Die IHKs. Ein wichtiger Beitrag zur europäischen und internationalen Berufsbildung. Ihre IHK informiert Sie gern über weitere Details zu diesem Thema

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1 Die IHKs Ein wichtiger Beitrag zur europäischen und internationalen Berufsbildung Ihre IHK informiert Sie gern über weitere Details zu diesem Thema Herausgeber und Copyright: DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag Breite Straße 29 Berlin-Mitte Postanschrift: Berlin Telefon (030) Telefax (030) DIHK Brüssel Boulevard Clovis, 49 A, B-1000 Bruxelles Telefon +32 (2) Ansprechpartnerin: Barbara Fabian Internet: Herstellung: typoplus, W. Siewert, Bonn Druck: #########, #### Alle Rechte liegen beim Herausgeber. Ein Nachdruck auch auszugsweise ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Herausgebers gestattet.

2 IHKs unterstützen Berufsbildung in Europa Die Erfahrung und Arbeit der Industrie- und Handelskammern in der Berufsbildung sind ein wichtiges Element zur Förderung der beruflichen Ausund Weiterbildung in Europa. In den Mitgliedstaaten sind sie dabei jeweils mit unterschiedlichem Gewicht an der Berufsbildung beteiligt. Leitbild ihres Beitrags ist praxisnahe Ausund Weiterbildung. Das duale Ausbildungssystem Deutschlands erfährt in in der EU große Anerkennung, vor allem wegen seiner Bedeutung für den Erfolg der deutschen Volkswirtschaft. Die IHKs tragen durch ihre Arbeit dazu bei, dass gerade mittels der Berufsbildung der Wirtschaftsstandort Europa im weltweiten Wettbewerb gesichert wird. Sie unterstützen die gesamteuropäischen Zielsetzungen, insbesondere die Idee des lebenslangen Lernens, die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit sowie das Lissabon-Ziel des wettbewerbfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraumes der Welt bis Vielfältige EU-Initiativen werden von den deutschen IHKs mitgetragen: so sind sie Anlaufstellen zur Ausgabe des Europasses. Die Umsetzung der Gemeinschaftsinitiative Equal basiert auf Netzwerken, an denen die IHKs vielfach als strategische Partner beteiligt sind. Via Multiplikatoren, aktiver Teilnahme und politischer Begleitung unterstützen sie das Berufsbildungsprogramm Leonardo da Vinci II, das die Mobilität von Azubis und Berufsbildnern sowie innovative Projekte fördert. Durch ihr eigenes Engagement können die deutschen IHKs wertvolle best-practice-erfahrungen einbringen. Als so genannte zuständige Stelle führen die IHKs ihre hoheitliche Aufgabe als prüfende Instanz aus. Das schließt die Validierung von informell erworbenen Kompetenzen ein. Und bei der Erarbeitung von Aus- und Weiterbildungsinhalten arbeiten die IHKs mit Experten aus der Wirtschaft, Vertretern der Arbeitnehmer und Lehrkräften der Schulen zusammen. Die Verwurzelung der 82 deutschen IHKs in den Regionen stellt sicher, dass sich die Berufsbildungsarbeit an den regional wichtigen Themen und Erfordernissen ausrichtet. Zum anderen muss sie sich an den Bedarfen der gesamten Volkswirtschaft orientieren besonders dort, wo Beschäftigungsfähigkeit verbessert und Arbeitsplätze geschaffen werden. 2 3

3 Deutsche IHKs im Ausland Die deutschen Industrie- und Handelskammern arbeiten im Verbund mit ihren europäischen Partnern über das Netzwerk von Eurochambres zusammen. Den permanenten Austausch von best practices unterstützt die vocational training group aus Berufsbildungsexperten der europäischen IHKs. Jährlich wird eine große internationale Konferenz mit öffentlicher Beteiligung zu den großen Themenkomplexen ausgetragen, wie 2002 über elearning und 2003 zur Finanzierung des lebenslangen Lernens. Eurochambres ist im ständigen Kontakt mit den EU-Dienststellen, um ihre Expertise in die europäische Debatte zur Berufsbildung einzubringen. Die Industrie- und Handelskammern in Deutschland sind direkte Anlaufstellen in Sachen Anerkennung: Arbeitskräfte aus dem Ausland mit spezifischen Berufserfahrungen und -abschlüssen können sich an IHKs mit der Bitte um Bescheinigung wenden. Zur internationalen Transparenz von öffentlich-rechtlichen Prüfungsabschlüssen in der Weiterbildung tragen Übersetzungshilfen bei, welche bei den IHKs nachgefragt werden können. Schließlich lassen sich Sprachabschlüsse verschiedener Länder durch den Europäischen Referenzrahmen für Fremdsprachen vergleichbar machen. An weltweit rund 50 Standorten helfen die Auslandshandelskammern deutschen und anderen Unternehmen, an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten teilzuhaben. Jährlich schließen über Personen eine Ausbildung ab. Die AHK-Diplome bescheinigen eine berufliche Qualifikation nach dem Standard Qualified in Germany. Und über Menschen nehmen pro Jahr an einer AHK- Weiterbildung teil. Die Sequa, eine von Kammerorganisationen und Arbeitgebern getragene Einrichtung, hat sich auf die Durchführung von Mobilitätsprogrammen spezialisiert. Im Mittelpunkt stehen dabei die mittel- und osteuropäischen Länder. Im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung werden zudem Programme in den Entwicklungsländern durchgeführt. 4 5

