Wie häufig sind respiratorische Infekte beim Personal und was wird auf den Patienten übertragen?

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1 Wie häufig sind respiratorische Infekte beim Personal und was wird auf den Patienten übertragen?

2 Selbst deutlich höherem Expositions-, Infektions-und auch Erkrankungsrisiko ausgesetzt. Die Symptome sind meist unspezifisch, milde und selbstlimitierend bzw. medikamentös gut beeinflussbar: Mitarbeiter erscheinen trotz bestehender Symptome häufig am Arbeitsplatz! 2

3 Für Influenza und Pertussis liegen vergleichsweise gute Daten vor. Für beide Erkrankungen sind gut verträgliche, nachweislich sehr effektive Impfungen verfügbar. Eindeutige STIKO-Empfehlung für alle Mitarbeiter. Sie machen uns trotzdem Probleme: Warum? 3

4 H1N1? Neue Influenza? Schweinegrippe? Pandemie? Falsche WHO-Kriterien! Premium-Impfstoff für die da oben Verstärker, Quecksilber und unzureichend geprüfter Impfstoff für das gemeine Volk!

5 Harmlose Erkrankung! Gefährliche Impfung!

6 Aber: Selten wurde im Krankenhaus so intensiv auf Influenza getestet, selten so frühzeitig und umfassend reagiert. Selten wurden so viele nosokomiale Fälle gefunden!

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8 Detaillierte Informationen lagen für 70 Mitarbeiter vor: 50 %: Infektion am Arbeitsplatz 26 %: Ambulant erworben 24 %: Keine eindeutige Zuordnung möglich 23 HCP infizierten sich am Patienten: nur 20 % trugen die empfohlenen N95-Masken!

9 13 von 20 Infektionen beim Personal waren healthcare-associated. In erster Linie auf Übertragungen zwischen den Mitarbeitern zurückzuführen. Elf Mitarbeiter arbeiteten auch nach Einsetzen der Symptomatik weiter!

10 Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen. Fünf Patienten mit hämatologischer Grunderkrankung betroffen. Vier Patienten verstarben. Kein Virus-Nachweis beim Personal, aber 12 Mitarbeiter serologisch positiv.

11 Unverändert niedrige Beteiligung von Personal mit Patientenkontakt (ca. 20 %). Mehrere Studien zeigen inzwischen Senkung der Patientenmortalität bei hoher Impfcompliance des Personals.

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15 Vervierfachung der gemeldeten Fälle. Dabei Durchschnittsalter 2008: 41,7 Jahre! Inzwischen 75 % aller Erkrankungen bei Personen > 19 Jahre! Anteil dieser Altersgruppe an den hospitalisierten Patienten 2007: 27,6 %. Hohe Dunkelziffer! Erkrankungszahlen bei med. Personal: unbekannt.

16 Etwa 10 % 20 % aller Erwachsenen mit Husten > 7 Tage haben eine Pertussis! Bei Heranwachsenden und Erwachsenen häufig nur lang anhaltender, anfallsartig auftretender Husten. Durchschnittliche Dauer 7-8 Wochen. Pneumonie bei etwa 10 % als Komplikation.

17 Immer häufiger, aber keiner denkt dran! Ist hochinfektiös, unbehandelt über Wochen! Quälende, langanhaltende Symptomatik auch bei Erwachsenen. Schutz > 16 J.: Fehlanzeige Zunehmendes Expositionsrisiko im Krankenhaus Von Mitarbeitern ausgehende Epidemien häufig beschrieben.

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19 Robert Koch-Institut Krankenhaushygiene: Information zu ausgewählten Erregern: Kein Eingehen auf diesen Aspekt

20 Hinweise für Ärzte, Leitungen von Gemeinschaftseinrichtungen und Gesundheitsämter zur Wiederzulassung in Schulen und sonstigen Gemeinschaftseinrichtungen (7/2006) ( dürfen in den in 33 genannten Gemeinschaftseinrichtungen keine Lehr-, Erziehungs-, Pflege-, Aufsichts- oder sonstige Tätigkeiten ausüben, )

21 Keuchhusten: Chemoprophylaxe mit Makroliden für enge Kontaktpersonen ohne Impfschutz; bei Erkrankung Wiederzulassung nach 5 Tagen effektiver Chemotherapie. Influenza wird nicht aufgeführt.

22 Ungeimpften Kontaktpersonen, bei denen eine Chemoprophylaxe auf Ablehnung stößt, kontraindiziert oder nicht mehr rechtzeitig möglich ist? Vor Ablauf der Inkubationszeit nach Hause schicken, oder warten, bis erste Symptome auftreten? 22

23 23

24 Ohne deutliche Anhebung der Impfcompliance ist kein Durchbruch erzielbar. Neue Konzepte: Verweigerer müssen eine schriftliche Erklärung abgeben (10 % -20 % Anhebung). Alle Nichtgeimpften müssen in der Saison bei Patientenkontakt grundsätzlich Masken tragen (in Frankfurt Anhebung auf über 50 %). Einführung einer Impfpflicht! 24

25 Bei allen Befragungen steht die große Mehrzahl der Beschäftigen (60 % -70 %) einer Impfverpflichtungdurchaus positiv gegenüber. In den USA stellenweise schon eingeführt, Resultat: Durchimpfungsraten > 95 %

26 Nicht abwarten, bis die nächste Tetanus- Impfung fällig ist. Ein Mindestabstand zur vorhergehenden Impfung ist nicht erforderlich, kann also jederzeit nachgeholt werden. 26

27 Rechtzeitig dran denken! Arbeitsverträge ändern! Bis dahin: Maske, Händehygiene, Hustenetiquette für symptomatische Patienten, Mitarbeiter und Besucher.

28 Erkrankte Mitarbeiter bleiben sofort zu Hause, kommen frühestens nach fünf Tagen wieder und werden dafür auch noch gelobt! 28

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