit angehören wird und über welches wir in dieser Nummer auf den Seiten 6 bis 8 berichten. Im Erdgeschoss waren wie von Geisterhand alle Schulmöbel, die während der Woche geliefert worden waren, verschwunden und ein Blick in das Zimmer der Klasse P1 zeigte mir, dass die Ausstattung der Lernlandschaft fortgeschritten ist. Die bisherigen Schulmöbel sind durch eine flexible Möblierung ersetzt worden, eine Voraussetzung für die Unterrichtsform der Lernlandschaft. Mehr darüber erfahren Sie auf den Seiten 20 und 21. Die unterschiedlichsten Begrüssungen im Lehrpersonenzimmer, im Computerraum oder an den Kopierern rufen einmal mehr in Erinnerung, dass unsere Lehrpersonen aus den unterschiedlichsten Regionen bzw. Ländern kommen. «Hoi», «Guete Morge», «Sali», «Hallo», «Tschau», «Guten Morgen», «Buenos días», «Hola», «Hello» oder «Good morning». Letztere sind die Englischlehrpersonen bzw. die englischsprachigen Lehrerpersonen am FG Basel, denen innerhalb der bilingualen Abteilung des FG Gymnasium eine besondere Rolle zukommt. Aber nicht nur englischsprachige Lehrpersonen sind am FG Basel anzutreffen auch englischsprachige Eltern wählen unsere Schule für die Ausbildung ihrer Kinder. Daher werden wir in Zukunft auch immer wieder einzelne Artikel im FG Magazin auf Englisch veröffentlichen in dieser Nummer auf den Seiten 14 und 15. Auf dem Sekretariat wird gerade die Website der Schule aktualisiert, u. a. mit Berichten und Fotos zu den einzelnen Treffen des Comenius-Projekts. Morgen werden sich die Schülerinnen und Schüler, die das FG Basel vor den Herbstferien am fünften Treffen in Wien vertreten werden, für die vorzubereitenden Arbeiten treffen. Über unser Comenius-Projekt können Sie auf den Seiten 24 und 25 Genaueres lesen. Kaum ist mein PC hochgefahren, erscheint auf meinem Bildschirm eine erfreuliche Rückmeldung per über unsere letzte Veranstaltung im Rahmen der Reihe «Das FG lädt ein». Der Besuch im St.-Jakob-Park war für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein ausserordentliches Ereignis sowohl die Führung durch Werner Schneeberger als auch das anschliessende Referat von Bernhard Heusler. Einen Bericht über diesen Event und die Fotos dazu finden Sie auf den Seiten 18 und 19. Die neuste Ausgabe des FG Magazins zeigt einmal mehr: 125 Jahre sind uns Ansporn, die Schule weiter zu entwickeln und für die Zukunft fit zu machen. Ich wünsche Ihnen viel Spass bei der Lektüre. Dr. Stephan Sauthoff (Rektor) FG Magazin Oktober

6 FG Basel Zwei Tage FG pur Zwei Tage lang stand im FG Basel nicht das Lernen im Zentrum, sondern das Feiern. Schülerinnen, Schüler, Erziehungsberechtigte und alle Mitarbeitenden des FG Basel luden zum FG Fest. Viel Publikum und begeisterte Reaktionen lassen nur ein Fazit zu: Das Jubiläumsfest war ein voller Erfolg. Das FG Basel hat seinen 125. Geburtstag zum Anlass genommen, ein grosses Schulfest auf die Beine zu stellen, das durch seine Vielfältigkeit begeisterte. Das Organisationsteam unter der bewährten Leitung von Renato Nanni hatte ganze Arbeit geleistet und die Schülerinnen, Schüler und alle Mitarbeitenden des FG Basel machten das Schulfest zu einem Erlebnis. Bereits am Eingang hiess eine überdimen- sionierte Torte die Gäste willkommen. Gänge und verschiedene Schulzimmer waren liebevoll und mit viel kreativem Engagement geschmückt. Vom Kino bis zum Crêpesstand gab es eine breite Palette an Aktivitäten und Attraktionen zu bestaunen und auszuprobieren. Verschiedene Restaurationsangebote und natürlich die legendäre EL- WYSS-Bar luden zum Verweilen ein und in der Turnhalle wurden auf einer Bühne beeindruckende musikalische Beiträge präsentiert, die allesamt qualitativ sehr gut waren und von Hardrock bis zur perfekt gesungenen Ballade ein beeindruckendes Spektrum beinhalteten. Nicht fehlen durfte im Programm selbstverständlich der Lehrerinnenund Lehrerchor. Durchwegs spürbar war während der gesamten zwei Tage das grosse 6 FG Magazin Oktober 2014

7 FG Basel Engagement und die Freude, mit welcher die Ergebnisse monatelanger Vorarbeit präsentiert wurden. Der gelebte «FG Spirit» war deutlich wahrzunehmen nicht nur bei Schülerinnen, Schülern und ihren stolzen Eltern, sondern auch bei allen anderen Besucherinnen und Besuchern, darunter viele Ehemalige. Man kannte sich, man traf sich, es wurden Erinnerungen ausgetauscht, über Schulerlebnisse gelacht und hin und wieder auch mit ein bisschen Wehmut auf vergangene Zeiten zurückgeblickt. Auf grosses Interesse stiessen die neuen Lernlandschaften, die wegen verzögert geliefertem Mobiliar erst ganz kurz vor dem Fest fertig eingerichtet werden konnten. «Von uns sind ja die meisten gerne ins FG gegangen, aber wenn ich sehe, wie heute am FG offenbar Wissen vermittelt wird, ist das doch ein riesiger Unterschied. Das wäre ein ve- ritabler Grund, um nochmals Schülerin zu sein», lautete der spontane Kommentar einer FG Absolventin. Es wurde konstatiert, dass sich am FG Basel viel getan hat, dass die Schule mit ihrem wegweisenden Konzept auf einem guten Weg ist und dass es das FG Basel auch künftig «mehr denn je», wie immer wieder zu hören war brauchen wird. Felix Werner FG Magazin Oktober