4 Schützenhilfe durch den DIHK Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Dachverband der Industrieund Handelskammern, beteiligt sich an der politischen Debatte zur europäischen Berufsbildung, wie zuletzt bei der EU-weiten Konsultation zu einem EU-Aktionsprogramm zum lebenslangen Lernen oder der neuen Generation von Berufsbildungsprogrammen ab Dazu gehört auch der Input zu den wenigen legislativen Maßnahmen im berufsbildenden Bereich, wie der EU- Richtlinie zur Anerkennung von Berufsqualifikationen. Der DIHK ist vertreten im Beratenden Ausschuss für Berufsbildung der EU. Schließlich trägt der DIHK durch seine Teilnahme an den nationalen Beiräten von Leonardo da Vinci und Equal sowie den Beiräten zur Struktur- und Regionalpolitik an der erfolgreichen Umsetzung von Förderinstrumenten der EU aktiv bei. Dazu kommen einzelne Initiativen, wie die Unterstützung des Europäischen Jahres der Sprachen Der DIHK ist ein wichtiger Partner bei der Formulierung deutscher Positionen zur Berufsbildung. Der DIHK tritt dabei für eine stärkere Ausrichtung der deutschen Berufsbildung auf die europäische Dimension ein. Dazu gehören vor allem Fragen der Mobilität, der Anerkennung von Bildungsabschlüssen und des informellen Lernens. Die Europäische Union kann einen wichtigen Beitrag zur Berufsbildung nach Maßgabe der EU-Verträge leisten. Dazu gehören die Organisation des Erfahrungs- und Meinungsaustausches für die Verantwortlichen, die Bereitstellung von praktischen Informationsinstrumenten für Interessierte und die Identifizierung von best practices. Der europäische Mehrwert zeigt sich vor allem bei den Bemühungen um Anerkennungsinstrumenten sowie die Durchführung von EU-weiten Berufsbildungsprogrammen. Die Politikformulierung selbst sollte dem von der EU propagierten bottom-up-prinzip folgen. Wirtschaftsnahe Organisationen müssen bei der Ausgestaltung der großen Initiativen konsequent an der Meinungsbildung beteiligt werden, wie der Lissabon- Strategie und dem Zielebericht, dem Konsultationsprozess zum lebenslangen Lernen sowie dem Brügge-Prozess. Der DIHK beteiligt sich an dem von der Europäischen Kommission ins Leben gerufenen Euro Info Centre Netzwerk, das mit europaweit 300 Beratungsstellen unter anderem bei der Kooperationspartnersuche hilft. Das jeweils regional zuständige Euro Info Centre in Ihrer Region lässt sich recherchieren unter 6 7

5 Beispiele für best practices der deutschen IHKs Die IHKs engagieren sich in internationalen Projekten, die sehr unterschiedliche Formen annehmen. Beispiele: Den grenzüberschreitenden Austausch von Auszubildenden organisieren die beiden IHKs in Augsburg und München mit einer Reihe von Partnerregionen aus vier Ländern. Hier hilft xchange bei der Suche nach einem geeigneten Partnerbetrieb, der die Azubis vier Wochen aufnimmt. Die IHK Düsseldorf hat zur Überwindung des wenig praxis- und berufsorientierten Unterrichts einen runden Tisch Schule Wirtschaft eingerichtet. Erste Ergebnisse liegen vor: für Sprachlehrer wurden Handreichungen erstellt, um die Vermittlung von Fremdsprachenwissen in Geschäftsprozess ähnlichen Handlungsketten zu fördern. Binationale Abschlüsse können Auszubildende mit Abitur erwerben, indem sie an einer Ausbildung zum Industriekaufmann wie zum BTS Comptabilité-Gestion teilnehmen. Erstmals 1987 durchgeführt, können die beiden Partner, die IHK Aachen und die Ecole Franco-Allemande de Commerce et d'industrie (EFACI) in Paris, auf eine längere erfolgreiche Tradition zurückblicken. Die Multiplikation der Erfahrungen aus den jeweiligen Bildungssystemen hat ein Projekt zum Ziel, das von der IHK Berlin mit Partnern in Polen durchgeführt wird. Ausbilder aus beiden Ländern lernen in einwöchigen Aufenthalten im jeweils anderen Land die Grundzüge des dortigen Berufsbildungssystems kennen. Ein Pilotprojekt der IHK Nordwestfalen entwickelt zusammen mit Partnern aus sieben Ländern ein Curriculum zum ecommerce-assistant. Die Weiterbildung zielt darauf, die Unternehmen fit für Europa zu machen, um erfolgreich am Markt operieren zu können. Das Konzept erfasst alle relevanten Bereiche des Wissens rund um ecommerce. 8 9

6 Karriere mit Lehre - Beispiele der IHK-Aufstiegsweiterbildung Die beiden Schaubilder stellen die berufliche Aufstiegsbildung der IHK-Organisation vor. Beginnend mit der Berufsausbildung werden Karrierewege ermöglicht, die mit zunehmender Erfahrung und Qualifizierung die beruflichen und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten grenzenlos werden lassen. Hier werden kaufmännische und technisch-gewerbliche Aufstiege abgebildet. Strategische Professionals - Master Ebene Betriebswirt IHK Operative Professionals - Bachelor Ebene Fachwirt IHK, Fachkaufmann IHK Ausbildung in IHK-Berufen Strategische Professionals - Master Ebene Technischer Betriebswirt IHK Strategische Professionals - Bachelor Ebene Meister IHK Ausbildung in IHK-Berufen 10

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