8 Mein FG Basel Rückblick auf das Schulfest Das Schulfest ist vorbei und einzig die Deckendekoration sowie die grosse Geburtstagstorte erinnern noch an zwei wunderbare Festtage. Bis es allerdings soweit war, musste viel Arbeit geleistet und noch mehr Engagement aufgebracht werden, nicht nur vonseiten des OK (Renato Nanni, Madeleine Sunier, Nadine Marino-Senn und Lorenz Tobler), sondern vor allem vonseiten der Lehrpersonen sowie aller Schülerinnen und Schüler. Es war ein gelungener Anlass! Besonders beeindruckend fand ich die grosse Einsatzbereitschaft der Schülerinnen und Schüler sowie aller Kolleginnen und Kollegen. Je näher das Fest rückte, desto mehr sprang der Funken über. Dieses gemeinsame Anpacken zog sich wie ein roter Faden durch die Aufbauarbeiten, das Fest selbst, bis hin zum Abräumen. Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler erschienen am Sonntagmorgen, um zu helfen und trugen so auch zu einem frohen Ausklang bei. Nicht selbstverständlich, wenn doch zwei anstrengende Abende in den Knochen steckten. Besonders genossen habe ich die tolle Dekoration und die vielen positiven Rückmeldungen während und nach dem Fest. Es war eine Freude zu sehen, wie die Pizzeria mit den 3P-lern kaum nachkam, um die Wünsche der Gäste zu erfüllen. Die Sekundarschüler servierten unterdessen in den 125 étoiles mit Stil und begeisterten durch ihr höfliches und gekonntes Auftreten. Sowohl an der Snackbar, als auch beim chinesischen Restaurant oder bei den Tapas, überall sah ich emsiges Treiben. Bewundernswert, wie die Crêperie, die zum Start mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, sich nicht aus der Ruhe bringen liess, sondern mit umso mehr Einsatz das Verpasste aufholte. Meine eigene Klasse möchte ich in diesem Zusammenhang besonders loben. Mit Charme, Ausdauer und Fleiss versorgten die Schülerinnen und Schüler die Besucher der «Sweet Dreams» mit selbst gebackenen süssen Köstlichkeiten und Kaffee, auch dann, wenn ich bedingt durch den Auftritt mit dem Lehrpersonenchor und der Starband, nicht anwesend sein konnte. Diese Selbstständigkeit, aber auch Selbstverständlichkeit verdient grossen Dank. Immer wieder sah ich Kinder mit witzigen Tattoos und kunstvoll geschminkten Gesichtern, die sie stolz ihren Eltern und Bekannten präsentierten. Mein Dank geht auch an die Primarlehrkräfte für ihren Einsatz an der Mafia Bar sowie an den Verein der Ehemaligen. Das vielfältige Musikprogramm in der Turnhalle zeigte, was am FG alles möglich ist und ich denke, alle Anwesenden waren mindestens so beeindruckt wie ich. «Chapeau!», wie der Franzose sagt. Der absolute Renner war einmal mehr die EL-WYSS-Bar. Da ging, wie man so schön sagt, die Post ab, besonders während der mittlerweile legendären Auftritte der Starband. Ein grosser Spass nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für meine Kollegin, meine Kollegen und mich. Schön war auch, dass ich ehemalige Schülerinnen und Schüler begrüssen und mit ihnen Erinnerungen und alte Geschichten auffrischen konnte. Was nehme ich mit für die Zukunft? Sicher die positive Stimmung und die Idee der stufenübergreifenden Projekte. Es war schon speziell, als meine damals noch 1Ga mit den Kleinen die Vorbereitung unseres Dessertbuffets in Angriff nahm. Wir alle hatten grossen Spass. Das Testessen werde ich wohl nicht so schnell vergessen! Ich wünsche mir weitere solche Projekte, die dazu beitragen, das gegenseitige Verständnis und Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Es zeigte sich auch, dass ein dekoriertes Schulhaus ein vollkommen anderes Gefühl vermittelt. Da drängt sich automatisch die Frage auf, ob es nicht möglich wäre, unser FG etwas «wohnlicher», das heisst persönlicher, zu gestalten, und dies auch ohne Fest. Zusammengefasst heisst dies, wir haben ein gelungenes Fest in einem familiären Rahmen erlebt. Warum nicht ein ähnlicher Anlass, jedoch in kleinerem Rahmen, mit Darbietungen aller Art auf zwei, drei kleinen Bühnen sowie Verpflegung in der Mensa? Es würde zwar viel Arbeit, aber auch einigen Spass bedeuten und ausserdem das Gefühl der Zusammengehörigkeit fördern. Als Schlusswort der Gedanke, den ich am Sonntagmorgen auf dem Heimweg hatte und zu mir selber sagen musste: «Schon erstaunlich, aber die 125-jährige Dame FG lebt noch immer und hat nach wie vor noch viel drauf!» Renato Nanni 8 FG Magazin Oktober 2014

9 FG Pädagogik Viel Stoff wenig Zeit keine Lust und trotzdem erfolgreich! «Kann man Lernen lernen?» Diese Frage stellt sich in diesem Zusammenhang sofort. Ratgeber und Rezepte gibt es als Antwort darauf in Hülle und Fülle. Doch welche Lernstrategie ist die erfolgreiche für einen Lernenden? Lernstrategien sind Werkzeuge, die wir einsetzen können, um gezielter und effektiver zu lernen, zu behalten und wiedergeben zu können. Im Wesentlichen geht es darum, eine bestimmte Vorgehensweise zu finden, um ein definiertes Lernziel zu erreichen. Beim Lernen geht es darum, Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben. Dabei ist Lernen nicht einfach die Reaktion auf Lehren, sondern vielmehr ein individueller Konstruktionsprozess. Dabei ist, wie bei allem Lernen, unser Gehirn beteiligt. Wir lernen aufgrund neuronaler Prozesse. Daraus lässt sich ableiten, dass gehirngerechtes Lernen eine Erfolgsstrategie darstellt. Bild 1: Das Gehirn (Gasser 2010, Abb. 29) Was aber heisst «gehirngerechtes Lernen»? Beispiel Lara (16-jährig) liest am Abend vor der Biologieprüfung erstmals die zehn Seiten im Biologiebuch, lässt nebenher den Fernseher laufen, weil sie die neue Folge einer Serie nicht verpassen will. Im Text streicht sie alles Wichtige mit einem gelben und alle Bezeichnungen mit einem grünen Leuchtstift an. Zwischendurch sendet sie ihrer Freundin eine SMS «hi, simse beim bio. U2? WASA» (ich schreibe SMS beim Biologielernen. Du auch? Warte auf schnelle Antwort). Lara nimmt sich vor, beim Morgenessen den Text nochmals zu «überfliegen». Ein wenig Angst hat sie schon, da sie in Biologie auf eine ungenügende Note abgerutscht ist. Was ist an Laras Lernverhalten gehirngerecht und damit optimal? Eigentlich gar nichts! Die TV Serie ist momentan für Lara weit interessanter als das Prüfungsthema in Biologie. Das Gehirnareal, das für emotionale und motivationale Prozesse zuständig ist, bezeichnet man als lymbisches System. Dieses hat längst (unterbewusst) entschieden, dass die TV-Serie spannender ist als Lesen und Lernen. Der Erwartungskitzel auf die neue Serie löst zudem die Ausschüttung des Botenstoffes Dopamin aus, der das Lustzentrum, Nucleus accumbens, aktiviert. Dies hemmt Prozesse im Neocortex, der unter anderem für aufmerksames und verstehendes Lesen zuständig ist (siehe Bild 1). Das farbige Markieren ist an und für sich eine gute Lerntechnik. Allerdings wird im Fall von Lara das Arbeitsgedächtnis im Frontalhirn wohl aktiviert, gleichzeitig aber auch überfordert. Das Arbeitsgedächtnis ist zu beschränkt. Es kann in so kurzer Zeit in verschiedenen Farben gekennzeichnete Fakten nicht ins Langzeitgedächtnis überführen. Lara möchte daher den Text am Morgen nochmals durchlesen, also «repetieren». Gleichförmiges und wiederholendes Lesen signalisiert dem Gehirn aber, dass nichts Neues oder Spannendes kommt. Daraus schliesst das Gehirn, dass es keine spezielle Aufmerksamkeit schenken muss. Das Multitasking, also das Ausführen von zwei oder drei Tätigkeiten FG Magazin Oktober

10 FG Pädagogik situationen besonders hinderlich (Bild 2). Lara lernt leicht angstbelastet, was an sich nicht schlimm ist, aber auch nicht förderlich. Wird die Amygdala, unser emotionales Gedächtnis und Sitz des Angstzentrums, aktiviert, ist der Aufbau von vernetztem und komplexem Wissen erschwert. Wer vor Angst wegrennen möchte, kann keine vernünftigen Möglichkeiten durchdenken. Wie könnte Lara gehirngerechter lernen? wie zum Beispiel Autofahren und Musikhören lassen sich besser gleichzeitig ausführen. Meistens ist es besser, eines nach dem anderen zu tun. «Extreme Multitasker», die regelmässig mehrere Medien nutzen, sind weniger gut in der Lage Informationen zu filtern, von einer Aufgabe zur nächsten zu wechseln und fokussiert eine momentane Aufgabe zu lösen. Dies ist in Prüfungsgleichzeitig, scheint auch nicht der Situation angepasst. Die Forschung zeigt wohl, dass junge Leute (Digital Natives), die mit Internet, Handy usw. aufgewachsen sind, Multitasking besser beherrschen als Ältere. Die Leistung nimmt aber insgesamt rapide ab, wenn die Primäraufgabe, hier SMS schreiben, komplex ist und viel Aufmerksamkeit braucht. Hoch automatisierte Leistungen Bild 2: Multitasking girl (aus dem Internet) Lernentschluss Motivationsstrategie Lernumgebung gestalten: Lara überwindet den inneren Widerstand und stellt sich auf Biologie ein. Sie wechselt die Arbeitsumgebung, öffnet die Fenster etc. Lernziel Motivationsstrategie Lernen rhythmisieren und Ziel festlegen: Lara will den Text gründlich durcharbeiten und sich in kurzer Zeit auf die Biologieprüfung vorbereiten. Priorität Motivationsstrategie sich auf das Lernen einstellen: Sie erledigt noch eine SMS und schaltet dann das Handy aus. Auf die neue Serie verzichtet sie momentan und zeichnet sie auf. Sie stellt einen Wecker auf zwei Stunden und arbeitet so lange. Für den Morgen reserviert sie sich eine Stunde zur Repetition. Die neue Serie kann nach der Lerneinheit am Abend geschaut werden als Belohnung. Bild 3: Cluster (Gasser 2010, Abb. 44) Lernplan Bearbeitungs- und Ordnungsstrategie Sichten, Organisieren, Einprägen: Lara liest den Text ohne anzustreichen durch. Dann bearbeitet sie den Text, indem sie ein Cluster (siehe 10 FG Magazin Oktober 2014

11 FG Pädagogik Bild 3) anfertigt. Ein Cluster ermöglicht ihr, Korrelationen und Kausalitäten aufzuzeigen. Lara kodiert den Cluster noch farblich. Repetitionsstrategie Kurzvortrag halten: Lara visualisiert das farblich kodierte Cluster und referiert frei. Theorie und Praxis scheinen im Fall von Lara weit auseinanderzuliegen. Im Alltag zeigt sich, dass die häufig gewählten Lernstrategien, in Laras Fall freier Arbeitsplatz mit Multitasking und farbkodierter Textbearbeitung, zu einem individuellen Lernstil führen, der sich in der Regel nur schwer verändern lässt. Auch dafür gibt es neuronale Gründe. Wir neigen dazu, Vorgehensweisen und Abläufe zur Routine werden zu lassen. Dieses Vorgehen gibt uns Sicherheit (auch wenn das Verfahren durchaus nicht Erfolg versprechend ist!) und reduziert den Aufwand unseres Neocortex. Es ist insgesamt weniger anstrengend! Worin besteht neuronal die Chance, dass man die Lernstrategie trotzdem verändern und optimieren will? Manchmal ist es wohl der Misserfolg, der uns antreibt, oder der Wunsch nach Selbstgestaltung oder ganz einfach die Neugier. Wie die Beweggründe auch immer sind, sie liegen im lymbischen System und zeigen sich zunächst als Gefühl und äussern sich erst nach und nach als bewusstes Vorhaben und Ziel. Lernen lernen wie vorgehen? 1. Den Lernort einrichten. Lernorte sind sehr individuell. Manche Menschen lernen am besten zu zweit oder in Gruppen, andere wollen allein und ungestört sein. Allgemein kann man sagen, dass man den Lernort bewusst auswählen und gestalten soll. Es lohnt sich, verschiedene Körperhaltungen, Einrichtungen und Sitzgelegenheiten auszuprobieren. Es ist wichtig, bewusste Anordnungen zu wählen. Lernumgebung gestalten Lernmaterial beschaffen/ordnen/bereitlegen Motivationsstrategien Lernunterlagen auswählen Lernthemen gewichten Prüfungsstoff und -verfahren klären Lernziele festlegen und Lernpläne machen Lernpartnerschaften herstellen und klären Lernbereiche und -themen festlegen/zuteilen Lernen rhythmisieren sich auf das Lernen einstellen Wörtliches Wiederholen Merkwortmethode Abrufstrategien Schlüsselreiz-Abruf Akronyme Frei assoziieren Lückentext ausfüllen Multiple-Choice lösen Fall referieren, Vor- und Nachteile aufzählen Wissen neu ordnen Multisensorisch lernen Assoziationsbilder erstellen Checkliste herstellen Ankerbegriffe suchen und klären Zusammenfassen, Kartenübersichten Aufgaben stellen und lösen Skizze, Bild, Modell- Bearbeitungsstrategien (Elaborationsstrategien) Skizze herstellen Strukturbild entwerfen Paraphrasieren und laut denken Eigene Fragen stellen und formulieren Multiple-Choice produzieren/ lösen 2. Die Lernsituation einschätzen. Was will ich? Was für eine Aufgabe muss ich lösen? Wie viel Zeit habe ich? Es ist wichtig eine gute Zielsetzung für sich selbst zu formulieren. 3. Welche Ideen und Lernstrategien bieten sich für mein Vorhaben an? Die Wahl ist hier abhängig davon, welches Repertoire an Arbeitstechniken vorhanden ist (Bild 4). Zudem kann es wichtig sein, den bevorzugten Wahrnehmungskanal zu kennen. Es geht darum zu bestimmen, welcher Lerntyp man ist. Analogien bilden Anwendungsfälle/ Beispiele suchen Wissens- Verknüpfungsstrategien Karteisystem, Ordnersystem, lose Blätter Themenübersichten, Inhaltsverzeichnisse Kategorisieren Stichwortstruktur Ordnungsstrategien Cluster Mind-Map Concept-Map Learn-Map Semantisches Netz Strukturgitternetz netze aufbauen Geschichten erfinden Phänomene zuordnen Wissen visualisieren Lernskizzen und Modelle festhalten Merksätze und Eselsbrücken Memoriertechniken Repetitionsstrategien Kurzvortrag halten, jemandem erklären Sich abfragen lassen Karten- Abfrage-Training Wörtliches Wiederholen Lernprotokoll, Lernjournal Lernrückblick, Lernbericht Lernprozessanalyse Reflektionsstrategien Fehleranalyse Prüfungsauswertung Lerndiagnostische Tests Lernberatung Bild 4: Mögliche Lernstrategien (nach Gasser 2010, Abb. 40) Der auditive Lerntyp bevorzugt Lernen mit Audiomedien, Reimen, Verankerung über Geräusche, leisem Vorlesen, Zuhören etc. Der visuelle Lerntyp sieht sich mit Skizzen, Tabellen, farbigen Merkzetteln, Gedankenkinos etc. unterstützt. Der Handlungstyp lernt vor allem durch Selbermachen, Experimentieren, Bewegen etc. Der kommunikative Lerntyp lernt mehrheitlich durch das Führen von Gesprächen, Diskussionen, Rollenspielen etc. FG Magazin Oktober

12 FG Pädagogik digital logisch Zahlen linear Details rational Analyse Sprache Reihenfolge In diesem Zusammenhang lohnt es sich auch festzustellen, welchen Denkstil man bevorzugt. Klassisch unterscheidet man den logisch rational seriellen Denkstil vom eher intuitiv emotional ganzheitlichen Denkstil. Je nach Denkstil bevorzugt man unterschiedliche Vorgehensweisen (Bild 5). analog ganzheitlich nonverbal Musik Bilder Farben Synthese Muster, Formen Assoziationen Bild 5: Denkstile 4. Was will ich in den nächsten zwei Wochen ausprobieren? Wie kontrolliere ich mein Vorhaben? Dies ist ein wichtiger Schritt, denn ohne geplante Aktivität ist die Gefahr in das gehabte Muster zu verfallen zu gross. Mit der Zeit werden so viele unterschiedliche Lernstrategien und deren Einsatzmöglichkeiten kennengelernt. Am FG Basel haben wir vor einigen Jahren speziell die Mittwoch-EL- Stunden (Erweitertes Lernen) eingeführt. Während dieser Sequenzen wollen wir mit den Lernenden das Repertoire an Lernstrategien erweitern und konkret ausprobieren. Noch ein Tipp zum Schluss: Bei Hausaufgabenproblemen zeigt es sich oft, dass Eltern einen anderen Lernansatz haben als ihre Kinder. Versucht beispielsweise ein visueller Vater einem handlungsorientierten Kind bei den Hausaufgaben zu helfen, kann das leicht zu Unverständnis auf beiden Seiten führen, da sich die persönlichen Lernstrategien stark unterscheiden. Dazu mehr in einem folgenden Artikel! Belinda Cousin Weiterführende Literatur John Palfrey/Urs Gasser, Born Digital: Understanding the first generation of Digital Natives (New York 2008) Peter Gasser, Gehirngerecht lernen. Eine Lernanleitung auf neuropsychologischer Grundlage (Bern 2010) Belinda Cousin (* 1962) Wirtschaftsstudium in Basel. Nachdiplomstudium an der HSG St. Gallen. Langjährige Unterrichts- und Schulleitungserfahrung in der Schweiz und in Grossbritannien. Tätigkeiten in verschiedenen Unternehmen und Weiterbildung in den Bereichen Lerntechniken und gehirngerechtes Lernen. Am FG Basel seit 2006, Rektorin seit FG Magazin Oktober 2014

13 FG Basel FG Magazin: Herr Brunner, wer hatte die Idee zum FG Ball? Thomas Brunner: Die Idee des FG Balls ist ein Gemeinschaftswerk. Die PR- und Kommunikationskommission hat sich letztes Jahr zusammen mit dem Rektor, Stephan Saut hoff, Renato Nanni in seiner Funktion als Lehrervertreter und Hans-Ueli Gubser, Präsident des Vereins der Ehemaligen, intensiv Gedanken gemacht, in welchem Rahmen wir das 125-Jahre-Jubiläum begehen können. Uns war wichtig, einerseits diesem grossen Anlass gerecht zu werden und andererseits einen Nutzen für die Schule zu erzielen. Der FG Ball passte dazu sehr gut in unser Konzept. Welches Ziel verfolgen Sie mit dem FG Ball und welchen Nutzen sehen Sie für das FG Basel? Wir wollen mit dem FG Ball eine Tradition begründen, die in Zukunft zu einem festen Bestandteil des FG Basel und der Basler Gesellschaft werden soll. Mit dem Einbezug von jetzigen Schülerinnen und Schülern, denen das FG Basel einen Tanzkurs offeriert und sie zum Ball einlädt, wollen wir die Jungen motivieren, auch in Zukunft an die Bälle zu Einladung FG Ball 2014 Samstag, 22. November bis ca Uhr im Stadtcasino Basel FG Basel seit 1889 Bildung nach Mass FG Ball: Der glamouröse Höhepunkt des Jubiläumsjahres zugunsten des Stipendienfonds Am 22. November 2014 beschliesst das FG Basel sein 125-jähriges Jubiläum mit einem Ball im Stadtcasino. Der Erlös geht an den FG Stipendienfonds. In einem Gespräch mit dem FG Magazin sagt Thomas Brunner, Präsident der Trägerschaft, für wen die Teilnahme ein «must» ist. kommen. Wir versprechen uns damit einen stetigen Zuwachs von Ehemaligen, die dem FG verbunden bleiben und den «FG Spirit» nach aussen tragen. Der Erlös des Balls soll ja dem FG Stipendienfonds zugutekommen. Ja, darauf sind wir besonders stolz. Mit ihrer Anwesenheit gönnen sich die Gäste nicht nur einen aussergewöhnlichen Abend, sondern sie unterstützen zudem den Stipendienfonds des FG Basel. Mit einer Teilnahme tut man also nicht nur sich selber, sondern auch anderen und dem FG Basel etwas Gutes. Rechnen Sie mit einem grossen Erlös zugunsten des FG Stipendienfonds? Der FG Ball in dieser Form ist bei einem Eintrittspreis von CHF pro Person nicht kostendeckend und wäre ohne Sponsoren, Donatoren sowie Gönnerinnen und Gönnern ohne Defizit kaum durchführbar. An dieser Stelle danke ich Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, die bereits Ihr besonderes Engagement bekundet haben oder dies noch tun möchten, von ganzem Herzen für Ihre Unterstützung. Ich bin zu- versichtlich, dass letztendlich eine schöne Summe für den Stipendienfonds übrig bleiben wird. Was ist beim Eintrittspreis von CHF inbegriffen? Inbegriffen sind die Kosten für die Unterhaltung, den Apéro, das Essen, Mineralwasser und Kaffee. Nicht im Preis enthalten sind die weiteren Getränke beim Essen (Wein, Spirituosen etc.). Was erwartet die Gäste am FG Ball und wer kann am Ball teilnehmen? Es erwartet sie ein glamouröser Anlass mit einem feinen Vier-Gänge- Menu, guter Unterhaltung und angenehmer Tanzmusik. Nach dem Apéro und zwischen den einzelnen Gängen werden die Gäste mit verschiedenen Darbietungen unterhalten. Ein Höhepunkt wird der Eröffnungstanz von Schülerinnen und Schülern sein. Mit den Moody Tunes konnten wir eine über die Region hinaus bekannte Band engagieren und durch den Abend wird Dani von Wattenwyl führen. Es ist uns ein Anliegen, dass sich die Gäste wohl fühlen, auch diejenigen, die es nicht so stark auf die Tanzfläche drängt. Eingeladen sind alle, die sich einen besonderen Abend mit viel «FG Spirit» und guter Unterhaltung gönnen möchten. Ich danke den Gästen für ihre Anmeldung und freue mich schon jetzt, Sie am 22. November 2014 im Stadtcasino Basel begrüssen zu dürfen. Das Interview führte Felix Werner FG Ball Samstag, 22. November Uhr bis ca Uhr Stadtcasino Basel Tickets können per oder telefonisch ( ) bestellt werden. FG Magazin Oktober

14 Mein FG Basel How did you communicate with one another? He speaks German. That obviously makes working together a lot easier. So, your collaboration went well? Yes. He is very perceptive, punctual and very keen on meeting young people. Whenever he was here, he would contribute to the lessons by helping someone with a drawing or by sharing advice on how to go about a certain assignment. His approach was very popular with the students. It was an experience that they appreciated greatly. Stefan Raich: «It s the human touch that makes the FG Basel so special» It all began when the diaconal urban organisation «Elim Open Doors» decided to contact the FG Basel. What followed was an art project between the school and the Iranian artist Saman Taghizadeh. The FG Magazin spoke to the teacher Stefan Raich about this intercultural encounter. FG Magazin: Stefan Raich, how does an Iranian artist get in touch with the FG Basel? Stefan Raich: Saman Taghizadeh is a 29-year-old refugee living in Switzerland. His current legal status does not permit him to work. It s people in such situations that «Elim Open Doors» supports. They contacted the rector Stephan Sauthoff about an opportunity for Saman Taghizadeh to spend some time at the school in a meaningful way. Did you immediately agree to engage with the suggestion? No, not immediately. When Mr Sauthoff told me about the idea, I thought about it a lot. The longer I did, the clearer it became to me that this would be a great oppor- tunity for us. On the one hand it would offer our students a rare chance to meet an artist directly, and on the other, our school would contribute towards a better understanding between people of different cultures who live here with us. So how did Saman Taghizadeh fare with the students? Very well! He uses coloured crayons to draw in a hyper-realistic style, which is virtually indistinguishable from a photograph. He brought along such drawings and demonstrated his technique to two classes in May and June this year. The students were very impressed with the effort he put into it and absolutely amazed by the result. Is it projects like these that make the quality of the FG Basel? It s not just such projects, but they obviously add to it. Our school is fairly small and manageable. Anyone wishing to go ahead with such a project does not need to go through much bureaucracy to get approval. I really think this flexibility is a big advantage of ours. What else makes the FG Basel a special school beyond these aspects? It s the personal and human touch. For instance, we welcome and support students with disabilities or special needs. The individual students in need of personal mentoring benefit from it, and it s a joy to see that their classmates deal well with it too. This is a social aspect that has a positive influence on the whole way we treat one another. Other schools don t seem to enjoy the same kind of harmonic atmosphere. How come you seem to manage better at the FG Basel? There are multiple reasons for this. For one, we have relatively small groups of students. Then, we run a day school. Our students have their meals together and then spend their afternoons with their extracurricular activities together. We offer extra tuition for various topics, which 14 FG Magazin Oktober 2014

15 Mein FG Basel are available across different forms and age groups. That s certainly something that puts us ahead of other schools. There is also a new approach we are currently developing and I m absolutely fascinated by this; it consists of new «learnlandscapes» and subjects. This would allow us to foster our students even more individually. I am fully convinced that this development is a great opportunity for us, even if it requires a greater effort on our part. The positive environment we have created further contributes to how at-ease the students feel and how they behave amongst one another. Does that mean they also get along well across different age groups? Yes, absolutely. On the sports day we put together groups consisting of students from matura classes all the way down to the youngest of our pupils. We challenged these groups to work and solve their tasks together. Everyone participated with great enthusiasm. These are aspects I value greatly. Are there no problems whatsoever? Naturally we occasionally have to deal with individual students and their problems, but no major issues, as they do occur elsewhere. Thank you for this interview. The interview was conducted by Simone and Felix Werner Links: Elim The diaconal urban organisation Elim was founded in It seeks to offer migrants and asylum seekers a sense of acceptance and appreciation, and to assist them in settling into local society. This is done by encouraging the establishment of communities and personal relationships, through help and support in personal matters, easy access to German classes as well as by putting them in contact with employers and other opportunities. Stefan Raich: «Der menschliche Umgang macht das FG Basel zu einer besonderen Schule» Eine Anfrage der sozial-diakonischen Einrichtung «Elim Open Doors» an das FG Basel stand am Anfang eines Projekts mit dem iranischen Künstler Saman Taghizadeh. Das FG Magazin unterhielt sich mit Stefan Raich über die interkulturelle Begegnung. Stefan Raich Stefan Raich (born 1962) grew up in the canton of Basel-Landschaft. He attended primary school in Füllinsdorf, went to Gymnasium in Muttenz and later to Basel School of Design. In 1995 he accepted a position at FG Basel and has since been teaching Arts. FG Magazin: Stefan Raich, wie kommt ein iranischer Künstler ans FG Basel? Stefan Raich: Saman Taghizadeh ist 29 Jahre alt und lebt als Flüchtling in der Schweiz. Mit seinem gegenwärtigen Status darf er nicht arbeiten. Die Organisation «Elim Open Doors» unterstützt Menschen in solchen Situationen. Sie hat Rektor Stephan Sauthoff angefragt, ob es möglich wäre, dass Saman Taghizadeh einen Teil seiner Zeit mit einer sinnvollen Tätigkeit am FG Basel verbringen könne. War es für Sie sofort klar, dass Sie auf den Vorschlag eingehen? Nein. Als Herr Sauthoff mir die Anfrage weiter geleitet hat, habe ich es mir gründlich überlegt. Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto klarer wurde mir aber, dass das eine grosse Chance sein kann. Zum einen ist es für die Schülerinnen und Schüler interessant, mit einem Künstler in direkten Kontakt zu kommen, zum anderen kann die Schule dadurch auch einen Beitrag zu einer besseren Verständigung mit Menschen aus anderen Kulturen leisten, die bei uns leben. FG Magazin Oktober

16 Mein FG Basel Und wie ist Saman Taghizadeh bei den Schülerinnen und Schülern angekommen? Sehr gut! Er zeichnet mit Farbstiften in einem hyper-realistischen Stil, der sich von einem Foto praktisch nicht unterscheiden lässt. Er hat solche Zeichnungen mitgebracht und seine Technik im Mai und Juni in zwei Klassen vorgeführt. Die Schülerinnen und Schüler waren beeindruckt vom Aufwand und begeistert vom Ergebnis. Wie verständigen Sie sich mit ihm? Er spricht deutsch. Das vereinfacht die Zusammenarbeit natürlich sehr. Und die Zusammenarbeit verläuft reibungslos? Ja. Er ist sehr aufnahmefähig, kommt immer sehr pünktlich und freut sich sehr auf den Kontakt mit den Jugendlichen. Wenn er hier ist, bringt er sich in den Unterricht ein, hilft beim Zeichnen oder gibt einen Tipp, wie er eine Aufgabe lösen würde. Seine Art kommt bei den Stefan Raich (*1962) ist im Kanton Basel- Landschaft aufgewachsen. Die Primarschule besuchte er in Füllinsdorf, das Gymnasium in Muttenz und anschliessend die Schule für Gestaltung in Basel. Als Folge einer Schulreform wurde seine Arbeitsstelle am Holbeingymnasium gestrichen und er kam durch einen persönlichen Kontakt ans FG Basel. Schülerinnen und Schülern gut an. Es ist für sie ein zusätzlicher Input, den sie schätzen. Machen solche Projekte die Qualität des FG Basel aus? Nicht nur, aber natürlich sind sie mitentscheidend. Unsere Schule ist klein und überschaubar. Wenn man so ein Projekt realisieren möchte, muss man nicht zuerst irgendwelche Ämter oder Hierarchiestufen davon überzeugen. Ich empfinde diese Flexibilität als grossen Pluspunkt. Was macht für Sie das FG Basel ausserdem zu einer besonderen Schule? Der persönliche und «menschliche» Umgang. Dass zum Beispiel auch Schülerinnen und Schüler mit einem Handicap aufgenommen und individuell gefördert werden. Das ist für die Betroffenen gut und es ist schön zu sehen, dass es auch von den Klassen nicht als Pflicht empfunden wird. Diese soziale Ebene hat einen sehr positiven Einfluss auf den gesamten Umgang miteinander. An vielen anderen Schulen tönt es nicht so harmonisch. Warum funktio nieren solche Dinge am FG Basel? Dafür gibt sicher verschiedene Gründe. Einerseits haben wir vergleichsweise kleine Klassen. Dann gibt es eine Ganztagesbetreuung. Die Schülerinnen und Schüler essen zusammen, nehmen die Nachmittagsangebote zusammen wahr, es gibt Lerncoaching und viele weitere Angebote, die auch klassenund altersübergreifend angeboten werden. Da sind wir sicher weiter als viele andere Schulen. Was jetzt ganz neu aufkommt und wovon ich vollkommen begeistert bin, sind die neuen Lern- und Fachlandschaften. Damit kann künftig noch individueller auf Schülerinnen und Schüler eingegangen werden. Ich finde diese Entwicklung sehr gut und bin davon überzeugt, dass das ist eine grosse Chance ist, auch wenn das für uns im Moment mehr Aufwand bedeutet. Diese positive Umgebung trägt zusätzlich dazu bei, dass sich Schülerinnen und Schüler bei uns wohl fühlen und dass sie sich vernünftig verhalten. Und dass sie zum Beispiel auch über die Altersklassen hinweg gut miteinander auskommen? Ja, auch das funktioniert. Am Sporttag wurden Gruppen zusammengestellt, in denen von Maturanden bis zu den ganz Kleinen alle Altersklassen zusammen waren. Die Gruppen mussten zusammenarbeiten und gemeinsam Aufgaben lösen. Auch da waren alle mit Begeisterung dabei. Das sind Elemente, die ich sehr wertvoll finde. Probleme gibt es keine? Natürlich haben auch wir hin und wieder ein Problem mit einzelnen Schülerinnen oder Schülern, aber keine massiven Schwierigkeiten, wie sie andernorts leider vorkommen. Vielen Dank für das Gespräch. Elim Das Gespräch führten Simone und Felix Werner Die diakonische Stadtarbeit Elim wurde Anfang 1997 gegründet. Sie will Migrantinnen, Migranten und Asylsuchenden ein Gefühl der Annahme und Wertschätzung vermitteln und sie bei der nachhaltigen Integration unterstützen. Dies geschieht durch gemeinschaftsund beziehungsfördernde Angebote, Hilfe und Unterstützung in persönlichen Anliegen, niederschwellige Deutschkurse und durch die Vermittlung von Arbeit sowie anderen integrativen Angeboten. 16 FG Magazin Oktober 2014

17 Mein FG Basel Lorena: «Ich bin sozusagen wunschlos glücklich!» Lorena geht in die 5. Klasse der FG Sekundar. Sie möchte nächstes Schuljahr ans FG Gymnasium wechseln, um nach der Matur Journalismus zu studieren. FG Magazin: Lorena, wie kommst du am morgen jeweils zur Schule? Lorena: Ich wohne in Pfeffingen. Von dort nehme ich den Bus nach Dornach, dann den Zug nach Muttenz und dann nochmals den Bus ins FG. Ein zumutbarer Schulweg? Ja, ein humaner Schulweg würde ich sagen. Weisst du schon, was du nach der Schule machen willst? Wissen ist übertrieben. Ich arbeite darauf hin, nach Abschluss der Sekundarschule ins FG Gymnasium zu gehen. Nach der Matur möchte ich Journalismus studieren. Du hast inklusive Weg ziemlich lange Schultage. Ja, aber ich schätze die vielen Lernangebote am Nachmittag. Ich werde zum Beispiel künftig Mathematiknachhilfe nehmen, weil ich ein Defizit habe. Daher finde ich die Schulzeiten wirklich super. Um 14:45 Uhr sind wir mit dem Unterricht fertig, dann kann man noch eine Stunde oder so arbeiten. Dann hat man immer noch Zeit für Hobbys. Welches sind deine Lieblingsfächer? Deutsch und Englisch. Mathematik liegt mir wirklich nicht besonders. Sonst interessiert mich eigentlich alles und ich bilde mich gerne weiter. Ich finde es wichtig, eine gute Schulausbildung zu haben. Wie würdest Du das Verhältnis zwischen Wissensfächern und den kreativen Fächern beschreiben? Wir haben am Donnerstagnachmittag Modulfächer und ich habe dort viermal Musik gewählt, weil ich sehr gerne singe und auch Klavier spiele. Jetzt will ich auch noch Gitarre lernen und darum machen wir mit Herrn Tobler einen kleinen Gitarrenworkshop, um ein paar Lieder begleiten zu können. Ich finde das sehr toll und wichtig, dass man nach einem mehr oder weniger strengen Schultag noch in die Musikstunde sitzen und etwas Kreatives machen kann. Den Schülerinnen und Schülern wird am FG Basel auch abgesehen vom Unterricht einiges geboten. Wie findest du das? Ich finde es ziemlich gut. Wir gehen in drei Wochen mit einer anderen Klasse zusammen für einen Sprachaufenthalt nach Canterbury. Wir wohnen dort jeweils zu zweit bei einer Gastfamilie. Auf diesen Aufenthalt freue ich mich sehr. Das ist eine tolle Abwechslung. Spürst Du in deiner Klasse und klassenübergreifend einen Zusammenhalt? Ja, diesen Zusammenhalt gibt es. Und ich glaube, er trägt dazu bei, dass man gerne hier zur Schule geht. Was trägt sonst noch dazu bei, dass das FG Basel bei Schülerinnen, Schülern und Eltern so gut ankommt? Die Schule ist super organisiert. Meine Eltern sind geschieden und es gab in anderen Schulen zum Beispiel immer das Problem, dass nicht beide die Post erhalten haben. Hier am FG ist das aber kein Problem. Beide sind immer informiert. Zudem gefällt mir die Einrichtung der Schule. Es ist nicht so ein trister Block, wo man denkt: «Nein, jetzt muss ich wieder in die Schule». Hier herrscht eine heimelige Umgebung. Was würdest du ändern, wenn du könntest? Da muss ich überlegen. Im Grossen und Ganzen gibt es nichts, das ich ändern würde. Ich bin sozusagen wunschlos glücklich. Das FG Basel strebt an, dass jeder Schüler und jede Schülerin individuell betreut wird. Woran zeigt sich das im Schulalltag? Ich habe zu den meisten Lehrern ein sehr gutes Verhältnis und ich scheue mich auch nicht, Fragen zu stellen. Sie nehmen sich immer Zeit und gehen darauf ein. Das ist nicht nur bei schulischen Themen der Fall, sondern auch, wenn jemand mal ein persönliches Problem hat. Ich danke Dir für das Gespräch und wünsche Dir am FG und für deinen Berufswunsch viel Erfolg. Das Gespräch führte Felix Werner Lorena Schulthess (16) wohnt in Pfeffingen und geht in die 5. Sekundar. Ihr Klassenlehrer ist Gaston Dauer. FG Magazin Oktober

18 FG Basel gen machten deutlich, was es alles braucht, damit ein Fussballverein im heutigen Umfeld Erfolg hat, welche Chancen bestehen, gegen ausländische Clubs mit x-fach höheren Budgets bestehen zu können und welche Herausforderungen sich im Umgang mit Spielern, Medien und Fans stellen. Das FG Basel beim FC Basel Die Jubiläums-Veranstaltungsreihe «Das FG Basel lädt ein» findet grossen Anklang. Treffpunkt im September war der St.-Jakob-Park. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen in den Genuss einer Stadionführung der Extraklasse mit Werner Schneeberger und eines äusserst spannenden Referates von FCB-Präsident Bernhard Heusler. Abgerundet wurde der Anlass durch einen gestifteten Apéro, bei dem sich die Gäste durchwegs beeindruckt und begeistert zeigten. Eine letzte Gelegenheit, sich dieses Jahr vom FG Basel zu einer Veranstaltung dieser Reihe einladen zu lassen, besteht am 30. Oktober, wo das FG Basel bei der Universität Basel zu Gast ist und Rektor Prof. Dr. Antonio Loprieno zum Thema «Gymnasium und Universität: Parallelen und Entwicklungen» sprechen wird. Felix Werner Bereits zum vierten Mal lud das FG Basel am 5. September zu besonderen Einblicken ein. Die Nachfrage war auch dieses Mal sehr gross und der Anlass ausgebucht. Begrüsst wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim «Meeting Point» vor dem Stadion von Werner Schneeberger, Präsident des Verwaltungsrates und Inhaber der Communication AG, die aussergewöhnliche und kreative Eventkonzepte entwickelt und europaweit jährlich über 150 Kunden-Events inszeniert. Ein hervorragendes Beispiel für einen kreativen Event lieferte Werner Schneeberger gleich selber. In einer äusserst lebhaften, fachkundigen und kurzweiligen Führung brachte er den Gästen das Heimstadion des FC Basel näher. Wie kommen Spieler, Betreuerstab und Schiedsrichter am Spieltag ins Stadion? Wie sehen die Kabinen aus und stimmt es, dass sich die Heimmannschaft in einer luxuriösen Garderobe auf das Spiel vorbereitet, während die Gäste sich mit einer spartanischen Einrichtung begnügen müssen? Und wie fühlt es sich an, durch die «Senftube» ins Stadion einzulaufen? Diese und viele weitere Fragen wurden beantwortet. Und im Stadion konnten unter anderem die bei kalten Temperaturen geheizten Schalensitze getestet werden. In der Lounge hoch oben über dem Spielfeld wurden die Gäste dann vom FG-Vorstandsmitglied Gabriela Hofmann und von Bernhard Heusler willkommen geheissen. Der FCB- Präsident nahm sich die Zeit, den Besucherinnen und Besuchern einen Blick hinter die Kulissen des Phänomens «FCB» zu gewähren. Seine sehr spannenden Ausführun- Nächster Termin: 30. Oktober, 18:00, Universität Basel, Hörsaal 118: Vortrag von Prof. Dr. Antonio Loprieno, Rektor keine Anmeldung erforderlich! «Das FG Basel lädt ein» Firmen, Institutionen und Persönlichkeiten laden gemeinsam mit dem FG Basel ein und bieten Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten, Ehemaligen, Mitarbeitenden und allen weiteren dem FG Basel nahestehenden Personen die Möglichkeit, etwas Spezielles zu erleben. Die Schulleitung des FG Basel freut sich sehr, Sie an diesen Anlässen willkommen zu heissen. 18 FG Magazin Oktober 2014

19 FG intern Sport und Ausbildung? Das FG machts möglich! Das FG Basel und der FC Basel haben schon im Namenszug einiges gemeinsam. Weit wesentlicher ist allerdings die Verbundenheit zum Sport. Diese Verbundenheit zeigt sich beim FC Basel durch die beeindruckende Leistung der Mannschaft. Herr Heusler zeigte in seinem Referat auf, was es alles an Hintergrundarbeit und Management braucht, dass solche Topleistungen über lange Zeit möglich sind. Die Verbundenheit des FG Basel zum Sport besteht darin, junge Menschen einerseits für sportliche Aktivitäten zu interessieren und ihre sportlichen Interessen zu fördern. Andererseits leistet das FG Basel mit der sogenannten «Talent- Betreuung» einen wesentlichen Beitrag bei der Nachwuchsförderung. Jugendliche, die eine sportliche Karriere verfolgen, brauchen auch eine solide Ausbildung. Oft ist es für Ju- gendliche schwierig, Trainingsplan, Wettkämpfe und Schule unter einen Hut zu bringen. Noch schwieriger wird es für junge Talente, die aus dem Ausland in die Schweiz geholt werden. Sie verfügen oft nur über geringe Deutschkenntnisse und müssen diese, nebst allen anderen Herausforderungen, erweitern. In all diesen Fällen bietet das FG Basel individualisierte Angebote an. Dies gilt für die FG Sekundar ebenso wie für das FG Gymnasium. Nebst Anpassungen in den Stundenplänen verfügt das FG mit dem Lernfit und dem Coaching über zwei Zusatzangebote, mit denen ein optimales, individuelles Unterstützungsangebot zusammengestellt werden kann. So lässt sich sportliche Leistung mit guter Ausbildung kombinieren. Belinda Cousin FG Magazin Oktober

20 FG intern «Inputstunden» zu zwei «Lernlandschaftsstunden» angestrebt. Unterstützt wird jeder Lernende in diesem Prozess durch seinen persönlichen Lernbegleiter. In diesen ersten Wochen haben wir viel Wert darauf gelegt, unsere Vorstellungen über das pädagogische Konzept «Lernlandschaft» an unsere Schule und unsere Schülerinnen und Schüler anzupassen. Dabei ist es uns ein Anliegen, Grundsätze für die FG Challenge und das FG Progymnasium parallel zu erarbeiten. Mathematik-Inputstunde in der 1P Start unserer Lernlandschaften Eine neue Lern- und Lehrumgebung ermöglicht die Umsetzung eines pädagogischen Konzeptes. Im Zentrum des Unterrichtes in unseren Lernlandschaften steht die Idee der vertieften Binnendifferenzierung. Gleichzeitig sollen die Lernenden eigenverantwortliches Lernen und Arbeit in Kooperationen trainieren und vertiefen. Darüber hinaus sollen talentierte Schülerinnen und Schüler zusätzliche Projekte nach eigenen Interessen bearbeiten können. Der Start in unsere Lernlandschaften ist uns unseres Erachtens gut gelungen. Die ersten Wochen haben uns wichtige Informationen geliefert. Die Lernenden fühlen sich wohl und sicher in ihrer neuen Lernumgebung. Die technischen Startprobleme mit unseren Notebooks liessen sich beheben und langsam finden wir alle in einen guten Lehrund Lernrhythmus. Das neue Mobiliar ermöglicht ein schnelles Umstellen von Input- zu Lernlandschaftsstunden und trägt so dazu bei, dass fliessende Übergänge stattfinden können. Der Unterricht ist geprägt durch das Aufteilen der Schulstunden in sogenannte «Inputstunden» und «Lernlandschaftsstunden». «Inputstunden» sind alle Unterrichts- Sequenzen, in denen ein von der Lehrperson gesteuerter Unterricht für die gesamte Lerngruppe (Klasse) stattfindet, während die «Lernlandschaftsstunden» gekennzeichnet sind durch schülerzentrierte Arbeitsphasen, in denen die Schülerinnen und Schüler individuell gemäss ihrem Leistungsstand alleine oder in Lerngruppen arbeiten. Mit dieser Grundidee sind wir im August 2014 ins neue Schuljahr gestartet mit unserer FG Challenge und unserem FG Progymnasium. In den ersten Wochen lag der Schwerpunkt darauf, die Lernenden an diese neue Lernkultur hinzuführen, u. a. an die Flüsterkultur. Praktisch wird in der Mathematik beispielsweise mit einem Wochenplan gearbeitet und in Deutsch gibt es Mehrwochendossiers. Die Schülerinnen und Schüler kreuzen erledigte Aufträge auf dem Plakat mit der Auftragsübersicht ab. So haben die Lehrpersonen wie auch die einzelnen Lernenden einen Überblick, auf welchem Kompetenzniveau sie sich befinden. Die Fachlehrpersonen geben insgesamt mehr mittelfristige statt kurzfristige Aufträge. In Deutsch und Mathematik wird momentan ein Verhältnis von drei Gespannt schauen wir in die Zukunft und freuen uns, Sie über den weiteren Entwicklungsstand informieren zu können. Belinda Cousin Individueller Arbeitsplatz 20 FG Magazin Oktober 2014

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